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Rezensionen verfasst von
Oliver Halsband

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Simple Man
Simple Man
Preis: EUR 1,29

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Selbst der kleinste vermag..., 14. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Simple Man (MP3-Download)
den Lauf des Schicksals zu verändern!" (Galadriel)

Nicht nur die Physiognomie, auch der Weg und die Message Kümmerts, welche mit "Simple Man" nun bei der aktuellen Staffel von "The Voice of Germany" auf den Punkt gebracht wird, lassen Assoziationen mit der Rolle des kleinen, zunächst unscheinbaren Hobbits Frodo Beutlin aufkommen, auf dessen Schultern das Schicksal einer ganzen Welt lastet und welcher dennoch unbeirrt seinen Weg geht und seine Aufgabe meistert.

Und so ist der Song nicht nur voller Kraft, Mut und Hoffnung, sondern die eigene logische Konsequenz der beeindruckenden Performances des selbstlos-bescheidenen Sängers bei der Show.
Hier bilden eine sowohl kraftvolle als auch wendige, verspielte Ausnahmestimme auf der einen Seite und professionelles, authentisches Songwriting auf der anderen eine mitreißende, außergewöhnliche Symbiose, aus der noch so manches Blues-Schätzchen oder Rockbrett hervorgehen kann. Man darf hier wirklich gespannt sein auf das Album, denn dass eines entstehen und veröffentlicht werden wird, daran ließen schon die allerersten Stimmbandschwingungen des "Rocketman" bei der Show keinen Zweifel.

A German Cocker - wer hätte das mal gedacht!? Bitte mehr davon =)


Avril Lavigne
Avril Lavigne
Preis: EUR 9,49

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen I'm sippin' on sunshine, 2. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Avril Lavigne (Audio CD)
S**xxx die Wand an, aber hier läuft schon wieder das neue Lavigne Album, nachdem ich es jetzt schon ein paar Mal durchgehört habe. Und meine Ohren sind der Überzeugung, dass es durchaus gelungen ist. Besser auch als so manche akustische Absonderung von Gaga, Perry, Pink und Konsorten.
Avrils Alben waren ja eigentlich immer überdurchschnittlich gut (damit meine ich gut komponiert, arrangiert, produziert, gesungen, dazu für i. w. S. (Teen)Pop-Mainstream auch recht kreativ, dabei definitiv eingängig). Apropos "Teen": die Phase hat sie natürlich längst hinter sich. Schon die letzten beiden Alben klangen adult und waren sicher auch kompatibel mit den gewissen Hörgewohnheiten und -vorlieben älterer Generationen, was von o. g. Ladies ja nicht immer behauptet werden konnte/kann. Selbst eine Minogue exerzierte ja in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehnts eine akustische und kinetische Juvenisierung sondergleichen.
Eher konträr zu dieser Inszenierung gerierte sich Avril ja immer schon als frühreif und abgeklärt. Und mittlerweile hört man es auch deutlicher an ihrer Stimme, die nun reifer und professioneller klingt. Ja, es ist ein Studioalbum, und dementsprechend rund und perfekt klingt auch alles irgendwie. Dennoch: Avril weiß ihre Stimme fantastisch einzusetzen und von den Produzenten und Sound Engineers zur Geltung bringen zu lassen. Sie ist sehr flexibel und dynamisch - von sanft und fragil bis kratzig und kraftvoll.
Manchmal meine ich, eine gewisse Nähe zum Stimmeinsatz einer Dolores O'Riordan (Sängerin der "Cranberries") oder einer Florence Welch (Sängerin "F. & The Machine") herauszuhören. Auch eine Morrissette schien Patin gestanden zu haben. Aber das ist alles i. O., stimmig, authentisch ..und legitim. Sie kann es eben. Und sie kann es sich leisten. Avril is back once more. Hier mal ein paar Anspieltips:

- 17
- Bitchin' Summer
- Let Me Go (Duett mit Chad von Nickelback)
- Give You What You Like
- Sippin' On Sunshine
- Hello Heartache
- Hush Hush

Fazit:

Etwas gewöhnungsbedürftig und "untypisch" sind nur "Bad Girl" und "Hello Kitty", der Rest ist ebenfalls gut anzuhören, keine Ausrutscher. Das sind mind. 60, eher 70 Prozent des Albums, was man als gut bis wunderbar bezeichnen könnte. Eine Quote, die es (nicht nur) im Mainstream nicht gerade häufig gibt wie ich finde. Alles in allem kann der geneigte Hörer (und natürlich auch Hörerin) hier nichts verkehrt machen und auch längere Zeit Freude mit dem Album haben. Für dieses hörenswerte Werk vergebe ich daher guten Gewissens vier von fünf Sternen und wünsche viel Freude :)


