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Garnet

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Schattengrund: Thriller
Schattengrund: Thriller
von Elisabeth Herrmann
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein geheimnisvolles Haus im Harz und ein Dorfbewohner, der etwas zu verbergen hat ..., 19. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Schattengrund: Thriller (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Handlungsort dieses rundum gelungenen Romans ist ein tief verschneites Dorf im Harz, der Fokus richtet sich auf das auch im Titel genannte "Schattengrund", ein altes, etwas abgelegenes Fachwerkhaus, das die 17-jährige Nico von ihrer Großtante erben soll. Obwohl ihre Eltern dagegen sind, möchte sie das Haus behalten und macht sich an einem Dezemberwochenende kurz vor ihrem 18. Geburtstag auf den Weg nach Siebenlehen, ein altes Bergarbeiterdorf. Was sie dann erlebt, ist spannend, aufregend und geheimnisvoll und manchmal ein bisschen romantisch. Besonders schön ist, dass der Harz mit seinen Sagen und Märchen hier eine fast eigene Rolle spielt, ohne dass das langweilig würde. Im Gegenteil: Der kleine Ort als Mikrokosmos, das alte Haus "Schattengrund", aber auch das Zwischenmenschliche wird so anschaulich und bildhaft beschrieben, dass ich keine Schwierigkeiten hatte, mir das vorzustellen. Gefallen hat mir auch sehr, wie Nico in Agatha-Christie-Manier den Geheimnissen um "Schattengrund" und ihre eigene Vergangenheit auf den Grund geht.

Dass es sich um einen Thriller für Jugendliche handeln soll, habe ich eigentlich nur am Alter der beiden Hauptpersonen Nico und Leon, den Nico schon kurz nach ihrer Ankunft in Siebenlehen kennenlernt, gemerkt. Die Handlung selbst ist derart spannend, dass man da gegenüber einem "normalen" Thriller keinen Unterschied bemerken kann. Auch die Themen Tod, Traumabewältigung und einige andere, die ich hier nicht nennen kann, ohne zuviel zu verraten, werden tiefgründig, aber nicht ausufernd aufgegriffen. Vor allem junge Erwachsene dürfte dieses Buch sehr ansprechen.

Ein paar kleinere Kritikpunkte an dem Roman habe ich. Am Anfang war ich ein bisschen verschreckt von dieser hollywood-mäßig aufgemotzten "Testamentsverlesung": Sowas macht in Deutschland, jedenfalls in den in Frage kommenden Bundesländern, kein Notar, sondern ein Nachlassgericht, und auch da wird es in den seltensten Fällen "verlesen". Und auch manche andere Vorgänge wirken ein wenig überkonstruiert. Aber egal: Es tut der Stimmigkeit der Handlung insgesamt keinen Abbruch.

Abseits von gängigen Fantasy-Themen, mit denen Jugendliche derzeit vor allem angesprochen werden, ist dies ein schöner Roman mit einem tollen Handlungsort und sehr sympathischen Protagonisten. Er hält die Spannung bis zum Schluss, ist schlüssig, flüssig und modern geschrieben, mit manchmal leise durchdringendem Humor, und verbreitet sogar noch ein bisschen "Wohlfühl-Stimmung". Wunderbar! Auch für Erwachsene.


White Horse: Roman
White Horse: Roman
von Alex Adams
  Broschiert
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Beklemmende, aber nicht ganz überzeugende Endzeit-Geschichte, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: White Horse: Roman (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Wenn große Namen schon auf dem Buchumschlag stehen, sind die Erwartungen normalerweise hoch. Zugegeben, Justin Cronins "Übergang" kenne ich nicht, und dass ich Stephen Kings "The Stand" gelesen habe, ist zu lange her, als dass ich seriöse Vergleiche anstellen könnte, auch wenn mir einiges in bleibender Erinnerung geblieben ist und tatsächlich Ähnlichkeiten nicht von der Hand zu weisen sind.

Daher habe ich diesen Roman ohne jede Erwartungshaltung gelesen und bin am Ende doch nicht wirklich überzeugt, auch wenn noch einige andere Lobeshymnen auf dem Klappentext zu lesen sind.

