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Rezensionen verfasst von
Drägen (Lorsch in Hessen)

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Records
Records
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Die "Records" von Foreigner, 22. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Records (Audio CD)
"Records" ist eine Best-of der ersten vier Foreigner Alben und 1982 erschienen. Ich muss leider sagen, dass ich bisher von Foreigner noch nicht viel gekannt habe. Klar, ein paar Songs hat man natürlich schon gehört, aber eben noch nicht so viel. Und dann hab ich mir eben erstmal die "Records" zugelegt und muss echt sagen, das ist tolle Musik. Egal ob "Cold As Ice", mein persönlicher Favorit, "Double Vision", "Waiting For A Girl Like You", "Urgent", "Juke Box Hero" oder einer der anderen 5 Songs, sie sind alle auf sehr hohem Niveau und machen einfach Spaß. Ich frage mich wirklich, wieso ich die Jungs die gnaze Zeit verpasst habe. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall mal die "4" zulegen und dann mal weitersehen.

Klar, hier hätte sicher noch etwas mehr draufgepasst und die Scheibe ist etwas kurz, aber das macht bei den tollen Songs nichts, von daher gibt es von mir 5* Sterne.


Physical Graffitti
Physical Graffitti
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 7,81

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das abwechslungsreichste Album der Band und der letzte große Klassiker, 21. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Physical Graffitti (Audio CD)
"Physical Graffiti" von 1975 ist das erste Album von Led Zeppelin das beim bandeigenen Label Swan Song veröffentlicht wurde. Die Band hatte damals eigentlich schon alles erreicht, was man erreichen konnte.. sie hatten den Hard Rock (mit-)erfunden und die letzten beiden Album "IV" und "Houses of the Holy" wurden damals gefeiert und zählen heute zu ihren Klassikern. Jimmy Page meinte aber, dass da noch mehr geht und so nahm die Band ihr erstes Doppel-Album in Angriff. Und es wurde das wohl abwechslungsreichste und vielfältigste Album der Gruppe. Das liegt wahrscheinlich daran, dass hier Songs zu finden sind, die auf "III" oder "Houses of the Holy" keine Verwendung gefunden haben. Das Ergebnis ist auf jeden Fall beeindruckend und so wurde "Physical Graffiti" zum letzten ganz großen Led Zeppelin-Klassiker. Die Musiker machen hier einen tollen Job. Jimmy Page ist ein großartiger Gitarrist und heut einige klasse Riffs und Soli raus, Robert Plant hat einfach eine unverwechselbare Stimme und singt wieder super, John Paul Jones kann an Bass und Keyboard ebenso überzeugen wie John Bonham an den Drums.

1.Platte
"Custard Pie" (4:13) ist gleich ein starker, riffbetonter Opener mit Mundharmonika-Solo von Plant.
"The Rover" (5:36) ist dann schon einer meiner Lieblinge des Albums. Der Titel bietet ein tolles Riff, tolle Melodien und der Refrain ist echt super gelungen.
"In My Time Of Dying" (11:04) versprüht durch die Slide-Gitarre erstmal Südstaaten-Feeling und zeigt Plant mit eindringlicher Stimme, hat aber noch mehr zu bieten, denn dann geht es richtig ab. Der erste Klassiker.
"Houses Of The Holy" (4:01) ist dann wieder ein fröhlicher, unbeschwerter Song, gefällt mir auch gut.
"Trampled Under Foot" (4:35) kommt dann durch Jones' Keyboard richtig funky und wurde der nächste Klassiker des Albums.
"Kashmir" (8:31) ist dann unzweifelhaft d e r Klassiker des Albums und einer der größten Zeppelin-Songs überhaupt. Ein orientalisches Riff von Page und eine insgesamt einfach klasse Band machen diesen Epos zu einem der Meilensteine des Rock. Genial!