Synthetic Movement
Synthetic Movement
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Time to MOVE on!, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Synthetic Movement (Audio CD)
CHROM SYNTHETIC MOVEMENT - eine subjektive track analyse und rezension

Stilistisch und gesanglich irgendwo zwischen Seabound, Evils Toy, Colony 5, Camouflage, De/Vision und Distain! besinnen sich Christian Marquis und Thomas Winters mit ihrem zweiten Album "Synthetic Movement" auf die Kraft von clubkompatiblem Electro/EBM und unternehmen nebenbei auch gerne Ausflüge in Synth-/FuturePop-Sphären. Dabei gelingt es ihnen, ihren Sound auf auf wesentliche Elemente zu reduzieren und somit klar zu artikulieren. Doch greift eine eventuell angedeutete Club-Fokussierung zu kurz, zumal die Scheibe hier und da durchaus emotionale Tiefe und Subtilität zeigt. Am besten, man wirft doch gleich mal ein paar Blicke in diesen "chromatischen" Mikrokosmos, der mit dem vorliegenden Nachleger nun möglicherweise als weitere Bereicherung der Musikrichtungen gewertet werden könnte...

MEMORIES

Der Opener kommt nach einem befremdlichen Ausflug in Dancefloor-Gefilde der Mittneunziger Jahre dann klar zur Sache und macht aus dem etwas entscheidungsunfreudigen ein club-gebürstetes EBM-Synthpop-Konstrukt mit eingängigem Refrain und mitreißender Melodielinie.

SURRENDER

Stakkato-snares und ein sehr pressend eingesetzter und gebrochener Bass-Synth lassen den Track zunächst (und auch in späteren Zwischenparts) sehr im Military Style daherkommen.
Die Härte wird jedoch von treibenden, hellen Synth-Obertönen flankiert und erfährt dadurch viel Progressivität und Power. Dies funktioniert wohl auch ganz gut im Club mit ordentlichem (am besten synchronisiertem ;)) Stroboskop-Gewitter.
Die zwischendurch geshouteten (bzw. leicht gekrächzten) Vocals erinnern übrigens ein wenig an Billy Idol in seinem 2006er Track "Evil Eye". Der Sänger und Vokaltechnik stellen hier ihr Können und ihre Flexibilität recht eindrucksvoll unter Beweis, denn die Stimme wird an anderer Stelle recht fragil, sogar leicht feminin verstellt und eingesetzt, was wunderbar gelungen ist.

LONELINESS

Nach härterer Introphase folgt mit "Loneliness" ein eher sanftes Stück mit gemäßigtem Tempo. Refrain und Hauptmelodie, aber auch das rein musikalische Songwriting bzw. die Entwicklung des Songs machen selbigen zu vielleicht einem der besten des Albums. Lyrics wie "You are searching for a sign, while your heart is out of line.." sind einfach wunderschön und bleiben hängen.

LOSING MYSELF

Auch dieses Stück zählt zu den low-tempo-Nummern und schließt nahtlos an "Loneliness" an. Anfangs noch etwas langatmig und auf wesentliche Elemente beschränkt, entwickelt sich dieser Track langsam zu einer sehr eindringlichen, gefühlsintensiven Elektro-Ballade mit leicht trancig anmutenden Saw Synth Sounds. Die E-Percussions lassen Assoziationen mit der Einkleidung einiger balladenartiger Seabound-Tracks zu. Die Vocals kommen stellenweise ziemlich Gahan'esk rüber, was den Hörgenuss jedoch keineswegs mindert. Die Verschmelzung von Stimme, melodiegebenden Synths und darunter liegendem Klangteppich gelingt hier dank emotional sehr weichen, subtilen Übergängen und einer bitter-süßen Stimmung ähnlich intensiv wie etwa bei einigen Klassikern Silke Bischoffs (die Chrom aber wohl eher unbeabsichtigt als Quelle der Inspiration gedient haben). Alles in allem ist "Losing Myself" ein gelungenes und starkes Stück.

IN MY WORLD

Auch hier sind die Synths so zum Beat gesetzt und die Akkorde so gewählt, dass der Track in einem Gewand daher kommt, das mit leichten Trance-Elementen bestickt ist, jedoch die typische Melancholie nicht vernachlässigt.

WE'LL BE ALONE

Schwermut und Beengung dominieren dieses Stück, und bis auf den "Refrain" und die etwas "helleren", schnell akkordierten Zwischenpassagen werden stets nur zwei Akkorde eingesetzt, was eine gewisse Aussichtslosigkeit und Gefangenheit ausdrückt, die jedoch im weiteren Verlauf musikalisch wie textlich von der Sehnsucht nach einem Ort, an dem man frei sein und an dem man sich zuhause fühlen kann, immer wieder zu durchbrechen gesucht wird.

