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Amberle

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Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
von Sysyphus Sysyphus Verlags GmbH
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eclipsed-Einkaufszettel: Qualitätskauf, 22. August 2014
"Rock - ein eclipsed-Buch" ist eine schwierige Angelegenheit, soll man dieses Buch beurteilen.
Zuerst muss jedem klar sein, dass eclipsed ein ProgRock-Musikmagazin ist und im Geiste der Prog-Hörer bewertet.
Zudem sollte man wissen, dass hier "nur" 20 Bands/KünstlerInnen vorgestellt werden, dafür aber wie versprochen mit ihrem Gesamtwerk. Aber was taugt das Buch nun?
Zum einen muss man sagen, dass die Aufmachung sehr schön ist (Hardcover, gute Bindung, hochwertiger Druck), es enthält viele Fotos, wenn auch fast alle aus den 70ern, aktuellere Fotos von noch aktiven Künstlern, die hier vertreten sind, fehlen.

Das Buch ist sehr übersichtlich aufgemacht, fast zu übersichtlich, da am Ende eines jeden Kapitels alle Studio-Alben, Live-Alben, Compilations usw. aufgelistet sind, es dann die sehr schöne Zeitleiste gibt mit dem Ranking, dann gibt es nochmal ein extra-Kästlein mit dem Ranking der Alben ohne Zeitleiste, dann die Top-Songs-Leiste und diverse zusätzliche Übersichts-Kästchen (Top 5 für Kenner usw.) sowie die schöne Idee für Empfehlungen zum Weiterstöbern (Artverwandtes; Erben).
Prerssestimmen aus dem Erscheinungsjahr der Alben sowie Selbsteinschätzungen der Künstler ergänzen das Bild, dazu dann noch ein track-listing zu jedem Album sowie weitere Hintergrundinfos wie Musiker, die mitgewirkt haben. Natürlich fehlt eine kurze Einführung zu jeder Band/jedem Künstler nicht. Jedes Album wird noch einmal genau besprochen.
Und der Leser fühlt sich etwas erschlagen. Vielleicht hätte man doch auf die ein oder andere Info (Chart-Platzierung) verzichten können, das Buch straffen und dafür ein paar andere Bands mit aufnehmen können. Na ja, soll ja noch ein Teil folgen. Ächz.

eclipsed bewertet die Alben angeblich nicht nach kommerziellen Erfolg, auch wenn das nicht immer glaubhaft ist. Ansonsten folgt das Buch dem Muster des "Einkaufzettels" des ProgRock-Magazins eclipsed: Kaufrausch = 5 Sterne, Pflichtkauf = 4 Sterne, Qualitätskauf = 3 Sterne, Verlegensheitskauf = 2 Sterne, Fehlkauf = 1 Stern.

Hier setzt der erste große Kritikpunkt meinerseits an: das eclipsed-Team (typisch für meist recht scheuklappige Musikjournalisten und Prog-Hörer) leistet sich einige katastrophale Fehlurteile, die nicht mehr mit subjektiver Meinung zu rechtfertigen sind.
Das schwache "Aerial" von Kate Bush enthält 5 Sterne, das miserable "Director's Cut" sogar noch 3 Sterne, wohingegen das stets unterschätzte "Lionheart" nur 3 erhält? Schlimmer bei Deep Purple: das lahme "Slaves and Masters" wird als besser eingestuft als "The battle rages on"? Ok. Noch diskutabel. Das glatte "A trick of the tail" von Genesis soll auf einer Stufe mit den Meisterwerken stehen? Ganz schlimm: eines der besten Jethro Tull-Alben (Catfish Rising) wird mit zwei Sternen abgespeist. Sowohl "Roots to Branches" als auch "Rock Island" sind schlechter. "A Passion Play" bekommt plötzlich vier Sterne, obwohl das Album jahrelang als grässlich galt? (Ich finde A Passion Play allerdings auch recht gut). Das miese "Thick as a brick 2" bekommt dagegen auch vier Sterne? Hä? Auch bei Pink Floyd könnte man heftigst über die Beurteilungen streiten ("A Dvision Bell" bekomt bei mir höchstens 2 Sterne; "More", typisch frühe Floyd eigentlich, wird von eclipsed runtergemacht usw.).
"Their Satanic Majesties Request" von den Stones ist eigentlich der klassische Fehlkauffall, bekommt aber dennoch 3 Sterne bei eclipsed, während die gar nicht so schlechten Alben "Emotinal Rescue" und "Tattoo You" dagegen absinken?
Klar, jeder hört Musik anders, der Geschmack hängt stark von der musikalischen Sozialisation ab und vom Alter, in dem man einer bestimmte Platte/Band das erste Mal begegnete, aber eclipsed liegt wirklich manchmal komplett daneben und kennt sich vor allem mit Kate Bush null aus.
Denn gibt in diesem doch extrem akribischen Buch mindestens einen Fehler: es wird behauptet, dass die vier Songs der Kate Bush-EP "Live at Hammersmith" nicht in der Box This Woman's Work enthalten sei. Das ist falsch. Alle vier Songs finden sich auf der zweiten Raritäten-CD. Wenn hier schon solche Fehler auftauchen, dann fragt man sich natürlich, ob bei anderen Künstlern im Buch ebenfalls Fehler enthalten sind.