2.Platte
"In The Light" (8:44) startet dann sehr psychedelisch mit Synthesizern und ist ein äußerst gelungener Track und ein weiterer Liebling von mir.
"Bron-Yr-Aur (2:06) ist ein Gitarren-Instrumental von Page, der uns auf eine kleine Traumreise schickt.
"Down By The Seaside" (5:14) finde ich im Gegensatz zu anderen hier, sehr schön und entspannt. Hört man von der Band auch eher selten.
"Ten Years Gone" (6:31) ist wieder ein sehr stimmungsvoller Song. Fängt akustisch an, wird aber auch wieder rockiger. Auch sehr schön.
"Night Flight" (3:36) rockt dann mit seiner Hammond-Orgel wieder gut los und ist für mich der beste Hard-Rocker der 2. Platte.
"The Wanton Song" (4:06) geht auch wieder richtig ab mit gutem Riff, aber ist jetzt auch nichts Übermäßiges.
"Boogie With Stu" (3:51), interessante Drumarbeit von Bonham, ich bräuchte den Titel aber nicht unbedingt, ist auch nicht wirklich typisch für die Band.
"Black Country Woman" (4:24), der nächste akustische Titel ist dagegegen aber wieder gelungen, wieder Südstaaten-Feeling und gelungene Melodien. Gefällt mir wider gut!
"Sick Again" (4:43) wurde dann auch auf der Tour live gespielt, ist aber auch nichts besonderes, rockt aber gut.

"Physical Graffiti" ist ein richtig gutes und sehr abwechslungsreiches Album geworden. Auch wenn natürlich nicht alles hier große Klasse ist, so haben wir hier doch viele gute Songs. Es sollte des letzte, ganz große Album der legendären Band bleiben, auch wenn "Presence" auch nicht schlecht war. Von mir natürlich 5 Sterne und eine dicke Kaufempfehlung. Wer mal alle Stilrichtungen, die der Zeppelin gespielt hat, auf einem Album haben möchte, sollte sich Dieses holen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 22, 2015 6:49 PM CET


The Endless River
The Endless River
Preis: EUR 12,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der endlose Fluss von Pink Floyd endet mit diesem Album, 26. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Endless River (Audio CD)
So, jetzt an den Feiertagen hab' ich endlich genug Zeit und Muße, eine Rezension über den "Endless River" zu schreiben. Ich war Anfangs eher skeptisch, immerhin war es das erste Album seit 20 Jahren, bestand aus "Resten" aus den Devision Bell-Sessions und war zum Großteil instrumental. Aber als Floyd-Fan musste ich mir das Album natürlich doch zulegen und fand es nach dem ersten Hören bereits nicht übel. Dass ich das Album gleich in die 4 Seiten und nicht in 18 Titel aufteilte, hat es mir wahrscheinlich auch geholfen recht schnell Zugang zu "The Endless River" zu finden. Auf jeden Fall wurde es nach jedem Mal hören besser und inzwischen kann ich das Hören einfach nur genießen, auch wenn es natürlich nicht an die großen Meisterwerke der Gruppe heranreicht. Aber wer hätte das denn ernsthaft erwartet?

Das Album besteht aus vielen Song-Fragmenten und nicht wirklich aus richtigen Liedern. Es ist einfach ein Fluss, auf dem man sich treiben lassen kann. Bei jedem Titel tauchen vor meinem inneren Auge Bilder auf. Die alle jetzt zu beschreiben, wäre wohl zu langweilig und würde zuviel Zeit rauben. Gefreut hat mich auch, dass Nick Mason zum ersten Mal seit "Dark Side Of The Moon" wieder als Komponist an der Scheibe beteiligt war ("Sum"/"Skins"). In erster Linie war es aber natürlich eine Hommage an Richard Wright und das merkt man wirklich. Sein Keyboard-, Piano- oder Orgelspiel dominiert bei vielen Liedern und vermittelt eine ruhige Atmosphäre.

Side 1 beginnt mit dem anfangs leicht spacigen und dann sehr ruhigen "Things Left Unsaid" , welches übergeht in "It's What We Do", ein Stück, das, wie hier schon erwähnt wurde, an "Shine On" erinnert, aber auch etwas eigenes hat und mir sehr gefällt. Es ist einfach Pink Floyd und das merkt man jede Sekunde. Die Seite klingt dann mit dem wieder sehr ruhigen "Ebb And Flow" aus. Allgeimein ist die erste Seite eher ruhig und langsam.

Side 2 startet mit "Sum" ein bisschen wie "Astronomy Domine", bevor Masons kreative Drums, Gilmours Steel-Guitar, Wrights Orgel/Keyboard und Soundeffekte dazukommen. In "Skins" gibt es nochmehr Drums ohne wirkliche Melodie und manch ungeübtes Ohr mag sich gefragt haben, was das darstellen soll. "Unsung ist dann der kurze Übergang zu "Anisina". Na ja, nicht schlecht, aber dann doch zu kitschig, ist aber auch nicht zu lang.