SLAVE

Der im Vergleich recht aggressiv und schroff klingende und wirkende Track setzt in der Albummitte einen kleines Ausrufezeichen; hier zeigt sich das Projekt von einer noch etwas anderen Seite. Ein wenig kraftvolles Kontrastprogramm könnte man sagen, aber nicht besonders innovativ. Zum Sklaven dieses Tracks will man nicht so wirklich werden (m. M. n.).

BREAK THE CHAINS

Hart geht es weiter mit diesem auch "psychoaktiven" Track, nicht zuletzt befördert durch das bohrende und schrill-schräge Synth-Feuer. Chrom beherrschen auch diese etwas bösere oder zumindest tiefer schürfende Spielart des Electro, könnten aber hier und da ruhig noch bedrückendere und fiesere Klangbausteine einstreuen und den Sound (auch anderer Stücke) insgesamt vielleicht etwas "industrieller", d. h. knarzender, rauschender, dreckiger machen (m. A. n.)

LET IT GO

Die Stimme ist hier sehr tief, zum Teil verhallt, später verzerrt eingesetzt, was nochmals das im Vergleich zu anderen Genre-Mitstreitern der zweiten Reihe breitere Vokalspektrum verdeutlicht. Der Instrumentalpart besteht fast auschließlich aus drei Akkorden, doch nicht nur deshalb ist das Stück trotz treibenden Beats und einer bedingten clubtauglichkeit eher von durchschnittlicher Qualität.
Immerhin unterlegt ein leichter Pad-Teppich den stoischen Gesang und die repetitive Message.

SO HIGH

Die Arpeggio-Bassline erinnert an VNV Nation, der Einsatz der Vocals an Assemblage 23. Dennoch schaffen es Chrom, diesem Teil einen eigenen Charakter zu verleihen. Der Refrain ist eingängig und graviert sich in den Cortex ;-)

YOUR DESTINY

Sehr düster und abgründig intoniert, scheint dieser Track in einem BDSM-Keller zu beginnen. Kühl und behäbig stampft sich dieses Werk vor, um zwischendurch engelsgleich zu erstrahlen. Die freigesetzte Energie, die zuvor noch unter einem schweren Berg begraben schien, ist von einer euphorisierenden Schönheit und Bestimmtheit, dass sich der Hörer ihr nur schwer entziehen kann. Definitiv ein Highlight des Albums.

> Ein FAZIT

Ein Album, das Zeit einfordert, das erst einmal verdaut werden muss, um seine Wirkung zu entfalten. Anfänglich könnte man ihm eine gewisse Monotonie und Simplizität vorwerfen. Gewiss gibt es komplexere und feiner strukturierte Werke in diesem Musikgenre. Dennoch wird eine solche Kritik dem Gesamtwerk nicht gerecht. Stellenweise funkelt es nämlich auf, jenes Gefühl, man habe es hier mit einem unscheinbaren und doch postmodern-zeitlosen Werk zu tun. Und hier und da kommt dann auch jenes bittersüße Kribbeln, jene Melancholie, die sich mit wundervollen Perlen des Trosts ihren Weg durch Wohnungen und Clubs bahnt - ganz wie man es von den (noch) helleren Sternen der Szene her kennt..
Angesichts einer Vielzahl von Genre-bildenden Vorgängern kann der Albumtitel natürlich nur werkimmanent interpretiert werden. Chrom sind und wollen gewiss keine Pioniere irgendeines neuen Subgenres sein. Zu gerne wird man aber Teil jenes metaphorischen Movements und lässt sich von Chrom an erkenntnis-, vielleicht sogar bewusstseinserweiternde Orte irgendwo zwischen Gegenwart und Zukunft mitnehmen... Genre-Newbies werden jedenfalls auf ihre Kosten kommen. Langjährige Szenekenner und Synthpop-Jünger werden dieses Werk vielleicht etwas gelassener und aus einem Zustand der Verwöhnung heraus betrachten und bewerten, es hoffentlich jedoch nicht als überkommenen Einheitsbrei klassifizieren. Bestimmt braucht es mehrere Anläufe, um sich den Stücken zu nähern und sie schätzen zu lernen, dann jedoch dürfte sich die private Sammlung unmerklich um einige Ohrwürmer und einige Club Burner erweitern..
Reinhören lohnt sich allemal, wird hier auf der amazon-Plattform (s. o.) jedoch wenig nützen, da die meisten Tracks ihr Thema und ihre Wirkung erst nach ein bis zwei Minuten aufnehmen und entfalten. Daher erstmal beim CD-Händler des Vertrauens oder auf youtube antesten (nicht downloaden). Oder z. B. die verlängerte Vorhörzeit im iTunes-Store (eine begrüßenswerte Verbesserung wie ich finde) nutzen.


