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Morgaine

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Da Juchitzer
Da Juchitzer
Preis: EUR 1,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön..., 9. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Da Juchitzer (MP3-Download)
dieses Stück ist eines von denen, die direkt unter die Haut gehen und einen nicht so schnell loslassen.Mehr ist dazu nicht zu sagen. Einfach anhören...


Star Trek, Späte Rache
Star Trek, Späte Rache
von Michael J. Friedman
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Ein Comic in Romanform..., 7. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Star Trek, Späte Rache (Broschiert)
... dieser Eindruck drängte sich mir beim Lesen eins ums andere Mal auf, denn allein die Sprache kommt stellenweise ziemlich schnodderig daher.
Wie schon "Gesichter aus Feuer" ist auch dieser Friedman - Roman einer mit Stärken und Schwächen.
Hier hat der Autor ein Handlungsgeflecht geschaffen, das sich von verschiedenen Ebenen aus aufeinander zu bewegt. Die erzeugte Spannung wird in mehreren einzelnen, sich abwechselnden Bögen bis zum Schluss aufrecht erhalten und endet in mehreren interessanten Auflösungen.
Handwerklich ist an der Geschichte also absolut nichts auszusetzen.Leider beschränkt sie sich inhaltlich auf allzu viele sattsam bekannte Elemente. Das Rache - Motiv ist einmal mehr der Aufhänger.
Irgendwo in der Galaxis wird ein bösartiger Plan gegen Kirk, Spock, die Föderation oder das Universum ausgeheckt - hier sind es grausame Piraten, die mit den Bewohnern eines überfallenen Planeten übel umgehen.
Dann kommt die Enterprise dran.Man ist auf einer Erforschungsmission.Das Bodenteam gerät in ernste Gefahr, obendrein wird die Enterprise zu einem Notfall abberufen, so dass das gestrandete Aussenteam alleine klar kommen muss.
Auch hier jagt ein Klischee das Nächste:Kirk hat noch drei Kollegen bei sich -natürlich wird er es schon richten, denn zwei sind verletzt, und eine Frau, die klug und hübsch ist,ist auch dabei, und natürlich kommt er auch unter den widrigsten Umständen auf ganz andere Gedanken, und der Sicherheitsoffizier ist ein bulliger, etwas einfältiger Kerl, der von seinem Captain auf ziemlich plumpe Art zum Mitdenken animiert wird....
Unterdessen ist die Enterprise unterwegs zu dem von den Piraten überfallenen Planeten.
Spock ist zu allem Überfluss mal wieder schwer angeschlagen, da ein giftiges Monstrum ihn auf der ursprünglichen Forschungsmission attackiert hat.
Scotty hat das Kommando, und erstaunlicherweise sind er, Chekov und Sulu trotz Kommando - Ausbildung allesamt überraschend einfallslos, was ihr Umgehen mit den Piraten und ihren Geiseln anbetrifft.
So überlassen sie es Spock, seine phänomenale vulkanische Biokontrolle zu aktivieren, von der Intensivstation zu entwischen und das Kommando zu übernehmen.
So hat Dr. McCoy mal wieder guten Grund, sich maßlos aufzuregen,da sei Patient partout nicht liegen bleiben will.
Unverständlich ist, dass Friedmann McCoy hier so eindimensional nervig darstellt, nachdem er ihm mit "Schatten auf der Sonne" eine so brilliante Hommage gewidmet hat.
Spocks Widersacher will sich für eine zehn Jahre zuvor erlittene Schmach durch die damals von Christopher Pike kommandierte Enterprise rächen,scheint ihr mit seinen drei Schiffen haushoch überlegen...u.s.w. u.s.w.
Wie gesagt, es liest sich spannend bis zum Schluss,und die Pike - Reminiszenzen sind eine nette Zugabe,aber die zu offensichtlichen Klischees und das Comic - Feeling wären gut und gerne verzichtbar.


