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Garnet

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Und raus bist du: Kriminalroman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Und raus bist du: Kriminalroman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Carin Gerhardsen
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Am Ende wurde es still.", 19. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gleich zu Beginn des Romans wird der Leser mit einem schrecklichen Verbrechen an einer Frau und ihren zwei kleinen Kindern konfrontiert. Und obwohl grausame Einzelheiten dem Leser erspart bleiben und der Mord genauso unbeteiligt beschrieben wird, wie er auch geschehen ist, nimmt man Anteil an diesem Verbrechen.

Der Mord selbst gibt allerdings Rätsel auf: Die Familie wurde nicht hingemetzelt, sondern das Verbrechen auf fast klinisch saubere Art ausgeführt. Ein Verbrechen im Affekt war das nicht. Und so fischt denn auch das Team um Kommissar Conny Sjöberg lange im Trüben, kann im Umfeld der Frau kaum soziale Kontakte ausmachen, befragt zwar einige Personen, zum Beispiel ihren Ex-Mann, findet aber auf nichts so recht einen Reim.

Daher konzentriert sich dieser Roman denn auch in der ersten Hälfte auf die Beschreibungen des Teams um Conny Sjöberg, das denen, die diese Reihe schon länger verfolgen (dies ist der mittlerweile 3. Band), schon vertraut ist, und das hier wunderbar weiterentwickelt wird. Es geht um die Beziehungen der Teammitglieder untereinander, die zwar eine Fortsetzung aus den beiden vorherigen Bänden dieser Reihe darstellen, durchaus aber auch eigenständig für sich stehen. Die Autorin versteht es, ihren Figuren wirklich Leben einzuhauchen, ihnen Tiefe zu verleihen, zumal diese nicht unbeteiligt ermitteln, sondern im Gegenteil auch persönlich von diesem grausamen Verbrechen betroffen sind und sich doch immer wieder bewusst machen, dass unter privaten und persönlichen Befindlichkeiten ihre Arbeit nicht leiden darf.

Erst in der zweiten Hälfte kommen die Ermittlungen selbst in Fahrt: Während Conny Sjöberg einem privaten Familiengeheimnis auf der Spur ist, hat er die zündende Idee, wie es weitergehen muss.

Weiter gibt es einen in kursiver Schrift abgesetzten Handlungsfaden, der zunächst eher zusammenhanglos in die Handlung eingebaut ist, aber immer mehr Informationen für den Leser bereit hält, sich ein Bild zu machen, was hier der Hintergrund für dieses Verbrechen sein mag, denn parallel zu den Ermittlungen in dem Mordfall muss sich Conny Sjöberg auch noch mit dem Verschwinden seines Kollegen Einar Eriksson auseinandersetzen, das anfangs niemand so recht ernst nimmt.

Nach und nach und sehr geschickt, sehr einfühlsam führt die Autorin alles zusammen, bis es am Ende einen nervenaufreibenden Showdown gibt.

Offen bleiben allerdings einige private Geschicke der Team-Mitglieder, eine Fortsetzung der Reihe scheint gewiss.

Ohne hier zuviel verraten zu wollen, sind es ungewöhnlich schwere Schicksalsschläge, mit denen einzelne Personen in diesem Roman zu kämpfen haben. Dabei geht es ganz viel um unverarbeitete Schuldgefühle, um Einsamkeit, aber auch um das Übernehmen persönlicher Verantwortung, und das macht für mich die Klasse dieses Romans aus: Ich war sehr berührt, fast traurig, ich habe von Situationen gelesen, die ich mir real nicht vorstellen kann, aber die - ohne jedes Pathos und ohne jede Effekthascherei - so beschrieben waren, dass ich Anteil nehmen konnte - und musste. Über dieses Buch musste ich ein bisschen nachdenken, noch lange, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 24, 2011 9:18 AM CET


Fleuresse 432661 Fb. 4 Feinbiber-Bettwäsche 2-teilig 135 x 200 cm, rot
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Winterbettwäsche, 24. Oktober 2011
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Motiv sind Schäfchen in "Bremer-Stadtmusikanten-Aufstellung", umrahmt von dezenten weißen Schneeflocken. Schon allein durch das Motiv ist die Benutzung daher auf den Herbst/Winter festgelegt, zumindest bei uns, allerdings handelt es sich um warme Biberqualität und ist im Sommer wohl ohnehin zu warm.

