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Katrin Herz "Katrin" (Berlin)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN
Kindle Paperwhite [Vorgängermodell], 15 cm (6 Zoll) hochauflösendes Display mit integrierter Beleuchtung, WLAN

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weihnachten. Huch, ein Kindle! Super!! Schnell angefreundet!!!, 2. Januar 2013
Supergenial, wenn man wie ich zu Weihnachten wie die berühmte Jungfrau zum Kinde plötzlich zu einem Wi-Fi-fähigen Kindle Paperwhite kommt – das auch noch auf ein anderes Konto läuft, was heißt, dass ich Bücher auf den Namen des lieben Schenkers bestellen darf. Vollgepackt mit einigen E-Books war es von meinem lieben Schenker eh schon. Toll, toll, toll! Natürlich habe ich zwischen den Jahren schon ausgiebig Gebrauch von meinem neuen Baby gemacht:

Schon nach wenigen Minuten hatte ich mich mit den neuen Funktionen des Geräts vertraut gemacht. Vieles erklärt sich (für Touchscreen-Smartphone-Benutzer wie mich sowieso) von selbst. Ansonsten hat man sich in einer knappen Stunden durch das "aufgespielte" Benutzerhandbuch durchgelesen und kann gleich loslegen. Die nötige Einstellung mit dem Router bzw. Wi-Fi-Gerät sowie zur "Personalisierung" des Geräts sind nach meiner Erfahrung absolut kinderleicht und nahezu "idiotensicher" durchführbar. Bücher sind über die Amazon-Seite in wenigen Sekunden heruntergeladen. Hier hat mich auch begeistert, dass eine große Menge absolut kostenloser E-Books bereitgestellt wird, sodass ich mein elektronisches Schätzchen (gerade mit Klassikern aus dem Hause Goethe, Kafka, aber auch Stoker, Wilde und anderen) gleich vollgepackt habe.

Das Leseerlebnis steht dem Lesen auf Papier in nichts nach. Im Gegenteil! Gestochen scharfe Schrift (verschiedene Schriftgrößen einstellbar) und auch Bilder (schwarzweiß) auf einem beleuchteten Hintergrund (dessen Helligkeit man bequem regeln kann) machen das Lesen gerade auch im Bett bei ausgeschaltetem Licht zur Freude. Finde ich super. Das Gerät ist leichter als ein mittelgroßes Taschenbuch und von der Größe absolut handlich. Dass in ein Gerät mit so wenig Gewicht und dieser Größe eine ganze Bibliothek zum Mitnehmen passt, begeistert mich absolut – Urlaubslesephantasien inklusive (fast kein Lesegepäck mehr!!!). Ansonsten meine Hauptlobespunkte in Kürze:

- E-Books werden superunkompliziert und in ein paar Sekunden heruntergeladen
- Das Display ist erste Klasse: gestochen Scharfe Schrift auf einem Untergrund, der Papier in nichts nachsteht
- genialerweise ist das Markieren, Kommentieren und Nachschlagen über die einzelnen Funktionen sehr unkompliziert möglich und ein echter Mehrgewinn
- Lesen bei allen Lichtverhältnissen möglich
- nach einer Woche Dauerlesen laut Akkustands-Anzeige eigentlich noch gar keine Energie verloren (ob es so weitergeht und ich das Kindle tatsächlich Wochenlang betrieben kann, ohne nachzuladen? Ich bin gespannt!)
- Viele geniale Funktionen, die man in einem intuitiv zu bedienenden Menü ganz unkompliziert nutzen kann UND Last but not least:
Der geniale aufgespielte Beta-Browser, mit dem man auch noch ins Internet kann, um über die direkte Markierung von Wörtern im jeweiligen Buch Wikipedia-Erklärungen oder anderes herunterzuladen oder einfach ein bisschen zu surfen (zeigt Internetseiten inklusive Bildern sehr gut an, allerdings wird man – bis auf Weiteres – für das Anschauen von Filmchen/YouTube etc. auch weiterhin ein Tablet brauchen).

Fazit: Das Buch aus Papier wird bei mir sicher nicht aussterben; dieses Kindle Paperwhite wird meinen Lesefundus aber auf jeden Fall sehr bereichern und meine Lesefreude weiter steigern. Ein tolles Teil von hoher Qualität: Gute Verarbeitung und ausgiebige, dabei trotzdem einfache Funktionalität erfreuen mich immer, wenn ich diesen handlichen, supergenialen E-Book-Reader in die Hand nehme. Auf diesen Lesegenuss möchte ich schon jetzt absolut nicht mehr verzichten! Ich empfehle dazu die Amazon-Kindle-Lederhülle, die ich habe (http://www.amazon.de/Amazon-Paperwhite-Lederh%C3%BClle-Onyx-Schwarz-geeignet/dp/B008BQH1NO/ref=sr_1_25?ie=UTF8&qid=1357123843&sr=8-25): Sie ist super verarbeitet, das Kindle passt perfekt hinein und beim Zuklappen der Hülle, geht das Gerät automatisch auf Standby (Bildschirmschoner). Beim Aufklappen kann ich genau dort weiterlesen, wo ich aufgehört habe. Besser als jedes Lesezeichen. Insgesamt erste Sahne!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 3, 2013 11:22 AM CET


