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Rezensionen verfasst von
mandephi "mandephi"

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Gift der Republik - Der Berliner Schloss-Thriller
Gift der Republik - Der Berliner Schloss-Thriller
von Gerd Henrich
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweiliger Roman voller Fehler, 1. Januar 2016
Versprach die Inhaltsangabe dieses Romans einige spannende Lesestunden, entpuppt sich der Roman dann doch als eher langweilig und viel zu konstruiert. Sprachlich ist der Roman allenfalls Mittelmaß. So ist die Einleitung, die aus der Hausarbeit einer Geschichtsstudentin entnommen sein soll, die reinste Farce. Keine Geschichtsstudentin würde einen solchen Text ohne Quellen, dafür voll von Spekulationen und Formulierungen aus dem Groschenroman als Hausarbeit abgeben. Auch darüber hinaus mangelt es dem Text an sprachlichem Esprit.
Während ich mit einer fadenscheinigen Handlung und schlechtem Stil noch leben könnte – bis zu einem gewissen Grad ist das ja schließlich Geschmacksache – haben mich die inhaltlichen Fehler dann doch sehr geärgert. So soll der Wissenschaftler Granow laut eigener Aussage gesehen haben, wie seine Mutter bei den Luftangriffen auf Berlin von Trümmern erschlagen wurde, in seinem Testament steht dann aber 1947 als Geburtsjahr. Auch werden Namen vertauscht (so spricht beispielsweise statt Karloff, einer der Hauptfiguren, zwischenzeitlich der verstorbene Granow) und auch andere Schludrigkeiten (der Autor hat noch nicht einmal recherchiert, wann der Euro als Zahlungsmittel eingeführt wurde und benutzt ihn bereits im Oktober 2000 als Zahlungsmittel in Berlin) sind dem Lektorat nicht aufgefallen, ebensowenig wie Fehler in Rechtschreibung und Grammatik. Das einzige, das mich tröstet, ist der eine Euro, den ich durch den Kauf an der Förderverein Berliner Schloss gespendet habe. Ansonsten gibt es meiner Meinung nach keinen Grund, dieses Buch zu lesen.


Liv und Ingmar
Liv und Ingmar
DVD ~ Liv Ullmann
Preis: EUR 14,49

5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Dokumentation, 30. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Liv und Ingmar (DVD)
Liv Ullmann spricht über Ingmar Bergman. Mehr passiert in dieser kleinen Dokumentation nicht. Die norwegische Schauspielerin erzählt ihre Perspektive dieser wunderschönen, tragischen und doch versöhnlichen Bindung zwischen ihr und dem großen schwedischen Regisseur. Die Kamera nähert sich der Schauspielerin ebenso liebevoll wie diese über das schwierige Leben mit einem schwierigen Menschen spricht. Tiefgehende Analysen oder Informationen sucht man hier vergebens. Stattdessen spricht hier ein Mensch am Ende des eigenen Lebens über das Leben eines anderen Menschen, ganz unprätentiös. Wer Ingmar Bergmans Filme und/oder Liv Ullmanns schauspielerisches Talent bewundert, wird sich über diese rührende Dokumentation freuen.


Rebel Heart (Limited Super Deluxe Edition)
Rebel Heart (Limited Super Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,98