Die Farbe der Bettwäsche (rot) wirkt auf dem Produktfoto etwas kräftiger als in der Realität, was ich aber eher als angenehm empfunden habe. Die Schäfchen haben sich in der Waschmaschine nicht verfärbt, auch nicht der weiße Reißverschluss zum Schließen der Bezüge. Auch ein Einlaufen der Bettwäsche konnte ich nicht feststellen.

Die Bettwäsche wirkt angenehm auf der Haut und kuschelig. Ich habe den Bezug vor der ersten Benutzung gewaschen und allerdings im Trockner getrocknet. Dadurch ist er bestimmt etwas weicher als auf der Leine getrocknet. Gebügelt wurde er nicht, er ließ sich nach der Wäsche recht gut falten und glattstreichen.

Der Reißverschluss ist gut eingearbeitet und ist - wie bei Bettwäsche üblich - aus Kunststoff. Das hält normalerweise gut und jahrelang.


Karwoche: Kriminalroman (Ein Wallner & Kreuthner - Krimi)
Karwoche: Kriminalroman (Ein Wallner & Kreuthner - Krimi)
von Andreas Föhr
  Broschiert

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Immer diese Feiertage ..., 21. Oktober 2011
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Hinter einem düsteren Cover verbirgt sich ein launiger Lokalkrimi aus Oberbayern - Wallners dritter Fall.

Und schon wieder ist es Kommissar Wallners Spezi Kreuthner, der die grausige Entdeckung einer Leiche macht, in diesem Fall fast notgedrungen. Bei einer notdürftig durchgeführten Straßenkontrolle (um das Wettrennen, das er sich mit dem kontrollierten Fahrzeug geliefert hat, zu vertuschen), findet er - im Beisein des sich eigentlich auf dem Weg in den Urlaub befindenden Kommissar Wallner und dessen Freundin Vera - eine Frauenleiche.

Damit nimmt das Unheil kurz vor Ostern seinen Lauf, denn Wallner kann nun natürlich auf gar keinen Fall mehr in Urlaub fahren. Zum einen ist er ja Zeuge eines Mordes, und - obwohl im Urlaub - kann die Soko ja nicht auf ihn verzichten. Soviel Selbstlosigkeit muss schon sein.

Wallner hat wieder einmal zu kämpfen mit seinem Opa, der unerlaubterweise einfach die Reise zu seinem Bruder absagt und sich dafür bei der Tafel aufhält. Wallner ist eigentlich eine ernsthafte Figur in diesem Krimi, für den meisten Humor, der zwar durchaus offen zutage tritt, und manchmal auch ein bisschen derb, aber nicht geschmacklos daherkommt, sorgt der Dritte im Bunde, nämlich Wallners Kollege Mike - und nicht zuletzt natürlich der Kreuthner selbst.

Also irgendwie erinnert mich dieses Team an die Münchener "Tatort"-Kommissare, die ebenfalls oft sehr ernsthafte Themen mit teils wirklich trockenem Humor und Mundartlichkeit vermischen. Das ist auch hier der Fall. Denn neben dem eingangs erwähnten Mord an einer jungen Frau, die aufgrund eines Unfalls eine sehr stark entstellende Gesichtsverletzung davongetragen hat, gibt es auch noch Ermittlungen auf dem Anwesen der Schauspieler-Familie Millruth, deren Tochter Leni an Weihnachten gewaltsam zu Tode gekommen ist. Dabei findet der Autor immer eine gute Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Humor.

Insgesamt auch spannend und mit überraschenden Wendungen geschrieben, locker, eben humorig, aber nicht aufgesetzt lustig, macht dieser Krimi einfach Spaß (und hat im Übrigen wenig gemein mit der mittlerweile eingestellten Krimireihe mit einem deutschen Komiker, zu der Andreas Föhr u. a. die Drehbücher geschrieben hat und die mir gelegentlich etwas zu albern war). Auch wenn die Erzählperspektive manchmal nicht ganz sauber ausgearbeitet ist: Lesenswert, auch für Nichtbayern!