Auf Side 3 bekommen wir zuerst "The Lost Art Of Conversation", ein kurzes Stück mit Wrights Klavier, bevor in "On Noodle Street" etwas mehr Schwung aufkommt, wogegen "Night Light" wieder sehr ruhig ist. "Allons-Y" ist dann schön rockig mit guter Gitarre und mittendrinnen "Autumn' 68", eine Stück auf der Orgel der Royal Albert Hall gespielt. Die Seite endet mit "Talkin' Hawkin'", einem meiner Lieblingsstücke der Platte. Diese Klavier-Melodie ist einfach fantastisch. Sie hat diese besondere Stimmung, die mich an irgendetwas erinnert. An was und warum weiß ich nicht, aber sie tut es. Und Staphan Hawkings Stimme passt dazu.

Die letzte Seite, Side 4, beginnt mit "Calling", einem düsteren Stück, "Eyes To Pearls" führt diese Stimmung weiter, mit einem guten Gitarren-Motiv und dunken Drums. "Surfacing" geht dann so, wieder mit Background-Chor, aber "Louder Than Words" ist dann als einziger Song mit Gesang tatsächlich toll geworden. Die Melodie ist im Ohr geblieben, die Gitarre, Klavier/Keyboard und Drums ergänzen sich gut und es ist schön nochmal Gilmours Stimme zu hören. Nur das Gitarren-Solo endet viel zu schnell.

Und zum Cover: So schlecht finde ich das gar nicht! Es passt gut zur Musik, wie ich finde und vielleicht gibt es ja auch einen tieferen Sinn dahinter. Vielleicht soll der Mann, der da über die Wolken rudert ja Richard Wright sein. Wer weiß das schon genau? aber schön ist es allemal.

Ich habe mich gefreut nochmal was von Pink floyd zu hören, von mir aus hätten sie uns ruhig noch etwas mehr von den 20 Stunden Devision Bell-Sessions auftischen können. Und um nochmal auf meinen Vorrezensenten zurückzukommen. Man kann, auch wenn man nicht gerade von seiner Freundin verlassen wurde, dieses Album gut finden und ihm 4 Sterne geben. Denn wenn man sich darauf einlässt, hat das Album Diese wirklich verdient.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 1, 2015 4:18 AM CET


The Song Remains the Same
The Song Remains the Same
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Led Zeppelin Live, 22. November 2014
Rezension bezieht sich auf: The Song Remains the Same (Audio CD)
"The Song Remains The Same" war damals meine erste LP von Led Zeppelin und ich war begeistert von Robert Plants Gesang, Jimmy Pages Gitarre, John Bonhams Drums und John Paul Jones Bass und Keyboards. Das Album war so voller Energie und die Musik war einfach genial, sodass ich anfing mich näher mit Led Zeppelin zu beschäftigen und mir ihre Studio-alben zulegte. Als ich sah, dass es "The Song Remains The Same" jetzt mit 6 zusätzlichen Songs, nämlich "Black Dog", "Over The Hills And Far Away", "Since I've Been Loving You", "Misty Mountain Hop", "The Ocean" und "Haertbreaker", gab, musste ich mir diese natürlich zulegen, auch weil "Since I've Been Loving You" seit jeher zu meinen liebsten Zeppelin-Songs gehört.

Die Band verzichtet größtenteils auf ruhigere, folkige Songs, sondern spielt ihre größten Hard Rock-Perlen in beeindruckenden Versionen und so manches Lied wird, wie "Dazed And Cofused" dabei schonmal knapp eine halbe Stunde lang. Weitere Höhepunkte sind meiner Meinung nach "Rock'n'Roll", "No Quarter", "Sairway To Heaven und der Abschluss "Whole Lotta Love", aber eigentlich ist jeder Titel großartig und Led Zeppelin zeigen, dass sie nicht umsonst zu den bis heute größten Rockbands aller Zeiten zählen.

