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Rezensionen verfasst von
"mschillhuber"

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Follow the Reaper
Follow the Reaper
Wird angeboten von Nuclear Blast GmbH
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen YESSSSS!!!!!!, 5. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Follow the Reaper (Audio CD)
“Follow The Reaper” ist neben „Hate Crew Deathroll“ meiner Meinung nach das wohl ausgefeilteste Werk der Finnen.
Von einem kurzen Sprachsample eingeleitet, zeigt der Opener und zugleich Titeltrack in welche Richtung das gesamte Album geht; hier regieren melodische Leads, entweder mit Gitarre oder Keyboard gespielt, ein markantes Drumming und schnelle Rhythmus-Gitarren.
Besonders die überall findbaren Gitarre-Keyboard-Duelle, welche den Zuhörer oft staunend zurücklassen, werten dieses Album enorm auf und heben es aus der typischen Melo-Death Ecke (damals jedenfalls, als es noch keine Imperanon und Konsorten gab) angenehm heraus.
Die Texte sind zwar, würde ich jedenfalls sagen, genretypisch („böse Welt“, „ich hasse mich“, etc.) werden aber von Klampfenheld Alexi Laiho teilweise so richtig schön giftig gekeift, was bestens mit der Musik harmoniert.
Grosse Worte aber muss ich wohl nicht mehr über diese Scheibe verlieren, denn Children Of Bodom sind in der Metal-Szene gut bekannt, doch wer mehr Beschreibungen braucht, der sollte sich einfach die Reviews meiner Vorredner durchlesen.
Fazit: Grandioses Album, ein echter Leckerbissen für alle Technikfreaks und klar kaufenswert.
Anspieltipps: Alles klasse; es stechen höchstens „Children Of Decadence“, „Mask Of Sanity“ oder „Northern Comfort“ auf diesem Juwel hervor.


Verisäkeet
Verisäkeet
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 26,44

25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AUF NACH VALHALLA, 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Was für ein Album! Wie kann man nur ein solch atmosphärisches Meisterwerk schaffen?! Eigentlich nur aufgrund positiver Kritiken gekauft (ich habe vorher NICHT reingehört), muss ich sagen, dass sich dieses Album einen Platz in meinem Herzen gesichert hat.
Doch der Reihe nach.
"Verisäkeet", was zu deutsch wohl so viel wie "Blutverse" heisst, fällt rein von der Optik her nicht besonders auf; das Cover ist zu 95% in einem schlichten schwarz gehalten, und nur ein gelber Moonsorrow - Schriftzug sticht hervor.
Ganz anders dagegen der Inhalt des Albums; im Gegensatz zur schlichten Hülle ist die Musik auf dieser CD einfach nur unbeschreiblich intensiv und vor allem episch.
Der Opener "Karhunkynsi" wird durch Vogelgezwitscher und -gekrächze eingeleitet, bevor leise im Hintergrund eine immer lauter werdende Geige einsetzt.
Plötzlich bricht eine Gitarrenwand los und kurz darauf brüllt ein Chor los, so als wären sie geradewegs mitten in einem Angriff und würden sich durch eben jenes Gebrülle gegenseitig aufpeitschen. Immer weiter geht es mit Gesang, Gitarrenfront, lautem Bass und intensiven Drumming, welche immer wieder durch kurze akkustische Passagen aufgelockert werden.
Dadurch wird das mitreissende Gefühl, was beim Anhören entsteht, nur noch verstärkt. Am liebsten würde man einfach einen tiefen Schluck aus seinem Methorn nehmen (aus der Flasche gehts auch, der Autor dieser Zeilen hats ausprobiert ;-)), die (Plastik-) Axt ziehen und mitgröhlen - wenn ide Texte nur nicht auf finnisch wären! Macht nix, dadurch gibts wenigstens einen kleinen Exoten - Bonus. Nach ca. 10 Minuten regiert das hemmungslose Schlachten-Geknüppele, spätestens jetzt wirft man Methorn (oder Flasche) beiseite und versucht, die Inneneinrichtung in einem Berserkerartigen Rausch zu zerlegen!
Dann endet das Lied mit einem Windrauschen, bevor es ohne irgendeine musikalische Lücke perfekt in den zweiten Track übergeht, in welchem anfangs Kampfgeräusche zu hören sind, welche von einer Akkustik - Klampfe begleitet werden.
Da, ein Schrei!! Und weiter geht es mit den epischen Gitarrenmelodien und dem stampfenden Drums. Auch dieser Titel strotzt nur so von Chören, ruhigen Parts, schönen Geigen-/Keyboardmelodien und ein dieses mal etwas langsameren Fellgedresche, bevor er immer leiser wird und mit "Pimeä" der dritte, wie die Vorgänger 14 Minuten lange, Song an der Reihe ist. Dieser bietet die gleichen Elemente wie seine beiden Vorgänger und setzt sie ebenso gut um wie diese, weshalb es müßig ist, weitere Worte dahin zu sabbern, wenn ich die Genialität der Lieder eh nicht richtig beschreiben kann.
"Jotunheim", sage und schreibe 20 Minuten lang, besticht durch sein ruhiges Intro, bevor es dieses mal etwas langsamer mit den Gitarren und Drums als gewohnt zugeht. Kein Wunder, schließlcih haben hier die Chöre eine noch dominantere Rolle eingenommen als zuvor auf dieser Scheibe.
Aber auch dieses Lied muss mal enden, und der ultimative Album - Rauswurf erfolgt durch "Kaiku", auf welchem Mundharmonikas, Flöten, sonstwas zu hören sind, während im Hintergrund das Lagerfeuer knistert. Dazu singt noch mal ein Männerchor, und der geneigte Hörer wird regelrecht dazu gezwungen, das weggeworfene Horn wieder aufzuheben, neu zu füllen und den gewonnenen Kampf gegen sein Zimmer zu besingen.
Fazit: Meisterwerk. Punkt.
Anspieltipps: Alle. Nochmal Punkt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2010 2:20 PM CET