Dies ist der mittlerweile dritte Band um den immer leicht frierenden Kommissar Clemens Wallner, und auch, wenn sich dieser Krimi durchaus gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt, für Interessierte zum Schluss noch eine Auflistung aller bisherigen Bände:

Der Prinzessinnenmörder: Kriminalroman
Schafkopf: Kriminalroman
Karwoche: Kriminalroman
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2011 12:15 PM MEST


Tildas zauberhafte Welt: Farbenfrohe Stoffideen im skandinavischen Stil
Tildas zauberhafte Welt: Farbenfrohe Stoffideen im skandinavischen Stil
von Tone Finnanger
  Gebundene Ausgabe

28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jetzt kriegt der Dackel auch noch ne Halskrause, 2. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... und der Engel einen Schlafanzug.

Also, mittlerweile brauchen Tildas Engel fast einen eigenen Kleiderschrank, so viele unterschiedliche Kleidchen, Mäntelchen und eben einen Schlafanzug gibt es auch in diesem Buch wieder. Meistens sind es aber nur die unterschiedlichen Stoffe, die das veränderte Aussehen ausmachen.

Dass die Engel in Tone Finnangers Büchern immer wieder auftauchen, ist mir mittlerweile bekannt, damit kann ich leben, auch wenn ich den Schnitt nun schon x-mal habe. Denn ein bisschen süchtig bin ich schon nach diesen Büchern und MUSSTE auch dieses neue Buch wieder haben, auch wenn mir eigentlich schon fast klar war, dass ich - wieder mal - ein bisschen enttäuscht sein würde. Denn obwohl die Bilder Reichhaltigkeit und Vielfalt suggerieren, ist da eigentlich nicht wirklich viel in diesem Buch.

Neu sind: Nelken (nebst den schon bekannten Rosen), ein Schmetterling, Gürtel, Armband, Ring, alle drei in derselben Machart, Seerose. Zur Abwechslung mal Kirschen statt Äpfel, Birnen und Erdbeeren. Bekannt sind: die Rosen, die Jo-Jos, die Engel, die Engelkleidchen, die Engel und - ach so: die Engel.

Dafür gibt es einen Vogelkäfig. Na ja, ob ich mir den jetzt ins Wohnzimmer hänge? Witzig ist der Tipp zu dem Kuchenengel: Der soll da gut reinpassen. Hm. Da hätte ich mir eher den Kakadu in dem Käfig vorstellen können, aber der Vogel passt nun von der Größe so gar nicht da rein, entweder also den Käfig größer machen oder den Vogel kleiner. Der "echte" Kakadu (laut Text der in Tones Atelier wohnende "Kollegenersatz") ist übrigens mehrmals auf Fotos im Buch abgedruckt, so wie es allgemein ziemlich viele Fotos von Tones angeblichem Atelier gibt. Ob ich das glauben soll? Die Frau, die in diesem Atelier auf den Fotos "arbeitet", ist jedenfalls nicht Tone. Aber egal.

Handy- und Laptop-Tasche gibt's auch noch. Ok. Modern eben.

Dann noch das Kapitel "Zirkusleben": Daraus sind die Elefanten auf dem Titelbild, aber leider gibt es dann daneben nur noch Giraffen als Tiere. Dafür bekommt der Dackel eine Halskrause (an meinem Hund wäre die nicht lange dran;)), und ich bin jetzt wieder bestens informiert darüber, was für neue Tilda-Stoffe es gibt.

Hab ich noch was vergessen? Schon möglich, aber dann wahrscheinlich deshalb, weil ich es aus den unzähligen Tilda-Büchern, die ich schon besitze, bereits kenne und deshalb übersehen habe.

In den paar Tagen, die ich dieses Buch jetzt besitze, habe ich es mir von drei auf vier Sterne schöngeredet (und schöngeguckt). Und wahrscheinlich kaufe ich mir auch das nächste Tilda-Buch. Weil ich die so toll finde. Wirklich. Auch dieses. Irgendwie.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 1, 2012 11:30 AM CET


Geisterfjord: Island-Thriller
Geisterfjord: Island-Thriller
von Yrsa Sigurdardóttir
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

111 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von diesem Buch muss ich mich erstmal erholen!, 21. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geisterfjord: Island-Thriller (Taschenbuch)
Denn ein bisschen bin ich noch gefangen von diesem absolut furiosen Ende, das mich nachdenklich bis unbefriedigt zurückgelassen hat. Aber so habe ich wenigstens noch ein paar Tage was zum Nachdenken ...