Abwechselnd zwischen "Vorher" und "Nachher" erzählt die Anfang 30-jährige Zoe ihre Geschichte aus ihrer Perspektive: Vorher - oder im Buch als "Damals" bezeichnet - ist die Welt noch einigermaßen in Ordnung. So wie wir sie eben kennen. Allerdings macht sich Zoe Sorgen um ein sonderbares Gefäß, das sie eines Tages in ihrer hermetisch gesicherten Wohnung findet. Sie sucht den Psychotherapeuten Nick auf, erzählt ihm aber nicht, dass das Gefäß real ist. Nachher - im Roman als "Jetzt" bezeichnet - ist nach Ausbruch der Seuche "White Horse", die die Menschen entweder grausam sterben oder zu "Monstern" werden lässt, und nach einem dunkel im Hintergrund bleibenden Krieg. Zoe ist in dieser gefährlichen und in ihren bekannten Strukturen völlig aufgelösten Welt auf dem Weg nach Griechenland – und sie ist schwanger. Ihr auf den Fersen ist immer der mysteriöse "Schweizer".

Beide sich abwechselnden, aber fortlaufenden Zeitebenen, die aus nur jeweils sehr kurzen Abschnitten bestehen, sind im Präsens erzählt. Das ist leicht und schnell zu lesen, aber auch ein wenig verwirrend, auch wenn eine gewisse Spannung damit verbunden ist. Allerdings hat der Leser beim Lesen der "Damals"-Abschnitte einen Wissensvorsprung, weil es "jetzt" eine Rolle spielt (zum Beispiel die Schwangerschaft). Ansonsten ist sowohl die Grundidee der Geschichte - ohne dass ich hier zuviel verraten möchte - als auch die Handlung selbst leicht nachzuvollziehen und eher ein bisschen zu schlicht geraten. Darüber hinaus scheint das apokalyptische Szenario - auch wenn es beunruhigend, düster und brutal, zwischendurch aber auch sehr berührend geschildert ist - aus vielen verschiedenen bekannten Geschichten zusammengesucht. Und offensichtlich hat sich immer noch nicht bis überall hin herumgesprochen, dass Blut nicht nach Kupfer riecht.

Schade auch, dass die Protagonistin Zoe als Ich-Erzählerin mir nicht richtig nahe kommt, ich bekomme kein Bild von ihr, was möglicherweise auch daran liegt, dass die Autorin sich nicht entscheiden kann, ob Zoe nun die taffe, (über-)lebenstüchtige Alleskönnerin sein soll oder die sensible junge Frau, die - und das wird im Buch ständig wiederholt - sich ihre Menschlichkeit unter allen Umständen bewahren möchte.

Der Auftakt zu einer Trilogie soll dies sein, und ich kann mich (noch) nicht recht entscheiden, ob mich Band 2 (und 3) wirklich interessieren. Es ist das Debüt einer amerikanischen Autorin, und die Ansätze sind schon nicht schlecht, aber so richtig gut war es auch nicht. Die Entscheidung, ob ich dieser Trilogie noch eine Chance gebe, steht also für mich noch aus. Wer aber an einer nicht zu komplexen Endzeit-Geschichte interessiert ist, die mit brutalen Szenen nicht unbedingt sparsam umgeht, dem könnte diese Reihe gefallen.


Mr Moonbloom: Roman
Mr Moonbloom: Roman
von Edward Lewis Wallant
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Vielleicht hatte ich von Würde geträumt ..." (S. 303), 6. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Mr Moonbloom: Roman (Gebundene Ausgabe)
Norman Moonbloom ist der Verwalter für die Mietshäuser seines Bruders, er treibt die Mieten ein. Der Leser begleitet ihn auf seinen Runden, lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen, aber alle haben eines gemeinsam: "All die Menschen in seinen Häusern führten ein Leben am Rand unerträglicher Abgründe, an Orten mit Blick auf Gewaltiges, Ungeheuerliches." (S. 213) Es sind Juden, die das KZ überlebt haben, aber ihre Vergangenheit verdrängen, es ist der uralte Karloff, der in einer Wohnung haust, in der die Kakerlaken über die Wände spazieren, es ist der Lehrer, der aus einem Job nach dem anderen entlassen wird. Und noch viele mehr. Alle sind arm und wissen oft nicht einmal sich selbst zu helfen. Moonbloom verspricht beschwichtigend Reparaturen an den sich in verwahrlostem Zustand befindenden Wohnungen, kann seine Versprechungen aber nicht einhalten mangels finanzieller Mittel. Bis etwas passiert, das ihn völlig aus der Bahn wirft und er beginnt, sein Leben umzukrempeln ... und das der Mieter - und versucht, ihnen ihre Würde wiederzugeben.