Sneaker Kustom Kramer
Sneaker Kustom Kramer

5.0 von 5 Sternen urbaner Minimalist und stiloffener Parkettschmeichler, 18. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Sneaker Kustom Kramer (Misc.)
Meine ersten Sneakers in Schwarz. Kaufentscheidend war eher die sehr klassische und stimmige Form der Schuhe. Leider waren in unzähligen Onlineshops keine farblichen Alternativen in meiner Größe (46) zu finden. Das Label - mir bislang unbekannt - scheint seine "Jünger" zwar eher im Hip-Hop/Streetstyle-Bereich zu haben (eine Nähe zu diesen Lifestyles ist im Design zumindest erkennbar). Dennoch strahlt das Paar eine Schlichheit und Eleganz aus, die in Kombination mit passenden Hosen sicherlich auch zu feierlichen Anlässen oder beim Theaterbesuch gut zur Wirkung kommt. Aber auch im urbanen Raum - ob Straße, Shoppingcenter oder Club - fühlt sich der "Kramer" äußerst wohl und beantwortet auch abrupte Richtungs- und Tempowechsel mit viel Softness bzw. Absorption. Das Leder hat einen ausgewogenen Glanz, der die Schuhe angenehm unprätentiös und geheimnisvoll erscheinen lässt.
Verarbeitung und Tragekomfort sind m. A. n. hervorragend. Die Sohle federt angenehm, aber nicht zu stark. Der Schuh dürfte auch für etwas breitere Vorfuß- bzw. leichte Spreizfußtypen ausreichend Platz lassen, während die Ferse sicheren und druckfreien Halt erfährt. Das Abrollverhalten des Schuhs ist ebenfalls vorbildlich und ergänzt das (bis auf die "rebellisch" gelb-schwarz gestreifte Unterseite - ein potenzieller Hingucker für dem Träger folgende Personen) zurückhaltende, vielseitig kompatible Design um eine leicht sportliche Funktionalität.
In ökologischer Hinsicht allerdings offenbaren sich Defizite. Wie so oft bei neuen Schuhen wahrnehmbar, verbreitet auch dieses Produkt einen penetranten, beißenden Geruch, der auf Schadstoffe hindeuten kann. Zudem machen die Farben und Kunststoffe in der Sohle und die impressive Glanz-Behandlung des Leders die Verwendung umweltschädlicher Stoffe wahrscheinlich. Dies ist umso bedauerlicher, zumal der Artikel preislich der gehobenen Mittelklasse im Sneaker-Bereich zuordbar ist. Als Produktionsstandort kann daher wie so häufig auch in diesem Fall ein fernöstlicher vermutet werden. Der Schuhkarton besteht zumindest - wie mittlerweile mehr oder weniger üblich - aus unbeschichtetem Altpapier.

Wer also einen Schuh aus umweltfreundlicherer Produktion sucht, liegt mit diesem Produkt falsch. Wer in dekadent-umweltunsensibler Weise Stil und Optik vor Wiederverwertbarkeit und Produktionsnachhaltigkeit stellt, wird in dieser Fußbekleidung zumindest einen längerfristigen, komfortablen, robusten und stilsicheren Begleiter finden.


