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Rezensionen verfasst von
J. Lee
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The Ten Thousand
The Ten Thousand
von Paul Kearney
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,00

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In bester Gemmell-Tradition, 1. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: The Ten Thousand (Taschenbuch)
Die Macht sind eine Krieger-Elite, geboren für den Kampf, eingeschworen auf jeden der sie bezahlt. Ihre Schlagkraft ist gefürchtet, ihr Ruf als Söldner Legende. Und so folgen 10.000 von ihnen dem Ruf des Geldes und reisen über die Meere um in einem fernen Land einem Verräter den Thron zu erobern.

Kearneys 10.000 liest sich wie ein Buch von David Gemmell zu seinen besten Zeiten. Heroisch, brachial, wild - das Buch ist sicherlich kein Kunstwerk aber packend und vor allem unterhaltsam. Wenn sich die Macht mit roher Gewalt den Weg ins Herz des Kaisereiches bahnen kocht das Blut, rast das Herz. Die Handlung ist gradlinig und leicht zu erahnen, doch der Stil macht das wieder wett und man liest gerne weiter. Denn in Kearneys Welt sind Männer eben noch Männer, Frauen noch Frauen und kleine pelzige Wesen aus dem Krebsnebel noch kleine pelzige Wesen aus dem Krebsnebel.


The Way of Shadows: Night Angel Trilogy Book 1
The Way of Shadows: Night Angel Trilogy Book 1
von Brent Weeks
  Taschenbuch

43 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Charme eines Notizblockes..., 1. Juni 2009
Ein Notizblock ist eine nützliche Sache. Man kann Gespräche mitschreiben, seine Langeweile mit Skizzen vertreiben oder eine tolle Idee festhalten bevor sie in Vergessenheit gerät. Brent Weeks hat die Idee vom Wetboy Durzo Blinth und seinem Lehrling Azoth und machte sich pflichtbewusst Notizen, um anschließend irgendwann mal ein Buch zu schreiben.

Leider hat weder Weeks noch sein Lektor sich jemals die Mühe gemacht über das Notiz-Stadium hinaus zu kommen. "The way of the shadows" ist eine frustrierende Ansammlung guter, jedoch unausgereifter Ideen. Charaktere und Handlungsstränge entfalten sich abrupt und ohne jede Eleganz, genauso lieblos werden Intrigen und inneren Konflikte gehandhabt (von denen es mehr als genug gibt, immer dann wenn gerade Platz war).

Es beschleicht einen das Gefühl, eine miese Telenovela in Buchform zu erleben: Die tote Geliebte war die Schwester der besten Freundin welche ein Kind hinterließ mit der die Feinde den bösen guten Meuchelmörder erpressen können um somit die genialen Pläne des mächtigen Magierkönigs aus der Fremde auszuführen...Eddings hätte diese Story auf charmante Weise geschrieben, Gemmell mit viel Pathos, Hobb mit unglaublichem Herzschmerz. Weeks entschied sich für den lieblosen Ansatz.

Ein Drehbuch der Lindenstraße enthält mehr Logik und Faszination als dieser Schund. Wer gute Fantasy sucht sollte bitte weitersuchen, denn hier wird er nicht fündig. Jeder hat gute Ideen, nur kann jeder sie umsetzen. Brent Weeks hatte mit "The way of the shadows" eine großartige Idee, die Umsetzung hat er leider komplett in den Sand gesetzt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 4, 2009 7:15 PM CET


In 80 Tagen um die Welt (2 DVDs)
In 80 Tagen um die Welt (2 DVDs)
DVD ~ Pierce Brosnan

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehenswert, 5. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: In 80 Tagen um die Welt (2 DVDs) (DVD)
Die Helden haben es am Besten beschrieben: Zeit heilt alle Wunder. Was uns als Kind spannend, dramatisch und wunderbar erschien, wirkt als Erwachsener oft lachhaft und trüb. Ein wenig Skepsis ist also angebracht, wenn man eine DVD einfach aufgrund angenehmer Erinnerungen ersteht. Das kann gut gehen (wie etwa mit Michel aus Lönneberga) aber auch extrem in die Hose gehen (wie etwa mit Captain Future). Diese DVD gehört glücklicherweise in die erstgenannte Kategorie.

