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Rezensionen verfasst von
Uli W "UliW" (Stade)

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Kin (<-->)
Kin (<-->)
Preis: EUR 14,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kin <--> oder Kuq..., 8. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kin (<-->) (Audio CD)
Die Titel auf dieser neuen Metheny-CD haben teils komische Namen. Aber egal. Mir gefällt es immer wieder aufs Neue, was dieser Pat Metheny so treibt. Um ein abschließendes Urteil zu fällen, braucht es allerdings noch etwas Zeit. Die Scheibe lag ja erst heute nachmittag in meinem Briefkasten. Beim ersten und zweiten Hören kam mir aber ein Gedanke wie "Fusion-Fusion". Fusioniert haben sich hier die wunderbare Leichtigkeit vieler fast (fast!) poppiger PM-Group-Alben mit den Komplexitäten von moderner Jazz-Musik. Ich mag das. Ich mag das sogar sehr.
Da solche Gedanken hier auf Amazon stets auch Kaufempfelungen beinhalten sollten, muss natürlich auch gesagt werden, dass sich dieses Album nicht gerade eignet für solche Leute, die "Last Train Home" oder "Are You Going With Me" als Non-Plus-Ultra des Metheny-Schaffens bezeichnen.Hier geht es um einen weiteren Versuch, das etwas ausgelutscht erscheinende (amerikanische) Jazz-Genre zu bereichern. Voll gelungen, denke ich. Es gibt viele Passagen, die neben der kompositorischen und handwerklichen Qualität, auch absolut grooven. Wie schon in den Anfängen der PM-Group vor knapp 30 Jahren, spielt der Sound eine große Rolle. Also wieder mal 5 Sterne von mir.
Gleichwohl vermisse ich Lyle Mays. Was macht der eigentlich so?


Masques
Masques
Preis: EUR 10,98

5.0 von 5 Sternen (Kon-)Fusion - Die Beste von Brand X?, 24. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Masques (Audio CD)
Ja, ich glaube schon. Unterm Strich ist dieses die beste Platte von Brand X. Ich besaß sie schon zu Vinyl-Zeiten und bin erst jetzt wieder aufmerksam geworden... dank einer Sonderaktion bei Amazon. Auch die beiden Vorgänger - Unortohodox Behaviour und Moroccan Roll - sind absolute Perlen zeitgenössischer Musik. Ich vermeide mal die Begriffe "Jazz-Rock" oder "Fusion". Hier aber kommt noch eine Spur an einem Mehr an Kreativität hinzu. Ich kann es nicht richtig beschreiben - leider, tut mir leid. Oder doch? Fast jeder der Titel wirkt wie eine Symphonie... mit Brüchen, Wechseln im Tempo und oft mit grandiosem Finale. "Deadly Nightshade" als Beispiel, vielleicht mein liebstes Stück.
Oft wird Brand X als Band von Phil Collins bezeichnet. Das ist nicht richtig. Hier jedenfalls mischt Phil Collins mal nicht mit. Das schadet nicht. Vielleicht war es sogar das Quentchen, welches diese Scheibe noch ein bisschen besser machte als die restlichen. Natürlich, auch die anderen Veröffentlichungen (mit Collins) sind für Jazz-Liebhaber, die ein Ohr für Grenzüberschreitungen haben, sehr zu empfehlen - und zwar ohne Abstriche. Dass Phil Collins gut trommeln kann, weiß man ja schon seit Genesis. Ich denke aber, das Herz von Brand X liegt bei der Band als ganzes und am Ende vielleicht doch bei John Goodall und Robin Lumley. Aber das mag letztlich nicht wichtig sein. Wichtig ist, dass diese Truppe wahrscheinlich den interessantesten Pfad gefunden hat, Rock und Jazz, lyrische Töne und harten Drive, miteinander zu verbinden. Hier gelingt es noch eine Spur besser als bei den anderen Versuchen. Aber auch die sind gut, sogar sehr gut. Kurzum: Gute Band, gute Scheibe, gute Wertung. Fünf Finger hoch.