Devils
Devils
Preis: EUR 16,64

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungener Gothic Rock zwischen HIM, G.O.D. und Moonspell, 30. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Devils (Audio CD)
ich kann mich dem positiven Grund-Tenor der anderen Meinungen nur anschließen. Was hier aus den Boxen erklingt, ist sehr gut produzierter, stimmungsgeladener, energetischer und eingängiger Mixtur aus Gothic-stereotypen Sounds und wuchtigen Rockklängen.
Auch ich bin durch das SEHR GENIALE Video zu "Lost Boys" auf das Werk der Finnen aufmerksam geworden, besser gesagt wieder aufmerksam geworden. Im Jahr 1999 hatte ich den Klassiker "Wasting The Dawn" auf einem Zillo-Sampler gehört, war aber nicht sehr angetan von der Stimme. Melodie und sonstiges Klangbild waren aber ganz gut. Dennoch schwärmte ich damals eher für die Dreadful Shadows... Dass sich The 69 Eyes zwischenzeitlich so weiterentwickelt haben ist beachtlich und sehr erfreulich. Mittlerweile habe ich auch mal "Paris Kills" angetestet, was auch recht gut ist. "Devils" stellt jedoch für mich das bisher beste Album dar. Es klingt schon ziemlich ausgereift und "erwachsen".
Beachtlich ist hier, dass sich die Band nicht ganz so ernst und hartgesotten nimmt, wie man dies von vielen anderen Szenegenossen kennt. Will heißen: Ansprüche von Hardcore-Melancholikern werden nicht so bewusst, versteift und gekünstelt bedient. Stattdessen finden sich durchaus "massenkompatible" bzw. allgemeinverträgliche Tracks auf der Scheibe, die auch Fans leichteren Rocks wunderbar bekommen dürften.
Anleihen von HIM, und den Genre-Pionieren Sisters Of Mercy, Fields Of The Nepilim (vom Gittarenarrangement her) und - wie ich finde Garden Of Delight (v.a. hinsichtlich der Stimme teilweise). Der Track "Hevioso" kommt - wie bereits erwähnt - sehr "ethnolastig" daher, erinnert er doch stark an einen Stammesritual, welches abgehalten wird. Ein weiteres Mal wird der Beweis erbracht, dass derlei Einschübe durchaus genrekompatibel sind. Hier ist in Sachen Mystizismus die Nähe zu Garden Of Delight hörbar, aber auch ein wenig zu Moonspell. Apropos Moonspell: Jimmy hätte oder auch Christina Death hätten von derem Album "Sin / Pecado" stammen können.. Wohlgemerkt: das sind nur Analysen, nach welchen anderen Bands man sich orientiert haben könnte, und Inspirationen sind hier durchaus positiv im Sinne eines "intelligenten Verschmelzens" unterschiedlicher Einflüsse zu verstehen und nicht etwa als lust- und einfallslose Kopierversuche.
Feel Berlin eignet sich als nächste Single-Auskopplung. Der Song kommt zwar recht glattgebügelt und retortenhaft daher. Dennoch kann die Synthy-Unterstützung punkten, und in Sachen Tanzbarkeit und Eingängigkeit hat man hier ein Exempel gesetzt,
welches den Gesamteindruck und die Stimmung trotz leichten Kommerzcharakters nicht trübt.
Insgesamt würde ich sagen: ein Leckerbissen für verschiedenste Geschmäcker. Zugreifen, träumen, abrocken, philosophieren.
Meine Anspieltips neben "Lost Boys" (was ein wenig LÄNGER hätte sein können, ansonsten aber überwältigend ist): JIMMY oder SISTERS OF CHARITY (wunderbare Melodien und passende Texte)