Die Grundgeschichte von Jules Vernes Klassiker ist schnell erzählt: Das viktorianische London - Der stocksteife, gähnend langweilige und überkorrekte Phileas Fogg geht die Wette ein, dass er die Welt in 80 Tagen umreisen kann, evt sogar schneller. Er ist sogar so überzeugt davon, dass er sein gesamtes Vermögen verwettet. Mit dem Spott seiner Zweifler im Nacken und seinem treuen Diener Passepartout an seiner Seite macht sich Fogg auf die lange und dramatische Reise.

20 Jahre nach der Erstaustrahlung spielt diese TV-Produktion noch locker alles an die Wand mit dem uns Pro7, RTL und Co heute abstrafen. Pierce Brosnan, Eric Idle und Peter Ustinov erwecken mit viel Witz und Charme Jules Vernes Figuren zum Leben. Statt einem überladenen Gewitter an Spezialeffekten und schlechten Kampfszenen erwarten den Zuschauer witzige Dialoge und geniale Schauspieler. Besonders viele Extras gibt es nicht (wahrscheinlich hat damals auch niemand wirklich daran gedacht, Extramaterial dafür zu drehen), zumal es sich auch "nur" um eine TV-Produktion handelt. Doch Bild- und Soundqualität sind in Ordnung.

Der Dreiteiler reicht für einige faule Abende auf der Couch aus und bringt die Gewissheit: Wir können heute zwar in deutlich weniger als 80 Tagen um die Welt reisen. Aber bessere Filme können wir deswegen nicht machen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 23, 2011 8:51 PM MEST


Great Teacher Onizuka Vol. 01 (Episoden 1 - 4)
Great Teacher Onizuka Vol. 01 (Episoden 1 - 4)
DVD ~ Noriyuki Abe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Spitzenanime, 15. Januar 2004
Keine magischen Kriege, keine futuristischen Kampfrobots: GTO handelt vom ganz normalen Leben. Gestresste Lehrer, freche Schüler und Klassenintrigen bestimmen die Story. Was wie der Stoff für schlechte Soaps klingt, wird durch die Figur des Onizuka zu einer packenden Mischung aus Drama, Comedy und Action. Wenn Onizuka seine Klasse für eine Schatzsuche entführt oder die tollpatschige Klassengans zu Japans begehrtestem Model macht, bleibt kein Auge trocken.
Aber auch ernste Probleme wie Lehrer-Schüler-Verhältnisse und Psychoterror werden zur Sprache gebracht, wenngleich sie der Titelheld auf seine ganz eigene Art zu lösen weiß.
"Great Teacher Onizuka" gehört zu dem Besten, was die Animeszene in den letzten Jahren serviert bekommen hat. Die Folgen basieren auf der gleichnamigen Comicserie von Toru Fujiwara und wurde mit viel Herz und Charme umgesetzt. Auch zeichnerisch lässt die Serie keine Wünsche offen und die Stimmenauswahl ist ebenfalls gelungen. Ein Glück, dass auf eine deutsche Synchronisation verzichtet wurde - oft genug kommt dabei nämlich nur Mist heraus.
Jede Geschichte ist in drei bis vier Kapitel unterteilt. Insgesamt gibt es 43 Folgen, womit GTO doch recht übersichtlich ist. Wen das Onizuka-Fieber spätestens nach der dritten Folge nicht packt, ist vermutlich ein Eisklotz der zum Lachen in den Keller geht. Allen anderen wünsche ich viel Spaß.