16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Album seit American Life (2003), 10. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Madonna ist zurück, mit einem neuen Album. Diesmal ist alles anders gegangen, als sonst. Zirka 40 Songs haben es Ende Dezember vorab ins Internet geschafft, in unterschiedlichen Produktionszuständen, aber sie waren da. Madonna und ihr Management haben schnell sechs der insgesamt 24 neuen Tracks offiziell veröffentlicht, drei Monate, bevor das Album letztlich dann erschienen ist. Für einen Kontroll-Freak wie Madonna eine reine Katastrophe, für den Zuhörer ungewöhnlich, ein Album so häppchenweise zu hören zu bekommen. Weiter vom Pech verfolgt sorgt Madonna zudem bei den BRIT-Awards für Schlagzeilen, als ein Teil ihres Kostüms zu eng geknotet ist und sie deshalb von ihren Tänzern von der Bühne gerissen wird. Die Reaktionen sind zum Teil mitfühlend, oftmals aber hämisch und hässlich. Madonna, diese alte Kuh, die immer noch meint, ihren Po in der Öffentlichkeit zeigen zu müssen, die ihren letzten Hit vor 200 Jahren hatte und die nur noch peinlich irgendwelchen Trends oder zu jungen Männern hinterher rennt. Vor allem in den sozialen Netzwerken sind die Hiebe gegen Madonna nur selten über der Gürtellinie. Seit sie diese sozialen Netzwerke selbst aktiv benutzt kommt die Künstlerin, die einst angab, nichts über sich in den Medien zu lesen, zu sehen oder zu hören, all diese Tiefschläge persönlich mit. Wer bei den Tracks auf Rebel Heart genau hinhört, bekommt das zu spüren. Vor allem auf der inhaltlichen Ebene knüpft die Künstlerin dort an, wo sie 2003 mit ihrem Album American Life aufgehört hat, als ihr die Amerika-Kritik um die Ohren flog und ihren Ruf vor allem in Amerika nachhaltig schädigte. Die Reaktion darauf waren das großartig klingende aber konzeptuell harmlose Confessions On A Dancefloor und die beiden recht unpersönlichen Alben Hard Candy und MDNA, die von bekannten Hit-Produzenten co-produziert wurden und wenig thematische Highlights produzierte. Inspirierte sie ihre erste Scheidung zum unvergleichlichen Album Like A Prayer, folgten auf die zweite Textpassagen wie „Hey, hey, hey, heyeyeyey, I’m a girl gone wild“.

Die Hit-Porduzenten sind geblieben, die Themen jedoch haben sich gewandelt.
Rebel Heart ist zu großen Teilen das Album einer Künstlerin, die besorgt ist. Ob der Geschehnisse in der Welt, ob der immer noch anhaltenden Vorbehalte Frauen und Minderheiten gegenüber oder ob der kruden Verschwörungstheorien im Internet. Sie paar diese Besorgnis mit der scheinbar unzerstörbaren Hoffnung an das Gute im Menschen, an die Liebe. Hier finden sich die stärksten Tracks des Albums.
Die Lead-Single Living For Love ist so ein Highlight, in der Madonna auf die Berechtigung von Liebeskummer hinweist, sich jedoch davon nicht verbittern lassen möchte. Der Track Devil Pray, in dem sie darauf aufmerksam macht, dass Drogen, Religion oder andere Formen der Ekstase nur kurzfristige Lösungen für individuelle Probleme bieten, und stattdessen das Zusammenspiel, die Liebe der Schlüssel zum Glück sind, ist ein weiteres Highlight. Das mag banal klingen, aber viele Menschen in unserer Gesellschaft scheinen diese Banalität vergessen zu haben. Wash All Over Me ist ein Song, in dem Madonna ihre eigene Hilflosigkeit ob gewisser Geschehnisse in der Welt anerkennt, Joan Of Arc ist ein Song, in dem Madonna erklärt, wie sehr sie Unwahrheiten und Häme in der Presse verletzen. Zusammen mit Heartbreak City und Messiah stellen diese Tracks großartige Balladen dar, ein Genre, das Madonna seit American Life weitgehend ignoriert hat. Dabei waren es vor allem ihre Balladen, in denen sie ihr Können in der Vergangenheit unter Beweis gestellt hat. Rebel Heart, wenn auch bei weitem nicht so gut, wie die Demo-Version, ist ein toller Rückblick auf die eigene Karriere, Addicted und Borrowed Time sind auf der Special Limited Edition mehr als Fehl am Platz – die Tracks hätten auf die Standard-Version gemusst. Iconic und Hold Tight sind solide Pop-Songs, Ghosttown schließlich, die zweite Single, ist eine radiofreundliche Ballade, nicht Madonnas beste, aber einer ihrer eingängigsten Songs seit der Music-Zeit vor 15 (!) Jahren. Mehr als die Hälfte von Rebel Heart gehört zu dem Besten Material, dass die Künstlerin seit über einem Jahrzehnt geschrieben und aufgenommen hat.