Letztlich stellt sich noch die Frage, nach welchen Kriterien die Bands eigentlich ausgewählt wurden. Wie haben es Manfred Mann' Earth Band, nach denen heute kein Hahn mehr kräht, in das Buch geschafft? Wieso sind Bands wie Kraftwerk oder Can in einem Buch, das "Rock" heißt? Die Auswahl erscheint mir höchst willkürlich.

Insgesamt ist eclipsed nur unerfahrenen Musikliebhabern zu empfehlen, die tatsächlich noch Kaufempfehlungen brauchen. Leuten, die sich gut mit der Rockmusik und den hier besprochenen Bands/KünstlerInnen auskennen, wird das Buch wenig Erhellendes bieten. Alles in allem bin ich doch ziemlich enttäuscht. Aber zum Rumblättern ist es ganz nett.


Blues Pills [Doppel-Picture-Vinyl] [Vinyl LP]
Blues Pills [Doppel-Picture-Vinyl] [Vinyl LP]
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Purple mit Frau, 21. August 2014
Für eine junge internationale Band, die aus zwei Amerikanern (Bass + Schlagzeug), einem Franzosen (Gitarre) und einer Schwedin besteht, sind die Blues Pills einfach unglaublich gut. Sie spielen Hardrock mit Blues-Ausschlag (oder Blues-Rock mit Heavy-Ausschlag, je nachdem) und sind durch und durch retro, man sehe sich nur das artwork und die Klamotten an, was ich hier aber nicht wirklich als Kritik verstanden wissen möchte. Die vielfachen Vergleiche der Sängerin mit Janis Joplin kann ich nicht unterschreiben, wenn überhaupt klingt Elin Larsson ein bisschen wie Maggie Bell von Stone the Crows (die damals als britsche Joplin vermarktet wurde, war aber auch Quatsch), am ehesten jedoch wie ein weiblicher Ian Gillan. Ha! Da haben wirs: auch der Gitarrist hat wenig mit Peter Green zu tun (ja, ich kenne die frühen Fleetwood Mac-Alben, die Blues Pills spielen deutlich härter), auch wenn der Einfluss nicht zu leugnen ist ("High Class Woman" u.a.), sondern eher mit Richie Blackmore, der ganz offensichtlich sein eigentliches Vorbild ist. Wer's nicht glaubt sehe sich auf youtube das Rockpalast-Konzert von 2013 an. Live übrigens eine klasse Band, die ihren Hardrock-Blues a la Deep Purple zwischen 1971 und 1974, ohne Orgel, mit Frontfrau, auch mal entschleunigen kann, um in sehr gelungenen langsamen Blues-Stücken, wie sie eben auch auf den Hardrock-Alben der 70er drauf waren, zu überzeugen. Eine Band jedenfalls, bei der es sich lohnt sie weiter zu beobachten in der Hoffnung, dass die eigene Note noch etwas stärker zum Vorschein kommt, denn manchmal singt Elin Larrson schon wie eine Rockröhre, wie man früher gesagt hätte, und der Gitarrist wiederholt sich leicht bzw. klingt noch zu oft wie jemand anders. Das nächste Mal für ein gereiftes Werk dann fünf Sterne.
Die Vinyl-Ausgabe gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Ausgaben, teils limitiert, und das riecht nebenbei bemerkt schon ein bisschen nach Geschäftemacherei.


