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Rezensionen verfasst von
Katrin Herz "Katrin" (Berlin)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Tupperware© Salat-Karussell Rot-Weis
Tupperware© Salat-Karussell Rot-Weis
Wird angeboten von TupperFan
Preis: EUR 49,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Salat-Küchenhelfer fürs ganze Leben, 20. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich gerade wieder etwas im Rezensionsfieber für gute Bücher und Produkte bin, darf es dann auch mal eine Bewertung für eines unserer Küchen“geräte“ sein, das bei uns fast täglich in Benutzung ist: Eine Salatschleuder von Tupperware:
Mit knapp 50 Euro ist dieser „Küchenhelfer“ auf den ersten Blick sicher kein Schnäppchen. Handelt es sich doch lediglich um eine „Plastikschüssel“ mit Siebeinsatz einem Deckel mit Drehfunktion und einem luftdicht schließbaren Aufbewahrungs- und Transportdeckel. Doch wenn man den Nutzen und die Haltbarkeit durch eine richtig gut Qualität gegenrechnet, dann ist der Preis absolut gerechtfertigt.

Woraus besteht die Schleuder:

1. robuste Schüssel mit kleinem Stift unten in der Mitte des Bodens (um das Sieb einzusetzen)
2. Sieb
3. Deckel mit Drehrad zum Schleudern des Salats
4. zusätzlicher Deckel, der die Schüssel bei Bedarf luftdicht und absolut sicher verschließt.

Diese „Gerät“ schleudert zunächst einmal Salat richtig schön trocken. Die Menge eines mittelgroßen Salatkopfs kann in einem Durchgang geschleudert werden; notfalls muss man die Blätter eines großen Kopfs in zwei Durchgängen schleudern. Schön ist, dass man mit ein paar leichten Umdrehungen die Schleuder so in Bewegung versetzt, dass sie ohne weiteres Zutun ohne Probleme für eine weitere halbe Minute weiterdreht. Das Ergebnis: Ein Salat, der das Salatdressing nicht mehr verwässert und so richtig gut schmeckt. Gut finden wir neben der perfekten Funktionalität auch den fest schließende Deckel. Durch ihn kann man bei Bedarf den gewaschenen und geschleuderten Salat gut transportieren (gut,wenn man zum Beispiel zu Grillen eingeladen ist oder im Sommer selbst im Freien grillt und den noch nicht angemachten Salat zu ein paar Salatsoßen stellen und vor Insekten schützen will …).
Einziger Mini-Negativaspekt: Das Ding ist nicht gerade klein und nimmt im Küchenschrank mit seinem Durchmesser am oberen Rand mit rund 24,5 cm schon etwas Platz in Anspruch. Trotzdem: Wer diese Leistung will und einkalkuliert, dass man eine Salatschleuder (im Idealfall) jeden Tag in Bewegung setzt, der nimmt dieses „Platzproblem“ gerne ich Kauf. Ich jedenfalls freue mich jeden Tag über diesen kleinen Küchenhelfer, der mich dabei unterstützt, unkompliziert gut gewaschenen Salat auf den Tisch zu bringen.

Weitere Pluspunkt in Stichworten:

1. Kann ohne Probleme auch in die Spülmaschine ohne sich zu verformen.

2. Besteht aus robustem Hartplastik – und ist nahezu unkaputtbar. Sieht nach inzwischen (ich glaube) schon drei Jahren aus, wie am ersten Tag und funktioniert auch wie am ersten Tag. Hat schon viele Partys, Kochorgien, Salattransporte (mit Deckel) etc. mitgemacht.

Fazit: Dieser Küchenhelfer ist für alle, die gerne Salat essen, perfekt. Die Schleuder schleudert auch schwerere Salatsorten zuverlässig. Außerdem ist die Schüssel auch gut geeignet, um darin den Salat zu waschen und dann (dank luftdicht schließendem Deckel) bei Bedarf zu transportieren oder an einem kühlen Ort für einen Tag aufzubewahren. Ich gebe der Schleuder Marke Tupperware gerne die volle Punktzahl und empfehle sie wärmstens! ;-)


Wie der Weizen uns vergiftet: Der Ratgeber für Glutensensitive
Wie der Weizen uns vergiftet: Der Ratgeber für Glutensensitive
von Julien Venesson
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr interessantes Glutenwissen – wissenschaftlich fundiert, aber auch für medizinische Laien sehr gut nachvollziehbar, 19. November 2014
Auch in unserem Freundeskreis hören wir immer häufiger von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Und wir diskutieren vermehrt über Themen wie „Reizdarm“ oder anderes, wenn z. B. jemand zu Besuch kommt, der gerade eine bestimmte „Diät“ macht oder auf das eine oder andere Lebensmittel verzichtet bzw. manche Zutaten oder Gewürze meidet. Da ich mich neben dem Thema Sport besonders für die (gesunde) Ernährung interessiere, bin ich weit davon entfernt, solche Dinge als Spleen oder Modeerscheinung abzutun. Und da ich selbst manchmal auf ein zu viel an Weißbrot mit geblähtem Bauch etc. „reagiere“, wollte ich mich schon immer einmal mit dem Thema „Glutenunverträglichkeit“ und „Glutensensitivität“ auseinandersetzen, um zu sehen, ob es da Zusammenhänge geben könnte.

Dieses Buch mit dem eindeutig provokanten Titel wartet mit einer Menge an Informationen zur Glutenunverträglichkeit und zur Glutensensitivität auf. Zunächst geht der Autor einführend ausführlich auf die Entwicklung unserer Getreidesorten ein und verknüpft diese mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen vom Jäger und Sammler zum sesshaften Bauern. Sehr einleuchtend erklärt der französische Ernährungsexperte, warum und wie die Züchtung von ursprünglichen Getreidesorten hin zum Weizen und seinen diversen Neuzüchtungen zu Problemen für die menschliche Gesundheit führt. Um die Zusammenhänge deutlich zu machen, stellt er die Funktionsweise der menschlichen Verdauung dar und zeigt, an welchen Stellen Gluten den Organismus nachhaltig schädigen kann. Dabei spielt vor allem die Störung der Durchlässigkeit der Darmwand für schädigende Stoffe eine Rolle, die durch einen komplizierten Wirkmechanismus zwischen Immunsystem und Gluten entstehen kann. Dem Autor gelingt es sehr nachvollziehbar, zu zeigen, wie der Darm und schließlich auch der gesamte Körper auf Gluten reagiert. Dabei legt er das komplizierte Zusammenspiel von Darm, Immunsystem und Hormonen frei. Ist es gestört, kann das nach Auffassung des Autors zu Entzündungen mit Verdauungsbeschwerden (z. B. Durchfälle und/oder Verstopfung) führen oder Autoimmunkrankheiten wie Diabetes I, MS oder verschiedenste Haut-, Gelenk- oder eben Darmerkrankungen auslösen. Dabei finden sich auch ziemlich spektakuläre Kapitel wie das über den (möglichen) Zusammenhang von Gluten und psychischen Krankheiten (Kap. 8).