Dann sind da noch Tracks wie Holy Water, Bitch, I’m Madonna, Unapologetic Bitch oder Veni Vidi Vici, die qualitativ im Vergleich zum Rest deutlich abfallen. Die größte Enttäuschung ist der Song S.E.X., in dem Madonna relativ plakativ über eben Sex singt, zu einer Instrumentierung, die so öde und langsam ist, ist, dass man weit vor dem Höhepunkt eingeschlafen ist. Es wird viel geflucht, und viel mit dem Wort Bitch um sich geschmissen. Für ihre Kritiker ist das ein gefundenes Fressen, Madonna biedere sich der Jugend an, solle sich endlich ihrem Alter gemäß verhalten oder am besten komplett von der Bildfläche verschwinden. Hört man sich die aufgezählten Tracks noch mal unter diesem Hintergrund an, dann wird deutlich, dass hier eine Künstlerin singt, die sich nicht sagen lassen will, was sie wann wie zu tun hat. Und wenn sie kindische Songs mit lächerlichen Texten aufnehmen will, dann macht die das eben. S.E.X. bleibt dann immer noch ein schlechter Song, das Konzept des Albums geht aber auf. Rebel Heart ist eben genau das, ein Album einer Künstlerin, die so deutlich wie nie ihre weiche, romantische, verletzliche, nachdenkliche Seite zeigt, und gleichzeitig deutlich macht, dass sie nicht aufhören wird, ihre Kritiker auflaufen zu lassen und die Grenzen dessen, was als angemessen betrachtet wird, zu überschreiten. Das kann man anbiedernd und hilflos nennen. Wenn jedoch eine Künstlerin wie Madonna, an deren Karriere kein Künstler, egal welchen Geschlechts, herankommt, die der Welt nichts mehr beweisen muss, weil sie alles bereits bewiesen hat, diesen Schritt geht, dann täten wir alle gut daran, dies einfach zu respektieren.

Rebel Heart ist musikalisch und textlich ein 4 von 5 Sterne-Album, den fünften Stern gibt es für das tolle Design, die tolle Verpackung und die Fülle an neuer Musik. Selbst wenn man bei 24 neuen Liedern 10 nicht mag, hat man immer noch mehr gute neue Songs, als 2008 auf Hard Candy enthalten waren.


Live At Wembley Arena (2 CD, Digi Book, Limited)
Live At Wembley Arena (2 CD, Digi Book, Limited)
Preis: EUR 18,45

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ABBA live – so wie wirklich klangen und waren ..., 27. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie die meisten anderen Rezensenten hier kann ich zunächst nur sagen: endlich. 35 Jahre nach ABBAs 1979-Tour gibt es nun endlich ein Live-Album, das diesen Titel auch verdient. Das 1986 veröffentlichte LIVE wurde aus verschiedenen Songs von verschiedenen Konzerten aus verschiedenen Jahren zusammengestückelt, die typisch für die 80er mit bombastischem Reverb abgemischt und mit Fake-Applaus verbunden wurden.
Hier gibt es nun erstmal ein weitergehend komplettes Konzert (die Solo-Nummer von Backing-Singer Tomas Ledin ist nicht enthalten), das ohne große Nachproduktion daherkommt. Dafür und für die tolle Verpackung gibt es die fünf Punkte.
ABBA zeigen hier, dass sie ihre komplexen musikalischen Arrangements ohne weiteres auf der Bühne wiedergeben konnten. Die Band hinter der Band ist großartig, es macht Spaß den Gitarristen und dem Bassspieler zuzuhören. Die Instrumente sind endlich so abgemischt, dass man sie einzeln heraushören kann – welch ein Kontrast zu dem übertrieben polierten Sound des 1986-Albums.

Benny Andersson und Sohn Ludvig, der die Platte produziert hat, gaben an, alle sechs Wembley-Konzerte durchgehört und schließlich das beste ausgewählt zu haben. Diese Wahl ist meine einzige Kritik. Neben besagtem Live-Album vom 1986 sind Aufnahmen von Wembley dank eines BBC-Radio Specials und eines TV-Mitschnitts bekannt. Von welchem Abend auch immer diese Aufnahmen stammten, es ist sehr verwunderlich, warum diese Aufnahme schlechter gewesen sein soll als die letztlich ausgewählte. Gerade Agnetha hat am 10. November keinen guten Abend gehabt, das ist hörbarer Fakt. Ihre Stimme klingt dünn und es scheint, als singe sie vor allem aus dem Hals (jemand anders hier schrieb treffend, sie singe aus der Nase), was ihrer Stimme eine merkwürdige Klangfarbe und ein unsicheres Auftreten gibt. Es ist nicht so, dass sie die Töne reihenweise nicht trifft. Aber sie klingt nicht besonders überzeigend dabei. Gerade Chiquitita wirkt damit viel schlechter, als die bekannte Aufnahme von einem anderen Wembley-Abend. Da singt Agnetha mit glasklarer und kräftiger Stimme und wer mit der Biographie der Gruppe vertraut ist, weiß, dass die Band die Aufnahmen für ABBA THE MOVIE stimmlich kräftig im Studio nachbearbeitet haben – über die Aufnahmen von 1979 ist nichts dergleichen bekannt. Also klang Agnetha an einem anderen Abend einfach besser. Auch Björn singt hier mit sehr verschleimter Stimme, die Unterstützung durch Backgroundsänger Tomas Ledin ist deutlich hörbar. Es ist Frida, die das Konzert stimmlich zusammenhält, und beispielsweise ihre großartige Kopfstimme im Intro von Summer Night City unter Beweis stellt – und das trotz einer Erkältung, die sie während der Wembley-Konzerte gehabt haben soll.