A Virgin and a Whore
A Virgin and a Whore
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 99,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Melodien!, 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: A Virgin and a Whore (Audio CD)
Da das von vielen Metallern so gepriesene "Chaotic Beauty" zu der Zeit vergriffen war, bestellte ich mir einfach dessen Nachfolger "A Virgin And A Whore", in der Hoffnung, dass es den positiven Reviews gerecht würde, vor allem, da ich melancholische Melodien sehr mag und gerade diese eine Stärke des Albums sein sollen.
Das sehr schöne Cover verstreut schon einmal ein bisschen Atmosphäre, nett gemalt und ziemlcih stimmig, wie auch das gesamte Booklet.
Kaum dass die ersten Töne von "Aurora Borealis" ertönt sind, merkt man sogleich, dass die Vorhersagen stimmen, denn die wunderbare Keyboardmelodie, schön von den Gitarren und den Drums begleitet, lädt einen sofort zum Träumen ein.
Meine grösste Sorge war anfangs, dass der Gesang zu extrem für diesen Stil ist, was sich aber sofort zerstreut hat, denn Altti Veteläinen's kehlige Krächz-Stimmlage wirkt nie aufdringlich und fügt sich superb in das Gesamtbild ein.
Nach diesem ersten melancholischen Genuss folgt mit "Heart Of Wilderness" ein weiterer wohlschmeckender, Verzeihung, wohlhörender Happen, in welchem nicht nur das Keyboard einen wunderbaren Klangteppich schafft, sondern auch die von den Gitarren losgelassenen Klangfolgen zu überzeugen wissen.
"Prophetian", also der dritte Track, wird mit einem feinen Solo eingeleitet und ist der bis dahin stärkste Track auf "A Virgin And A Whore", da vor allem die Gitarren-Leads eins um andere mal Akzente setzen können und der Refrain wunderbar gefühlvoll-mitreissend ist, besonders am Ende des Songs, wo eben jener um einen (Halb-?)Ton höher gespielt wird als zuvor (hört es euch an, und ihr werdet wissen, was ich meine).
Das folgende "Fall Of Man" schlägt dann in eine etwas andere Kerbe, da hier das Keyboard eher im Hintergrund steht und düstere Stimmung erzeugt, während sich die Gitarrenfraktion um die Melodielinien kümmert.
"The River Flows Frozen" ist die (obligatorische) Ballade auf dem Silberling, in deren Verlauf auch cleaner Gesang (Gastsänger Juha Kylmänen) zu vernehmen ist, was dem Track einen dicken Pluspunkt beschert, da er eine sehr gefühlvolle Stimmung erzeugt. Trotzdem nicht unbedingt das stärkste Lied auf der CD.
"The Last One For Life" kommt wieder mit einem kurzen Keyboardintro daher und auch hier kommt die cleane Stimmlage zum Einsatz, weswegen man diesen Titel, auch aufgrund der klasse Soli, ebenfalls als einen Höhepunkt des Albums bezeichnen kann.
Das Accept-Cover "Sick, Dirty And Mean" finde ich persönlcih etwas langweilig, obwohl auch hier wieder ein tolles Solo geboten wird; überhaupt brillieren die Jungs oft an ihren Instrumenten, man muss ihnen wirklich ein hohes technisches Level zusprechen.
"Blood Of Hatred" bietet wieder das "Übliche", und mit "Aeon" findet die CD schließlich ein absolutes Killer-Ende; unglaublich mitreissend, diese Wechsel zwischen den langsam-beruhigenden Parts und den melodisch-mitreissenden Teilen. Das Sahnehäubchen der Platte.
Fazit: Wunderschöne Melodien, erstklassige Songstrukturen und ein angenehm nicht-extremer Sänger (bei Kalmah ist er ein bisschen krasser drauf) machen "A Virgin And A Whore" schon fast zu einem Pflichtkauf. Den Mix aus ruhigeren Children Of Bodom mit einem Schuss Gothic lege ich daher jedem ans Herz, welcher Musik zum Träumen sucht.
Anspieltipps: "Aurora Borealis"; "Prophetian"; "The Last One For Life"; "Aeon"