Das Buch ist insgesamt sehr gut aufgebaut. Übersichtlich arbeitet sich der Autor von einleitenden Ausführungen zur Darstellung detaillierterer Zusammenhänge vor. Alle Kapitel zusammen beleuchten das Thema sehr breit. Glaubwürdig wirken auch spekulativere Aussagen durch die wissenschaftlichen Belegstellen, die den gesamten Ratgeber durchziehen. Es mag sein, dass sich einige der Vermutungen als falsch herausstellen. Deutlich wird aber, dass dieses Thema viel mehr wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfahren sollte. Ich folge dem Autor in der Grundaussage, dass leider viel mehr Geld in die Erforschung symptomlindernder Medikamente gesteckt wird, als in die Grundlagenforschung zu Krankheitsauslösern wie diesem.

Ich denke nicht, dass ich (wir) generell auf Weizenprodukte verzichten werden. Auch leiden wir glücklicherweise nicht unter Zöliakie. Die im letzen Fünftel des Buchs vorgeschlagene dreimonatige glutenfreie Diät werden wir also nicht machen. Eine Glutensensitivität können wir uns allerdings vorstellen und werden künftig darauf achten, weniger Getreide zu konsumieren und noch etwas mehr auf den Verzehr von ökologisch angebautem Gemüse und Obst zu setzen – zusammen mit gesunden Ölen, Fleisch und Fisch.

Fazit: Wird hier eine neue „Modekrankheit“ behandelt? Mir scheint es eher so, als ob dieses Buch neue Antworten auf aktuelle Fragen zu alten Krankheiten bietet. Möglicherweise kann die Glutensensitivität als Erklärungsansatz für die verschiedensten Krankheitssymptome mehr helfen, als Betroffene vorschnell mit dem Stempel „das ist stressbedingt oder psychisch“ zu versehen. Ich denke, dass dieses Buch vielen Menschen helfen wird, ihren Beschwerden (am besten mit einem guten Arzt) auf den Grund zu gehen. Diesen Gesundheitsratgeber halte ich für bereichernd. Wer sich mit Ernährungsgesundheit auf Höhe der Zeit auseinandersetzt, sollte dieses Buch meiner Meinung nach kennen.


Wie neugeboren durch Fasten - RELAUNCH (GU Ratgeber Gesundheit)
Wie neugeboren durch Fasten - RELAUNCH (GU Ratgeber Gesundheit)
von Hellmut Lützner
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen sehr gutes Buch für Fasteneinsteiger und hilfreicher Fastenbegleiter – Prädikat: empfehlenswert, 19. November 2014
Als Rezensentin 101 zu diesem Buch gleich vorneweg: Dieses Buch ist schon seit Längerem auf dem Markt. Sicher gibt es aktuellere Fastenbücher, die noch mehr auf Höhe der Zeit sind. Trotzdem würde ich dieses als „Klassiker“ bezeichnen, das noch immer nichts an Aktualität verloren hat. Nicht nur die Verkaufszahlen geben dem Buch recht. Auch die vielzähligen Erfahrungen, die Leute mit diesem Buch im Internet oder eben Rezensionen kundtun. Ich habe gesehen, dass dieses Buch von Kursleiter/innen zum Thema Fasten immer wieder empfohlen wird. Da man sich vor dem Fasten sehr intensiv informieren und ärztlich beraten lassen sollte, ist „Wie neugeboren durch Fasten“ zum Einstieg und als Unterstützung bei der tatsächlichen Umsetzung ideal. Ausgelegt ist es für eine ca. einwöchige Fastenkur zu Hause für gesunde Menschen, die Zeit und Lust mitbringen, etwas Neues zu probieren. Es ist nach meiner Erfahrung aber auch nach Jahren noch bestens geeignet, um auch erfahrene Immer-mal-wieder-Fastende hilfreich zu begleiten.

Übersichtlich und verständlich leitet das Buch in und durch das Thema. Die Zusammenhänge zwischen Fasten und körperlichen Reaktionen werden sehr gut beschrieben und helfen dabei, im „Ernstfall“ sicher zu sein, dass man alles richtig macht. Auch erfährt man sehr gut nachvollziehbar, ob die jeweiligen körperlichen und psychischen Reaktionen auf das Fasten angemessen sind. Der Autor gibt außerdem sehr deutliche Hinweise darauf, für wen das Fasten geeignet ist und welche Menschen darauf entweder verzichten oder es unter sehr fachkundiger Unterstützung (z. B. in einer Fastenklinik) durchführen sollten.

Nach einer ausführlichen Einführung in das Thema arbeitet sich der Autor langsam zur Darstellung der Durchführungspraxis vor. Darin wird der Vorbereitung genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie der konkreten Umsetzung in den einzelnen Tagen. Die Fastenzeit wird in all ihren Stadien sehr gut nachvollziehbar beschrieben. Alle wichtigen Aspekte werden, soweit ich es beurteilen kann, berücksichtigt: Was tut der Körper zu welchem Zeitpunkt der Kur? Wie viel Ruhe braucht man während der Fastenzeit? Ist man genauso leistungsfähig? … Auch gibt der Autor Tipps, welche besonderen Bedürfnisse Körper und Geist während der Fastenzeit haben, welchen Beitrag die Praxis zur persönlichen Entwicklung und/oder Lebensumstellung haben kann usw. Natürlich wird auch die Nachfastenzeit mit den einzelnen Aufbautagen genau betrachtet. Außerdem helfen kleine (Gemüse-)Brüherezepte dabei, wieder gut in die Welt des Essens zurückzufinden. Literaturtipps und Adressen (eben in meiner etwas älteren Ausgabe aus dem Jahr 2008 rückwärts) runden das Buch ab. Der Autor begleitet den/die Fastende/e nach meiner Erfahrung mit viel Information, detaillierten Anleitungen und Fastenplänen aber auch hilfreicher Motivation, um die Tage des Verzichts nicht nur durchzuhalten, sondern als Bereicherung erfahren zu können.

