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Rezensionen verfasst von
Tom "Indiepop1975" (Bonn)

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Ghost Stories
Ghost Stories
Preis: EUR 6,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade..., 6. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghost Stories (Audio CD)
Als Indiehörer bin ich großer Fan der ersten 3 Alben und habe ich die Entwicklung der Band zuletzt eher skeptisch verfolgt - konnte aber aber auch auf "Viva" und "MY" zumindest noch ein paar überzeugende Songs entdecken.
Nun verkündete ein Formatradio voller Überzeugung, "Ghost Stories" bestehe aus tollen Balladen und würde stark an "Parachutes" erinnern. Entsprechend war ich voller Vorfreude, als ich die Scheibe in den Player warf.

Vom Cover-Layout und der Bedruckung tatsächlich so wie Parachutes und A Rush of Blood ghealten...dummerweise blieben das die einzigen Gemeinsamkeiten.

Nach 3,4 Durchläufen kann ich bedenkenlos sagen: es gibt nur einen einzigen Song der das erfüllt: nämlich das finale "O". Eine durchaus gelungene kurze Pianoballade - in der Chris Martin auch stimmlich mit brüchigem Wehmut an große Zeiten erinnert.
Ok, auch die ersten 2 Minuten von "Oceans" will ich mal wohlwollend betrachten, ehe dann ein seltsames Geplänkel von Glocken und Synthies (würde vielleicht gut zu einer wellness-Behandlung passen) jegliche Magie zerstört und langsam die Hitsingle "Sky full of Stars" einleitet. Der Text ist wie bei vielen anderen Stücken des Albums zu vernachlässigen, was richtig wehtut ist der stampfende Elektrobeat, den jeder schon bei vielen Gelegenheiten hören durfte (Denke da so an Eurodance anno 1993/94).

Und genau da liegt das Dilemma: die ohnehin schon eher dürftigen Songs wurden obendrei quasi komplett bandfrei arrangiert.
Eigentlich ist es ein Chris Martin-Solo bei dem so gute wie keine Gitarre und nicht ein einziger Drumpart enthalten ist.
Damit beraubt sich die Band jeglicher Stärke - ich kann mir auch nur schwerlich vorstellen das die anderen Mitglieder (großartige Musiker) sehr großen Spaß an "Ghost Stories" hatten. Live kann Chris wohl ein, zwei Stücke a capella zum Besten geben - das wars dann aber auch. Wäre da und dort ein zumindest ein bißchen Akkustikgitarre vorhanden, würde gleich eine ganz andere Wirkung entstehen.

Sicherlich ist es eine ganz andere Platte als MY, aber eben dennoch keine gute - und vor allem eine kurze.
Gerade einmal 9 Stücke auf Albumlänge anzubieten (plus einem Extro/Intro-Instrumentalfetzen und inclusiv dem instrumentalen Ambientteppich "Midnight") ist schon eine Frechheit. Vielleicht soll ja auch nur der Plattenvertrag erfüllt werden ohne zu viel gutes preiszugeben, schön wärs ja. Ich befürchte aber, das es so weitergeht - denn offensichtlich gibt es ja viele Leute die sich mit "Ghost Stories" identifizieren können. Denen auch viel Spaß, über Geschmack lässt sich nicht streiten.
Aber ich höre dann lieber mal die neue Embrace - die ist nicht innovativ, aber macht mir viel mehr Spaß.


Direct Hits
Direct Hits
Preis: EUR 19,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Band, aber fragliche Songauswahl, 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Direct Hits (Audio CD)
Seit jeher ist das System von Greatest-Hits-Compilations gleich - wer alle Killers-Alben besitzt, kann getrost an dieser Scheibe vorbei gehen. Die beiden neuen Songs sind ok, mehr aber auch nicht.
Grundsätzlich bietet die Compilation aber einen guten Querschnitt über die erste Killers-Dekade.
Was mich aber total wundert: Warum fehlt die geniale Debütsingle "Change your Mind" ? Immerhin begründete dieser Song die Erfolgsgeschichte der Band, liegt Brandon Flowers am Herzen und ist eine ganz große Ballade.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 27, 2014 8:32 PM CET


