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Rezensionen verfasst von
MademoiselleCourrier
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Der Traumzauberbaum 2: Agga Knack,die wilde Traum
Der Traumzauberbaum 2: Agga Knack,die wilde Traum
von Reinhard Lakomy
  Hörkassette

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Traumzauberbaum 2, 15. Dezember 2010
Meine Tochter ist 2 1/2 und hört sehr gern die originale und 1. Version vom Traumzauberbaum. Nun dachte ich, der Nikolaus könnte ja den 2. Teil bringen. Zum Glück habe ich mir die CD vorher selbst angehört (aus Neugierde, weil ich mit Teil 1 groß geworden bin). Der Nikolaus hat daraufhin etwas anderes gebracht - diesen Flopp von Kinder-CD jedenfalls nicht. Fürchterlich, kann ich dazu nur sagen. Diese plärrigen Stimmen, die man kaum unterscheiden kann, die unangenehme Musik, die ziemlich geschmacklosen und nicht kindgerechten Texte ... Das Anhören war mir ein Graus. Ich fand es zudem total chaotisch und überdreht. Und die Geschichte gefiel mir auch überhaupt nicht.
Eine herbe Enttäuschung und ein absoluter Reinfall. Keinesfalls kaufen!


Die Josephine-Trilogie: Josephine / Josephine und Napoleon / Kaiserin Josephin (3 Bände)
Die Josephine-Trilogie: Josephine / Josephine und Napoleon / Kaiserin Josephin (3 Bände)
von Sandra Gulland
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Joséphine-Trilogie, 8. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich interessiere ich mich nicht so sehr für die französische Geschichte - und schon gar nicht Napoléon - aber mir war einfach mal nach was anderem zumute, also kaufte ich mir die Trilogie im Pappschuber. Optisch gefällt es mir sehr gut. Es sind schöne Bilder darauf, die meiner Meinung nach gut zu den jeweiligen Lebensabschnitten passen.
Die Bücher lassen sich sehr gut lesen und sind sehr kurzweilig. Die Tagebuch- und Briefform finde ich sehr passend, denn dadurch wird der Blickwinkel auf das große Ganze sehr beschränkt. In anderer Form hätte die Gefahr bestanden, dass es nur um die Revolution und N.s Eroberungen, sprich: Politik, gegangen wäre. So, wie die Bücher vorliegen, geht es einfach um eine Frau, die auf den Wogen der Geschichte wie ein Spielball umher geworfen und getragen wird und selbst in den schlimmsten Krisen nie untergeht.
Ich weiß nichts über die historischen Fakten und kann deshalb nicht beurteilen, ob die Erzählungen authentisch sind. In jedem Fall wir J. sehr herzlich, warm und menschlich dargestellt. Manchmal leider aber auch sehr phlegmatisch, was den Eindruck verschafft, sie wäre nicht ganz bei sich. Vor allem, dass sie sich überhaupt nicht gegen die Intrigen von N.s Familie wehrt oder gegen ihre verräterischen Zofen, nervt mich wirklich.
Negativ aufgefallen ist mir, dass die Autorin bei einigen Details scheinbar den Überblick verloren hat. Z. B. ist der alte Marquis (der spätere Mann von Tante Désiree) zuerst 80, kurz darauf 85 und im 3. Band 78 Jahre alt. Oder: im 1. Buch hat J. einen Chihuahua namens Fortuné. Im 2. Band ist Fortuné plötzlich ein Mops. Ihre angeblich beste Freundin Thérèse verliert im Laufe des 2. Bandes jegliche Bedeutung und taucht in Band 3 so gut wie gar nicht mehr auf. Was ist aus den Ehrenjungfrauen geworden?
Insgesamt haben die mir Romane gut gefallen, aber nicht vom Hocker gerissen.


What Lies Beneath (Limited Deluxe Edition)
What Lies Beneath (Limited Deluxe Edition)

