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Amberle

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Der Thron der Sieben Königreiche. Das Lied von Eis und Feuer 03.
Der Thron der Sieben Königreiche. Das Lied von Eis und Feuer 03.
von George R. R. Martin
  Taschenbuch

7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lanweilig, brutal und sexistisch, 22. November 2012
Es tut mir leid, Freunde: dieses Buch ist ein sehr amerikanisches Buch. Der Autor hat keinerlei Gespür für guten Stil, er ist weder Künstler noch Poet, er ist nur ein Handwerker, und zwar einer der groben Art.
Durch die Serie auf DVD und im Fernsehehen neugierig geworden, habe ich mir nun die Bände 1 bis 5 mal besorgt und bin schwer enttäuscht: nachdem in Band eins und zwei eine Welt entworfen wurde, die mittelalterlich-archaisch daherkommt, bei der man sich aber schon fragte, weshalb man etwas erfinden muss, was die Wirklichkeit, sei es die Geschichte Roms oder des Mittelalters in Europa, leider mit all ihren Intrigen und Morden "besser" vorgemacht hat, war noch Interesse an den Figuren und der Handlunng durch Spannungsbögen gegeben. Seit Band drei wiederholt sich alles nur noch quälend. Es gibt absolut keine echte Handlungsentwicklungs mehr, der Autor verwendet für die Kapitel immer wieder die selben Namen der Charaktere, die immer langweiliger werden. Außer Sex und Brutalität und ein paar Kriegen tut sich im Prinzip nichts, da ist es völlig egal, ob man gerade in einem Wald oder auf einer Burg ist. Nicht einmal die weißen Wanderer kommen voran. Das meiste des Beschriebenen ist widerlich, noch dazu ist es schlecht geschrieben oder übersetzt, da die Sätze kaum verschachtelt sind und derart prosaisch daherkommen, dass es wieder zur Dumpfheit der erzählten Geschichte passt. Selbst
die inetressanteren Figuren wie Daenerys oder Arya entwickeln sich absolut nicht.
Tja, George Martin hat entdeckt, dass er 'ne Menge Kohle machen kann, wenn er immer weiter und weiter den selben Mist schreibt, der Verlag hat es auch entdeckt, doch wieso sollte man eine von bloßer Wiederholung geprägte brutale und abstoßende Geschichte weiterlesen? Ich steig hier aus. George Martin hätte die Geschichte nach Band zwei oder drei abschließen sollen, dann könnte man vielleicht trotz aller Kritik noch von einem interessanten Fanatsy-Epos sprechen, jetzt aber ist er selbst ein weißer Wanderer, der immmer weiter und weiter und weitter... gähn.


Rhizomes
Rhizomes
Preis: EUR 16,42

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zartes Punk-Echo, 18. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Rhizomes (Audio CD)
Hier haben wir es mit einer großartigen Band zu tun, die aus sechs Frauen besteht und die sehr tolle Underground-Musik macht, die leise an Punk erinnert, aber keiner ist. Bass und Drums spielen absolut exakt und die Gitarren fräßen schon mal wie bei Neil Young, am besten wird man Effi Briest (seltsamer name für eine amerikanische Band) gerecht, wenn man sie mit Best Coast's zweiter LP oder Warpaint vergleicht, denn der Vergleich mit Siouxie and the Banshees greift überhaupt nicht, da Effi Briest keinen New Wave spielen und auch auf Syntheziser und ähnlichen schlechten 80s-Kram verzichten, sondern relativ trocken und ehrlich spielen. Die Sängerin singt und kreischt nicht, auch das ein Plus. Am ehesten erinnert sie an eine nicht-hysterische Ausgabe von Lydia Lunch und die mäandernden Gitarren gar an 70er-Jahre-Prog, man denke an Nektars ruhigere Passagen. Alles hat so eine Trance-artige Wirkung, ist aber nie einschläfernd.
Die Songs sind nicht sofort nach dem ersten Hören zu fassen, man braucht ein bisschen Zeit. Sehr schön gibt es immer wieder kleine Brüche, die von Nebeninstrumenten gefüllt werden. Der Sound übrigens ist absoult in Ordnung für eine kleine Indie-Band aus New York. Leider haben viele, vielleicht aufgrund der meines Erachtens unzutreffenden schlechten Kritik meines Vor-Rezensenten abhalten lassen. Ich kann die Platte nur empfehlen!


