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Beiträge von Horst-G Kath
Top-Rezensenten Rang: 84.437
Hilfreiche Bewertungen: 46
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Rezensionen verfasst von Horst-G Kath "Andre Bonvil"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Schöne russische Seele, 11. April 2012
Dies ist nach meiner Meinung Victorias beste CD. Die Arrangements sind von unglaublichem musikalischem Feingefühl, geben Victorias Stimme einen perfekten Raum und tauchen die ausgewählten Stücke in eine seelenvolle Welt aus klassischen und jazzigen Klängen einer bis dato nie gehörten, wunderbaren Art. Victoria steht im Wettbewerb mit ihren Landsleuten Rebekka Bakken und Silje Nergoard, den sie für mich mit dieser CD klar für sich entschieden hat. Zumindest was mich betrifft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Neue Wirklichkeit im neuen Licht, 18. Februar 2011
Neue Wirklichkeit im neuen Licht Das erste Bild dieser neuen Wirklichkeit habe ich in einer Zeitschrift gesehen und konnte es nicht oft genug betrachten. Nun gibt es ein ganzes Buch mit Schöpfungen dieser neuen Generation. Möglich wurde die Entwicklung durch innovative, bislang nicht verfügbare Lichttechnik auf der Grundlage hochentwickelter LEDs. Und obwohl es sich um eine noch sehr junge Technik handelt, ist das vorgelegte Buch, die Worte der Einführung und die im ganzen Buch erkennbare enge Zusammenarbeit zwischen den Nutzern der Technik und dem Hersteller ein Beleg dafür, dass die alte Unternehmerfähigkeit des Mäzenatentums noch nicht untergegangen ist. Das gibt es noch, dass der Chef eines Unternehmens nicht nur mit der Erhöhung der Rendite und des Aktienkurses befasst, sondern mit kulturellen und kreativen Gedanken und der zugehörigen Szene so verbunden ist und sich mit seinen Mitteln und Möglichkeiten einbringt, um die Sache voranzubringen. Es ist ein schöner Moment, die Worte eines Industriellen zu Kreativität, Kunst und Kultur zu hören und festzustellen, dass es doch viele Dinge gibt, für die es sich lohnt, Reserven zu mobilisieren, aktiv zu sein und die persönliche Kreativität in das Netzwerk der Beteiligten einzubringen. Die Autoren bedanken sich zu Beginn für das fulminante Vorwort von Rainer Opolka. Das fand ich zunächst übertrieben, bestätige es nun aber ausdrücklich. Schön, dass es solches Engagement und solche Ansichten gibt und diese auch noch zu anfass- oder ansehbaren Ergebnissen führen. Es ist für die Phantasie jedes Betrachters eine individuelle Aufgabe, sich aus dem umfangreichen Bildmaterial und den gegebenen Erläuterung dazu das Stück herauszusuchen, das der eigenen Zielvorstellung von der neuen Wirklichkeit im neuen Licht entspricht. Als kleiner Leitfaden dazu sind die Abschnitte "Farben, Formen und Emotionen" und "Die Herangehensweise" sehr gut geeignet. In jedem Fall findet man für viele denkbare Ansätze Bild-Beispiele, auf denen aufbauend man mit der Umsetzung eigener Ideen beginnen kann. Und damit man schließlich nicht ganz ohne Kochvorschrift der neuen Wirklichkeit in's Auge sehen muss, gibt es auch dazu eine kleine Hilfe, die sich hinter der Überschrift "The Making of LAPP" verbirgt. Dem Interessierten stehen damit die Möglichkeiten in vielen Richtungen offen, die über die in der traditionellen Fotografie schon bekannte Technik der Lichtmalerei weit hinausgehen. Sie zu nutzen, braucht es Ideen und, warum auch nicht, einer oder mehrerer LED-LENSER z.B. made by Zweibrüder Optoelectronics. Na, dann: Licht aus, Spot an!
