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Rezensionen verfasst von
Amberle

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Tempest
Tempest
Preis: EUR 6,99

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dylan auf Auto-Pilot, 15. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tempest (Audio CD)
Ach Herr du meine Güte, wie Oma Duck sagen würde: bei so vielen eloquenten und gebüldeten Rezensionen fasse ich mich kurz: ich finde Tempest eine ganz gute Dylan-Platte, weil sie ähnlich wie Modern Times swingt (im Gegensatz zu TTL, das ich ebenso wie Love and Theft wenig mag); weil Dylan eine hervorragende Band hat und die Lieder irgendwo zeitlos klingen. Dass Herr Dylan inzwischen ein alter Mann ist, 71 Jahre alt, und natürlich nicht mehr wie der junge Dylan klingt, ist bekannt. Die Musik ist wie schon auf den letzten Dylan-Platten irgendwo aus der Zeit zwischen 1920 und 1970, basiert auf sich wiederholenden Blues-Themen und leichten Country- und Folkanklängen, alles klingt leicht bekannt, wird so gut gespielt, dass man gar nicht merkt, wie gut die Musiker sind, Dylans Stimme klingt auf einigen Stücken fast wieder "geheilt", d.h. er krächzt nicht nur, er singt auch mal. Dylan ist Musiker und Geschichtenerzähler, er bedient sich aus der Musdikgeschichte. Dylan ist aber eben kein Gott, der immer neue Wunder vollbringt. Es nervt schon, wie sehr jedes Krächzen von ihm mit Bedeutung aufgeblasen wird von einigen der Dylan-Jünger. Das Cover zeigt eine Allegorie der Moldau. So what? Seine Geschichten waren schon besser.
Zu krtisieren wäre, dass manche Lieder sich kaum abwechseln und sich ewig wiederholen, ein, zwei Akkorde - aber das ist eben die Basis des Blues. Vergleicht man alte Dylan Platten mit Tempest, so stellt man fest, dass auch dort schon ellenlange Songs zu finden waren, Sad Eyed Lady of the Lowlands oder Joey oder Visions of Johanna usw. Auch da tat sich wenig. Allerdings übertreibt Dylan auf Tempest, wenn man die Vinyl-Ausgabe ansieht, stellt man nämlich fest, dass auf LP 2 gerade vier Lieder sind, je zwei pro Seite. Da bietet Dylan zu wenig Abwechslung, finde ich. Das Lied "Tempest" beispielsweise ist ziemlich langweilig, Dylan Lyrik war sicher schon besser, so reimt er beispielsweise honey auf money (gähn) oder zitiert Textfetzen aus Beatles-Stücken für seine, sorry, ziemlich dämliche Lennon-Hommage, sofern es denn eine ist. Oder das Stück Tin Angel: Dylan erzählt eine lahme Ballade von Liebenden, die natürlich blutig endet. Ächz. Also: man sollte nicht so einen Wirbel um die neue Dylan machen, es ist kein Meisterwerk, aber eine absolut solide gute Platte eines guten Musikers. Dylan muss nichts mehr beweisen, es rollt alles dahin, als sei die Platte einfach so aus dem Ärmel geschüttelt, als würde Dylan auf Auto-Pilot spielen und komponieren.
Wer Modern Times mochte, dem wird Tempest gefallen.
Es sei noch gesagt, dass das bizarre Video zu Duquesne Whistle, eines der besseren Stücke auf Tempest, sehenswert ist: Dylan wie ein Mitglied einer Gang, der man nicht nachts begegnen möchte, mit einem Gesicht wie aus einem Stummfilm. Am besten natürlich, dass plötzlich ein Typ, der sich wie einer von KISS geschminkt hat, mitlatscht. Herr du meine Güte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2012 6:29 PM MEST


Original Album Classics
Original Album Classics
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 59,11

