Profil für Jochen A. > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Jochen A.
Top-Rezensenten Rang: 60.305
Hilfreiche Bewertungen: 329

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Jochen A. "Jb2K" (Castle Rock)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5
pixel
Resident Evil: Afterlife [Blu-ray]
Resident Evil: Afterlife [Blu-ray]
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 9,99

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Effekthascherei auf hohem Niveau, 9. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Resident Evil: Afterlife [Blu-ray] (Blu-ray)
JA, ich bin ein Fan der Spiele und JA mir ist durchaus bewusst dass die Filme von Anfang an viel zu weit weg davon waren als dass es eine wirkliche "Game-Adaption" genannt werden dürfte. Trotzdem machen die Filme Spass, es ist wie eine eigene, frei erfundene Geschichte mit Monstern und Namen aus den RE-Spielen. Und mal ehrlich, wer auch beim vierten Teil noch rummeckert dass a) Mila Jovovich keine gute Schauspielerin ist und b) die Filme zu wenig mit den Spielen zutun haben...der hat den Zug verpasst und sollte vielleicht einfach einen Bogen um die Verfilmungen machen.

Ich hab mich voll auf ein Effekte-Feuerwerk ohne grossartige Story eingestellt und genau das habe ich bekommen. Der Film sieht absolut fantastisch aus, es ist optisch gesehen wie ein "300 (Einzel-DVD) der Zombiefilme". Die Ultra-Zeitlupe kommt so häufig und stellenweise so unnötig zum Einsatz, dass ich oftmals laut loslachen musste, dabei aber immer einen Daumen oben hatte.
Man kann dem Film seinen ganz eigenen Trashfaktor unmöglich absprechen aber das wirkte auf mich nicht negativ, sondern hat den Film noch unterhaltsamer gemacht. Ich bin mir auch nicht zu 100% sicher ob der Film sich selbst hierbei ernst nimmt oder ob ein zwinkerndes Auge dafür verantwortlich ist, dass man Alice auch dann in Zeitlupe zeigt, wenn sie sich einfach nur umdreht.

Es ist ein neues Setting, es gibt haufenweise Action, tolle (wenn auch viel zu häufige) Special Effects, anständig Gore und die Darsteller sind ebenfalls was für's Auge. Dazu kommen dann noch alte Bekannte aus den Spielen wie die Zombie-Dobermänner (waren schon in RE 1), der Riesenmutant mit dem Hammer (aus RE 5 und wirklich ganz hervorragend getroffen) und die Zombies glänzen dieses Mal mit aufreissenden Körpern aus denen Tentakel wachsen (der La Plaga-Virus aus RE 4).

Also ist doch alles da was das Herz eines RE-Zockers begehrt! Die Filme versuchen nicht einmal mehr, sich an die Storyline der Spiele zu halten aber ganz ehrlich, das wäre doch auch langweilig. Stattdessen haben sie sich eben die spektakulärsten Freaks rausgepickt und lassen diese auf die Hauptdarsteller los. Toll anzusehen und irgendwie sympathisch.

Mein einziger Kritikpunkt an AFTERLIFE ist die Wahl von Wentworth Miller (den ich als Fan von Blade Trinity immer als "der langweilige Bruder aus PRISON BREAK" bezeichne) in der Rolle des Chris Redfield. Mal im Ernst, der Kerl mag viele Frauenherzen höher schlagen lassen und als "Schnittchen" durchgehen aber gegen den wirklichen Chris (vor allem in Teil 5 der Spiele) stinkt er absolut ab (und hierbei meine ich nicht nur das Fehlen von Oberarmen im Umfang von Baumstämmen).

War aber nur ein klitzekleiner Dämpfer denn die weiblichen Leckerbissen wiegen das locker auf. Mag ja sein dass Mila eine bescheidene Darstellerin ist aber sie ist "so f***ing hot" und für die Rolle der Alice braucht man nun wirklich kein grossartiges Talent.

Also, wer das Gehirn ausschalten kann und Lust hat auf sensationelle Bilder, knallige Action und scharfe Bräute mit Waffen, der sollte AFTERLIFE gesehen haben denn visuell ist er wirklich EPIC!
Wer Effekthascherei durch Ultrazeitlupe, Mila Jovovich und eine Handlung fernab vom Spiel nicht mag, der sollte wie bereits bei ALLEN VORHERIGEN TEILEN die Finger weglassen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 9, 2011 3:31 PM CET


A Nightmare on Elm Street
A Nightmare on Elm Street
DVD ~ Jackie Earle Haley
Preis: EUR 6,99

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verschenktes Potential, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: A Nightmare on Elm Street (DVD)
Ich habe über 1 Jahr lang die Entstehung dieses Filmes verfolgt und mich riesig drauf gefreut, da ich ein Freddy-Fan der ersten Stunde bin. Ich habe alle bisherigen Filme mit Robert Englund geliebt, habe aber die Tatsache akzeptiert, dass die meißten Fans vor allem das unheimliche und düstere Original von Wes Craven bevorzugten. Das heißt, die grosse Legende Freddy Krueger hatte aufgrund des sinkenden Interesses nur 3 Optionen:
1. FREDDY'S DEAD
2. FREDDY GOES STRAIGHT TO DVD
3. FREDDY REMAKE

Letztere Möglichkeit sagte mir am meißten zu, vor allem nachdem ich das Script gelesen hatte und dort die allseits bekannte Geschichte von einem völlig neuen Standpunkt aus betrachtet wurde. Nach etlichen Gerüchten, dem Lesen des ersten Scripts (früher Entwurf), Trailern, Teasern und ersten Bildern war es dann endlich so weit.

Puuh.... ich fang mal ganz von vorne an. In den ersten 20 Minuten des Filmes, hatte ich immer wieder den ersten Satz einer Rezension im Kopf, die ich zuvor gelesen hatte..."Incoherent piece of sh*t" und ich dachte mir "Verdammt, er hat recht". Der Film nimmt sich keinerlei Zeit, die Charaktere vorzustellen. Es wird keinerlei Spannung aufgebaut und man bekommt nicht mal den Hauch einer Chance, mit den Charakteren warm zu werden.
Die Teenager leiden bereits unter Schlaflosigkeit, Freddy ist schon da und fängt direkt an zu meucheln.
Erst in der zweiten Hälfte des Filmes wird tatsächlich eine Geschichte erzählt und man kann sich eben auf die beiden Hauptpersonen konzentrieren.
Trotzdem hat der Film das Riesenproblem, dass er bis zum Ende hin einfach nicht "spannend" ist, sondern lediglich auf Jump-Scares setzt (was ehrlich gesagt die billigste Art und Weise ist, das Publikum zu einer Reaktion zu bekommen).