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5.0 von 5 Sternen
Grenzen überwinden, 20. Dezember 2010
Neben der fortschreitenden Entwicklung digitaler Fotoapparate, die zu immer besseren Bildergebnissen führen kann, bietet die digitale Fotografie grundsätzlich neue Möglichkeiten, Bilder durch geeignete Bearbeitung während des Fotografierens und auch danach so zu verbessern, dass die auch mit der neuesten Technik noch verbundenen Beschränkungen z.B. bezüglich der Auflösung, der Schärfentiefe oder des Dynamikumfangs überwunden und völlig neue Dimensionen dieser Parameter erreicht werden können. Die Autoren geben im vorgelegten Titel einen umfassenden Überblick über die für solche Zwecke vorhandenen Softwarelösungen und die mit deren Nutzung verbundenen zusätzlichen Hardwarekomponenten, die oft erst eine sinnvolle Nutzung der Software möglich machen. Die Erläuterungen umfassen dabei die Sondereinsatzgebiete Superresolution, Focus-Stacking, Stiching, Dynamikerweiterung bis hin zu HDRI und auch einige Varianten der Bildverbesserung durch Erhöhung des Mikrokontrasts. Alle genannten Gebiete werden kurz und überschaubar erläutert, so dass man das Prinzip versteht, die nötigen Voraussetzungen erkennt und die möglichen Verbesserungen oder damit erreichbares, völlig neues Bildbearbeitungsniveau abschätzen kann. In den meisten Fällen wird man ergänzende Erläuterungen des Softwareherstellers oder aus Fachbüchern benötigen, kann aufgrund der im Buch gegebenen Informationen aber zielgerichtet und produktiv suchen. Man bekommt nach der Lektüre ein gutes Verständnis dafür, wie die digitale Bildverbesserung durch Akkumulation mehrerer Aufnahmen zu einem Endergebnis funktioniert, welche physikalischen Grenzen damit überwunden werden und welche Randbedingungen man dabei nicht außer Acht lassen darf. Das Buch ist damit für jeden sehr gut geeignet, der Bilder über das Maß hinaus verbessern will, das durch die Leistungsgrenze der fotografischen Hardware gesetzt wird. Wie in anderen Titeln aus dem Verlag ist auch hier lobend hervorzuheben, dass die am Markt verfügbaren Produkte neutral genannt und bezüglich ihrer Vor- und Nachteile so beschrieben sind, dass man eine gute Vorentscheidung für die eigenen Lösungen treffen kann.
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5.0 von 5 Sternen
Meister aller Disziplinen, 28. Oktober 2010
Eine Retrospektive von den Anfängen revolutionärem Umdenkens in der Modenfotografie bis zum Beginn aus heutiger Sicht technisch perfekter Fotografie. In allen Beispielen und in allen Zeiten ist Richard Avedon der Herr der Dinge, bestimmt mit seinen phänomenalen Ideen zwischen Situation, Arrangement, beteiligten Models, gewählten Locations und technischer Umsetzung die Gestaltung, den sozialen Hintergrund und die gesellschaftliche Verortung. Von Anfang an ist dabei die bewusste und kreative Einflussnahme auf die Bilder Gegenstand der Arbeiten. Wie viel diese zur Verbesserung der originären Bilder beiträgt, kann im Bildband wirklich anschaulich nachvollzogen werden. Jede Verbesserung des Films, jede erweiterte Möglichkeit der Bildbearbeitung wirkt sich unmittelbar auf die Klarheit der Aussage und des dargestellten Sujets aus. Wie durch immer besser wirkende Filter wird die dem Autor Avedon wichtige Bildaussage klarer und schärfer. Mode ist nicht allein Gegenstand des sie erzeugenden Handwerks und der Industrie. Sie ist ein Abbild der gesellschaftlichen Wertvorstellungen, der Intensionen von Politik, Kunst und Kultur. In diesen Kontext stellt Avedon seine Bilder und scheut sich nicht, auch Fragen ganz grundsätzlicher Natur zu stellen: was hat Bestand, welchen Wert besitzt das Heute im Angesicht der Vergänglichkeit und des allgegenwärtigen Verfalls ? Mehr als 5 Jahrzehnte beschreibt ein Mensch, der eigentlich dafür bezahlt wird, Mode zu dokumentieren, das gesellschaftliche Umfeld und die kulturpolitische Situation, aus, mit und trotz der diese Form menschlicher Selbstdarstellung besteht. Es ist kein Abriss dieses Bezugs zu erkennen, so dass man posthum feststellen muss, das Richard Avedon sicher auch heute, 6 Jahre nach seine Tod, den gesellschaftlichen Bezug zwischen Mode, Politik, Kultur und Establishment sicher und mit völlig neuem Blick darstellen würde, allem Mainstream zum Trotz. Es lebe die Kreativität solcher Menschen, von denen es leider nur wenige gibt.