Sara und die Eule: Roman
Sara und die Eule: Roman
von Esther Hicks
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kinderbuch für Erwachsene. Ein Buch mit Tiefgang und der Botschaft: Nimm das Leben in Deine Arme, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Sara und die Eule: Roman (Gebundene Ausgabe)
Sara ist ein introvertiertes Mädchen. In die Schule geht sie nicht gerne und auch mit ihrem Bruder verbindet sie eigentlich nicht viel, außer einem Gefühl der Abneigung. Ständig die Augen auf den Boden gerichtet geht sie durch die Welt oder steht auf ihrer Lieblingsbrücke, die auf dem Nachhauseweg von der Schule über einen Fluss führt, und hängt ihren Gedanken nach, während sie aufs Wasser blickt. Doch eines Tages begegnet sie ausgerechnet durch ihren Bruder Jason einer riesengroßen Eule: Salomon. Über ihre Gedanken können sich die beiden unterhalten und den anderen kennenlernen. Saras neuer, gefiederter Freund zeigt dem Mädchen nicht nur, wie man fliegt, sondern auch wie man die Welt mit neuen Augen sehen kann, wenn man bereit ist, das Glück zu suchen und es mit allen Sinnen zu packen. Er bringt ihr bei: Erstens zu lernen, was sie NICHT will; dann zweitens, zu erfahren und zu wissen, WAS sie WILL; drittens, zu FÜHLEN, was sie will und viertens ANERRKENNUNG und DANKBARKEIT für die großen und kleinen Dinge zu empfinden.

Sara entdeckt durch Salomon das Gesetz der Anziehung ("Vögel gleichen Gefieders fliegen im selben Schwarm" im Sinne von "Gleich und gleich gesellt sich gerne") und sie lernt, was es heißt, zu verzeihen und das Leben in die Arme zu nehmen. Stück für Stück führt Salomon seine kleine Freundin in eine neue Welt, wo sie lernt, dass es sich lohnt, an sich selbst zu arbeiten, weil man so neue, unglaublich wunderbare Dinge entdecken kann.

Der Text ist (bei aller kindlicher Handlung mit Sara und der Eule) inhaltlich manchmal doch recht anspruchsvoll. Außerdem werden die Handlung und die Botschaften der Eule mit einem Wortschatz erzählt, den Kinder wohl nur recht schwer verstehen. Deswegen würde ich dieses Buch am ehesten als "Kinderbuch für Erwachsene" bezeichnen. Während ich einerseits an die Tage meiner eigenen Kindheit mit den ihr ganz eigenen Kinderbüchern erinnert wurde, erschloss sich mir doch andererseits auch ein Blick auf meine heutige Erwachsenenwelt und meine Seele. Einige Gedanken der Eule (auch die, die manchmal etwas esoterisch daherkommen) haben mich tief berührt und zum Weiterdenken angeregt. Ich bin mir sicher, dass auch andere Erwachsene in der Auseinandersetzung mit Sara und der Eule weiterkommen und etwas aus dieser Geschichte lernen.

Fazit: Das ist ein Kinderbuch für Erwachsene! Ich freue mich, es entdeckt zu haben!! Seine Botschaften sind manchmal recht einfach und doch allesamt im Leben oft so schwer umzusetzen: Nimm das Leben und Deine Umgebung in die Arme, öffne Dich für alles, was Dich umgibt, akzeptiere den Lauf der Dinge, arbeite an Dir selbst und an Deinen Gefühlen und vertraue darauf, dass alles gut wird! Was sich so einfach anhört, muss Sara (und nicht nur sie?!) erst noch mühsam lernen.


Ich mach doch nur Spaß!
Ich mach doch nur Spaß!
von Ellen DeGeneres
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wenn Du die ersten Falten hast, lache sie Dir als Lachfalten zurecht und rutsche mit ihnen durchs Leben, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Ich mach doch nur Spaß! (Gebundene Ausgabe)
Ellen DeGeneres schreibt vom Wert der inneren Schönheit, vom Loslassen von Krimskrams, von Vergrößerungsbadspiegeln, die das Gesicht wie eine Kratermondlandschaft erscheinen lassen, sie schreibt vom Älterwerden, von unserer Suche nach Glück, davon, dass wir von Babys (wieder) lernen sollten, zu staunen, ohne aber dabei unsere Füße abzulutschen und in Windeln zu machen, sie schreibt davon, wie man Fehlschläge wegsteckt, wie man auch mal das Risiko suchen sollte (wie einen ungewaschenen Apfel essen oder ans Telefon gehen, auch wenn eine 'unbekannte' Nummer auf dem Display erscheint), dazu über: Sport, Lebenslust und -frust, Meditation und Höflichkeit, über: Schenken, Langeweile, Geld, übers Helfen, übers Ja- und Nein-Sagen an den richtigen Stellen, über den Unsinn des In-der-Sauna-Seins, über Glücksspielereien ...