Chronoscale
Chronoscale
Wird angeboten von musik-markt
Preis: EUR 37,21

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chronoscale - Quell der Poesie, Fantasie und Lebensfreude, 17. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Chronoscale (Audio CD)
Der Name Mirco de Govia bürgt für hohe Qualität. Eine Qualität, welche der Ausnahmekünstler mit jedem neuen seiner unvergleichlichen
Veröffentlichungen unter Beweis stellt. Spätestens seit fantastischen Eigenproduktionen wie "Epic Monolith" und "Things That Matter"
hat sich der Trance-Produzent, der lange Zeit als Geheimtip galt, einen Namen gemacht. Und jetzt entdeckt man vielerorts auch
Werke aus seiner frühen Schaffensperiode wieder (u.a. Clubspring, welches mit dem neuen "Mindspring" eine Art Fortsetzung oder Weiterentwicklung
erfahren hat). MdG's fulminante Remix-Arbeiten zu Ralphie B's "Massive", des verträumt-verspielten Stücks "Second Sun" seiner Label-Kollegen
namens Sonorous und zuletzt die etwaige Zweifel für immer begrabende, mitreißend energetische Interpretation des ohnehin schon wunderschönen
Tracks "Velvet Morning" seiner Euphonic-Genossen Kyau vs. Albert - dies alles spricht eine eindeutige Sprache, nämlich die des Erfolgs auf breiter
Linie.
Die weltweit renomiertesten Trance-DJs haben seine Scheiben nicht nur in ihren Cases, sie lassen sie auch fast gezwungenermaßen, aber
mit tiefer Überzeugung und aus ganzer Seele in ihren Playern und auf ihren Turntables rotieren. Es vergeht nicht ein
Party-Weekend, an dem nicht ein einigermaßen versierter (i-)Trance-DJ den "Hammer des Abends" rausholt...
wer lässt sich auch schon die Gelegenheit entgehen, sich mit links in die Herzen der crowd zu spielen!?!? =) Mirco de Govia erledigt's schon. "Hands
in the air" und ab geht die Post. Der Stimmungsgarant macht mit seinen perfekt ausgewogenen, emotionsgeladenen, sanften, aber energiegeladenen
Überfliegersounds jede noch so kleine Party zum wahren Event, zum glitzernden Abendstern.
Dabei haben de Govias Stücke eine ganz eigene, unverwechselbare Note, klingen sie doch federleicht, verspielt, träumerisch und sanft, wobei stets
jene kaum definierbare teils mediterran-antike, teils (skandi-)nordische Note mitschwingt. Letzteres hat es so in der gesamten Geschichte
anspruchsvoller Trance Music noch nicht gegeben. Der Urheber dieser mal bombastisch-theatralischen, mal einlullenden und sphärischen Klänge
hat etwas in dieser Form Unglaubliches und Innovatives vollbracht, das da wäre, intelligentes und zukunftsweisendes state-of-the-art Sounddesign im
Bereich "Trance" mit der Etikette "klassisch" zu verschmelzen. Aus dieser ideellen Fusion heraus generiert sich eine Fülle von neuen "alten" Möglichkeiten,
die diesem Bereich der Musik bislang eher verschlossen blieben. Beim Hören des vorliegenden Albums dringt dem Rezipienten eine Welle wohlig warmer
Klänge ans Ohr, die ihn sowohl angenehm aufladen und aufrütteln können, als auch sanft entführen können in eine freundliche, behagliche und vor allem weite
WEITE Welt. Sie haben die Macht, Lichter in den grauen Alltag zu zaubern, triste Stunden mit Sonnenschein zu füllen und Abende und Nächte noch glitzernder
und magischer zu gestalten.
Und dies ist keinesfalls bloß Gefühlsduselei! Man lässt sich - ähnlich wie bei "Schiller" - nur allzu gern auf die positiven Harmonien ein. Man kann sich ihnen auch
nicht wirklich entziehen, wobei dies keineswegs die Konnotation eines geschickt verdeckten Zwangs darstellt. Nein. Wenn man diese Musik nicht
ohnehin schon liebt, dann lernt man sie lieben. Man gibt sich den sphärischen Klängen hin, lässt sich mitnehmen auf eine Reise durch gänzlich unbekannte
Welten des Glücks, der Liebe, der Fantasie... Mirco de Govias Musik ist wie Poesie, in Wellen von Tönen gehüllte Kraft unausgesprochener Worte, Botschaften,
Offenbarungen, Träume, Gefühle, Sehnsüchte und Visionen. Seine Musik ist ein Quell der Lebensfreude, ein Strudel der Fantasie, in den man hineingezogen
wird, um einzutauchen in ein neues faszinierendes Land.
Vielleicht sogar in ein neues Deutschland des Trance, als eine Reinkarnation des eigentlichen Ursprungslands dieses Genres.
Ohne an dieser Stelle einen Patriotismus zu bedienen oder gar Nationalarroganz ausüben zu wollen, aber es ist doch einfach nur schön
zu sehen, dass diese immer junge Musik der Liebe, der Freiheit, des Friedens und der Toleranz von ihrem Jahrzehnt-Siegeszug über die ganze Welt
nun wieder zu ihrer "Mutter" zurückgekehrt ist, um dieses Land mit ein wenig Selbstbewusstsein zu erfrischen, welches es so dringend benötigt(!), um dann vielleicht
in Form dieser vorliegenden Musik hier zu einem neuen globalen Innovationsschub zu starten. Große Worte, vielleicht die eines passionierten Visionärs. Aber
welch herrliches Gefühl würde jedem technophilen Kosmopoliten, jedem elektromusikalisch begeisterten jungen Europäer und wahrscheinlich besonders jedem
deutschen Trance-Liebhaber vor dem Hintergrund dieser herrlich-innovativen und kreativen Musik entgehen, würde er sich diesen Gedanken nach all den Jahren
seit der Raving Society nicht einmal einfach so machen. Und dabei in Erinnerung an die gute alte Zeit und die bewegende Geschichte dieses ganzen Movements
glücklich schmunzeln, um dann mit einem federleichten, aber deutlichen Gefühl inneren Friedens und einer gewissen Erfüllung zu bekennen:
"Es ist noch lange nicht vorbei!!!!!!!!!!" = )
Mirco de Govia und seine Freunde vom erfolgsverwöhnten deutschen Euphonic-Label, welches zweifelsfrei mittlerweile zu einem internationalen Aushängeschild
perfekt produzierter, melodisch-emotionaler High-Class-Trance-Music avanciert ist, haben der hart kämpfenden Szene einen möglichen "Ausweg" aufgezeigt.
Einen Ausweg aus der alten verqueren Welt des immergleichen, spröden Pseudo- und Standard-Trance, der sich stets gleicher Muster und Spielarten bediente,
hin zu einer neuen Ära innovativer, kreativer, retro-klassischer Klänge, hin zu einer wunderbar leichten, ungezwungenen Stilistik und einer Rhythmus-
Variabilität, die Grenzen sprengt und Brücken schlägt.
Ja, der Trance hat mit Mirco de Govia und Konsorten vielleicht an Einfluss und Mächtigkeit, zumindest aber Offenheit hinzugewonnen, da neue Spielwiesen erobert
wurden, die entgegen aller stilistischer "Konventionen" nun endlich auch von der Seite moderner, mitreißender und sanfter elektronischer Tanzmusik aus
beansprucht werden können.
Ich kann dieses Album daher in toto jedem Chiller und (anspruchsvollem) Trancefreak nur wärmstens empfehlen als eines der Genre-Highlights nicht nur
diesen Jahres, nicht nur der letzten Jahre, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch der näheren Zukunft. Diese Scheibe dürfte die Szene
kräftig beleben, bereichern und vielleicht sogar nachhaltig beeinflussen. Aus diesem Grunde fünf Sterne für ein Spitzenalbum, das unterm Weihnachtsbaum
nicht fehlen darf.