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4.0 von 5 Sternen
Ein sehenswertes Buch, 25. Oktober 2010
Es ist war, dass Bilder oft ausdrücken können, wozu Worte nicht reichen oder diese so umfangreich ausfallen, dass an deren Ende schon vergessen ist, worum es ging. In dieser Hinsicht ist das Buch im wahrsten Sinne des Wortes sehenswert, denn auf visuellem Wege erschließen sich viele Gedanken, die Corry im Text machmal zu überfrachtet dargestellt hat. Es freut daher sehr, wenn man ohne vieler Worte die Bilder sprechen lässt, die sie nach meinem Geschmack gut ausgewählt hat und deren Menge mir wichtiger als deren Größe ist. Wiewohl es in der Einleitung geschrieben steht, dass es sich weder um einen Bildband noch um eine technische Anleitung handelt, kann man doch Vieles wie in einer Fibel allein durch das Betrachten verstehen und sich die von der Autorin benutzten Aufnahmesituationen einprägen. Was die technische Anleitung betrifft, hat sich Corry wohl bemüht, wenig darüber zu sagen. Das gefällt mir bei einem solchen Buch und, ehrlich gesagt, hätte sie meinetwegen auf einige doch vorhandene Hinweise gern verzichten können. Die Sache mit dem zeitigen Aufstehen ist natürlich wirklich ein Problem. Die Motivation durch die Bilder, es doch selbst einmal zu versuchen, ist aber ausgesprochen stark. Aus eigener Erfahrung kann ich darüber hinaus bestätigen, dass es wichtig ist, diese Motivation durch regelmäßiges Hören des Wetterberichts nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Was ich gesehen habe, beim Blick über die Schulter, 22. Oktober 2010
o.k., meine Erwartungshaltung war hoch, als ich das Buch in Händen hielt und mir die dazu gelesenen Rezensionen ins Gedächtnis rief. In dieser Haltung schlug ich das wertig erstellte Buch des dpunkt-Verlags in der Hoffnung auf, viele nützliche Hinweise zu finden, die mich in meiner fotografischen Praxis weiterbringen. So wie der Autor erstelle ich meine Bilder von der Idee bis zum fertigen Ausdruck vollständig in eigener Regie und mit eigenen Mitteln. Wie beim Autor erfolgt auch bei mir die Ausgabe der Bilder auf Fineart-Medien mit dafür geeigneten Druckern. Es gibt also eine große Zahl übereinstimmender Vorgeheinsweisen und Techniken, denen sich Autor und Leser in gleicher Weise zuwenden. Für mich ist es beim Lesen allerdings so gewesen, dass ich entweder die Überlegungen des Autors bereits selbst angestellt hatte und zu einer entsprechenden Lösung oder Umsetzung gekommen bin oder mich die Erläuterungen insbesondere in der gewählten Form nicht interessieren, weil sie rein technischer Natur bezüglich der Bedienung von Bildbearbeitungssoftware sind. Ob ich nun Apfel und Shift oder irgendetwas anderes auf der Tastatur meines Computers drücken muss, ist mir bei meinem beabsichtigten Blick über die Schulter (m)eines "Meisters" wirklich unwichtig. Ich fand es an anderer Stelle besser und kompetenter. In der Reihe Fotografie & Bildbearbeitung des Verlages dpunkt z.B. gibt es dazu sehr empfehlenswerte Bücher, von den ich an dieser Stelle nur die digitale Dunkelkammer" und Fineart Printing" (beide von Gulbins & Steinmüller) anführen will. Was also bleibt übrig vom Blick über die Schulter von George Barr? Einige sehr gelungene Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Bereich Architektur, die wirklich sehenswert sind und ein paar gedankliche Ansätze über das Fotografieren als Ausdruck persönlicher Sichtweisen auf alle möglichen Dinge, die man mit der Kamera und einem Film oder Chip einfangen und durch gezielte Bearbeitung den persönlichen Vorstellungen anpassen kann. Ganz