Was sich einerseits manchmal ziemlich banal anhört, manchmal als dahinplätschernde Gedankenspielerei daherkommt, lese ich als den gelungenen Versuch, spielerisch und ohne hohen intellektuellen Anspruch zu zeigen, dass man letztlich am besten durchs Leben kommt, wenn man aufhört, es todernst zu nehmen und wenn man bereit ist, die alltäglichsten Dinge zu schätzen, statt immer schneller immer höher und weiter hinauszuwollen. Diese Botschaft in ihren schillernden Variationen fand ich ungeheuer entspannend – umso mehr an einem entspannten Urlaubstag ohne Telefon und Termine, ganz mit mir im Reinen. Und an so einem Tag kann ich es so sehen, wie Ellen DeGeneres es in ihrem Buch zu sehen zumindest vorgibt: Manchmal reicht schon der Duft von frisch gebrühtem Kaffee, um ein paar stille Sekunden des tiefen Glücks über unsere Nase in unsere Gehirnwindungen zu zaubern, von dort in unser Herz und durch den ganzen Körper bis in die Zehenspitzen.

Man könnte Ellen DeGeneres vorwerfen, sie habe ein Buch geschrieben, das eines sei: Alles und doch nichts. Aber gerade diese bunte Mischung aus kleinen Anekdoten, Lebenserfahrungen zu allen denkbaren Themen, autobiografischen Erinnerungen und diese vielen Schippen mit Humor machte und macht für mich den Reiz dieses Buchs aus. Mit ihrer Art des Humors schaut sie den Banalitäten des Lebens ins Gesicht und damit auch den großen und tiefen Dingen, die uns bestimmen. Und geht es nicht genau darum, das Glück zu finden, indem man aufgibt, es krampfhaft zu suchen?!!

Fazit: "Ich mach doch nur Spaß" ist ein charmantes Lebenserheiterungsbuch für Frauen. Es bietet einen humorvollen Blick auf das Leben einer 50-Jährigen, die das Leben so nimmt wie es kommt und ihm mit viel Witz und augenblinzelndem Ernst begegnet. Gesamtbewertung: Für einen oder zwei gemütliche Lesenachmittage im Winter, wenn die Flocken vor dem Fenster tanzen, Mann und Kinder aus dem Haus sind und eine fette Tasse Tee auf dem Wohnzimmertisch steht bestens geeignet. Von mir als Viersterne buch zur kurzen Entspannungslektüre im Vorweihnachtstrubel und später so warm empfohlen wie ein frischer Bratapfel mit selbstgemachter Vanillesoße!


Das Lächeln der Frauen: Roman
Das Lächeln der Frauen: Roman
von Nicolas Barreau
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Literatur, Leben und Liebe zueinanderfinden, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Lächeln der Frauen: Roman (Taschenbuch)
Zum Inhalt dieses Romans, der mir einige sehr schöne Lesestunden beschert hat: Aurélie ist eine hübsche, junge Köchin in Paris. Von ihrem toten Vater erbte sie vor einiger Zeit ein Restaurant ("Temps des cerises" = "Die Zeit der Kirschen"). Nachdem sie von ihrem Freund (einem Künstler) recht unrühmlich verlassen wird (er hinterlässt ihr lediglich einen Zettel auf Tisch, in dem er ihr offenbart, dass er sie für 'die Frau seines Lebens' verlasse), irrt sie traurig durch Paris. Irgendwann stolpert sie in eine Buchhandlung (obwohl sie eigentlich nicht liest) und findet dort ein Buch (Titel: "Das Lächeln der Frauen"), bei dem sie von Anfang an das Gefühl hat, es habe was mit ihr zu tun. Dieses Buch endet damit, dass die Hauptfigur eine Frau trifft, die Aurélie sehr ähnelt und außerdem existiert auch in diesem Buch ein Restaurant mit dem Namen "Temps des cerises". Überrascht von diesem Inhalt möchte sie den Autor treffen, um von ihm zu erfahren, woher er sie kennt und was das alles soll. Aus Aurélies Versuch, diesen Autor zu treffen, entspinnt sich schließlich eine spannende Verwirrgeschichte ...

