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Rezensionen verfasst von
Michael Raab (Karlsruhe)

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Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung: Die neue vegane Ernährung
Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung: Die neue vegane Ernährung
von Ruediger Dahlke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Teilweise schlampig recherchiert und damit insgesamt fragwürdig, 30. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe das Buch bisher nur quergelesen. Seine Ausführungen über die traditionelle chinesische Medizin (TCM) habe ich zuerst gelesen, denn davon verstehe ich etwas. Zwar bin ich kein ausgewiesener Experte, aber als Qigong-Lehrer habe ich mir doch ein gewisses Fundament in chinesischer Energielehre erarbeiten müssen, in dem ich auch geprüft wurde. Als ich dann die Ausführungen des Autors las, da hat es mir doch ein wenig die Sprache verschlagen. Manche Behauptungen sind schlichtweg falsch, andere muß man lange durch seine Synapsen kneten, bis man sie mit viel Zahnweh als „nicht falsch“ einordnen kann.
Nun ist Rüdiger Dahlke kein TCM-Experte, aber diese oberflächliche und schlampige Art zu recherchieren und die Neigung, die TCM solange zu verbiegen, bis sie in das Dahlke-Dogma passt, lassen generell Schlimmes vermuten.
Ich frage mich daher, inwieweit die anderen Aussagen in diesem Buch nicht doch auch mit großem Vorbehalt zu sehen sind? Was kann ich dann noch glauben und was nicht?
Ein paar Beispiele:
Auf Seite 148 behauptet er, der Punkt „mingmen“ sei der „Nierenpunkt“. Bis zur Ming-Dynastie hätte diese Aussage etwas Wahres in sich gehabt, aber seit einigen Jahrhunderten betrachtet man diesen Akupunktur-Punkt nicht mehr als Teil der Niere. Zwar steht er mit der energetischen Funktion der Niere und damit mit der Essenz Jing in enger Verbindung, er ist der Yang-Aspekt dieser Nierenessenz, aber er ist definitiv nicht der Nierenpunkt. Das wären dann eher die Yongquan-Punkte auf den Fußsohlen, wie sie teilweise im Taiji von Bedeutung sind. Er übersetzt auf Seite 150 „mingmen“ richtig als „Tor des Lebens – Tor der Bestimmung“. Er behauptet dann, dass sich darin das Lebensthema wiederspiegele. Inwieweit so eine Übersetzung zulässig sein könnte, müssen Sinologen entscheiden. Ich weiß nur, dass die Interpretation in Fachliteratur schon als unstimmig bezeichnet wurde und dass die „göttliche Bestimmung“ sich mehr auf die Lebensspanne beziehen soll. Ein wie auch immer geartetes oder formuliertes „Lebensthema“ konnte ich nirgends in der TCM-Literatur finden.
Ich finde es fahrlässig und mindestens fragwürdig, seine freie und „seltene“ Interpretation als Tatsache hinzustellen.
Auf Seite 62 sagt er, die Lebensenergie würde sich nach Aussage des Ostens nach seiner goldenen Quelle im Inneren in Yin und Yang aufspalten. Daraus speise sich die Energie in den Meridianen bis in die 7 Chacren hinein. Daraus ergäben sich dann die 4 Elemente.
Mit so einer Behauptung hätte ich in einer Prüfung zur TCM sicher irritierte Blicke geerntet und ich hätte viel kluges Zeugs erzählen müssen, um diese Schwarte wieder auszubügeln. In China kennt man Meridiane, aber keine Chacren (dafür aber 3 Dantien) und in Indien kennt man Chacren, aber keine Meridiane. Die 4 Elemente sind eindeutig westlicher Herkunft. In der TCM bezieht man sich auf 5 Elemente. Herr Dahlke vermischt hier munter 3 verschiedene Kulturen zu einem lustigen Einheitsbrei. Die Lebenseneregie „Qi“ fließt durch den Körper in verschiedenen Qualitäten und Feinheitsstufen, die jede für sich einen Yin und einen Yang-Aspekt haben. Was Yin und was Yang ist, ist wiederum abhängig von der Relation der Betrachtung. Die Aussage, diese Energie würde „aufgespalten“ in Yin und Yang und daraus würde sich das Ying-Qi (Nähr-Qi) in den Meridianen speisen ist mindestens als unsauber zu bezeichnen.
All diese Dinge scheinen nur Kleinigkeiten zu sein und eigentlich will Dahlke ja kein Buch über die TCM schreiben. Trotzdem zeigt es, wie schludrig und teilweise falsch hier Begriffe und Denksysteme vermischt und dargestellt werden.
Kann man dem Buch im Ganzen denn noch trauen? Hat er noch mehr Studien und Thesen auf diese Art durcheinander gebracht?
Mein Vertrauen in Rüdiger Dahlke als Fachbuchautor ist schwerwiegend gestört.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 30, 2015 3:16 PM MEST


