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Rezensionen verfasst von
Dr. Lothar Jahn (Hofgeismar)
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David Bowie (Aka Space Oddity) (Remastered2015)
David Bowie (Aka Space Oddity) (Remastered2015)
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Album, 29. Januar 2016
Zwei Jahre nach dem Debütalbum "David Bowie" erschien bei Mercury erneut ein Album unter dem Titel „David Bowie“, in den USA veröffentlichte man es unter dem Namen „Man of Words, Man of Music“ - eigentlich ein guter Titel, der klar machte, dass Text und Musik bei diesem Künstler gleichwertig nebeneinander standen. Das Album wurde bald umbenannt zu „Space Oddity“, weil dieses Lied zu Bowies erstem Hitparadenerfolg wurde: „Space Oddity“ enterte 1969 die britische Top Ten und 1975 gleich nochmal. Der Countdown markierte Bowies Aufbruch zu den Sternen – dieser Raumflug wurde später mit Titeln wie „Starman“, „Star“ und „Ziggy Stardust“ erfolgreich fortgeführt. Der Song verarbeitete den 60er-Jahre-Optimismus einer Eroberung des Weltalls, die mit den bemannten Mondflügen einen Triumph gefeiert hatte. Die Story wurde 1983 von Peter Schilling in seinem Neue-Deutsche-Welle-Hit „Major Tom“ noch einmal erzählt. Dieses Album zeichnet sich durch einen Singer-Songwriter-Sound aus, geprägt von Bowies Akustikgitarre, leicht psychedelisch mit Sergeant-Pepper- und Pink-Floyd-Anklängen gewürzt. Neben dem Anfangsstück ist die Schlussnummer besonders interessant: „Memory of a free festival“ ist ein Resümée der Woodstock-Euphorie, ein Abgesang auf das „Make love not war“ der Hippie-Generation, voller Trauer, dass die bunten Träume dem Alltag nicht trotzen können.

>> Ein kleiner Hinweis an Amazon, aber auch die Leser: Wohl aufgrund der ursprünglichen Namensgleichheit finden sich auf dieser Seite Rezensionen, die eigentlich zum Album "David Bowie" von 1967 gehören.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2016 8:30 AM CET