Fazit: „Wie neugeboren durch Fasten“ ist ein Klassiker und der ideale Fastenvorbereiter und -begleiter und damit für Fasten-Interessierte und Fastende aus meiner Sicht empfehlenswert. Dr. med. Hellmut Lützner verbindet fundierte Information mit gekonnter Motivation. Für mich ist das immer wieder eine wertvolle Stütze, auch wenn der Titel schon etwas in die Jahre gekommen ist. Fasten wird in übersichtlichen Kapiteln in all seinen Facetten als Praktik mit hohem gesundheitlichem Nutzen vorgestellt und genauestens erklärt. Für mich das perfekte Einsteiger- und Praxisunterstützerbuch. Prädikat: absolut empfehlenswert.


Paul Neuhaus, Tischleuchte, 1xG9 / 33W, chrom
Paul Neuhaus, Tischleuchte, 1xG9 / 33W, chrom
Preis: EUR 27,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir haben schon ein paar „Neuhausener“ bei uns stehen – wie immer gute Qualität und Augenweide, 18. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wir haben schon eine Steh- und eine Schreibtischleuchte mit einem Stabschirm von Neuhaus – beide ebenfalls aus Stahl (nicht in Stahloptik oder Chrom). Uns war es wichtig, eine Lampe auch wirklichem Metall und nicht etwa aus verchromtem Plastik oder in Metalloptik zu bekommen, weil unserer Meinung nach Wertigkeit und auch die Haltbarkeit mit dem Material eng verflochten sind. Deswegen haben wir vor ungefähr zwei Jahren bereits etwas recherchiert und sind auf diesen Hersteller und seine verschiedenen Lampenmodelle gestoßen.

Diese Lampe mit dem Milchglaslampenschirm ist von gleicher Qualität wie unsere beiden Lampen mit Stableuchtschirm. Der Milchglaskegellampenschirm war blitzschnell in der Metallfassung justiert, indem man von innen eine Plastikscheibe auf das Gewinde schraubt. (Die mitgelieferte Schraubhilfe aus Plastik war sehr hilfreich.) Das mitgelieferte Halllogenleuchtmittel war ebenfalls sekundenschnell eingesteckt. Die Lampe war damit innerhalb von zwei Minuten einsatzbereit.

Durch leichtes Antippen des Lampenschirms oder eines anderen Teils der Lampe ist die Helligkeit der Lampe in drei Stufen blitzschnell verstellbar. – Genau auf diese Funktion wurden/werden wir von Besuchern immer wieder angesprochen. Sowohl für das gemütliche Schummerlicht im Eck oder eine sehr gute Lesebeleuchtung kann man so sorgen; damit hat man eine Lampe mit Gemütlichkeits- und Helligkeitseffekt in einem. Der Lichtkegel reicht absolut zum Ausleuchten eines Taschenbuchs oder einer Computertastatur. Durch den leicht verstellbaren Arm kann man den Abstand zwischen Lampenschirm und Buch etc. bequem verstellen, und der Schirm bleibt in der Position stehen (der Arm hat also eine gute Stabilität). Die Berührungssensibilität der Lampe zum An- und Ausschalten bzw. Verstellen der Helligkeit ist sehr gut. Allerdings ist es einmal passiert, dass die Lampe (wegen einer Erschütterung des Tischs?) unbemerkt von alleine anging und über Nacht anblieb. (Das könnte dann ein Problem sein, wenn die Lampe in der Nähe von brennbaren Materialien für viele Stunden unbeaufsichtigt an ist, weil das Leuchtmittel schon ziemlich heiß wird. – Wir raten also dazu, keine brennbaren Materialien direkt unter den Lampenschirm zu stellen; aber das sollte eigentlich selbstverständlich sein.) Die Standsicherheit der Lampe ist ausgezeichnet, sie steht fest und sicher und hat ein angemessenes Gewicht.

Noch kurz zur Optik: Der gebürstete Stahl sieht sehr attraktiv aus. Das Stromkabel mit Sensor in transparenter milchiger Optik wirkt sehr modern und harmoniert perfekt mit dem Stil der Lampe. Ein schwarzes Kabel hätte hier der Gesamterscheinung geschadet, und wir freuen uns, dass auch unsere beiden anderen Neuhauslampen dieses schöne Kabel mitbekommen haben.

Fazit: Wir lieben diese Touch-Lampen von Paul Neuhaus. Ob als Steh- oder Tischlampe machen sie in unserer Wohnung überall eine gute Figur. Als Leselampe oder einfach nur als Blickfang eignen sie sich ausgezeichnet. Die schöne Optik aus echtem Stahlkörper zusammen mit einer robusten Qualität ist mehr als überzeugend. Das Preis-Leistungs-Verhältnis könnte unserer Meinung nach nicht angemessener sein. Wir sind in Sachen (Steh-)Lampen seit einiger Zeit gerne „Neuhausianer“ und würden nicht einen Augenblick lang zögern, uns mal wieder eine neue in die Wohnung zu holen.


Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert
Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert
von Peter C. Gøtzsche
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Profitgier und Betrug in der Pharmabranche – ein Buch, das polarisiert, 18. November 2014
Der Autor Peter c. Gotzsche beleuchtet hier ein Gesundheitsthema mit erschreckenden Hintergründen. Dabei bringt er vor allem ein Hauptproblem sehr deutlich auf den Punkt, nämlich dass Pharmakonzerne vor allem eins sind: profitorientierte Unternehmen. Und wie immer, wenn Gesundheit und Gewinninteressen miteinander verflochten sind, führt das zwangsläufig zu Interessenkonflikten. Anhand vieler Beispiele zeigt der Autor, wie Pharmakonzerne operieren, um Medikamente auf den Markt und an die Patientinnen und Ärztinnen zu bringen. Er beweist, dass dabei nicht selten mehr als dubiose Machenschaften im Spiel sind. Dies birgt Gefahren nicht nur für das Gesundheitssystem, sondern für die Menschen, die das Gesundheitssystem brauchen.