Die Verwirrgeschichte ergibt sich aus einem zweiten Handlungsstrang (WER TEILE DER AUFLÖSUNG UND DES INHALTS NICHT LESEN MÖCHTE, LESE BITTE ERST DEN NÄCHSTEN ABSATZ UND DAS FAZIT WIEDER!!!): André ist Cheflektor in eben jenem Pariser Verlag, der das "Das Lächeln der Frauen" herausgegeben hat. Das Buch lief so gut, dass der Chef des Verlags eine Lesung des Autors möchte. Der Autor ist offiziell ein Engländer, entpuppt sich dann vor den Augen des Leser jedoch schnell als der Lektor selbst. Zusammen mit einem englischen Freund – der Literaturagent ist und wiederum ein Bild seines Bruders (Zahnarzt) als Autorenbild genommen hat – jubelte er dem Verleger jenes von ihm selbst geschriebene Buch unter. Aurélie hat sich inzwischen an André als Lektor des Verlags gewandt und um ein Treffen mit dem vermeintlichen Autor gebeten. Eines Tages steht Aurélie vor André, weil sie hofft, dass er ein Treffen mit dem Autor arrangieren könnte. Als er sie sieht, erkennt André in Aurélie die Frau, die er in die Handlung am Ende seines Buchs eingearbeitet hat. Er verliebt sich in sie. Doch natürlich kann er nicht zugeben, dass in Wirklichkeit er der Autor des "Lächelns der Frauen" ist. Doch wie soll er die schöne Aurélie von sich überzeugen? Es beginnt ein wildes und sehr, sehr amüsantes Spiel aus Verwirrung, Täuschung, Enttäuschung und einem Ende, wie es mir gefällt.

Begeistert war ich davon, wie die beiden Handlungsstränge mit dem unterschiedlichen Wissensstand der Figuren miteinander verwoben werden und die Handlung in langsamer aber steter Steigerung auf einen brisanten Höhepunkt zusteuert und nach kleineren Zwischen-Episoden schließlich in einem überraschenden Ende gipfelt. Schnell lesbar und so geschrieben, dass ich das Buch in einem Zug durchlas sowie mit dem nötigen Quantum Tiefgang hat mir dieses Buch sehr gefallen. Als Leser fiebert man ständig mit, weil man mit André befürchtet, dass seine Inszenierung auffliegt. Oft habe ich gedacht: Warum nur verstrickt sich André immer tiefer, warum macht er nicht reinen Tisch? Doch so wäre es wohl auch einfach bis langweilig in der Literatur wie im Leben – und wer erinnert sich nicht aus der Schulzeit noch an den zerbrochenen Krug von Kleist oder an andere Komödien-Verwirr-Theaterstücke von Molière, wo gerade darin der Reiz liegt, dass man es als Leser besser weiß und letztlich doch überrascht wird, wie sich alles auflöst und im Guten oder Schlechten so wunderbar gekonnt endet!

Fazit: Ein grandioses und amüsantes Buch über die Verwirrungen und überraschenden Wendungen im Leben von Menschen und darüber, wie nach einigen Turbulenzen Literatur, Leben und Liebe zu überraschenden Momenten führen.


Total normal: Was du schon immer über Sex wissen wolltest
Total normal: Was du schon immer über Sex wissen wolltest
von Robie Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bienen, Hummeln, die Blümchen und anderes Kraut …, 4. Dezember 2012
Eltern denken oft (immer?): Heute muss man nicht mehr aufklären, das macht doch eh die Schule oder die Kinder bringen sich alles selbst bei, über das Internet oder Freunde ... doch mir ist inzwischen klar geworden, dass Jugendliche auch und gerade in Zeiten der Internet- und Fernsehinformation Fragen haben, die entweder ein Gespräch mit Eltern oder ein spezielles Buch richtig beantwortet.

Es gibt immer wieder Aufklärungsbücher, bei denen die freizügigen Bilder bemängelt werden. Dieses Buch schafft es ganz ohne auch nur ansatzweise kritikwürdiges Bildmaterial, das Thema "Sex und Zärtlichkeit" für Jugendliche aufzubereiten. Dem Aufklärungsbuch gelingt es, einen gesunden Kompromiss zwischen wissenschaftlicher Fachaufklärung und kindgerechter Aufklärungspädagogik zu bieten. Die Themen Pubertät, Menstruation, Samenerguss, Orgasmus, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt werden informativ aufbereitet, ohne dass belehrende Schullangeweile aufkommt.

Nett fand ich die kleinen Comics, bei denen die prüde Biene und das freizügige Vögelchen die wichtigsten Fragen rund um das Thema Blümchen/Vögel(che)n und Bienchen sehr humorvoll auf den Punkt bringen. Ansonsten sind die Texte unkompliziert und die Illustrationen erfrischend unverklemmt. Statt wissenschaftlich-biologieschulbuchhaftes Aufklärungsgeschwätz finden Jugendliche hier alles, was sie über ihre turbulente Erwachsenwerde-Phase wissen müssen.

Fazit: Ein richtig gutes Aufklärungs-Buch für Kinder, die erwachsen werden und auf der Suche nach ihrer geschlechtlichen Identität sind. Die Körperveränderungen und seelischen Turbulenzen, die die Pubertät mit sich bringt, werden in diesem Aufklärungsbuch klasse beschrieben.


