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Rezensionen verfasst von
Krimi-Fee

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Stimmen (Kaspary & Wenninger ermitteln, Band 3)
Stimmen (Kaspary & Wenninger ermitteln, Band 3)
von Ursula Poznanski
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In gewisser Hinsicht enttäuschend, verglichen mit den Vorgängern: 3,5 Sterne, 9. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau ;-), die Vorgänger, FÜNF und BLINDE VÖGEL, waren hervorragend und stehen immer noch in meinem Bücherregal.

Ich komme später zu dem, was mir hier nicht so gut gefiel. Lobend anmerken muss man auf jeden Fall die sorgfältige Recherche, die absolut kompetent und glaubhaft wirkt. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, weder übertrieben noch irgendwie reißerisch. Die Geschichte ist sehr gut, teilweise raffiniert erdacht (ich spreche von dem Unfall), hat allerdings einige, für mich gravierende Logiklöcher.

Kommen wir zu dem, was ich kritisiere.
Florin, Beas Kollege, tritt hier in erster Linie als Ritter in glänzender Rüstung auf, als Traumprinz, der fast zu gut ist, um wahr zu sein (und daher fast ein wenig langweilig.) Beruflich beschäftigt er sich hauptsächlich mit der Presse und ist auch ansonsten im Hintergrund: im Vordergrund steht hauptsächlich Bea, die sich auch meist allein mit Zeugen und Verdächtigen befasst (was bei der Polizei absolut unüblich ist.) Das fand ich schade, weil es die Figur des Florin sehr einengt und ihn blass erscheinen lässt, zumindest als Ermittler.

Ein Verdächtiger wird zu einer Art Polizeiberater herangezogen – im wirklichen Leben völlig unmöglich!
Bea führt private Gespräche mit einer Verdächtigen – ebenfalls unmöglich im realen Leben.
Der eitle Arzt, der eher an seine wissenschaftliche Karriere als an seine Patienten denkt – ein allmählich zu Tode gerittenes Klischee.

Enttäuscht hat mich aber vor allem die Auflösung. Das Verhalten des Täters ist bar jeglicher Logik und sein Motiv auch eher banal. Um nicht zu spoilern, werde ich das hier jetzt sehr vorsichtig ausdrücken: er tötet mehrere Menschen … aber warum verschont er einen? Antwort: weil es die Geschichte so will! Das ist schwach, ebenso am Ende die Geschehnisse im Haus. Eine solche Entwicklung liest man in zu vielen Thrillern (ich drücke mich immer noch vorsichtig und daher etwas schwammig aus.) Und ähnliches geschieht auch in den Vorgänger-Büchern .

Allerdings beinhaltet das Ende auch eine unerwartete Wendung/Neuigkeit und einen raffinierten Plan (Stichwort Unfall), das muss auf jeden Fall lobend erwähnt werden. Ebenso die Darstellung des Psychogramms der Patientin und die allmähliche, phantasievolle Aufdeckung der Gegebenheiten.

Alles in allem eine Geschichte, die zeitweise spannender hätte sein können, deren Spannung am Ende dann aber anzieht; eine Geschichte, die zu lesen Spaß gemacht und mich auch bei der Stange gehalten hat, deren Auflösung aber durchaus logischer, stringenter und vor allem glaubwürdiger hätte sein können.


Der Knochenspieler: Ein Alex-Delaware-Roman 28 - Thriller
Der Knochenspieler: Ein Alex-Delaware-Roman 28 - Thriller
von Jonathan Kellerman
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gewohnte Qualität, 1. März 2015
Milo Sturgis und sein Freund, der Psychologe Alex Delaware, ermitteln hier in zwei Fällen parallel. Ein sechzig Jahre altes Babyskelett wird auf dem Grundstück eines Hauses ausgegraben, das renoviert werden soll, und im nahegelegenen Park werden ebenfalls zwei Leichen neueren Datums gefunden, die eines Säuglings und einer jungen Frau.