The Endless River
The Endless River
Preis: EUR 14,49

9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Würdiger Abchluss, 10. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Endless River (Audio CD)
Im Gegensatz zum Cover im Zeugen-Jehovas-Stil, das schlimmste Kitsch-Erwartungen weckte, rudert die Musik nicht auf weichen Wolken wabernd ins esoterische Abseits hinein. Es bietet statt dessen nicht weniger als die Rückschau einer der erfolgreichsten Bands der Welt auf ihr erfülltes Lebenswerk. Verbunden mit einem Abschied, denn Richard Wright ist zwar hier noch zu hören, da das Grundmaterial Aufnahmen aus den Sessions zum nun auch schon 20 Jahre alten Albums "The Devision Bell" waren. Der geniale Keyboarder, der mit seinen Klangexperimenten den Sound der Gruppe mindestens ebenso geprägt hatte wie Roger Waters' kreative Unruhe und David Gilmours grandioses Gitarrenspiel verstarb 2008. Seine Kollegen Gilmour und Mason haben ihm mit dem Album ein würdiges Denkmal gesetzt. Seine warmen Synthesizerfarben, die Clusterklänge und Geräuschcollagen sind der Grundklang dieses stetig dahintreibenden Flusses. Einer der erhabensten Momente ist es, wenn Wright in "Autumn 68" die Orgelpfeifen der ehrwürdigen Royal Albert Hall zum Klingen bringt. Das Album ist viergeteilt, wobei der erste Teil voller Anklänge an "Shine On You Crazy Diamond" aus dem Album "Wish you were here" steckt, manchmal kann man es in seiner Nähe an Klangfarben und Harmonik des Originals geradezu als Reprise verstehen. Den Ausklang macht dann mit "Louder than words" das einzige gesungene Stück, das - obwohl der Text an "Sorrow" vom "A Momentary Laps Of Reason" anknüpft - nach dem erfolgreichten Floyd-Album überhautpt klingt, nämlich "Dark Side Of The Moon". Die Musik dazwischen, die nahtlos ineinander übergeht, lässt immer wieder Highlights der Bandgeschichte aufblitzen, dort ein bisschen "Us and them", hier noch mehr "Run like hell", dann wieder die herrlich bluesigen Gilmour-Soli und Mason lässt sogar einmal das Schlagzeug solistisch hervortreten. Allerdings sind es gereinigte und geläuterte Pink Floyd: Wie weggeblasen aus der Musik sind die Qual, die Neurose, der Aufschrei, die Angst, der Aufbruch, alles Aggressive, sich gegen die Welt stellende, Ironische oder Depressive. Natürlich war es das, was die Gruppe selbst nach dem beleidigten Abgang von Waters immer noch ausgemacht hatte: Der Wohlklang und das meditative Dahingleiten war immer begleitet vom Wissen darum, dass die Welt bei aller Schönheit auch voller Schrecken war. Natürlich wurde das längst nicht mehr so plakativ herausgestellt wie bei "Animals" oder dem völlig überdrehten "The Wall", aber die Grundstimmung war noch da. Beim "endless river" ist nun wirklich alles lichtdurchflutet. Wer die Ecken und Kanten nicht braucht, wird glücklich sein - allein schon, weil Gilmour spielt, wie ein junger Gott: mal in seinem kernigen Bluesstil, dann wieder zart und rein, knapp über der Hörbarkeitsgrenze, auch die Ausflüge an die Akustikgitarre gelingen ihm gut. Trotz dieses Einklangs mit der Welt wird, wie bereits erwähnt, die Kitsch-Schwelle gemieden. Dies ist der würdige Abschluss, den Roger Waters damals mit "The Final Cut" angestrebt und damals aufgrund seiner Wut auf Maggie Thatcher, David Gilmour und den Rest der Welt völlig verfehlt hatte.


The Studio Albums:1992-2003
The Studio Albums:1992-2003
Preis: EUR 28,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vier geniale Alben plus viermal Beiwerk, 26. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: The Studio Albums:1992-2003 (Audio CD)
Diese Kollektion ist eher etwas für Neueinsteiger ins Oldfielduniversum, die zum billigen Preis viel Musik bekommen wollen. Die Aufnahmen sind nicht irgendwie neu bearbeitet, remastert oder ergänzt, auf Booklet und Infos wird verzichtet. Dafür gibt es aber eine Sammlung, die immerhin alle 3 Parts von Oldfields vielschichtigem Referenzwerk "Tubular Bells" enthält. Das Originalwerk gibt es in der klanglich aufgebesserten Fassung von 2003, dazu aber auch Part 2 (der zu jedem Teil von Part 1 eine originelle Variation bietet) und Part 3 (mit wirklich hinreißenden Stücken wie dem spanisch angehauchten "Serpent Dream", dem herrlich innigen "Inner Child" und dem orgiastischen Finale "Far above the Clouds"). Und noch ein Meisterwerk ist mit an Bord: Oldfields Vertonung von Arthur C. Clarkes Roman "The songs of distant earth", ein spaciger Trip mit Sphärenklängen, singenden Walen, der Schöpfungsgeschichte (von den Astronauten der Apollo 8 gelesen) , Mönchsgesang und dem immer wiederkehrenden "Let-there-be-light" Thema der E-Gitarre. Vier Meisterwerke sind den Preis schon wert! Der Rest kann den Standard leider nicht halten: Die "Millennium Bell" zeigt Oldfield zur Jahrtausendwende mit einem ideenlosen Ritt durch die Menschheits- und Musikgeschichte mit Anklängen an Rondo Veneziano, Vangelis, James-Bond-Musik und aktuelle Ibiza-Disco-Mucke, allein die Neuvertonung von "Amazing Grace" mit Gospelchor als "Sunlight Shining Through Cloud" hat Originalität. "Guitars" hält nicht, was das Konzept, sich ganz auf die Gitarre zu beschränken, verspricht: Keine Reise in die Mysterien des Gitarrenklanges, statt dessen steuert er mit der Gitarre auch wabernde Synthesizerklänge an. "Voyager" bringt zwar schöne irisch-keltische Melodien, arrangiert das Ganze zu gefällig aber ohne Biss und Authenzität: zuviel Keyboard und Computer tun der Folkmusik nie gut. Das chillige "Tr3s Lunas" schließlich ist die Musik zu einem Computerspiel und klingt auch so. Insgesamt eine durchwachsene Mischung, was bei einem Dekadenüberblick auch kaum anders zu erwarten war.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2015 11:46 PM CET