5* Sterne für dieses Live-album und eine Kaufempfehlen an alle Led Zeppelin-und Hard Rock-Fans oder die, die es einmal werden wollen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 23, 2014 11:21 AM CET


The Wall
The Wall

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Steine in der Mauer von Pink Floyd, 20. September 2014
Rezension bezieht sich auf: The Wall (Audio CD)
Ich halte "The Wall" für großartig - genauso ich auch "Dark side of the moon" und Wish you were here" für großartig halte. "The Wall" ist ganz anders als diese Alben, aber meiner Einschätzung nicht schwächer. Roger Waters hat hier, noch mehr als auf dem Vorgänger "Animals", die Vorherrschaft in der Band. Schade, dass Rick Wright und Nick Mason hier von Waters so in den Hintergrund gedrängt wurden, während David Gilmour zum Glück noch einige Songs komponieren durfte und auch viele grandiose Gitarren-Soli eingebracht hat, was er auf dem Nachfolger "The Final Cut", das dann auch schwächer ist, nicht machen durfte. Die Wall ist ein größenwahnsinniges, bombastisches und größtenteils trauriges bis depresieves Werk, dass auf seinen zwei LPs/CDs nicht nur großartige Lieder zu bieten hat. Aber für mich gehört einfach jeder Song zum Album und ich bin noch nie in Versuchung gekommen einen Titel zu überspringen.

Da das Album als Rock-Oper sich die ganze Zeit mit einer Geschichte befasst, fasse ich diese nochmal kurz zusammen: Auf Teil 1 erinnert sich der Musiker Pink an Erlebnisse seiner Kindheit, wie den Tod seines Vaters, seine überfürsorgliche Mutter und an seine Schulzeit und die Lehrer, die ihn sehr schlecht behandelt haben. Alle diese Erlebnisse sind Steine in der Mauer, die Pink um sich herum aufbaut, um sich von allen Gefühlen zu Isolieren. Als ihn seine Frau während einer seiner Tourneen betrügt, hat er den letzten Stein für seine Mauer gefunden und verabschiedet sich von der grausamen Welt. Bei Teil 2 ist er nun hinter der Mauer und sucht zuerst noch Kontakt zum Rest der Welt, bevor er immer mehr in eine Drogen-Welt abdriftet. Damit er seinen Auftritt durchsteht, muss er mit Beruhigungsmitteln behandelt werden und er verfolgt Minderheiten bis er sich selbst den Prozess macht, der damit endet, dass er die Mauer einreißen muss und sich wieder der Welt stellen muss.

Das Album hat, wie bereits gesagt, eigenständige großartige Songs und solche, die das Album zusammenhalten und den Text vermitteln sollen. Alle Titel gehen ineinander über, sodass man wirklich merkt, dass alles zusammen gehört. Die Highlights des ersten Teils sind die beiden recht harten "In The Flesh"-Nummern, die drei "Another Brick In The Wall"-Teile, von denen der zweite ein riesiger Hit wurde, die Akustik-Nummer "Mother", sowie Gilmours Rocker "Young Lust". Auf dem zweiten Teil gefallen mir besonders das melodische "Hey You", die Piano-Ballade "Nobody Home", das grandiose, unvergessliche nächste Gilmour-Stück "Comfortably Numb", bei dem sich Roger Waters und Gilmour beim Gesang abwechseln und er ein fantastisches, langes Gitarren-Solo spielt und "Run Like Hell". Aber auch das Finale mit "Waiting For The Worms" und "The Trial", welches in Richtung Oper geht, finde ich gelungen.

Auch der Film The Wall mit Bob Geldorf in der Hauptrolle und die Tour, bei der eine gigantische Mauer auf der Bühne aufgebaut wurde, sind unvergessen. Leider war The Wall das letzte Album in der legendären Besetzung David Gilmour, Roger Waters, Rick Wright, Nick Mason, da Wright bei "The Final Cut" gar nicht mehr in der Band war und Roger Waters für die letzten beiden Alben nicht mehr dabei war. Von mir gibt es für das meistverkaufte Doppelalbum der Gesschichte 5* Sterne und auch wenn es sicherlich Floyd-Fans gibt, die die Mauer von Waters nicht mögen, ist es doch ein faszinierendes Werk geworden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 22, 2014 1:27 PM MEST


The Division Bell
The Division Bell
Wird angeboten von GMFT
Preis: EUR 21,71

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles vorletztes Album der legendären Pink Floyd, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: The Division Bell (Audio CD)
"The Devision Bell" ist das zweite Album von Pink Floyd nachdem Roger Waters aus der Band draußen war. Während "A Momentary Lapse Of Reason" eigentlich fast vollständig von David Gilmour geschrieben wurde, so durften/konnten hier besonders Rick Wright und auch Nick Mason wieder mehr mitarbeiten. Das Album klingt modern und gleichzeitig eindeutig nach Floyd. Wie schon auf dem Vorgänger sind einige Songs eingängiger und teils sogar radiotauglich und die Band erfindet sich auch nicht neu, aber die Devision Bell ist einfach tolle Scheibe mit guten Songs geworden. Das Album hat ein Thema, das sich immer wieder in den Texten findet, nämlich Kommunikation bzw. Kommunikationsstörungen.