Dennoch muss ich sagen, dass mich der Film unterhalten hat, aber das liegt vielleicht auch schlicht und einfach daran, dass ich eben ein "Freddy-Fan" bin. Komischerweise habe ich mir mehrfach gedacht, dass der Film wirklich super wäre, wenn es ein "fanmade"-Movie wäre. Im Grunde genommen ist er das ja auch, denn der Erschöpfer von Freddy (Craven) hatte ja nichts damit zutun, also war es eine Neuauslegung einer fremden Erfindung.

Ich gehe jetzt mal auf ein paar Punkte ein, die oft als Kritik genannt wurden und einige, die mir persönlich wichtig erscheinen:

FREDDY
Wie bereits von vielen gesagt wurde, bin auch ich der Meinung dass Jackie Earle Haley seinen Job super macht. Der neue Freddy ist bösartig, pervers und extrem sadistisch und das kommt authentisch rüber. Selbst sein neues Aussehen hat mir persönlich sehr gut gefallen. Grade wenn er im Schatten steht, hat mich der neue Look echt positiv überrascht.
Was ich schade fand ist, dass sie ihn zu schnell im Hellen zeigen. Nicht nur weil es ein wenig das Mysteriöse nimmt, sondern vor allem weil er im Hellen nicht mal halb so unheimlich wirkt wie im Dunkeln. Macht aber dennoch irgendwie Sinn, denn er will ja dass die Opfer ihn "erkennen".
Was absolut negativ ist, sind die One-Liner. Ich meine, sie hatten ja das Ziel, Freddy wieder böse darzustellen und nicht als Sprücheklopfer. Trotzdem fällt das Remake im Laufe des Filmes wieder genau dahin zurück. Sätze wie "Wir sollten mal zusammen abhängen" oder "Wie ist das für einen feuchten Traum?" (1 zu 1 übernommen aus Teil 4, wenn Freddy Joey ins Wasserbett zieht) passen nicht zu dieser neuen Darstellung.
Ein weiterer Negativpunkt ist Freddy's Stimme. Hier kommt das, was ich den "Christian Bale-Effekt" nenne. Nach dem ersten Trailer wurde so viel gemeckert über Haley's Stimme, dass er es neu überarbeitet hat. Das Ergebnis ist Rohrschach und es wirkt an vielen Stellen viel zu übertrieben und aufgesetzt (auch im O-Ton).

TEENS
Dass hier viele was an den schauspielerischen Talenten der Darsteller auszusetzen hatten, ist für mich ehrlich gesagt nicht nachvollziehbar denn ich fand alle Darbietungen wirklich stimmig. Vor allem Clancy, Haley, Gallner und Rooney spielen wirklich gut. Hier hat meiner Meinung nach eine grottenschlechte Synchro ihr übriges getan. Bei vielen Sätzen habe ich es geistig ins Englisch zurückübersetzt, um mich nicht übergeben zu müssen. Manchmal sind das schon Kleinigkeiten, wie dass der Kerl im Diner ganz am Anfang, ein saftiges "Schlampe!" von sich gibt als die Bedienung einfach weggeht (die Amerikaner sagen das Wort "Bitch" auch zu einer Fernbedienung, die nicht funktioniert und damit wird dieses Wort weitaus weniger aggressiv).
Man kann den Darstellern nicht vorwerfen, dass Dialoge an manchen Stellen unfreiwillig komisch sind, gespielt haben sie alle anständig.

SCORE
Hier merkt man tatsächlich, wofür man sich einen ordentlichen Komponisten holt für einen Horrorfilm. Der Soundtrack des Originals von Bernstein ist auch heute noch ein Meisterwerk und sorgte nicht zuletzt dafür, dass die low budget-Produktion von Wes Craven auch heute noch ein Meilenstein ist.
Hiervon wurde im Remake leider viel zu wenig genommen und wir bekommen stattdessen eine 08/15 Untermalung, die man direkt wieder vergisst. Zugegeben, es war immer noch das beste was man von Jablonsky bisher hören konnte (hat auch die Scores für vorherige Remakes gemacht), trotzdem hätten sie es sich auch fast sparen können.

TRÄUME
Ok, hier war tatsächlich der einzige Punkt, an dem ich überhaupt sowas wie einen "Regisseur" bemerkt habe, denn die Settings in den Träumen waren wirklich stimmig und man merkt, dass Sam Bayer zumindestens visuell was auf dem Kasten hat.
Über "Freddy kommt durch die Wand" möchte ich nicht mehr sprechen, das war richtiger Schund aber davon abgesehen gab es visuell schöne Ideen.
Der Schnee in Nancy's Zimmer, das langsame Fallen ins Blut (Teppich auf die zähe Flüssigkeit gelegt so dass die ersten Schritte noch klappen, man dann aber wegsackt) oder auch im Gefängnis die plötzliche Wand hinter Dean, obwohl er da grade hergekommen ist.... alles nichts wirklich neues, aber super umgesetzt. Hat mir gefallen.

NEUER MYTHOS
Ganz ehrlich, mir gefällt die Idee nachwievor, Freddy mal aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Idee der Schuldfrage ist sehr interessant, wurde hier jedoch ziemlich emotionslos dargestellt, was echt schade ist. Viele der Darsteller haben es echt drauf und hätten ihr Talent beweisen können in emotionalen Szenen, aber diese bleiben leider aus. Hier hätte ich mir seelische Zusammenbrüche gewünscht, die bei einem Trauma denkbar sind. Das hätte mir vielleicht auch die Charaktere etwas näher gebracht aber... Fehlanzeige

LANGEWEILE
Wurde von einigen genannt und diesen Kritikpunkt kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil, ich habe mir an vielen Stellen gewünscht, dass der Film sich viel mehr Zeit nimmt. Mehr Zeit, die Charaktere vorzustellen, mehr Zeit Spannung aufzubauen.
Aber nein, das Remake rennt gradezu von einem Alptraum in den nächsten. Eine Person schläft ein, erschreckt vor Freddy und wacht wieder auf. Alleine schon die Neuauflage des "Leichensacks" ist hier bezeichnend wenn man es mit dem Original vergleicht. Bei Wes Craven hört Nancy während dem Unterricht Tina's Stimme. Sie geht raus auf den Gang und erblickt den Leichensack, der von einer unsichtbaren Hand weggezogen wird. Sie geht weiter, beginnt hinterherzulaufen und hat die kurze und subtile (!!!) Begegnung mit einer Mitschülerin ("Wo ist dein Ausweis?"), die plötzlich die Krallenhand trägt. Nancy geht weiter und betritt den Keller, der sich dann als Freddy's Heizkeller herausstellt. Dort sieht sie Tina dann wieder, sie flüstert ihren Namen, ein Wurm kriecht aus ihrem Mund (Unheimlich aber kein SCHOCK-Moment). Dann kommt Freddy und jagt Nancy.
Im Remake hingegen sieht man den Leichensack, Nancy schaut den Gang entlang, man sieht den Bodybag wieder mit viel Blut und Geschrei und Nancy geht weiter. Ende! :-/ Es war nicht spannend, es war nicht subtil, sondern einfach nur hingerotzt und unnötig.

