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Rezensionen verfasst von
Trauerklinge (Sulingen)

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Rise of the Hero (Ltd.Digipak)
Rise of the Hero (Ltd.Digipak)
Wird angeboten von 711games
Preis: EUR 20,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Melodiöser Power-Metal aus Hamburg, 1. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rise of the Hero (Ltd.Digipak) (Audio CD)
Iron Savior melden sich mit dem Album "Rise Of The Hero" eindrucksvoll zurück!

Bereits das Cover macht einen guten Eindruck, der sich im Booklet fortsetzt und schließlich durch die Musik bestätigt wird. Wer Iron Savior kennt, wird wissen, was ihn erwartet und nicht enttäuscht werden. Das Vorgängeralbum "The Landing" klang ganz ähnlich, ist m. E. aber im Vergleich doch etwas besser gewesen. Aber das ist natürlich ein subjektiver Eindruck.

Die einzelnen Songs auf "Rise Of The Hero" sind fast ausschließlich der Kategorie Power-Metal zuzuordnen. Klassische Songstrukturen und eingängige Melodien ziehen sich durch fast alle Lieder. Das gesamte Album ist gut produziert und abgemischt. Gitarren, Schlagzeug und Gesang harmonieren sehr gut. Leider fehlen etwas die Akzente auf dem Album, so klingen die zumeist guten Songs doch recht ähnlich.

Auffällige Ausnahmen gibt es aber auch: Die Erste ist bereits der Opener "Ascendence", dessen eineinhalbminütiges sphärisches Synthezisersound für meinen Geschmack etwas überflüssig ist, aber auch das gehört bereits irgendwie zu Iron Savior. Immerhin ist es als eigenständiges Stück leicht zu überspringen. Die nächste Ausnahme ist wirklich gruselig. Es handelt sich um eine Cover-Version des Mandao Diao-Songs "Dance With Somebody". War das Original bereits belanglos, so schaffen es Iron Savior leider nicht einen annehmbaren Metal-Song daraus zu machen (naja, wie auch?). Keine Ahnung, wer dafür verantwortlich zumachen ist (vermutlich Piet Sielck, aber die Motivation dazu bleibt schleierhaft). Die letzte Ausnahme macht die Ballade "The Demon". Hierbei handelt es sich aber glücklicherweise um eine positive Abwechslung, gut gemacht!

Insgesamt also eine gute Scheibe und für alle empfehlenswert, die Power-Metal lieben.

Keine 5 Sterne, wegen des üblen Cover-Songs und weil für eine Spitzenbewertung das gewisse "etwas" fehlt.


Happy Metal - All we need is Love! [Blu-ray]
Happy Metal - All we need is Love! [Blu-ray]
DVD ~ Julien Doré
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ok für einen netten Abend, 17. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe im Vorfeld der Veröffentlichung ein paar Rezensionen zu dem Film gelesen, die den Film in höchsten Tönen gelobt haben und mir den Trailer zum Film angesehen. Daraufhin habe ich mir die blu-ray Version des Films bestellt.
Zum Inhalt möchte ich nichts sagen, da dies bereits in der Produktbeschreibung zu lesen ist.
Der Film ist nicht schlecht gemacht und meistens auch komisch, aber leider fehlen aus meiner Sicht die echten Höhepunkte. Die Filmidee finde ich prima, aber man hätte da noch mehr draus machen können. Ganz lustig sind übrigens die ständigen Anspielungen auf die "Beatles", die aber vermutlich nur die älteren Zuschauer bemerken bzw. verstehen.
Außerordentlich negativ ist aber das Fehlen jeglichen Bonus-Materials (es gibt weder ein "Making of" noch "missglückte Szenen" oder "Musik zum Film" o. ä.). Da hätte ich mir von einer blu-ray-Edition doch etas in dieser Richtung gewünscht / erhofft. Es gibt nichtmal etwas, was man als booklet bezeichnen könnte, lediglich ein Werbezettelchen findet sich außer der blu-ray im Inneren der Hülle. Das sogenannte Wendecover entpuppt sich als Lachnummer, denn bis auf die zwei fehlenden Stempel zur "FSK" und "Das Rockt" ist es völlig identisch! Haha, welch Innovation!
Also es reicht völlig, sich diesen Film mal auszuleihen oder als DVD-Edition zu kaufen. Das zusätzliche Geld für die blu-ray kann man sich sparen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2014 7:31 PM MEST