The Beatles - The Ultimate Review [3 DVDs]
The Beatles - The Ultimate Review [3 DVDs]
DVD ~ The Beatles
Wird angeboten von roundMediaUK
Preis: EUR 25,47

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seltsame Serie - lieber Finger weg!, 10. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hm, eine seltsame Serie wird da gerade auf den Markt geworfen, "Maestros from the vaults". Tatsächlich handelt es sich um eine Art Resteverwertung von sehr unterschiedlicher Qualität, je nach Band.
Bei der Rollings Stones - the ultimate Collection - 3er-DVD ist anzumerken, dass alle DVDs bereits einzeln und immer noch erhältlich sind. So gesehen ist diese Box natürlich biller. Aber Vorsicht: Finger weg! Es scheint keine vernünftige Rolling Stones-DVD auf dem Markt zu geben, was einen bei dieser Band doch echt wundert. Bei allen drei hier angebotenen DVDs gibt es KEIN EINZIGES Video, das nicht unterbrochen, von halbgaren "Experten" zequatscht und kaputtgemacht wird. Schrecklich. Ich ,öchte mal die 60er bzw frühen 70er Stones bei Auftritten ohne Unterbrechung und Kommentar sehen - gibts aber nicht, abgesehen von einer DVD, die leider nur unbekannte Songs enthält.

Zu den Beatles-DVDs ist zu sagen, dass sie nichts wirklich Neues bieten. Die dritte DVD "Meet the Beatles" z.B. war bereits als Einzel-DVD erhältlich (Rezensionen dort nachsehen), die anderen sind eben unauthorisierte DVDs mit seltsamen "Experten", die sich zu den Beatles äußern. Muss man nicht haben. Es gibt nichts wirklich Neues, gerade bei den Beatles kennt man doch all die offiziellen Filme zu Genüge. Was mich mal interesssieren würde: weshalb gibt es kaum Aufnahmen aus Indien und rund ums weiße Album oder von den Sessions? Meines Wissens wurde da doch alles mitgefilmt. Oder gibt es diese Filmaufnahemen irgendwo auf DVD? Auf youtube kann man da ja was sewhen. Woherv stammen diese youtube-clips? Kann mir im Kommentar dazu jemand was mitteilen?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2013 5:52 PM CET


Deep Purple - History, Hits & Highlights '68 - '76 (2 DVDs)
Deep Purple - History, Hits & Highlights '68 - '76 (2 DVDs)
DVD ~ Deep Purple
Preis: EUR 21,78

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Value for money, 10. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Doppel-DVD ist endlich mal ihr Geld wert. Für fast fünf Stunden (!) Spielzeit bekommt man fast alle Hits der alten Deep Purple zu sehen in Aufnahmen aus Fernsehauftritten und Konzerten, einfach eine tolle Sammlung, von der sich so manche alte andere Band etwas abschauen könnte. Wer Deep Purple auch nur ein bisschen mag, wird hier reich belohnt. Vergleicht man das mit all den besch--eidenen DVDs von berühmten bands, muss man wirklich fünf Sterne geben.
Der Mark II-Besetzung wird natürlich zurecht der größte Raum gewährt, leider, finde ich, gibt es nur wenig von der Mark IV-Band zu sehen. Ich habe nie verstanden, weshalb diese Besetzung nicht genauso geschätzt wird. Bolin war ein erstklassiger Gitarrist und die schon zu Mark III-zeiten begonnene Entwicklung hin zu funkigerer Musik hat zwar Hardrock-Dumpfbacken verschreckt, musikalisch betrachtet war es aber eine Bereicherung einer immer noch rockigen Band, die nur etwas zu machohaft, zu gockelhaft wurde. Dennoch: mehr von Bolin wäre schön gewesen. Die "History" übrigens kann man vernachlässigen, die ist nur ein relativ kurzer Zusammenschnitt dessen, was man später noch zu sehen bekommt und wenig informativ. dennoch insgesamt: Kaufempfehlung, es lohnt sich. Ach ja, fast vergessen: ich finde den Sound fast durchgehend sehr gut, dass die Bildqualiät schwankt dürfe aufgrund der unterschiedlichen Quellen eigentlich auch klar sein.