Tap:John Zorn's Book of Angels Vol.20
Tap:John Zorn's Book of Angels Vol.20
Preis: EUR 16,99

12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Inhalt zählt, 28. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Okay, diese Pappschuber können problematisch sein. Man muss etwas fummeln, um an die Scheibe zu kommen. Sie dabei vielleicht mit Fingerfett beschmuddeln. Aber anderderseits - viele meiner Jewel-Cases sind gebrochen, weil das Plastik viel zu spröde ist und bei mechanischen Stoßbelastungen schneller tonnenreif ist als die Hände bein einem Piano-Solo von Chilly Gonzales. Deswegen finde ich diese Papplösung ganz gut. Man denke bitte auch an die Umwelt-Gefahr von Mikroplastik in den Meeren. Pappe ist da bestimmt nicht von Pappe - sondern nachhaltig.
Aber eigentlich soll es ja um die Musik gehen. Ich habe die CD jetzt erst drei mal gehört. Kann also nur den ersten Eindruck wiedergeben. Aber der ist so berührend, dass ich schon mal jetzt fünf Punkte verteile. Ich muss gestehen, dass ich bislang von John Zorns Musik Abstand genommen habe. Die Beschreibungen in der Fachpresse ließen modernistisches, kopflastiges Getröte und Geschrammel vermuten. Tatsächlich gibt es auch bei der Interpretation durch Pat solche eher verstörenden Passagen. Aber das kennt man ja auch von seinen eigenen Sachen. Aber man kann gewiss sein: Pat kriegt immer wieder die Kurve. Und genau deswegen ist er mein Hero. Wie kaum ein anderer kann er zwischen Wohlklang und Aggressivität changieren. Es ist deswegen niemals konstruierte Kopfmusik. Sie kommt aus dem Herzen. Es ist das Herz eines Könners. So auch hier. Und nebenbei: dass auch hier Antonio Sanchez an den Drums mitmischt bereichert das Ganze. Ach was, ich mag das Zeug, was er so macht, dieser verrückte Genius namens Pat.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2013 1:41 PM MEST


Nights on Earth
Nights on Earth
Preis: EUR 19,06

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz und Streicher-Sauce? Never! Never?..., 15. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Nights on Earth (Audio CD)
Auf Vince Mendoza bin ich eher zufällig gestoßen. Ich fand eine Passage auf der CD von Silje Nergaard (a 1000 true stories) wunderbar lyrisch. Das hat man eben nicht zu oft, wenn ein Arrangement für Gänsehaut sorgt. Ich wusste zu der Zeit nicht ob es an Silje liegt oder an Mendoza. Mittlerweile habe ich mitbekommen, dass Vince Mendoza ein recht begehrter Arrangeur auch in Jazz-Kreisen (die bekanntlich einen riesigen Radius haben, zum Glück) ist.
Nights On Earth habe ich - wiederum zufällig - auf dem Grabbeltisch eines Second-Hand-Dealers gefunden. Der Titel - erinnert an einen tollen Film von Jim Jarmusch - lockte mich, mehr noch die erstklassige Besetzungsliste (etwa John Scofield, John Abercrombie, John McBride... quatsch... Christian McBride, Peter Erskine...).
Natürlich besteht auch hier die Gefahr, dass durch den Einsatz von Streichern die Akzentuierung (das irgendwie immer Individualisierte) beim Jazz flöten und in Soundsauce untergeht. Aber nein. Ich mag diese CD sehr gern. Sie hat gewiss eine gewisse Schwermut. Aber dagegen habe ich nichts. Es gibt auch hier wieder wunderbar lyrische Passagen, die von den Streichern nicht gerade getragen werden, sondern unterstrichen (!). Im Vordergrund bleibt stets der Musiker am Klavier, an der Gittare oder der Percussion, auch dem Bandoneon.
Außerdem ist das Metropole Orkester aus Holland sowieso eine Klasse für sich. Die haben schon mal mit Pat Metheny eine Super-Show abgeliefert.
Ich mag diese Musik. Ruhig ist sie. Irgendwie bedeutsam. Gekonnt. Von Herzen. Schön.