Drei junge Leute, ein Ehepaar und eine befreundete Frau, setzen mit einem Boot über zu einem einsam am Fjord gelegenen, schon vor Jahrzehnten verlassenen Dorf, um dort ein Ferienhaus zu renovieren. Zeitgleich gibt es in Ísafjörður einen Einbruch in einen Kindergarten, der, da es "nur" Verwüstungen gegeben hat, zunächst als Routinefall zu den Akten gelegt werden soll, bis der Arzt Freyr, der zu dem Fall hinzugezogen war, von einem Patienten auf Parallelen zu einem viel älteren Fall aufmerksam gemacht wird.

Das sind die zwei Handlungsstränge in diesem geisterhaften, absolut gruseligen Thriller, jeweils abwechselnd aus der Sicht von Katrín, einer der Frauen in dem verlassenen Dorf, und Freyr, der auch noch schwer damit zu kämpfen hat, dass sein Sohn vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist. Es gibt keine unnötigen Nebenschauplätze in diesem schnörkellos, stringent und straff erzählten Roman.

Und trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - läuft einem beim Lesen der kalte Grusel den Rücken hinunter, so viele unerklärliche Phänomene, merkwürdige Ereignisse und dazu noch die Parallelen zwischen zwei viele Jahre auseinander liegenden Vorkommnissen. Ich habe mich ein oder zweimal dabei ertappt, dass ich den Atem angehalten habe, so spannend war es zeitweise.

Die beiden Handlungsstränge scheinen zunächst so gar nichts miteinander zu tun zu haben, jedenfalls dauert es ein bisschen, bis sich da was herauskristallisiert, und von irgendeinem Zeitpunkt an hatte ich eine gewisse Ahnung, worum es geht. Denn Mitdenken ist bei diesem düsteren Thriller durchaus erlaubt, Miträtseln allerdings weniger, denn die Auflösung (einschließlich eines entscheidenden Hinweises) kommt tatsächlich erst ganz zum Schluss.

Wer düstere (Island-)Thriller mag, die eine intelligente Handlung mit schauriger Kulisse verbinden, in denen nicht viel Blut spritzen muss, um das Spannungsniveau derart hoch halten zu können wie hier, der wird an diesem Buch bestimmt seine Freude haben. Vielleicht braucht es ein ganz kleines Faible für Mystery, aber nur vielleicht ... Wer weiß?


Tolle Taschen selbst genäht
Tolle Taschen selbst genäht
von Miriam Dornemann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Buch des Jahres!, 14. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich durchringen konnte, dieses Buch zu kaufen, denn das Titelbild fand ich eigentlich nicht ganz so schön (da ist so wenig Tasche drauf ;-)). Dabei ist dieses Buch ein echtes Highlight! Hier gibt's nicht nur Handtaschen (wie ich erst vermutet hatte), sondern alles, was man sich an Taschen so vorstellen kann: Tragetaschen, Handtaschen, Beutel in allen möglichen Größen und Ausführungen, Taschen für Krams, für Kinder, für Große, sogar eine Reisetasche!

Es gibt ganz einfache Modelle, aber auch ein paar Herausforderungen, und alles ist absolut tragbar! Es sind Schwierigkeitsgrade angegeben in drei Stufen, und für jede Schwierigkeitsstufe finden sich ganz unterschiedliche Modelle. Ganz besonders schön finde ich, dass einige Taschen in unterschiedlichen Variationen und Stoffzusammenstellungen zu sehen sind, so können auch Ungeübte schnell feststellen, dass man nicht auf eine Machart festgelegt ist, sondern da seiner eigenen Fantasie auch freien Lauf lassen kann.

Weiter sind auch kleine Accessoires wie Stoffröschen und tolle Applikationen enthalten sowie unterschiedliche Henkelformen und Befestigungen von Henkeln (zum Beispiel mit Knoten!), alles ganz individuell zusammenstellbar.