Paul McCartney - Get Back
Paul McCartney - Get Back
DVD ~ Sir Paul McCartney

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Vergleich zu "Rockshow", 1. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Paul McCartney - Get Back (DVD)
Die DVD "Get back" - Paul McCartney's Rückkehr auf die Bühne 1989/90 nach fast zehn Jahren Bühnenabstinenz - hat mich enttäuscht. Das ganze Konzert ist natürlich stark von den 80ern geprägt, ein Jahrzehnt der musikalischen und modischen Geschmacksverirrung, was sich darin äußert, dass die Drums zum Teil noch Synthie-Drums sind, dass der Keyboard-Sound eher käsig klingt. Die Bläser bei "Got to get you into my life" z.B. kommen vom Keyboard und klingen auch entsprechend.
Pauls Outfit ist eher - naja. Aber wichtig sollten ja die Konzertaufnahmen und die Musik sein.
Das Konzert selbst wird von einer professionellen Band gespielt, die aber leider irgendwie blutleer klingt, ganz schlimm fand ich schon immer diese Mischung aus österreichischem Bauunternehmer und schwedischem Fähnleinführer Hamish Stuart, der eher in ein Fitness-Studio als auf eine Bühne gehört. Ok, das ist jetzt sehr subjektiv gewesen. Unter anderem ist der ehemalige Pretenders-Gitarrist Robbie McIntosh dabei. Die Pretenders. Eben. Leider stammt der Welttourneemitschnitt nicht aus Pauls bester Zeit. Die wenigen neuen Lieder (Rough ride; Put it there; This one) von "Flowers in the dirt" unterstreichen das. Stattdessen hat sich Paul ab diesem Zeitpunkt auf Beatles-Nostaligie in seinen Konzerten verlegt. Am positivsten fällt auf, wie gut Pauls Stimme immer noch klingt, obwohl er zwischendurch auch mal eher schreit als singt. Allerdings passt die offenbar nachsynchronisierte Musik (Abspann: songs re-recorded) nicht immer zu den Lippenbewegungen, das ständige wechselnde Bühnenoutfit Pauls beweist dies.
Störend sind auch die zu häufigen Aufnahmen des leicht irre wirkenden 80er-Jahre-Publikums, das meist gruslig wirkt.
Noch schlimmer ist, dass einige Lieder ständig von Filmausschnitten unterbrochen oder überlagert werden, die wohl künstlerisch oder politisch wirken sollen, aber oft nicht zum jeweiligen Lied passen. Schlimmstes Beispiel sind die Einspielungen zu "Back in the USSR", die voller Klischees sind, und bei "The Long and Winding Road", wo kein einziges Mal die Band zu sehen ist, sondern Bilder über die Mondlandung und Bilder aus dem Vietnam-Krieg den Eindruck komplett zerstören. Immer wieder gibt es Ausschnitte aus der Beatles-Zeit, Ausschnitte z.B. aus dem Film "Help", als die Beatles vor dem Panzer wegrennen - und dazu spielt Paul natürlich "Band on the run". Aua. Unter anderem völlig unpassend ist Lennon in "How I won the war" zu sehen. Was soll das, fragt man sich. Richard Lester, den man ja aus Beatles-Tagen in guter Erinnerung hat, hat sich hier deutlich vertan.
Beim Konzert selbst wird wieder einmal mehr deutlich, wie überflüssig Linda als Musikerin war, auch wenn sie als emotionale Stütze für Paul wohl wichtig war. Viele Interpretationen der Lieder gefallen mir persönlich auch nicht, so kommt "Sgt. Peppers" fast als Hard Rock daher, so grinst Paul am Ende von "Eleanor Rigby", als wüsste er gar nicht, um was es im Text geht.
Insgesamt hat man also nicht das Gefühl, ein echtes Konzert mitzuerleben, anders als Bei "Rockshow", dem Konzertmitschnitt seiner Wings Over America-Tournee.
Für "Get back" spricht, dass hier ein paar Beatles-Lieder gespielt werden, die sonst noch nie, nicht mal während der "Rockshow"-Tour live auf der Bühne gebracht wurden.