Preachers of the Night
Preachers of the Night
Preis: EUR 17,66

4.0 von 5 Sternen Starkes Stück Powermetal, 17. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Preachers of the Night (Audio CD)
Powerwolf liefern eine CD ab, die ihrem Namen alle Ehre machen. Alle Songs sind purer Powermetal und gehen gut ab. Höhepunkte sind aus meiner Sicht "Amen & Attack", "Sacred & Wild" und "Cardinal Sin". Einziger Nachteil bei der Scheibe ist die fehlende Abwechslung, da alle Songs nach dem gleichen (aber sehr guten) Strickmuster ablaufen. Das ist etwas schade, da Powerwolf auf den bisherigen Veröffentlichungen gezeigt haben, dass sie eine größere Bandbreite beherrschen. So reicht es m. E. "nur" zu 4 Sternen.


Reisestecker Adapter deutsch auf UK
Reisestecker Adapter deutsch auf UK
Wird angeboten von Ganbol_EU-DE
Preis: EUR 3,50

5.0 von 5 Sternen super, 22. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
in Verbindung mit einer Dreifachsteckdose hat uns dieser Adapter während unseres Englandaufenthaltes in diesem Sommer gute Dienste geleistet. Ich denke, dass man für diesen Preis nichts besseres bekommen kann.


Season of Mist Classics Sampler [Explicit]
Season of Mist Classics Sampler [Explicit]
Preis: EUR 9,31

4.0 von 5 Sternen Überraschend guter und abwechslungrseicher Sampler, 22. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als kostenlosen Download kann man nicht viel falsch machen, dachte ich mir und war positiv überrascht. Nur den letzten Song habe ich wieder gelöscht, alle anderen sind wider erwarten sogar z. T. ziemlich gut.


Karateanzug Basic 190 cm
Karateanzug Basic 190 cm
Wird angeboten von S.B.J - Sportland
Preis: EUR 24,99

3.0 von 5 Sternen Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis, 2. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Karateanzug Basic (Sports Apparel)
Ich habe diesen Anzug im April 2012 gekauft und seitdem regelmäßig getragen.

Bei 180 cm Körpergröße habe ich die 190er Größe bestellt, damit der Anzug auch noch passt, wenn er heiß gewaschen wird und anschließend in den Trockner wandert. Trotz dieser rabiaten Behandlung lief er nicht besonders stark ein, so dass ich die Beine umgenäht und die Jacke etwas enger gemacht habe, die ansonsten viel zu weit gewesen ist. Beim nächsten Mal würde also auch die 180er Größe reichen, denke ich.
Der Stoff ist leicht und angenehm zu tragen, aber nicht durchscheinend. Daher ideal für die wärmere Jahreszeit.
Für Einsteiger bzw. das Training ein preiswerter Anzug mit vernünftiger Qualität / Verarbeitung.

Achtung:
Die Taille der Hose ist im Vergleich zur Jacke viel schmaler, das ist aus meiner Sicht ein Mangel, da es in dieser Kombination nicht besonders gut zusammen harmoniert (Hose eng <-> Jacke weit). Da ich ziemlich schlank bin, passt die Hose aber gut. Bei größerem Körperumfang wäre das vermutlich ein Problem, dann wäre der Gummizug der Hose m. E. zu eng und würde einschneiden.

Insgesamt durchaus zufriedenstellend für den günstigen Preis.


The Road Less Travelled
The Road Less Travelled

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klassischer, aber moderner Heavy Metal, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Road Less Travelled (MP3-Download)
Nach so etwas habe ich in den letzten Jahren bisher vergeblich gesucht.
Mit „The Road Less Travelled“ ist den vier Norwegern Triosphere ein grandioses Stück reinsten Heavy Metal gelungen!

Die Stimme der Sängerin Ida Haukland (die auch den Bass bedient) ist stark und klingt ähnlich wie „Doro“, ohne jedoch wie eine Kopie zu klingen. Die Songs sprühen vor Energie und sind abwechslungsreich, aber straight komponiert und eingespielt. Synthesizer-Schnörkel sucht man vergeblich. Wer modernen Heavy Metal sucht, der an Metal aus den 80ern erinnert, der ist hier genau richtig.