Hunde unter Wasser
Hunde unter Wasser
von Seth Casteel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Innovativ, skurril, absolut goldig. Eine tolle Geschenk-Idee – nicht nur für Hundefreunde und Tierliebhaber!, 26. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Hunde unter Wasser (Gebundene Ausgabe)
Mit puren Lobeshymnen sollte man immer vorsichtig sein. Aber darf man nicht seine unverhohlene Begeisterung für ein so 'süßes' Hundebuch hinausposaunen, wenn man selbst Hundefreund ist? Man darf! Und das hat in meinem Fall schon auch gute Gründe:

Dieses großformatige Bilder-Buch mit Schmunzel-Garantie sammelt eine große bunte Schar lustiger und skurriler Bilder von Hunden im und unter Wasser zusammen – dabei schwimmen alle möglichen Hunderassen vom Dackel über den Labrador bis hin zum Labradoodle durch den Pool. Beim Tauchen nach bunten Tennisbällen und Tauchringen schneiden sie unglaublich possierliche Fratzen.
Die meisten "Figuren" und vor allem "Gesichter" der Hunde bewerte ich als superlustig und gebe ihnen das Prädikat "zum Schreien komisch". Ich bin mir ganz sicher, dass das eine oder andere Bild (verbotenerweise) auch bald im Internet kursieren wird, weil diese Fotos einfach zu gut sind.
Es hat mir große Freude bereitet (und wird es sicher immer wieder tun), mich langsam durch dieses Gewimmel an bunten Fotos und Schwarzweißaufnahmen zu blättern. Von Seite zu Seite wurde ich von einer neuen Pose und einer netten neuen Hundeschnauze überrascht. Die Hunde im Swimmingpool wirken mal einfach nur hilflos tapsig, dann wieder ganz souverän, manchmal etwas bedeppert und oft einfach nur süß, während sie so durchs Wasser kraulen und jagen, wie Pfeile eintauchen oder einfach nur Luftblasen aus übergroßen Schnauzen blubbern lassen.

Richtige Glanzlichter mit urkomischen Grimassen sind für mich: Der 7-jährige Dackel Rhoda auf Tauchjagd nach einem orangenen und einem gelben Tennisball; der 6-jährige Dackel Foster (richtig skurril!); die ziemlich gefährlich und gleichzeitig lächerlich dreinschnappende Nevada; der etwas hilflos paddelnde Cavalier-King-Charles-Spaniel Buster; die dement dreinblickende Bella; der English Pointer Victor, der wie ein übergroßes Kalb ins Wasser glotz; Rocco, der Boston Terrier, der richtig bescheuert süß im Wasser treibt UND vor allem auch: der süße schwarze Labrador Retriver DUCHESS, der ein bisschen aussieht wie Fuchur, der Drache aus Michael Endes "Unendlicher Geschichte" und der zurecht den Sprung aufs Buchcover geschafft hat!

Ich habe mal gezählt (ohne Garantie): 68 Hunde kraulen, pflügen, treiben, tauchen und glotzen auf knapp 100 meist großformatigen Fotos im kristallklaren Wasser umher und haben dabei offensichtlich großen Spaß.

Ich bin mir ganz sicher, dass dieses Buch über die Laden- und die virtuelle Amazon-Theke gehen wird wie warme Semmeln. Es wird garantiert unter manchem Weihnachtsbaum liegen und den Weihnachstabend bereichern.

Fazit: Dem Fotografen Seth Casteel mein Kompliment. Schön, dass es dieses Buch nach Deutschland geschafft hat! Etwas in dieser Art habe ich noch nicht gesehen. Mich haben diese Bilder fasziniert. Das wird ganz sicher ein Weihnachtsgeschenke-Renner für Hundeliebhaber. Hundebesitzer und andere Hundefreunde, die achtlos an diesem goldigen Hundebuch vorbeilaufen, können nur Dackel sein ;-). Ob es wohl auch bald mal einen großen Wand-Kalender mit den besten aller Motive aus dem Buch gibt? Ich fände das toll. Er würde sicher in vielen Kinderzimmern, Tierarztpraxen, Tierheimen und an den Wänden vieler Hundeliebhaber und von Leuten mit Humor und Freude an extrem guten Tierfotos hängen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 21, 2012 2:02 AM CET


Besuch bei Frau Sonne
Besuch bei Frau Sonne
von Heinrich Hoffmann
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschönes Reimbilderbuch mit 14 kurzen Reimgeschichten vom Vater des Struwwelpeters, 19. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Besuch bei Frau Sonne (Gebundene Ausgabe)
Kürzlich kramte ich in einer Bücherkiste im Antiquariat um die Ecke und wurde schnell fündig. Beim Namen Heinrich Hoffmann und dem vielversprechenden Titel blieb ich stehen.