My Passion/Your Pain
My Passion/Your Pain
Preis: EUR 14,91

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jaja, der Gesang..., 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: My Passion/Your Pain (Audio CD)
"So, das ist also Callenish Circles "My Passion//Your Pain...nun gut, Preis ist in Ordnung, das Cover macht schon einen sehr guten Eindruck...dann mal rein mit der Scheibe...." und darauf haut es mich von den Socken!
Fette Riffs bauen sich vor mir auf und stürzen auf mich nieder, dazu walzt mich das Drumming noch tiefer in den Boden....Ersteindruck: Hammer! Dann allerdings werde ich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Durch was? Der Gesang ists, die Sau!
Der Sänger von Callenish Circle versucht mit einem heiseren kreischen zu überzeugen, was aber in meinen Ohren unglaublich aufgesetzt klingt und mit den von den anderen Bandmitgliedern produzierten Ergüssen überhaupt nicht harmoniert.
Dabei verstehen es Callenish Circle sehr gut, durch ein überdurchschnittliches Songwriting den Kopf des Zuhörers regelmäßig in Bewegung zu setzen, und die teilweise absolut genialen Lead-Gitarren-Melodien haben einen hohen Unterhaltungswert.
So setzen sich Songs wie das thrashige "Soul Messiah", das mich ein bisschen an Mors Principium Est's Debut "Inhumanity" erinnernde "Dwelling In Disdain", das schnelle "My Hate Undfolds" oder die klar von In Flames inspirierte Trilogie "My Passion//Conflicts//Your Pain" relativ gut im Ohr fest und verhindern ein Absinken der Albumqualität ins belanglose.
Fazit: Ein musikalisch gutes Album mit überdurchscnittlich guten Tracks, welche aber durch den größtenteils miesen Gesang oft wieder um einiges runtergezogen werden. Kaufempfehlung für Leute mit übrigem Geld, welche nicht wissen, wohin damit, und auf härtere in Flames stehen.
Anspielttipps: "Dwelling In Disdain"; "My Hate Unfolds"; "My Passion//Conflicts//Your Pain"