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Beatles play Dylan, 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Classics (Audio CD)
So, eine weiter Zusammenstellung aus der Reihe Original Album Classics, über die man wissen sollte: es handelt sich "nur" um Pappschuber ohne booklet o.ä., immerhin Repliken der Original-Cover. Dafür sind die Cds alle klanglich hervorragend, und mit bonus-tracks ausgestattet.
Die ersten fünf Byrds-Alben kann man als "the Beatles play Dylan" umschreiben, obwohl das ein bisschen unfair ist, haben doch McGuinn und die anderen, z.B. David Crosby, der später ja mit Crosby, Stils, Nash and Young zu Ruhm gelangen sollte, selbst tolle songs verfasst und dem Ganzen Beatles-Nachgeahmen eine sehr amerikanische Note zugefügt. Dennoch bleibt für mich immer der Beigeschmack des Epigonalen bei den Byrds, das fängt schon damit an, dass sie die Beatles-Haarschnitte nachahmten, sogar die selben Instrumente nahmen, und sogar versuchten mit dem Namen das Wortspiel von "The Beatles" (muss ich jetzt nicht erklären, oder?) zu wiederholen, was natürlich nicht klappte.
Alle fünf Cds hier sind musikalisch gut, Dylan gab den frühen Byrds auch die Absolution, wer also fünf Cds mit Musik der Sechziger kompakt verschubert zum fairen Preis haben will, darf zugreifen.
Inzwischen gibt es auch eine zweiten Teil mit fünf Cds der zweiten Phase der Byrds, die nach dem Abgang von Crosby und dem Neuzugang Gram Parsons zur Country-Band mutierten.


Disney: Hall of Fame 01 Don Rosa
Disney: Hall of Fame 01 Don Rosa
von Don Rosa
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,00

1 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unverständlich, 29. August 2012
Völlig unverständlich ist mir die Bewunderung, die manche Duck-Fans Don Rosa entgegenbringen, vor allem da die Vergleiche ja möglich sind und offen zu Tage liegen. Don Rosa ist m.A. ein Dilettant, der nicht gut zeichnen kann, die Duck-Figuren bleiben hölzern und unbeholfen, als würde ein mittelmäßig begabter Schüler Donald Duck abmalen. Zudem sind seine Stories kaum überzeugend, da sie oft keine echte Pointe haben und außerdem zu 80% ohne echte eigene Idee herkommen, da sie meist auf Carl Barks-Idee basieren. Wieso findet man Don Rosa toll?
Sorry, es gibt so viele tolle Donald Duck-Zeichner, angefangen mit dem unübertrefflichen Carl Barks über all die viel zu wenig gewürdigten Italiener wie Massimo de Vita oder Giovani Carpi. Weshalb erhalten die keine eigenen Serien? Die holländischen Duck-Comics übrigens, obwohl es auch da den ein oder anderen besseren Zeichner gibt, sind leider meist langweilig, aber immerhin gut anzuschauen. Don Rosa aber? nein, furchtbar.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 9:09 PM CET


Stay
Stay
DVD ~ Ewan McGregor
Preis: EUR 7,97

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eine Qual!, 28. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Stay (DVD)
Einer der Rezensenten hat diesen Film mit David Lynch-Filmen verglichen. Kann ich nicht nachvollziehen, Stay kommt nicht an die unheimlichen, einen Sog entwickelnden Lynch-Sachen heran. Mulhollhand Drive hat mich fasziniert. Twin peaks, der Serie, habe ich entgegen gefiebert, damals. Stay hat mich hingegen furchtbar enttäuscht. Ein unglaublich langweiliger Film mit unerträglichen Längen, dessen Auflösung kurz gesagt banal ist. Es war eine Qual diesen öden Film, der sich viel zu wichtig nimmt, anschauen zu müssen. Die ganze Zeit über schielte ich auf die Uhr, wann er wohl endlich vorbei sei.
Worum es geht, kann man hier bei anderen überall nachlesen.
Die Filmmusik hat mir auch nicht gefallen, die Ästhetik des Filmes ähnelt streckenweise einem Musik-Videoclip. Auch hier weder etwas Neues noch Überraschendes. Einzig der Anblick Naomi Watts und die gute schauspielerische Leistung des sympathischen Ewan McGrogors lassen mich dem Film zwei Sterne geben. Ok, der Schnitt ist gut.