Es gibt keine schwachen Songs auf dem Album, deswegen kommentiere ich die Songs auch nicht im Einzelnen.
Herauszuheben sind aber aus meiner Sicht die Ballade „Marionette“, in der die Band zunächst ruhigere Töne anstimmen, die dann in einen dramatischen Mid-Tempo-Song mit erstklassigem Gitarrensolo münden, sowie mein absolutes Lieblingsstück der Scheibe „Twenty One“, bei dem ich mich einfach in die Melodie des Refrains verliebt habe.
Eine gelungene Zugabe am Ende der Scheibe ist der Bonus-Track „Echoes“, in dem die Melodien der meisten Songs des Albums noch mal neu arrangiert von Klavier und Cello interpretiert werden.

Absolute Kaufempfehlung!

P.S. Konnte die Band im November als Opener von Kamelot live in Hamburg sehen und war enttäuscht, dass sie nur so wenig Zeit bekommen hatten. Auch live sind sie empfehlenswert. Ich hoffe, dass ich sie mal als Hauptact erleben darf.


The Nexus
The Nexus
Preis: EUR 13,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen solider Nachschlag ohne Überraschungen, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Nexus (Audio CD)
Das zweite Album der schwedisch-dänischen Band Amaranthe ist ganz im Stil des Debutalbums komponiert und produziert worden.
Das ist einerseits ein Vorteil, da der Vorgänger ein sehr gutes Album darstellt, andererseits ist es dadurch auch nicht ganz zufriedenstellend, denn Überraschungen oder Neuerungen gibt es nicht zu hören. Wem das erste Album gefallen hat, der wird hier auch auf seine Koste kommen. Meiner Meinung nach gibt es jedoch nicht die ganz großen Hits, die z.B. mit „Automatic“ oder „1.000.000 Lightyears“ mithalten können.

Die Gesangsarrangements aus drei völlig unterschiedlichen Stimmen, die einander meist gut ergänzen, sind nach wie vor gut, bieten auf Dauer jedoch etwas wenig Abwechslung. Selbst die Texte drehen sich fast alle um das gleiche Thema, nämlich eines mit technischen Teilen aufgerüsteten (wiedererweckten?) Menschen in der Zukunft. Soll es sich um ein Konzeptalbum handeln? Hinweise darauf finde ich leider nicht, denn inhaltlich bieten die Texte nicht genug Stoff um eine Rahmenhandlung zu formen, schade.

Trotz der negativen Punkte sind fast alle Songs gut und es gibt auch in engen Grenzen etwas Abwechslung. So ist z. B. mit „Burn With Me“ ein deutlich ruhigerer und balladenartiger Songs auf dem Album enthalten und die Up-Tempo-Nummern „Razorblade“ sowie „Electroheart“ haben das Potential für mögliche Singleauskopplungen und dürften Live das Publikum zum kollektiven Mithüpfen annimieren.

Also Kaufempfehlung für alle, die das erste Album von Amaranthe lieben. Wer Amaranthe noch nicht kennt, dem würde ich empfehlen erst mal das Debutalbum zu hören, denn das ist aus meiner Sicht das Bessere.


Neverworld's End (Limited Edition Digipack + Bonustrack)
Neverworld's End (Limited Edition Digipack + Bonustrack)
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 19,56

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutscher Symphonic-Metal der Extraklasse, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kurzfassung vorweg: Absolut starkes Album mit unbedingter Kaufempfehlung für alle Symphonic-Metal-Liebhaber a la Nightwish.
Für mich das beste Album des Jahres.

Xandria haben hier mit ihrer neuen Sängerin Manuela Kraller einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und brauchen den Vergleich mit Nightwish nicht scheuen. Im Gegenteil: Mit diesem Album gehören sie in der Sparte der Female-Voice-Metal-Bands ganz nach oben.
Die Songs sind durchweg gut komponiert und sehr melodiös. Orchestrale Elemente und Chöre ziehen sich durch die gesamte CD.

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Zu den Songs im Einzelnen:

A Prophecy of Worlds to Fall - Der Song beginnt mit einem ruhigen Intro und steigert sich mit den einsetzenden harten Gitarren zu einem satten Sound. Mit Beginn des Gesangs verstummen die Gitarren aber zunächst und sind danach nur im Hintergrund zu hören. Wie bei allen Songs, wird auch hier Gesang und Stimme von Manuela Kraller zum tragenden Element.
Die Gesangsleistung der deutschen Frontfrau zeigt sich bereits hier im ersten Lied eindrucksvoll. Ein würdiger Opener für das Album.