HOMAGE ANS ORIGINAL
Die 1 zu 1-Szenen haben mich nicht wirklich gestört, auch wenn sie im neuen Kontext weitaus weniger Sinn ergeben als im Original. Dennoch hätten sich die Macher hier einfach mehr trauen müssen. Eine gewisse Respektlosigkeit gegenüber des Originals ist bei einer Neuauflage nötig und hier leider nicht vorhanden.
Man hätte die Szenen genausogut weglassen können, denn sie kommen nicht mal halb so gut wie im Original. Da sie aber alle relativ kurz ausfallen, kann ich damit leben.

--------------------------------------------------------------------------------------------------

Ok, wieso vergebe ich also trotzdem eine bessere Bewertung als meine Vorredner? Ganz einfach, ich komme jetzt mal zum wichtigsten Punkt:

SCRIPT
Ok, ich erkläre euch mal was hier vermutlich gelaufen ist. Platinum Dunes haben "absichtlich" das Script ins Internet sickern lassen, um Kritik zu bekommen. Mir hat der erste Entwurf wirklich super gefallen und war um Längen besser als das, was wir nun im Film zu sehen bekamen. Sie haben aufgrund des Feedbacks viele Szenen geändert oder komplett umgeschrieben, die in meinen Augen wirklich gut waren. Manch gute Idee wird nun im Film zwar immer noch angedeutet, wirkt aber jetzt nur noch unausgegoren und nicht zu Ende gedacht. Schlimemr noch, sie haben in ihrer Änderungs-Wut sogar eine der besten Szenen komplett rausgekürzt (Hide and Seek).

Nennt mich ruhig "vorbelastet" aber genau deshalb hat mir der Film vielleicht besser gefallen als vielen anderen. Bei einigen Szenen hatte ich im Hinterkopf die weitaus detaillierteren Erklärungen aus dem Script und konnte deshalb weiter denken, als uns der Film alleine eine Chance lässt.
Im Script wird mehr auf den Prozess der psychiatrischen Betreuung Wert gelegt und das macht Sinn! Im Film hingegen kommt der Psychiater garnicht vor.
Im Script wird der Kinder-Reim zum allerersten Mal erklärt und das wirklich stimmig und innovativ. Im Film hingegen kann man es nur ahnen, wenn man sieht wie Freddy mit den Kindern der Grundschule Fangen spielt und sie dabei den Song singen.
Im Script hat man sich die Zeit genommen, die Charaktere kurz aber knackig vorzustellen, so dass man vor dem ersten Blut schon weiß, wie sie ticken. Im Film hingegen wird man einfach reingeworfen und die Teens sind einem egal.

FAZIT:
Meine Erwartungen waren bei den extrem negativen Reviews bereits runtergeschraubt und deshalb konnte ich nicht mehr wirklich enttäuscht werden. Es hat mir stellenweise Spass gemacht, einen neuen Freddy zu sehen und die interessanten Ideen aus dem Script zumindestens "stellenweise" auf der Leinwand zu sehen.
Das Remake bewegt sich eigentlich unterhalb der 2 Sterne, weil man den Film extrem schnell wieder vergessen kann. Meine Wertung ist nur deshalb höher, weil ich manche Sachen aus dem Script kannte und deshalb nicht so ausführlich gezeigt bekommen musste und weil ich eben ein Freddy-Groupie bin und mich freue, den Schlitzer wieder in Action zu erleben.

Fakt bleibt, dass niemand aber auch wirklich niemand diesen Film braucht oder sehen sollte. Man kann ihn sich getrost ersparen.
Ist Freddy zurück? Möglicherweise. Bewahrt das die Figur vor dem letzten Gang "straigth to DVD"? Leider nein, denn wenn es so weitergehen sollte wird genau das passieren.
Eine Fortsetzung würde ich mir anschauen aber nur wenn der Film diesmal nicht von Buchhaltern gedreht wird und man den Regisseur seine Arbeit machen lässt. Hier wurden sämtliche Entscheidungen von den Produzenten getroffen und das merkt man dem Film in jeder Sekunde an.

Kein Titel verfügbar

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen F*ck dich, Chelios!, 4. September 2009
CRANK 2: HIGH VOLTAGE verfolgt nur ein Ziel und das ist, seinen Vorgänger zu toppen. Mehr Action, mehr Blut, mehr Gags, mehr Adrenalin, mehr Fluchen, mehr Sex, weniger Atempausen für die Zuschauer.
Dieses Ziel schafft er auch locker aus dem Handgelenk, wirkt aber genau deshalb leider letztendlich ein wenig zu überladen. Durch seine schnellen Schnitte und unfassbar vielen Action-Szenen, kann der Zuschauer das Gesehene kaum noch verarbeiten. Am Ende des Filmes ist es dann so als wäre man Zeuge eines UFO's gewesen ("Ich habe zwar grade was gesehen, aber was es war weiß ich nicht").
Wer den ersten Teil nicht mochte, wird beim Sequel bereits nach 20 Minuten überfordert sein, weil der Vorgänger nötig ist, um auf die extreme Geschwindigkeit vorzubereiten. Wo Teil 1 allerdings noch zu erfassen war, wünscht man sich hier manchmal die Zeitlupe.

Natürlich bietet CRANK 2 keine grossartige Story, keine ausführliche Charakter-Zeichnung und auch keine Liebesgeschichte im Neben-Plot. Auf diese Dinge wurde verzichtet um das zu erreichen, was der Film sein möchte: Ein reinrassiger Action-Knaller! Statt Dialogen gibt es coole One-Liner, statt Verhandlungen gibt es Schießereien, statt möglichst realistischen Stunts wird maßlos übertrieben und statt einer Romanze gibt es Sex. Das alles passiert fernab von jedem bekannten Schema und bleibt deshalb absolut unvorhersehbar.
Eben weil dieser Film sich bewusst absetzen möchte von den gewohnten Action-Filmen schießt Statham diesmal nur minimal neben sein Ziel. Bei solchen Filmen wie CRANK oder SHOOT EM UP, soll man eigentlich den Kopf ausschalten und den Film geniessen. Dies fällt bei HIGH VOLTAGE jedoch schwer, weil man seine grauen Zellen noch benötigt, um mithalten zu können.
Im Kino gab es diejenigen, die am Anfang noch lachten, dann aber immer stiller wurden weil sie einfach geistige Höchstarbeit leisten mussten um den Faden nicht zu verlieren. Dann gab es noch die Leute, die irgendwann kopfschüttelnd gegangen sind und zuguterletzt noch einige Mädchen, die immer nur dann eine Reaktion zeigten wenn Statham mit nacktem Oberkörper zu sehen war.