Honig
Honig
Preis: EUR 20,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schnarch., 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Honig (Kindle Edition)
Ein Freund empfahl mir Ian McEwan, von dem mir bislang nur die Verfilmungen "Der Zementgarten" und "Abbitte" bekannt waren, beides Filme, die zwar nicht zu meinen Lieblingsfilmen zählen, die aber doch genüpgend Interesse erregt haben, um sich nun McEwan auf dem Papier vorzunehmen. Also "Honig gelesen. Zu Beginn konnte man noch schmunzeln über die eine oder die andere Beobachtung, die Seitenhiebe auf die kulturellen und politischen Umwälzungen und Ereignisse der 60er und 70er Jahre, doch irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich mir wünschte, es würde endlich etwas vorangehen, etwas geschehen. Mit "Honig" ist McEwan meiner Ansicht nach grandios gescheitert, denn er begeht soviele Fehler, dass das Buch nicht funktionieren kann. Das fängt damit an, dass der männliche Autor eine weibliche Hauptfigur die Geschichte erzählen lässt, also in der ersten Person. Laut Klappentext soll dies dem Leser einen Einblick von dem ermöglichen, was im Schädel eines Menschen vor sich geht. Die Hauptfigur Serena Frome bleibt leider durch die Bank farblos, ein Psychogram der Protagonistin entsteht nicht. Noch dazu wird alles im Rückblick von der inzwischen betagten Serena geschildert, was das Buch iunglaubwürdiger wirken lässt. Durch diese Konstruktion macht der Autor es sich selbst und dem Leser schwer.
Schließlich versucht er noch Kurzgeschichten eines fiktiven Schrifstellers zusammengefasst unterzubringen, um dann gegen Ende auch noch Briefe einzubauen. Die Genre-Grenzen, die er überschreiten möchte, sind nur künstlich und wirken in keinem Moment überzeugend oder realistisch. Die Gespräche über Literatur sind öde, die Spionagegeschichte langatmig und absolut nicht spannend. Die versprochenen überraschenden Wendungen überraschen nicht, das falsche Spiel der Beteiligten lässt einen kalt.
Als ob all das nicht schon genügt hätte den Roman zu ruinieren, wirft sich Serana ständig alten Knackern an den Hals, mit denen sie Sex hat, und man fragt sich schon, ob hier ein Autor nicht seine Altmännerphantasien auslebt.
"Honig" ist ein bemühter konstruierter und daher lebloser Roman, der Intellektualität nur vorgibt.
Den größten Vorwurf aber, dem man dem Buch machen muss, ist, dass es absolut laaaaangweilig ist. Ewig lange Beschreibungen von Türbeschlägen, Pilzgerichten und ähnlichem dienen nur dazu, die Geschichte auf Romanlänge zu strecken, sind der Geschichte aber nicht hilfreich.
Mag sein, dass McEwan bessere Bücher geschrieben hat, nach "Honig" werde ich jedenfalls vorerst nicht mehr zu seinen Werken greifen.


Proto-Kaw - Before Became After
Proto-Kaw - Before Became After
Preis: EUR 28,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lahmer Büffel, 1. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Proto-Kaw - Before Became After (Audio CD)
Nach der Veröffentlichung der nur bedingt überzeugenden Demos von Proto-Kaw, also der Band, die Kerry Livgren vor Kansas hatte, trommelte Livgren die alte Band nach über 30 Jahren zusammen und spielte die erste offizielle CD der Gruppe ein. Angeblich hatten außer Livgren alle Mitglieder - die nichts mit Kansas zu tun haben! - seit Anfang der 70er keine Musik mehr gemacht. Dafür ist das Ergebnis beachtlich: die typisch pathetische Prog- und ClassicRock-Mischung, die man von kansas kannte, kann man auch hier erahnen, aber in keiner Sekunde kommen Proto Kaw an Kansas der 70er heran. Der letzte Kick fehlt durchwegs, vor allem beim Sänger kann man Zweifel haben, zu brav, zu charakterlos singt er meist. Man wünscht sich den alten Steve Walsh zurück, oder sogar John Elefante. Auch der Schlagzeuger spielt zu konventionell. Dazwischen immer wieder Bombast a la Livgren mit Keyboards und vereinzelten guten Stellen und leider immer noch christlicher Missionierungs-lyrics. Insgesamt eine sehr durchschnittliche Prog-Rock-Kasas-artige CD, AOR-Prog, sozusagen, es gibt aber interessantere Alternativen: Transatlantic oder auch das 4 Jahre zuvor aufgenommene letzte Studioalbum von Kansas "Somewher to elsewhere".
Der Vergleich mit Jethro Tull übrigens, nur weil bei Proto-Kaw eine Flöte zu hören ist, ist absolut hanebüchen. Hat nix mit Jethro Tull zu tun, nicht mal mit den beiden Konzeptalben von Tull.