Die Erklärungen sind ebenfalls gut, bei einer Tasche habe ich die Erklärung in der Theorie erst nicht verstanden, aber als ich dann einfach losgelegt habe, erklärte sich das dann fast von selbst. Die Erklärungen zu den einzelnen Modellen sind sehr übersichtlich gehalten, Materialverbrauch und die zuzuschneidenden Teile sind getrennt am Rand aufgeführt, die Erklärung in einzelnen Schritten und immer mit vielen Zeichnungen gut dargestellt.

Am Ende des Buches finden sich noch viele Hinweise zu den Stoffen, Verschlüssen, Einlagen, zum Herstellen der Dekorationen, zum Einnähen von Reißverschlüssen und einiges mehr. Vorlagen sind in Originalgröße beigefügt.

Dieses Buch lässt also für meinen Geschmack nichts zu wünschen übrig, auch die Gestaltung insgesamt ist sehr schön, und da ich dieses Buch nun besitze, das so universal ist, dass ich bestimmt nie wieder ein anderes brauche, um Taschen zu nähen, hat sich die Anschaffung allemal gelohnt!

Zwar stehen hier ja schon einige begeisterte Kommentare zu diesem Buch, aber ein so tolles Buch auch zum x-ten Male zu loben, schadet auf keinen Fall! Suuuuuuuuper! Danke für dieses Buch!


Den Tagen mehr Leben geben. Über Ruprecht Schmidt, den Koch, und seine Gäste
Den Tagen mehr Leben geben. Über Ruprecht Schmidt, den Koch, und seine Gäste
von Dörte Schipper
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ernstes Thema - leicht erzählt, 7. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon als ich vor einiger Zeit den Koch Ruprecht Schmidt in einer Talkshow im Fernsehen gesehen habe und dabei dieses Buch über ihn vorgestellt wurde, habe ich mir vorgenommen, es zu lesen. Und habe es - trotz des schweren Themas - nicht bereut. Der Koch arbeitet nicht in einem Sterne-Restaurant, sondern in dem Hospiz "Leuchtfeuer", mitten in Hamburg. Dieses Buch beschreibt ihn bei seiner Arbeit: Hatte er anfangs noch den Anspruch, möglichst gesund und vitaminreich für die sterbenskranken Gäste zu kochen, hat er schnell herausgefunden, dass viele Menschen auf ihrer letzten Station etwas anderes bevorzugen: "Essen heißt, ich lebe noch." Und so nimmt der Koch - neben dem ohnehin schon ungewöhnlichen Wochenspeiseplan - auch Sonderwünsche entgegen. So gibt es Pflaumenquark, der einen Sterbenskranken an das erste Rendezvous erinnert, oder Steckrübenmus, so wie es bei einer Frau zuhause immer zubereitet wurde. Dass das Gericht nicht auf Anhieb immer gleich so klappt, wie es soll, lässt Ruprecht nur noch mehr Ehrgeiz entwickeln, es richtig hinzubekommen und kann damit oft genug noch einmal ein letztes Aufleuchten bei den Sterbenden bewirken. Von seinen Bemühungen, allen gerecht zu werden, das Essen zu einem letzten Fest werden zu lassen, davon berichtet dieses Buch. Es ist ein sehr persönliches Buch, immer wieder fließen Gedanken des Kochs zu seiner emotionalen Belastung ein, aber auch zu seinem Werdegang.

Es geht aber nicht nur um den Koch. In diesem Buch werden auch einige "Gäste" des Hospizes sehr nah und doch respektvoll begleitet, es geht um Kennenlern-Geschichten, um problematische Mutter-Tochter-Beziehungen, darum, dass Lebenswege zuende gehen auf eine Art, die in diesem Hospiz manchmal noch ein versöhnliches Ende finden. Gerade in diesen Geschichten, die sich durch das ganze Buch ziehen, wird sehr deutlich, dass ein Hospiz kein trostloser Ort sein muss, an dem die Menschen nur mit gesenkten Köpfen und trauernd am Bett ihrer Angehörigen sitzen, sondern auch ein Ort, an dem Fröhlichkeit herrschen kann, Angehörige vielleicht auch von der Bürde befreit sind, ganz allein mit dem oder der Sterbenden zu sein und die eigene emotionale Belastung nicht loswerden zu können. Die Menschen, von denen hier berichtet wird, sind hier, weil sie es wollen, und weil es ihnen guttut.