Die Musiker machen hier einen wirklich guten Job: David Gilmour ist einfach ein exzellenter Gitarrist und spielt wieder mal einige großartige Solos. Es macht einfach immer wieder Spaß dem mann zuzuhören, und auch seine Stimme ist gut und passt wieder mal perfekt zu den Songs. Rick Wright gehört mit seinem Keyboard ebenfalls einfach zur Band und spielt ebenfalls schön und entspannt. Und auch singen durfte er endlich wieder mal. Nick Mason ist nach wie vor kein ganz großer Technicker am Schlagzeug, aber er spielt hier ebenfalls gut und musste nicht wie auf den beiden Vorgängern teilweise ersetzt werden. Außerdem ist er der einzige der Pink Floyd-Musiker, der auf allen Alben der Band zu hören ist und mir ist er einfach symphatisch.

"Cluster One" (5:58) ist ein schönes, entspanntes Instrumental, bei dem sich Gitarre und Klavier wunderbar abwechseln. Ein atmosphärisches Stück, das einfach nach Pink Floyd klingt und gleich von Anfang an überzeugt.

"What Do You Want From Me" (4:22) ist dann etwas bluesiger und aufgewühlter. Der Titel hat tolle Melodien, tollen Chor und eine tolle Gitarre zu bieten. Gefällt mir ausgesprochen gut

"Poles Apart" (7:05) ist als Akustik-Ballade dan schon eines meiner Lieblingsstücke auf dem Album. Zwischendrinne hat der Titel einen psychedelischen Teil zu bieten, in dem diverse Geräusche heraushören kann. Dann geht es etwas flotter weiter und am Ende gibt es wieder ein großartiges Gitarren-Solo.

"Marooned" (5:28) ist das nächste Instrumental und ist erstmal ahnlich wie das erste. Gitarre und Keyboard super und am Ende kommt dann auch noch Nick's Schlagzeug dazu. Ebenfalls sehr entspannt.

"A Great Day For Freedom" (4:19) ist dann eine Klavier-Ballade, die mir gefallen hat. Geht unter die Haut und hat sehr schöne Melodien, ist allerdings für manche Fans etwas zu kitschig und radiotauglich.

"Wearing The Inside Out" (5:47) ist der Song auf dem wir endlich Rick Wright als Sänger hören und man freut sich als Floyd-Fan einfach über seine Stimme. Der Titel ist typisch für Wright, ruhig, leicht melancholisch und einfach schön.

"Take It Back" (6:12) ist dann wirklich so ein Radio-Song und ist eigentlich gar nicht schlecht. Die Meodie ist gut, aber irgendwie finde ich den Rest des Albums besser, aber das kann jeder für sich entschieden.

"Coming Back To Life" (6:12) beginnt ruhig mit wunderbarer Akustik-Gitarre bis er wieder flotter wird. Auch wieder ein tolles Stück, wurde auch später von der Australien Pink Floyd Show gespielt.

"Keep Talkin'" (6:11) enthält wieder das zentrale Thema das Albums und ist rockig mit schönem Soul-Chor und einem klasse Keyboard. Zwischendrinnen hören wir die Computerstimme des Physikers Stephen Hawking über die Wichtigkeit von Sprache.

"Lost For Words" (5:15) ist wieder ein Akustik-Song. Hat eine gute Melodie, die wirklich ins Ohr geht, ist aber nicht der ganz große Kracher geworden..

"High Hopes" (8:32) ist dann als längster Song des Albums, das Highlight und auch einer der besten Songs von Pink Floyd überhaupt. Hier werden viele Soundeffekte aus früheren Alben der Band verwendet. So die Hummeln aus "Grantchster Meadows" (Ummagumma), die Glocken aus "Fat Old Sun" (Atom Heart Mother) und das Schlagzeug in der Mitte aus "Bring The Boys Back Home (The Wall). Auch textlich blickt das Stück zurück, ist sehr atmosphärisch, hat geniale Melodien, hymnischen Refrain und ein einfach geniales Gitarrensolo. Perfekt!