Valentine – Ein absoluter Knaller, zu dem man auch das Video im Netz anschauen kann. Daher fasse ich mich kurz und vergebe die Höchstpunktzahl. Wer das nicht mag, sollte sich das Album nicht kaufen.

Forevermore – Das dritte Stück des Albums lässt es etwas ruhiger angehen und ist eher eine Ballade, die erst im Laufe des Songs an Fahrt aufnimmt. Die Melodie geht sofort ins Ohr und macht Lust auf mehr, geeignet für die „Endlosschleife“. Auch hierfür gibt es die Höchstpunktzahl.
Euphoria – Der erste Song, der nicht auf Anhieb zündet. Dafür ist er vielschichtiger und enthält einige Melodie- und Tempiwechsel. Nichtsdestotrotz ist auch dies ein gelungenes Stück.

Blood on My Hands – Das Lied beginnt sofort mit dem (wieder sehr eingängigen) Refrain und erinnert stark an das „Salome“-Album von Xandria. Ich denke, dass Xandria besonders live damit gut punkten könnten.

Soulcrusher – Hier zeigt sich die Vielfältigkeit von Xandria. Harte Gitarrenriffs leiten den nächsten Song ein und erinnern den Hörer daran, dass man ein Metal-Album hört. ;-) Auch in den Strophen und im Refrain wird die eher untypische harte Linie weiterverfolgt, was dem Lied und dem Album insgesamt gut tut.

The Dream Is Still Alive – Nach dem härtesten Stück der CD wieder eine ruhige Ballade, die diesmal durchweg mit wenigen und leisen Instrumenten auskommt. Piano, Schlagzeug und etwas E-Gitarre im Hintergrund lassen viel Raum für den melodiösen Gesang. Ein weiteres Highlight.

The Lost Elysion – Dieses Stück ist ein sehr gutes Beispiel dafür, warum Xandria oft mit Nightwish verglichen wird, denn das Lied könnte man genauso gut auch auf einem guten Nightwish-Album erwarten und es würde dort zu Recht Höchstbewertungen erhalten. Melodiöse, druckvolle und schnelle Nummer der Extraklasse, besser geht's kaum.

Call of the Wind – Eine weitere hochklassige Nummer, die durch den Einsatz der irisch anmutenden Fiedel erneut etwas Abwechslung ins Album bringt. Auch dieses Stück ist schnell und druckvoll, der Refrain wieder eingängig. Das Solo weckt Erinnerungen an Gary Moores Interpretation von „Over the hills and far away“

A Thousand Letters – Auch hier sind Anklänge an irische Folk-Music zu hören, diesmal allerdings in Form einer Ballade. Fast überflüssig zu erwähnen, dass auch dieser Song durch und durch überzeugt.

Cursed – Die Violine gibt zu Beginn die Refrainmelodie vor und wird danach von fetten Gitarrenriffs abgelöst, die wiederum dem Gesang von Manuela weichen. Schließlich vereinigen sich alle zu einem dichten Sound und gebären einen weiteren guten und abwechslungsreichen Song.

The Nomad's Crown – Orientalisch anmutende Klänge zu Beginn lassen wieder Erinnerungen an „Salome“ oder „The Nomad“ von Iron Maiden zu, wobei die Assoziationen zu Maiden schnell verblassen, wenn der Gesang einsetzt :-) Mit neun Minuten ist dies der längste Song des Albums und beginnt sehr ruhig. Er steigert sich im weiteren Verlauf immer weiter und klingt teilweise sehr episch, so dass er auch gut einen Soundtrack zu einem Film abgeben könnte. Ein furioses Finale krönt den Song und das Album.

When the Mirror Cracks (Bonus Track) – In der Digipack-Version enthaltener Bonustrack, der noch einmal mit hohem Tempo daherkommt und sich nahtlos in die guten bis sehr guten Songs des restlichen Albums einfügt. Der zusätzliche Euro für diese CD-Version lohnt sich.