Bemerkenswert finde ich diesen Koch, der hier so sympathisch rüberkommt, wie ich ihn auch in der bereits erwähnten Fernsehsendung empfunden habe. Das, was hier so eindrucksvoll beschrieben wird, kann man schon fast als Konzept bezeichnen: Essen als Genuss auf dem letzten Stück des Weges. Dieses Hospiz und das Konzept finanzieren sich aus Spendengeldern, aber nur Menschen mit "besonderen" Fähigkeiten wie der Koch Ruprecht Schmidt können so etwas auch mit Leben füllen.

Dieses Buch ist tröstlich und warm, ein schweres Thema ist so leicht, fast beschwingt, erzählt, dass ich es gerne gelesen habe, ohne ständig einen Kloß im Hals zu haben.

Dankeschön für dieses wunderbare Buch!


Die Wolke (Ravensburger Taschenbücher)
Die Wolke (Ravensburger Taschenbücher)
von Gudrun Pausewang
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bitte nicht als Schullektüre!, 25. März 2011
Die "Wolke" ist dieses undefinierbare, unsichtbare, radioaktive Etwas, das nach einer Explosion in dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld sich in der Umgebung ausbreitet. Das Mädchen Janna-Berta, dessen Eltern und kleiner Bruder für ein paar Tage nicht zuhause sind, muss sich nun mit seinem anderen Bruder Uli auf den Weg machen, um der "Wolke" zu entkommen. Was es auf dieser "Flucht" erlebt, was geschieht, als sich die Lage einigermaßen beruhigt hat und wie ein Leben nach dieser Katastrophe aussehen kann, beschreibt dieses Buch sehr eindrucksvoll und deutlich.

Ohne Vorgeplänkel wirft die Autorin Gudrun Pausewang den Leser gleich mitten hinein ins Geschehen: Der ABC-Alarm wird bereits auf der ersten Seite Thema. Die Protagonistin Janna-Berta, ein 14-jähriges Mädchen, das auf einmal auf sich allein gestellt mit völlig veränderten Lebensbedingungen klar kommen muss, ist sicher geeignet für eine Identifizierung der Zielgruppe dieses Buches mit ihr. Weil das Buch aus ihrer Sicht und absolut schonungslos die Zustände beschreibt, unter denen sich Janna-Berta wiederfindet, Janna-Berta auch von schlimmsten Erlebnissen nicht verschont bleibt, ist aus meiner Sicht sorgfältig darauf zu achten, wenn Kinder (frühestens ab einem Alter von ca. 14) dieses Buch lesen, Fragen beantwortet haben müssen, Ängste zeigen.

Frau Pausewang hat dieses Buch - wie sie selbst schreibt - unter dem Eindruck der Tschernobyl-Katastrophe geschrieben. Bei der Beschreibung des Unglücks bleibt sie vage, es ist aber auch von der Dramaturgie her klar, dass die Überlebenden in der Geschichte natürlich kein Interesse daran haben können und müssen, darüber aufgeklärt zu werden. Hingegen beschreibt sie die Folgen dieses Unglücks für die Bevölkerung und insbesondere Janna-Berta sehr deutlich und geht auch wenig subtil, gelegentlich sogar etwas platt dabei vor, ihre Botschaft zu transportieren. Ein bisschen Besserwisser-Mentalität dringt in manchen Passagen durch, zum Beispiel, wenn sie Janna-Berta sich daran erinnern lässt, wie sie mit ihren Eltern schon lange vor dem Unglück auf Demonstrationen war.

Das Szenario, das Frau Pausewang in ihrem Buch beschreibt, ist fiktiv. Dass sich das so abspielen wird, mag bezweifelt werden, Frau Pausewang war aber wohl auch nicht daran gelegen, hier Schönfärberei zu betreiben, sondern wählte - im Gegenteil - sehr bewusst das schlimmstanzunehmende Szenario. Diese schriftstellerische Freiheit ist ihr auch zuzugestehen.