Schloss Elmau - Eine deutsche Geschichte
Schloss Elmau - Eine deutsche Geschichte
von Dietmar Mueller-Elmau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nettes Geschreibsel ohne Tiefgang, 29. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der erste Teil des Buches ist eine nette, aber oberflächliche Darlegung der Elmauer Geschichte.
Den zweiten Teil habe ich mir bisher noch nicht gelesen, werde das aber bald nachholen.
Seit meiner Kindheit kannte ich über meinen Vater das alte Elmau mit seinem beinahe klösterlichen Flair und von Tagungen, die sich mit dem Streben des Menschen nach dem „Höheren“ widmeten. Von daher verbinde ich mit diesem Schloss angenehme und inspirierende Kindheitserinnerungen, die sich im neuen Elmau leider so überhaupt nicht widerspiegeln wollen.
Ich bestellte mir dieses Buch in der Hoffnung, Futter für meine alten Sehnsüchte darin zu finden. In diesem Punkt bin ich leider enttäuscht worden. Elmau war als geistiges Begegnungszentrum erbaut worden und es zog Tagungen und Gruppen, die sich dem Streben nach dem „Höheren“ verschrieben hatten, magisch an. Mit der Neugestaltung als Luxustempel ist diese Ausrichtung leider verloren gegangen. Dieser Punkt in der Geschichte der Elmau wird leider nur sehr oberflächlich abgehandelt. Gerade auch im Hinblick auf die verschiedenen spirituellen Strömungen, die zu Gast auf der Elmau waren und die den Gralshütern der Elmauerei so gar nicht gefielen, hätte ich gerne mehr erfahren.
Johannes Müller war ja ein protestantischer Theologe und im Buch liest es sich so, als sei er ein typisch protestantischer Kleingeist, der nur seine Wahrheit gelten ließ. Immerhin betrachtete er Anthroposophie, Theosophie und den Buddhismus als Widerspruch zu den Evangelien und lehnte sie alle als eine „menschgemachte Läuterung und Vergötterung des Ich“ ab. Bezüglich des Buddhismus ist das schon eine seltsame Einstellung.
Seltsamer Weise waren es genau diese Strömungen, beispielsweise die Anthroposophische Gesellschaft und die Amorc-Rosenkreuzer, die das Schloss Elmau regelmäßig für ihre Veranstaltungen mit teilweise 300 Gästen buchten. Auch Graf Dürckheim und Enomiya-Lassalle hielten Seminare auf der Elmau ab. Der Autor geht leider nur mit einem Nebensatz darauf ein, dass diese Gäste bei den Nachfahren des Gründers sehr ungern gesehen wurden. Man warf ihnen vor, den Elmauer Geist zu verraten. Das spannungsgeladene Verhältnis zu diesen Gästen wäre ein eigenes Kapitel wert gewesen. Denn gerade hier liegt eine gewisse Ironie der Geschichte: Schloss Elmau hätte eine Heimstadt für solche Strömungen werden können, von denen es reichliche Nachfolger gibt. Denn Elmau war ja als geistige Begegnungsstätte gebaut und erinnerte immer irgendwie an ein Kloster. Ich denke da nur an Tai Chi und Yoga und an buddhistische Meditationen in der modernen Psychotherapie. Dann wäre Elmau heute vielleicht ein Retreat für Menschen mit dem Sinn nach Höherem. Stattdessen verkam es zu einem Luxushotel für Menschen mit Geld aber nicht notwendigerweise mit Geist. Denn die Gralshüter hielten an Altem fest und die Elmauer Kundschaft drohte auszusterben. Nach dem Großbrand entschloss sich der Autor und Geschäftsführer dann zu einem Schritt in die Richtung der Säkularisierung und damit zur Profanität und zur Bedeutungslosigkeit.
Über diese schicksalhafte Entscheidung verliert der Autor kein Wort. Man merkt ihm an, dass er mit den Gralshütern der Elmau abschreckende Erfahrungen gemacht hatte. Man merkt aber auch, dass er für die Spiritualität und Geistigkeit des Menschen, für das Streben nach „Höherem“ nicht wirklich einen Sinn hat. Auf Seite 87 beispielsweise schreibt er über das Nicht-Tun der Urlaubsgäste: „Da man für das Nicht-Tun, in dem laut Tao nichts ungetan bleibt, sehr viel Kraft braucht“. Lao tse und Tschuang tse würden sich über diesen Satz im Grabe herum drehen. Er setzt das in Zusammenhang damit, dass man Urlaubsgästen das Nicht-Tun erleichtern solle. Da sind schon ernsthafte Zweifel daran erlaubt, ob der Autor die tiefere Essenz des Taoismus (und anderer Philosophien) überhaupt begriffen hat.
In diesen Zusammenhängen, die für den Geist der Elmau wesentlich sind, glänzt der Autor leider mit einer gewissen Ahnungslosigkeit und lässt Einblick in tiefere Hintergründe vermissen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2015 1:28 PM MEST