"The Devision Bell" ist ein klasse Album geworden und das bis heute letzte von Pink Floyd. Allerdings soll tatsächlich ein Neues mit dem Namen "The Endless River" kommen, auf dem Songs, die während der Aufnahmen zu Devision Bell entstanden sind, enthalten sein sollen. Man darf also gespannt sein und bis dahin noch schön dieses großartige Album anhören. Ich habe nachdem ich erst 5* Sterne gegeben hatte, doch auf 4* Sterne, da man ja sonst nicht wüsste, was man "Dark Side Of The Moon" oder "Wish You Were Here" 'geben soll. Empfehlung an alle, die die eben genannten Meisterwerke mögen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 23, 2014 3:52 PM CET


Scorpion Child
Scorpion Child
Preis: EUR 16,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "...I live on the mountain...", 11. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Scorpion Child (Audio CD)
Scorpion Child, eine junge Band und ihr 2013 veröffentlichter gleichnamiger Erstling. Mir gefällt die Scheibe hier echt gut. Klar klingt alles sehr nach Led Zeppelin, aber es sind viele klasse Eigenkompositionen drauf. Ich bin normal eher für die alten Bands, aber von Scorpion Child bin ich echt begeistert.. zwar ist noch nicht alles hier Weltklasse, aber einige Songs sind doch schon so gut, dass man sich in die 70er, in die Zeit der großen Rockbands zurückversetzt fühlt.

Meine Favoriten sind "King's Highway", die Single "Polygon Of Eyes" (geht richtig ab) und "Red Blood (The River Flows)". Besonders letzterer ist, wenn man mal von dem zu langen Ende mit den Grillen absieht, echt gelungen. Schön ruhig am Anfang, leicht bluesig und steigert sich dann nochmal. Aber auch der Rest gefällt mir.
Ich freu mich schon auf das nächste Album der Band.
4 Sterne von mir! ****
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2014 2:07 PM MEST


More
More
Preis: EUR 19,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr, mehr immer mehr, 16. April 2014
Rezension bezieht sich auf: More (Audio CD)
More von 1969 ist der erste vollständige Soundtrack von Pink Floyd. Den Film kann man wohl vergessen und die meisten haben ihn eh nie gesehen, aber du Musik die Pink Floyd dazu geschrieben hat, ist zum Teil schon sehr gut. Besonders auf der zweiten Seite des Albums sind einige kurze Instrumental-Nummern, die nur für den Film geschrieben wurden und manchmal nicht so toll sind. Aber in Pink Floyds ersten kompletten Album ohne Syd Barett bei dem Waters die meisten Songs schreibt, gibt es bereits einige Songperlen, die von der Band in der Zeit auch oft auf Konzerten gespielt wurden. Ich werde jetzt nur die Songs näher beschreiben, die nicht nur als Szenenuntermalung für den Film gedacht waren.

"Cirrus Minor" (5:16) ist ein sehr schönes Akustik-Stück, das mit Vogelgezwitscher beginnt bis die Gitarre und der ruhige Gesang Gilmour, der die meisten Lieder singt, einsetzt. Der Song endet dann mit entspannter Orgel.

"The Nile Song" (3:27) ist dann ganz anderes. Die E-Gitarren knallen richtig und David singt viel rauer als sonst. Der Song ist ein Vorläufer des Hard Rock und gefällt mir ebenfalls gut. Auch das Guitar-Solo gefällt mir.

"Crying Song" (3:32) ist wieder sehr melancholisch und ruhig. Die schöne Melodie zieht sich durch den gesamten Song, der nur sparsam mit leiser Gitarre und noch leiserem Schlagzeug instrumentiert ist,

"Green Is The Colour" (2:58) wurde häufig auf Konzerten gespielt und ist abermals ein ruhiger Akustik-Song. Die Gitarre wird durch ein Klavier und eine Flöte unterstützt und Gilmour sinbt sanft und recht hoch.

"Cymbaline" (4:50) ist für viele der beste Song des Albums und der einzige mit einem refrain. Sehr eingängig und ruhig und ein großer Klassiker auf den Konzerten der Band. Am Ende bekommt Rick Wright nochmal einen Teil für sich.

"Main Theme" (5:25) beginnt erst mystisch und ein Schlagzeug kommt dazu. Eine leicht poppige Keyboard-Melodie gibt es in der Mitte und guten Drum/Bass-Rhytmus. Irgendwie kann ich den Song nicht so gut beschreiben, aber gut ist er auf jeden Fall.

"Ibiza Bar" (3:18) ist dann die Fortsetzung von "Nile Song". Rockig und laut ist dieser Song für Pink Floyd eher untypisch. Und am Ende gibt es wieder ein verzerrtes Gitarren-Solo.