Dennoch bleibt festzustellen: Sie transportiert ihre eigene Weltanschauung, ohne dies auch in geringster Weise zu verschleiern. Die Menschen teilen sich sehr deutlich auf in "gut" und "böse", Menschen, die hilfsbereit sind, gibt es nur unter den "Verseuchten", die, die nichts von der "Wolke" abbekommen haben, sind nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht (oder zeigen und verlangen Contenance, so wie Janna-Bertas Tante). Dass Janna-Berta sich weigert, eine Mütze oder Perücke zu tragen, um ihren kahlen Kopf zu verbergen, wird ausnahmslos als gut und wichtig dargestellt, um zu zeigen: "Ihr sollt nicht vergessen ..." Das ist auch ihre zu respektierende Entscheidung. Dass es aber Menschen geben mag, die nicht immer nur etwas "Besonderes" sein mögen, sondern sich angesichts der Katastrophe auch ein wenig Normalität zurückwünschen, auf diesen Gedanken scheint niemand zu kommen. Jemandem, der seine körperliche Versehrtheit nicht zeigen möchte, wird indirekt Ignoranz vorgeworfen. Und so gibt es noch ein paar Beispiele mehr.

Leider scheint dieses Buch heute vielfach als Unterrichtslektüre benutzt zu werden. Mit welchem Hintergrund, frage ich mich ernsthaft. Denn man kann dieses Buch, das bildhaft zwar eindrucksvoll die Szenerie beschreibt, nichtsdestotrotz sprachlich im Vergleich zu anderen Jugendbüchern eher abfällt, doch nur besprechen, indem man es in den Himmel lobt oder es in der Luft zerreißt, was angesichts eines heute mehr denn je wichtigen und aktuellen Themas nicht gewollt sein kann.

Würde eines meiner Kinder dieses Buch als Schullektüre vorgesetzt bekommen, würde ich mich vehement dagegen aussprechen, nicht wegen der teilweise grausamen Beschreibungen und Erlebnisse (wobei auf Details nicht eingegangen wird), sondern wegen der Einflussnahme, die Lehrer auf die Meinungsbildung von Kindern damit haben. Dass Kinder nach der Lektüre dieses Buches erst einmal absolut gegen Atomkraft sein werden, wird ausgenutzt, um politische Meinungen, die dem "linken" Gedankentum zuzuordnen sind, zu transportieren. Ob Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 14 oder 15 das immer so differenziert wahrnehmen können und im Unterricht angesichts des wichtigen Themas "Atomkraft" dies auch von den Lehrern herausgearbeitet werden kann, möchte ich bezweifeln. Politische Meinungsmache gehört nun einmal nicht in die Schule. Um Kinder an Literatur heranzuführen, ihnen den Spaß am Lesen zu vermitteln, dafür gibt es wesentlich bessere Jugendbücher.

Dennoch ist und bleibt dieses Buch ein wichtiges Buch, das schon in meiner Generation für Aufregung gesorgt hat. Aus aktuellem Anlass habe ich es jetzt zum zweiten Mal gelesen. Ich möchte und werde es meinen Kindern nicht vorenthalten, aber der Zeitpunkt muss - sofern ich das noch beeinflussen kann - gut gewählt sein. Vor allem jetzt, unter den aktuellen Ereignissen in Japan, würde ich sie dieses verstörende Buch auf keinen Fall lesen lassen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2011 4:17 PM CET


Skandinavische Sommerzeit: 52 selbstgemachte Lieblingsstücke
Skandinavische Sommerzeit: 52 selbstgemachte Lieblingsstücke
von Tone Merete Stenkløv
  Gebundene Ausgabe

29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nähen, sticken, häkeln, backen - ein buntes Mischmasch, 22. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wieder mal hat ein Titelbild es geschafft, dass ich so neugierig war, mir dieses Buch zu kaufen. Hier muss man allerdings eindeutig feststellen: Dieses Buch ist ausschließlich für Anfänger! Die Nähmodelle beschränken sich auf die teilweise auch auf dem Titelbild zu sehenden Taschen (die wirklich sehr niedlich sind, vor allem auch wegen der ausgewählten Stoffe), Eier- und Teekannenwärmer, zwei verschiedene Ausführungen von Hühnern, Brotkörbchen, Wimpelkette, Schmetterlinge, Fische und Mädchen-Kleidchen. Weiter gibt es ein paar einfache Patchwork-Decken und Kissen. Im Gegensatz zum Vorgängerbuch Skandinavische Winterzeit: 45 genähte Lieblingsstücke zum Träumen verspricht dieses Buch im Titel nicht nur selbstGENÄHTE Sachen, sondern selbstGEMACHTE Sachen, und so findet man denn auch ein einfaches Türschild aus Holz in Form eines Vogelhäuschen und ein paar Rezepte. Zum Sticken gibt es hier nicht viel, ein paar wenige Stickblumen auf Geschenksäckchen und ein paar applizierte Blüten. Was hier neu ist, sind ein paar Häkelideen: Eine Decke, ein Kissen, ein Tischset (hübsch mit applizierten Booten). Allerdings erinnern mich diese Ideen an die, die ich noch aus den Häkelheften meiner Mutter aus den 70er Jahren kenne.