Kingdom of Rust
Kingdom of Rust
Preis: EUR 12,35

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios..., 27. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Kingdom of Rust (Audio CD)
Mitte 2009, die Nuller Jahre sind so gut wie durch - da darf man mal Bilanz ziehen und sich fragen, welche Band die konstanteste Qualität in dieser Dekade abgeliefert hat.
Bei den Vertretern von der Insel fällt die Antwort leicht:
Die Doves natürlich.
Mit "Kingdom of Rust" nunmehr das vierte nahezu perfekte Album, das zwar nicht die großen Veränderungen bringt, aber auf dem die Band Ihre Stärken perfekt und nahezu spielerisch einbringt.
Nicht einmal "Last Broadcast" war abwechslungsreicher und spielte gekonnter das Spiel zwischen leiser Melancholie und wahren Gitarren- und Drumwänden.
Bestes Beispiel ist "10:03", mein Lieblingsstück, das sich über Minuten von Null auf ein furioses Finale hochfährt.
"Spellbound", "Greatest Denier" oder "Outsiders" würde ich als Anspieltipps empfehlen, um sich vom breiten Spektrum dieser Scheibe zu überzeugen.
Ein Lob auch an die überragende Produktion und die vielen kleinen Details, die man am besten wahrnimmt, wenn man mal ganz ungestört über Kopfhörer das Album hört. Und zwar als richtige CD und nicht als mp3.
1 1/2 Jahre Vorbereitung der akribischen und überaus sympathischen Jungs haben sich einmal mehr gelohnt. Bislang mein Album 2009.
Und auch alte Pink Floyd-Hörer, die das hier zufällig lesen sollten unbedingt reinhören.


No Line on the Horizon
No Line on the Horizon
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 8,00

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Comeback in Hochform !!!, 5. März 2009
Rezension bezieht sich auf: No Line on the Horizon (Audio CD)
Um dieses Album zu bewerten muss ich dann schon ein bißchen weiter ausholen:
Ich bin mit U2 groß geworden. Mit 12 hörte ich "Joshua Tree" rauf und runter, dann "Rattle and Hum", dann kam "Achtung Baby" - fantastisch!
Nachdem ich dann das zu unrecht weit unterschätzte "Pop" nochmals richtig gut fand, wurde es mir auf den beiden letzten Alben endgültig zu radiokonform. Insbesondere "Atomic Bomb" hatte eine Grundlinie und das Songwriting einer Band, die sich nach über 20 Jahren nur noch mäßig selbst kopiert.
Mit entsprechend geringen Erwartungen ging ich an "No Line" heran - und bin absolut positiv überrascht. Es scheint als wären Bono und vor allem The Edge in einen Jungbrunnen gefallen, denn allein die schönen Gitarrenmomente die die Scheibe bereit hält, lohnen schon den Kauf.
Weg sind die pathetische Weinerlichkeit und die kalkulierte Songstruktur von Stücken wie "Beautiful Day".
In "No Line" geht an einigen Stellen richtig die Post ab, so rockig war seit "Achtung Baby" kein Album mehr. Ob die Rückkehr in die Hansa-Studios daran Schuld war ?

Nun mal zur Einzelkritik:

"No Line on the Horizon"
Ein Midtempo-Opener mit britischem Einschlag, der zunächst etwas sperrig daher kommt, sich aber schon beim dritten Hören ganz tief ins Ohr beißt.
Atmet den Geist der 80er.Die OhhhOhhhOhhh-Hookline geht nicht mehr weg....

"Magnificent"
Der absolute Höhepunkt - Die ersten 3 Sekunden denkt man an die White Stripes, die sich anschließende Synthie-Passage könnte auch von Depeche Mode anno Violator stammen - und dann beginnt eine makellose bombastische überproduzierte Hymne, die einfach zum niederknien und sowas wie eine Revue großer U2-Momente im Zeitraffer ist. Da denke ich an "Sunday" oder "Whose gonna ride" - nur eben in ganz fett.

"Moment of surrender"
Reduzierte Piano-Ballade mit schönem Edge-Solo und leichtem Gospel-/Ethnochorus. Packend und in keiner Sekunde, seicht und klebrig

"Unknown Caller"
Erinnert mich persönlich an das "Pop"-Album. Großer Ohrwurm. Wieder ein "OhhOhhOhh", dass sich einprägt. Refrain mit 4 Stimmen und laanges Edge-Extro zum guten Schluß. Gelungen.