Death Cult Armageddon
Death Cult Armageddon
Preis: EUR 19,76

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knapp gerissen, 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Death Cult Armageddon (Audio CD)
Nun, ich mag Cradle Of Filth sehr gerne, und ich hatte schon des öfteren gelesen, dass es höchstens die Band mit ihnen aufnehmen kann, welche den Namen "Dimmu Borgir" trägt.
Dementsprechend neugierig war ich auch auf diese Band eingestellt, und ich habe mir schließlich auch "Death Cult Armageddon" gekauft, welche zwar einige negative Reviews bekam, aber von vielen auch als das beste Dimmu-Album bezeichnet wird.
Das Cover macht schon einmal einen netten Eindruck, ist nicht kitschig-überladen, sondern einfach-schlicht, dennoch sehr passend und gibt einen ersten Eindruck auf das, was man erwarten kann. Aber bitte: das nächste Mal kein Bandfoto auf die Rückseite, sowas gehört meiner Meinung nach ins Booklet. A propos Booklet: Auch die Fotos der Bandmitglieder dadrin sind teilweise eher peinlich-störend (siehe Stachelschwein-Beine oder Frauen an der Leine/Kette - muss für mich nciht sein).
Aber auf die Musik kommt es an, und die hat es in sich!
Passend zur klirrenden Kälte draussen ertönt im Opener "Allegiance" ein unbekanntes Schnarren, welches sich später mit einem Darth Vader-ähnlichen Schnaufen abwechselt, (klingt schlimmer als es ist ;-)) und schließlich setzen auch die Gitarren ein, langsam und bedrohlich....dann gibts erstmal gepflegtes Geknüppel und Shagraths nettes Gekrächze.
Bereits jetzt kommt Dimmu Borgirs Stärke, die Symbiose von Black Metal und symphonischen Elementen, voll zum tragen, der düstere Klang der Musik erschafft eine wunderbare Atmosphäre.
Weiter geht es mit dem mitreissenden ersten Höhepunkt des Albums, "Progenies Of The Great Apocalypse", welcher die gelcihen Zutaten wie im Opener verwendet, diese aber zu einem epischeren Resultat führt.
"Lepers Among Us" und vor allem das geniale "Vredesbyrd" können dieses Niveau leicht halten, bislang ist diese Platte ein absoluter Ohrenschmaus.
Dann allerdings folgt mit "For The World To Dictate Our Death" der erste größere Hänger auf dieser Scheibe, das Sprachsample am Anfang des Tracks gefällt mir überhaupt nicht und auch der Rest des Songs kann auf keinste Weise überzeugen.
Die "Blood Hunger Doctrine" aber, mein persönlicher Liebling auf dem Album, macht diesen Ausfall aber wieder mehr als wett, vor allem, weil die klassischen Merkmale (hört euch nur mal diese Streicher an!) dieses mal angenehm dominant sind und Shagrath richtig ekelhaft (positiv gemeint) gröhlt und krächzt, was den geneigten Hörer sofort in seinen Bann zieht.
Eine Überraschung wartet allerdings in "Allehelgens Dod I Hleveds Rike", welcher im Mittelteil mit cleanem Gesang aufwartet, welcher einen schönen Kontrast zu Shagrath bildet und den nächsten Höhepunkt der CD darstellt.
Und jetzt kommt es zur negativen Seite der Platte: Die restlichen vier Lieder(!), welche alle zwar die gleichen Grundelemente wie die Tracks davor benutzen, aber es nicht schaffen, in der glecihen Liga zu spielen, da sie um einiges simpler und lustloser dahinplätschern.
Fazit: Ein sehr gelungenes Album, welche ich allen ans Herz legen möchte, welche die Graveworm - oder Cradle Of Filth - Sparte mögen. Alle anderen sollten noch mal vorher reinhören, vor allem den letzten Teil, da ich diesen persönlich für schwächer als den ersten halte.
Anspieltipps: "Progenies Of The Great Apocalypse"; "Vredesbyrd"; "Blood Hunger Doctrine"; "Allehelgens Dod I Helveds Rike"