Ich denke schon, dass hier ein Ethikproblem von sehr großem Ausmaß ans Tageslicht kommt. Das Vertrauen in die Pharmaindustrie ist bei vielen Menschen sowieso nicht besonders groß, so denke ich. Wenn die Medien die weitere „Entlarvung“ von Herrn Gotzsche auf breiter Linie thematisieren sollte – nämlich dass es an vielen Stellen eine unheilvolle Verbindung von Medizinern und Gesundheitsindustrie gibt –, dann könnte das handfeste Skandale heraufbeschwören. Vielleicht wäre das heilsam für das fehlerhafte System, das nicht nur Vertrauen, sondern auch Menschenleben kostet? …
Das Buch ist eindeutig nicht frei von überspitzten Formulierungen, es hat eine eindeutige Aussage und wird dadurch selbstverständlich polarisieren. Auch erkennt er die offensichtlichen Errungenschaften verschiedenster Medikamente an, die beispielsweise bei der Behandlung von Diabetes, Herz- oder Krebs- oder Infektionskrankheiten Wunderbares leisten. Das hält ihn aber nicht davon ab, die für ihn offensichtlichen Skandale aufzudecken, bei denen Wirkstoffe Menschen schaden und trotzdem unter Vorspiegelung falscher Tatsachen weiter hergestellt und vertrieben werden. Ganz offensichtlich möchte der Autor aufrütteln und mit deutlichen Worten provozieren. Gleichzeitig bietet er aber auch Lösungsvorschläge an, mit denen die Probleme beseitigt werden könnten. Hierbei geht es nicht um Polemik ohne realen Bezug. Der Autor hat Reputation und legt Beweise für seine Behauptungen und Schlussfolgerungen vor. Umso mehr darf man gespannt sein, wie die Öffentlichkeit und die Pharmabranche auf diese ganz aktuellen Anschuldigungen reagieren werden. Ich bin jedenfalls gespannt, ob dieses Thema öffentlich aufgegriffen wird.
Von besonderem Interesse fand ich die Kapitel zum Thema Pharmakologie und psychischen Erkrankungen. Der Autor zeigt hier sehr gut, dass Medikamente eben nicht immer das Mittel der Wahl zur Lösung mentaler Probleme sind. Mag in manchen Fällen der Einsatz von Medikamenten tatsächlich Erleichterung bringen, so ist der Schaden, der durch solche Mittel entsteht, an anderer Stelle oft immens. Ich kann hier auch für die Altenpflege sprechen. Dort setzt sich in den letzten Jahren glücklicherweise immer stärker folgende Einsicht (wieder) durch: Die menschliche Begleitung und Nähe sowie Beschäftigung von (auch demenziell erkrankten) Menschen ist heilsamer, als Menschen mit Beruhigungsmitteln „stillzulegen“. Vielleicht sollten wir uns eben in dieser wissenschaftsgläubigen Zeit auch wieder auf unsere menschlichen Stärken besinnen. Auch denke ich – und schließe mich dem Autor ausdrücklich an – dass vor allem Bewegung/Sport ein wahres Wundermittel sein kann, wenn man es regelmäßig praktiziert. Sowohl prophylaktisch als auch im Falle von Krankheiten kann eine moderate Form, sich zu bewegen und in die Natur zu gehen sicher Berge versetzen …
„Wie sehr ist das Gesundheitswesen tatsächlich korrumpiert?“, fragt man sich am Ende der Lektüre. Wahrscheinlich kann das keiner sagen. Trotzdem lohnt es sich, gerade solche Bücher zu lesen, um ein Gesamtbild der Lage zu bekommen. Wem Gesundheit wichtig ist, der sollte auch gesunde Skepsis pflegen. Auch das gehört zum mündigen Patienten. Dieses Buch jedenfalls halte ich für einen guten Beitrag, nicht gleich zu Medikamenten zu greifen. Vorsorge – so denke ich – ist noch immer die beste Medizin. Dazu gehören: Gesundheitswissen, Sport, gesunde Ernährung und ein funktionierendes Sozialleben. Auch ein/e wirklich guter Arzt/Ärztin des Vertrauens dürfen meiner Meinung nach nicht fehlen. Dieses Buch zeigt: Auf Pillen und vor allem deren Hersteller jedenfalls sollte man sich genauso wenig blindlings verlassen, wie auf Ärzte die vorschnell den Rezeptblock in der Hand halten.

Fazit: Selten habe ich ein so aufrüttelndes Buch über einen Teil der Gesundheitsbranche gelesen wie dieses. Was ein Medizinprofessor hier über die kriminellen Strukturen mancher Pharmaunternehmen ans Licht bringt, rüttelt auf. Von Datenfälschung und Meinungsbeeinflussung von Ärztinnen und Ärzten über die „Erfindung neuer Krankheiten“ bis hin zu Bestechung versuchen offensichtlich viele Pharmakonzerne ihre Produkte an die Patienten zu bringen. Und dies sind teilweise Patienten, die sie selbst produzieren … Vieles in diesem Buch klingt krass, manches mag man nicht glauben. Eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema täte sicher gut. Sicher weckt ein Buch wie dieses auch Chancen zu Verbesserungen, wenn sein Inhalt gehört und in der Öffentlichkeit diskutiert wird.


3 Jahre, 365 Fragen, 1095 Antworten: Ein Album zum Ausfüllen für Kinder
3 Jahre, 365 Fragen, 1095 Antworten: Ein Album zum Ausfüllen für Kinder
von Betsy Franco
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schriftliche Momentaufnahmen statt Fotosammlung, 3. November 2014
Ich habe selbst für einige Zeit früher Tagebuch geschrieben. Nicht durchgängig und ständig. Aber immer einmal wieder für ein paar Monate in wichtigen Abschnitten meines Lebens. Und heute krame ich solche Zeugnisse wie die Fotokiste, alte Briefe oder Alben früherer Tage immer einmal wieder hervor, um mich zu erinnern. Auch wenn ich eher im Hier und Heute lebe, ist das eine gute Möglichkeit, Zwischenbilanzen zu ziehen oder sich seiner eigenen Persönlichkeit zu vergewissern.

Das Buch ist aufgemacht wie ein großes Kalenderbuch zum Beschriften. Für jeden Tag steht eine Seite zur Verfügung. Am Anfang steht eine kurze Frage, auf die man dann antworten kann. Vorgesehen sind pro Seite jeweils drei Abschnitte für verschiedene Jahre. Vor dem Abschnitt lässt sich jeweils die Jahreszahl eintragen. Man kann also mit seinem Kind auf ein und dieselbe Frage über 3 Jahre hinweg die jeweils passende Antwort aufschreiben und hat sie untereinander stehen. Schön, wenn man dann später auch eine Entwicklung im Denken oder in den Vorlieben seines kleinen Lieblings ablesen kann. Sicher hat das Kind später selbst Freude daran (spätestens wenn es selbst erwachsen geworden ist ;-).