100 Bullets 5: Der Apfel fällt nicht weit vom Slum
100 Bullets 5: Der Apfel fällt nicht weit vom Slum
von Brian Azzarello
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Story, 8. Juli 2003
Jeder kennt es, dieses Gefühl der hilflosen Wut. Wenn man weiß, dass sich nichts ändern wird, egal wie laut man schreit und tobt. Man möchte wild um sich schlagen und irgendetwas zerstören, etwas machen, was man später ganz sicher bereuen wird.
Was wäre, wenn in diesem Augenblick ein Mann auftauchen würde, der helfen möchte? Und was wäre wenn dieser Mann eine Waffe und 100 Schuss Munition überreicht, zusammen mit der Garantie, dass die Polizei sich zurückhalten wird? Ganz ehrlich: Wer würde nicht daran denken, wenn auch nur für einen kurzen Augenblick, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen?
Agent Graves ist dieser Mann. Scheinbar wahllos sucht er Leute auf, denen Unrecht wiederfahren ist. Er gibt ihnen die Beweise, die Waffe, die Munition und verschwindet dann auf nimmer Wiedersehen. Doch Graves scheint mit seinen selbstlosen Aktionen einen Plan zu verfolgen, einen Plan, der einigen Leuten überhaupt nicht gefallen mag.
Alle paar Jahre kommt eine Comicserie auf den Markt, die das Potential hat, zu etwas ganz Großem zu werden. Die Serie "100 Bullets" gehört definitiv dazu. Azzarello und Risso bringen ihre Geschichte in kraftvollen Bildern und guten Texten (endlich mal wieder!!) rüber. Es wird mit wenig Farbabstufungen und harten Schatten gearbeitet - Frank Millers "Sin City" scheint auf die beiden einen starken Einfluss ausgeübt haben, denn sowohl Handlung als auch Zeichenstil erinnern stark an den Großmeister. Wer nach "Preacher" und "Rising Stars" erneut auf der Suche nach guter Bilderkost ist, kann sich ohne Sorge mit "100 Bullets" befassen. Die Comics sind ihr Geld wert, was man von vielen aktuellen Werken leider nicht sagen kann.


Nachtstreife
Nachtstreife
von Björn Lippold
  Taschenbuch

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dilettantisch, 8. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Nachtstreife (Taschenbuch)
"Nachtstreife" ist eines der Bücher, bei denen man schon nach den ersten 20 Seiten merkt, dass man das Geld besser für etwas Sinnvolles hätte ausgeben sollen.
Die Handlung ist so durchsichtig, dass man ohne große Vorstellungskraft voraussagen kann, was auf den nächsten Seiten passiert. Die Dialoge sind schwach und unglaubwürdig, mitunter fühlt man sich in eine schlechte TV-Soap versetzt. Die Handlungsbögen werden abrupt abgebrochen und sind mehr als wirr. Warum ausgerechnet so ein Buch veröffentlicht wurde, wird wohl auf ewig ein Geheimnis des Heyne-Verlags bleiben.


Die Nachtwächter. Roman
Die Nachtwächter. Roman
von Terry Pratchett
  Gebundene Ausgabe

94 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht für jeden, 8. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Nachtwächter. Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Stadt Ankh Morpork ist wohl die bedeutendste Stadt der Scheibenwelt. Wer es zu etwas bringen will, geht nach Ankh Morpork. Wer es zu etwas gebracht hat, sucht schnell das Weite. Nur hier kann der Fluss so brackig werden, dass man eigentlich keine Brücken mehr bräuchte. Nur in Ankh Morpork ist es möglich, von ordentlich lizensierten Dieben ausgeraubt zu werden. Menschen, Zwerge, Trolle und undefinierbare Wesen Strömen zu Hauf in diese Stadt, mit der Hoffnung auf Wohlstand und Ruhm (und vielleicht ein wenig Frieden, aber nur wenn er billig ist).
Dass Ankh Morpork nicht immer solch eine Bilderbuch-Stadt war, muss Lord Mumm, Kommandeur der Stadtwache, am eigenen Leib erfahren. Nach einer dramatischen Hetzjagd über den Dächer der Unsichtbaren Universität landen er und der Mörder Carcer in der Vergangenheit. Und die ist bei Weitem nicht rosig: Ein Psychopath regiert die Stadt, die Bürger trauen sich nachts nicht auf die Straßen, überall herrscht Misstrauen. Zu allem Unglück fühlt sich Carcer in der Vergangenheit wie zu Hause. Um ihn unauffällig festzunehmen gibt Mumm sich als John Keel aus, einem frisch in die Stadt versetzten Wächter. Es gibt nur ein Problem: Keel soll bei einer legendären Straßenschlacht sterben...schlechte Bedingungen, um heil nach Hause zu kommen.
Terry Pratchett beherrscht mit seinen Scheibenwelt-Romanen schon seit Jahrzehnten das Genre der komischen Fantasy (lediglich Robert Asprin konnte ihm kurzzeitig das Wasser reichen). Die Fans schätzen seinen feinsinnigen Humor, der einen auch bei mehrfachem Lesen immer wieder zum Schmunzeln bringt.
Und gerade deshalb ist "Die Nachtwächter" auf keinen Fall für Scheibenwelt-Neulinge geeignet. Pratchett scheint beim Schreiben in melachonischer Stimmung gewesen zu sein, denn dieser Roman ist das mit Abstand ernsthafteste Buch, das er je über die Scheibenwelt geschrieben hat (ja, ernster als "Einfach göttlich"). Zwar ist der Stil noch unverwechselbar, doch es fehlen die echten Gags, die genialen Ausbrüche der verdrehten Pratchett-Logik. Statt dessen begnügt sich Pratchett damit, zahlreiche Insider-Witze einzubauen, deren Verständnis nur den Scheibenwelt-Kennern vorbehalten ist. Man erlebt unter anderem Schnappers ersten Würstchen-Verkauf, Reg Schuh als Lebenden und Nobbys Start bei der Wache.
Wer also ein Scheibenwelt-Buch kaufen möchte, weil ihm ein Bekannter davon erzählt hat, sollte sich für Bücher wie "Voll im Bilde", "Alles Sense" oder "Lords und Ladies" entscheiden. Echte Scheibewelt-Fans können sich diesen Roman ruhig zu Gemüte führen. Er ist spannend und unterhaltsam, jedoch eben auch nachdenklich und traurig. Selbst auf der Scheibenwelt ist wohl nicht immer alles zum Lachen.