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen What lies beneath - Tarja, 22. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich ist es da! Was habe ich sehnsüchtig gewartet. Und ich wurde nicht enttäuscht. "What lies beneath" ist ein ganz hervorragendes Album geworden, an dem es kaum was zu bemängeln gibt. Mir scheint, Tarja ist über sich hinaus gewachsen damit.
Aber gehen wir Schritt für Schritt vor. Sie ist ihrem Stil treu geblieben: schrammelnde Gitarren, sanfte Balladen und eine überragende Stimme - alles einmal gemixt und schon kam ein perfekter Ohrenschmaus zustande.
Für mich stachen folgende Titel besonders heraus:
1. Anteroom of death: Ist höchst interessant, denn während die Strophen eher langsam gehalten sind und von einem Spinett oder ähnlichem Instrument begleitet werden, donnert der Refrain richtig los und der Gesang überschlägt sich fast. Ich finde jedoch Tarjas Gesang hier etwas eigenartig übertrieben artikuliert, besonders die 1. Strophe.
2. Die Balladen sind durchgängig auf traurig-schmerzhafte Weise wunderschön. Hervorragend!
3. In for a kill: Haut mächtig rein und wir bekommen den Großteil von Tarjas Stimmumfang zu hören. Klasse.
4. Falling awake: Ein absoluter Ohrwurm, der schon radiotauglich ist. Wäre schön, wenn er sowohl in den Charts, als auch im Radio öfter mal zwischen dem üblich langweiligen Gedudel auftauchen würde.
5. Dark Star: Tolles Duett. Die Stimmen ergänzen sich großartig. Mein Lieblingstitel auf dem Album.
Alle anderen sind ebenfalls gut und haben mindestens 4 Sterne verdient. Dazu kommt, dass ich den Eindruck hatte, Tarja konnte sich mit dem Album noch besser identifizieren als mit ihrem Erstling "My Winterstorm". Während MWS vor allem einen künstlerisch hohen Anspruch hatte (meiner Meinung nach), wodurch es teilweise etwas anstrengend ist, sich das Album anzuhören, ist "What lies beneath" etwas übersichtlicher und kompakter geraten, ohne jedoch an Niveau zu verlieren. Für mich kommt mehr Emotionalität und Herzblut durch und ich finde es dadurch zugänglicher.
Nicht zu verachten sind auch die 3 Titel auf der Zusatz-CD. Oft bekommt man nur lasche Durchschnittstitel serviert, damit es optisch nach mehr aussieht. Aber hier lohnt es sich wirklich, ein paar Euro mehr zu investieren. Die Lieder haben die gleiche super Qualität wie die auf der Haupt-CD.
Auch das Booklet verdient einige Aufmerksamkeit. Es enthält natürlich die Texte und sehr schöne Fotografien, die ich mir stundenlang ansehen könnte.
Den Film habe ich bisher noch nicht angesehen. Deshalb kann ich an dieser Stelle nichts dazu sagen.
Insgesamt würde ich dem Album gern 4,5 Sterne geben. Betrachte ich dazu die "Verbesserung" gegenüber "My Winterstorm", muss ich mich zwangsweise für 5 Sterne entscheiden.


Over the Rainbow / What a Wonderful World
Over the Rainbow / What a Wonderful World
Preis: EUR 0,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Somewhere over the rainbow, 7. September 2010
Mir ist das Lied in dieser Version irgendwann und irgendwo im TV aufgefallen und es hat mich sofort angesprochen, aber ich hatte keine Ahnung, wer es singt. Nun hab ich es herausgefunden und konnte es zum ersten Mal komplett hören. Es ist an sich sowieso ein schönes Lied, das gleichzeitig traurig und doch hoffnungsvoll ist. Aber kein anderer Interpret es geschafft, es so emotional aufgeladen zu singen. Man schwankt immer wieder hin und her zwischen dreieinhalb Minuten Urlaub für die Seele, Freude und tiefer Traurigkeit. Ich habe geweint dabei.
Ein großes Lied, gesungen von einem großen Sänger. Ohne viel Technik, ohne Stimmakrobatik, ohne großes Tamtam - aber dafür von Herzen.