Praxisbuch Kinaesthetics: Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik - mit www.pflegeheute.de-Zugang
Praxisbuch Kinaesthetics: Erfahrungen zur individuellen Bewegungsunterstützung auf Basis der Kinästhetik - mit www.pflegeheute.de-Zugang
von Maren Asmussen
  Taschenbuch
Preis: EUR 28,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestnote!, 16. Februar 2012
Für Einsteiger gibt es nichts Besseres, denn auch Unerfahrene können hier mit der Thematik sofort etwas anfangen! Wärmstens zu empfehlen!


McCoys Träume Star Trek
McCoys Träume Star Trek
von Carmen Carter
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen McCoys Albtraum(a) - alles auf Anfang?, 16. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: McCoys Träume Star Trek (Broschiert)
Die Enterprise wird bei einem mysteriösen Angriff stark in Mitleidenschaft gezogen.
McCoy hat alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Verletzten zu behandeln und geht dabei weit über seine Grenzen hinaus.
So wird er das Opfer eines dummen Unfalls, erleidet ein Schädel - Hirn - Trauma und fällt ins Koma.
Die schwer beschädigte Enterprise kriecht derweil zurück zu einer Raumstation, sieht sich dabei immer wieder Angriffen einer geheimnisvollen Spezies ausgesetzt, deren Physiologie auf ziemlich unappetitliche Weise funktioniert.
Als McCoy schließlich erwacht, wird das Ausmaß seiner Amnesie deutlich: 25 Jahre seines Lebens scheinen ausgelöscht. Der größte Teil seiner medizinischen Karriere, seine Zugehörigkeit zu Starfleet,seine Ehe, seine Tochter, seine Freundschaften mit Kirk und Spock - all das existiert für ihn nicht mehr.
Es eröffnet sich ein tiefer Blick in die Psyche McCoys, und es liest sich überaus interessant, wie er auf sein alter ego, den hochkarätigen Wissenschaftler und dessen persönliche Eigenheiten reagiert.
Diese Selbstreflexion McCoys und die über seine verlorenen Persönlichkeitsanteile ist sehr gelungen, genauso die Reaktion der Freunde und Kollegen auf diesen veränderten McCoy.
Seine Auseinandersetzung mit sich und die Herausforderung, der er sich zu stellen hat,sich sein altes Leben wieder anzueignen - seine Ängste und Blockierungen, die ihn daran hindern, das ist gut umgesetzt. Manchmal hätte er für mich einen Tick weniger nölig sein dürfen (naja, wenn einer Grund dazu hat, dann wohl er).

Unterstützt wird er von einer attraktiven jungen Neurologin aus seinem Team.
Als Kontrapunkt zu der trotz erschwerter Bedingungen immer noch freundlichen Atmosphäre auf der havarierten Enterprise agiert ein ausgesprochener Unsympath von Oberarzt, der aber über die Rolle des Watschenmannes dann doch nicht herauskommt.

Die Story um das Problem der Enterprise mit den Angriffen aus heiterem Himmel, das Rätselraten, wer denn nun wirklich dahinter steckt, wie man am Besten dagegen vorgehen kann und wie die Enterprise diese Attacken möglichst unbeschadet übersteht,das liest sich ein Bisschen düster, manchmal mit einigen Längen, aber alle Leser, die das Grusel - Element einer Geschichte zu schätzen wissen, kommen hier voll auf ihre Kosten!

Am Interessantesten fand ich allerdings, wie der veränderte Mc Coy auf Spock reagiert...


Star Trek, Ishmael
Star Trek, Ishmael
von Barbara Hambly
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Das Beste von Barbara Hambly, 16. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Star Trek, Ishmael (Broschiert)
Hier ist der Autorin ein ganz besonderer Coup gelungen: Die Verknüpfung zweier Fernsehserien, in denen Mark Lenard (Sarek/Aaron Stemple) eine Rolle spielt.
Es beginnt mit einer wissenschaftlichen Mission der Enterprise, während der Gravitationsphänomene beobachtet werden.
Ein klingonischer Erzfrachter erregt Spocks Misstrauen. Um die Wahrheit herauszufinden und Schlimmeres zu verhüten, begibt sich der Wissenschaftsoffizier der Enterprise auf ein Himmelfahrts - Kommando.
Zwei Sekunden bleiben ihm, um eine Warnung an die Enterprise abzusetzen.Dann ist der Erzfrachter mitsamt Spock verschwunden.