Carpathia
Carpathia
Wird angeboten von ProMedia GmbH
Preis: EUR 9,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke, Danke an die Männer hinter "The Vision Bleak"!, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Carpathia (Audio CD)
Da ich viel Positives über "Carpathia - A Dramatic Poem" gelesen hatte, hörte ich bei der nächsten Gelegenheit mal in die CD rein und war so angetan, dass ich sie mir dann auch gleich kaufte.
Hält man schließlich die CD in den Händen, fallen sofort das leicht "schlicht" gemalte Cover und der Titelzusatz "A Dramatic Poem" auf. Zu ersterem: Das Cover mag zwar ein bisschen simpel rüberkommen, ist aber nett gemacht und verschreckt wenigsten keine Kundschaft (wenn man mal das Deckblatt von Hypocrisy's "The Arrival" zum Vergleich heranzieht....).
Zu zweitem: ES TRIFFT ZU! Wenn man sich etwas näher mit dem toll gemachten Booklet bschäftigt, fallen dem geneigten Hörer sofort gewisse Dinge auf, so wie z.B. die Einleitungen zum jeweiligen Songtext (Scene I: A Black Carriage Rushing Through...), welche praktisch die Geschichte leicht fortführen und der CD den Charakter eines Theaterstückes verleihen.
Aber was zählt, das ist die Musik, und die ist, wie schon erwähnt, unglaublich gut gelungen:
Die Scheibe beginnt mit einem guten Intro, welches den Titel "The Drama Of The Wicked" trägt und schon wunderbar mittels atmosphärischem Keyboardhintergrund und "Geistergesang" auf die folgenden Tracks einstimmt.
Dann, gleich in den ersten Sekunden des eigentlichen Openers "Secrecies In Darkness", wechseln sich fette Gitarrenriffs mit toll eingesetzten Streichern ab, während im Hintergrund ein wunderschöner Klangteppich vom Keyboard ezeugt wird. Bereits jetzt zieht das Album einen in den Bann, zu hypnotisierend die Töne. Schließlich setzt Konstanz ein, der wegen der tiefen Stimme und des erhabenen Gesangs sofort Pluspunkte sammelt und die CD zu etwas wirklich besonderem macht. Äusserst mitreissend geht es dann in das Titelstück über, an dessen Anfang ein wunderbar groovendes Thema gespielt wird und wie schon der vorhergehende Song eine zum schneiden dichte Atmosphäre erzeugt.
"Dreams In The Witch-House" und "Sister Najade (The Tarn By The Firs)" beginnen mit jeweils einem schönen Keyboard-Einstieg, welcher zum Träumen einlädt.
Bei zweiterem singt zudem auch eine Frau mit, die eine Gänsehautverursachende Stimme hat und dem Song zusätlich noch mehr Tiefe verleiht.
"The Curse Of Arabia" dagegen ist ein richtiger Stampfer, mit leicht orientalischen Klängen veredelt und immer wieder kommt Konstanz' unheilsschwangerer Gesang hinzu. Hier vermutbar, führt die Geschichte die Hauptperson nach Arabien, aber was dort passiert, muss jeder selbst für sich herausfinden, und zwar zum Einen durch das vorletze "Kutulu!" (ein Gott, welcher bereits in "The Curse Of Arabia" angesprochen wird; die Erzählung ist also in sich stimmig und nicht abgehackt) und zum Anderen durch das grandiose Finale, welches den Titel "The Charme Is Done" trägt: Hier werden alle Stärken gebündelt und für ein mitreissendes, episches und furioses Ende verwendet.
Fazit: Ein Meisterwerk ohnegleichen, es in Worte fassen zu wollen ist allerdings beinahe ein Ding der Unmöglichkeit; deshalb: Jeder, der sich nur ein bisschen für epische und teilweise auch etwas finstere Musik interessiert, muss dieses Kleinod haben!
Anspieltipps: Alles sind tolle Songs, doch ich empfehle euch: hört es euch erstmal ganz an und fällt dann ein Urteil darüber.