Live/Remix
Live/Remix
Preis: EUR 17,98

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ach wie schade, 31. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live/Remix (Audio CD)
So'n Mist! Ich bin enttäuscht. Zuletzt noch fand ich die Musik vom Portico Quartett ganz toll. Eine Mischung aus Modernität und Romantik - kurz gesagt. Electronic Jazz, wie ein frischer Salat ohne Mayonnaise. Irgendwie neu und vor allem: Mit einer jugendlichen Lust sich an Genre-Grenzen nicht orientieren zu müssen, sie einfach zu ignorieren.
Das neue Album aber ist nichts weiter als ein Aufguss des vorherigen. Die Live-Aufnahmen von CD1 bringen nichts Neues und die Remixes auf CD2 nerven. Letztere haben viel von einer Ping-Pong-Rhythm-Machine. Tausend mal anderswo gehört. Allzu synthetisch.
Schade, echt schade.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 1, 2013 11:21 PM MEST


Floating
Floating
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 5,69

5.0 von 5 Sternen "Floating" trifft's, 6. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Floating (Audio CD)
Entspannende Musik. Romantisch teilweise. Warm, weich, eingängig. Sicher auch etwas vom berüchtigten "Fahrstuhlmusik-Charakter". Aber es fließt so dahin - ohne pompösen Kitsch.


Cafeclub Supercreme Megabeutel Kaffeepads Dark 100 Stück
Cafeclub Supercreme Megabeutel Kaffeepads Dark 100 Stück
Wird angeboten von wark-24
Preis: EUR 14,48

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verpackungsmüll mit Sinn, 11. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
I.
Jedes Pad in eigener Folie - luftdicht und lichtundurchlässig. Da bekommt man als Möchte-Gern-Öko schon ein schlechtes Gewissen. Doch halte mal Deine Nase an ein gerade eben ausgepacktes Pad. Es riecht betörend nach frisch gemahlenem Kaffee. Und nur darum geht es ja. Das Aroma bleibt dank dieser Verschwendung an Plastik-Müll erhalten. Und ein kleiner Trost mag sein, dass Nespresso(tm)-Kapseln deutlich mehr an Müll produzieren als diese Cafeclub-Pads. Der mengenmäßig deutlich größere Abfall dieser Pads landen zudem problemlos im Bio-Abfall.

II.
Die dark-Variante der Cafeclub-Pads bevorzuge ich gegenüber der regular-Sorte. Letztere scheint etwas flacher, vielleicht auch säurehaltiger (?). Falls man lieber Cappuccino trinkt als den bloß Schwarzen, mag der Unterschied aber gering ausfallen. Ich habe mir indes angewöhnt, Kaffee nur noch schwarz und nackt zu trinken.

III.
Ob es wirklich 100 Pads sind... manche Rezensenten haben sich wohl die Mühe gemacht, sie zu zählen. Offenbar sind es tendenziell immer weniger. als die versprochenen 100. Das mag System haben, vielleicht ist es auch nur Beschiss. Letztlich aber juckt es mich nicht wirklich.

IV. Eine Tasse kostet 10 Cent. Das ist doch okay. Auch wenn es 11 Cent wären.

V. Die Lieferung durch KUWIQ (Marketplace) klappt in der Regel superschnell und ohne Probleme


Waves
Waves
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eingängig - im Rypdal-Kosmos, 16. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Waves (Audio CD)
Ich mochte die Musik von Terje Rypdal nie so besonders gern. Gewiss, sie ist solche hohen Niveaus und verdient jeden Respekt, zumal sie großen Wiedererkennungswert und damit Individualität hat. Mir ganz persönlich aber ist sie eine Spur zu kalt. Geschmackssache also.

Aber: "Waves" ist ein Album, welches ich liebe. Es liegt gewiss auch an der Trompete Palle Mikkelborgs, der dem ganzen eine gewaltigen Hauch an Wärme verleiht... was ja schon einen Widerspruch in sich tragen mag, weil die Trompete generell eher scharfe Muster bläst, schneidend wie der Nordwind. Doch hier trägt sie sehr zum Wohlfühlen bei. Komisch. Ich weiß nicht, weshalb.

Zwei Stücke dieser Scheibe sind Wahnsinn. Das eine - na klar - ist "Per Ulv". Es ist aus meiner Sicht eines der besten Fusion-Stücke, die es gibt. Das Intro mit (damals recht neuer) Rhythmus-Maschine hat auch heute noch absolutes Feuer. Die folgende Kombination von elektrischer Gitarre und Trompete - überhaupt eine stimmige Paarung - ist wunderbar melodisch. Der Bass dazu gibt dem Ganzen eine erdige Verwurzelung und das Schlagzeug von Jon Christensen neigt manchmal zum Rockigen. Es ist ein Stück, das Spaß macht, sogar zum Tanzen einlädt - nicht unbedingt typisch für Terje Rypdal.