In akribischer Detektivarbeit versuchen Kirk, McCoy und Uhura, zusammen mit einem Starbase - Wissenschaftsteam, die kryptische Botschaft Spocks zu entschlüsseln. Und mit seinem Verlust fertig zu werden.
Währenddessen ist Spock im Wilden Westen in der Nähe von Seattle gestrandet.
Schwer verletzt und ohne Gedächtnis wird er von Aaron Stemple, einem Sägemühlen - Besitzer, aufgelesen und gesund gepflegt.

Pfusch an der Zeitlinie, diesmal durch die Klingonen,bringen die Western - und die SF - Serie zusammen.
Beide Atmosphären sind sehr lebendig, sowohl die auf der Enterprise bzw. Starbase als auch die in den Wäldern nahe Seattle.
Auch der Leser, der "Here come the Brides" nicht kennt, bekommt eine genaue Vorstellung über das Szenario und die dazu gehörigen Charaktere.
Auch Dr. Steiner ist eine interessant angelegte Alien - Persönlichkeit.

Die Hauptperson ist Spock - Hambly hat sich mit viel Einfühlungsvermögen mit seinen menschlichen Persönlichkeits - Aspekten befasst. Sie gibt dem Leser Einblick in das, was sich hinter der Maske aus vulkanischer Disziplin verbergen mag.
Aus all diesen Zutaten hat Barbara Hambly einen abgerundeten, stimmigen und tollen Roman gezaubert!


Star Trek - The Original Series 1: Feuertaufe: McCoy - Die Herkunft der Schatten
Star Trek - The Original Series 1: Feuertaufe: McCoy - Die Herkunft der Schatten
von David R. George III
  Broschiert

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die berührende McCoy - Saga - absolut grandios!, 3. Februar 2012
Dieses Buch charakterisieren so einige Superlative.
Zunächst der Umfang. Dieser Wälzer hat 812 Seiten und ist schätzungsweise 8 cm dick.Was es etwas schwierig macht, das Buch aufgeschlagen neben den Frühstücksteller zu legen und sich nebenbei ein Brötchen zu schmieren, ohne dass es nach einer Seite zuklappt.
David George hat auf diesen 812 Seiten eine sehr intensive Charakterstudie gezeichnet, und man merkt ihm an, wie sehr der Charakter McCoys ihm am Herzen liegt.
In zwei Zeitlinien geht er ihm auf den Grund, lotet aus, auf welche Weise Leonard McCoy zu dem Menschen geworden sein mag, wie er dem Leser/Zuschauer begegnet ist.
Beeindruckend ist das Feingefühl, mit dem er auf diesen Charakter eingeht, seinem Leben, Lieben und Leiden.
In der veränderten Zeitlinie schildert er auf gelungene Weise das Amerika der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts,und seine Extrapolation dessen, was der zweite Weltkrieg auf der Erde hätte anrichten können,wäre Edith Keeler am Leben geblieben und hätte ihre Pazifismus -Bewegung gründen können, das hat schon etwas sehr Beklemmendes.
Die "richtige" Zeitlinie, das ST - Universum,so wie wir es kennen, lebt noch einmal auf,ausgehend von der Episode "Griff in die Geschichte".Der Leser begegnet vielen Begebenheiten aus der Serie und den Filmen, bis hin zu Admiral McCoys Besuch auf der Picard - Enterprise.Durch die Sicht des Doktors erscheinen sie in ganz neuem Licht.
Viele Wegbegleiter tauchen noch einmal auf, allen voran natürlich die beiden anderen Mitglieder des Dreiergespanns, Spock und Kirk,aber auch alle anderen Senior - Offiziere.
Auch das eine oder andere Besatzungsmitglied bekommt hier seine Geschichte.
David George schildert die freundschaftlichen Beziehungen zwischen ihnen sehr intensiv.Explizit hat er sich an Episoden und Filmen orientiert und alle bekannten Romane ausser acht gelassen.
So entsteht eine in Teilen gewöhnungsbedürftige Sichtweise, denn alles Hintergrundwissen aus den Romanen muss der erfahrene ST - Leser aus dem Kopf bekommen.Trotzdem fällt es leicht, sich auf dieses Universum einzulassen.
Es kommt dem Original am Nächsten, so wie es von seinem Erschaffer, the "Great Bird of the Galaxy" gewollt war.
In schönster Roddenberry - Manier hat David George auf S. 211 versteckt in einem einzigen kleinen Nebensatz einen Seitenhieb versteckt, der unverhohlen auf bestehende politische und wirtschaftliche Verhältnisse abzielt und treffender nicht formuliert sein kann!
Es wird höchste Zeit, dass diese Intention Roddenberrys wieder in den Vordergrund gerückt wird!Dessen Absicht war es ja, mit den Geschichten rund um die Crew um Kirk Sozialkritik zu üben. Wie bitter nötig haben wir solche Autoren, die uns die herrschenden Verhältnisse auf diese nette Weise um die Ohren hauen!