Der bereits 1962 jung verstorbene hierzulande bisher fast unbekannte Autor Edward Lewis Wallant zeichnet ein Bild der Abgründe, der Hässlichkeiten, in einer Art und Weise, die gleichzeitig realistisch und surreal erscheint. Menschen in einer Großstadt. Schicksale – oft nur angedeutet. Aber man merkt diesem Roman deutlich an, wie zugetan der Autor seinen Figuren ist.

Auffällig ist die sehr adjektivische Sprache, und oft scheinen die Adjektive nicht zum Substantiv zu passen: Sie geben den Sätzen etwas Absurdes, Unheimliches, personifizieren die Dinge. Im - übrigens ebenfalls sehr lesenswerten, anerkennenden - Vorwort von Dave Eggers heißt es: "... immer vom unübersehbaren Geist der Allegorie getragen." Und die Bilder sind es denn auch, die den beklemmenden Eindruck noch verstärken.

Das Ende, das ich als hoffnungsvoll und fast heiter empfunden habe, lohnt die "Mühe" des Lesens. Denn mühevoll ist es, sich mit den Schicksalen der Menschen in Wallants Roman auseinanderzusetzen, und auch Norman Moonbloom selbst ist - wenn auch keine tragische - so aber auch keine heldenhafte Figur. Aber ganz bestimmt eine, die hierzulande etwas bekannter werden sollte.

Das Gesamtwerk Wallants ist aufgrund seines frühen Todes überschaubar, dennoch ist es fast verwunderlich, dass dieser posthum erschienene, wunderbare und anrührende Roman erst nach 50 Jahren erstmals ins Deutsche übersetzt und in Deutschland aufgelegt wurde. Ich würde mir wünschen, mehr von Wallant zu lesen, da bleibt nur zu hoffen, dass der Verlag sich traut, auch die anderen wenigen Romane aufzulegen.


Die wunderbare Welt von Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust
Die wunderbare Welt von Fräulein Klein: Backzauber und Dekolust
von Yvonne Bauer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr liebevoll aufgemacht!, 29. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jetzt habe ich dieses Buch schon einige Tage und kann es einfach nicht lassen, wieder und wieder die Seiten durchzublättern, die herrlichen Fotos anzuschauen, die Rezepte zu lesen. Denn dieses Buch ist so wunderschön aufgemacht, dass es eine wahre Freude ist!

Sehr modern klingend kommen die Rezepte daher: kleine Muffins, Macarons, Cupcakes oder Kuchen im Glas, wenn man aber genauer hinschaut, sind die Rezepte dann doch sehr bodenständig und mit recht normalen Zutaten nachzubacken (übrigens hier und da auch mit Alkohol wie Guinness oder Likör und gaaanz oft Mascarpone oder Frischkäse!). Zwischen den Backrezepten, die den Hauptanteil ausmachen, sind ab und zu auch Eis- oder Marmeladenrezepte oder dergleichen eingestreut. Die Tortenrezepte sind übrigens fast ausschließlich für die kleine 20-er Springform!

Was dieses Buch so besonders macht, ist die unübertroffen liebevolle Aufmachung: Die Rezepte sind auf wie abgerissenem Papier mit pastelligen Farben hinterlegt, immer gibt es tolle Detail-Fotos der fertigen Produkte, überall gibt es kleine Deko-Tipps, aber das Beste ist: die Dekoration! Die kleinen Kuchen bekommen so liebevolle Beigaben wie Cake-Toppers, aufgespießte Blüten oder Früchte, die größeren Torten werden mit Girlanden verziert. Für alles gibt es nachvollziehbare Anleitungstipps. Sowas liebe ich!

Was ich auch besonders schön finde: Die Torten sehen nicht – wie oft in anderen Backbüchern – konditormäßig perfekt aus, sondern kommen – bis auf die vorgenannten Dekotipps – mit sehr wenig Dekor aus, die Sahne muss nicht perfekt glatt aufgestrichen sein, und die Glasur darf auch schonmal auf die Tortenplatte gelaufen sein, und trotzdem sieht es wunderbar lecker und liebevoll aus! Schmecken soll es halt!