Interessant könnte es sein, wenn man z. B. im Alter von 5 oder 6 damit beginnt und die Fragen zusammen mit seinem Kind ausfüllt (dann müsste allerdings die Frage „Wie läuft es in der Schule am zunächst mit „Wie ist es im Kindergarten?“ ersetzt werden – aber warum nicht). Vielleicht kann dann in einem der darauf folgenden Jahre das Kind selbst die Antworten aufschreiben und damit nebenbei auch seine Schreibfertigkeit üben. Das finde ich schon einmal pädagogisch wertvoll. Allerdings erfordert das natürlich auch ein bisschen Disziplin. Andererseits ist es eben auch eine gute Möglichkeit, sich abseits von Alltag, Spielen oder Unternehmungen aktiv und in ein paar ganz bewussten Minuten mit seinen Kindern zu beschäftigen und etwas über sie zu lernen. Kinder wiederum lernen beim Ausfüllen etwas über sich selbst, können sich ihrer Gefühle und Wünsche bewusst werden oder neue Ziele entwickeln.

Folgende Fragen finde ich sehr anregend: „Bei wem fühlst Du Dich am sichersten?“ oder „Gibt es etwas, das jemand anderes hat, das du selbst gerne hättest?“ Sie sind beispielsweise gut geeignet, das Kind über sich selbst nachdenken zu lassen. Bei solchen Fragen wird es auch sehr interessant sein, wie sich die Antworten im Verlauf der Jahre ändern. Ich bin auch gespannt, wie die Frage „Beschreibe Deine Familie in drei Worten“ wohl ausfällt. Ganz sicher werden auch wir einmal aus einigen der Antworten interessante Rückschlüsse ziehen können. (Zum Beispiel bei Fragen wie: „Welche Regeln bei euch zu Hause findest Du überflüssig“ ;-) oder „Meine Großeltern …“ oder auch „Mit wem unterhältst Du Dich gerne?“ …). Die Fragen finde ich durchgängig pädagogisch wertvoll und interessant.

Für mich ist dieses Buch eine interessante Ergänzung zur Fotokiste oder den Fotoalben. Kinder können dort kleine Einträge machen. Die vorgeschlagenen Leitfragen sind eine gute „Inspiration“, sich zu einem bestimmten Thema Gedanken zu machen. Aber natürlich kann der Schreiber auch sein ganz eigenes Thema suchen und etwas dazu schreiben. Ich denke, dass das für Kinder eine nette Bereicherung sein kann. Außerdem hilft es dabei, Kinder beim Erlernen von Schreibfertigkeiten zu unterstützen.

Zum Schluss noch kurz zur Aufmachung des Buchs: den Umschlag finde ich attraktiv gestaltet, die Seiten sind groß und die Zeilenabstände der Abschnitte für die Notizen sind schön groß. Also können Grundschüler (oder auch Fünft- bis vielleicht Siebenklässler – für die dieses Buch wohl vor allem gemacht ist – gut hineinschreiben. Ich hätte mir gewünscht, dass in das Buch noch ein paar Illustrationen oder Fotos eingestreut sind. Andererseits wollte die Autorin vielleicht keine Gestaltungsvorgaben machen. Und außerdem haben die Kinder je nach Geschlecht und Alter unterschiedliche Vorlieben, was die optische Aufmachung angeht. Hier wollte man wohl die Zielgruppe möglichst weit gestalten. Auch kann man dadurch natürlich die Aufschriebe durch kleine Zeichnungen oder ein eingeklebtes Bild ergänzen (Platz ist da). Trotzdem würde ich es mir persönlich etwas bunter und fröhlicher wünschen. Unterschiedliche Schriftfarben und/oder ein paar lustige Zeichnungen (Comicstrips?) hätten es schon sein dürfen. Deswegen nur vier Sterne. Trotzdem eine tolle Idee zu einem angemessenen Preis.

Fazit: Ich finde, dieses „Tagebuch“ der etwas anderen Art ist eine nette Idee. Auf Grundlage von einer kurzen Leitfrage kann man mit seinen Kindern kleine Momentaufnahmen des Tages über drei Jahre hinweg in Schriftform machen. Das ist vielleicht eine interessante Möglichkeit, sich später einmal abseits von Fotoalben an verschiedene Abschnitte oder Tagesempfindungen der Kindheit zu erinnern – als Eltern oder als erwachsen gewordenes Kind …


Bio Wunder Putzstein 1000g incl. Schwamm
Bio Wunder Putzstein 1000g incl. Schwamm
Wird angeboten von MVP OHG
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen schreibt da tatsächlich jemand für einen „Putzstein“? Ja, tatsächlich. Weil: genialer Putz-Allrounder!, 2. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ihr werdet Euch wahrscheinlich fragen, warum sich jemand die Mühe macht, eine Produktbeschreibung für einen „Putzstein“ zu verfassen. Und tatsächlich wirkt es es ja ein bisschen komisch. Auf den ersten Blick. Denn wer Erfahrung mit diesem Putzmittel gemacht hat, wird vielleicht auch daran denken, es zumindest Leuten in seinem Umfeld zu empfehlen. (Außerdem haben nicht umsonst über 40 Leute dafür entschieden, eine Produktbewertung bei Amazon zu verfassen.) Warum auch ich? Naja, vor ungefähr 3 Jahren haben wir uns ein ähnliches Putzmittel in einem kleinen Natur- und Bioladen in Burgund gekauft. Eine nette Verkäuferin hatte auf unsere Nachfrage dieses Mittel empfohlen. Und seitdem wir es am ersten Tag zurück in Deutschland benutzt haben, waren wir begeistert. Leider ging es nach 1  Jahren Dauereinsatz zuneige. Dann haben wir das gleiche Produkt desselben Herstellers nicht mehr bekommen. Jetzt haben wir uns im Internet auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger gemacht. Kurz und bündig haben wir uns einfach für diese „Version“ entschieden. Meine Erfahrung mit dieser Marke: Ohne großen Aufwand entfernt das Mittel auch hartnäckigsten Schmutz von allen möglichen Oberflächen im Haushalt.