Warum ziehe ich dafür keinen Stern ab? Nun, ABBA klangen an diesem Abend nunmal so. Und bei einer Veröffentlichung aus dem 21. Jahrhundert, über die auch noch ein Perfektionist wie Benny Andersson gewacht hat, grenzt es an ein Wunder, dass man den Gesang der Bandmitglieder nicht einfach durch den Autotuner gejagt hat.

Trotz mancher gesanglicher Schwächen überwiegt bei mir am Ende die Freude über dieses sehr authentische Live-Erlebnis. Das Publikum ist deutlich hörbar und hörbar euphorisch. Agnetha stellt mit I'm Still Alive eine eigene und bis dato unveröffentlichte Komposition vor, die sie zwar hörbar nervös aber mit plötzlich sehr fester Stimme am Klavier spielend vorstellt, und die neben den Andersson/Ulvaeus-Kompositionen ohne weiteres zu bestehen weiß. Und die Songauswahl macht einem schließlich deutlich, warum ABBA bis heute zu erfolgreich und wichtig für die Musikgeschichte sind. Die Gruppe hat nunmal großartige Musik gemacht, die weit über schlichte Popmusik hinausgeht.

Bleibt zu hoffen, dass sie positiven Stimmen zu dieser Veröffentlichung überwiegen und die Herren der ABBA-Schöpfung dazu ermutigen, eine Aufnahme der Tour von 1977 in ähnlicher Form auf den Plattenmarkt zu bringen. Dort warteten mit I Am An A und Get On The Carousel gleich zwei ABBA-Songs, die noch nie auf CD veröffentlicht wurden.


Whispers
Whispers
Preis: EUR 6,99

21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schönes intimes Album, 22. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Whispers (Audio CD)
Ich gebe eines zu Beginn zu, ich bin ein großer Fan dieser Künstlerin – werde allein diesen Herbst gleich zwei Konzerte besuchen. Wahrscheinlich ist diese Rezension daher etwas voreingenommen. Aber welche Rezension hier ist das nicht.

Auf das neue Album "Whispers" habe ich mich sehr gefreut. Nach dem etwas experimentelleren "Where Do You Go To Disappear" (der Einfluss von Helgi Jónsson, mittlerweile Discos Ehemann, war hier am deutlichsten zu hören) liefert die dänische Musikerin hier ein sehr minimalistisch und akustisch gehaltenes Werk ab. Man hat stellenweise beinahe das Gefühl, einer Konzertaufnahme zuzuhören, so "raw" wurden die Songs eingespielt.

Meiner Meinung nach ist dies Tinas am wenigsten zugängliche Album seit "Notes" – es fehlen Ohrwürmer à la Warm Sand, Head Shop, Count To Ten, Goldhawk Road, Copenhagen oder True North. Da Tina Dico aber noch nie ein Star war, der auf Erfolg im Radio gebaut hat, tut das dem Album keinen Abbruch – im Gegenteil. Es ist ein sehr intimes Album geworden, dem man sich wirklich intensiv widmen muss. Passend zu den kalten Temperaturen mitten im Hochsommer verlangt "Whispers" nach einem grauen Samstagnachmittag zuhause, dann entfalten sich die vielen Schichten von Dicos Musik am besten.

Musikalische Highlights nach den ersten paar Durchgängen sind für mich eindeutig "Someone You Love", "Old Friends", "Mines" und "Woman Downstairs".