HIGH VOLTAGE ist für Fans des ersten Teils, die noch Energie für eine Schippe oben drauf haben. Erwartet absolut nichts realistisches, nichts politisch korrektes, keine Pausen, keine Familien-Unterhaltung und ihr werdet elektrisiert sein.

Crank 2: High Voltage (inkl. Wendecover)
Crank 2: High Voltage (inkl. Wendecover)
DVD ~ Jason Statham
Preis: EUR 10,03

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen F*ck dich, Chelios!, 20. Juli 2009
CRANK 2: HIGH VOLTAGE verfolgt nur ein Ziel und das ist, seinen Vorgänger zu toppen. Mehr Action, mehr Blut, mehr Gags, mehr Adrenalin, mehr Fluchen, mehr Sex, weniger Atempausen für die Zuschauer.
Dieses Ziel schafft er auch locker aus dem Handgelenk, wirkt aber genau deshalb leider letztendlich ein wenig zu überladen. Durch seine schnellen Schnitte und unfassbar vielen Action-Szenen, kann der Zuschauer das Gesehene kaum noch verarbeiten. Am Ende des Filmes ist es dann so als wäre man Zeuge eines UFO's gewesen ("Ich habe zwar grade was gesehen, aber was es war weiß ich nicht").
Wer den ersten Teil nicht mochte, wird beim Sequel bereits nach 20 Minuten überfordert sein, weil der Vorgänger nötig ist, um auf die extreme Geschwindigkeit vorzubereiten. Wo Teil 1 allerdings noch zu erfassen war, wünscht man sich hier manchmal die Zeitlupe.

Natürlich bietet CRANK 2 keine grossartige Story, keine ausführliche Charakter-Zeichnung und auch keine Liebesgeschichte im Neben-Plot. Auf diese Dinge wurde verzichtet um das zu erreichen, was der Film sein möchte: Ein reinrassiger Action-Knaller! Statt Dialogen gibt es coole One-Liner, statt Verhandlungen gibt es Schießereien, statt möglichst realistischen Stunts wird maßlos übertrieben und statt einer Romanze gibt es Sex. Das alles passiert fernab von jedem bekannten Schema und bleibt deshalb absolut unvorhersehbar.
Eben weil dieser Film sich bewusst absetzen möchte von den gewohnten Action-Filmen schießt Statham diesmal nur minimal neben sein Ziel. Bei solchen Filmen wie CRANK oder SHOOT EM UP, soll man eigentlich den Kopf ausschalten und den Film geniessen. Dies fällt bei HIGH VOLTAGE jedoch schwer, weil man seine grauen Zellen noch benötigt, um mithalten zu können.
Im Kino gab es diejenigen, die am Anfang noch lachten, dann aber immer stiller wurden weil sie einfach geistige Höchstarbeit leisten mussten um den Faden nicht zu verlieren. Dann gab es noch die Leute, die irgendwann kopfschüttelnd gegangen sind und zuguterletzt noch einige Mädchen, die immer nur dann eine Reaktion zeigten wenn Statham mit nacktem Oberkörper zu sehen war.

HIGH VOLTAGE ist für Fans des ersten Teils, die noch Energie für eine Schippe oben drauf haben. Erwartet absolut nichts realistisches, nichts politisch korrektes, keine Pausen, keine Familien-Unterhaltung und ihr werdet elektrisiert sein.

Kein Titel verfügbar

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Frankreich schlägt wieder zu, 9. Juli 2009
"Die Franzosen machen Kunst"

Dank Vorreitern wie Gaspar Noè stehen unsere Nachbarn immer im Ruf, "Kunst" zu produzieren. Je polarisierender der Film am Ende ist, desto ausschweifender fällt Lob und Kritik aus. Man muss jedoch unterscheiden zwischen dem Film Noir (IRREVERSIBLE, MENSCHENFEIND, etc.) und reinen Horror-/Splatterfilmen (FRONTIERS, HIGH TENSION, etc.).

Letztere sollen nicht wachrütteln um auf eine Message aufmerksam zu machen, sondern wollen schlicht und einfach unterhalten. INSIDE gehört ebenfalls in diese zuletzt genannten Rubrik. Natürlich kann man aufgrund des allgegenwärtigen "Leben und Tod"-Themas einen tieferen Sinn erkennen, für ausführliche Interpretation im Philosophiekurs bieten die Vertreter des Film Noir jedoch eine längere Beschäftigungszeit.

Wie bereits HIGH TENSION kommt auch Inside mit einer makaberen Mischung aus ruhigen, schönen Bildern und brachialer, roher Gewalt. Wie von den Franzosen mittlerweile gewohnt sorgt dieser Stil für einen beunruhigenden Realismus. Die Schauspieler sind brilliant, sowohl die Protagonistin als auch die unheimliche Fremde. Der Film verzichtet auf grossartige Einleitungen, Erklärungen oder Pathos, sondern bricht direkt ein Tabuthema und schlägt damit dem Zuschauer ins Gesicht. Deshalb und vielleicht auch wegen der geringen Laufzeit (84 Minuten UNCUT), überrollt einen dieser Film förmlich.

INSIDE will schockieren und das schafft er mühelos. Es fliessen Unmengen von Blut und manche Szenen sind so geschnitten, dass man die Gewalt an sich zwar nicht sieht, sehr wohl aber das Endergebnis so dass der Zuschauer trotzdem nicht seiner Phantasie überlassen wird. Das Schockierende an diesem Film ist allerdings nicht die explizite Brutalitäts-Darstellung sondern schlicht und einfach der schonungslose und hasserfüllte Umgang mit einer "schwangeren Frau"!

"Mother is the name for god on the lips and hearts of all children" (THE CROW)

In diesem Film wird mit der werdenden Mutter sicherlich nicht zimperlich umgegangen und mit allen, die sich der wütenden Fremden dabei in den Weg stellen, ebenfalls nicht.

Der Film ist also kurz, unmoralisch und brutal. Was ist daran positiv, wieso die gute Bewertung?

Nun ja, wenn man den Film als das sieht was er ist, nämlich ein Splatterfilm und nicht nur aufgrund des Herstellungslandes auf "Kunst" hofft, funktioniert er wirklich grossartig. Wir bekommen zwar keine bahnbrechende Story aber zumindestens eine innovative. Wenn man sich also mit dem Tabubruch der Gewalt gegen eine Schwangere abfinden kann (und dies ist durchaus nicht selbstverständlich), gibt es Spannung, tolle Schauspieler, gut gemachte (wenn auch übertriebene) Gore-Effekte und ein Aha-Erlebnis oben drauf

Schauspieler: 5 Punkte
Story: 3 Punkte (wegen dem unvorhersehbaren Ende gewinnt die im Grunde flache Story an Tiefe)

Abschliessend muss ich die Zuschauer warnen. Man muss die sogenannten "French Shocking Movies" (Menschenfeind, Irreversible, Baise Moi, etc.) nicht mögen, um INSIDE gut zu finden aber mir hat es geholfen, weil mir zumindestens der Stil des Films und die Absolute Respektlosigkeit gegenüber Moral und Ethik geläufig war. Auch ein schwacher Magen kann diesen Film zur Tortur machen.
Wer jedoch auf Horrorfilme steht und neue Ideen begeistert aufnimmt und noch nicht "brainwashed" von 0/8/15-Schockern ist, den wird dieser kleine, bitterböse Film begeistern.