Es folgen einige Instrumentals.. "Quicksilver" ist einfach nur eine ziemlich lange Klangcollage, "A Spanish Piece". Kurzer Flamenco-Song und "Dramatic Theme" die Fortsetzung von "Main Theme".

More hat einige tolle Song, aber leider auch etwas langweiligere Lieder, besonders einige Instrumental-Stücke. Wenn man davon aber mal absieht, bekommt man beste Floyd-Musik geboten und freut sich über dieses unterschätzte Album. More war stets mehr als nur ein Soundtrack. Die Band ging hier einen weiteren Schritt weg von Syd Barett. Das Cover wurde abermals von Storm Thorgerson und seiner Firma Hipgnosis entworfen. 4 Sterne gibt es von mir und eine Kaufempfehlung!


Ummagumma (remastered) (2 CDs)
Ummagumma (remastered) (2 CDs)
Preis: EUR 12,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ummagumma - herrlich verrückt, 12. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Ummagumma (remastered) (2 CDs) (Audio CD)
Ummagumma von 1969 ist sicherlich kein einfaches Album. Es ist wirklich nichts für Leute, die Pink Floyd nur von den späteren Erfolgsalben kennen. Ich will jetzt eigentlich nicht lange rumreden, sondern einfach mal ein paar Wörter zu den einzelnen Songs sagen. Besonders die Songs der StudioPlatte bedürfen mal einer näheren Erklärung. Ich muss auch sagen, dass ich im gegensatz zu den meisten anderen Leuten hier die StudioPlatte öfters laufen habe, wobei mir die LivePlatte eigentlich besser gefällt.. aber die ist halt nicht ganz so herrlich abgedreht.

Zur LivePlatte: Alle Songs hier sind wirklich gelungen und deutlich besser als die Studio-Version. "Astronomy Domine" funktioniert auch ohne Syd Barret super, "Careful With That Axe, Eugene" ist einer meiner Lieblingssongs der frühen Pink Floyd, da er einfach die ImprovisationsKünste der Band zeigt und einfach etwas faszinierendes hat. "Set The Controls..." ist einfach viel spannender als die Version Studio-version.. genauso "A Saucerful Of secrets". Beide Songs hier in einer bestechenden Version.

Zur StudioPlatte:
1. "Sysyphus" (13:17) von Richard Wright
Part I (1:07) besteht aus dem Haupt-Thema des Songs und noch kaum abgedreht - gefällt mir gut!
Part II (3:29) ist ein Klavier-Solo. Am Anfang noch schön melodiös, wird es zum Ened hin immer abgedrehter, da Wright sein Instrument mit allen möglichen Körperteilen bearbeitet.
Part III (1:48) besitzt dann gar keine Melodien mehr. Hier zupft er die Saiten des Klaviers im Inneren direkt an.
Part IV (6:54) ist der längste Teil des Stücks und am Anfang sehr klassisch und ruhig, bis es später wieder etwas aufgewühlter wird. Am Ende wird das Haupt-Thema aus Part I wiederholt.

2. "Grantchester Meadows" (7:28) von Roger Waters.. Man schließt die Augen und landet auf einer grünen Wiese im Schatten eines Baums. Die Vögel zwitschern, Bienen summen und in der Nähe hört man das Plätschern eines Baches. Dazu spielt ein guter Freund mit seiner Gitarre einen schönen, ruhigen und leicht melancholischen Song. Wunderbar!

3. "Serval Species of Small Furry Animals..." (4:57) von Roger Waters gefällt mir dagegen eher weniger. Der Song klingt wie jemand schon beschrieben hat, wie ein elektronischer Zoo und besitzt weder Melodien noch Instrumente. Am Ende hält Waters eine rede auf Schottisch. Für meinen Geschmack zu abgedreht.

4. "The Narrow Way" (12:17) von David Gilmour
Part I (3:27) ist ein schöner Akkustik-Gitarren Song. Ein paar Klangeffekte am Ende, ansonsten aber sehr ruhig und die Medlodie ist auch gut fürs Lagerfeuer geeignet.
Part II (2:52) ist dann der Teil mit den E-Gitarren. Stark verzerrt und mit gespenstischen Effekten, eindeutig der schwirigste Part der Suite.
Part III (5:58) schaut einerseits zurück und weist andererseits bereits in die Zukunft, da dieser Song der erste ist, den Gilmour für die Band geschrieben hat und auch den Text verfasst hat. Eine schöne Melodie, der sanfte Gesang Gilmours und seine Gitarrenarbeit machen diesen Teil zu etwas ganz besonderem.