Die beiden finden heraus, dass sie es eigentlich nur mit guten Menschen zu tun haben. Sie fahren, wie immer in den Romanen von Jonathan Kellerman, durch den Großraum von L.A., sprechen mit Zeugen jeder Couleur und kommen ganz langsam, unter Zuhilfenahme von Hypothesen, die zu widerlegen sind oder eben auch nicht, der grausigen Wahrheit auf die Spur.
Ich finde die Romane von Kellerman grundsätzlich spannend, weil die Spannung auch auf den Charakteren der hier auftretenden Personen beruht, die wie immer absolut kompetent dargestellt werden. Am Ende werden die Erwartungen, die der Leser hat, bzw. seine Vorurteile nochmal sehr nett auf den Kopf gestellt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Einzig der Täter war mir ein bisschen zu sehr Monster denn Mensch.


Seelen im Eis: Island-Thriller
Seelen im Eis: Island-Thriller
von Yrsa Sigurðardóttir
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Auf keinen Fall zuerst den Prolog lesen!!!, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Seelen im Eis: Island-Thriller (Taschenbuch)
Wie üblich bei Yrsa Sigurdardottir ist diese Geschichte in zwei Zeitebenen geschrieben, und beide fand ich gleich spannend, mit einigen Überraschungen. Zwar fand ich den Hauptprotagonisten, Óđin, am Anfang sehr weich-eiig und generell nicht besonders sympathisch, aber selbst das hat seinen Sinn, wie man am Ende feststellen kann. Mit einer positiveren, energischeren Persönlichkeit hätte die Geschichte nicht funktioniert.

Aber, wie schon in der Überschrift angesprochen, sollte man auf keinen Fall den Prolog als erstes lesen, da er das Ende verrät. Hätte ich es getan, hätte ich den Roman wahrscheinlich nicht mehr gelesen. Keine Ahnung, warum eine erfahrene Autorin einen solch gravierenden handwerklichen Fehler macht, da hätte unbedingt ein Lektor eingreifen müssen.

Psychologisch ist die Geschichte absolut stimmig, sehr konsequent aufgebaut und mit einigen Überraschungen gespickt. Alles in allem eine tolle Krimigeschichte mit einem sehr traurigen, aber einprägsamen und glaubwürdigen Ende, über die man noch eine Weile nachdenken kann.


Todesschiff: Ein Island-Krimi
Todesschiff: Ein Island-Krimi
von Yrsa Sigurdardóttir
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne mit Abzügen, 26. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Todesschiff: Ein Island-Krimi (Taschenbuch)
Ich bin gerade dabei, so nach und nach alle Romane von Yrsa Sigurdardottir zu lesen, die mir bisher entgangen sind, und empfinde das als eine Reise durch verschiedene Krimi-Qualitätsstufen :-)) So gesehen, gehört dieser Roman zur oberen Kategorie, wie man überhaupt merkt, dass die Autorin aktuell immer besser wird.

Die Geschichte wird wieder einmal auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Rechtsanwältin Dora ermittelt in Island und trägt die Zeugnisse einer Schiffskatastrophe zusammen, bei der sämtliche Passagiere verschollen sind. Was ist geschehen und wie konnte es geschehen? fragt sich der Leser.
Parallel dazu wird die Geschichte dieser Schiffsreise von Anfang an erzählt und steuert langsam, aber unaufhaltsam auf die nicht aufzuhaltende Katastrophe zu. Das alles ist ungemein spannend, zumal die meisten Kapitel mit einem Cliffhanger enden. Zudem weiß der Leser fast immer etwas mehr als Dora, was ebenfalls zur Spannung beiträgt.

Sehr gut finde ich die Charaktere auf dem Schiff konzipiert. Die ahnungslose Familie ist so sympathisch, dass man sehr stark an ihrem Schicksal teilnimmt und sich insgeheim wünscht, man könnte die Ereignisse noch umkehren. Die Spannung entsteht auch dadurch, dass man mit ihnen mitfiebert, ihnen wünscht, heil in der Heimat anzukommen, aber natürlich weiß, dass das nicht der Fall ist.

Das Ende kommt irgendwann sehr schnell und ist nur halb gelungen, finde ich. Nicht so besonders geschickt ist, dass man es aus zweiter Hand erfährt, nämlich durch Dora, die es wiederum von einem Polizisten erzählt bekommt. Man ist also nicht „vor Ort“ mit dabei. Dann erfolgt die Auflösung sehr rasch und man versteht nicht, wieso die Täter plötzlich reden wie ein Buch (sie könnten ja auch alles abstreiten.) Die Auflösung, besonders von dem, was in Lissabon geschah, ist etwas wirr und nicht immer glaubwürdig. Und Ægir wird am Schluss von einer Seite gezeigt (Aktentasche!), die nicht zu ihm passt und daher sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt.