Das Zweite Highlight ist "The Dain Curse". Hier hat der Bass das sagen. Es ist finster... und doch geht am Ende die Sonne auf, dank Palle Mikkelborgs Getröte. Das Arrangement schraubt sich förmlich nach oben.

Ich mag es. Auch wenn die Tristesse unweit des nördlichen Wendekreises mit langen Nächten überwiegt. Aber das scheint ja auch ein wenig ECM-typisch zu sein.


Verve Today 2012
Verve Today 2012

27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bi-ba-bunt bellt der Hund...., 15. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verve Today 2012 (Audio CD)
...welch Gejazze miaut die Katze,
nicht schlecht klopft der Specht,
astrein quiekt das Schwein,
du-bi-du muht die Kuh...

und so weiter. Aber im Ernst, diese jährlichen Appetithappen unter dem Jazz(!?)-Label Verve für weniger als ne Schachtel Zigaretten, oder ne Pulle besseren Wein oder Curry-Wurst-Pommes sind immer wieder empfehlenswert. Nicht weil die Musik rundherum gefällt. Es ist für jeden etwas dabei, aber auch das eine oder andere Missfallende. Darum geht es nicht. Es geht um die Vielfalt. Sie bringt einem auf jeden Fall ein weites Spektrum dessen näher, was so unter die Kategorie "Jazz" fällt oder fallen könnte. Das finde ich lobenswert. Und in Zeiten des Einheitsbreis der allermeisten Radiosender ist es absolut wichtig um nicht ganz den Kontakt zu verlieren zu den musikalischen Möglichkeiten. Sehr gut. Give them five? Here they are. Roger.


Petra Electric KM 34.07 Kaffee-Pad-Automat
Petra Electric KM 34.07 Kaffee-Pad-Automat
Wird angeboten von Computer & Grafik Team
Preis: EUR 79,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie schön, dass es am Morgen auch einfach geht, guten Kaffee zu bereiten, 4. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Prolog:
Bestimmt stehen viele Kaffeetrinker vor der gleichen Frage wie ich: Klassischer Siebträger oder Nespresso oder Kaffeepad? Ich hab mich letztlich für das Kaffeepad entschieden.

Warum?

Nespresso schmeckt sehr gut, wirklich sehr gut. Aber eben auch immer gleich ' und ist dazu recht teuer. Dafür sehen die Maschinchen aber auch ziemlich cool aus. Das häufig vorgebrachte Müll-Argument gegen dieses Produkt (Kapseln in den Restmüll) finde ich nicht überzeugend. Im Vergleich zum sonstigen Abfall, den wir so produzieren, nehmen sich die Kapseln doch recht bescheidenen Platz im Mülleimer. Außerdem könnte man mit einem geeigneten Werkzeug das ausgelutschte Kaffeepulver herausfummeln und vom Wertstoff Alu trennen. Etwas doof ist die noch vorhandene Bindung an Nestlé. Das einzig mir bekannte Alterativprodukt ist eines von REWE. Das aber schmeckt ziemlich mau, genaugenommen ungenießbar.

Die klassische Siebträgervariante ist sicherlich für den experimentierfreudigen Kaffee-Gourmet die beste, sozusagen alternativlose Variante. Mich stört daran allerdings banaler Weise die ewige Sauerei mit dem Kaffee-Pulver beim Befüllen und beim Entleeren des Siebs. Außerdem ist das Ergebnis manchmal enttäuschend. Es braucht schon Fingerspitzengefühl für den rechten Anpressdruck. Nicht zu vergessen sind hygienische Bedenken; Kaffeereste scheinen ein prima Substrat für schleimige Bakterienkolonien zu sein. Und noch etwas: Gute Maschinen sind teuer! Die preiswerteren Modelle haben oft ein Problem mit den hohen Pumpendrücken. Manchmal dringt das Wasser durch das Gehäuse! Jüngst geschehen ' und das gleich bei zwei Fabrikaten.