Es putzt alles (und vor allem auch Cerankochflächen!) wunderbar sauber. Zudem verursachte es bei uns bisher keinerlei Kratzer. Auch für das Säubern aller möglichen anderen verschmutzten Gegenstände verwende ich dieses Mittel (Kaffee- oder Teekannen, Töpfen, Edelstahl- oder Keramikwaschbecken, auch Wasserkocher, selbst die Glasflächen unseres Kühlschranks. Sehr gut wirkt das Mittel unserer Erfahrung nach auch, um den Grillrost und unsere Granitplatte des Raclettegeräts zu reinigen usw.). Es löst von harten Oberflächen Kalkflecken genauso gut wie eingetrockneten Schmutz aller Art (Kaffeeränder, eingetrocknete Essensreste, Eingebranntes auf dem Herd usw.). Es ersetzt durch seine breite Einsatzmöglichkeit bei mir längst Scheuermittel, aber auch diverse Oberflächenputzmittel für Küche, Bad aber auch Garten (Gartengeräte etc.).

Sehr schön finde ich auch, dass nach Benutzung des Putzmittels die Oberfläche ein bisschen vor neuem Schmutz geschützt ist. So perlt z. B. Wasser nach Verwendung des Mittels auf Edelstahloberflächen ab. Dadurch bilden sich nicht so schnell wieder Kalkflecken. Gerade für die Spülwanne und diverse Edelstahlflächen in der Küche finde ich das super.

Überzeugend ist nicht nur die enorme Putzleistung. Auch der angenehme Duft des Produkts ist ein Pro-Argument. Außerdem ist das Ganze sehr ergiebig. Man braucht manchmal nur ein bis zwei Mal mit dem mitgelieferten gelben Schwämmchen in die Paste in der Dose fahren und sie auf die Verschmutzung auftragen. Manchmal lasse ich das ganze noch ein paar Sekunden einwirken. Mit ein paar Wischbewegungen ist meist der Schmutz beseitigt. Da manchmal noch ein leichter weißer Film bzw. Staub auf der Fläche zurückbleibt, wische ich immer mit einem feuchten Küchenlappen nach. Den gesäuberten Schwamm lege ich dann zurück in die Dose. (Bei uns reicht dieser eigentlich billig wirkende Schwamm aus, um Flecken wegzubekommen und wir benutzen keinen Kratzschwamm oder Ähnliches!)

Fazit: Das ist eines der guten alten Hausmittel, das man wirklich nur als Geheimtipp anpreisen kann. Es reinigt ohne großen Aufwand und auf biologische Art Ceran, Kacheln in Küche und Bad sowie alles Mögliche, wo man hartnäckigeren Schmutz auf harten. Nach unserer Erfahrung werden auch empfindlichen Oberflächen sauber, ohne zu zerkratzen (natürlich muss man hier vorher vorsichtig ausprobieren!). Ich habe bisher noch keine Oberfläche damit „behandelt“, die durch die Verwendung der „Paste“ auch nur annähernd verkratzt worden wäre. Sauber wurde noch jede (auch Küchenkeramik oder Auflaufformen aus Glas). Für mich ist das also eine enorm wirksame biologische Alternative zu chemielastigen Hightechmitteln. Bei uns steht dieser Allrounder im Putzschrank. Es wird ständig hervorgeholt. Wenn das eine Kilo von dem superergiebigen Mittel einmal alle sein sollte, bestelle ich es auf jeden Fall wieder!


Lass dich nicht unterkriegen: Inspiration für jeden einzelnen Tag im Jahr
Lass dich nicht unterkriegen: Inspiration für jeden einzelnen Tag im Jahr
von Demi Lovato
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen weltlich-philosophische Inspiration für jeden Tag des Jahres, 28. Oktober 2014
Ich mag es, wenn mir kleine oder auch größere Botschaften in mein Leben oder in einzelne Tage geschickt werden. Das kann natürlich sehr gerne ein lieber Brief, eine Postkarte oder auch einmal eine E-Mail sein – oder ein Roman, ein Sachbuch oder eben eine Weisheitensammlung wie diese. Ich finde es schön, wenn man sich in einer stillen Minute morgens oder abends sammeln kann, indem man ein bisschen liest oder sich über den Tag unterhält.

Das Buch ist so aufgebaut: Für jeden Tag bietet die Autorin auf einer Buchseite einen Gedanken, mit dem man über das eigene Leben reflektieren kann. Zuerst kommt eine Art Leitspruch. Ein solches Motto kann zum Beispiel sein: „Sieh in jedem Menschen das Kind“ (Motto zum 13. Juni). Dann folgen in einigen Zeilen kurz ausformulierte tiefere Gedanken zum Leitspruch. Sie führen kurz aber intensiv in das Tagesthema ein und regen das eigene Denken an. Am Ende jeder Seite gibt die Autorin dann eine Art Auftrag. Zwei Beispiele: „Finde heraus, was Dich am meisten an Dir stört und beginne, diese Eigenschaft zu lieben“ oder: „Finde heraus, was Dich entspannt und selbstbewusst macht. Denke daran, dass Du etwas Besonderes bist, und zeige es mit Stolz.“ (13. Juni und 18. Februar) So entsteht eine kleine Anleitung, um sich selbst und den eigenen Umgang mit der Welt durch ein Motto und einen Gedankenreiz ein Stück besser kennenzulernen.

So ein inspirierendes Buch für jeden Tag ist sicher ein hilfreicher Begleiter durch die Monate. Jetzt, wo es aufs Jahresende zugeht, halte ich Ausschau nach Büchern wie diesen. Nach meinem ersten Eindruck kann man sich „Lass Dich nicht unterkriegen“ sich selbst oder einem lieben Menschen schenken. Ich denke, selbst lesefaulere Gesellen werden ihre Freude an diesem Glücksbringer haben. Mit nur einer Seite am Tag kann man das Denken über die Welt und das Nachdenken über sich selbst anregen. Ich habe das an drei Tagen mit zwei wahllos ausgesuchten Seiten ausprobiert. Ich werde dieses Buch verschenken und es mir selbst nochmals besorgen; nächstes Jahr beginne ich ab Januar die Gedankenreise in der Reihenfolge der Kapitel. Ich freue mich auf positive Impulse für mein Leben und interessante Gedankenerfahrungen!