Put Your Needle Down
Put Your Needle Down
Preis: EUR 18,98

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blass, 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Put Your Needle Down (Audio CD)
Naja, wie das Cover-Foto, blass. Bei einem Gesanges-Duo sollte ja vor allem eins brilliant sein: der Gesang. Leider ist er das meist nicht. Natürlich, die Schwestern singen glasklar, aber genauso glatt und blutleer. kein echter Twang, kein Knurren, nichts Exaltiertes, das Dreckige fehlt. Dabei ist die Begleitband (Studiomusiker?) ganz gut, klingt wie die aktuelle Dylan-Begleitband. Von Dylan wird auch ein Song, den er selbst nicht aufgenommen hat, vorgetragen, ebenso taucht ein PJ Harvey-Cover auf, doch an eine PJ Harvey kommen die beiden runden Damen nicht ran. Manches erinnert an die schwedischen Moppel von First Aid Kit, dann wird wieder mal der Bo Diddley-Rhythmus geklaut, ein- zweimal wagen sich die Schwestern vom vertrauten Sepia-Ton-Country-50s-Vintage-Pfad runter und werden modern, aber wie gesagt: bei zwei Sängerinnen als Aushängeschild sollte der Gesang überzeugen, hier aber gibts letztlich nur US-Mainstream. Schön anzuhören, aber kaum weltbewegend.


Catfish Rising-Remaster
Catfish Rising-Remaster
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die letzte wirklich gute Tull-Platte, 17. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Catfish Rising-Remaster (Audio CD)
"Catfish Risning" ging damals leider irgendwie unter, vielleicht war es nicht die richtige Zeit, vielleicht waren die Erwartungen nach "Crest of a Knave" andere. Tatsächlich gehört "Catfish" aber mit zu den besten Werken Ian Anderson, das man im Regal bedenkenlos neben "Songs from the Wood" und "Heavy Horses" stellen kann. Die stark akustische Gewichtung (Mandoline, Bass, akustische Gitarre, echtes Schlagzeug), die wunderbaren licks von Martin Barre auf der elektrischen Gitarre, die leicht sarkastischen lyrics, die Anderson manchmal geradezu knurrt und dehnt, machen diese CD zu einer herausragenden Liedersammlung. Ergänzend zu den dressing room tapes from Zurich (siehe Rock Island-Bonus-tracks) hatte Anderson nach der etwas faden 08/15-Rock-Platte "Rock Island" wieder Lust auf handgemachte Musik, zum Glück, es war wie eine Wiederbelebung und ein Neuanfang. "Tall thin girl" und "Rocks on the road" sind besonders gut, "Roll yer own" und "gold tipped boots" hätten auch auf "Heavy Horses" eine gute Figur gemacht.
"Catfish Rising" fängt recht rockig an mit der, ehäm, Hit-Single "This is not Love", gefolgt vom ebenfalls rockigen "Occasional demons", beides Stücke, die wie "Doctor to my disease" auch gut auf "Crest of a Knave" gepasst hätten, bevor Jethro Tull in den akustischeren teil einmünden. "Still loving you tonight" ist sogar leicht bluesig. Und immer wieder brilliante Flöten-Verzierungen von Andereson und geniale licks von Barre.
Auf der remstered edition sind zwei bonus-tracks, "Jump Start" in einer herrlich ironischen Fassung, in der sich Anderson erneut über die Auszeichnung als beste Heavy-Metal-Band lustig macht, und "Night in the wilderness", wo dann auch fast die titelgebende Textzeile, nämlich "catfish jumping" vorkommt. Schade nur, dass nicht alle die Songs, die auf der Maxi-CD "Rocks on the road" drauf waren, hier mit enthalten sind. In der englischen Original Doppel-Maxi-CD waren das sogar "Rocks on the road", "Bouree" und "Tall Thin Girl" in einer live gespielten Fassung im Us Radio bei WMMR Philadelphia sowie "Mother Goose/Jack-A-Lynn" und "Aqualung/Locomotive Breath" live in New York 1991 und "Fat Man" live 1991 on Rockline sowie das home demo "Jack-A-Lynn" von 1981. Bis auf letztgenanntes Stück wären das alles bessere Kanditaten als "Jump Start live" von 1987 als Bonus track gewesen, das zu "Crest of a Knave" gehört hätte. Na, wer weiß ob der geschäftstüchtige Lachszüchter Anderson nicht irgendwann noch eine deluxe-edition von "Catfish Rising" auf den matrkt bringt.
"Catfish Rising" war jedenfalls ein letztes Aufbäumen, dann kam "Roots to branches", das nichts Neues mehr hinzufügen konnte, das irgendwie wieder fade war.