Es gibt allerdings eine oder zwei Passagen, die ich zu beanstanden habe.Es geht um die Abenteuer der Enterprise, am Ende der Fünf - Jahres - Mission und nach der V`Ger - Krise. Hier kommt die Geschichte ins Stocken, und es kommt mir vor, als habe der Autor sie nur geschrieben, weil er meint, dass sie eben dorthin gehören und nicht, weil sie ihm ein Anliegen sind. Sie wirken wie die üblichen Standard - Abenteuer, die es schon zuhauf gibt. Sie sind für den Fortgang der Handlung absolut entbehrlich und hätten nicht auch noch in dieses Opus hineingequetscht werden müssen.
Trotzdem, es tut diesem großartigen Werk keinen Abbruch.
Alltagskompatibel ist "Die Herkunft der Schatten" allerdings nicht!


Hort des Lebens. Star Trek. Raumschiff Enterprise. Roman.
Hort des Lebens. Star Trek. Raumschiff Enterprise. Roman.
von Lee Correy
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Die Erste Direktive, 3. Februar 2012
"Raumschiff Enterprise - wieder auf großer Fahrt" - so steht es in einem weißen Stern auf den ersten in Deutschland veröffentlichten Romanen.
"Hort des Lebens" ist der vierte Classic - Roman, den Heyne veröffentlicht hat.Ihn hat man Jahre später mit den von Gene DeWeese verfassten Romanen "Zwischen den Fronten" und "Nexus" zu einer Art Trilogie zusammen gefasst.
Allen drei Romanen ist gemeinsam, dass die Enterprise durch Raum.- Anomalien über unvorstellbare Weiten in absolut unbekanntes Terrain geschleudert wird - so weit entfernt,dass die Heimkehr Jahrzehnte dauern würde.Mindestens.
Auch hier strandet die Enterprise im Orbit einer einsamen Welt mitten im Nichts, die um eine instabile Sonne mit starkem radioaktiven Output kreist.Sterne sind des Nachts nicht sichtbar.Nur das "Band der Nacht" schimmert in weiter Ferne.
(Dies hat ein Rezensent auf amazon.com ganz wunderbar beschrieben wie die Milchstraße, die man in sternenklaren Nächten hoch über uns ausmachen kann.Thanks, Shawn Weaver!)
Wieder einmal sind die Dilithium - Kristalle schwer in Mitleidenschaft gezogen, jener Rohstoff, der das Warp - Triebwerk der Enterprise am Laufen hält.
Kirk befindet sich in einem Dilemma. Die Zivilisation des Planeten besitzt eine hoch entwickelte Technologie und ein sehr komplexes Gesellschaftssystem.Es ist eine isolierte Gesellschaft, die keine andere Vorstellung entwickeln konnte als dass sie die einzigen Hüter des Lebens sind in einem Universum, in dem es nichts Vergleichbares zu geben scheint.
Die Hüter - Kaste des Planeten ist auch nicht daran interessiert, dass sich daran etwas ändert, denn genau hieraus leitet sich ihre Vormachtstellung ab.
In diese delikate Situation platzt nun die Enterprise , und Captain Kirk sieht keine andere Möglichkeit als das Prinzip der Nichteinmischung zu missachten, um die Hilfe der hoch technisierten Mercanier zu bekommen.
Eine neue instabile Phase des Zentralgestirns bringt Spock dazu, einen genialen, aber sehr gefährlichen Plan zu verwirklichen und der tiefgreifende Folgen für die mercanische Gesellschaft haben wird.
Dass James T. Kirk hier ganz bewusst die Erste Direktive der Nichteinmischung missachtet, kann diskutiert werden.