Fazit: Dieser Lebensratgeber bietet dem Untertitel entsprechend tatsächlich „Inspiration für jeden einzelnen Tag“. Es ist eine Sammlung hilfreicher Gedanken für jeden Tag. Für mich ist das eine interessante „weltliche“ Alternative zum christlichen „Losungsbuch“ der sogenannten Herrnhuter Brudergemeinde. Von Januar bis Dezember kann man sich durch das Jahr begleiten lassen und sein Leben bereichern. Ich werde dieses Buch nächstes Jahr benutzen und sehen, was es mir über das Jahr beschert. Außerdem denke ich, dass ich mir noch ein paar Exemplare als Neujahrs- bzw. Weihnachtsgeschenk für Freunde und Familienangehörige bestellen werde. Auf jeden Fall: meine Empfehlung.


Vaude Samoa - Trolley/Reisetasche, Größe:one size;Farbe:red
Vaude Samoa - Trolley/Reisetasche, Größe:one size;Farbe:red

5.0 von 5 Sternen gut aussehende Reiserolltasche aus robuster „Kunststoff“-Plane; auch nach Jahren noch gut in Schuss, 26. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor einigen Jahren waren wir auf der Suche nach einer soliden und gut aussehenden großen und doch leichten Reisetasche mit Rollen und ausziehbarem Griff für eine zweiwöchige Reise für zwei Personen. Wochenlang hatten wir in verschiedenen Läden und im Internet nach dem Passenden gesucht. Dabei hatten wir vor allem die folgenden Kriterien im Blick: Leichtigkeit, trotzdem solide Qualität – und dann wollten wir, dass sie auch optisch gut aussieht. Schließlich wurden wir bei Amazon fündig und haben uns dann für diese Tasche aus Planenstoff entschieden. Natürlich haben wir noch diverse andere Taschen, Koffer und Reiserucksäcke, doch diese Reisetasche ist uns seit diesem Zeitpunkt bei allen möglichen Gelegenheiten (Zug, Auto) ein treuer Begleiter. Auch auf drei längeren Flugreisen (Sri Lanka, Malaysia und Kamerun) war sie dabei. Bis auf eine kleinere „Delle“ hat sie das Be- und Entladen des Flugzeugs gut überstanden. Die Außenhülle kann leicht abgewischt werden …

Zur Tasche allgemein: Die äußere Plane sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch ziemlich robust. Sie lässt sich über zwei rundlaufende Reisverschlüsse einmal oben und einmal in der Mitte der Länge nach öffnen. Durch den (auch nach Jahren noch) leicht laufenden Reißverschluss, der die Tasche an jeweils drei Seiten öffnet, lässt sich dann die Tasche entweder ganz oben oder eben mittig komplett aufklappen wie ein Koffer. Der Innenraum wird durch zwei Trennnetze aufgeteilt. Das Fach zwischen oberem Planendeckel und Trennnetz sowie das Fach zwischen unterem Netz und Taschenboden sind etwa gleich groß. Dort hatten wir immer genügend Stauraum für Sweat- und T-Shirts, Pullis, Unterwäsche, zwei Paar leichte Schuhe (allerdings keine großen Wanderstiefel oder Ähnliches). Außerdem passen noch 4 bis 5 Hosen plus ungefähr zwei Röcke oder leichte Kleider hinein. In dem Fach zwischen den beiden Trennnetzen ist genügend Platz für zwei Kulturtaschen, Taschentücher und/oder diversen Krimskrams. Bücher packen wir sowieso immer irgendwo dazwischen ein. Auch ein zweiwöchiger Urlaub lässt sich nach unserer Erfahrung so gut bestreiten. Hat man – gerade auf Flugreisen – noch zwei kleinere Rucksäcke als Handgepäck dabei, dann hat man genügend Stauraum für Klamotten für zwei oder – je nach Ansprüchen – drei Wochen. Die vier dünnen Seitenfächer sind unserer Ansicht nach eher eine Zierde, wirklich viel unterbringen lässt sich direkt unter der Plane wenig. Für diversen Papierkrimskrams wie einen Labello, ein paar Packungen Tempo oder Sonstiges sind sie aber durchaus geeignet.

Gerade durch die Unterseite der Tasche fühlt man die Führungsstangen des Teleskopgriffs. Das hat uns anfangs gestört und wir hätten gerne eine Trennung aus Hartplastik gehabt. Inzwischen haben wir gemerkt, dass die Tasche dadurch noch etwas geräumiger ist und der Zwischenraum sehr gut mit Socken etc. ausgelegt werden kann. Wenn man dann – durch die beiden durch Kleider gut gepolsterte Außenfächer – in der Mitte Olivenölflaschen oder diverse Holzmasken heil nach Hause bringt, ist das ein Beweis dafür, dass es manchmal neben dem Material auch die Packkunst ist, die eine Reisetasche zur guten Reisetasche macht.

Die beiden schwarzen Nylon-Trageschlaufen an den langen Seiten lassen sich durch eine dick gefütterte Manschette mit Klettverschluss oben „zusammenkletten“. Damit lässt sich die Tasche z. B. leicht in den Kofferraum hieven. Sie sind so gut vernäht wie die Tasche insgesamt und halten bei uns wie am ersten Tag. Dasselbe gilt für den weiteren Griff aus zusammengefaltetem Planenstoff, der mit Nieten an der schmaleren Oberseite der Tasche in der Nähe des ausziehbaren Teleskopgriffs angebracht ist. Er ermöglicht es, den Koffer zum Beispiel gut über eine Zugtreppe zu bringen oder die Tasche auf ein Förderband zu bugsieren. (Über den Trageriemen kann ich nichts sagen, weil wir ihn nie benutzt haben; er lässt sich durch zwei Plastik-„Klipps“ an den Ecken der Kofferoberseite anklicken, aber wir haben ihn seit Jahren im Schrank liegen). Auch der unkompliziert herausziehbare Teleskopgriff hält noch immer wie am ersten Tag. Anfangs wirkte er auf uns etwas klapprig, weil er sich nach dem Ausziehen ein wenig hin und herbewegen ließ. Doch auch er tut nach gefühlt hundertmaliger Betätigung noch immer zuverlässig seinen Dienst. Er hält es auch aus, wenn man an ihm die gesamte gepackte Tasche irgendwo hochzieht (jedenfalls haben wir in einigen hektischen Zugsituationen diese Erfahrung gemacht). Dasselbe gilt für die Rollen, die inzwischen schon etwas abgenutzt sind, aber noch immer leicht und außerdem sehr geräuscharm rollen. Insgesamt gibt es also nach unserer Erfahrung nach einigen Reisejahren an dieser Tasche nichts auszusetzen.