Elegy
Elegy
Wird angeboten von rudironschke
Preis: EUR 14,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterdurchschnittlich, 23. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Elegy (Audio CD)
"Viel Musik für wenig Geld" wird sich so mancher bei dem Preis und der Spielzeit von über 25 Minuten denken, was für eine M-CD durchaus mehr als ordentlich ist.
Allerdings wird die Qualität des Inhaltes nicht unbedingt jedermann erfreuen, denn "Elegy" ist meiner Meinung nach ziemlich seicht und langweilig.
Der Opener "Elegy" kann noch halbwegs überzeugen, das Thema klingt ganz nett, und schafft es immerhin, dass man dann doch mit einem Ohr hinhört.
Was aber trotzdem schon auffällt, das sind die sehr kitschigen Texte. Beispiel gefällig? "Silent Tears Of A Woman Makes A Warrior Cry", wer da nicht die Augen verdreht, der wird wohl mit dem Rest der Scheibe keine Probleme haben; mir wars doch ein bisschen zu viel.
Das war/ist zudem nciht mein einziger Kritikpunkt, auch der Gesang kann mit Grössen wie Tarja Turuunen (was aus Nightwish jetzt wohl wird...) absolut nicht mithalten, denn er bewegt sich meistens irgendwo zwischen hoch und hoch....heisst: NULL Abwechslung, die Stimme kann praktisch keine Akzente setzen. Zum nebenbei Anhören klingt sie zwar ganz nett, aber wie gesagt, es gibt wahrlich besseres. Schwerwiegender dagegen sind die "Growls" des Mannes ("Solemn Sea"), welche aufgesetzt, besser gesagt, schon fast lächerlich "böse" klingen, wer soll ihm denn das abnehmen? Immerhin rennt man nicht schreiend davon, das is doch auch was ;-)
"Senses Capture" schlägt in die gleiche Kerbe wie "Elegy", ist also nix besonderes.
"A Winter's Poem" aber kann die Aufmerksamkeit des Hörers kurz an sich binden, der Song ist an sich relativ erhaben und hebt sich angenehm vom Rest der Platte ab.
"Mot Fjerne Land" und die Album-Version vom Titeltrack hätte man sich allerdings sparen können, sie sind eher Lücken- bzw. Endfüller und taugen, so Leid es mir tut, nicht dazu, den Kauf der Mini-CD zu rechtfertigen.
Fazit: Das Ding ist den Kauf eigentlich nicht wert, wer aber zu viel Geld hat, der kann ja vorher mal reinhören, da es zumindest ein, zwei nette Melodien gibt.
Anspieltipp: "A Winter's Poem"