Black
Black
Wird angeboten von rocksmail
Preis: EUR 5,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mini ep der neuen Futurepop-Veteranen aus Schweden, 11. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Black (Audio CD)
Die vorliegende Single kann in gewisser Hinsicht als Mini-EP bezeichnet werden. Warum man mit Black als erster Singleauskopplung des aktuellen Spitzenalbums "Structures" zwar ein recht eingängiges und tanzbares, aber doch eher untypisches und vergleichsweise schwaches Stück "ins Rennen" schickte, bleibt dahingestellt. Was man aber aus jenem Überraschungsakt machte, kann auf ganzer Linie überzeugen!
Unter den fünf Versionen von "Black" befinden sich zwei kürzere, aber nicht minder reizvolle Edits für's Radio und den Club, und drei weitere sehr interessante und stilistisch facettenreiche Interpretationen.
Damit aber nicht genug: als zweite Single-Version reiht sich der m.A.n. äußerst gut gelungene, da mitreißende Track "Hate" ein. Die Scheibe zum Pflichtkauf macht jedoch das exklusive Sahnehäubchen "My World", welches in strukturell-melodiöser Hinsicht ansatzweise sehr viel Ähnlichkeit mit "Unaware" und auch "She's a planet" aufweist. Dennoch handelt es sich hier um einen wunderschönen und einzigartigen "futurepopper" - sehr eingängig, tanzbar und melodiös.
Aber von Colony 5 sind wir dies ja ehrlich gesagt nicht erst seit dem zweiten Album gewohnt. Dass die Jungs ordentlich was auf dem Kasten haben und die Zukunft der Szene und dieses Genres ganz erheblich mitbestimmmen könnten, merkte bzw. ahnte man doch schon auf dem Debut-Silberling, oder etwa nicht?!
kurz: Colony 5 produzieren alles andere als Einheitsbrei und Standardware. Hier gibt es keine One-Hit-Wonder, keine Eintagsfliegen, sondern beständigen und zeitlosen Electropop mit Dauerohrwurmcharakter.


Music
Music
Wird angeboten von paule177
Preis: EUR 0,55

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Definition for music??, 6. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Music (Audio CD)
...sicherlich nicht. Das haben schon viele versucht. Und natürlich mussten sie scheitern. Dennoch liefert uns das mittlerweile bekannte Eurotrance-Projekt "Darude" einen Ansatz, der sich durchaus sehen lassen kann und der versucht, den Spirit moderner Danceproduktionen aufzufangen bzw. zu vermitteln. Dies gelingt dem Stück recht gut. Außerordentlich progressiv und energiegeladen treibt uns "Music" als erste Single-Auskopplung des Albums "Rush" mit lautstarken, pulsierenden Synthesizer-Attacken auf den Floor. Auch kommt der dynamische, zerfahrene Track erfrischend unkommerziell herüber. Ein positiver Seiteneffekt. Alles in allem: eine Single, die sich wohl lohnt und Spaß bringt, aber nicht überragt. Mit dem Album "Rush" ist man aber gleich besser bedient, da man "Music" dort in einer kurzen Remix-Version sowie in der Extended Original bekommt.