Der Struwwelpeter selbst und seine 'Struwwelpeter-Schockpädagogik' sind ja ziemlich umstritten, schließlich ergeht es ungezogenen Suppenkaspern, Daumenlutschern, Zappelphilipps und Hansens-guck-in-die-Luft, die die Regeln der Eltern nicht befolgen, schlecht. Ein komischer Kauz also möglicherweise, dieser Heinrich Hoffmann, der dieses seltsame (aber doch noch immer sehr beliebte) Buch für seinen Sohn Carl erfand. Vielleicht sollte man mehr über ihn herausfinden? Jetzt zu diesem netten Kinder-Reim-Bilderbuch:
Bei Frau Sonne zeigt Heinrich Hoffmann jedenfalls, dass er Kinderfreund und sicher nicht Kinderschreck sein wollte – obwohl er auch hier manche Geschichte erfand, die irgendwie auch ein bisschen gruselig wirkt. Dazu gehört sicher die Geschichte von Adolf dem Renner. Nach meiner Erfahrung können Kinder aber selbst über ihn lachen – über dieses "unbesonnen wilde Kind", das immer so schnell läuft, dass es eines Tages am Gürtel auseinanderreißt wie eine Puppe, während der Oberkörper in der Luft hängen bleibt und die Beine lustig weiterlaufen. Komisch, aber gut. Dazu kommen andere skurrile Geschichten wie die vom Riesen Carl dem "Bergspringer", der so groß ist, dass er mit einem Schritt über Schluchten und Täler schreitet und sich von Schubkarren voll mit Kartoffelsalat und riesigen Mengen anderer Nahrungsmittel ernährt. Dazu kommt die Geschichte von Eduard, der soviel spricht wie ein Wasserfall und dessen Bild schließlich auf einen Brunnen im Park gesetzt wird, damit es aus ihm sprudeln kann wie eh und je. Außerdem entdeckt Walther ein Mammut im Eis und isst mit ihm Vanilleeis (und Riesen-Urwelts-Biskuit); oder in der "seltsamen Kaffee-Gesellschaft" sitzen merkwürdige Mischtiere wie die "Witwe Frau von Gänseschwein" oder die Frauen "Entenfisch", "Schlangenspatz" und Schnauzerhuhn" zusammen und essen Kuchen.

Viele andere Geschichten, mal lustig, mal etwas traurig, bevölkern dieses Buch, das schöne Illustrationen mit kreativen Reimtexten verbindet. Mal pädagogisch wertvoll, mal einfach nur unterhaltsam kommen die Geschichten daher und verzücken Kinder. Wenn zum Beispiel ein Mann soviel Wasser in ein Glas schenkt, dass plötzlich die ganze Wohnung überschwemmt wird ("Die Überschwemmung") oder die Tulpe stolz am Veilchen vorbeispaziert, dann sollen Kinder natürlich etwas lernen: "Pass, sei nicht arrogant". Schön auch fand ich die Geschichte "Der Kanarienvogel und der Spatz", in der der eingebildete Kanarienvogel von seinem goldenen Käfig und seinem "gelben, feinen Kleid" schwärmt, während der Spatz fröhlich zwitschert: "Mir ist mein grauer Kittel recht; Ich bin ein Herr, du bist ein Knecht." Solche Geschichten haben Tiefgang und regen zu kleinen Dialogen an, wenn ich dieses Buch vorlese. So soll es sein. Ein tolles Buch. Ich habe mal nachgesehen, ob das Buch derzeit neu aufgelegt wird. Fehlanzeige. Soweit ich sehe, wäre es eine gute Sache, wenn sich ein Verlag dieses Buches annehmen und es in einer neuen Ausgabe auf den Markt bringen würde.

Fazit: Dieses Buch mit 14 kurzen Reimgeschichten ist merkwürdig und schön zugleich. Ein Kinderbilderbuch der Art wie es heutzutage nicht üblich ist. Obwohl es auch manche skurrile Geschichte bietet, bei denen Erwachsenenaugen und in Erwachsenenhirne meinen, für Kinder sei das nichts, ist das Gegenteil der Fall. Gerne lese ich aus diesem Buch vor und gerne blättern wir darin und lachen.


Für Hund und Katz ist auch noch Platz: Vierfarbiges Bilderbuch
Für Hund und Katz ist auch noch Platz: Vierfarbiges Bilderbuch
von Axel Scheffler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 13,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abrakadabra und schon lieben Kinder diese Hexe, 29. Oktober 2012
Julia Donaldson und Axel Scheffler und ihr Grüffelo sind ja längst bekannte Namen in der (Klein-)Kinderbuchwelt. Doch nicht nur ihr Grüffelo hat Potenzial zum Kult ...

Eine Hexe sitzt mit ihrer Katze auf einem Besen. Dabei geht’s lustig und abenteuerlich zu – vor allem, wenn man (wie so vieles andere!) seinen Hexenhut verliert und einem hungrigen Drachen vor die Füße kracht. Dem würde Hexe mit Pommes zum Essen vorzüglich schmecken. Nur gut, wenn man bei seinen Suchaktionen mutige und clevere Freunde findet (Hund, Vogel, Frosch), die nach und nach Platz auf dem Hexenbesen finden und "juhuuuuu" in die Luft fliegen UND später den Drachen trickreich in die Flucht schlagen!
Und wenn mal der Besen zerbricht, wird schnell ein neuer, größerer herbeigehext, auf dem auch wirklich alle Platz finden.