Freitag, der 13.
Freitag, der 13.
DVD ~ Jared Padalecki
Preis: EUR 9,99

26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jason bekommt ein Update, 6. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Freitag, der 13. (DVD)
Vorab: Ich habe alle Filme der FRIDAY THE 13TH-Serie gesehen, würde mich jedoch nicht als Fan bezeichnen. Letztendlich muss man sich an irgendeinem Punkt entscheiden, welche der "Legenden" (Michael, Freddy, Leatherface, Pinhead und Jason) einem am besten gefällt und Jason hat hierbei den untersten Platz belegt.
Mein persönlicher Favorit Freddy sagte "You're slow, you're stupid and you ain't git no style" (FREDDY VS. JASON). Auf die alten Filme traf diese Aussage absolut zu, im Remake wird der Springwood-Slasher jedoch Lügen gestraft.

LEGENDE
Die Story wurde hier verändert, jedoch nicht so gravierend, dass es die Fans stören sollte. Jason ist NICHT im Chrystal Lake ertrunken. Beibehalten wurde jedoch, dass seine Mutter verrückt wurde und aufgrunddessen direkt zu Beginn des Filmes von einem "Fast-Opfer" geköpft wird. Dies muss der kleine Jason mitansehen und bleibt alleine mit Hass- und Rache-Gedanken im Wald zurück, auf den Moment wartend, dass er sich an den Mördern seiner Mutter rächen kann.

JASON
Der stumme Killer hat sich äußerlich kaum verändert, wirkt jedoch in meinen Augen unheimlicher weil sein Schädel nicht mehr wie ein verwelkter Eisbergsalat, sondern menschlicher und deformierter ausssieht. Die wirkliche Veränderung kommt jedoch durch seine Agilität. Jason ist schneller und intelligenter als früher. Er zerstört die Stimmung nicht durch schnelle Sprints und weite Sprünge, sondern bewegt sich einfach zielstrebiger und gezielter. Hierdurch wirkt er weder "slow", noch "stupid".

KILL, KILL, KILL
Es wurde desöfteren kritisiert, dass Jason im Remake sogar "zu klug" sei, weil er Fallen legt und sogar mit einem Bogen umzugehen weiß. Mal im Ernst, der Kerl lebt im Wald. Wieso sollte er seinen Kollegen aus WRONG TURN oder ähnlichen Filmen in irgendetwas nachstehen? Seine Morde sind nachwievor kompromisslos und brutal, außerdem bleibt die Machete sein Favorit.
Und wirklich ausgeklügelte, strategisch durchdachte Pläne hat er absolut nicht, da er diese auch garnicht braucht angesicht des IQ's seiner Opfer.

DUMME TEENS
Ganz ehrlich, wer behauptet früher wäre alles besser gewesen, der irrt sich gewaltig. Die FREITAG DER 13TE-Filme haben sich immer um fröhlich kiffende, saufende und korpulierende Teenager gedreht und hier bleibt das Remake lediglich der Tradition treu. Manche sagen, die Darsteller wären dumm und deshalb nervig, andere fanden sie so dumm, dass sie schon wieder unterhaltsam waren. Ich halte es bei letzterer Meinung, denn Ziel des Filmes ist es ja nicht, mit den Darstellern zu sympathisieren und wenn dann auch nur mit den "Helden" und diese handeln und reden weitaus glaubwürdiger als ihre betrunkenen Freunde.

VORHERSEHBARKEIT
Diese war bei den alten Filmen wirklich unbestreitbar vorhanden. Beim Remake wird das Rad zwar nicht neu erfunden, aber wer Jason's Blutrausch überleben wird und wer nicht, bleibt unvorhersehbar. Da ich schon sehr viele Horrorfilme gesehen habe und grade bei diesem Punkt selten Wunder erlebe, war ich hier angenehm überrascht.

KILLER-CUT
Ich kam in den Genuss des "Killer-Cuts" und dieser bietet hauptsächlich mehr Blut und nackte Tatsachen als die Kinoversion. Die verlängerten Szenen wirken nicht wie nachträglich eingefügte "deleted scenes" und strecken den Film auch nicht unnötig in die Länge. Ein Release für Deutschland ist derzeit wohl nicht geplant, für Gefallen oder Nicht-Gefallen des Filmes sollte jedoch die Kinoversion ausreichen.

EMPFEHLUNG
Ob der Film nun eher für die Fans ist oder für Neueinsteiger ist immer schwer zu beurteilen. Ich hatte Jason eigentlich schon den Rücken zugekehrt und bin erst durch das Remake wieder aufmerksam geworden, weshalb ich denke, dass er für Neulinge ebenfalls gut funktionieren kann. Interesse an der Figut sollte jedoch vorhanden sein, denn wenn man die Tatsache ausblendet, dass JASON VORHEES hier sein Unwesen treibt, bleibt das Remake genau wie seine Vorgänger eben nur ein weiterer Slasher.
Filmisch ist das ganze anständig gemacht und solange es anderen Zuschauern ähnlich wie mir ging, hat der Film seine Daseinsberechtigung. Jason brauchte eine Erneuerung, grade in den heutigen Zeiten, wo selbst Zombies mittlerweile das "Rennen" gelernt haben.

Wertung: 7/10
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 2, 2011 7:00 PM MEST


Ghostbusters: The Video Game - Special Edition inkl. Ghostbusters Blu-ray
Ghostbusters: The Video Game - Special Edition inkl. Ghostbusters Blu-ray
Wird angeboten von media-games-berlin-tegel
Preis: EUR 59,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gozer, der Gozerianer...guten Abend!, 29. Juni 2009
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Natürlich richtet sich auch diese Rezension an die wahren Fans der Filme, zu denen ich ebenfalls zähle denn dieses Spiel ist ausschließlich an uns gerichtet. Wir mussten sehr lange warten bis das Spiel nach vielen Gerüchten doch endlich erschienen ist und das Ergebnis ist...nun ja, leider etwas ernüchternd. Aber betrachten wir das Ganze differenziert

GRAFIK
Ich lasse die Anzahl der Pixel und die Vergleiche zur XBOX-Version mal aussen vor, denn was die Schärfe angeht finde ich das Gebotene vollkommen ausreichend. Trotzdem ist die Grafik generell leider nicht zeitgemäß (High Definition hin oder her). Dies ist auch logisch, da das Spiel ja viele Jahre in der Entwicklung gesteckt hat. Den Ghostbusters-Fans geht es meiner Meinung nach um etwas ganz anderes und deshalb geht dieser Punkt für mich in Ordnung.