»Ich war kühn, aber nicht frevelhaft«: Das Leben der Caroline Schlegel-Schelling
»Ich war kühn, aber nicht frevelhaft«: Das Leben der Caroline Schlegel-Schelling
von Eckart Kleßmann
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich war kühn, aber nicht frevelhaft, 12. August 2010
Ich hatte mir das Buch spontan in einem Museumsshop gekauft und kannte Caroline Schlegel-Schelling nicht. Es fing sehr interessant an, aber dann musste ich mich zunehmend durchkämpfen. Die vielen historischen Details (vor allem ein Auszug aus Carolines Haushaltsbuch) sind das Einzige, was mich veranlasst, dem Buch 3 Sterne zu geben. Soweit ich es dem Nachwort entnehmen konnte, ist dieses Buch erstmals in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen und wurde seitdem kaum verändert. Das merkt man sehr deutlich an dem antiquierten, umständlichen Schreibstil des Autors, was das Lesen sehr zäh machte. Dadurch sind nur wenige Fakten zum Leben dieser Dame wirklich hervor gekommen. Ich musste anschließend erst mal bei Wikipedia nachlesen, was ihr Leben so bedeutend gemacht hat, dass es sich lohnte, über sie eine Biografie zu schreiben.
Ich hatte den Eindruck, dass der Autor aus Caroline unbedingt einen unschuldigen Gutmenschen machen wollte, auf dem alle grundlos rumgehackt haben. Er redet Neid und Eifersucht herbei und stellt missbilligende Briefe anderer als dicke Lügen hin. Dabei zeigt er sogar selbst auf, dass Caroline scheinbar doch ein wenig an Selbstüberschätzung litt. Z. B. schreibt er, dass sie kein lyrisches Gespür hatte, sich jedoch anmaßte, Gedichtübersetzungen ihres Ehemannes zu korrigieren (und dabei oft mächtig ins Fettnäpfchen trat.) Dabei ist nur ein Bruchteil des Briefverkehrs von Caroline und den Menschen ihres Umfeldes erhalten. Und letztendlich war er nicht dabei und weiß nicht, wie es wirklich war. Dieses Zurechtbiegen der Persönlichkeit nach seinem Wunschbild finde ich unprofessionell.
Auch setzt der Autor umfassendes Wissen über das Umfeld, die Zeit und ihre Persönlichkeiten voraus. Da ich, bis auf Schiller und Goethe - und von den Beiden auch nicht die Biografien und Lebensumstände, niemanden kannte, hat sich mir die Tragweite der Ereignisse nicht erschlossen. Auch hier musste ich erst recherchieren und konnte dann die Zusammenhänge verstehen.
Ebenfalls ist mir immer wieder aufgefallen, dass die vielen Auszüge aus Briefen zwar sehr nett sind und wohl aufschlussreich sein sollten, aber leider fehlen oft die Zusammenhänge und Erläuterungen. Manche allegorischen oder metapherhaften Formulierungen verstand ich schlicht und ergreifend nicht, weil nicht erklärt wurde, um wen es geht und was dieses Bild aussagen soll.
Vielleicht scheiterte es auch einfach nur daran, dass es sich um "Insider-Sprüche" handelte, die dem Schreiber und dem Empfänger eines Briefes etwas sagten, dem außenstehenden Leser dieses Buches jedoch unverständlich sind. Das empfand ich als starken Mangel - vielleicht war das Buch deshalb auch so langweilig für mich.
Tja, schade um das Buch, das Geld, die Zeit.


Detlev Jöcker - Singen & Bewegen
Detlev Jöcker - Singen & Bewegen
DVD ~ Detlev Jöcker
Preis: EUR 11,97

5.0 von 5 Sternen DVD "Singen und bewegen", 12. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Detlev Jöcker - Singen & Bewegen (DVD)
Aufgrund der vielen guten Bewertungen hier habe ich die DVD meiner Tochter zum 2. Geburtstag geschenkt. Sie war und ist absolut begeistert davon. Fast täglich ist ihr erster Kommentar, wenn ich sie aus der Kita hole: "Schalla kucken!" (Abgeleitet von dem Lied "Die Brillenschlange Schalala".)
Die Lieder sind abwechslungsreich gemacht und sorgen für Stimmung. Dabei decken sie, meiner Meinung nach, viele Altersklassen ab, so dass weder große, noch kleine Kinder sich langweilen. Die Texte sind verständlich und eingängig, die Choreografien konnte meine Tochter schon nach wenigen Malen mittanzen. Es gibt viele schnellere Titel, aber auch einige ruhigere, gut verteilt für Verschnaufpausen.
Es wurde auf unterschiedliche, wenn auch einfache Hintergrundbilder geachtet, die es abwechslungsreicher machen.
Menü: Man kann sämtliche Lieder an einem Stück anhören oder die Titel einzeln auswählen. Es gibt eine Vorschau auf andere Veröffentlichungen von Detlev Jöcker, sowie 4 zusätzliche, ältere Lieder. 2 davon wurden im Rahmen eines Kinderkonzerts gefilmt, 2 haben richtige Videoclips.
Für mich das zweitbeste musikalische Kinderprodukt, das man kaufen kann, dem "Traumzauberbaum".