Man on the Rocks
Man on the Rocks
Preis: EUR 7,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lockeres Rock-Pop-Album mit grandiosem Titelsong, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Man on the Rocks (Audio CD)
Lang erwartet, endlich da: Nachdem man den Fans nach und nach Appetithäppchen hingeworfen hatte, ist Oldfields Album "Man on the Rocks" nun endlich erschienen. Ein umstrittenes, aber nach langer Sendepause erstaunlich beachtetes Werk des Altmeisters, der mit seinen frühen Instrumental-Epen Musikgeschichte schrieb und in den 80ern zeigte, dass er sich auch in Pop und Rockgefilden austoben kann. Von den alten Alben ähnelt das mit hochkarrätiger Studioband eingespielte "Man on the Rocks",am meisten dem rockorientieren Album "Discovery", das in Deutschland ja sehr erfolgreich war. Es gibt diesmal aber kein langes Instrumentalstück, es sind ausschließlich eingängige Pop- und Rocksongs zu hören, mal kurz und knackig, dann wieder episch und ausgedeht. Was auffällt, ist, dass es oft so gar nicht oldfieldesk klingt, statt dessen sind Anklänge an Rolling Stones ("irene"), Dire Straits, Queen oder King Crimson ("Nuclear") zu hören. Das geschieht aber auf lockere, unangestrenge Weise und wirkt durch den jugendlichen Schwung des Sängers Luke Spiller trotz seines eigentlich altmodischen Ansatzes erstaunlich frisch. Ein paar Reminiszenzen an alte Zeiten gibt es auch, manche davon sind nicht ganz so nötig: Die Happy-Beach-Nummer "Sailing", als Single ausgekoppelt, hat einige unüberhörbare "Moonlight-Shadow"-Anklänge und biedert sich mit seinem Mitsing-Refrain dann doch zu sehr beim Publikum an. "Chariots" dagegen rockt ganz im Geiste von "Shadow on the Wall", obwohl Spiller kein Chapmansches Format hat. Sehr hörenswert sind auch das folkige "Moonshine", die psychedelisch angehauchte Ballade "Nuclear" und das zupackende "Castaway" mit Brian-May-Anklängen im Solo. Alles überragt jedoch der Titelsong, eine altersweise Singer-Songwriter-Ballade, die eine grandiosen Spannungsbogen über 6 Minuten durchhält und ihren Höhepunkt in Oldfields typischen Gitarrenschwelgereien findet. Das ist wirklich groß! Überflüssig dagegen ist die Coverversion am Ende: "I Give Myself Away" erreicht leider nicht die Tiefe des Originals von William McDowell. Alles in allem kein Meisterwerk rundherum, aber ein hörenswertes Album, inspirierter als viele Werke der späten Achtziger, der Neunziger und frühen Zweitausenderjahre. Seit der "Music of the Spheres" geht es offenbar wieder bergauf mit dem Meister!