STORY
Das Drehbuch wurde von Ramis und Aykroyd geschrieben und das kommt dem Spiel wirklich zugute. Eine neue, komplexe Story bekommen wir hoffentlich beim zweiten Sequel der Filme zu sehen. Worum es im Spiel geht ist eigentlich, den Spieler zurück in die "good old days" zu führen und ihn mit alten Bekannten zusammenzuführen. Ob nun der Marshmallow-Man zurückkehrt oder das Bild von Vigo im Hauptquartier steht, überall und ständig hat man diese sich gut anfühlenden "Aha-Effekte", die wir uns alle so sehr gewünscht haben.
Ein Running-Gag jagt den anderen und man erinnert sich quasi minütlich an die Filme zurück. Das ist wunderbar gemacht und lässt die Herzen höher schlagen. Auch der Humor ist nachwievor der alte, Venkman lässt seinen Charme bei den Damen spielen, Winston möchte am liebsten heim und Stantz und Spengler finden alles faszinierend und sehen's wissenschaftlich (und Jeanine wirkt immer noch nicht motiviert in ihrem Job).
Dieser Punkt war meiner Meinung nach der wichtigste und wird durch die alt-bekannten Synchronstimmen hervorragend unterstützt. Hier bekommt das Spiel von mir die volle Punktezahl, auch wenn es eigentlich eine Wiederaufzählung und Wiederholung der Film-Highlights darstellt.
Mein persönliches Highlight ist hier die Rückkehr in die Bibliothek zur grauen Dame, welche die Jungs im Film sehr alt hat aussehen lassen. Nun kann man es ihr endlich heimzahlen.

SOUND
Auch hier wurde hervorragend gearbeitet und der altbekannte Soundtrack des Films untermalt die Stimmung ganz grossartig.

LEVELS
Man besucht die Settings der Filme und kann diese nun selbst erkunden. Dies macht grossen Spass und trifft eigentlich wieder voll ins Schwarze. Leider kommt hier wiederum die nicht mehr zeitgemäße Grafik ins Spiel, denn die Level wirken einfach zu globig, unstrukturiert und zu leblos. Heutzutage gibt es etliche Titel für die PS3, in denen grade Großstadt-Massenpanik wunderbar dargestellt wurde. In Manhattan rennt man hingegen zwischen globigen Taxis herum und wenn tatsächlich mal Menschen zu sehen sind, dann nur in ganz weiter Ferne.
Hinzu kommt, dass manche Levels eher an die Zeichentrickserie des Franchise angelehnt wirken, als an die Filme. Manche Bilder waren mir einfach zu bunt und zu skurill. Dies setzt dem Spielspass keinen Abbruch, reisst aber kleine Löcher in die Nostalgie.
Hier kommt dann auch mein grösster Kritikpunkt am Spiel: Leider wiederholen sich die Aufgaben und die Gegner zu oft. Irgendwann wird es wirklich ermüdend, ständig die leichen Geister zu schwächen, zu fangen und dann mit der Falle zu konservieren. Auch das ständige Suchen nach dem richtigen Weg, mal mit dem EKG, dann wieder einfach die einzige von 10 Türen finden, die man öffnen kann. Die Gegner wiederholen sich zu oft und dienen scheinbar einfach dem Zweck, die Spieldauer etwas hinauszuzögern. An manchen Stellen war ich der Meinung, aus dem Fenster springen zu müssen wenn ich noch ein einziges Geister-Buch beschießen muss.

GAMEPLAY
Zunächst mal zum Positiven:
Man kommt schnell mit der Steuerung zurecht. Anfangs benötigt man noch etwas Fingerspitzengefühl, gefolgt vom kritischen Blick auf die Tasten aber binnen kürzester Zeit hat man heraus, wie man die Geister mit dem Fangstrahl in die Falle buchsiert.
Nun aber leider zum Negativen:
Man ist bei Ghostbusters leider extrem eingeschränkt. Wenn eine flach auf dem Boden liegende Tür im Weg liegt, muss man diese zuerst mit dem Protonenstrahl bearbeiten, um weitergehen zu können, denn Springen kann unser Protagonist nicht. Man läuft an 10 gleich aussehenden Türen vorbei, mit denen man nichts machen kann, landet dann endlich an der 11. und es erscheint "X für Interagieren", man drückt und muss mit ansehen wie unser Rekrut einen Schluck aus dem Wasserspender nimmt. Das alles ist sehr ärgerlich weil schlicht und einfach unnötig. Es ist ein nettes Feature wenn man im Hauptquartier ein Arcade-Spiel spielen kann, aber wenn man vom Spiel garnichts sieht, sondern sich damit begnügen muss, den Rücken der Figur zu betrachten, ist das einfach Zeitverschwendung. Oder kann mir jemand erklären, wozu es gut ist, dass man auf der Toilette die Klospühlung betätigen kann?
Zuguterletzt spielt man den "Stift" der Truppe. Das ist vollkommen ok, selbst dass man namenlos bleibt macht Sinn, denn immerhin darf man die Präsenz der Geisterjäger geniessen. Dass nun aber die Gegner scheinbar nur hinter mir her sind und zielstrebig mich als Chef auswählen, wird mit der Zeit mühselig. Ausserdem wünscht man sich des öfteren eine Art Schutzschild, denn an manchen Stellen kam ich einfach nicht aus dem Beschuss des Geistes heraus, so dass ich vor lauter flackernd rotem Bildschirm kaum noch Orientierung gefunden habe.

FAZIT
Das Spiel sorgt bei den Fans für viele wunderbare Momente. Es erfüllt auch sein Ziel, dass man wirklich das Gefühl bekommt, in den Situationen von früher nun aktiv eingreifen zu können. Leider tritt selbst beim Harten Kern schnell Langeweile ein, weil das Auge mittlerweile einfach schönere Details der Levels, schnellere und flexiblere Bewegungsabläufe und komplexere Steuerungen gewöhnt ist. Wenn meine Vorredner recht haben und die Spielzeit wirklich so kurz ist, kommt dies dem Spielspass zugute weil kompakter, sorgt jedoch für den Effekt, dass man am Ende zu viel Spielzeit mit ein und den selben wiederholten Gegnern verbracht hat.

Ich persönlich hätte im Nachhinein lieber noch ein Jahr gewartet und dafür ein richtiges "Next-Gen"-Spiel bekommen. Wenn man aber akzeptiert, was man in den Händen hält und Verständnis für die lange Entwicklung hat, weiß man es als eine warmherzige Hommage an die Filme zu schätzen und bewahrt es sich gut, denn ein schöneres Geschenk hätten sie uns Fans kaum machen können.

Also...Schnappt Sie euch!