Dieser Roman ist für mich im guten Mittelfeld.Correys Erzählstil ist ruhig und schnörkellos, ohne dass er dabei zu nüchtern klingt wie DeWeese in seinen sehr viel später erschienenen beiden "Nachfolge"-Bänden.
Die Charaktere sind lebendig, die Mercanier interessant gezeichnet.
Allerdings hat der Autor es auf S.59 geschafft, mein Kopfschütteln hervorzurufen.Bei der Konferenz mit Spock, Scott, McCoy und Janice Rand stellt der Captain ihr doch tatsächlich folgende Frage:"Wie sehen Sie das vom Standpunkt einer Frau?" Die hat natürlich ein ganz schlechtes Gefühl...
Immerhin,es muss hervor gehoben werden, dass Yeoman Rand in diesem wie in kaum einem anderen Roman wirklich etwas zu tun hat und vom Autor als absolut kompetenter Offizier in die Handlung einbezogen wurde. So sei ihm verziehen.
Fazit: "Hort des Lebens" ist für mich einer der annehmbaren frühen ST - Romane.


Star Trek, Gesichter aus Feuer
Star Trek, Gesichter aus Feuer
von Michael J. Friedman
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Ein ST - Roman mit Stärken und Schwächen, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Star Trek, Gesichter aus Feuer (Broschiert)
Friedmann ist einer der etablierten ST -Autoren.
Dass er sein Handwerk versteht, hat er mit dem großen McCoy - Roman "Schatten auf der Sonne" eindrücklich bewiesen.
"Gesichter aus Feuer" ist von der Dichte und Komplexität her ähnlich, gefällt mir aber bei Weitem nicht so gut.
Zunächst kommt die Geschichte etwas schwerfällig in Gang,erst später baut sich dann doch noch viel Spannung auf.
Drei Handlungsebenen sind geschickt miteinander verwoben, Charaktere und Atmosphären schlüssig dargestellt.Man merkt Friedmann an, wie sehr er die Figuren schätzt.
Hier lässt er sie die Vorgeschichte zum Genesis - Projekt in ST II und III erleben, die etwa 10 Jahre zuvor statt findet.
Er schildert die Vorgänge in der Forschungsstation und im klingonischen Imperium.
Dort weiß man um die Terraforming -Experimente, und verschiedene Interessengruppen wollen dieser Technologie habhaft werden.
Achtung, Spoiler!
Die Ereignisse auf der Forschungsstation werden zu großen Teilen aus der Sicht der dort ebenfalls ansässigen Kinder der Wissenschaftler geschildert - insbesondere die eines gewissen David Marcus, dessen Mutter Carol ja bekanntlich eine der führenden Köpfe des Experiments ist.
Ein weiterer Schauplatz ist der offenbar unlösbare Konflikt zweier Ethnien eines Planeten, dessen eigentliches Ziel die Mission der Enterprise ist.Sie soll einen Botschafter dorthin bringen, vorher aber Halt bei der Terraforming - Kolonie machen, um die Wissenschaftler und ihre Familien medizinisch zu untersuchen und zu versorgen.
Der Botschafter, der die Vermittlungsfunktion im Streit der beiden Volksgruppen übernehmen soll,ist natürlich wieder mal eine richtige Nervensäge, da er vehement auf der Dringlichkeit seiner Mission besteht.
Ich muss sagen, diesmal war ich auf seiner Seite.
Die Auseinandersetzung Botschafter/Kirk hat etwas sehr Gezwungenes, und Kirk macht nicht den Eindruck die Situation souverän zu handhaben, sondern eher den eines kleinkrämerischen Rechthabers, der es nicht verknusen kann, nicht die Oberhand zu haben.Seine Gegenargumente, mit denen er den Botschafter hinhält, überzeugen nicht wirklich, klingen einmal nach sehr billiger Ausrede und dem Bedürfnis, dem Botschafter eins auszuwischen. Dieses pubertär - sture Verhalten erschwert die Mission des Botschafters und kostet viele Malurianer das Leben.
Spoilerende.