Hälfte des Lebens
Hälfte des Lebens
Preis: EUR 10,78

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bacio di Tosca - Hälfte des Lebens, 11. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Hälfte des Lebens (Audio CD)
Nachdem ich zu "... und wenn das Herz auch bricht!" leider keinen rechten Zugang finden konnte, bin ich mit diesem Album wieder überaus zufrieden. Es ist, meiner Meinung nach, das Beste der drei bisher erschienenen CDs von Bacio. Dörthe Flemmings Stimme ist für mich derzeit das Beste, was der klassische Operngesang zu bieten hat. Die Emotionen, die sie mit ihrem Gesang transportiert, jagen mir immer wieder Schauer über den Körper. Es gibt nur wenige Titel, die sofort so tief im Herzen berühren wie die, die dem Hörer hier präsentiert werden. Das Arrangement und die Instrumentierung scheinen mir noch professioneller geworden zu sein, die Texte sind qualitativ so hochwertig wie gewohnt. Die Titel sind wieder völlig unterschiedlich gewählt und aufgemacht. Trotzdem ist alles absolut stimmig. Dabei ist die Band wieder sich selbst und ihrem Stil treu geblieben, ohne sich zu wiederholen. Es wird für Bacio wohl sehr schwer werden, dieses Album noch zu toppen.
Fazit: Die CD wird Schwarzromantiker und Klassikfans gleichermaßen begeistern. Also zugreifen!


Kinderalltag. Deutsche Kindheiten in Selbstzeugnissen. 1700-1900.
Kinderalltag. Deutsche Kindheiten in Selbstzeugnissen. 1700-1900.
von Irene Hardach-Pinke
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinderalltag in Selbstzeugnissen 1700 - 1900, 9. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir dieses Buch zu Recherchezwecken zugelegt und bin äußerst fündig geworden. Man erhält zunächst einen Überblick über den genannten Zeitrahmen: Was geschah in politischer und religiöser Hinsicht, wie sah der Alltag aus, wie war der Mensch und seine Umwelt. Das ist vor allem für diejenigen hilfreich, die keine oder kaum historische Hintergründe für diese Jahre kennen. Dann kommen die Auszüge aus Autobiografien von Leuten jedwedes Gesellschaftsstandes (vom Bauern bis zum Adligen ist alles dabei, immer entsprechend sortiert). Was man darin an Informationen findet, um sich ein Bild über den Alltag zu machen, ist reichhaltiger als jedes Sachbuch. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass man die Texte der modernen Schreibweise und Interpunktion weitestgehend angepasst hat, was das Lesen sehr erleichtert. Schade fand ich es nur, dass es sich bei den Textauszügen fast ausschließlich um die Erinnerungen männlicher Zeitgenossen handelt, wodurch es ein wenig einseitig ist.
Es gibt eine riesige Übersicht, welche Autobiografien gesichtet wurden, sowie einen Überblick über die Quelltexte zu diesem Buch.
Zum Inhalt der einzelnen Erinnerungstexte kann man sagen, dass es das Klischee vom notwendigen Übel Kind kaum bestätigt (auch wenn es in der Einführung so dargestellt wird). Es gibt einige sehr traurige und schockierende Berichte, die jedoch nicht nur in armen oder ärmeren Gesellschaftsständen angesiedelt sind, sondern durchaus auch im gehobenen Bürgertum oder gar im Adel. Überwiegend wurden die Kinder geliebt und waren willkommen, wenn man ihnen auch unterschiedliche Maße an Strafen und Arbeit zumutete. Auch, dass der Tod eines Kindes als gegeben hingenommen wurde und der verstorbene Nachwuchs kaum betrauert und bald wieder vergessen wurde, stimmt nicht, wie man anhand mehrerer Ausführungen lesen kann.
Insgesamt sehr empfehlenswert.


Die Markgräfin: Roman
Die Markgräfin: Roman
von Sabine Weigand
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