Als Unverschämtheit empfinde ich es, dass einige Rezensenten hier glauben einem mangelnde Intelligenz unterstellen zu müssen, nur weil man diesen Film nicht goutieren kann. Ha! Es gibt etliche Filme ähnlichen Sujets, sei es The Sixth Sense, der schon erwähnte Mulholland Drive oder auch, wenngleich in der Machart anders - die Others, die um Klassen besser sind.
Stay muss man garantiert kein zweitesmal sehen.


Effi Briest
Effi Briest
DVD ~ Julia Jentsch
Preis: EUR 7,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die arme Effi!, 21. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest (DVD)
Hier wurden schon sehr viele sehr gelungene Rezensionen geschrieben, so dass ich mich kurz fassen darf: es handelt sich um eine der schlechtesten Literaturverfilmungen, die ich je gesehen habe. Julia Jentsch, die ich in der Rolle der Sophie Scholl oder in "Die fetten Jahre sind vorbei" sehr schätzen lernte, ist hier ein glatte Fehlbesetzung. Von der lebenslustigen, naiven Effi in Fontanes Roman ist nichts zu spüren, von Anfang an wirkt sie verhärmt und verbittert. Auch die Leistungen der anderen Schauspieler ist meist, von wenigen Ausnahmen abgesehen, unterstes Niveau, vor allem was die Sprechweise betrifft. Der Roman wurde verstümmelt, auf Plattheiten reduziert, der Film mit vollkommen unnötigen Nackt- und Sexszenen erweitert, das Ende grob verfälscht...
Es ist nichts gegen eine Modernisierung eines literarischen Stoffes einzuwenden, doch die Regisseurin versucht das derart verkrampft, dass jeglicher Charme, jede Tiefe verloren geht. Zudem muss man sich schon mal fragen, weshalb "Effi Briest" dann, wenn es Frau Huntgeburth um Feminismus geht, wenn sie den Figuren schon die Sprache des 21. Jahrhunderts in den Mund legt, nicht konsequent genung war, auf einen Kostümfilm zu verzichten, der im 19. Jahrhundert spielt. Wenn schon modern, dann richtig. So aber scheitert der Film in jeder Einstellung. Da schau ich mir ja noch lieber den sehr artifiziellen, langatmigen, aber doch werkgetreuen Fassbinder an. Übrigens gibt es eine Ost-Effi, eine DDR-Produktion aus dem Jahre 1970, mit Angelica Domröse in der Hauptrolle, die zum Vergleich zu empfehlen ist, wenngleich dieser Film wie aus den 50ern und sehr altbacken wirkt. Doch saogar dieser Film ist besser als der von Frau Huntgeburth.


The Doors - When You're Strange / Rolling Stone Music Movies Collection
The Doors - When You're Strange / Rolling Stone Music Movies Collection
DVD ~ Jim Morrison
Preis: EUR 11,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Light my fire - zündet nicht, 8. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als ich einen Freund fragte, wie die Doors-Doku "When you're strange" sei, antwortete er "Naja...".
Inzwischen hab ich mich selbst überzeugt, und er hatte völlig recht. Da bereits 20 Rezensionen (zu der anderen Ausgabe dieser Doku)vorliegen, fasse ich mich kurz: es wird absolut nichts Neues erzählt für einen Doors-Fan. Für Neueinsteiger wird nichts Spannendes erzählt. Der Film hangelt sich mehr oder weniger an den Platten chronologisch bis zu Jims Tod entlang, über die man dann auch nicht viel erfährt. Kaum ein Lied ist ganz zu hören, Johnny Depp als Erzähler finde ich völlig ungeeignet. Plattheiten wie "Jim war ein Genie, er las mit 16 Rimbaud" (dabei kenne ich etliche 16jährige, die Rimbaud gelesen haben, spätestens seit Patti Smith und Dylan)und Langweiliges wie die alte Schwanz-Geschichte in Miami - mehr kommt inhaltlich nicht. Es fehlt komplett an Vertiefung. Weder werden Songs mal analysiert noch die (doch recht dämliche) Lyrik seziert. Ja, die anderen drei halten sich zurück, angenehm ist, dass man keine Kommentare z.B. von Mazarek heutzutage ertragen muss. Allerdings geht auch jeder kritische Ansatz verloren, z.B. Densmores starke Abneigung Morrison gegenüber, wird fast völlig ausgeblendet.
Kurz: ich war ziemlich enttäuscht von dieser Doku. Das einzig Gute daran ist, dass sie tatsächlich viele Aufnahmen enthält, die man noch nicht gesehen hat.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 17, 2012 6:24 PM CET