Friedmanns Sichtweise auf die Klingonen ist eine sehr Brutale. Das mag gerade noch angehen, aber dass er Kirk und Carol und David Marcus 10 Jahre vor ST II zusammentreffen lässt, das ist zwar schön erzählt, aber es war nun wirklich überflüssig!(Natürlich vergessen alle dieses Abenteuer ganz schnell, um in ST II auch wirklich aus allen Wolken zu fallen...)
Irgendwann müssen alle Handlungsebenen zusammen finden. Dies geschieht, indem die Klingonen die Forschungsstation überfallen, ein Gemetzel anstellen und mit den Überlebenden sehr brutal umgehen.
Hier stellt sich mir die Frage: Was hat so eine Station vor der Nase des Klingonischen Reiches zu suchen? Am Ende beschließt Starfleet, wissenschaftliche Stationen besser zu schützen. Was für eine gute Idee...
David und Carol bewähren sich natürlich herausragend.Trotzdem, wie gut, dass Spock zufällig auf der Station weilt - er ist es,der alles richtet und die Klingonische Übermacht fast im Alleingang zur Strecke bringt.

Die Geschichte ist gut und spannend erzählt, inhaltlich allerdings alles andere als überzeugend.


Die Trellisane-Konfrontation
Die Trellisane-Konfrontation
von David Dvorkin
  Broschiert

3.0 von 5 Sternen Der Mann, der Stroh zu Gold spinnen kann, 3. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Trellisane-Konfrontation (Broschiert)
Eine krasse Fehlentscheidung des Captains ist hier der Ausgangspunkt für eine spannende Geschichte.
Trotz gefährlicher Terroristen im Arrestbereich der Enterprise ist Kirk der Meinung, er kann sich den Abstecher zur nächsten Starbase, um die Häftlinge dort abzuliefern, schenken.
Denn Captain James T. Kirk muss erstmal wieder eine Welt retten.
Und jetzt kommt`s: Natürlich spielt der Zufall den Verbrechern in die Hände: Sie können ausbrechen und klauen dem Captain das Schiff, um gegen die Romulaner einen Krieg vom Zaun zu brechen...
Besagte zu rettende Welt wird von den bösen Bewohnern des Nachbarplaneten bedroht, und natürlich haben auch die Klingonen ihre Hände im Spiel.
So geraten Kirk & Co. in schier aussichtslose Situationen und müssen sich einzeln bis zum Happy End auf der Brücke durchkämpfen.
Achtung, Spoiler!
Kirk gelingt es, Klingonen und Romulaner zu bequatschen, so dass er sein Schiff am Ende wieder bekommt.So wird Inkompetenz zum Ruhmesblatt, und es scheint, dass Kirk nicht wirklich dazu gelernt hat.
Spock nimmt eine Mentalverschmelzung vor, und Zack!- ist der Feind verhandlungsbereit.
Der Name dessen Spezies, die in den Meeren des Nachbarplaneten der zu rettenden Welt zu Hause sind lautet - na klar - Sealons...Die Darstellung dieser Spezies ist leider sehr dürftig ausgefallen.
McCoy bekommt auf der bedrohten Welt alle Hände voll zu tun und macht einen großartigen Job, auch vor dem Hintergrund einer komplexen, pazifistischen, aber auch entsetzlich abgründigen Hochkultur.
Auf der Brücke sind es Sulu und besonders Chekov, die sich hervortun in dem Versuch, etwas gegen die Geiselnehmer zu unternehmen.
Und Scotty bewirkt im Maschinenraum auf geniale Weise das Seine.
Chapels bizarre Begegnung mit einem Alien kommt sehr zurechtgezwungen und wenig glaubwürdig daher.
Spoilerende.