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Fazit: Für mich nicht nur das beste Album des Jahres sondern auch das beste Album des Genres, da es so gut wie keine schwachen Songs enthält.
Xandria zeigen hier, dass sie den Status einer Nightwish-Kopie verlassen haben, da sie mittlerweile besser als das Original sind.
Einziger Wermutstropfen: Die Songtexte im Booklet sind sehr klein geraten und man braucht ab einem gewissen Alter bestimmt eine Lupe, um sie lesen zu können ;-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 8, 2012 7:35 PM CET


Silverthorn (BOX-Set)
Silverthorn (BOX-Set)
Preis: EUR 18,26

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Konzept-Album mit kleinen Schwächen, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Silverthorn (BOX-Set) (Audio CD)
Die Rezension bezieht sich auf die Box-Set-Ausgabe, die neben der eigentlichen CD ein Poster der Band, ein Storybook und eine Bonus-CD enthält.
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Kurzfassung: Von Kamelot war ich bisher am meisten von „Black Halo“, „Epica“ und „Ghost Opera“ begeistert und freue mich, dass die neue CD sich auch eher in diese Richtung orientiert. Anklänge an die aus meiner Sicht nicht so gute CD „Poetry for he Poisened“ sind zwar vorhanden, aber halten sich in akzeptablen Grenzen.

Insgesamt hätte ich mir das neue Album noch etwas melodiöser gewünscht, so dass es wegen der streckenweise etwas unharmonischen und schwer zugänglichen (Gesangs)parts „nur“ vier Sterne von mir gibt.

Eine aus meiner Sicht ziemlich unverständliche Sache ist außerdem die Tatsache, dass es nun mit „Solitaire“ zwei gleichnamige Lieder der Band gibt, denn schließlich heißt auch das Intro der „Ghost Opera“-CD Solitaire, was an der einen oder anderen Stelle in Zukunft zu Verwirrungen bzw. Missverständnissen führen kann.
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Die Verpackung ist eine sehr stabile Kartonbox und macht den Eindruck, dass sie eine hohe Lebensdauer wird.

Zum Inhalt der Box:

Das Poster ist naturgemäß in so einer Box relativ klein und logischerweise geknickt. Ich persönlich kann auf so etwas gerne verzichten.

Das Storybook ist sehr stabil und enthält neben der Geschichte zum Album auch noch ein paar nette Fotos einiger der zahlreichen Gastmusiker der CD. Gerade für diejenigen, die die Texte des Albums verstehen wollen, lohnt sich hier also hier der Kauf der Box gegenüber der Standardversion. Die Story selbst basiert auf einem Konzept der Band und wurde anscheinend von Amanda Somerville geschrieben, die auch in den Chören des Albums mitsingt. Meiner Meinung nach ist die Story literarisch zwar nicht besonders wertvoll und an einigen Stellen etwas unstimmig. Auch die Figuren bleiben allesamt etwas farb- und leblos. Aber andererseits dient die Geschichte ja auch nur als Verständnishintergrund zum Album, so dass ich hier mit kleinen Abstrichen noch zufrieden bin.

Die Bonus-CD ist aus meiner Sicht der wahre Schatz dieser Ausgabe.
Neben den Instrumentalversionen der „Silverthorn“-Songs, sind hier noch zwei Bonus-Tracks enthalten. Zum einen das Instrumentalstück „Kismet“, das sich sehr gut zwischen „Sacrimony“ und „Ashes to Ashes“ einfügt und zum anderen der „echte“ Bonus-Song „Grace“, bei dem ich mich frage, wieso er es nicht auf die eigentliche CD geschafft hat, da er m. E. besser ist als beispielsweise „Veritas“. Aber auch die Instrumentalversionen der „Silverthorn“-Songs überzeugen durchweg. Es sind allerdings nicht „echte“ Instrumentalversionen, da an vielen Stellen die Hintergrundstimmen und Chöre mit enthalten sind, vermutlich wurde also lediglich der Sologesang weggelassen.
Einige Songs gefallen mir in dieser Version allerdings sogar besser, z. B. „Ashes to Ashes“ und „Veritas“.
Besonders hervorzuheben ist noch „Song for Jolee“, der auch ohne Gesang ein völlig eigenständiges und sehr gutes Lied ergibt.

Allein wegen dieser Bonus-CD kann ich jedem Interessenten zum Kauf der Box-Set-Version raten.
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Die Songs der eigentlichen CD im Einzelnen:
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Manus Dei – Vorwiegend instrumentales Intro mit sakralem Chor.

Sacrimony – Das Video dazu ist bereits veröffentlicht. Ein eingängiger Song mit schönem Refrain, der sofort zieht und etwas an Kamelots „Epica“ erinnert . Besonders hervorzuheben ist hier der Gastauftritt von Elize Ryd (Amaranthe), die einen Refrain zum Ende des Songs solo singt. Außerdem ist her am Ende des Songs noch Alissa White-Gluz (The Agonist) mit verzerrten Vocals zu hören, die einen kleinen Gruseleffekt hervorrufen.