Gibt es Kritikpunkte? Vielleicht. Mit zehn Titeln ist das Album sehr kurz geraten. Das merkt man zwar nicht, da die Songreihenfolge in sich schlüssig und das Album komplett und abgeschlossen wirkt, aber wer hätte nicht gerne noch fünf oder zehn Minuten zusätzliche Musik gehabt?
Fünf der zehn Songs sind zudem nicht für dieses Album, sondern für den dänisch-schwedischen Film "En du elsker" geschrieben (dort von Mikael Persbrandt gesungen und in diesen Aufnahmen schon einige Zeit erhältlich) – und das merkt man den Texten an. Es geht immer wieder um die komplizierte Liebe eines komplizierten Mannes zu seinen Frauen und seiner Umwelt – das sind nicht umbedingt die Texte, die man von Tina Dico erwartet, die in der Regel einen sehr autobiographischen Schreibstil hat. Wenn man jedoch bedenkt, dass das letzte Studioalbum noch keine zwei Jahre alt ist und Helgi und Tina während dieser zwei Jahre noch einmal Eltern geworden sind und einander geheiratet haben, dann sind die Kürze des Albums und das bisschen "Recycling" durchaus verzeihlich. Trotz des familiären Glücks schwingt auch in diesem Album eine gehörige Portion Melancholie mit, die die meisten Dico-Alben bis jetzt ausgezeichnet haben.

Wer Tina Dico-Fan ist, wird an diesem Album viel Freude haben, da es durchaus an die sehr frühen Aufnahmen der Künstlerin anknüpft. Wer noch keine CD der Künstlerin besitzt, aber an akustischer Musik, in der Gitarre und Gesang im Vordergrund stehen, Gefallen hat, wird sich ebenfalls sehr an dieser Scheibe erfreuen. Wer darüber hinaus gerne zu Konzerten ohne Tänzer, Videoscreens und Halbplayback geht, sollte unbedingt versuchen, eine Konzertkarte für eines ihrer Konzerte zu bekommen. Meiner Meinung nach ist Tina Dico eine der besten Live-Künstlerinnen, die es in der Musikszene momentan gibt.


Esstisch ,,Rio Bonito,, 160x80cm, Pinie Massivholz, geölt und gewachst, Tisch Farbton Cognac braun , Optional: passende Bänke und Ansteckplatten
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Wird angeboten von Naturholzmöbel Seidel
Preis: EUR 204,90

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Tisch und hilfsbereiter Verkäufer., 7. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Tisch ist großartig. Das Holz ist sehr schön, die Farbe super (etwas rötlicher als auf dem Bild), der Aufbau ging ebenfalls spielend einfach. Ich hatte erst befürchtet, man hätte vergessen, mir die Tischbeine zu liefern, da ich nur einen Karton mit der Platte erhalten habe. Ein Gespräch mit dem Verkäufer hat aber geklärt, dass Platte und Beine getrennt verschickt werden, worauf auf einem Aufkleber auf dem Karton mit den Tischbeinen auch hingewiesen wird - normalerweise liefert DHL diese nämlich zuerst. Ich habe überraschenderweise die Platte zuerst bekommen.
Kurz: Tisch und Verkäufer sind sehr zu empfehlen.


The Minutes
The Minutes
Preis: EUR 11,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes dunkles Elektropop-Album, 14. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: The Minutes (Audio CD)
Ich gebe zu, ich kannte von Alison Monet vorher nur "All Cried Out". Ich bin also kein Fan, der jedem Album seines Idols kritiklos fünf Sterne gibt. Diesem Album gebe ich sie, weil es fünf Sterne verdient.

Guy Sigsworth ist ein toller Produzent, dieses Album klingt nach einer (noch) besseren Version von Alanis Morissettes "Flavours of Entanglement" aus dem Jahr 2008 und Alisons Stimme und Texte sind große Klasse.

Das Album fängt ruhig aber bestimmt mit dem straken Horizon Flame an, dass durch die Mischung aus Streichern und Beats ein bisschen an Björks "Jóga" erinnert. Es folgen zwei weitere fünf Sterne-Songs - "Changeling" und "When I Was Your Girl" - beides Favoriten von mir. Ebenfalls zu den Highlights des Albums zähle ich "Right As Rain" und "A Place To Stay". Die anderen Songs, die ich der Übersichtlichkeit nicht alle aufzähle, sind aber keinesfalls Füller, sondern ebenfalls sehr hörenswerte Nummern. Mir persönlich gefällt lediglich Filigree nicht, aber das ist Geschmacksache.