Kein Titel verfügbar

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Perfekt für Horror-Neulinge, 4. Juni 2009
Endlich erfreut sich das fast schon vergessene 3D-Kino mit neuer Technik wieder steigenden Zuschauerzahlen. Vorbei sind die Zeiten der "Rot/Blau-Brillen" mit relativ geringem Effekt und ebenfalls sind die Zeiten vorbei, in denen hauptsächlich Familienfilme mit dieser Technik produziert wurden.
Dass der dreidimensionale Publikumsmagnet dem Horror-Genre nicht unbekannt ist, haben bereits die Legenden Freddy (Freddy's Dead) und Jason (Friday the 13th 3D) vor vielen Jahren gezeigt.
Und nun haben wir eune neue ausgereifte und unfassbar gute Technik in unseren Kinos und passend dazu den ersten von einer ganzen Reihe kommender Horrorfilme mit "My Bloody Valentine 3D".

Nun ja, ich muss sagen, dass ich das Original nicht kenne und mich einfach nur auf einen lustigen 3D-Abend mit fiesen Effekten gefreut habe. Allerdings bin ich ein Horror-Fan und einen gewissen Anspruch kann und will ich nicht ausschalten, ob 3D hin oder her.
Aber bleiben wir erst einmal bei dem Positiven, die besagten Effekte kommen im Imax-Kino einfach grossartig! Nie zuvor habe ich so perfekt inszenierte und fantastisch aussehende Dreidimensionalität erlebt und der Film zeigt, dass man grade bei einem Horrorfilm perfekt mit dieser Technik spielen kann, um den Zuschauer noch mehr in die Opfer-Rolle zu versetzen. Das macht Spass, fasziniert und rettet dem Film die 3 vergebenen Sterne.

Wenn wir nun aber mal schauen, was da noch so passiert, tritt leider schnelle Ernüchterung ein denn die Geschichte, die Charaktere und die Dialoge sind so ermüdend, dass die 3D-Brille immer schwerer auf der Nase sitzt. Wenn meine Vorredner recht haben und der Film kaum noch etwas mit dem Original zutun hat, muss ich mich einfach fragen, weshalb dem Zuschauer dann eine Story gezeigt wird, die man schon Hunderte Male gesehen hat. Ich hatte das Gefühl, dass ich selbst die Darsteller alle schon aus ähnlichen Rollen in anderen Horrorfilmen kannte.

Um aber wirklich begründen zu können, was mich gestört hat, muss ich nun doch ein wenig spoilern....

-----------------SPOILER----------------------------------

1. Der Film ist von vorne bis hinten zu vorhersehbar (zumindestens für einen geübten Horrorfan). Da passieren Morde, die denen eines Toten ähnlich sind. Was machen? Richtig, man sucht dessen Grab! Und was ist damit? Das ist leer..... *Gähn*

2. Wir haben die typischen Stereotypen als Protagonisten, die eigentlich kein Mensch mehr sehen will. Da ist der Sheriff, das nette Mädchen, die Geliebte und den Kerl, der nach Jahren wieder zurück in seine Heimatstadt kommt und merkt, dass die alte Liebe doch noch lodert... *Überrascht?*

3. Die Darsteller handeln so blöd, wie es seit SCREAM eigentlich nicht mehr der Fall sein dürfte. Es geht um einen Bergwerk-Killer..."Hey da ist die Mine, wo er uns vor 10 Jahren fast getötet hat, sieht nach nem Super-Versteck aus, da sucht der bestimmt nie!". Mir ist durchaus bewusst, dass es mittlerweile viele Filme gibt, die solche Hirnlosigkeiten als eine Art Satire der Horrorfilme nutzen, aber hier ist der Effekt voll daneben gegangen weil sich "My bloody Valentine" einfach selbst zu ernst zu nehmen scheint. Ansonsten wären mehr Lacher drin gewesen, im Kino konnte man stattdessen nur das Knacken der kopfschüttenlnden Köpfe vernehmen.

4. Wir haben eine lange Serie von vielen Filmen mit sogenannten "Aha-Effekten" beim Showdown hinter uns. Jeder Film versucht, es dem Zuschauer so schwer wie möglich zu machen zu erahnen, wer der Mörder sein könnte. Am Schluss kommt dann der grosse Knall und jeder ruft "Ach so!" oder "Das hätte ich ja nie gedacht!". Dieser Effekt wird mittlerweile zu oft benutzt und wirkt deshalb oft an den Haaren herbeigezogen.
Aus diesem Grunde müsste es eigentlich erfrischend sein, dass "My bloody Valentine 3D" auf diesen Effekt verzichtet. Ist es aber leider nicht denn von unserer Gruppe aus 7 Leuten wussten 4 bereits nach der Hälfte wer der Killer ist. Wenn man ebenso darauf verzichtet hätte, den Zuschauer durch elend lange Dialoge und unnötige Zwischensequenzen doch noch zu verunsichern, wäre auch das kein Problem aber da mussten wir alle durch. So schaffen es die Macher tatsächlich, einen ganz neuen Effekt zu schaffen: Den "War doch klar"-Effekt!
Sorry aber das Ende ist und bleibt einfach nur dumm und vorhersehbar, weil Persönlichkeitsspaltung bereits seit Jahren ein beliebtes Stilmittel ist. Vielleicht wäre es weniger einfach gewesen, wenn der Verdächtige nicht immer am Tatort rumhängen würde und dauernd Pillen einschmeißt.

--------------------------SPOILER ENDE---------------------------

Ich bereue es nicht, den Film im Imax-Kino gesehen zu haben aber in 2D ist er schlicht und einfach unerträglich. Die Darsteller mögen solide spielen, aber die Vorlage gibt leider nicht genug her.
Wer also schon mehrere Horrorfilme gesehen hat, wird sich bei "My bloody Valentine 3D" genauso langweilen wie ich. Wer sich allerdings an das Genre rantasten möchte, bekommt hier astreines Kino geboten und ist sogar mittendrin statt nur dabei.

[Rec]
[Rec]
DVD ~ Manuela Velasco
Preis: EUR 8,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meilenstein des Zombie-Genres, 22. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: [Rec] (DVD)
Kaum ein Genre kann so viele Filme mit unterschiedlichen Ideen aufweisen, wie die "Zombie-Filme". Ich habe viele hiervon gesehen, habe aber persönlich nur wenige Vertreter gefunden, die mit neuen und innovativen Neuerungen begeistern konnten. Die folgende Liste beinhaltet die meiner Meinung nach wichtigsten und besten Filme wieder:

1968 - NIGHT OF THE LIVING DEAD
- mein erster Zombie-Film. Ein Klassiker, der auch heute noch funktioniert

1978 - DAWN OF THE DEAD
- der wohl bekannteste Film des Genres. Romero schockt die ganze Welt durch seine drastische Gewalt-Darstellung und bestimmt so eine neue Richtung für fast alle darauf folgenden Filme

2002 - 28 DAYS LATER
- die Briten haben einen Endzeit-Zombie-Filnm erschaffen, der düsterer kaum sein könnte. Nicht nur die Infektion des Zombie-Vorus wird hier weitaus besser erklärt als bei seinen Vorgängern (eine Art "Tollwut"), sondern die Zombies haben eine wichtige Neuerung - Sie rennen!