Ashes to Ashes – Dieser Song ist komplexer und gewöhnungsbedürftiger als der Vorgänger. Er hat ein schnelles Tempo, aber die Vocals fügen sich nicht so gut in den Song ein. Stilistisch passt er eher zu einem Song von „Poetry for the poisoned“. Die Instrumentalversion zieht bei mir besser.

Torn – Ein echtes Highlight des Albums. Musik und Gesang harmonieren gut und der Refrain hat das Zeug zu einem Ohrwurm.

Song for Jolee – Noch ein sehr guter Song. Eine ruhige Ballade, hauptsächlich vom begleitenden Piano und den Streichern getragen. Wie auf der Bonus-CD zu hören, funktioniert das Stück auch ohne Gesang mindestens genauso gut.

Veritas – Für mich das schwächste Lied auf der CD. Der Gesang kämpft sich schleppend durch den Song und auch der Refrain bleibt gewöhungsbedürftig. Selbst die hier wieder zu hörende Elize Ryd kann den Song nicht wirklich retten. Die Instrumentalversion auf der Bonus-CD ist m. E. viel besser.

My Confession – Auch hier wirkt der Gesang in den Strophen etwas gezwungen, dafür ist der Refrain gelungen, womit ich das Lied insgesamt als noch gut bewerte. Aber auch hier höre ich lieber die Instrumentalversion der Bonus-CD.

Silverthorn – Der Titelsong des Albums ist vielschichtig und eigentlich nicht schlecht, aber nicht das Highlight, das man vielleicht von einem Titelsong erwarten könnte. Die schlicht schöne Refrainmelodie taucht in einigen Variationen auch noch in „Prodigal Son“ und „Continuum“ auf. Bemerkenswert ist der Kinderchor in der zweiten Hälfte des Songs.

Falling like the Fahrenheit – Ein wieder eher ruhiger Song, in den man sich nach ein paar Durchläufen gut reinhören kann, wieder begleitet Elize Ryd an einigen Stellen den Gesang von Tommy Karevik.

Solitaire – Abgesehen vom Namen (Das Intro auf „Ghost Opera“ heißt leider genauso!?) ein richtig gutes Stück, wie man es von Kamelot gewohnt ist, das sehr melodiös ist und auch in Stilrichtung „Epica“ geht.

Prodigal Son – Meiner Ansicht nach das Herzstück des Albums. Mit fast 9 Minuten Spielzeit und einem dreiteiligen Aufbau ist es sehr vielschichtig und setzt die Story des Albums auch von den Lyrics her sehr gut um.
Der erste Teil „Funerale“ beginnt sehr bedächtig mit Orgelklängen, die die Refrainmelodie aus „Silverthorn“ wieder aufgreift. Diese werden vom sakral klingendem Gesang Tommy Kareviks aufgegriffen und auch noch von einem Chor gesungen, bevor die Orgel von einer Akustikgitarre abgelöst wird.
Die einsetzende E-Gitarre leitet in den zweiten Teil des Songs „Burden of Shame“ über, in dem die innere Zerrissenheit der Brüder sehr gut rüber kommt.
Der dritte Teil „The Journey“ geht unauffällig aus dem zweiten Teil hervor und steuert bald auf den schönen Refrain zu, unterstützt von einem passendem Chor, auf dem Höhepunkt der Dramatik endet das Stück abrupt.

Continuum – Der vorwiegend instrumentale Epilog mit Chor und Solo bildet einen gelungenen Abschluss des Albums, allerdings hätte die dramaturgische Pause in der Mitte etwas kürzer ausfallen können. Bei etwas mehr als einer Minute absoluter Stille fragt man sich beim ersten Mal, ob denn jetzt nun noch was kommt... Ja – es kommt noch ein kurzes aber intensives Cellosolo, das wieder den Refrain von „Silverthorn“ aufgreift und von dem ich annehme, dass es sich hierbei um die Musik handelt, von der in dem Storybook die Rede ist.

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Alles in Allem ein gelungenes Konzeptalbum, das zwar gesanglich an einigen Stellen nicht ganz rund ist, aber durchaus mehr Höhen als Tiefen aufweist.
Klare Kaufempfehlung!


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