5. "The Grand Vizier's Garden Party" (8:45) von Nick Mason
Part I - Entrance (0:58) ist die kurze, von Masons Frau auf der Querflöte gespielte Einleitung in...
Part II - Entertainment (7:06) ist das verrückteste Schlagzeugsolo, das ich je gehört habe. erst klingt alles noch nach einem Schlagzeug, aber wie Nick die darauffolgenden Töne aus seinem Instrument bekommen hat, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Zwar auch fast vollkommen ohne Melodien, aber zumindest interessant!
Part III - Exit (0:42) ist dann die Wiederholung von Part I und beendet den Song.

Den Live-Teil finde ich zwar besser, aber die Faszination, die die Studio-Platte auf mich ausübt, kann man so nicht richtig beschreibung, aber ich höre die Songs immer wieder gerne. Allerdings sollte niemand, der sich nicht wirklich mit Pink Floyd auskennt diese Platte kaufen, da sie für ungeübte Ohren doch sehr abgedreht klingt. Wie dem auch sei.. von mir gibts 4 Sterne. Ohne diese Platte hätte es wohl viele andere Bands gar nicht gegeben.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2014 3:17 PM MEST


The Book Of Taliesyn (Remastered)
The Book Of Taliesyn (Remastered)
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 2. Werk von Deep Purple, 13. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Book Of Taliesyn (Remastered) (Audio CD)
1969 veröffentlichen Deep Purple ihr zweites Werk mit den Namen "The Book of Taliesyn", welches im Vergleich zum Vorgänger weniger erfolgreich ist und teilweise etwas unausgegoren klingt. Ansonsten finden sich hier einige Musikstiele wie Blues, Psychedelic, Hard Rock und sogar Klassik wieder. Eingespielt wurde das Album von Ritchie Blackmore an der Gitarre, Jon Lord an der Orgel, Ian Paice am Schlagzeug, Nick Simper am Bass und Rod Evans singt. Alle Musiker machen ihren Job gut, wobei man Ritchie und Jon hervorhaben muss, die auch schon in der Anfangszeit wunderbar spielen.

"Listen Learn Read On" (4:03) ist ein eher ungewöhnliches Stück, das auch etwas psychedelisch ist, aber auch schon ganz gut abgeht und eine gelungene Eigenkomposition darstellt.

"Wring That Neck" (5:14) ist ein Instrumental und wurde schnell zum Klassiker der Band. Der Song ist bereits sehr hart und die vier an ihren Instrumenten spielen richtig gut.

"Kentucky Woman" (4:45) von Neil Diamond geschrieben wurde ein kleiner Hit der Band und ist sehr melodisch. Höhepunkt ist aber Jon Lords Solo im Mittelteil ;) Der Song gefällt mir sehr gut

"Exposition" (2:51) ist die gelungene instrumetale Einleitung in

"We Can Work It Out" (4:16)von den Beatles. Diese Version ist zwar nicht übermäßig gut, aber ich finde, man kann sie hören, doch die Einleitung ist deutlich besser als der eigentliche Song.

"Shield" (6:06) ist der Höhepunkt der Scheibe. Melancholisch und verträumt präsentiert sich der Song. Schöne Gesangsmelodien wechseln sich mit einem Gitarrensolo in der Mitte und einem eher ungewöhnlichen Schlagzeugsolo am Ende ab.

"Anthem" (6:31) ist eine weitere verträumte Akkustikballade mit gefühlvollem Gesang von Rod Evans. In der Mitte gibt es dann noch einen Klassikteil und ein "Gespräch" zwischen Streichern und Gitarre.

Zum Abschluss gibt es dann "River Deep Mountain High" (10:12) mit einer tollen Einleitung von Jon Lord und einer zuerst etwas ruhigen, dann aber sehr kraftvollen version von Ike und Tina Turners Hit.

Es befinden sich auch noch gute Bonussongs auf der CD, wie "Oh No No No".
The Book of Taliesyn ist sicher noch nicht auf dem Nivou von den großen Klasikern der Band, aber es weist schon einige gute Eigenkompositionen auf und auch die meisten Coversongs sind gelungen. Die Mischung aus verschiedenen Musikstielen ist manchmal etwas verwirrend, aber trotzdem kann man dieses Album wärmstens an alle Hard Rock und Purple Fans empfehlen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 14, 2014 3:41 PM CET


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