iZen - Für denkende Menschen: Das Systemprogramm zur inneren Befreiung und Heilung
iZen - Für denkende Menschen: Das Systemprogramm zur inneren Befreiung und Heilung
von Dr. Michael Weh
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen alberne Gehirnwäsche, 11. Februar 2012
Ein sehr seltsames Buch: da versucht einer, ganz alten Wein in neue Schläuche zu füllen.
Das Buch stellt eigentlich nur den Weg des Buddha dar (mit ein paar wenigen Variationen), besitzt aber die Kühnheit, dafür einen eigenen Markennamen mit Trademark einzuführen.
Da will einer etwas verkaufen, was gar nicht ihm gehört.
Es wird so getan, als ob man in kurzer Zeit zu einem Meister werden könnte, wenn man sich albern genau an diese seltsame Farbmarkierungen hält.
Das ist einerseits illusionär, weil man nicht deshalb Meister wird, weil man ein paar Übungen strikt nach Plan gemacht hat, andererseits ist es so, daß viele andere auch verschiedene Verfahren meisterhaft beherrschen, ohne dieses sonderbare System durchlaufen zu haben.
Innere Befreiung und Heilung ist eher eine Lebenskunst und ist somit eigentlich nicht kompatibel mit irgendwelchen Systemen.
Das im Buch vorgestellte System ist eher eine Gehirnwäsche für Konsumenten, die einen festen Rahmen brauchen und die gerne hören wollen, daß ihre Sache etwas Besonderes ist.

Ein gutes Buch über Entspannungsverfahren oder eines über buddhistische Meditation wären sicher besser als diese Marketing-Geburt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2013 8:43 PM MEST


Qigong im Überblick - Ein Special des Taijiquan und Qigong Journals
Qigong im Überblick - Ein Special des Taijiquan und Qigong Journals
von Helmut Oberlack
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierter Überblick, 19. Mai 2011
In diesem Buch werden 34 Übungsreihen und System vorgestellt. Zu Wort kommen namhafte Vertreter der jeweiligen Richtung.
Zwar findet man hier keine Anleitungen für die einzelnen Übungen, aber man bekommt genug Informationen, um zu erspüren, welche Qi Gong Reihe einem eventuell liegen könnte.
Es ist wertvoll für jeden, der sich tiefer mit Qi Gong beschäftigen möchte. Ein sehr guter Kompass für alle, die auf der Suche nach einer (neuen) Übungsreihe sind.
Eim "Muß" für jeden, der Qi Gong lehrt, um sich ein breites und gutes Wissen über die Untiefen des Qi Gong Jungels zu erwerben.