The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw
The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw
Preis: EUR 8,97

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fiona goes art, 21. Juni 2012
Hm, ich weiß nicht, wieso hier noch keine Rezension steht. Fiona Apple ist jedenfalls ein schwieriges Meisterwerk gelungen, das stark auf Rhythmen und Klavierausbrüchen, auf exzentischem Gesang und komplexen Arrangements und Melodien sowie kryptischen lyrics beruht. Diese Platte wird die Geister scheiden und die mainstream-Fans vergraulen, denn Fiona Apple ist nicht mehr so leicht zugänglich, das Pop-Elemnt fehlt stärker als je zuvor. Dennoch eine Platte mit wunderschönen Momenten, vor allem anything we want ist hier zu nennen, oder auch Überraschungen wie dem vielschichtigen afrikanischem Hot Knife. Fiona Apple macht nun Kunst, spielt damit die in ihrem jüngsten Werk maßlos überschätzte Kate Bush glatt an die Wand und wenn es sieben Jahre dauert (auch da der guten Kate nicht unähnlich), damit so eine klasse Album entsteht, dann muss man den Hut ziehen. Vier Sterne allerdings, weil ich mich nach den ersten Hördurchgängen etwas überfordert fühle und ich "When the pawn..." dann doch unerreicht finde. Die deluxe-Ausgabe ist in jedem Fall vorzuziehen, weil die beiliegende DVD klasse ist.


The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw (Deluxe Edition)
The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw (Deluxe Edition)
Preis: EUR 22,99

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fiona goes art, 21. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hm, zugegeben, beim ersten Hören war ich leicht überfordert, beim zweiten bin ich eingeschlafen. (Ich habe sie dann noch ein paar Mal gehört.) Was das heißen will? Das will heißen: Fiona Apple hat nach weiteren 7 Jahren Pause (oder Arbeit oder was hat sie eigentlich gemacht?) ein schwieriges Album fertiggestellt, dem meiner Ansicht die großen und zugleich anspruchsvollen Pop-Songs fehlen, die immer ihre Stärke waren. Stattdessen bleibt nur das Anspruchsvolle, der Griff nach dem Kunsthimmel, der schon immer in ihren Werken zu erahnen, nie aber voll zu sehen war. Komplexe Melodien und Arrangements führen weiter weg vom Pop-Pfad. Die Songs sind wie eh und je wortlastig, die lyrics brilliant, aber kryptisch.
Ihre Stimme wurde tiefer, das mag aber auch der nicht durchwegs gelungenen Produktion geschuldet sein, denn manchmal klingt Fiona Apple, als sänge sie in eine Pappschachtel. Fiona singt exzentrischer als man das von ihr kennt, aber nicht mehr so voller Wut, bluesiger fast. Überhaupt fällt auf, wie ihr schon immer stark vorhandener Hang zum Rhythmus noch deutlicher wurde, viele Stücke sind stark percussiv angelgt, und um diesen beat spielt Fiona dann ihre Klaviertupfer. Vor allem deutlich wird das Rhythmische im letzten Lied, das sehr an afrikanische Musik erinnert. Kurzum, man könnte sagen, Fiona Apple hat alle ihre Ansätze weiterentwickelt, gereifter, kunstsinniger, aber "When the Pawn..." bleibt meiner Meinung nach unerreicht - und auch "Extraordinary Machine" gefiel mir besser. Aber ich werde die Platte noch ein paar Mal hören müssen und vielleicht meine Meinung ergänzen oder ändern.
Die Deluxe-Ausgabe enthält neben einem sehr schönen Buch in Form einer Schul-Kladde zwei Postkarten und eine DVD von einem Live-Auftritt im Jahr 2012, bei dem zwei neue Lieder und zwei von "When the pawn" und eins von "Tidal" gespielt werden, und bei dem die Songs rockiger rüberkommen. Fiona wirkt unglaublich sympathisch und wer nei die Gelegnheit hatte sie live zu sehen muss diese DVD einfach haben, denn man merkt erst hier, wie souvrän die Frau ist. Toll. Insgesamt ist "The Idler Wheel..." also ein Meisterwerk, an dem sich die Geister scheiden werden.
P.S.: inzwischen finde ich das Album nicht mehr schwierig.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2013 3:46 PM CET


