Profil für Jesujas > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Jesujas
Top-Rezensenten Rang: 1.118.671
Hilfreiche Bewertungen: 36

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Jesujas "Exmouth"

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Kobalthimmel
Kobalthimmel
von E.M. Jungmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarische Entdeckung, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kobalthimmel (Taschenbuch)
E.M.Jungmann ist eine Autorin, die in den letzten Jahren eine erstaunliche Entwicklung vollzogen hat.
Ihre Prosa ist dicht und intensiv. Sprachlich versiert zieht sie den Leser wie an einem imaginären Seil durch die Handlung.
Die Geschichte mischt verschiedene Stilelemente. Die Erzählform des 20. Jahrhunderts trifft auf Fantasyelemente.
Die Dialoge sind geschliffen und lebensnah. Die reale Welt vermischt sich auf sehr suggestive Weise mit der "anderen Seite".
Die Handlung zieht schnell in den Bann und die knapp über 50 Seiten sind schnell absolviert. Schade: Es hätte gern mehr sein können.
Fazit: Eine frische und innovative Autorin, von der noch einiges zu erwarten sein dürfte. Ich bin gespannt auf ihre nächsten Arbeiten.


Erbsenrot schreibt an ihre Enkelerbschen
Erbsenrot schreibt an ihre Enkelerbschen
von Hilda Röder
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Begleiter für den Lebensweg, 31. Januar 2010
Ich war angenehm überrascht, als ich das Buch las, da ich nicht ein so breites Spektrum erwartet habe. Die Autorin hat Geschichten und Gedichte verfasst, die tiefsinnig und dennoch nicht zu schwer verdaulich sind. Geschrieben in einer klaren, ausdrucksreichen Sprache, hat sie es verstanden an das Wesentliche zu rühren, ohne jemals belehrend zu wirken. Sie überlässt die Schlußfolgerungen dem Leser. Das Buch ist ein ausgezeichneter Begleiter für den Lebensweg eines Menschen.
Betrachtungen für/über Kindheit und Alter reihen sich in loser Folge aneinander.
Die Passagen für Kinder haben in mir eine Saite angeschlagen, die ich seit vielen Jahren nicht mehr in dieser reflektorischen Rückbesinnung wahrgenommen habe.
Das lässt sich nicht von vielen Büchern sagen. Unter den Geschichten und Gedichten für das Alter sind einige der besten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.
Das Pendel, Seelendecke und Am offenen Fenster halten jedem Vergleich stand und es ist einiges mehr von dieser Qualität zusammengetragen.
Eine gute Autorin, die auf behutsame, lebensbejahende Weise an das Beste in uns appelliert. Ein wunderschönes Buch.


A Bigger Bang
A Bigger Bang
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 13,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viele einzelne Steine, trauriger Mainstream, 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: A Bigger Bang (Audio CD)
Ich habe die Musik der Rolling Stones früher geliebt. Auf dem Zenit waren sie nach meiner Einschätzung in den Jahren 1968-1973. Nach Beggars Banquet, Let it bleed, Sticky Fingers und Exile on main street gehört auch das Album Goats Head Soup von 1973 für mich zu einer der besten ihrer Arbeiten. Selbst wenn sie hier ihren Höhepunkt bereits leicht überschritten hatten, schafften sie es dennoch ihre große Kreativität über die gesamten siebziger Jahre zu verteilen. It's only rock an roll, Black and Blue und Some Girls, ausnahmslos gute, wenn auch nicht mehr überragende Alben. In den Achtzigern beschleunigte sich ihr musikalischer Abstieg. Lediglich das aus Versatzstücken früherer Jahre bestehende Tattoo you ragte heraus. 1989 gelang es ihnen überraschender Weise mit Steel wheels ein anständiges bis gutes Album vorzulegen, dass viele alte Stones Fans hoffen ließ. Leider konnten sie danach nie wieder an alte Stärken anknpfen. Dies lag und liegt meiner Meinung nach daran, dass zunehmend einzelne Kompositionen der Bandmitglieder auf die Platten kamen und nicht mehr wirklich von Jagger und Richards kreierte Stücke. Die musikalische Harmonie und damit die Chemie gingen verloren. Offensichtlich hat hierbei Mick Jagger nicht nur das finanzielle, sondern auch das musikalische Management der Band übernommen. Dies ist für mich daran erkennbar, dass die einzig guten Stücke auf den Folgealben regelmäßig von der musikalischen "Seele" der Band, Keith Richard stammen und von diesem -trotz seiner "zerschossenen" Stimme mit großer Inbrunst vorgetragen werden.
Von den Folgealben ist nur noch Vodoo Lounge erwähnenswert, während A bigger Bang für mich den musikalischen Tiefpunkt darstellt. Uninspirierter musikalischwer Einheitsbrei, trauriger Mainstream. Es gibt ein einziges, allerdings wirklich geniales Stück auf der Platte: Back of my hand. Hervorragend interpretiert, back to the roots. Warum können sie nicht einmal eine ganze Platte in dieser Richtung machen? Musikalisch haben sie es doch drauf. Neben dem erwähnten, mit alter Leidenschaft vorgetragenen Stück ragt lediglich das von Keith Richard komponierte This place is empty heraus. Alles andere kann getrost vergessen werden, mit Abstrichen akzeptabel ist vielleicht noch infamy. Die stones sollten sich entweder auflösen, wenn sie nicht mehr zustande bringen als seit zwanzig Jahren im Grunde genommen immer wieder die gleiche, nur leicht variierte Platte herauszubringen oder sich noch einmal auf ihre alten Stärken besinnen.
Erdigen R&B geprägt von Keith unvergleichlichen Riffs. Vielleicht sollten sie auch versuchen, Mick Taylor wieder in die Band zu bekommen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2010 3:08 PM MEST