Fazit: Auch nach Jahren der regelmäßigen Benutzung auf Flug-, Zug- und Autoreisen sind wir mit dieser robusten und gut aussehenden geräumigen Tasche von Vaude zufrieden. Wir würden uns dieses Produkt wieder kaufen.


Julia: Mein Leben zwischen den Geschlechtern
Julia: Mein Leben zwischen den Geschlechtern
von Julia Prillwitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Transsexualität und „Genderbetrachtungen „auf eine ungewöhnliche Weise – interessant, glaubwürdig und für mich lesenswert, 21. Oktober 2014
Spätestens als Conchita Wurst mit „Rise like a Phoenix“ den Eurovision Song Contest gewann, entbrannte wieder einmal in vielen Medien die Diskussion um das Thema Transsexualität. Und obwohl Thomas Neuwirth „seine“ Conchita Wurst als Kunstfigur betrachtet, die nichts mit Transsexualität zu tun habe, spielt er natürlich mit dieser Travestiefigur – zumal in Frauengestalt mit auffälligem Bart – gerade mit dem Thema Geschlecht und Geschlechterunterschied. Tatsächlich hat er einige damit provoziert, und auch mich hat er dazu gebracht, mich mit der Frage nach Geschlecht und Geschlechterzugehörigkeit zu beschäftigen. Dieses Buch über einen und von einem selbstbewussten Menschen abseits der Norm ist eine interessante Darstellung einer ganz persönlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema …

Julia Prillwitz greift in ihrem Buch „Julia – Mein Leben zwischen den Geschlechtern“ das Thema „Transsexualität“ auf ihre ganz eigene Weise auf. Sie sieht sich selbst als Frau mit Penis. Sie wächst in Manaus, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas, in gut situierten Verhältnissen auf. Doch der Wohlstand der Familie kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Julia von ihren Eltern wegen der Entwicklung ihrer biologischen Zweigeschlechtlichkeit (Penis und Brüste) nicht akzeptiert wird. Sie wird sogar abgelehnt, ja sogar gehasst. Der Vater droht der Frau mit dem Penis mehrfach, ihr zu schaden. Und er bezeichnet sie als Kind des Teufels. Die Ehe zerbricht an der Herausforderung, ein ungewöhnliches Kind zu haben. Die heranreifende Julia wird von ihrer Mutter auch nach der Trennung der Eltern übel misshandelt. Doch auch bei ihrer Tante ergeht es ihr nicht besser. Psychisch und körperlich gedemütigt beginnt macht sie erste Erfahrungen mit Männern. Irgendwann wird sie in ein Internat nach Portugal abgeschoben, wo sie wieder grausame Erfahrungen machen muss. Erst durch ihre „Flucht“ nach Deutschland gelingt es der jungen Frau aber dann, ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen und zu sich selbst zu finden. Dabei hilft ihr vor allem ihr Ehemann. Doch irgendwann verlässt sie ihn, obwohl sie angibt, ihn zu lieben. Weil sie sich auch sexuell entfalten will und das bei ihrem Mann nicht kann, entscheidet sie sich für andere.

Mit dieser ganz persönlichen, teilweise erschütternden Geschichte wirbt Julia als letztlich um Akzeptanz für sexuelle Orientierungen in allen Facetten. Ich fand das interessant und bereichernd. Geschlecht, so schien es mir, soll nach Julia Prillwitz keine Kategorie mehr sein, mit der man Menschen in „Schubladen steckt“ oder einordnet. Vielmehr geht es darum, den Menschen zu sehen, abseits aller sexuellen Orientierungen und körperlicher Ausprägungen. Das wäre das, was wir alle immer wieder als Toleranz beschwören. Schön wäre es, wenn es wirklich gelänge ...

So interessant vieles von dem ist, was die Autorin in ihrer Autobiografie erzählt, so sehr habe ich mich auch über anderes gewundert. Ihre Entwicklung einer gesunden inneren Haltung ist einerseits sehr bewundernswert. Obwohl sie Schreckliches erlebt hat, hat sie offensichtlich ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt. Sie weiß was sie will und sie ist auch dankbar für die guten Erfahrungen, die sie nach ihrem Weggang aus Brasilien gemacht hat. Leider versteigt sie sich in einem Kapitel dazu, selbst etwas klischeehaft über kleine und hässliche Männer zu schreiben. Sie können ihrer Meinung nach nicht treu sein, weil sie immer wieder nach Bestätigung suchen; und überhaupt ist ihr Männerbild meiner Meinung nach manchmal etwas zu negativ (nach dem Motto „Männer möchten ihren Samen verstreuen und sich ständig fortpflanzen“).
Obwohl sie dies aus schlechten Erfahrungen mit vielen Männern ableitet, hoffe ich für sie, dass sie in Bezug auf Männer ihr Bild im Lauf der nächsten Jahre etwas gerade rücken kann. Soweit ich sehe, ist sie immer wieder (auch aktuell) auf Männer getroffen, die es gut mit ihr meinen und sie aufrichtig lieben!

Insgesamt bin ich Julia Prillwitz sehr dankbar dafür, dass sie diese Geschichte und ihre Meinung so schonungslos offen erzählt. Sie lässt damit in ihre Seele blicken. Und sie hat auch mir ein Stück weit verständlich gemacht, mit welchen Vorurteilen und Widrigkeiten Menschen auch heute noch konfrontiert sind, wenn sie nicht so leben, wie andere es von ihnen erwarten. Es ist eindeutig oft nicht leicht, sich „außerhalb der Norm“ zu bewegen und ein selbstbestimmtes Leben mit ihrer ganz eigenen Sexualität zu führen. Dass dieser Mensch es trotz vieler Schwierigkeiten geschafft hat, sein Glück zu finden, macht diese Geschichte sehr lesenswert.

Fazit: Mir hat dieses Buch über einen und von einem transsexuellen Menschen sehr gefallen. Mir imponierte die Offenheit der sympatischen Autorin genauso wie ihre Entscheidung, frei von allen äußeren Zwängen ihr eigenes Glück zu suchen und ihr eigenes Leben zu leben. Sie hat sich dafür entschieden, sie selbst zu bleiben und sexuelle Konventionen hinter sich zu lassen. Auch wenn manche ihrer Positionen sicher etwas streitbar sind, halte ich das für ein sehr gutes und glaubwürdiges Buch zu den Themen „Transsexualität“, „Sexuelle Selbstbestimmung“ und „individuelles Menschsein abseits gesellschaftlicher Regelvorgaben“. Ich würde dieses Buch wieder lesen.


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