Codex Faenza (Instrumentalmusik des frühen 15. Jahrhunderts)
Codex Faenza (Instrumentalmusik des frühen 15. Jahrhunderts)
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillante Instrumentalmusik, 6. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn Michael Posch und sein Ensemble Unicorn musizieren, dann kann man sich auf Qualität verlassen. Die Stücke des Codex Faenza aus dem frühen 15. Jahrhundert sind anspruchsvoll und entsprechen in ihrer Mehrstimmigkeit z.T. noch so gar nicht unseren Hörgewohnheiten. Es ist also eine echte Kunst, diese Musik zum Leben zu erwecken. Aber Unicorn macht das furios, mit hoher Virtuosität, mit Spielwitz, mit einem Sinn für Dramatik. Man merkt, dass diese Musiker viel mittelalterliche Musik gespielt haben, man merkt aber auch, dass sie genau wissen, wie sich die Musikgeschichte weiterentwickelt hat. Das Ergebnis ist also sowohl für den musikwissenschaftlich interessierten Kenner wie für den Liebhaber gut gespielter und klug arrangierter Musik interessant.


Now What ?!
Now What ?!
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reifes Alterswerk, 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Now What ?! (Audio CD)
Ehrlich gesagt, habe ich mehr als einen Monat gewartet, bis ich mir die CD angehört habe, die mir mein Sohn zu Weihnachten geschenkt hat: Deep Purples "Now what?!". Ich erwartete von den alten Herren das Abnudeln ewig gleicher Klischees. Heute haben wir sie uns gemeinsam angehört und ich leiste Abbitte. Schon das Anfangsstück "A simple song" ist eine ganz und gar nicht simple Nummer, rhythmisch vertrackt, mit einem gefühlvoll-melancholischen Anfang, wunderbar gesungen von Ian Gillan, bis das ganze richtig explodiert. Das Album ist dem verstorbenen Jon Lord gewidmet und das merkt man: Die Keyboards sind überall präsent und Lords hochvirtuoser Nachfolger Don Airey hat den Meister genau studiert, bringt dessen typischen Hammond-Stil immer wieder in die erstaunlich komplexen Arrangements mit ein. Auch die Doors lassen grüßen beim "Riders"-angehauchten "Blood from a stone". Insgesamt ist das ganze nicht mehr ganz so speedig und harmonisch gerundeter als in den großen Tagen. Einen guten Eindruck macht Ian Gillan, der sich nun auch in die tiefen Tonlagen begibt, wo er ein erstaunlich emotionales Profil entwickelt. Die Shouter-Sirene lässt er nur noch ganz am Schluss ertönen, um zu zeigen, dass er das auch noch kann. Ein richtiges Novum ist der Song "Above and beyond", der mir mit seiner irish-folkigen Melodik fast die Tränen in die Augen trieb - das ist fast ein Brückenschlag zu Ritchie Blackmores Musik, die er heute liebt. Schöner mehrstimmiger Gesang und manche geradezu prog-rock-artige Passagen und überraschende, kluge Übergänge runden das Album ab, während Ian Paice stets souverän sein Ding am Drum abzieht, wie man es von ihm erwartet. Das ist sicher keine Musik auf der Höhe unserer Zeit, aber alles andere als eeine langweilige Oldies-Party: ein reifes Alterswerk. Schön, höre ich mir gleich nochmal an!