"I ll go crazy"
Der gefällt mir nicht besonders. Zu hohe Schnulzigkeit, zu vertaute Synthies, aber kein Problem, nach dem Start könnt ihr Euch das doch leisten...

"Get on your Boots"
Ungewöhnliche Singleauswahl. Respekt. Von der Struktur ein typischer kleiner 70er-Rocker. Und der Chor-Refrain? Eins zu Eins Queen. Selbst Bono schafft es da exakt wie Freddie zu klingen. Kein Meilenstein, aber gut!

"Stand-Up Comedy"
Das ist ein ganz dicker Fisch. Genialer Text, Led-Zeppelin-Gitarrenback und eine ungewohnt große Portion Härte! Respekt !

"White as Snow"
Sehr stille Gitarrenballade, nachdenklich und traurig - auch hier erfreulich unpeinlich - fast ergreifend

"Fez Being Born"
Hier wird mal wieder U2s Faible für Weltmusik deutlich. Fast ein Instrumental mit einem entrückten Bono im Hintergrund. Grroßartig umgesetzt, aber sicher nicht jedermanns Sache

"Breathe"
Da ist er mal wieder. Der typische U2-Song. Erinnert an viele gute alte Sachen, großer Ohrwurmcharakter und eine perfekte Single. Pop pur.

"Cedars of Lebanon"
Sprechgesang in einer absolut ruhigen Ballade im Stile von "Streets of Philadelphia" vom Boss. Hier steht der Text zurecht im Vordergrund.

Als Fazit muss man schlicht und einfach sagen, dass U2 mit diesem Album ein grandioses Comeback hinlegen. Kein anderer Musik-Dino hat in den letzten Jahren eine ähnlich starke Platte vorgelegt.
Und all die Jungen können davon noch viel lernen...


Day & Age
Day & Age
Preis: EUR 5,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome back, Synthie-Age..., 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
"Day und Age" ist das dritte Album der Killers. Im Prinzip knüpft es nahtlos an das erste Album "Hot Fuss" aus 2004 an, setzt dabei aber in jeder Hinsicht einen drauf.
Nachdem auf "Sams Town" eher rockorientierte, amerikanische Einflüsse dominierten, was polarisierte und Fans und Kritiker gleichermaßen spaltete, wenden sich Brandon Flowers und seine Mitstreiter nun kompromißlos wieder den 80ern zu:
Das Resultat ist eine Welle von Ohrwürmern, der sich kaum jemand entziehen kann. Ein Synthie-Feuerwerk, das ungeniert in jeder Mottenkiste wühlt und sogar vor Eurodiscobeats der frühen 90er nicht halt macht.
Über Niveau und Anspruch kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
Auch darüber, dass die Texte nach dem storytelling von "Sams Town" nun völlig in den Hintergrund gepackte Sprechblasen sind, die uns keine Botschaft vermitteln sollen.
Nicht jedem wird "Human", die Hymne des Albums mit seinem Bombast und der alles entscheidenden Frage ob wir nun Menschen oder Tänzer sind in den Kram passen. ABER: Vielen wird dieses Album einfach enormen Spaß machen.
All den "Veteranen" aus Zeiten von Duran Duran und Co. wird ein Silbertablett mit Hitfutter serviert, an dem ich mich noch nicht sattgehört habe. Und so peinlich und uncool manche Stelle dieses Albums sein mag - manchmal ist es einfach schön einen Joyride in die 80er zu genießen. Großes Lob!


Diamond Hoo Ha
Diamond Hoo Ha
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Comeback - und keiner merkt was, 31. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Diamond Hoo Ha (Audio CD)
Kurz vor dem Ende des Jahres beglücken uns ja alle Zeitungen und Foren mit den Alben des Jahres - und leider denkt keiner an dieses großartige Comeback, dass bei mir seit April immer wieder rauf und runter dudelt.
Nachdem Supergrass mit dem "Road to Rouen"-Album eine Scheibe abgeliefert hatten, die ungefähr so prickelnd war wie das Wetter in der Normandie im Februar, ist "Diamond Hoo Ha" ein von mir nicht mehr erhofftes Meisterwerk mit der größten Hitdichte aller Supergrass-Alben geworden.
Und das nach 13 Jahren Bandhistorie, als letzte Überbleibsel einer Szene von der ansonsten nur noch Oasis und die unkaputtbaren Charlatans existieren.
Leider scheinen auch die Fans aus dieser Zeit immer mehr verloren zu gehen, anders ist die Medienignoranz gegenüber dem Album wohl nicht erklärbar. Immerhin strahlt der Diamant mit mehr Supersingles als jedes zweite oder dritte Album der Indiebands der Generation 2005.
Anspieltipps: "When I needed you", "The Return of...", "Rough Knuckles".
Hoffen wir einstweilen, dass die Band uns noch viele so tolle Alben beschert und die Inspiration für diesen perfekten Mix aus, Glam, Punk und Pop auch beim nächsten Mal findet.


