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Beiträge von Josef Weiß
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Rezensionen verfasst von
Josef Weiß (Köln Deutschland)

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Unterwerfung: Roman
Unterwerfung: Roman
von Michel Houellebecq
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine facettenreiche Zukunftsvision über politischen Opportunismus!!!!, 22. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Unterwerfung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Rezensionen zu Michel Houellebecqs neuem Roman „Unterwerfung“ haben mich neugierig gemacht. Frankreich 2022, gemäßigte Muslimbrüder, gestützt auf Sozialisten und UMP, stellen den neuen französischen Präsidenten. Protagonist dieser fascettenreichen Zukunftsvision ist François, ein ausgebrannter Literaturprofessor an der Sorbonne, der gegen seine Einsamkeit und sein Altern ansäuft und anvögelt. Es geht um Literatur und Politik, um Verführbarkeit und Opportunismus. Das Buch lässt viele Interpretationen zu – islamophob ist es nun wirklich nicht! Keine Rede von Schreckensherrschaft, auch wenn die gesellschaftlichen Veränderungen sicher nicht mein Geschmack sind. Houellebecqs Hohn und Spott ergießt sich primär über ein abgewirtschaftetes marodes System, dass seine Bindekraft verlor – und über politischen Opportunismus! Dabei ist es im Grunde gleich, wer gerade an der Macht ist. Die Anpassung funktioniert über alle ideologischen Grenzen hinweg. François macht dabei keine Ausnahme – auch er konvertiert schließlich, geködert durch einen lukrativen Job und die Aussicht auf Polygamie! Ein fesselnder Roman eines großen Schriftstellers!


Low
Low
Preis: EUR 5,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster und geheimnisvoll – „Low“ von David Bowie, 27. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Low (Audio CD)
Eigentlich hätte die Scheibe 1976 unter den Weihnachtsbäumen liegen sollen. Die Verantwortlichen in der Plattenfirma waren aber wie vor den Kopf geschlagen, als sie sie erstmals hörten. So sehr, dass sie Änderungen verlangten. Es spricht für David Bowie, dass er sich weigerte, darauf einzugehen. So erschien „Low“ erst Anfang 1977.

Eine düstere, unsichere, deprimierende Platte. Bowie war zurzeit der Aufnahme ein abgemagertes Gespenst, gezeichnet von Drogen und Schlafentzug. Umso erstaunlicher, dass ihm ein ganz großer Wurf gelang, vielleicht sein bester. Gleichsam eine Selbsttherapie.

Der große Sänger schweigt!

Gleich der Opener irritierte damalige Hörgewohnheiten. Gemeinsam mit Brian Eno (Ambient-Music) und Produzent Tony Visconti hat Bowie einen neuen Sound und neue Klangwelten erzeugt. Neben dem Einsatz von Synthesizern werden auch alle anderen Instrumente gehörig verfremdet. Daran hatten auch deutsche Bands wie Kraftwerk und Neu! ihren Anteil, die seit längerem mit elektronischer Musik experimentierten. Bowie hörte diese Sachen damals in Endlosschleife.

Der Sound steht im Vordergrund. Konsequenterweise sind 6 der 11 Stücke instrumental. Das erste Stück von Seite 1 verzichtet ebenso auf Gesang wie das letzte. Die B-Seite ist komplett instrumental. Und die wenigen Texte, die ihren Weg aufs Album fanden, sind so kurz, dass sie locker auf eine Zigarettenschachtel passen. Fragmente, mehr nicht.

Mit „Low“ beginnt Bowies sogenannte Berlin -Trilogie, wozu auch „Heroes“ und „Logder“ zählten. Ein größerer Gegensatz zu „Ziggy Stardurst“ ist kaum vorstellbar. Ein Top-Seller wurde „Low“ nie, aber es gilt heute als eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte.

Die Wertschätzung, die Bowie dem Album noch Jahrzehnte später entgegenbrachte, zeigte sich auf seiner „Heathen“-Tour 2002: Er spielte die komplette „Low“ als Zugabe.