Dennoch 5 Sterne für ein Buch, das meiner Meinung nach kaum spannender sein kann.


Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman (Die Kincaid-James-Romane, Band 15)
Wer Blut vergießt: Band 15 - Roman (Die Kincaid-James-Romane, Band 15)
von Deborah Crombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Wie immer mit gewohnter Qualität, 26. Februar 2015
Als Fan der ersten Stunde von Deborah Crombie und ihrer hervorragenden Reihe um Duncan Kincaid und Gemma James ist natürlich jeder neue Band eine „Pflichtlektüre“ für mich.  So auch dieser Roman, in dem allerdings weder Duncan noch Gemma besonders im Vordergrund stehen, sondern Gemmas Kollegin Melody Talbot. Das hat mich aber nicht sonderlich gestört, denn die Handlung ist sehr spannend und verzwickt und es wird, wie immer, intelligent ermittelt.
Was mich allerdings etwas stört, ist das immer weiter ausufernde Privatleben von Duncan und Gemma. Das nimmt, auf Kosten der Spannung, immer mehr Raum in den Büchern ein. Manchmal sehne ich mich nach den Anfängen zurück, als Kincaid und Gemma noch beide ungebunden waren und als Kollegen gemeinsam ermittelt haben. Nun wird in jedem neuen Roman so viel Ballast mitgeschleppt.
Dennoch, in zwei Wochen erscheint der 16. Band, den ich mir natürlich wieder kaufen werde. Denn man will ja trotzdem wissen, wie es weitergeht. Wäre aber schön, wenn hier der Krimi wieder mehr im Vordergrund stünde!


Kalt geht der Wind: Inka Luhmann ermittelt im Sauerland
Kalt geht der Wind: Inka Luhmann ermittelt im Sauerland
von Welter/Gantenberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Immer wieder wird die Spannung extrem ausgebremst, 26. Februar 2015
Es war das erste Buch dieses Autorenduos, das ich gelesen habe, und leider hat es mich enttäuscht. Eigentlich fängt es ja durchaus spannend an, mit einer, für Krimis, eher ungewöhnlichen Konstellation: Mann ist mit den Kindern zuhause, Frau macht Karriere. Das Polizistenehepaar ist sympathisch, keine Frage. Henne eigentlich eher als Inka, er wird auch viel lebensechter und weniger klischeehaft dargestellt.
Dennoch war die Figur des Henne diejenige, die die Spannung immer wieder ausgebremst hat. Auf zwei Seiten wird erzählt, wie Henne am Schwimmbad Schlange steht. Dann über ganze 4 Seiten Belanglosigkeiten, um ein unwichtiges Gespräch mit einem Reporter zu erzählen, das für die Krimigeschichte völlig irrelevant ist. Wie Sohnemann sich verletzt, hätte man auch in ein, zwei Absätzen erzählen können, ohne das ganze Interview drumherum. Auf ganzen 7 Seiten wird Halverscheids Geschichte erzählt. Dazu etliche Redundanzen, lang ausgewälzte Familienszenen, ausführlichstes Lokalkolorit, auf jeder dritten Seite steht der Begriff „Sauerland“ oder „Sauerländer“, als wäre dies neben dem Krimi auch noch ein Führer über Land und Leute.

Und der Krimiplot? Der ist denkbar simpel und eingleisig. Durch die Szenen mit der Täterin weiß man sehr bald sehr viel mehr als die Polizei, was auch nicht gerade zur Spannung beiträgt. Dazu kommen unglaubliche Fehler, die Inka als echten Dummkopf dastehen lassen … wer zieht denn den zweiten Streifenwagen ab, wenn man Mörder und Opfer verfolgt, was den sicheren Tod für das Opfer bedeuten würde, sollte man den Wagen aus den Augen verlieren?
Ich mag es nicht, wenn ein Autor, nur weil er es für notwendig hält und ihm nichts Besseres einfällt, dem Leser zumutet, seinen gesunden Menschenverstand ad acta zu legen und solch einen hanebüchenen Unsinn zu schlucken.