2004 - SHAUN OF THE DEAD
- Es wurde ja auch Zeit, dass man sich diesem beliebten Genre einmal von der Komödien-Seite nähert. Natürlich gibt es etliche Vertreter, die dies versucht haben (FIDO, DANCE OF THE DEAD, etc.) aber dieser hat das Ziel meiner Meinung nach am besten getroffen, weil er bei den klassischen Elementen des Genres bleibt.

2007 - [REC]
- Dieser Film hat zwar nicht zum ersten Mal die Idee gehabt, den Zuschauer in Form eines Kameramannes direkt ins Geschehen zu bringen (siehe DIARY OF THE DEAD), hat dies aber mit Abstand am besten geschafft. Statt nur Zuschauer vor dem Fernseher zu sein, versetzt einen [Rec] direkt ins Geschehen

Die Tagline des Filmes besagt ganz arrogant "Der furchterregendste Film aller Zeiten". Ob dies stimmt sei dahingestellt, aber der Film funktioniert definitiv!
Dies kommt ohne Frage durch den unglaublichen Realismus. Nicht nur, dass man wie ein Augenzeuge durch das Auge der Kamera mitten im Geschehen ist, man "spürt" förmlich die Angst der Darsteller. Dies funktioniert nur deshalb so hervorragend, weil die Angst tatsächlich auch ECHT ist (die Darsteller wussten in vielen Momenten nicht, was passieren wird, deshalb ist jeder Schock-Moment, jedes Schreien absolut Real!).

Ein weiterer wichtiger Grund für das Funktionieren des Filmes ist, dass hier sehr geschickt mit den Urängsten gespielt wird. Dass man plötzlich von der Öffentlichkeit als Bedrohung gesehen wird und wie ein Tier eingesperrt ist. Dass sich ein Virus ausbreitet. Dass ein Freund plötzlich durch die Erkrankung zum Feind wird. Dass man sich oftmals in völliger Dunkelheit bewegen muss. Dass das Licht wieder angeht und der Gegner plötzlich direkt vor einem steht.

Der Zuschauer ist von Anfang bis zum Ende MIT den Darstellern im Gebäude. Die Handlung wird zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar und auf unlogische oder klischeehafte Handlungen wurde komplett verzichtet. Das macht [Rec] so gut und unheimlich!

Die Identifikation des Zuschauers und die Überzugungskraft des Filmes funktionieren jedoch nur unter 2 Voraussetzungen:

1. Originalton (Wenn die Angst der Darsteller echt ist, kann dies durch eine Synchronisation wieder zerstört werden)
2. Unbekannte Darsteller (jeder Schauspieler spielt seine Rolle unglaublich überzeugend und dies kommt beim zuschauer nur an, wenn er die Darsteller nicht kennt. Einen Kommentar zum Hollywood-Remake QUARANTÄNE erspare ich mir aus diesem Grund).

Man braucht harte Nerven für diesen Film und man muss sich darauf einlassen, während dem Schauen zum passiven Mitdarsteller zu werden. Wenn man dies tut, ist [Rec] eine ganz neue Erfahrung und lässt mit Sicherheit niemanden kalt. Grade für Genre-Fans wie mich, die leider zu viele Kopien von Kopien von Klassikern sehen mussten, ist dies eindlich mal wieder ein Meilenstein unter den Zombie-Filmen.

[REC] ist nicht mit dem Annsehen eines Zombie-Filmes vergleichbar, sondern eher wie ein Besuch zu Halloween auf der Burg Frankenstein oder im Movie-Park Bottrop. Wenn man bereit ist, mitten drin statt nur dabei zu sein..... Film einlegen, Lichter aus und für 75 Minuten die Identität wechseln

Saints Row 2
Saints Row 2
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 39,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was wollen die GTA-Fans?, 4. Dezember 2008
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Saints Row 2 (Videospiel)
Das hier soll keine GTA-Fanboy-Rezension sein. Die Vergleiche zum grossen Bruder sind jedoch naheliegend und sogar von den Machern von Saints Row 2 "gewollt"!
In einem er zahllosen Trailer von Saints Row, wird sogar eindeutig GTA auf die Schippe genommen. Dort heißt es "Wollen Sie Bowlen gehen? ...oder mit einem Freund eine Variete-Show besuchen? ...oder Wollen Sie doch lieber Dinge tun, die Spass machen???".
Ich liebe die GTA-Teile und wenn jemand sich wirklich auf die Fahne schreibt, es besser machen zu können, muss man sich das natürlich anschauen!

So, un habe ich Saints Row 2 angetestet (geschnittene Version) und musste direkt feststellen, dass die Macher wirklich aufmerksam waren, was die Rezensionen und vor allem KRITIKEN zu GTA 4 angeht. Hier einige Punkte:

- Man kann das Aussehen des Charakters nicht bestimmen
- Neue Fahrsteuerung
- Keine Tätowierungen mehr
- zu wenige Nebenmissionen
- zu wenige betretbare Gebäude
- zu wenig Hau-drauf-Humor
- schlechterer Soundtrack als bei den Vorgängern

Das alles haben sich die Macher von SR2 gut gemerkt und genau diese Punkte in das neue Spiel eingebaut. Die Grafik kann natürlich nicht mit GTA4 mithalten aber ansonsten ist es wie ein älterer Teil der GTA-Reihe und versucht meiner Meinung nach, nicht einmal davon abzuweichen.
Dies hat mich ehrlich gesagt verwundert, denn wenn man sich so explizit abgrenzen möchte von den Rackstar-Games, sollte dann nicht so viel geklaut werden (Garage, Werkstatt, Autos von der Liste klauen, Taxi-Missionen, etc.).
Wird das Spiel dadurch schlecht? Nein! Saints Row 2 macht Spass und ist für jeden GTA-Fan was. Es erinnert ein wenig an die guten alten Zeiten von "San Andreas", das einzige, wo das Spiel wirklich scheitert ist der unkopierbare Humor der GTA-Reihe. So gibt es auch hier Radio-Talkshows und verrückte Charaktere, diese sorgen jedoch eher durch Kraftausdrücke für Lacher, als durch gut ausgedachte Dialoge.

Für wen der vierte Teil der GTA-Serie eine Enttäuschung aus den oben genannten Gründen war, sollte unbedingt zu Saints Row 2 greifen. Wer jedoch etwas absolut neues, innovatives erwartet, was eine gelungene Abwechslung zum Big Brother darstellt, wird aufgrund der vielen Parallelen wohl auch SR nicht mögen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2008 1:36 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5