4.0 von 5 Sternen Die Markgräfin, 19. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Markgräfin: Roman (Taschenbuch)
Die achtjährige Barbara wird mit einem ziemlich alten Adligen aus politischen Gründen verheiratet. Er ist gut zu ihr und bringt ihr allerlei bei. Leider stirbt er schon nach zwei Jahren und Barbara muss zu ihrer Familie zurück. Schon bald darauf ergibt sich eine noch bessere Möglichkeit für sie: Sie wird Königin von Böhmen. Ihr Gatte erscheint wegen eines Kriegs allerdings nicht selbst zur Hochzeit und schiebt die Heimführung der Braut immer wieder raus. Nach 5 Jahren ist Barbara klar, dass er sie nie holen wird. So harrt sie - unter der Fuchtel ihrer Eltern und später ihrer Brüder stehend - jahrelang aus und hofft auf eine bessere Fügung. Als diese sich nicht einstellen will, einigt sie sich mit ihrem Ehemann auf eine Auflösung der Ehe. Beide schreiben an den Papst. Außerdem verlobt Barbara sich mit einem niederen Adligen, um nicht mehr ihren Brüdern hörig sein zu müssen. Doch das war ein großer Fehler. Sie wird jahrelang auf der Plassenburg gefangen gehalten - allein - um zur Auflösung der Verlobung gezwungen zu werden. Als sie nachgibt, lockern sich die Regeln, aber sie darf die Burg weiterhin nicht verlassen. Nach einigen weiteren Jahren trifft sie dort schließlich ihre große Liebe, aber sie muss geheimgehalten werden ...
Parallel dazu handelt eine Geschichte im Jahr 2002 in der Burg. Bei Bauarbeiten entdeckt man ein hölzernes Kästchen mit einer Babyleiche darin, einen Geheimgang und einen kleinen Raum, der den Leichnam eines einbeinigen Mannes beherbergt. Die Recherchearbeiten beginnen.
Anfangs fand ich das Buch ziemlich zäh. Es erscheint alles eher wie eine sachliche Abhandlung denn ein Roman. Die Figur Barbara bleibt blass und unnahbar. Die Geschichte in der Gegenwart ist langweilig. Doch nach und nach entfaltet sich die Geschichte. Barbara wird lebendiger und man bangt und hofft mit ihr. Und man beginnt, Gefallen an dem Recherche-Team in der Gegenwart zu finden, das aus ziemlich normalen Durchschnittsmenschen besteht, was sie sympathisch macht. Immer wieder gibt es neue Wendungen, die nicht vorhersehbar waren, was mich zunehmend in Atem gehalten hat. Und vor allem habe ich wohl kaum einen Roman gelesen, aus dem ich so viel gelernt habe wie aus diesem hier. Er ist gespickt mit einer Fülle an Informationen, dass er glatt als Lehrbuch durchgehen könnte.
Nicht so gut fand ich, dass die Personen der Gegenwart regelrecht lächerlich gemacht werden (z. B. der dicke, verfressene Schlosskastellan). Außerdem bleiben sie sehr ungreifbar. Manches hätte schriftstellerisch geschickter gemacht werden können, z. B. die Speisenliste des markgräflichen Festes hätte man besser in die Geschichte einweben können, statt sie zusammenhangslos "runterzuleiern".
Insgesamt ein tolles Buch, das man lesen sollte als Historien-Fan.


Vom Übergewicht zum Gleichgewicht - Wie ich auf der Suche nach der Wahrheit 50 kg abnahm
Vom Übergewicht zum Gleichgewicht - Wie ich auf der Suche nach der Wahrheit 50 kg abnahm
von Theresa Weißkircher
  Broschiert
Preis: EUR 17,50

13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Vom Übergewicht zum Gleichgewicht, 18. Juni 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
ACHTUNG: Der Titel des Buches verspricht viel zu viel. Es wird nur grob angerissen, WIE die Autorin ihr Gewicht verloren hat. Und eigentlich hat sie es gar nicht durch Gedanken und Esotherik-Gedöns abgenommen, sondern weil sie schlicht und ergreifend eine Diät gemacht hat. Ihr verändertes Denken hat sie sicher dabei unterstützt, aber nur durch ihren Guru und Meditationen hätte es sicher nicht geklappt.
Ansonsten findet man ewig nur das gleiche Geschwafel. Sie wiederholt sich und wiederholt sich und wiederholt sich. Das Ankratzen von Chakren und Gurus fand ich überflüssig.
Ich gebe zwei Sterne, weil ich trotzdem an der einen oder anderen Stelle (leider zu selten) interessante Gedankengänge entdeckt habe und ein oder zwei brauchbare tiefgehendere Erläuterungen.
Insgesamt fand ich das Buch langweilig und ich habe vieles nur überflogen. Eine knappe Abhandlung zu dem Thema wäre ausreichend gewesen. Schade ums Geld.
P. S. Mir war natürlich durch die Leseprobe hier bei Amazon klar, dass es recht esotherisch gehalten ist, aber ich hatte die Hoffnung, dass das Thema dann weitergeführt wird und vor allem, dass es viel mehr um die Autorin selbst gehen würde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 30, 2012 8:13 PM MEST


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