Also von allem ein bisschen, aber irgendwie nichts richtig, ein buntes Mischmasch. Ich denke, dieses Buch ist am ehesten für Anfänger geeignet, die nur ab und zu mal ein bisschen nähen und häkeln wollen. Ich finde die Ideenauswahl einfach ein bisschen dürftig, fast noch weniger als in dem vorgenannten Winterbuch.

Wer gerne auch ein bisschen Schnickschnack näht, dem würde ich Tildas Sommerwelt: Stimmungsvolle Stoffideen im skandinavischen Stil empfehlen, und als Ideenbuch für Gebrauchsgegenstände dieses Buch: Quilting in No Time: 50 Step-by-step Weekend Projects Made Easy.


Dekorative Motivketten: Origineller Papierschmuck für Fenster und Türen
Dekorative Motivketten: Origineller Papierschmuck für Fenster und Türen
von Claudette Radtke
  Broschiert

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Ideen im Country-Stil, 21. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Motive in diesem hübschen Buch sind nicht wirklich neu (Erdbeeren, Pilze, Sterne etc.). Die Motivketten sind aus ganz einfachen Vorlagen zu fertigen, werden aber verziert mit hübschen Motivpapieren (Scrapbooking-Papier o. ä.). Oft werden die einzelnen Motive auch bemalt und erhalten dadurch ein rustikales, countrymäßiges Aussehen.

Meist ist das Bemalen auch recht einfach. Aber manchmal werden Stempelkissen bei den Materialangaben angegeben, in der Anleitung heißt es dann nur: "Bearbeiten Sie das Motiv an den Rändern mit dem Stempelkissen."

Zum einen möchte ich mir nicht mehrere Stempelkissen in unterschiedlichen Farben kaufen, und zum anderen: Wie bekommt man denn nun diesen schönen fließenden Übergang hin? Ich würde einfach die Ränder mit Buntstift leicht anschraffieren und feucht verwischen, das klappt genauso gut.

Ich habe außerdem versucht, das hier als Material oft angegebene Leinenstrukturpapier zu bekommen. Es sieht nämlich wirklich sehr schön aus. Das habe ich leider nirgendwo gefunden, weder in unserem Bastelgeschäft noch irgendwo im Internet. Zum Glück gibt es mittlerweile eine riesige Auswahl an anderen schönen, auch strukturierten Papieren, sodass ich darauf zurückgreife. Die gemusterten Papiere kann man manchmal auch gut durch Geschenkpapier ersetzen. Die auf dem Titelbild zu sehenden Holzherzen soll man übrigens auch kaufen.

An Motiven findet sich eine Auswahl für das ganze Jahr: Frühling, Sommer, Herbst, Winter, manches zum Verschenken gut geeignet, und auch für Kinder durchaus machbar. Besonders schön finde ich, dass eigentlich alle Motive sich auch für Holzarbeiten eignen. Die gemusterten Papiere kann man dann gut durch Stoff ersetzen.

Auch gibt es ein bisschen modernere Motive (zum Beispiel die "Cupcakes"), zum Teil mit Tilda-Motivpapier, insgesamt im Country-Stil (oft wird auch Draht verwendet), aber auch die herkömmlichen Motive wirken durch die Machart anders, moderner. Mir gefällt dieses Buch sehr gut. Vorne im Vorwort steht: "... können Sie dieses Buch über viele Jahre immer wieder zur Hand nehmen und entdecken jedes Mal neue Bastelmöglichkeiten." Dem möchte ich zustimmen. Auch wenn ich die Anleitungen gelegentlich etwas dürftig finde, ist dieses Buch doch eine wahre Fundgrube.


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