Fazit: wenig Spannung, viel Gerede, völlig unnötige Seitenfüllerei, ein Krimiplot, der auf 250 Seiten hätte erzählt werden können, vorwiegend klischeehafte Figuren, unglaubwürdige Aktionen … nein, das war nichts für mich, leider.


Gone Girl - Das perfekte Opfer: Roman (Hochkaräter)
Gone Girl - Das perfekte Opfer: Roman (Hochkaräter)
von Gillian Flynn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nichts für mich, 25. Februar 2015
Ich habe drei Anläufe genommen, dieses Buch zu lesen, zweimal musste ich wieder ganz von vorn anfangen, aber ich bin nie über die Seite 80 oder 100 hinausgekommen. Und dies soll auch keine Rezension des gesamten Buches sein, das wäre ja vermessen, wenn man nur den Anfang gelesen hat.
Dennoch erlaube ich mir eine Meinung.
Nämlich die, dass ein Autor es sich nicht leisten kann oder sollte, schon am Anfang Leser zu vergraulen, weil der Anfang langweilig, langatmig, weitschweifig ist und absolut nichts ausstrahlt, ja, er macht noch nicht mal neugierig!

Ich habe mich geärgert. Ich hätte, durch die guten Rezensionen aufmerksam geworden, sehr gern das Psychogramm einer Ehe gelesen. Ich hätte mich sehr gern faszinieren und auf die Folter spannen lassen. Aber ich gebe nicht einen Teil meiner Lebenszeit her, um mich zu zwingen, ein Buch zu lesen, das vielleicht erst ab Seite 200 oder 300 interessant wird (wenn es das denn wird.) Ich will auch keine Geschichten über total uninteressante, langweilige und unsympathische Leute lesen. Auch Ekel kann man fesselnd darstellen – wenn man es denn kann. Aber das Argument: das wird schon noch, du musst dich nur durch den Anfang hindurchkämpfen, nein, dieses Argument ist mir zu billig. Ein Autor hat nun mal die Aufgabe, den Leser sofort zu fesseln, von der ersten Seite an. Wem das nicht gelingt, der hat mich als Leser und Käufer verloren.


Ein todsicherer Bestseller
Ein todsicherer Bestseller
von Elizabeth Peters
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, vergnüglich und schön skurril!, 25. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Ein todsicherer Bestseller (Taschenbuch)
Dieses Buch habe ich bereits zweimal gelesen, weil es so überaus unterhaltsam, spannend und skurril ist!
Elizabeth Peters ist mit ihrer Protagonistin Jacqueline Kirby eine sehr patente, originelle und witzige Hauptfigur gelungen, die intelligent und bodenständig das mysteriöse Verschwinden einer Bestseller-Autorin untersucht, für die sie einen Nachfolge-Roman schreiben soll.

Das Setting, im Frühjahr und im Herbst an der amerikanischen Ostküste angesiedelt, ist sehr stimmungsvoll. Der Roman ist besiedelt mit einer Menge teils sympathischer, teils ziemlich widerlicher, aber immer ziemlich schräger Vögel, die alle verdächtig sind, mit Kathleen Darcys Verschwinden zu tun zu haben. Dann geschieht ein Mord, und Jacqueline fühlt sich nun auch selbst bedroht. Am Schluss erfolgt die überraschende Auflösung ganz im klassischen Agatha-Christie-Stil: nämlich im Kreise aller Verdächtigen.

Das alles ist äußerst vergnüglich, spannend und unterhaltsam aufbereitet und macht einfach Spaß zu lesen. Schade, dass nicht mehr Kirby-Romane ins Deutsche übersetzt worden sind!


Königstöchter: Kriminalroman
Königstöchter: Kriminalroman

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tragische Geschichte mit vielen Klischees, 17. Januar 2015
Es geht hier um eine bewegende, aufwühlende Geschichte, die es verdient hätte, besser erzählt zu werden. Sie ist nicht in all ihren Wendungen glaubwürdig, manchmal übertrieben, manchmal doch zu klischeehaft. Man fragt sich, warum Opfer für eine so lange Zeit Opfer bleiben und sich nicht wehren. (Beispiel: Warum nicht einfach die Trauergesellschaft dorthin führen, wo der Blow-Job stattfindet, und so den Vater bloßstellen?? S. 284) Und was ist das für eine Tochter (Monika), die so handelt? Warum geht die Tochter überhaupt auf die Beerdigung und nimmt auch noch ihre halbwüchsigen Kinder mit?
Das ist alles schon arg klischeehaft und unglaubwürdig.