QE2 (Deluxe Edition)
QE2 (Deluxe Edition)
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die erste echte Enttäuschung, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: QE2 (Deluxe Edition) (Audio CD)
Als Oldfield-Bewunderer seit "Tubular-Bells"-Tagen war das Original-Album für mich die erste herbe Enttäuschung. Das Album als Ganzes wirkt unausgewogen, hat keine einheitliche Richtung. Da sind die sicher ehrenwerten Progressive-Elemente, teilweise bis ins Irrwitzige überdreht, aber irgendwie ohne rechte Ordnung hinter einander gesetzt. Da sind auch schöne folkige Themen wie der Mandolinenanfang, die dann aber wieder durch gnadenlosen Kitsch konterkarriert werden. Bitte: Warum muss ein genialer Komponist wie Oldfield Abba oder die Shadows covern? Wobei er beim Abbasong "Arrival" auch noch die Qualität des Originals verfehlt! Oft albern wirken auch die Stimmeffekte wie bei "Sheba", die auch noch die Qualität von Maggie Rileys Stimme verfehlen. Ein Gottesglück, dass er die musikalisch guten Ansätze, die im Eröffnungsstück "Taurus 1" stecken, auf dem wesentlich besseren Nachfolge-Album "Five Miles Out" erneut aufgegriffen und auf besonnene Art ausgefeilt hat! Was den Bonus-Punkt bringt (das Original bekommt von mir nur den einen Stern), ist das beigefügte Live-Material. Hier gewinnt auch das QE2-Material ein wenig, vor allem aber "Ommadawn" mit Oldfields herrlich gespielter spanischer Gitarre lohnt das Hinhören. Ist ohnehin sein Meisterwerk!


Five Miles Out (Deluxe Edition)
Five Miles Out (Deluxe Edition)
Preis: EUR 15,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deluxe-Fassung mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis, 1. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Five Miles Out (Deluxe Edition) (Audio CD)
"Five Miles Out" ist vor allem wegen des vorwärtstreibend-optimischen, rock-orientierten und trotzdem herrlich durchkomponierten Werks "Taurus 2" und der thematisch verwandten Single "Five Miles Out" sehr zu empfehlen. Die Deluxe-Version bietet ein tolles Preis-Leistungsverhälnis: einmal das, durch 2 Bonustracks erweiterte und klanglich verfeienerte Originalalbum, dann ein Live-Album zur damaligen Tour und drittens eine DVD mit dem 5.1-Mix, alles vom Meister persönlich fetiggestellt.
Die Studio-CD ist ebenso druckvoll und prägnant wie klar und brillant geraten. Ein Plus im Verhältnis zum Original sind die organischen Übergänge, damals hatte man die Schnittstellen doch sehr deutlich herausgehört. Als Bonus gibt's die "Five-Miles-Out"-Singlerückseite "Waldberg (The Peak)" und eine Demo-Version von "Five Miles Out", bei der Maggie Riley fast alle Stimmen singt. Das Demo zeigt den Diamanten im Rohzustand, der Schliff fehlt noch. Interessant für alle, die glauben, das Genies nie mit Wasser kochen: Hier kann man sehen, wie durch das Umarrangieren, die Verteilung des Gesangs auf mehrere Stimmen und die Wahl der Effekte eine gute Idee zum Meisterwerk umgestaltet werden kann.
Die Live-CD bringt viel Freude: Das Konzert (übrigens aus Köln) beinhaltet zunächst den ersten Teil von "Tubular Bells", an einigen Stellen deutlich-rockorientierter umarrangiert. Beim (zu schnellen) Anfang gibt es noch Probleme, ein wenig schwankt das Tempo hin und her, bis die Band sich eingegroovet hat, aber schnell findet man zusammen und hat Spaß. Leider sind gleich drei der damals beteiligten Musiker inzwischen schon verstorben: Keyboarder Tim Cross, auch bei vorherigen Touren schon eine echte Stütze für Oldfield, Schlagzeuger Morris Pert und der Ausnahme-Perkussionist Pierre Moerlen (Gong). Ausgezeichnet geraten auch die Live-Versionen von "Family Man" und "Guilty" (die Diskonummer wird hier durch eine unglaublich groovende funky guitar deutlich aufgewertet). Höhepunkt aber ist "Taurus 2", die Energie dieses Stückes schreit aber auch geradezu nach einer Live-Performance. Alle Musiker begeben sich volle Kraft hinein, so dass unterm Strich die Studioversion überboten wird. Vor allem Maggie Riley zeigt hier Vielseitigkeit, singt auch mal rau und dreckig. Zum Weinen schön der "Lullaby" in der Mitte des Stückes - das zarte Schlaflied mit der betörenden Melodie wird von ihr knapp über der Hörbarkeitsgrenze gesungen, teilweise geht sie in Sprechgesang über und steigert sich mit dem kraftvollen Schluss in den folgenden Rockteil bravourös hinein.
Zur DVD kann ich nichts sagen, da ich nich über eine 5.1-Anlage verfüge, der Mix soll aber deutlich gitarrenlastig ausgefallen sein und damit den echten Rocker begeistern.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 10, 2013 1:14 PM MEST