Pictures [Vinyl LP]
Pictures [Vinyl LP]
Preis: EUR 17,34

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Retro - Retro - Retro, 17. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pictures [Vinyl LP] (Vinyl)
The Len Price 3, die hier zulande niemand kennt, spielen im Stil the Jam nach, die die Kinks und the Who, ein bisschen Beatles und ein bisschen Buzzcocks spielen. Alles tolle Bands, daher ist "Pictures" auch ein gutes Album, Eigenständigkeit geht den Len Price 3 aber komplett ab. Man fragt sich schon, ob man wirklich eine Retro-Retro-Retro-Band braucht.


A Passion Play (An Extended Performance)
A Passion Play (An Extended Performance)
Preis: EUR 23,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extended Play, 15. Juli 2014
Ich beziehe mich auf die Neuausgabe von Jethro Tulls "A Passion Play - An Extended Performance". Daher muss ich wohl zur Musik kaum noch etwas sagen, hoffe ich, nach 26 anderen Rezensionen. Die Musik finde ich persönlich großartig, die Musiker sind allesamt hervorragend und das komplexe Werk ist ein weiterer Beweis, wie hintersinnig witzig Ian Anderson einst war. A Passion Play spielt so sehr mit dem aufgeblasenen Prog seiner Zeit, ohne dass es die Kritiker, die das Werk in der Luft zerrissen, gemerkt haben, dass es eine Freude ist. Folkige Passagen und harter Rock, intelligente Lyrics, all das in typischer Tull-Weise der frühen Jahre. Einzig das dominate Saxophon statt der Flöte ist ungewöhnlich.
Bedauerlicherweise führte die Kritik dazu, dass Anderson selbst sein Werk nicht mehr mochte und allen, die A Passion Play für eines der besten Tull-Alben halten, den Aufenthalt in der geschlossenen Psychatrie empfahl. Nun ja, Anderson war nie ein besonders freundlicher Mensch (weiß dies aus erster Hand).
Was spricht nun für die Extended Performance?
A Passion Play war ein Konzept-Album mit einem Stück pro Seite, unterbrochen von dem Nonsense-Gedicht "The Hare who lost his spectacles". Noch auf der CD gab es nur zwei Titel zum anwählen. Hier die erste entscheidende Neuerung: es gibt jetzt 15 Stücke zum anwählen, alle haben plötzlich Titel. Dass man die Titel jetzt anwählen kann, finde ich gut, sollte man auch bei anderen Alben machen (z.B. bei Amarok von Mike Oldfield).
Zudem wurden ungefähr in der Mitte der ehemaligen zweiten Seite (jetzt track 10) ca. 50 Sekunden Musik/Gesang angehängt, die damals einfach rausgeschnitten worden waren. Das irritiert zuerst, hat man sich doch an die andere Fassung gewöhnt.
Steven Wilson hat beim Stereo-Mix versucht, einzelne Instrumente klarer hervortreten zu lassen, wodurch er andere stärker reduzieren musste, das Sopran-Saxophon z.B. wurde z.T. ganz gelöscht, aber nur selten, obwohl Anderson es am liebsten ganz rausgenommen hätte. Der Sound ist gut im Stereo-Mix, obwohl A Passion Play (das Original) schon immer eher dumpf klang.