Living With War
Living With War
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk aus einem Guss, 20. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Living With War (Audio CD)
Nachdem Neil Young zunächst den sogenannten Patriot Act der amerikanischen Regierung unterstützte, hat er inzwischen unüberhörbar die Nase voll von dem fanatisch und zugleich seltsam unkoordiniert wirkenden Kampf der Amerikaner gegen das "Böse" in der Welt. Insbesondere gegen den Präsidenten George W. Bush richtet sich der Zorn des Kanadiers Young. Und was Neil Young angeht gilt eigentlich immer: Was lange gärt, wird endlich (w)gut. Und wie gut. Was dem Altrocker angesichts des Berichte über den Irak-Krieg, der gefallenen jungen Soldaten und der an die Inquisition erinnernden (Überwachungs-)maßnahmen der US-Regierung gegenüber derWelt im allgemeinen udn ihrem eigenen Volk im besonderen Sodbrennen verursachte, hat sich auf Living with war in einer rohen, ungeschliffenen Eruption entladen.

Musikalisch keine Revolution, keine technisch geschliffene Produktion, dafür das Ganze aus einem Guss. Angeblich innerhalb weniger Tage mit Unterstützung eines 100köpfigen Chors aus "Freiwilligen" eingespielt, wirkt die ganze Produktion angenehm frisch und rauh.Die Bestandteile nur für sich betrachtet nichts Überwältigendes. Das besondere ist jedoch die Melange aus der erdigen, teilweise giftigen Gitarre Youngs, die treibenden Drums (Shock and awe) und die streckenweise eingebaute Trompete (Living with war), für Young ein eher ungewöhnliches musikalisches Stilmittel.

Unterstützt von dem inbrünstig singenden Chor wird das Ganze zu einem wahren Meisterwerk. Neil Young bezeichnet die Platte als Metal-Folk. Ich denke, das trifft es ganz gut. Auf jeden Fall ein mitreissendes Stück Musik, in dem offen zur Absetzung des Präsidenten (Let's impeach the president) aufgefordert wird. 10 Songs ohne jede Schwächen, einen Favoriten herauszuheben fällt daher wirklich schwer. Vielleicht: Living with war, der Titelsong, gemeinsam mit Shock and awe und dem mahnenden Families. 9 Songs stammen aus der Feder von Young, das Schlusstück (America the beautiful) wurde von ihm adaptiert und von dem erwähnten Chor unter Einsatz aller angestauten Emotionen gesungen,ja teilweise geschrieen.

Fazit: Für mich Neil Youngs bestes Album seit Freedom (1989).