konkret möchte ich mich dazu auf die Formulierungen zur Auseinandersetzung mit Kunstobjekten und Architektur beziehen, denen es bezüglich der Kunstobjekte aber leider an ansprechenden Bildbeispielen ermangelt. Der anfangs gemachten Formulierung des Autors, dass eigentlich nur die Hobbyfotografen genügend Zeit, Verständnis, Einfühlungsvermögen und Qualitätssinn für erfolgreiches Erarbeiten ansprechender Bilder haben, möchte ich mich ja gern anschließen. Die Praxis zeigt allerdings, dass die Profis dazu ebenfalls und in beeindruckender Weise fähig sind. Die Beispiele sind unzählig. Umso mehr verwundert mich der immer wieder auftauchende Hinweis, auf Bilder, die mit gutem Erfolg verkauft wurden. Ich gönne dem Autor jeden Dollar, den er damit verdient. Mich stört die Zwiespältigkeit der geschilderten Betrachtung. Wenn jemand nicht weiß, was er fotografieren soll, keine Vorstellung hat, wie man technisch und gestalterisch eine Aufnahme erstellen oder ein Bild, mit dem man nicht zufrieden ist, mittels Bildbearbeitung verbessern könnte, der wird mit diesem Buch und dem Blick über die Schulter des Meisters" vielleicht etwas anfangen können.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Das Beste für meine Dias, 12. August 2010
Es ist erfreulich, dass es zum Umgang mit Filmscannern ein relativ aktuelles Buch gibt, das die ganze Pallette der technischen Aspekte behandelt und darstellt. Aus meiner Sicht würde es auch Sinn machen, eine wirklich aktuelle Ausgabe zu erstellen, die sowohl den momentanen Stellenwert der fotografischen Arbeitsabläufe im Hybridbetrieb mit analogem Film und digitaler Weiterbearbeitung zeigt als auch die immer noch stattfindende Entwicklung auf dem Gebiet der Scanprogramme und deren Möglichkeiten. Ein wichtiger Punkt sollte dabei auch die Verarbeitung von Rohdaten im Sinne einer nicht destruktiven Bildbearbeitung sein, zu der die Scanprogramme grundsätzlich in der Lage sind. Auf diese Weise könnte man viel vom Dynamikumfang der analogen Fotografie in die digitale Welt überführen. Wer die Möglichkeiten der analogen Fotografie schätzt und die digitale Weiterverabeitung wünscht, wird bei der Vorstellung der einsetzbaren Diafilme und ihrer Eigenschaften viele verfügbare und aktuelle Filme vermissen. Auch das Thema schwarz-weiss Diafilme sollte man in diesem Buch berücksichtigen, findet aber keine Hinweise zu Thema. Und schließlich sind verschiedene Eigenschaften eines Scanners aus meiner Sicht nicht so beschrieben, dass deren Bedeutung für den Nutzer klar wird. Als ein Beispiel dafür möchte ich den Abschnitt zum Dichteumfang anführen. Hier wäre sicherlich mehr Information möglich und wünschenswert. Auch das auf konkretes Filmmaterial bezogene Farbmanagement könnte ausführlicher beschrieben und hinsichtlich der Vorgehensweise und der Vorteile erläutert werden. Eine Aktualisierung im angesprochenen Sinn würde die Verwendung bei der täglichen Arbeit weiter befördern. Die 3. Ausgabe des Titels aus dem Jahr 2008 wäre dafür eine sehr gute Basis. Nach einiger Zeit ausschließlich digitalen Fotografierens habe ich für mich die analoge Technik wieder entdeckt und bin mir dabei vieler Vorteile dieser Vorgehensweise bewußt geworden. Das Scannen von Dias ist dabei ein wichtiger Vorgang, der auch in Zukunft durch geeignete Fachbücher dem Interessierten nahegebracht werden sollte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Die Kamera zwischen Haut und Hemd des Porträtierten, 15. Juli 2010