CD 2 ist die großartige nun fast vollständige Vorgänger-Session "The Chateau D'Herouville", die bereits bruchstückhaft auf der 20 Years of Jethro Tull-Box enthalten war und fast ganz auf Nightcap.
Hier muss ich ganz ehrlich sagen handelt es sich ein bisschen um ein Mogelpaket: wer Nightcap hat und kennt, ist, finde ich, besser bedient. Zwar sind die jetzigen Fassungen "echter" und ca. 10 Minuten länger, aber sie bieten kaum Mehrwert. Alle Songs (bis auf Sailor?) sind bekannt, die 10 Minuten mehr rühren nur von "Skating away..." (hier in der Erstfassung) und anderen Streckungen her. Die Flöte, die Anderson für Nightcap eingespielt hatte, wurde wieder herausgenommen, was ich sehr schade finde. Auch dass No Rehearsal nicht mehr auf Audition folgt, ist gewöhnungsbedürftig.
Wilson und Anderson rechtfertigen das damit, dass es der geplanten Reihenfolge entspräche und der Fan (?) lieber den rohen echten Entwurf wolle als die überarbeitete Fassung auf Nightcap. Hm, gilt für mich nicht. Nightcap klingt auch besser. Steven Wilson lässt auch irgendwie alles lebloser wirken, bei den Sessions sogar manchmal dumpf. Das ist natürlich nur mein Eindruck, habe allerdings auch keine super teure Highend-blabla-sonstwas-Anlage. Mag sein, dass da dann der 5.1 Surround-Mix einen umwirft.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass die Verpackung klasse ist, ein 80-seitiges Buch mit den lyrics (auch zu den sessions) und einem Nachdruck des originalen Linwell-Theatre-Programms (das natürlich auch ein Witz ist: alle Schauspieler sind die Musiker mit Pseudonym, die Autorin des Stücks, Rena Sanderone ist fast ein Anagram von Ian Anderson usw.) Ausführliche Äußerungen und Erinnerungen der damaligen Band-Mitglieder und von Wilson sowie Tournee-Daten, Zeitungsausschnitte und mehr, die vielen Fotos nicht zu vergessen, runden das Paket ab, das für 2 CDs und 2 DVDs und das dicke Buch echt günstig ist.
Ach ja, als Schmankerl gibts noch VIDEO-Material: der großartige kleine Film "The Hare who lost his spectacles" (ca. 7 Minuten lang; war bereits auf der remastered-Ausgabe von 2003 dabei) sowie intro und outro film footage (die Ballerina, tot, wird wiedergeboren), das bei der Tour gezeigt wurde.
Insgesamt, trotz aller Bedenken und der für mich besseren Chateau-Fassung auf Nightcap (natürlich auch eine Frage der Gewöhnung) für Tull-Fans ein Muss.


George Harrison: Behind The Locked Door
George Harrison: Behind The Locked Door
Preis: EUR 14,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der sture Beatle, 14. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich eine gute Harrsion-Biographie. Graeme Thomson, Musik-Journalist und Verfasser der ausgezeichneten Kate Bush-Biographie, hat sich nun intensiv mit George Harrison befasst und die meiner Meinung nach bislang beste Biographie über den Ex-Beatle geschrieben, die wirklich jede Seite und jeden Abschnitt seines Lebens beleuchtet. Von der Kindheit und Jugend über die sattsam bekannten Beatles-Jahre, die hier einen angemessenenen, aber nicht überlangen Teil einnehmen, bis zu seinem Ende wird alles ausgewogen behandelt. Etliche Gefährten Harrisons kommen zu Wort, es wird mit vielen bis heute bestehenden falschen Meinungen aufgeräumt, z.B. dass Harrison und Lennon sich besonders nahe gestanden hätten. Insbesondere wird deutlich, dass Yoko Onos "Erinnerungen", sei es in Scorseses Film "Living in the Material World" oder auch in der Anthology-Reihe, nicht viel Wert beigemessen werden darf.
Thomson beschäftigt sich durchaus kritsich mit Harrison und zeigt seine beiden Seiten, hält aber stets die kritische Distanz, so dass er Harrison weder in den Himmel lobt noch demontiert. Allerdings finde ich persönlich, dass er die Solo-Alben ab Dark Horse zu negativ bewertet, aber immerhin beschäftigt er sich auch mit diesen ausführlich. Im Film "Living in the Material World" kamen diese Alben ja kaum vor. Es wird auch deutlich, mit was Harrison seit seiner Beatles-Zeit zu kämpfen hatte, , die Ängste, die Sucht, die aufreibenden Prozesse, die ihn fast finanziell ruiniert hätten, das Beatles -Trauma, das gespannte Verhältnis zu McCartney und Ono usw - alles sehr viel ausführlicher als in Scoseses Film. Und -wie ich glaube - der Wahrheit näher.
Da Harrisons Leben für den Aussenstehenden nicht immer spannend war (Leidenschaft für Autorennen; spirituelle Suche, HandMade Films), kommt es zu Längen im Buch, auch eine leichte Redundanz macht sich bemerkbar. Insgesamt ist das Buch aber jedem Beatles- und jedem Harrsion-Fan, dem im zweiten Teil von Scorseses Film etwas fehlte, zu empfehlen. Harrison als Mensch, zerrissen zwischen spiritueller Suche und weltlichen Verlockungen, sein trockener, oft verletzender Witz, seine Enttäuschung und seine Wut, seine Sturheit, und Harrison als Musiker, all das wird hier so klar wie nirgends sonst. Schade, dass "Behind the locked door" bislang nicht auf deutsch erschienen ist.
Etliche schwarz-weiß Fotos und ein sinnvoller Index runden das Buch ab.
Ebenfalls empfehlenswert ist Simon Lengs Buch "While my guitar gently weeps - the music of George Harrison".