Lynyrd Skynyrd - The Same Old Blues: Live in London 1975
Lynyrd Skynyrd - The Same Old Blues: Live in London 1975
DVD ~ Lynyrd Skynyrd
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 7,25

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Beutelschneiderei, 30. Oktober 2012
Ha, diese gierigen Republikaner, die sich heute noch Lynyrd Sykynyrd nennen und so gar nichts mehr mit dieser Band zu tun haben, wie viele Live-DVDs wolt ihr noch veröffentlichen?
Aber zum Produkt: es handelt sich um ein erstklassiges Konzert (tatsächlich ein Fernseh-Auftritt) in London zur Zeit von Gimme Back my Bullets-Lp, als LS nur zwei Gitarristen hatte, bei dem klar wird, wie Allen Collins und Gary Rossington auch zu zweit "Freebird" zelebrieren können, wie wichtig Billy Powell am Piano war, wie großartig diese, wie klein die jetzigen Lynyrd Skynyrd sind. Schöner Auftritt einer kaum geschwächten Band.
Warum dann nur ein Stern? Weil es exakt diese DVD schon auf der Deluxe-Edition der CD "Gimme back my bullets" gibt. Das ist beutelschneiderei.


The Beatles - Composing the Beatles Songbook 1966 - 1970
The Beatles - Composing the Beatles Songbook 1966 - 1970
DVD ~ Beatles
Preis: EUR 15,90

2.0 von 5 Sternen Lohnt sich nicht, 14. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die bislang schwächste DVD aus dieser Reihe. Waren "Composing Outside the Beatles" noch relativ interessante Dokumentationen (siehe meine Rezensionen dazu, bietet diese nun wirklich gar nichts Neues mehr. Auch erfährt man kaum etwas über das Komponieren, sondern eher etwas über die Texte, doch auch hier wird nur Altbekanntes aufgewärmt (Lennon schreibt Mr Kite zu Zirkusplakat usw).Enttäuschender noch ist, dass kaum noch Filmmaterial verwendet wird, sondern vorwiegend Standfotos des jeweiligen Beatle eingeblendet werden, während eine Stimme aus dem Off spricht.
Ansonsten die bekannte Machart: Experten (?) und Weggefährten der zweiten Reihe lassen sich über Lennon's und McCartney's Texte aus und beurteilen die Lieder. Die DVD bietet keine Extras und keine Untertitel oder deutsche Sprache, man sollte also des Englischen mächtig sein.


Tempest
Tempest
Preis: EUR 7,49

7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dylan auf Auto-Pilot, 15. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tempest (Audio CD)
Ach Herr du meine Güte, wie Oma Duck sagen würde: bei so vielen eloquenten und gebüldeten Rezensionen fasse ich mich kurz: ich finde Tempest eine ganz gute Dylan-Platte, weil sie ähnlich wie Modern Times swingt (im Gegensatz zu TTL, das ich ebenso wie Love and Theft wenig mag); weil Dylan eine hervorragende Band hat und die Lieder irgendwo zeitlos klingen. Dass Herr Dylan inzwischen ein alter Mann ist, 71 Jahre alt, und natürlich nicht mehr wie der junge Dylan klingt, ist bekannt. Die Musik ist wie schon auf den letzten Dylan-Platten irgendwo aus der Zeit zwischen 1920 und 1970, basiert auf sich wiederholenden Blues-Themen und leichten Country- und Folkanklängen, alles klingt leicht bekannt, wird so gut gespielt, dass man gar nicht merkt, wie gut die Musiker sind, Dylans Stimme klingt auf einigen Stücken fast wieder "geheilt", d.h. er krächzt nicht nur, er singt auch mal. Dylan ist Musiker und Geschichtenerzähler, er bedient sich aus der Musdikgeschichte. Dylan ist aber eben kein Gott, der immer neue Wunder vollbringt. Es nervt schon, wie sehr jedes Krächzen von ihm mit Bedeutung aufgeblasen wird von einigen der Dylan-Jünger. Das Cover zeigt eine Allegorie der Moldau. So what? Seine Geschichten waren schon besser.
Zu krtisieren wäre, dass manche Lieder sich kaum abwechseln und sich ewig wiederholen, ein, zwei Akkorde - aber das ist eben die Basis des Blues. Vergleicht man alte Dylan Platten mit Tempest, so stellt man fest, dass auch dort schon ellenlange Songs zu finden waren, Sad Eyed Lady of the Lowlands oder Joey oder Visions of Johanna usw. Auch da tat sich wenig. Allerdings übertreibt Dylan auf Tempest, wenn man die Vinyl-Ausgabe ansieht, stellt man nämlich fest, dass auf LP 2 gerade vier Lieder sind, je zwei pro Seite. Da bietet Dylan zu wenig Abwechslung, finde ich. Das Lied "Tempest" beispielsweise ist ziemlich langweilig, Dylan Lyrik war sicher schon besser, so reimt er beispielsweise honey auf money (gähn) oder zitiert Textfetzen aus Beatles-Stücken für seine, sorry, ziemlich dämliche Lennon-Hommage, sofern es denn eine ist. Oder das Stück Tin Angel: Dylan erzählt eine lahme Ballade von Liebenden, die natürlich blutig endet. Ächz. Also: man sollte nicht so einen Wirbel um die neue Dylan machen, es ist kein Meisterwerk, aber eine absolut solide gute Platte eines guten Musikers. Dylan muss nichts mehr beweisen, es rollt alles dahin, als sei die Platte einfach so aus dem Ärmel geschüttelt, als würde Dylan auf Auto-Pilot spielen und komponieren.
Wer Modern Times mochte, dem wird Tempest gefallen.
Es sei noch gesagt, dass das bizarre Video zu Duquesne Whistle, eines der besseren Stücke auf Tempest, sehenswert ist: Dylan wie ein Mitglied einer Gang, der man nicht nachts begegnen möchte, mit einem Gesicht wie aus einem Stummfilm. Am besten natürlich, dass plötzlich ein Typ, der sich wie einer von KISS geschminkt hat, mitlatscht. Herr du meine Güte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2012 6:29 PM MEST