"The Minutes" ist ein großartiges dunkles Elektropop-Album das definitiv sein Geld wert ist. Die Produktion klingt sehr hochwertig (also keine billigen Synthsounds) und die Texte stehen keinesfalls hinter der Musik zurück. Kaufenswert.


A
A
Preis: EUR 5,00

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A wie Agnetha, nicht wie ABBA!, 10. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: A (Audio CD)
Eines vorne weg. Es nervt mich, dass jedes Mal, wenn einer der ehemaligen (!) ABBA-Mitglieder ein neues Projekt veröffentlich, das Bejammere losgeht, man sei enttäuscht, weil das nicht nach ABBA klinge. Das hörte man bei Kristina damals, das liest man jedes Mal, wenn BAO ein neues Album herausbringen und jetzt bei Agnethas neuem Album geht das wieder von vorne los.

Agnetha ist seit 1967 Sängerin und Komponistin. Bevor ABBA richtig durchstarteten, hatte sie bereits fünf Alben aufgenommen und in einem Musical mitgespielt. Dieses Album knüpft wunderbar an ihre Solo-Karriere und den Sound dieser Alben an. Vom ABBA-Standard ist "A" weit entfernt, aber wie soll etwas nach ABBA klingen, auf dem nur A draufsteht? Ohne BBA gibt es ABBA nicht.

Nun zum Album selbst. Rein musikalisch ist das hier ein Drei-Sterne-Album. Die Songs, die Jörgen Elofsson geschrieben hat, sind alle gute Pop-Songs, die sich (leider) dadurch auszeichnen, dass Hooks, Refrains und Wiederholungen in höheren Tonarten so präzise und gezielt gesetzt sind, dass die Songs leider etwas zu formelhaft und seelenlos wirken. Es sind perfekte 3:30-Songs ohne Ecken und Kanten. Elofsson zeigt, dass er perfekte Pop-Songs schreiben kann (When You Really Loved Someone), perfekte Herzschmerzballaden (I Was A Flower) und perfekte Disco-Songs für die verzauberten Herren (Dance You Pain Away). Dabei mangelt es seinenKompositionen jedoch an Überraschungen. Lediglich der letzte Song bricht ein bisschen aus dieser Reihe aus - er wurde von Agnetha selbst komponiert. I Keep Them On The Floor Beside My Bed is nicht so "catchy" wie die restlichen Tracks, hat dafür deutlich mehr musikalischen Tiefgang.

Was das Album davor rettet, eine Celine Dion-Album zu werden (perfekte seelenlose Pop-Songs gesungen von einer technisch-perfekten aber ziemlich emotionslosen Stimme), ist Agnethas Gesang. Auch wenn sich ihre Stimme seit "Jag var så kär" 1967, seit ABBA doch um einiges verändert hat, ist der unverkennbare Klang immer noch da - ebenso wie ihr Talent, "mit ihrer Stimme zu weinen". Auch wenn ihr Stimmumfang und -volumen heute wesentlich limitierter ist als in den 70ern, so ist es dennoch ihr Gesang, der den Songs das gewisse etwas verleiht, das die Kompositionen von Haus aus leider nicht mitbringen.

"A" ist ein schönes Pop-Album. Ohne Experimente und überraschende Wendungen. "A" ist aber vor allem ein Album einer Künstlerin, deren musikalische Fähigkeiten immer im Schatten zweier Bs und einer weltweit bekannten Pop-Gruppe stehen werden. "A" ist das Album einer Künstlerin, von der die Presse auch heute noch sagt, sie habe sich 30 Jahre lang verschanzt (vergessend, dass Agnetha in den 80ern drei englische Solo-Alben, ein Album mit ihrem Sohn und 2004 schließlich eine Platte mit den Favoriten ihrer Jugend aufgenommen hat), auf deren glücklosen Beziehungen und Trennungen herum gehackt wird. "A" ist das Album einer Künstlerin, die durchaus auf ihrem Hof hätte bleiben können, die nichts zu beweisen hat und definitiv auch kein Geld braucht. "A" ist das Album einer gealterten Künstlerin, die einfach Spaß am Singen hat und deshalb diese kleine Platte gemacht hat. Wenn man dieses Album aus dieser Perspektive betrachtet, dann ist es die fünf Sterne wert. Wer auch nach über 30 Jahren immer noch nicht verstanden hat, dass es ABBA nicht mehr gibt, und hier die Dancing Queens, Chiquititas uns The Winner Takes It Alls des 21. Jahrhunderts sucht, der wird enttäuscht sein. Der hat es aber auch nicht besser verdient.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 10, 2013 8:35 PM MEST