Tut es auch. Ich wollte wissen, ob beim Zebrakuchen die Streifen auch wirklich so schön aussehen wie auf den Fotos und habe das Rezept als erstes nachgebacken. Das funktioniert. Und schmeckt auch noch!

Die Rezepte sind zwar jahreszeitenmäßig aufgeteilt, aber da sind durchaus Abweichungen möglich. Nun ja, ob man an Weihnachten einen Kuchen mit Spinnennetzdekor auftischen mag, darüber kann man geteilter Meinung sein, aber dekormäßig lässt sich da ja einiges machen, zumal in diesem Buch genug Anregungen zu finden sind, die auch Platz für eigene Ideen lassen.

Ich finde dieses Buch einfach herrlich, ein großes Kompliment an die Autorin! Entstanden aus einem Blog, den ich denn nun auch schon mal näher in Augenschein genommen habe, ist hier ein richtig tolles, sehr persönliches Backbuch entstanden, das eine wahre Inspiration ist.

Übrigens auch eine tolle Geschenkidee! Aber ich behalte das Buch erstmal für mich selber ... Fünf Sterne, wenn es ginge auch mehr!


Mogadischu
Mogadischu
DVD ~ Thomas Kretschmann
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 31,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie dieser Film ausgeht, ist ja bekannt ..., 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Mogadischu (DVD)
Und dennoch: Der Sogwirkung, die dieser Film ausübt, konnte ich mich zumindest nicht entziehen.

Die Handlung beruht auf Tatsachen: Bekannt ist, dass die Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Rückflug von Mallorca nach Frankfurt im Oktober 1977 - noch während die Entführung des damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer ungeklärt ist - entführt wurde zwecks Freipressung der in Stammheim inhaftierten RAF-Terroristen. Nach mehreren Stationen (Dubai, Aden), die das Flugzeug im Lauf mehrerer Tage anfliegen musste, glückte schließlich in Mogadischu die Befreiung der Flugzeug-Geiseln unter Beteiligung der damals noch recht unbekannten GSG9. Die Stammheim-Inhaftierten wählten kurz danach den "Freitod"; Schleyer wurde wenige Tage später ermordet aufgefunden. Damit hatte der "Deutsche Herbst" seinen Höhepunkt erreicht.

Dieser Film traut sich was: Viele Dialoge sind untertitelt, das Gesamtwerk wirkt fast dokumentarisch. Auch die authentisch wirkende Ausstattung (Kleidung, Frisuren) trägt zu diesem Eindruck bei. Dass dieser Film dennoch so beeindruckend, berührend, zu Herzen gehend ist, liegt vor allem an den Darstellern und ihrer beeindruckenden Leistung: In ganz vielen Nahaufnahmen der angsterfüllten Gesichter wird deutlich, welche Stimmung im Flugzeug geherrscht haben mag.

Vergessen wird nicht, dass - neben der existenziellen Bedrohung durch die Terroristen - gerade dieses Ereignis auch politische Brisanz besaß. Eingespielt werden immer wieder Szenen, die die Bedrängnis der damals verantwortlichen deutschen Politiker deutlich machen: Allen voran Helmut Schmidt (hier einmal mehr dargestellt von dem grandiosen Christian Berkel) und Wischnewski (dargestellt von dem unglaublich wandelbaren Jürgen Tarrach).

Dennoch: Die Situation im Flugzeug ist vorherrschend, und es ist gut, dass den unmittelbar Beteiligten von damals, den Flugzeug-Geiseln, von denen der ein oder andere sich tatsächlich später immer noch mal in Interviews zu Wort gemeldet hat, hier so viel Raum gewährt wird.

Aber auch andere Schauspieler machen diesen Film zu etwas Besonderem: Nadja Uhl als Stewardess, die - zwar überfordert mit der Situation - es irgendwie doch schafft, Ruhe und Umsicht zu bewahren und nicht zuletzt Thomas Kretschmann, der den Spagat zwischen pflicht- und verantwortungsbewusstem Flugkapitän und gedemütigter Geisel schafft.