Dies ist umso höher zu bewerten, da Young in den Jahren dazwischen auch einige großartige Alben produziert hat, so z.B. Ragged Glory (1990), Harvest Moon (1993), Mirror Ball (1995) und Greendale (2003). Alle genannten Werke sind jedoch nicht so aus einem einzigen Stück gefertigt, so lebendig und textlich sowie musikalisch so mitreissend so frisch, scheinen nicht so direkt und kompromisslos vom Herzen zu kommen wie Living with war. Da hat der alte Mann sich noch mal selber übertroffen.Uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Bitches Brew
Bitches Brew
Preis: EUR 18,13

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kosmisches Gebräu, 9. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Bitches Brew (Audio CD)
Ein nicht ganz einfacher Musikgenuss. Ich habe einige Zeit gebraucht, um mich an diese wahrlich kosmische Mixtur aus improvisiertem Jazz und Rock zu gewöhnen. Man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes öffnen, bereit sein, diese eigenwillige Mischung aus wunderschönen ruhigen, fast meditativen Momenten und dann wieder sperrigen, diszonanten Tönen in sich aufzunehmen.Dann wird sich zeigen, ob man diese Klänge (so wie ich) liebt oder von ihnen genervt ist. Es kann auch sein, dass man sich die Bitches Brew-Aufnahmen zulegt, vielleicht zunächst keinen rechten Gefallen an ihnen findet und dann nach ein paar Monaten plötzlich bereit ist für die Musik.Ich habe beim (häufigen) Hören dieser beiden CD's häufig die Vision, dass die Musik quasi im Kosmos schwebt, jenseits von Zeit und Raum. Genauso eine Wirkung entfaltet die Platte auch auf den Hörer, der eine Ahnung von dem (komplexen)Genie eines Miles Davis erhält..Grossartige Musiker, die sich um Miles Davis (Trompete) versammelt haben So u.a.John McLaughlin (E-Gitarre), Chick Corea und Wayne Shorter..
Für Leute , die noch nie etwas von Miles Davis gehört haben, eignet sich meiner Ansicht nach allerdings besser "In a silent way" für den Einstieg in den Fusionrock.


Rust Never Sleeps
Rust Never Sleeps
Preis: EUR 7,99

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Ausklang der 70er, 17. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Rust Never Sleeps (Audio CD)
Mit dem Album Rust never sleeps gelang Neil Young nach On the beach und Tonight's the night noch einmal ein wahres Meisterwerk. Eine Seite akustisch mit solch hervorragenden melancholisch-melodischen Nummern wie Trasher, Pocahontas, Sail Away und natürlich My My, Hey Hey. Die andere Seite zusammen mit seiner Band Crazy Horse laut und krachend mit solchen Knallern wie Powderfinger und Hey Hey,My My ; inzwischen allesamt Klassiker. Irgendwo habe ich einmal gelesen, diese Platte stelle die 70 er Jahre dar. Zumindest sind sie hier - 1979- sowohl akustisch als auch Rock- und textmäßig in hervorragender Weise noch einmal zusammengefaßt.Ein wirklich großes Album, dass in keiner Plattensammlung fehlen sollte. Diese Scheibe hat mich -im positiven Sinne- immer wieder begleitet und ist mir ein Freund geworden, auf den ich ungern verzichten würde.


Tonight's the Night
Tonight's the Night
Preis: EUR 9,07

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholisches Meisterwerk, 16. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Tonight's the Night (Audio CD)
Tonight's the night ist das Album von Neil Young, mit dem ich mich lange ziemlich schwer getan habe. Das liegt daran, dass es eigentlich ein eher untypisches Neil Young Album ist, in dem er den Rock'n Roll auf sehr melancholische Weise ganz neu und eigenwillig interpretiert. Die Musik auf dieser Scheibe ist jedoch wie ein langsam wirkendes -durchaus süßes Gift- dass langsam eingeträufelt mit Zeitzündermechanismus seinen Zauber entfaltet. Inzwischen gehört dieses Album mit dem Titeltrack, dem tod-traurigen Tired Eyes, Borrowed Tune und World on a string neben On the beach und Rust never sleeps für mich zu den 25 besten Alben der Rockmusik überhaupt. Jeder Rockfan sollte mindestens zwei Platten von Neil Young in seinem Schrank haben, darunter auch Tonight's the night.Und schließlich -bei aller Melancholie auf diesem Album, es signalisiert auch: Es geht weiter !


Seite: 1