Gold Dust
Gold Dust
Preis: EUR 17,50

24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man kaufen, muss man aber nicht. Leider., 28. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gold Dust (Audio CD)
Drei Sterne für ein Tori Amos-Album? Das tut mir sehr leid. Tori ist eine sehr talentierte Komponistin und Sängerin und verdient eigentlich mehr. Aber dazu muss sie mehr liefern.

Als ich von diesem Projekt das erste Mal hörte, war ich begeistert. Ich bin ein großer Fan von Night Of Hunters und fand die Vorstellung, dass Tori nun mit einem kompletten Orchester zusammen arbeiten würde, eine nur logische Fortsetzung. Das Ergebnis jedoch ist leider nur sehr mittelmäßig.
Zunächst: An den Aufnahmen an sich ist nichts auszusetzen, es ist nicht so, dass hier jemand schlecht spielt oder schlecht singt (auch wenn mit Toris zunehmend merkwürdiger werdende Aussprache etwas auf den Keks geht und es ihr bestimmt gut täte, etwas tiefer zu singen), die Arrangements und die Songauswahl sind leider wahnsinnig unaufregend.

Für Gold Dust hat Tori Songs zusammengestellt, die von Haus aus schon ein Streicher-Arrangement hatten. Entsprechend klingen die Aufnahmen hier mehr oder weniger so, wie die Originale auch. Und wozu sollte ich mir eine CD mit Songs kaufen, die ich in der Fassung mehr oder weniger schon besitze?

Was ich mir gewünscht hätte, wäre eine etwas mutigere Songauswahl, Songs wie Suede oder Me And A Gun, Concertina, Lust, Bouncing Off Clouds, irgendetwas, was im Original nicht schon nach einem Orchesterstück klingt. Gibt es aber nicht. Dann hätte ich mir gewünscht, dass man dem Orchester mehr Raum einräumt, neue Instrumentalpassagen, kurze Interludes, vielleicht sogar ein paar Reminiszenzen klassischer Orchesterstücke, die mit Toris Songs verwoben werden. Lasst das Orchester doch in den Vordergrund, wenn ihr euch schon die Mühe macht, mit einem zusammen zu arbeiten. Stattdessen dudeln Streicher und Bläser wie bei normalen Pop-Aufnahmen im Hintergrund vor sich hin.
Ein letzter Kritikpunkt: Toris Gesang. Gar nicht mal die Art, wie sie singt, sondern wie ihre Stimme aufgenommen wurde. Warum muss man bei einem solchen Projekt, das ja als "live mit Orchester aufgenommen" beworben wird, die Stimme doppeln und dreifachen? Damit ist der Live-Aspekt doch wieder hin, wenn man nachträglich im Studio noch zweite Stimmen etc. aufnimmt. Stattdessen hätte ein Chor wahre Wunder wirken können, zum Beispiel bei Winter nach dem Instrumentalteil oder gegen Ende von Flying Dutchman, um nur zwei Beispiele zu nennen. Das wäre ein Album geworden, für das ich morden würde.

So ist es ein Album geworden, das zu Besitzen niemandem weh tut, vor allem nicht, da der mp3-Download nur 5 Euro kostet. Wer sich Gold Dust jedoch nicht zulegt, verpasst auch nur bedingt etwas.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2012 3:02 PM MEST


Havoc And Bright Lights (Limited Premium Edition inkl. Bonus-DVD )
Havoc And Bright Lights (Limited Premium Edition inkl. Bonus-DVD )

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Exklusiv unvollständig, 24. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eins vorne weg, ich habe das Album zwar gestern schon bekommen, es aber erst dreimal gehört und kann es deshalb noch nicht bewerten. Nur so viel, nachdem ich nach dem ersten mal wenig beeindruckt war, gefällt es mir jetzt schon viel besser. Also gebt dem Album eine Chance.