Ich kann mir hier ein eigenes Statement nicht verkneifen: Die Ereignisse, die hier dargestellt werden, sind 35 Jahre her. Mittlerweile haben wir – in diesem Land und weltweit – andere Probleme, als mit "kleinen" Terror-Organisationen wie der RAF fertig zu werden. Flugzeugentführungen enden - über 20 Jahre nach "Mogadischu" - anders als damals ... Und dennoch: Es sind genau die gleichen Probleme wie damals (Machtgier, Profilsucht, Durchsetzung nur der eigenen Interessen - vielleicht noch unter dem "Deckmantel" angeblich großer politischer und/oder globaler Ziele -). Insofern wird dieser Film auch in der Zukunft nichts an Aktualität einbüßen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 1, 2013 11:50 AM MEST


reisenthel carrybag Einkaufskorb Henkelkorb Picknickkorb - Farbe , Dekor zur Auswahl
reisenthel carrybag Einkaufskorb Henkelkorb Picknickkorb - Farbe , Dekor zur Auswahl
Preis: EUR 32,00 - EUR 69,00

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Robuste Qualität, schönes Design, 17. Oktober 2012
Dieser Einkaufskorb wird im flachen Zustand geliefert, sodass man die Seitenstäbe, die dem Korb Stabilität geben, selbst in die dafür vorgesehenen Taschen schieben muss. Theoretisch könnte man diese auch zum besseren Verstauen des Korbes wieder entfernen, allerdings ist das derartig aufwändig, dass ich das zumindest bisher nicht in Erwägung gezogen habe. Dadurch braucht der Korb bei Nichtbenutzung zwar viel Stauraum, das ist aber auch schon der einzige Nachteil.

Der Korb selbst ist derart stabil, dass schwere Einkäufe wie Flaschen und Gläser bedenkenlos transportiert werden können. Die stabile Bodenplatte und das Aluminiumgestänge um die obere Kante herum sind absolut sicher. Auch das Material selbst ist sehr robust. Es ist fest, aber nicht so starr, dass man nicht an den Seiten noch ein paar Kleinigkeiten reinquetschen könnte. Abwaschbar ist es auch, falls mal etwas ausläuft.

Der ebenfalls sehr stabile Henkel ist mit weichem Material ummantelt, sodass auch bei schwer gefülltem Korb nichts an der Hand einschnürt. Der Henkel lässt sich übrigens nach den Seiten herunterklappen.

Die kleine Reißverschlusstasche innen ist zwar ganz nett. Wenn der Korb vor dem Einkauf noch leer ist, lässt sich diese auch bequem benutzen. Mir ist es allerdings schon mehrmals passiert, dass ich beim Umfüllen der Einkäufe an der Kasse vergessen habe, den Autoschlüssel vorher herauszunehmen und dann den halben Einkauf aus dem Korb herausnehmen musste, sodass ich diese kleine Seitentasche zumindest beim Einkaufen nicht mehr benutze.

Beim Design gibt es derart viele Auswahlmöglichkeiten, dass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte. Selbst die bunteren Körbe sind in den Farben aber nicht schrill, sondern noch etwas gedeckt und ein absoluter Blickfang fürs Auge.

Ich benutze diesen Korb schon mehrere Jahre, ohne dass er in irgendeiner Weise Verschleißerscheinungen zeigt. Nutzbar für viele Gelegenheiten, möchte ich diesen Korb nicht mehr missen.


Jumbo 17730 - Greenrock Village - Tatort: Schrebergarten
Jumbo 17730 - Greenrock Village - Tatort: Schrebergarten
Preis: EUR 14,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweilige Unterhaltung für Rätselfreunde, 13. Oktober 2012
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:5.0 von 5 Sternen 
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Im Schrebergarten gab es einen Mord!

Bei diesem Rätsel- und Knobelspaß gilt es, durch Überlegen und Kombinieren am Ende bestimmte Fragen zu Tatort, Tatwaffe oder Täter beantworten zu können.

Auf einzelnen Fallkärtchen sind dazu verschiedene Hinweise enthalten bezüglich der Position der auf den Spielsteinen abgedruckten Orte, Personen, Gegenstände oder Wochentage. Hat man alles richtig gemacht und alle Spielsteine auf dem Spielplan im Rätselkasten (5 x 5 Felder) in die richtige Reihenfolge gebracht, kann man die Lösung anhand der Lösungskarten vergleichen und die Frage auf der Fallkarte, die auch meist schon einen Hinweis beinhaltet, leicht beantworten.