Augustas Haus: Roman
Augustas Haus: Roman
von Majgull Axelsson
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Poesie, Spannung und Zeitkritik, 1. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Augustas Haus: Roman (Taschenbuch)
Majgull Axelsson begibt sich in diesem Buch auf eine Gratwanderung. Man braucht einige Zeit, um sich auf den Rhythmus und die Erzählweise dieses Romans einzulassen, der so unterschiedliche Dinge wie Gesellschaftskritik beim Umgang mit jungen Frauen über die Generationen hinweg, geradezu thrillerhafte Spannung und einen poetischen Blick auf die Welt des hohen Nordens miteinander verbindet. Augusta, Alice und Angelica heißen die drei Hauptfiguren, miteinander nicht nur blutsverwandt, sondern auch verwandt im Umgang der Umwelt mit ihnen als "gefallene" und das heißt jeweils auch allein gelassene Mädchen. Jeweils eine Generation wird übersprungen, bis die selbe Lieblosigkeit, das selbe Fallen-Gelassen-Werden von der Umwelt und vor allem von denjenigen, die den jungen Mädchen eigentlich Schutz und Trutz geben sollten, erneut zum Tragen kommt. Ein Buch in bester schwedischer Erzähltradition, das sich trotz aller Zeitsprünge am Ende doch zu einem großartigen Ganzen fügt und Trauer und Wut hinterlässt.


Am Ende war die Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 14
Am Ende war die Tat: Ein Inspector-Lynley-Roman 14
von Elizabeth George
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Georges Bester, 18. November 2012
Ich habe über Jahre alle Elisabeth-George-Bücher gelesen und fand sie immer interessant, oft aber etwas weitschweifig erzählt, mit leisen Kitsch-Untertönen insbesondere bei der umständlichen Helen-Lynley-Lovestory. Nun ja, nun ist sie tot. Dass ausgerechnet diese Tatsache Elisabeth George zu ihrem Meisterwerk inspirieren würde, hätte ich nicht erwartet. "Am Ende war die Tat" hat mich gefesselt wie kein anderes George-Buch. Es ist sehr mutig, alle typischen Merkmale, die andere Bücher der Reihe bestimmen, ganz wegzulassen - das Hin und Her der unterschiedlichen Charaktere, Herkunft und Ermittlungsmethoden des Erfolgsteams Havers/Lynley - und sich allein auf die Vorgeschichte des Mordes an Helen zu konzentrieren. Der im Mittelpunkt der Geschichte stehende Junge, der sich mit gutem Herzen und besten Absichten in der heruntergekommenen, bösartigen Umwelt behaupten muss, tut einem schrecklich Leid. Er steht stellvertretend für viele Opfer unserer westlichen Lebensform unter zugespitzen wirtschaftlichen Bedingungen, die am unteren Rand der Gesellschaft in unwirtlichen Wohnghettos und zerrütteten Familien klarkommen müssen. Eine wirklich anrührende Geschichte, die für George-Verhältnisse in sehr drastischer, aber milieugerechter Sprache geschildert würde und sich immer weiter zuspitzt bis zum schrecklichen Ende. Ich hätte nicht gedacht, dass im Krimi-Genre und gerade in den eingefahrenen Bahnen einer Lady-of-Crime-Reihe solch ein großartiges Buch entstehen könnte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 15, 2012 6:47 PM CET


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