George Harrison: Behind The Locked Door by Thomson, Graeme (2013) Hardcover
George Harrison: Behind The Locked Door by Thomson, Graeme (2013) Hardcover
von Graeme Thomson
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der sture Beatle, 13. Juli 2014
Graeme Thomson, Musik-Journalist und Verfasser der ausgezeichneten Kate Bush-Biographie, hat sich nun intensiv mit George Harrsion befasst und die meiner Meinung nach bislang beste und umfassenste Biographie über den Ex-Beatle geschrieben, die wirklich jede Seite und jeden Abschnitt seines Lebens beleuchtet. Von der Kindheit und Jugend, über die sattsam bekannten Beatles-Jahre, die hier einen angemessenen, aber nicht überlangen Teil einnehmen, bis zu seinem Ende wird alles ausgewogen behandelt.
Etliche Gefährten Harrisons kommen zu Wort, es wird mit vielen bis heute bestehenden Meinungen aufgeräumt, z.B. dass Harrison und Lennon sich besonders nahe gestanden hätten. Insbesondere wird deutlich, dass Yoko Onos "Erinnerungen", sei es in Scorseses Film "Living in the Material World" oder auch in der Anthology , nicht viel Wert beigemessen werden darf.
Thomson beschäftigt sich durchaus kritisch mit Harrison und zeigt seine beiden Seiten, hält stets die kritische Distanz, sodass er Harrsion weder in den Himmel lobt noch ihn demontiert. Allerdings finde ich persönlich, dass er die Alben von Dark Horse bis zu hin zu Cloud Nine etwas zu negativ bewertet, aber immerhin beschäftigt er sich auch mit diesen ausführlich. In "Living in the Material World" kamen diese Alben ja kaum vor. Es wird auch deutlich, mit was Harrsion seit seiner Beatles-Zeit zu kämpfen hatte, die Ängste, die aufreibenden Prozesse, die ihn finanziell fast ruiniert hätten, das beatles-Trauma, das gespannte Verhältnis zu Yoko Ono und McCartney usw. - alles sehr viel ausführlicher und genauer als in dem Scorsese-Film. Dass Harrisons Leben für den Aussenstehenden nicht immer spannend war, ist eine Sache, vielleicht rühren daher die Längen, die es leider gibt, insgesamt ist das Buch aber jedem Beatles- und vor allem Harrsion-Fan zu empfehlen. Harrsion als Mensch, zerrissen zwischen spiritueller Suche und weltlichen Verlockungen, sein trockener, oft verletzender Witz, seine Enttäuschungen gegen Ende seines Lebens, all das wird hier klarer als sonstwo. Schade, dass "Behind the Locked door" bislang nicht auf Deutsch erschienen ist.
Thomson wurde auf der britischen amzon-Seite übrigens der Vorwurf gemacht, er hätte viele Wikipedia-Artkel abegeschrieben, doch ist das für mich persönlich irrelevant, da er sich immerhin die Mühe gemacht hat, alles zu ordnen und zu strukturieren. Etliche schwarz-weiß Fotos und ein gutes Appendix ergänzen den Band.


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