Dass aus allen diesen sehr vorhersehbaren Elementen doch noch ein ganz passabler Roman geworden ist,liegt u.A. daran, dass hier jeder in seiner Rolle glänzen kann.
Und beim Lesen baut sich an den verschiedenen Schauplätzen ziemlich viel Spannung auf, und die Zusammenführung am Ende klappt auch.
Das Spock/McCoy - Geplänkel ist endlich einmal jemandem gelungen.Und das Erfreulichste daran ist, dass beide zur Abwechslung einmal den am Ende erstaunlich selbstgefälligen Captain aufs Korn nehmen.
Verdient hat er es. Denn aus einer offensichtlichen Schlamperei letztlich doch noch siegreich hervor zu gehen, das erfordert genau das: Zwei Freunde, die einen auf den Teppich holen...


Star trek : Der letzte Schachzug,
Star trek : Der letzte Schachzug,
von John M. [Mitarb.] Ford
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen "Klin`Zha" - das Leben als Schachspiel - klingonische Variante, 2. Februar 2012
Auf diesen Roman von John M. Ford beziehen sich viele andere ST - Autoren in ihren eigenen Romanen, u.a. Peter Morwood in "Angriff auf Dekkanar".
"Der letzte Schachzug" ist ein Roman im Roman. Kirk und die Enterprise sind diesmal Statisten in einer Rahmenhandlung, die kaum der Rede wert ist.Denn es geht um einen Roman,dessen Inhalt die Besatzung der Enterprise sehr beeindruckt hat.
Am Beispiel des Werdeganges eines klingonischen Captains wird dem Leser ein eingehender Eindruck vermittelt in die klingonische Gesellschaft, ihre Philosophie und was verschiedene, teilweise sehr komplexe klingonische Varianten des Schachspiels damit zu tun haben.
Wir lernen Dr. Emanuel Tragore kennen, den ersten Botschafter der Föderation auf der klingonischen Zentralwelt Klinzhai, den überzeugten Pazifisten, und das spannende und nicht ungefährliche politische und diplomatische Drumherum.

Der Aufbau dieses Romans mag für eingefleischte Classic - Trekkies eine Enttäuschung sein,und die dürftige Rahmenhandlung und das Hauptaugenmerk auf ein ganz anderes Thema und fremde Protagonisten ein KO - Kriterium.
Hiervon sollte man sich frei machen,denn Fords Roman ist eine runde Sache - spannend, komplex, mit interessanten Charakteren und frei von Längen und Ungereimtheiten.
Der Einblick in die klingonische Kultur bereichert das ST -Universum,zumindest für eingefleischte Classic - Fans, auch wenn sich die Historie im Kanon längst ganz anders entwickelt hat- und zwei kleine Schmankerl um Spock und McCoy sind ein zusätzlicher Leckerbissen.
Sich auf diesen ganz anderen ST - Roman einzulassen lohnt sich.


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