Das ist mehr oder weniger knifflig: Es gibt Fälle in drei Schwierigkeitsgraden, die roten Karten enthalten die schwierigsten Fälle. Ich habe - nach dem Einstieg mit einem grünen und einem blauen "Fall" - mehrere Knobelfälle (rot) durchgespielt und brauche unterschiedlich lange, entsprechend vor allem der unterschiedlichen Menge der Anfangshinweise. Manche Fälle konnte ich bisher noch gar nicht lösen. Tatsächlich entwickelt sich aber eine Art Ehrgeiz, es doch noch zu schaffen.

Empfohlen wird das Spiel ab 12. Die leichteste Schwierigkeitsstufe (grün) lässt sich sehr gut auch schon von pfiffigen Zehnjährigen spielen. Aber auch für ältere Menschen aus der "Kreuzworträtsel-Generation", die gerne noch ihren Kopf anstrengen, eignet sich dieses Spiel. Vor allem, weil man keine Mitspieler braucht.

Ein Hinweis noch zur Ausstattung und Aufbewahrung:

Das Spiel kann vollständig in dem mitgelieferten Kästchen aufbewahrt werden. Darin kann auch gespielt werden, für die Spielsteine sind einzelne Vertiefungen vorgesehen. Dadurch verrutscht nichts. Die Karte kann im aufgeklappten Deckel platziert werden, die restlichen Karten können in der Schublade unter dem Spielplan untergebracht werden. In der Schublade ist eine kleine Öffnung, durch die man zum Herausnehmen die Karten von unten etwas hochdrücken kann. Die Karten selbst sind nicht besonders stabil, lassen sich dadurch aber gut aus der Schublade entnehmen.

Abseits von elektronischen Medien bekommt man hier eine schöne Sammlung von Rätseln – alle rund um den Schrebergarten -, die Menschen jeden Alters begeistern können, schnell mal für zwischendurch oder für die Reise. Übrigens auch eine schöne Geschenkidee.

P.S. Diesen Rätselspaß gibt es auch in dieser Ausführung: Jumbo Spiele 12147 - Greenrock Village Tatort: Theater
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 26, 2012 9:28 PM MEST


Philips HD7698/20 Avance Collection Kaffeemaschine (Thermokanne, 12 Tassen)schwarz
Philips HD7698/20 Avance Collection Kaffeemaschine (Thermokanne, 12 Tassen)schwarz
Preis: EUR 82,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bedienung: einfach. Design: schlicht. Kaffeemaschine: TOP!, 11. Oktober 2012
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Sie suchen eine Kaffeemaschine? Eine, die ...

- sich einfach bedienen lässt, ohne dass man vorher seitenlange Bedienungsanleitungen studieren muss?
- nicht so überdimensioniert groß ist, aber trotzdem eine recht große Menge Kaffee kocht?
- sich leicht reinigen lässt?
- es einem nicht übelnimmt, wenn man mal vergisst, sie auszuschalten?
- trotz Abschaltautomatik den Kaffee schön lange warm hält?

Dann ist dies genau die richtige Kaffeemaschine.

Die Bedienung ist supereinfach, fast selbsterklärend. In dem oberen herausnehmbaren Teil befindet sich sowohl der Wasserbehälter als auch der herausnehmbare Filtereinsatz, sodass beides bequem auf der Küchenanrichte bzw. unter dem Wasserhahn befüllt werden kann. Der Aufsatz wird vorne herausgenommen und nicht - wie oft üblich - von oben befüllt, sodass die Maschine auch in kleine, enge Ecken passt und dort auch stehenbleiben kann. Der Kaffee läuft direkt in die Thermoskanne, die Maschine schaltet ab, sobald der Kaffee komplett durchgelaufen ist.

Der Kaffee bleibt dann ca. drei bis vier Stunden trinkheiß, nach fünf Stunden ist er immerhin noch einigermaßen trinkbar. Die Kanne selbst fasst 10 Tassen, das entspricht tatsächlich ca. acht bis neun kleinen Kaffeetassen (keine "Pötte").

Der Deckel der Kanne ist übrigens auch genial: Durch einen Hebel lässt sich der Deckel einhändig zum Ausgießen des Kaffees öffnen, ganz öffnen lässt sich der Deckel so nicht, da er dafür in die andere Richtung gedreht werden muss. Wie weit der Deckel gedreht werden muss, zeigt eine Markierung.