Perfect Symmetry
Perfect Symmetry
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 15,69

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keane goes 80s..., 30. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Perfect Symmetry (Audio CD)
Eigentlich wollte ich nur mal lesen, was andere Hörer über die neue Keane denken, weil mir nach einigen Durchgängen bereits schwante, dass die Fanbase dieses Album spalten wird.
All denen die nun also meinen, "Perfect Symmetry" sei der Untergang, sei mal folgedes gesagt:
Eine Band ohne Gitarrist, die auf ihrem Erstling wunderschön intonierte Balladen mit einfachsten Strukturen eingespielt hat, wird wohl kaum jahrelang diesen Stil in gleicher Weise wiederholen können - sonst würden die Fans wohl irgendwann in Langeweile erstarren.
Schade, wenn Fans von vorn herein eine Abwehrhaltung einnehmen.
Als Beispiel seien die fast "baugleichen" Starsailor genannt, die mit ihrem letzten etwas rockigeren Album völlig baden gingen, obwohl es eine sehr ordentliche Platte war.

Wenn ich also keine Gitarre habe und mir diesbezüglich auch treu bleiben will, sind Synthies keine schlechte Idee. Die gab es aber auch schon bei UTIS in hoher Dosis.

Jetzt aber mal zum Album:
Die Auswahl von Stuart Price als Producer macht sich sofort mit dem Opener, der Single "Spiralling" bemerkbar - die ich nach einigen Durchläufen und anfälliglichem Zweifel voll ins Herz geschlossen habe.
Der Zug fährt gnadenlos Richtung 80s. Erinnert schwer an Duran Duran.
"The Lovers are losing" ist eine typische Keane-Hymne, die an sich klasse ist, aber vollkommen überproduziert wurde. Ich stimme den Vorrednern zu - hier wird es zum ersten mal sehr deutlich - das Tom Chaplins Stimme viel zu weit in den Hintergrund gemischt wurde,unter den Synthiewänden untergeht und teilweise regelrecht verfremdet klingt. Trotzdem ne Klasse Powerballade.
Bei "Better than this" wird jeder etwas Ältere beim Intro an David Bowies "Ashes to Ashes" denken, genau der Synthie feiert hier nach 30 Jahren Auferstehung. Eine schräge und sehr coole Nummer, vielleicht der beste auf dem ganzen Album - auch wenn das viele anders sehen werden.
Danach mit "You havent told me..." ein Ausfall, der abgedudelt und schlecht produziert daher kommt.
Nun also "Perfect Symmetry" - was haben die H&F-Freunde denn? Eine lupenreine, wunderschöne Ballade ohne Bombast und Ballast. Erinnert ein bißchen an "Bedshaped".
"You dont see me" folgt als Lückenbüßer mit schwachem Songwriting, Song vorbei und gleich vergessen.
"Again and Again" ist eine schöne Up-Temponummer, einziger Nachteil der billige Synthie am Anfang.
"Playing along" dann wieder schwach, rein raus und so oft "turn up the volume" zu singen führt eher dazu das jeder leiser stellt.
Dann kommt mit "Pretend" der absolute Tiefpunkt, nervig-heiterer Radiobeat, uhuh-Chorus - braucht wirklich niemand.
"Black burning Heart" geht dann wieder voll ins Herz, auch wenn das Fehlen des französichen Schmeichlers zum Ende auch kein Verlust gewesen wäre.
"Love is the End" schließt als schöne Ballade ab und kann ganz gut mit "Try again" verglichen werden.
Fazit: 7 von 11 gefallen mir - sicher kein Jahrhundertalbum, aber schon eine ordentliche Fortsetzung der Vorgänger.
Die Elektrospielereien sind teilweise gut gelungen, oft aber auch übertrieben und speziell die künstlichen Hintergrundchöre stören nicht selten.
Ich freu mich aufs Konzert und würde den Jungs raten, beim nächsten mal einen anderen Producer zu holen - Elbow hat dieses Jahr vorgemacht wie man ein perfektes Melanchopop-Album macht, am besten mal anrufen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 18, 2009 11:19 AM MEST


