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Rezensionen verfasst von
Slebeid Schrammitakis "Slebeid" (Bocholt, NRW)

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A Matter of Life and Death
A Matter of Life and Death
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maiden innovativ und brilliant!, 30. August 2006
Rezension bezieht sich auf: A Matter of Life and Death (Audio CD)
26 Jahre nach dem Erscheinen ihres selbstbetitelten Erstlingswerkes "Iron Maiden" zeigen die Jungfrauen von der Insel, zu welchen musikalischen Höchstleistungen sie immer noch fähig sind.

Maiden haben sich wieder einmal konsequent weiterentwickelt. Nach den zum Teil noch vom Punk beeinflussen ersten zwei Alben, dem Referenzalbum "The number of the beast" folgten die sehr metallischen Alben "Piece of mind" und "Powerslave". Auf dem folgenden Album "Somewhere in time" setzten sie zum ersten Mal Syntie-Gitarren ein, echte Keyboards dann auf "Seventh son of a seventh son", um später auf "No prayer for the dying" zu klassichen Hardrockwurzeln zurück zu kehren. Es folgten schwächere Alben, doch mit "Brave new world" und der Rückkehr von Bruce Dickinson (Gesang) und Adrian Smith (Gitarre) wurde ein äußerst innovatives Stück Metalgeschichte geschaffen.

Der mit dem Nachfolger "Dance of death" eingeschlagene Weg zur Mischung mit progressiven und akustischen Elementen wird auf "A matter of life and death" perfektioniert. Dieses Album besticht durch epische Stücke, die typische Maiden Elemente ("Galloperrythmus", mehrstimmige Melodien, Metalriffs) mit Einflüssen des Progrock mischen. So könnte der Beginn von "The legacy" durchaus auch von Peter Gabriel oder den frühen Genesis stammen, wobei dieses Stück dann in einen immensen Kracher mündet. Diese Mischung ist typisch für dieses Album, welches als gesamtes Werk mehr wie überzeugt. Aber keine Angst, Maiden geben richtig Gas und sind um einiges besser als auf dem Vorgängeralbum. Hier sind sechs Musiker am Werk, die ihre Instrumente und Stimme sämtlich beherrschen und sich perfekt aufeinander eingespielt haben.

Der einzig schwächere Song des Albums ist der Opener "Different worlds", welcher zwar typisch Maiden ist, aber wie nebenbei geschrieben klingt. Auch "The pilgrim" fällt gegenüber den anderen Songs etwas ab, ohne jedoch schlecht zu sein. Als letzte kritische Anmerkung sind zum Teil die Höhenlagen von Bruce Dickinson zu nennen. Hier wäre manchmal weniger mehr gewesen, um zusätzliche Variationen und Aggressivität (wie z.B. bei Aces High) zu bringen.

Insgesamt betrachtet haben Iron Maiden mit "A matter of life and death" ein Meisterwerk abgeliefert, mit denen sie die Messlatte (wie so oft) für andere Bands und weitere eigene Alben ein ganzes Stück höher legen. Anspieltipps: Das gesamte Album laut und an einem Stück, wahlweise mit Song 2 beginnen.


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