Die Reinigung ist ebenso denkbar einfach: Der Filtereinsatz kann in der Spülmaschine gereinigt werden, die Maschine lässt sich, auch da es keine überflüssigen Ecken oder Rundungen gibt, einfach abwischen. Die Kanne selbst ist - auch wegen der relativ großen Öffnung - gut von Hand auswaschbar.

Ach, ein Wort noch zur Bedienungsanleitung: Die habe ich bisher nicht gelesen, weil die Maschine so einfach zu bedienen ist. Ich werde das aber vermutlich noch nachholen.

Fazit: Dies eine gut durchdachte, kompakte und pflegeleichte Kaffeemaschine ohne jeden Schnickschnack, aber mit allen wünschenswerten Finessen ausgestattet. Geeignet sowohl für kleine Büros als auch für den Privathaushalt, in dem der Frühstückskaffee auch mittags noch getrunken wird.

Update Mai 2013: Leider muss ich nach einigen Monaten der Nutzung feststellen, dass dieses Produkt nicht das hält, was es am Anfang versprochen hat. Wie auch schon andere Rezensenten bemerken, sammelt sich offenbar im oberen Kannenrand aus unerfindlichem Grund Kaffee an, der durch den Henkel austropft. Die Flüssigkeit lässt sich kaum entfernen, und wenn, ist sofort wieder neue da. Es tropft nicht nur beim Ausgießen, sondern sogar, wenn die Kanne nur steht. Auch lässt die Warmhaltefunktion nach.

Die beiden vorgenannten Punkte empfinde ich als großen Mangel, der aber ausschließlich an der Kanne festzustellen ist. Die Maschine an sich finde ich nach wie vor hervorragend und löse das Problem, indem ich den Kaffee in eine andere Kanne umgieße. Allerdings ist das ja eigentlich nicht Sinn der Sache.


Der Heiler: Thriller
Der Heiler: Thriller
von Antti Tuomainen
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düsterer Thriller mit Endzeit-Flair, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Heiler: Thriller (Broschiert)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
"Die bedeutsamsten Momente im Leben sind, während sie geschehen, so flüchtig und selbstverständlich, dass man sie gar nicht richtig beachtet. Erst hinterher fällt einem ein, den Mund aufzumachen, dem anderen zu danken oder zu sagen, dass man ihn liebt. Jetzt zum Beispiel hätte ich alles dafür gegeben, Johannas zarte Hand auf meinem Gesicht oder ihre warmen, vollen und fast trockenen Lippen an meiner Schläfe zu spüren." (S. 65)

Während um ihn herum die Welt in Chaos und Anarchie versinkt, hat der Ich-Erzähler Tapani ganz andere Sorgen: Seine Frau, die Journalistin Johanna, ist verschwunden. Sie war mit Recherchen über einen Mörder beschäftigt, der ganze Familien niedermetzelte, sodass Tapani vermutet, dass sie in die Hände dieses "Heilers" geraten sein könnte. Und da der Polizei-Apparat nicht mehr funktioniert, begibt er sich in Finnlands Hauptstadt auf sich gestellt auf die Suche nach ihr. Was er nach und nach herausfindet und vor allem, was er erlebt, ist natürlich alles andere als beruhigend, aber dennoch hofft er, seine Frau lebend zu finden ...

Genial ist die - äußere - Konstruktion dieses Romans: In einer nicht allzu fernen Zukunft handelnd, hält sich der Autor nicht mit Erklärungen auf, wie es zu dem düsteren Endzeit-Szenario gekommen ist, das hier den Hintergrund für diesen Thriller bildet, sondern er beschreibt lediglich einen Ist-Zustand, so selbstverständlich und beiläufig, dass man als Leser gelegentlich wirklich das Gefühl haben kann, sich in dieser Zukunft zu befinden. Einen Kontrapunkt bildet die Figur des Protagonisten selbst: Sein Beruf als Lyriker (der hier nicht näher thematisiert wird) und seine Liebe und Zuneigung zu seiner Frau scheinen so gar nicht zu passen in diese unruhige Weltuntergangsstimmung.

Die dritte Spitze in diesem "Dreieck", das den Rahmen für die Handlung ausmacht, bildet der "Heiler" selbst: Ominös im Dunkeln bleibend, spielen Motive und dessen Person erst zum Ende hin eine größere Rolle.