Meine persönlichen Favourits: „Speed Of Life“, „Always Crashing In The Same Car“ und “Warszawa”. Man muss sich in das Album mehrmals reinhören – dann aber macht es süchtig!


The John Lennon Letters: Erinnerungen in Briefen
The John Lennon Letters: Erinnerungen in Briefen
von Hunter Davies
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie John – verspielt, witzig, zornig, sensibel, 1. März 2013
Es wäre übertrieben, von einer literarischen Sensation zu sprechen. Sicher, viele Details sind neu und überraschend, und doch ändert der nun vorliegende Überblick über Johns Briefe, Postkarten, Hinweise und Notizzettel wenig an dem Lennon Bild, das sich mit den Jahren herausgebildet hat. Im Gegenteil, es untermauert eindrucksvoll den Eindruck einer interessanten, immer wieder überraschenden Persönlichkeit. Ein Buch wie John – verspielt, witzig, lustig, zornig, sensibel, liebevoll.

Was mich von Hocker gehauen hat, ist die Machart des Buches. Üppig ausgestattet, 400 Seiten stark und gut in der Hand liegend, ist fast jede Brief, fast jedes Schriftstück auch als Faksimile abgebildet, so dass neben der deutsche Übersetzung auch der Originaltext mitgeliefert wird – in der Mehrzahl sind die Briefe handgeschrieben, eine ganze Reihe auch getippt. Ein fantastisches Buch, das einlädt zum Blättern, Entdecken, Lesen, Tagträumen – und wieder Lust macht auf John Lennon und die Beatles.

Herausragende Dokumente sind ein wutschnaubender Briefentwurf an Paul und Linda, eine Buchrezension zu einem Buch von Spike Milligan (Lennons einzige Buchbesprechung überhaupt), die Briefe an Derek Taylor (voller bizarrer Wortspiele) und die Familie, die ein oder andere Antwort auf Fanpost und und und….

Hunter Davies muss seine Kennerschaft nicht beweisen, er schöpft aus dem Vollen. (Yoko hatte ihn übrigens 1967 gebeten, in ihrem Film „No. 4. – Bottoms“ mitzuwirken, Davies lehnte ab).

Dass das Werk einige grobe Datierungsschnitzer beinhaltet, ist bei einem Buch, das mit so viel Liebe und Sorgfalt zum Detail angelegt wurde, ärgerlich. Hat Piper kein Lektorat? Dennoch kann das den hervorragenden Gesamteindruck nicht schmälern.

Die Lennon Letters seien allen ans Herz gelegt, die diesen genialen Musiker und Künstler mögen!!!


Ikarus
Ikarus
Preis: EUR 5,97

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 6. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Ikarus (Audio CD)
Neben 'Wie vor Jahr und Tag' das beste Album, das Reinhard Mey gemacht hat. Er sprüht vor Ideen, musikalisch jagt ein Highlight das andere. Nicht zu vergleichen mit den CD der letzten 15 Jahre, die doch meist etwas dröge und langatmig waren.


Gebrauchsanweisung für Neapel und die Amalfi-Küste
Gebrauchsanweisung für Neapel und die Amalfi-Küste
von Maria Carmen Morese
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

3 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grrottenschlecht geschrieben, 19. Februar 2011
Ich habe einige gute Bücher der Reihe gelesen und mich sehr auf das Buch über Neapel gefreut. Mag sein, dass die Autorin viel weiß und zu erzählen hat. Aber ich habe selten ein so schlecht geschriebenes Buch gelesen. Stilistisch eine Unverschämtheit. Nach 30 Seiten hatte ich genug.


Berlin früher/heute
Berlin früher/heute
von Christa Pöppelmann
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nett, aber ...., 30. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Berlin früher/heute (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist im Prinzip nicht schlecht, es gibt interessante Aufnahmen, der Preis ist fair, leider - wie so häufig beim KOMET-Verlag - ist es schlampig lektoriert. Die Fehler sind einfach ärgerlich.


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