Nightfall in Middle-Earth
Nightfall in Middle-Earth
Preis: EUR 23,96

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für atmosphärisches Meisterwerk!, 14. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Nightfall in Middle-Earth (Audio CD)
Nach der Einleitung durch das famose Intro "War Of Wrath", in welchem anfangs Kampfeslärm und schließlich ein Gespräch zu hören sind, geht es bereits mit "Into The Storm" richtig in die Vollen; die Double-Bass holzt alles weg (damals noch mit Thomen "The Omen" Stauch an den Drums) und die Rhythmus-Gitarre - gespielt von Markus Siepen - spielt eine schöne Begleitung zu den tollen Lead-Gitarrenmelodien. Über all diesen Dingen thront Hansi Kürsch's phänomenale Stimme, welche immer wieder Akzente setzen kann und voll überzeugt. Zudem werden die Songs oft durch sinnvoll eingesetzte Chöre untermalt, welche nochmal für ein Atmosphäre-Plus sorgen können.
Weiter geht es mit der Überleitung "Lammoth", eins der vielen "Zwischenspielereien", welche den Hörer (manche haben es vllt. schon bemerkt) in die von Tolkien geschaffene Welt "Mittelerde" versinken lassen und er sich ganz dem Träumen hingeben kann.
Mit "Nightfall" folgt ein etwas ruhigerer Song, der vor allem durch die vielen Chöre bzw. allgemein mehrstimmigen Gesang besticht, bevor mit "The Curse Of Feanor" wieder ein schneller, im Refrain wunderbar epischer Titel gespielt wird.
In eine ähnlichen Weise könnte ich nun ausnahmslos JEDEN Track auf "Nightfall in Middle-Earth" beschreiben, daher fasse ich mich jetzt etwas allgemeiner. Das Hauptaugenmerk des Albums ist klar das Mittelerde-Szenario, man kann also von einem Konzept-Album sprechen. Allein durch die Zwischenpassagen wird die Atmosphäre bis zum Schneiden dick gefördert, aber auch die vielen ausdrucksstarken Chöre tragen ihren Teil dazu bei. Versehen mit großartigen Melodien, mitsingbaren Refrains und einer Spielzeit von über einer Stunde (heute schon oft genug eine Seltenheit) kann man hier getrost von einem unübertreffbaren Meisterwerk in der Kategorie "Epic Power Metal" sprechen.
Fazit: Ich könnte diese kleine Offenbarung noch stundenlang loben und mit Worten wie "episch", "meisterhaft" und "geil" zu jedem der Lieder um mich werfen, allerdings würde ich dann mit dem Review nicht vor der Apokalypse fertig werden.
Deshalb spreche ich eine klipp und klare Kaufempfehlung aus und gehe jetz das Silmarilion nochmal lesen. Großes Werk!
Anspieltipps: Was soll ich denn herausheben? Am besten ist, wenn sich potenziell Interessierte das komplette Album anhören.


Warriors of the World
Warriors of the World
Wird angeboten von sophies schatzkasterl
Preis: EUR 34,95

16 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Manowar = Langeweile, 8. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Warriors of the World (Audio CD)
Um es schon einmal vorneweg zu nehmen: "Warriors Of The World" ist ein absoluter Flop!
Ich kaufte mir die CD vor ungefähr drei Jahren, als die ersten Metalneigungen zu Tage traten, und bereue den Kauf seitdem sehr.
Schon das Cover ist unglaublich kitschig und anstatt zu zeigen, dass alle "Warriors United" sind, nimmt eine Testosteronwalze mit Ami-Flagge rund 66% der Front ein und drängt alle anderen Fahnenträger in den Hintergrund, wobei von den meisten Länder nicht mal ein Vertreter zu sehen ist. Ich habe nichts gegen die Amerikaner, aber man kann es echt übertreiben.
Aber gut, befassen wir uns mal mit der "Musik";
Manowar bieten True-Metal oder sonst was, allerdings werden die Songs (Achtung: Ironie!) durch die teilweise unglaublich abwechslungsreichen Texte auf ein vollkommen erhabenes Niveau gehoben...Ne, ernsthaft, wenn die Texte mal "simpel" ausfallen ist das nicht so besonders schlimm, aber ich will nicht 6 Lieder hintereinander so was hören wie "We Will Kill Everybody, They Will Run For Their Lives, 'Cause My Swordbrothers Stand By My Side, And We Will Win The Fight", nein, das ist wirklich schwach, so leid es mir tut, das sagen zu müssen.
Dazu kommen auch musikalische Totalausfälle wie das absolut langweilige "The Fight For Freedom" (nette Geste: ist den Opfern des 11.09.01 gewidmet) oder das unglaublich schnarchige "An American Trilogy"....schnarch.....grunz.......häää?! ups, jetzt bin ich sogar schon beim bloßen Schreiben dieser Songtitel eingeschlafen!
Allerdings wäre es mehr als unfair, nur die negativen Apekte anzusprechen, denn mit dem Opener "Call To Arms" ist ihnen - trotz mäßigen Textes - ein kleines Wunder gelungen, das Lied kann man sich unglaublich oft hintereinander anhören, ohne dass es langweilig wird; auch ein Verdienst der feinen Soli.
Zudem können auch das mittlerweile dank diverser TV-Programme ausgenudelte Titelstück und "House Of Death" halbwegs überzeugen, wobei letzteres wenigstens mal ein etwas angezogenes Tempo bietet.
Fazit: Das Album kann in (fast) keinster Weise überzeugen und zeigt, dass Manowar meiner Meinung nach vollkommen überschätzt werden. Ein schwaches Stück Musik, für welche ich keine Kaufempfehlung ausspreche.
Anspieltipps: "Call To Arms"; "House Of Death" (mehr "Gutes" gibts auf der Scheibe eh nicht...)