Original Album Classics
Original Album Classics
Preis: EUR 10,99

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gemischtwaren, 29. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Original Album Classics (Audio CD)
Natürlich, jetzt, da der CD-Markt völlig zusammenbricht, kamen die Plattenfirmen auf die tolle Idee ein paar sich nicht so gut verkaufende Alben zusammenzupacken und meist wohlfeil anzubieten, was Sinn ergibt, wenn es sich um Bands wie die Byrds handelt, deren "Original Album Classics" sich so gut verkaufte, dass man es nochmal neu rausgab.
Jedoch sind diese Zusammenstellungen manchmal Mogelpackungen, da ein, zwei gute Platten mit drei mittelmäßigen zusammengeworfen werden (sie Allman Brothers). Inzwischen gibt es je nach Firma die Original Album Classics, die Album Series, die 5 Originals und dann noch die Zweier- oder Dreier-Packs. Ächz.
Klar, hier soll noch schnell was verdient werden.

All diese Zusammenstellungen kommen ohne booklets o.ä. daher, es sind einfach 5 CDs in einer Papphülle.

Zu den Blue Öyster Cult-Cds:
Fire of an Unknown Origin ist eine absolut umwerfende Platte gewesen, die Hard Rock und Pop besser verbindet als jede andere Band. Die alten Öyster Cult -Themen (SiFi, Horror usw.) sind vorhanden, Songs wie das sich dramtisch aufbauende, dem Horrorfilm abgeschaute Klavier-Rock-Collagen-Stück "Joan Crawford" oder der Hit "Burnin' for you", den man sofort mitsingen kann, beweisen die Klasse.
Cultösaurus ist wohl eine schwierigere Platte, keinesfalls schlecht, näher am harten Rock und am Metal als andere Scheiben von Blue Öyster Cult, dafür mittendrin mit Jazz-Exkursionen überraschend.
- die zwei Live Alben "An Enchanted Evening" und die andere sind längst Klassiker, vor allem "An Enchanted Evening" gefiel mir immer sehr gut, weil die Liveversion von "Astronomy" genial ist.

- die letzte CD in diesem Pack ist die "Pfeife", eines der 80er-Jahre Alben, als Blue Öyster Cult in einem kreativen Tief stecken. 1 Stern verdient diese - ich sach mal- Hollywood-Hardrock-Band aber nie im Leben!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 13, 2013 6:43 PM MEST


Voices of Animals and Men
Voices of Animals and Men
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen Besser als Art Brut, 28. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Voices of Animals and Men (Audio CD)
Zur meiner Überraschung hat noch niemand in Deutschland zu den Young Knives eine Rezension verfasst. Leider ist diese Band in Deutschland etwas übersehen worden, dabei sind sie eine der besseren Bands der Brit-Welle der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts. Zackige und knackige Rock-Songs und Punk-Anleihen, ein enorm treibender, hippeliger Sound, dabei sind es nur drei Leute mit klassischen Instrumenten (Bass, Gitarre, Schlagzeug). Die Texte sind witizig, kritisch und schlau, die Songs alle memorabel und zum Teil tanzbar. Vor allem der Bass ist klasse. Wenn man schon Vergleiche braucht, dann fallen am ehesten Art Brut ein, mit dem Unterschied, dass die Young Knives singen und die besseren Lieder haben, dann noch Clap your hands say yeah und Konsorten. Wer auf diese ganzen Brit-Bands stand und steht, ist hier absolut richtig: intelligenter britischer Rock, dessen einziges Manko vielleicht ein zuviel an Nervosität ist.


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