Wie bei einem Zahnrad greift hier alles ineinander, ohne dass einem der vorgenannten Punkte zu viel Raum gewährt würde. Im Gegenteil: Sehr geradlinig, schlicht, ohne überflüssige Nebenhandlungen, aber wunderbar verflochten, ergibt sich zum Ende hin ein rundes Ganzes. Furios ist dann wirklich noch einmal der Schluss selbst: Das ist ein schwerer "Brocken", den der Autor dem Leser hier zu schlucken gibt. (Also für "das-Ende-zuerst-lesen-Leser" eine eindeutige Warnung: Damit verdirbt man sich das ganze Buch!)

Dass dieser Roman in dem Heimatland des Autors so gut angekommen ist, kann ich nachvollziehen, wird die Suche Tapanis sehr genau in den Örtlichkeiten beschrieben, sodass das Szenario dadurch noch einmal an Authentizität gewinnt. Aber auch Nichtkenner Helsinkis können die Odyssee des Protagonisten durch die wie Atlantis im Meer versinkende Stadt gut nachvollziehen, auch wenn die Namen für unsere Ohren (und Augen) gewöhnungsbedürftig sind. (Dass ein finnischer Autor für eine in Finnland handelnde Story finnische Straßennamen benutzt, versteht sich andererseits auch von selbst.)

Ein RIESEN-Manko - wieder einmal: Das Cover! Dieser Roman hätte doch etwas mehr verdient als diesen reißerisch von kleinen in große Buchstaben verlaufenden Titel und dieses etwas lieblose, nicht zur Handlung passende Titelbild. Und auch der Klappentext weckt Erwartungen, die dieser Roman wohl so nicht erfüllen wird.

Fazit: Kein Thriller im herkömmlichen Sinne und auch nicht zum "Mitraten". Wenn man sich aber einlassen mag auf Neues und Anderes, bekommt man hier einen durchaus lesenswerten Roman nicht ohne Anspruch und mit einem gelungenen, leider nicht ganz abwegigen Hintergrund-Szenario!


Familienalbum: Roman
Familienalbum: Roman
von Penelope Lively
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fein beobachtetes Familienporträt, 7. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Familienalbum: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Titel "Familienalbum" ist Programm: Dieses Buch liest sich tatsächlich wie Abfolgen einzelner - völlig voneinander unabhängiger - Szenen - Bilder - einer Familie. Nunmehr sind die sechs Kinder erwachsen, in alle Himmelsrichtungen verstreut, aber gelegentlich kehren sie in das Haus ihrer Eltern Alison und Charles, in dem außerdem immer noch - seit 40 Jahren - das "Au-Pair" Ingrid wohnt, zurück und erinnern sich: an Geburtstage, an Weihnachtsessen, Austauschschüler, Urlaube, "Kellerspiele".

Das Haus ist "Allersmead", riesig, alt und altmodisch, in Jahrzehnten nie renoviert. Die Eltern, das sind die "Erdmutter" Alison, der ihre Familie über alles geht, die in ihrem Leben keinen anderen Sinn gesehen hat, als Kinder um sich zu scharen (auch wenn es nicht ihre eigenen waren), diejenige, die die Familie zusammenhalten wollte und es doch irgendwie nicht geschafft hat. Dann ist da noch Charles, der Schriftsteller, der sich aus dem Familienleben komplett herausgehalten hat - außer in einer Hinsicht. Und Ingrid, die "Haushälterin", lebendes Inventar, Familienmitglied.

Die Kinder, das sind Gina und Paul, Roger und Katie, Sandra und Clare. Vor allem auf Gina und Paul richtet sich hier der Fokus, zwar werden einzelne Szenen auch aus der Sicht eines der anderen Kinder beschrieben, sie spielen aber eher eine Nebenrolle.

Von Verletzungen ist hier die Rede, sowohl körperlichen als auch seelischen, bissig und ironisch beschrieben und alles "halb so wild", aber klar wird am Ende (und nicht erst am Ende), warum kaum eines der sechs Geschwister, obwohl in einer riesigen Familie aufgewachsen, einen Gedanken an eigene Kinder verschwendet.

Lustig ist dieses Buch nicht, aber auch keineswegs traurig, aber eines ist es - auch wenn es nach Klischee klingt: sehr englisch ... Kein Meisterwerk, aber ein scharfsinniges Porträt einer Familie, die eigentlich ganz normal ist und dann doch wieder überhaupt nicht.


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