Bei uns ist diese Geschichte der Renner. Die kindgerechte Story wird in witzigen Reimtexten erzählt und von netten Illustrationen begleitet, sodass die Figuren sicher nicht nur von unseren Kleinen gleich ins Herz geschlossen werden. Kein Wunder, schließlich sind die Hexe und ihre Freunde sympathische Geschöpfe. Der Reimtext geht Kindern direkt ins Blut und ganz schnell werden die Reim-Zeilen nachgesprochen. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut Bücher funktionieren, bei denen die Kombination aus einer guten Geschichte und tollen Bildern stimmt. Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, das ist keine Hexerei, wenn man weiß, wie es
funktioniert.

Fazit: Das Pendant für Vorschulkinder zu Ottfried Preußlers kleiner Hexe. Ein lustig gereimtes Hexenbuch mit freundlichen Bildern. Die Kombination aus Spannung und herzigem Humor und Freundlichkeit ist perfekt für kurze Vorleseminuten, die auch Eltern Spaß machen. Eine Bereicherung für jede Bücherkiste oder jedes Kinderbuchregal! Dieses Buch werde ich zu Weihnachten noch ein paar Mal verschenken!! Meine Empfehlung!!!


Die Monster anderer Eltern: Von Sandkastenterroristen, Schulhofgangstern und anderen Nervensägen aus der erziehungsfreien Zone
Die Monster anderer Eltern: Von Sandkastenterroristen, Schulhofgangstern und anderen Nervensägen aus der erziehungsfreien Zone
von Veronika Immler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kritikwolf im Witzschafspelz - über die Rotzlöffel in der Suppe von heute, 29. Oktober 2012
Unter den Kapitel-Rubriken "Rotzlöffelalarm" und "Nervernsäge Nr. ..." fand ich hier Geschichten, Erfahrungen und kleine Kästen mit gesammelten Frechheiten, Unmöglichkeiten, Lustigkeiten und Schrecklichkeiten, die die "heutige Jungend" oder Menschen in der "pubertären Umbauphase" bieten. Die Geschichten und Erfahrungen handeln von frühreifen Früchtchen, messerfrechen Rotzlöffeln und alkoholgeschwängerten Schulklassenfahrten, ausschweifenden Schweine-Partys mit Halluzinationspilz- und Drogenexperimenten u. v. m. ... Das fand ich lustig und grausig zugleich, weil:

Ganz eindeutig muss ich sagen, dass diese Darstellungen von Jugendlichen (und ihren Erziehungsberechtigten) und ihren Ausschweifungen knallharte und bittere Satire sind. Das Leben und die Schule sind in diesem Buch die Orte, an dem die Schüler nicht nur eine Sau rauslassen, sondern ganze Schweineherden durchziehen lassen. Die Autorinnen Veronika Immler und Antje Steinhäuser fügen bitterwitzige Texte zusammen, in denen Kinder und Jugendliche eben nicht auf ihrer Schokoladenseite betrachtet werden – stattdessen reden die Autorinnen skrupellos übertrieben Tacheles. Dazu gehört auch ihr Bekenntnis, man dürfe Kinder, die sich nicht ordentlich verhalten, mehr als doof finden und über sie ablästern. Und gibt es dafür nicht Gründe genug? Ist es nicht purer Wahnsinn, wenn die kleine Schwester ihrem noch kleineren schlafenden Bruder Sekundenkleber auf die Augenlider träufelt, wenn Horden kotzender Abiturienten splitterfasernackt durch Mallorca ziehen oder bei wilden Partys die Wände mit Fäkalien besudeln, wenn sich junge Mädels in die Magersucht hungern, weil sie meinen, so Germanys nächstes Supermodel zu werden?