Viva La Vida
Viva La Vida
Wird angeboten von HarriBella.UK.Ltd
Preis: EUR 13,06

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 8 Jahre..., 3. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Viva La Vida (Audio CD)
...sind vergangen, als ich selig und relativ allein einen tollen Sommer mit Coldplays Erstling "Parachutes" verbrachte. Es ist für mich bis heute ein Meilenstein geblieben.
Während anno 2000 außerhalb Englands kaum jemand Notiz von den Jungs nahm, gerät heute jede noch so kleine Info der Band über ein neues Werk zur Pressesensation.
Die großen Erfolge von "A Rush of Blood to the Head" und insbesondere "X+Y", haben sie zur größten Band unserer Zeit werden lassen.
Ganz klar:
Es ist nicht leicht diesem Erwartungsdruck gerecht zu werden - aber mittlerweile sind Coldplay nach einem großartigen "Blutrausch" spätestens mit "X+Y" im Mainstream angekommen.
Ich bin ohne große Erwartungen an "Viva la Vida" heran gegangen, nachdem ich "X+Y" zunächst rauf und runter hörte, aber immer mehr festellen musste, dass sich die Songs mit der Zeit immer mehr abnutzten.
Was ist neu?
Vor allem sicherlich die Produktion, die nach 3 Alben in die Hände von Brian Eno und des Arcade-Fire-Producers gelegt wurde.
Durch die Bank fällt auf, dass die Stimme von Chris Martin weniger hoch ist, aber auch viel mehr in den Hintergrund gemischt wurde.
Das ist grundsätzlich nicht negativ, aber die im Booklet ärgerlicherweise fehlenden Lyrics und die ausgesprochene Freude der Band an Insrumentalpassagen auf "Viva" legen zumindest den Verdacht nahe, dass sie selber nicht zu 100% glücklich mit ihren Texten waren.
Eno hat im Grunde einen guten Job gemacht, aber auch er konnte nicht verhindern, dass die neue insgesamt das schwächste Coldplay-Album geworden ist.

Es geht los mit "Life in Technicolor", das durchaus Freude auf die kommenden Songs macht und als Opener absolut gelungen ist.

"Cemetries of London" ist old-school und mit dem fantastischen Gitarrenpart mein Favorit auf dem Album.

"Lost" finde ich ebenfalls sehr gut - seine Eingängigkeit, der Wiedererkennungswert und der so wahre Text werden es gewiss noch zur Single machen.

"42" ist bis zum Instrumentalteil ein Song zum niederknien, absolut "Parachutes" - man fragt sich eben nur: was soll der 2. Teil?
Es ist nicht stimmig. Dennoch: der dritte, aber leider auch der letzte Volltreffer

Nun also: "Lovers in Japan"/"Reign of Love" - ein gutes Beispiel dafür, dass aus 2 schlechten Songs kein guter wird, nur weil man sie offiziell unter einer Nummer laufen lässt. Und für den Synthie mit dem "Lovers" beginnt, darf man Eno getrost den schlechte 80er-Gedächtnispreis verleihen.

"Yes" ist mit einer dicken mythischen Soundtapete bedeckt, wie sie Ende der 80er gerne von The Mission oder den Sisters of Mercy benutzt wurde.
Trotzdem oder genau deswegen finde ich ihn ziemlich gut, auch wenn die ausufernde Instrumentalhälfte wieder nicht so richtig reinpasst.
Es ist schließlich Coldplay - nicht Pink Floyd.

"Viva la Vida". Sicherlich das wird der Song, der wahrscheinlich in 10 Jahren noch im Radio läuft und der der Band wieder neue Fans beschert.
Allerdings werden neue Hörer, die "Viva" toll finden, vom Rest des Albums enttäuscht sein - wie auch hier schon zu lesen. Denn das ist einfach nicht Coldplay, sondern reiner Zucker.
Er ist völlig überproduziert, die Dosis an Streichern, die ich eigentlich
sehr mag wurde weit überschritten. Es fiept, es klimpert und der Pathos
quillt förmlich heraus. Nicht meiner, danke.