A Celebration of Guilt
A Celebration of Guilt
Wird angeboten von Earache Records
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gelungenes Debut, 6. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: A Celebration of Guilt (Audio CD)
Woah, was für eine abgedrehte Platte! Arsis liefern mit "A Celebration Of Guilt" wirklich einen klasse Einstand ab! Vor ein paar Monaten zufällig ein paar Appetitmacher-Reviews drüber gelesen und schließlich gekauft, rotiert die CD heute noch regelmäßig in meiner Anlage; der Tiefe der Songs und der abgefahrenen Riffs sei Dank!
Bereits das Cover macht einen guten Eindruck, schmeisst aber die Frage auf, ob Arsis nicht doch Black Metal macht. Allen, die jetzt denken: "Scho wieder a Highspeed-Black-Satanic-Metalband?", sei gesagt, dass Arsis sich nicht um irgendwelche Grenzen scheren.
So kommt "Return" teilweise thrashig daher, während in "Carnal Ways To Recreate The Heart" Black Metal-Anleihen zutage treten.
Normalerweise aber wird auf der Scheibe Death Metal der etwas melodischeren Ausrichtung geboten.
Hat man sich vom Cover losgerissen, kann man sich nun ganz der CD widmen....
Schon tönen die ersten Klänge des Openers "The Face Of My Innocence" zu den Ohren, das Riffing quetscht die Gehirnzellen ab, und das fette Knüppelbrett des Drummers Michael Van Dyne (James Malone war für die Gitarren, Bass und Vocals zuständig) beschleunigt den Herzschlag auf gefühlte 54,23 Schläge in der Sekunde.
Ein klasse Einstieg, der perfekte Beginn dieses Silberlings, welcher berechtigterweise Hoffnung auf eine kleine Perle macht.
Mit verrücktem Gittarenspiel geht es in den nächsten Tracks auch gleich weiter, und Felldrescher Van Dyne sorgt in jedem Song für einen unglaublich dichten Drum-Teppich, welcher sich durch die ganzen Gedärme wummert und für offene Münder sorgt.
Mit "Elegant And Perverse" allerdings sinkt das Niveau der LP ab, nicht viel, aber doch merkbar, da sich ab diesem Zeitpunkt die Tracks nicht mehr sehr voneinander unterscheiden (bis vllt. auf "The Sadistic Motives Behind Bereavement Letters") und man den Eindruck bekommt, dass den beiden am Ende die Ideen ausgegangen sind.
Trotzdem machen auch diese, des öfteren mit schönen Breaks versehen, einen Heidenspass und verlieren auch nach dem 15. Ablauf der CD nicht an Wiederspielwert.
Erwähnenswert noch: Die Textzeile "All Hail! The Phrase Of Tainted Prose" ("Allen ....!Der Satz eines verdorbenen Spruchs") ist ein gutes Beispiel für die meist intelligenten Texte.
Fazit: Ein wirklich gutes, mit verrückten Breaks, Riffs und Ideen (in der ersten Hälfte zumindest) ausgestattetes Album. Ich habe lange überlegen müssen, ob ich nicht doch 5 Sterne vergebe, aber da ich noch etwas Spielraum für ihr nächstes Album brauche, wenn hoffentlich das äusserst hohe Niveau der ersten Titel bis zum Schluss gehalten wird, und ich denke, dass die Band noch nciht an ihre Grenzen gelangt ist, sind es dann doch nur vier. Eine klare Kaufempfehlung gebe ich aber trotzdem.
Anspieltipps: "The Face Of My Innocence"; "Maddening Disdain"; "Carnal Ways To Recreate The Heart"


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