Ich will stattdessen die Amazon-exklusiv-Edition bewerten, denn da lässt sich eine ganze Menge zu sagen.
Fangen wir mit der Verpackung an, Digipack im Pappschuber, das sieht sehr schön aus, auch wenn mein Pappschuber beim Packprozess leider etwas gequetscht und entsprechend etwas geknickt wurde. Neben dem normalen Booklet gibt es hier auch eines mit deutschen Übersetzungen. Das finde ich sehr ungewöhnlich, da aber Alanis selbst die Texte ihrer Songs immer vor alles andere stellt, scheint es mir ganz sinnvoll zu sein, eine Übersetzung für all die zu liefern, die dem Englisch nicht so mächtig sind, dass sie Alanis' Neologismen auf Anhieb verstehen. Leider klingen die Übersetzungen stellenweise etwas nach google-Translate, was die Original-Texte etwas kaputt macht.

Dann gibt es eine Live-CD, mit 12 Tracks des Berlin-Konzerts. Das hat mich persönlich sehr gefreut, da ich selbst in Berlin war und es immer etwas besonderes ist, ein Konzert zu hören, bei dem man selbst anwesend war. Leider, und das ist der Nachteil an Berlin, hatte Alanis einige Tage zuvor über facebook bekannt gegeben, Erkältet zu sein, ja sogar eine Stimmbandentzündung befürchtet. Und das hört man leider, für ihre Verhältnisse ist ihre Stimme überraschend dünn hier und da. Aus diesem Grund fehlten in Berlin drei Songs auf der Set-List. Wer um die Erkältung weiß, wird beeindruckt sein, dass sie dennoch so gut klingt. Wer das nicht weiß, könnte etwas enttäuscht sein.

Ergänzt wird die CD durch eine DVD, das ist der wirklich exklusive Teil. Naja, fast. Die Videos gibt es auch bei iTunes. Da bekommt man noch ein Making-Of des Videos zu Guardian und einen Bonus-Track dazu, zahlt aber nur 13 Euro. Leider ist das Konzert für die DVD stark gekürzt worden. Statt 18 sind es nur acht Songs. Dass die CD aus Kapazitätsgründen nicht das ganze Konzert wiedergeben kann, ist verständlich (auch da wäre aber Raum gewesen), auf eine DVD hätte das Konzert aber locker komplett drauf gepasst. Die Video-Qualität ist mittelmäßig, ich habe damals aber auch keine "richtigen" Filmkameras gesehen, womit auch immer gefilmt wurde, erklärt wohl, dass wir hier kein kristallklares Bild haben. Die Songauswahl ist etwas langweilig, sowohl die CD als auch die DVD werden von den gleichen Jagged Little Pill-Songs dominiert, die wir alle rückwärts mitsingen können. Wer in Berlin dabei war, wird sich jedoch erinnern, dass der Applaus bei den Nicht-JLP-Songs auch gleich viel verhaltener ausgefallen ist. Das ist wahrscheinlich ein Zugeständnis daran, dass die Mehrheit vergessen hat, dass Alanis nach 1995 weiterhin Musik gemacht hat.

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass wer nur diese Ausgabe kauft, eine ganze Menge verpasst. Bei iTunes gibt es einen Bonus-Track, Jekyll and Hyde, die CD in Japan hat mit No einen weiteren Bonus-Track - meiner Meinung nach einer der fünf besten Songs, die sie jemals geschrieben hat -, der amerikanische Discounter Target verkauft eine weitere Ausgabe des Albums mit drei weiteren Bonus-Tracks und bei iTunes Amerika gibt es dann noch einen weiteren Bonus-Song. Und wem das immer noch nicht reicht, der kann versuchen, an die amerikanische Compilation "Every Mother Counts" zu kommen, da gibt es eine anders produzierte Fassung von Magiclal Child, die etwas besser klingt.

Also, vollständig ist das nicht. Warum trotzdem vier Sterne? Nun, die Tatsache, dass wir in Deutschland so eine exklusive Ausgabe bekommen, hat mich überrascht, wenn man bedenkt, wie schlecht sich vor allem ihre Singles hier in den Charts platzieren. Und ein halbes Konzert auf DVD ist besser als gar keins, wir hätten auch weniger bekommen können. Von all den in Deutschland erhältlichen Ausgaben des Albums lohnt sich diese dann doch am meisten, wenn man Wert auf "echte" CDs und DVDs legt und sich mit iTunes-Dateien nicht zufrieden gibt.


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