das ist der Ausspruch von Cartier-Bresson, der von den Autoren an den Beginn dieses Buches über gekonnte Lichtführung und Inszenierung von Porträtaufnahmen gestellt wurde. Sie haben damit von Anfang an klar gemacht, worum es in diesem Buch gehen soll: die einfühlsame, fotografische Beschreibung eines Menschen und dessen äußerer wie innerer Individualität. Dieses Ziel verfolgten vor der Erfindung der Fotografie Generationen von Malern, deren Kenntnisse über die Wirkung von Licht und Pose sehr umfangreich waren und die nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben. Dieser historische Kontext wird von den Autoren in einem kurzen Abriss sehr anschaulich und unterhaltsam dargestellt. Die Wahl der Worte und des Ausdrucks entspricht nicht unbedingt heutigem Mainstream. Jedoch vermittelt gerade diese aus kompetentem und mit Erfahrung gewonnenem Abstand entstandene Darstellung einen in die kulturelle Entwicklung vieler Epochen eingebetteten Blick auf das Thema Porträt. Dabei werden alle Möglichkeiten und Einflüsse aus Kunst, Kultur, Philosophie, Politik, Soziologie und Technik betrachtet. Das Buch gliedert sich in 14 wesentliche Abschnitte. Allen ist gemein, dass die technischen Aspekte weitgehend nachgeordnet und der wesentlicheren Aufgabe des Fotografen verpflichtet sind: mit der Kamera zwischen Hemd und Haut des Porträtierten zu kommen. Die zahlreichen Bildbeispiele sind zum Verständnis der jeweiligen Erläuterungen sehr gut geeignet. Es fällt angenehm auf, dass Bilder aus der Hand der Autoren weitaus seltener eingesetzt werden als solche fremder Autoren. Im Gegensatz zu den Fotografien stellen einige Abbildungen z.B. zur Lichtdynamik und - Modifikation erhöhte Anforderungen an die Aufmerksamkeit. Ihre Aussage erschließt sich nicht in jedem Falle sofort. Besonders dann, wenn man den Text zuvor nicht wirklich verstanden hat. Damit bin ich dann auch bei der Frage angelangt, wie man das Buch als Möglichkeit zur Verbesserung der eigenen Leistungen nutzen kann. Für mich kann ich feststellen, dass ich mit diesem Buch viel mehr über die Komplexität der Aufgabe, ein Porträt anzufertigen gelernt habe. Dazu musste ich mir verschiedene Abschnitte, Abbildungen und Textpassagen konzentriert erarbeiten und ich bin mir sicher, dass es auch bei der praktischen Umsetzung immer wieder Situationen geben wird, in denen ich das Buch konsultieren muss. Das werde ich gerne tun. Die Aufmachung des Buchs, das Layout, die Qualität der Bilder und natürlich der Inhalt laden dazu jederzeit ein. Porträtfotografie: Professionelle Porträts durch gekonnte Lichtführung und Inszenierung
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Licht in der Dunkelkammer, 2. Juni 2010
Um es vorweg zu nehmen: das Buch ist jedem engagierten Fotografen sehr zu empfehlen. Es bringt viel Licht in die digitale Dunkelkammer! Man muss es nicht haben. Nur: es wäre sehr schade, darauf zu verzichten. Und unpraktisch. Wollte man sich mit den Informationen des Titels durch andere Publikationen versorgen, wäre man schnell bei vielen tausend Seiten und Gramm, hätte aber immer noch nicht den Vorteil, die entsprechenden Gebiete von Autoren erläutert zu bekommen, die unumgängliche Theorie mit viel eigener praktischer Erfahrung verbinden und dabei durchgängig eine Sprache benutzen, die verständlich und immer unterhaltsam ist. Das Buch bietet einfach zu jedem Aspekt im digitalen Schaffensverlauf umfassende Ausführungen, die lesenswert sind. Teils hat man zu konkreten Sachverhalten schon eigene Erfahrung gemacht und findet sich in den wohl geformten Worten der Autoren bestätigt, oft lernt man ganz unverkrampft neue Erkenntnisse dazu. Was schon im Titel Finart Printing der Autoren sehr angenehm aufgefallen ist, findet sich auch in diesem Buch wieder: viele Produkte des Marktes werden besprochen und auf ihre Vorzüge und ggf. Nachteile hin beleuchtet. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf Vollständigkeit, sondern auf praktischer Erfahrung mit dem jeweiligen Erzeugnis. Man hat so das Gefühl, dass am Markt konkurrierende Produkte ohne Vorbehalte und kommerzielle Gesichtspunkte dahingehend erläutert werden, was sie für den Anwender leisten können. Der Gliederung folgend, ergibt sich ganz von allein der praktische Verlauf digitaler Fotografie vom Bild aus der Kamera bis zur Verwaltung der ausgabefertigen Bilder. Man kann an jeder Stelle, über die die eigene Arbeit gerade schlecht hinwegkommen will, gezielt nachlesen und sich Rat und Lösungsvorschläge holen. Neben gut beschriebenen Techniken und Möglichkeiten von Programmen zur RAW-Konvertierung sind die Ausführungen zur Arbeit mit Photoshop und die dafür erhältlichen Plugins angenehm aufgefallen, weil sie auf das Mass verdichtet wurden, das man als Fotograf benötigt. Auch interessant und informativ: die im Kaptiel Multishot-Techiken beschriebenen Möglichkeiten, Ergebnisse fotografischer Arbeiten mittels Unterstützung geeigneter Software über die physikalischen Beschränkungen der Aufnahmetechnik hinaus zu verbessern. Das ist alles sehr interessant und befördert das Bedürfnis, sich zu den Dingen, die einem gerade besonders am Herzen liegen, noch mehr Informationen zu beschaffen. Auch da gibt das Buch nützliche und konstruktive Hilfe: Anhang A = Literatur, Quellen, Tools.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Titel, Thesen, Toleranz ?, 9. Juni 2009
Tanz und Gymnastik erlauben es dem Fotografen, durch die Vertiefung der Akteure in ihr Metier eindrucksvolle und ausdrucksstarke Bilder zu machen, die ein Abbild der Persönlichkeit und der ihr zugehörigen tänzerischen, musischen, athletischen und sinnlichen Ausstrahlung sind. Eine Verlagerung der Tanzbühne in das Studio und die Reduktion auf nur je ein Model können dieses Abbild noch persönlicher und noch emotionaler werden lassen. In diesem Sinne ist Ralf Mohr vorgegangen und hat im Bildband Naked Dance and Gymanstics beeindruckende Momente körperlicher und sinnlicher Konzentration gestaltet, die einen hohen technischen, fotografischen und in der Regel auch ästhetischen Wert haben. Das Coverbild ist ein gutes Beispiel für perfekte Lichtführung, sinnliches und dem Ausdruckstanz nahes Posing in Verbindung mit sehr guter technischer Umsetzung. Viele der Bilder des Buches erfüllen diesen Anspruch vollkommen. Erotische Ausstrahlung vermitteln die Tänzerinnen und Akteure durch ihre Körper, Posen, Gesicht, Blick und Geste. Das stark reduzierte Umfeld im Studio unterstützt diese Anmutung ebenso wie die ausschließliche Verwendung von Schwarzweiss. Das Posing und die Aufnahmeposition erlauben es dem Fotografen bei einem Sujet wie diesem, auch die intimsten Orte einer Körperlandschaft zu erkunden. Für ein Buch mit dem Titel Naked Dance and Gymnastics gehen mir diese Erkundungen bei einigen Bildern zu weit und es ist für mich manchmal bedauerlich, die geistige Wanderung vom luftigen, sinnlichen und/oder erotischen Bild einer Seite des Buches auf einer anderen Seite mit mir zu vordergründigen Betrachtungen des weiblichen Intimbereichs fortsetzen zu müssen. Alles in allem überwiegt aber dennoch die Freude, Schwarzweiss-Aktaufnahmen zum schönen, aber eher selten bedachten Thema Tanz und Gymnastik in hervorragender Qualität in einem Bildband vereint zu haben.
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