Kaffeepads haben für mich immer einen geradezu trivialen Charakter. Sie haben den gleichen Charme wie Tütensuppen. Ich will das Thema Kaffee nicht aus den Augen verlieren, möchte aber nebenbei bemerken, dass 'Maggi Tomatensuppe Gärtnerinnen Art' für den kochfaulen After-Work-Hunger nicht die schlechteste Lösung ist. Aber zurück zu diesen Pads. Ich hatte schon mal eine Senseo. Ich habe sie eigentlich nie gemocht. Weder das Design, noch den Kaffee. Er war meist nicht heiß genug (wobei ich nicht genau weiß, ob heißer Kaffee ein Qualitätsmerkmal ist ' die optimale Extraktion der sensiblen Aromen ist ja nicht korrelierend mit möglichst großer Hitze' wenn ich das recht erinnere).
Vor einiger Zeit hatte ich dann aber das wahrhaftige Vergnügen einen Pad-Kaffee aus einer Petra-Maschine angeboten zu bekommen. Das Modell erinnere ich nicht mehr ' es war ein Produkt mit anschließbarem Milchschaumbereiter. Da war ich ziemlich überrascht. Es gab Crema, es gab Duft, es gab eine ausreichend hohe Temperatur ' und das in einem Tempo! Pad rein, andrücken, Knopf drücken, brumm-brumm, fertig!
Da ich ' etwas Siebträger-geschädigt, siehe oben ' eine neue Kaffeemaschine brauchte, habe ich mich bei der Suche nach einem Ersatz angesichts dieses Erlebnisses auf Petra beschränkt' und mich letztlich für die KM34 entschieden'.

Ergebnis:

Vorweg das Wichtigste: Noch habe ich das optimale Pad nicht gefunden. Mit Moreno von ALDI Nord habe ich zuletzt meinen Siebträger betrieben. Das war mehr als okay ' sogar ziemlich gut. Allerdings ist dessen aus seitlicher Sicht symmetrische Form offenbar nicht gut für diese Maschine. Es blieb etwas fade. Die ersten Versuche mit 'Dallmeyer Crema d'Oro' scheinen vielversprechender zu sein. Möglicherweise liegt es an der Form der Pads. Sie sind oben flach und unten oval. Am Kaffee selbst kann es nicht liegen, der nämlich schmeckte als zusammengepresstes ALDI-Moreno-Pad im Siebträger sehr gut.
Aber jetzt zur KM 34.

Design:
Manchmal spricht man von Klavierlack, wenn es schwarz ist und einen etwas morbid-edel wirkenden Glanz hat. Man hat hier wohl etwas ähnliches angedacht. Es funktioniert aber nicht wirklich. Es ist halt Plastik, rundherum Kunststoff. Trotzdem ist es ein insgesamt schöner Anblick. Geschmacksache sicher. Die Bedienelemente konzentrieren sich auf der Oberseite. Es ist überschaubar und reduziert, was ich persönlich gut finde. Doch, doch- sie sieht gut aus. Sie sieht aus wie eine Espressomaschine. Und die Funktion bestimmt die Form. Wassertank, Kopf, Auslauf.
Der Wassertank ist halbtransparent, opalisierend. Man kann den Füllstand des Wassers gerade noch erkennen. Aber ästhetisch würde ein transparenterer Wassertank sich nicht gut machen.

Funktion:
Hervorzuheben ist zum einen die kurze Vorbrühzeit. Es soll ja gut sein, den Kaffee kurz mit wenig heißem Wasser zu konditionieren. Das gilt für Filter-Kaffee als auch für die Espresso-Methode. Das macht die KM 34 von sich allein. Das Pad wird für Sekunden mit etwas Wasser vorgewärmt, um dann anschließend tassenfüllend ausgesaugt zu werden.
Das benötigte Endvolumen lässt sich relativ einfach variieren. Die werksseitig eingestellte Menge erschien mir zu viel.
Etwas schade ist, dass sich der Anpressdruck nicht wirklich verändern lässt. Den großen Drehknopf muss man schon in die Endposition bringen. Flache Pads - etwa jene von Moreno - werden da etwas benachteiligt?
Die Lautstärke ist okay.

Zubehör:
Es gibt ein Zubehör für eigenes Kaffeepulver. Das habe ich noch nicht ausprobiert, aber werde es noch tun. Die Möglichkeit für Individualität aber finde ich schon mal sehr begrüßenswert.

Alles in allem:
Ich habe den Eindruck, dass bei der Entwicklung dieser Maschine ein Schöngeist (für die Form) und ein Kaffee-Kenner (für die Funktion) zusammengehockt haben. Die Vorgabe durch den Chef (kostengünstige Materialien) haben sie ziemlich optimal für alle Beteiligten erfüllt.
Ich gab mal fünf Sterne - allein schon, weil ich mich morgen früh schon wieder auf den schnellen Wachmacher freue.


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