Hier werden ganz abseitige Nonsens-Entwicklungen ausgegraben und vieles wird mit scharfem Messer überspitzt. Aber gerade dadurch wird das Buch auch interessant, weil es Realitäten der heutigen Erziehung und Entwicklung in den Familien und in der Gesellschaft ganz wunderbar mit viel Ironie und bitterbösem Witz angreift. Was soll man auch davon halten, wenn unter dem Vorwand "Frühförderung" heute Kurse zur optimierten "Synapsenvernetzung" angeboten werden, wo Kinder chinesische Schriftzeichen nachkrabbeln sollen ...
Bei aller Übertreibung fliegen viele Funken Wahrheit mit. Sie sollen den übertrieben überbesorgten Fördereltern sagen: Liebe Eltern hört auf, Eure Kinder zu dressieren und lasst sie sich normal entwickeln, indem Ihr sie einfach sorgsam begleitet. Den anderen wird so etwas zugerufen wie: Lasst Eure Kinder nicht verlottern, nehmt Euch Zeit für sie, hört ihnen zu und lebt ihnen ein gutes Leben vor. Genau in der Mitte aus den beiden Extremen aus erziehungsfreier Zone und Überbeelterung liegt wohl die Wahrheit.
Bei allem Humor wird auch Kritik an einer ritalingefütterten und hyperreizgeschwängerten Generation geübt, die außer Rand und Band durch Flatrate-Saufpartys zieht oder als angepasste Jasager-Meute in den Unis sitzt und sich später opportunistisch nach oben dient – Mobbingstrategien und Intrigen gegen Konkurrenten inklusive. Genau diese gut versteckte Kritik im Humorpelz hat mir gut gefallen. Ich konnte viel über diese übertriebenen Geschichten schmerzvoll lachen und gleichzeitig haben sie mich zum Denken angeregt. Diese Art der versteckten Gesellschaftskritik mit viel Lachfaktor findet man nicht alle Tage.

Fazit: Das ist eine Sammlung witziger Sprüche Geschichten und Sprüche von und über die "Jugend von heute", die ich mit lachendem und weinendem Auge gelesen habe. Es handelt von Kindern, die als Sandkastenbiester, Unterrichtsterrorkrümel und Familienterroristen die Großen ärgern bis denen das Grausen kommt. Diese lustige Verhohnepipelung (mit Wahrheitscharakter) von Kindern, Jugendlichen (und auch Eltern) von heute ist mehr als ein Witzbuch. Das ist eher der Kritikwolf im Witzschafspelz.


Die kleine Spinne Widerlich
Die kleine Spinne Widerlich
von Diana Amft
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut gegen Spinnenangst – ein supersüßes Buch für Kinder im späteren Vorschulalter, 26. Oktober 2012
Die Botschaft lautet: Angst hat man vor dem, was man nicht kennt. Also heißt es: neugierig bleiben und kleine Insektenwesen mit anderen Augen anschauen, auch wenn sie manchmal auf den ersten Blick "widerlich" erscheinen.

Der Inhalt ist folgender: Die kleine Spinne Widerlich hat die Erfahrung gemacht, dass Menschen Angst vor ihr haben. "Aber warum bloß?", fragt sie sich. Also macht sie sich auf die Reise zu Verwandten (wie Omaspinne Erna) und Freunden, um eine Antwort auf ihre Frage zu finden. Bald schon wird ihr klar, dass es nicht nur eine Antwort auf ihre Frage gibt, sondern fast so viele, wie es Menschen, Freunde und Verwandte gibt. Und diese Antworten sind durchaus überraschend. So erzählt ihr beispielsweise Miro, die Menschen hätten gar keine Angst vor Spinnen, sondern bewunderten sie viel eher, wegen ihrer Baufertigkeiten – schließlich baut keiner so kunstvolle Netze wie sie, an denen die glitzernden Tautropfen hängenbleiben, vor denen die Menschen gerne stehenbleiben.
Zwar blendet die Geschichte einige unangenehme Seiten des realen Spinnendaseins aus (also wie sie sich ernähren und auf welch unangenehme Weise sie ihre Beute frischhalten), aber gerade indem man der blutrünstigen Seite diese niedliche entgegenstellt, bekommen Kinder Lust, die Spinne von einer anderen Seite zu betrachten, nämlich als interessantes Lebewesen, das mehr ist als "iIIIIgitt".

Aus dem Alltag kann ich nur sagen, dass Kinder diese Geschichte und seine Hauptfigur sehr gerne mögen. Es ergeben sich auf Grundlage des Textes und der Illustrationen sehr interessante Gespräche. Übrigens mussten wir schon bald unsere Wohnungs-Spinnen in einem Extra-Schraubglas ins Freie transportieren, anstatt ihnen etwa mit dem Staubsauger den Garaus zu machen. Auch Erwachsene können aus Kinderbüchern – und den Schlüssen, die ihre Kleinen daraus ziehen – lernen!

Weil es bekanntlich auch Erwachsene gibt, die sich vor Spinnen ekeln, habe ich dieses Buch auch schon zwei Mal an solche verschenkt – ob es etwas genutzt hat, weiß ich allerdings nicht ...

Fazit: Solche schön gestalteten Kinderbücher mag ich, weil pädagogisches Feingefühl und ein guter Einfall zu einer guten Geschichte zusammenkommen. "Die kleine Spinne Widerlich" ist ein Kinderbuch der besonderen Klasse und wird bei uns schon langsam "fledderig", weil es so oft mit Begeisterung durchgeblättert wird. Eine ganz süß geschriebener Text mit Wirkung auf Kinderseelen trifft auf tolle Illustrationen. Wer dieses Buch in der Kinderbücherkiste oder im Regal hat, kann sich darauf verlassen, dass es oft herausgezogen wird und man daraus vorlesen darf!


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