Bei "Violet Hill" ist die Sache anders. Eine grundsolide, ja gute Ballade, deren Gitarrenpart sehr an U2 erinnert. Trotzdem schön und mit der gewissen Note Dramatik, wie sie Chris Martin so leicht aus dem Ärmel schütteln kann. Aber?
Seit der VÖ läuft das Ding unentwegt, im Radio, im Fernsehen, im Supermarkt, man kann nicht entkommen. Und so gut das Lied ist, es hängt mir zum Halse raus. Aber: so in nem Jahr, wenn man ihn mal wieder vorkramt ist er bestimmt wieder schön.

Jetzt sind wir eigentlich durch: "Strawberry" swingt dann so ungeniert bono-esque und belanglos, dass man schnell weiterschaltet und sich fragt, wie monumental "Death and all his Friends" geraten ist.
Antwort: gar nicht, unvollendete Ballade, die sich ohne Refrain und Wiedererkennungswert in einem -genau- Instrumental verliert.

Fazit:
Ich hab zum Ende oft gemeckert, aber was soll DIE Supergroup der Nuller denn tun, wenn sie ihr 4. Album rausbringt?
Schon mal das 4. von Oasis gehört ? Genau.
"Viva la Vida" steht weit über dem Durchschnitt der aktuellen Pop-Landschaft und wird den Status der Band weiter ausbauen.
Wer "X+Y" zu wenig Riskio vorwarf, darf sich über "Viva" erst recht nicht beklagen.
Es ist ein neuer Sound, ein guter. Ich freu mich aufs nächste Mal!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2008 9:37 PM MEST


These Things Move in Threes
These Things Move in Threes

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Debüt..., 27. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: These Things Move in Threes (Audio CD)
Nachdem wir die letzten Jahre mit neuen britischen Bands förmlich überschüttet worden sind, hat sich das 2007 wieder ein wenig beruhigt.
Mit Mumm-Ra tritt nun eine Formation auf die Bildfläche, die so gar nicht die Klischees der aktuellen britischen Szene erfüllt.
Jeder der die Jungs in Schublade "wieder englischer Rock, gähn" stecken will, tut ihnen massiv unrecht.
Ein vom Songwriting und der Instrumentierung her außergewöhnlich starkes Album, dass nur sehr geringfügig den Geist der aktuellen Szene in sich trägt ist "These Things move in Threes" geworden - 2,3 Ohrwürmer im Gepäck, aber insgesamt doch mit vielen Ecken und Kanten, was einen internationalen Hype unwahrscheinlich macht.
Mumm-Ra haben Post-Punk gehört, die unbequemeren Bripopacts der 90er und auch das eine Konzeptalbum verinnerlicht.
Ihr Sound ist aber nicht kategorisierbar, sondern etwas völlig neues und anderes.
Vielleicht nicht der Geschmack des Durschnittshörers, aber zweifellos die besten Neulinge in 2007 [so far].


Send Away the Tigers
Send Away the Tigers
Preis: EUR 8,26

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstzitat in Perfektion, 9. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Send Away the Tigers (Audio CD)
Die Manics sind seit nunmehr fast 20 Jahren dabei - ein echter Dino, welche andere britsche Band von Rang und Namen ist denn aus den frühen 90ern sonst noch übrig geblieben?
Nachdem James und Nicky 2006 erstmals Soloalben veröffentlichten, stehen sie nun wieder gemeinsam auf der Bühne.
Seit 2001 war es insgesamt deutlich ruhiger um sie geworden - das ruppige "Know your Enemy" in der der Tradition von "Generation Terrorists" floppte, 2004 erging es dem durchaus mutigen, ungewohnt experimentellem "Lifeblood" kaum besser.
"Send away the Tigers" baut eine Brücke zwischen den zwei Vorlieben der Manics - dem hochproduzierten Stadion-Rock mit Glamour und Streichern auf der einen und dem klassichen, schnörkellosen Protestrock auf der anderen.
Hier ist für jeden was dabei: so hätte "Indian Summer" perfekt auf dem meisterlichen "Everything must go" erscheinen können und ist Selbstbeklau auf schönstem Niveau, der treibende Rock von Track 1 erinnert an "Enemy" oder auch "THe Holy Bible" - eine rundum gelgungene Mischung.
Höhepunkt ist ganz klar "YouŽre Love alone" mit der tollen Nina Persson als Beistand.


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