Compuphonic
Compuphonic

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Europop-Bonbon mit Ohrwurmqualitäten und Tanzsuchtfaktor, 21. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Compuphonic (Audio CD)
Und wieder einmal ein wunderschönes melodiöses und fast perfekt produziertes Werk aus dem Norden Europas. Die Tatsache, dass Stephan Groth, "Frontman" der skandinavisch-deutschen Elektro-Futurepop-Formation Apoptygma Berzerk, dem Trio Echo Image durch seine Produktionsarbeit am Album maßgeblich Schützenhilfe geleistet hat, schlägt sich unverkennbar im Sound nieder. Und so ist der Name des Projects Programm: sehr ECHOlastige Klänge mischen sich mit effektvollen, "hyper"melodiösen und filigran programmierten Ausarbeitungen. Das Repertoire von Echo Image reicht dabei von...
...bedächtigen, tiefgehenden, meditativen und fast balladesken Downtempo-Stücken (wie z.B. "Like A Child" oder "Passion Comes", auch "Come Back")...
...über flippig-piepsig-fröhliche (70er-)-80er-Revival-Stücken im Stile von Erasure, ABBA u.a. ("Messing With Love", "Understand", "Listen To The Stars")...
...bis hin zu Uptempo-Krachern und mitreißenden Dancenummern (alà "Standing Alone", "Skulk", "Need To Be Proud", "Fading", "Good Intention").
Die Highlights des Albums stellen vielleicht die Tracks "Standing Alone", "Messing With Love", "Skulk" (tolle Lyrics und zauberhaft emotionale female vocals) und "Fading" dar, wenngleich keine wirklichen Flops zu nennen sind und durchweg schöne Kompositionen und Melodien geboten werden. Als Anspieltips bzw. Stücke, die erst beim wiederholten Hören ihre subtile Wirkung entfalten, empfehle ich "Need To Be Proud", "Good Intention" und "Passion Comes". Letzteres entpuppt sich als entspannendes, federleichtes Lied, das eine unergründliche Tiefe aufbaut und eine fantastische Gratwanderung zwischen verschiedensten Stimmungswirkungen meistert.
Stilistisch gesehen, bewegen sich Echo Image im Gegensatz zum sehr kreativen und anspruchsvollen Sound von Apoptygma Berzerk zwar eher auf bekannten und bewährten Pfaden, welche die Territorien von Gruppen wie Erasure (> "Messing With Love"), S.P.O.C.K., ABBA (ja, ein wenig!), Depeche Mode (> Interludium von "Like A Child", das mit einem wunderschönen kratzigen Killerloop ausklingt), diversen 90s-Dancefloor-Acts und ApB selbst miteinander verbinden. Trotzdem bringt auch dieses Projekt ein Gros an Frische, Dynamik, Happiness mit in die Szene. Und geht dabei über den Tellerrand, will heißen, die wie so oft unfreiwillig und irgendeinem undefinierbaren Zwang folgend praktizierte "Alternative-Brandmarkung" hinaus, denn: Echo Image tun es Apoptygma Berzerk als den Vorkämpfern der Öffnung der Alternative- und Dark-Szene gleich, indem sie einen unabhängigen, von allen Regularien und Dogmatismen losgelösten "ehrlichen" Sound austüfteln, der wirklich mitreißt und gute Laune macht UND durch den man es ihnen gönnt, erfolgreich zu sein. Ja, vielleicht gehen sie sogar noch einen kleinen Schritt weiter und fungieren als eine Art Promo-Act, der das liberalistische Erbe (Peace-Harmony-Fusion) ApBs geschickt weiterverkündet.

Das Album weist zwar gewisse Defizite bzgl. struktureller Vielschichtigkeit und stilistischem Abwechslungsreichtum auf. Diese sind möglicherweise auf eine Absatzorientierung und eine damit verbundene etwas zwanghafte Ohrwurm-Ausrichtung zurückzuführen, um dem hohen Ersteindrucks-Anspruch an ein Debut-Album gerecht werden zu können. Unter dem Strich werden aber äußerst solide produzierte dance-kompatible und ins Gedächtnis einprägende Stücke voller Leichtigkeit, Verspieltheit und Energie geboten, die einen Kauf absolut rechtfertigen.
hier gilt: no filesharing!! Unterstützt das Projekt und KAUFT Euch diese gelungene CD. Schließlich wollen wir in Zukunft noch mehr davon hören. Außerdem bekommt ApB so ein wenig Gesellschaft im Player. =)


4 Just 1 Day
4 Just 1 Day
Wird angeboten von feinerkerl
Preis: EUR 6,80

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zauberhaftes Klangmärchen, 20. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: 4 Just 1 Day (Audio CD)
Kai Tracid beweist endlich mal wieder ein glückliches Händchen für gelungene stimmungsgeladene Stücke. Mit seinem aktuellen Werk "4 Just 1 Day" setzt er ein deutliches Zeichen dafür, dass guter ausgefeilter Trance (und damit meine ich jetzt nicht so sehr die Club- bzw. "Derb-Techno-/Cover-Szene") nicht nur eine zwingende Existenzberechtigung innerhalb der Charts von heute besitzt, sondern auch eine echte Bereicherung darstellt.
Gekonnt unterlegt Kai hier eine filigrane, träumerische Akkord-Melodie mit dezenten, aber eingängigen Beats. Es gelingt ihm, dem oft stumpfen Gehämmer zahlreicher Vertreter der Mainstream-Fraktion mit ihren Prügelsounds und dummbackenen Beats ein kleines kostbares Kunstwerk entgegenzusetzen.
Kommt und gesellt Euch mit an eine Oase der Ruhe, des Chill-Outs, der fröhlich-nachdenklichen Klänge. Die sanften sphärischen Strings tragen Euch fort in eine andere Dimension, eine Welt der Entspannung. Genießt den Augenblick...
"For just one day
I wanna break all regulations
because we all go the same way
and we all pass the same stations
For just one day
I wanna feel totally free
no responsibilities - just everything's OK
no desires - just surviving is the key
For just one day
I wanna ignore a senseless fade
colours are victorious over the grey
stopped to get controlled by the state
For just one day
I wanna forget the value of money and gold
I wanna live like my way
and lose my inner vision you showed
Surviving is the key!"
[c 2002 - Kai Tracid]


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