Ich habe mich auch gefragt, wie alte Ira Wittekind eigentlich sein soll. Mitte 50, Anfang 60? Doch wohl nicht, aber ihre Kindheitserinnerungen sind die aus den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts (die Schlager z.B.) Das passte also irgendwie nicht zusammen.

Weiter finde ich unglaubwürdig, wie hier schon mehrmals erwähnt, dass alle Leute, die Ira befragt, lustig drauflosplaudern und ihre tiefsten Geheimnisse preisgeben. Gegenüber einer Reporterin! Überhaupt besteht das Buch größtenteils aus immer wieder den gleichen Gesprächen mit den gleichen Leuten und einigen Erinnerungen Iras, die nicht so recht in den Kontext passen und an sich überflüssig sind.

Gut getroffen ist die Sprache und die Mentalität der (zumeist älteren) Menschen der Region, und Lokalkolorit ist auch vorhanden.
Die Sprache ist einfach, direkt, ohne Subtext, wie aus einer Reportage.
2,5 Punkte dafür, dass ich das Buch immerhin recht zügig gelesen habe, und für die an sich nicht unglaubhafte und tragische Geschichte.


Die Tote und der Psychiater
Die Tote und der Psychiater
von Thorsten Sueße
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

2.0 von 5 Sternen Schönes Cover!, 11. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Tote und der Psychiater (Broschiert)
Ja, das Cover war einer der Gründe, weshalb ich das Buch gekauft habe. Die Tatsache, dass der Autor Psychiater ist, war ein anderer. Da habe ich einen feinsinnigen, subtilen Krimi mit einer großartigen und stimmigen Charakterisierung der Figuren erwartet.

Mein Enttäuschung war allerdings groß! Die Charaktere im Roman sind nichts weiter als Abziehbilder, sie werden auf höchstens ein bis zwei Charakterzüge reduziert und agieren so simpel und eindimensional wie Comicfiguren. Unwillkürlich habe ich sie mit dem Autor und Psychologen Jonathan Kellerman verglichen, der so wunderbar, mit nur wenigen Sätzen, authentische Figuren erschaffen kann. Hier fiebert man nicht mit den Figuren mit, denn sie sind so fern der Wirklichkeit, dass keine Empathie aufkommen kann.

Auch handwerklich gesehen hat der Roman einige Mängel. Es gibt viel zu viele Perspektiven, viel zu viele Figuren, die Schreibweise wirkt auf mich oft sehr steif und ungelenk, die Dialoge hölzern.
Streckenweise kommt dennoch so etwas wie Spannung auf, zumindest gegen Ende. Ich habe weitergelesen, weil ich wissen wollte, ob meine Vermutung, wer hinter all dem steckt, die schon sehr früh aufkam, stimmt. Der Schluss wartet dann mit einer echten Überraschung auf. Aber auch da habe ich einen Kritikpunkt: Ab Seite 419 wird einiges im Zeitraffer und sehr komprimiert erzählt, was schon vorher behutsam hätte eingebaut werden müssen. Vielleicht wäre es geschickter gewesen, diese spezielle Geschichte, die schließlich zu dieser Auflösung führt, als Prolog zu bringen. Die Spannung verringert haben für mich auch die vielen Szenen mit Viktor Thum, darin erfährt man zu viel von der „anderen“ Seite.

Alles in allem eine sehr unglaubwürdige Geschichte, vor allem das Motiv, diese Hassmorde zu begehen, kommt mir extrem unwahrscheinlich vor und ist nur auf einen krankhaften Wahn zurückzuführen, von dem aber – im Zusammenhang mit dem Täter – nie die Rede ist. Anders ausgearbeitet, hätte die Geschichte Potential gehabt, aber dann hätte sie feiner und subtiler getuned werden müssen.


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