Naruto, Band 1
Naruto, Band 1
von Masashi Kishimoto
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,95

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lohnenswert, 17. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Naruto, Band 1 (Taschenbuch)
Das Dorf Konoha ist ein Ninjadorf. Von klein auf werden die Bewohner zu Schattenkriegern ausgebildet. Als eines Tages ein Dämonenfuchs das Dorf attackiert, gelingt es dem Anführer Hokage, den Dämon in einem Neugeborenen zu bannen. Sein Name: Naruto. Seit diesem Tag wird der Junge von allen gemieden, aus Furcht vor dem in ihm gefangenen Dämon. Dass der Junge ein absoluter Nichtsnutz ist, der ständig Streiche spielt, verstärkt diese Ablehnung nur noch. Doch tief in seinem Inneren hat Naruto einen großen Wunsch. Er möchte von allen respektiert werden. Sein Ziel ist es daher, der größte Ninja zu werden, den das Dorf je gesehen hat.
Naruto ist ein typischer Manga-Mix aus Action, Humor und asiatisch angehauchten Pseudo-Kampftechniken. Und wäre es nur das, hätte Mangaka Masashi Kishimoto nur einen weiteren müden Dragonball-Abklatsch geschaffen.
Doch darüber hinaus schafft es der Zeichner immer wieder, die geistige Entwicklung seiner Helden voranzutreiben. Naruto entwickelt sich glaubwürdig vom Tunichtgut zum verlässlichen Partner (auch wenn sein loses Mundwerk ihn immer wieder in Probleme bringt). Narutos Konkurrent Sasuke - anfangs ein arroganter Einzelgänger - lernt andere zu respektieren; Narutos heimliche Liebe Sakura lernt Selbstachtung etc, etc.
Auch der Zeichenstil von Kishimoto ist einen Blick wert. Figuren und Hintergründe sind sauber ausgearbeitet, selbst die hektischsten Szenen sind immer noch übersichtlich. Kishimoto arbeitet ohne Rasterfolie, entweder es wird schraffiert oder voll eingefärbt. Carlsen hat dankenswerterweise darauf verzichtet, Laute wie "Krach", "Bumm" und "Tschack" so schrecklich übertrieben groß abzudrucken, wie etwa bei dem sonst so genialen "One Piece" von Oda.
Der fünfte Stern fehlt, weil es Kishimoto im Laufe der Geschichte manchmal mit den Ninja-Techniken übertreibt. Es passiert ihm hin und wieder, dass er sie zu genau beschreibt und analysiert, wodurch die Spannung verloren geht. Glücklicherweise passiert es jedoch nicht zu oft.
Viel Spaß
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2012 9:25 PM CET


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