Qigong: Grundlagen, Methoden, Anwendung
Qigong: Grundlagen, Methoden, Anwendung
von Kenneth S Cohen
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Überblick, leider fehlt die Tiefe, 18. Mai 2011
Dieses überaus umfangreiche Buch bietet einen satten Überblick über die Welt des Qi Gong. Es enthält viele Anregungen auch für routinierte Praktizierende und erhellt einige Hintergründe so, daß sie der Westler gut verstehen kann.
Leider läßt es einige wichtige Dinge vermissen: In den Übungsanleitungen sind einige gängige Qi Gong Figuren beschrieben. Leider bleibt das Buch bei den oberflächlichen Aspekten dieser Figuren stehen. Die tiefergehenden "inneren" Bewegungen fehlen vollständig! Was hier beschrieben wird, sind nette meditative Bewegungen, aber nicht wirkliches Qi Gong! Das Sinken ins Dantian, die Gegenläufigkeit in den Bewegungen der Arme und des Körpers und das Prinzip der Spiralisierung werden nicht ansatzweise erwähnt.
Damit wird das Qi Gong reduziert zu einer freundlichen Entspannungsmethode.
Trotzdem gebe ich dem Buch 4 Punkte, weil es viele Anregungen enthält und sehr angenehm zu lesen ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 16, 2013 10:32 AM CET


Chinesische Philosophie: Eine Einführung. Mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis und einer Zeittafel versehen
Chinesische Philosophie: Eine Einführung. Mit einem ausführlichen Literaturverzeichnis und einer Zeittafel versehen
von Richard Wilhelm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ideale Einführung, 31. Januar 2011
Dieses kleine Buch ist eine ideale Einführung für alle, die "nur" einen guten Überblick über die chinesische Philosophie haben wollen.
Alle wichtigen Namen und Strömungen werden genannt und kurz und prägnant erläutert.
Man wird durch dieses Buch kein Fachmann, aber man bekommt eine fundierte Allgemeinbildung zu dem Thema.


Die heilende Kraft der Achtsamkeit
Die heilende Kraft der Achtsamkeit
von Jon Kabat-Zinn
  Gebundene Ausgabe

42 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Technisch und textlich eine Anfängerarbeit, 18. August 2007
Ich habe selten so eine schlechte CD zu dem Thema gehört. Die Sprecherin schafft es nicht, während der Sprechpausen den Mikroregler herunter zu fahren, so daß man Ihre Atemgeräusche im Kopfhöhrer deutlich wahrnehmen kann(Was ziemlich nervt). Dann nuschelt sie und hat deutliche Schwierigkeiten, Ihrer Stimme eine natürliche Entspanntheit zu geben. Die Sanftheit in Ihrer Stimme hat etwas gekünsteltes an sich. Im Text sind einige Passagen enthalten, die einen wieder aus der Achtsamkeit reißen, wenn man sie beachten wollte: Erklärungen, was man nicht machen soll, analytische Sätze, die viel zu langatmig sind für eine Entspannunginduktion, Mammutsätze mit Alternativen (z.B. wie und wo man seinen Atem beobachten soll), die phonetisch schlecht gegeneinander abgesetzt sind und in ihrer Gesamtheit viel zu lang sind. Diese CD ist die Arbeit von lieben und netten Menschen, die in Punkto Aufnahmetechnik und im Thema Meditation - Achtsamkeit - Trance eher Anfänger sind. Das ist schade, denn die Themen Achtsamkeit und Meditation sind doch sehr wichtig und hätten ein professionelleres Team verdient.


Der Mythos der Rosenkreuzer
Der Mythos der Rosenkreuzer
von Monika Hauf
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Autorin kennt das Thema nicht, 8. Dezember 2006
Man spürt beim Lesen deutlich, daß die Autorin nicht die geringste Ahnung hat, wie ein spiritueller Weg in ewta aussieht. Diese Dinge werden nicht einmal theoretisch berücksichtigt. Die Rolle der Paradoxien und der scheinbaren Zufälle sind der Autorin eine fremde Welt.

Das Buch ist ein deutliches Beispiel, wie die "profane Welt" früher und heute geistige Impulse missversteht. Die RC-Urschriften enthalten einige solcher Fußangeln für die unspirituelle Welt. Die Autorin hat keinen davon ausgelassen. Das Buch ist für frustrierte "Sucher auf dem Pfad" erheiternd und lesenswert.


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