Original Album Classics
Original Album Classics

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Beatles play Dylan, 2. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Original Album Classics (Audio CD)
So, eine weiter Zusammenstellung aus der Reihe Original Album Classics, über die man wissen sollte: es handelt sich "nur" um Pappschuber ohne booklet o.ä., immerhin Repliken der Original-Cover. Dafür sind die Cds alle klanglich hervorragend, und mit bonus-tracks ausgestattet.
Die ersten fünf Byrds-Alben kann man als "the Beatles play Dylan" umschreiben, obwohl das ein bisschen unfair ist, haben doch McGuinn und die anderen, z.B. David Crosby, der später ja mit Crosby, Stils, Nash and Young zu Ruhm gelangen sollte, selbst tolle songs verfasst und dem Ganzen Beatles-Nachgeahmen eine sehr amerikanische Note zugefügt. Dennoch bleibt für mich immer der Beigeschmack des Epigonalen bei den Byrds, das fängt schon damit an, dass sie die Beatles-Haarschnitte nachahmten, sogar die selben Instrumente nahmen, und sogar versuchten mit dem Namen das Wortspiel von "The Beatles" (muss ich jetzt nicht erklären, oder?) zu wiederholen, was natürlich nicht klappte.
Alle fünf Cds hier sind musikalisch gut, Dylan gab den frühen Byrds auch die Absolution, wer also fünf Cds mit Musik der Sechziger kompakt verschubert zum fairen Preis haben will, darf zugreifen.
Inzwischen gibt es auch eine zweiten Teil mit fünf Cds der zweiten Phase der Byrds, die nach dem Abgang von Crosby und dem Neuzugang Gram Parsons zur Country-Band mutierten.


Disney: Hall of Fame 01 Don Rosa
Disney: Hall of Fame 01 Don Rosa
von Don Rosa
  Taschenbuch
Preis: EUR 17,00

1 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unverständlich, 29. August 2012
Völlig unverständlich ist mir die Bewunderung, die manche Duck-Fans Don Rosa entgegenbringen, vor allem da die Vergleiche ja möglich sind und offen zu Tage liegen. Don Rosa ist m.A. ein Dilettant, der nicht gut zeichnen kann, die Duck-Figuren bleiben hölzern und unbeholfen, als würde ein mittelmäßig begabter Schüler Donald Duck abmalen. Zudem sind seine Stories kaum überzeugend, da sie oft keine echte Pointe haben und außerdem zu 80% ohne echte eigene Idee herkommen, da sie meist auf Carl Barks-Idee basieren. Wieso findet man Don Rosa toll?
Sorry, es gibt so viele tolle Donald Duck-Zeichner, angefangen mit dem unübertrefflichen Carl Barks über all die viel zu wenig gewürdigten Italiener wie Massimo de Vita oder Giovani Carpi. Weshalb erhalten die keine eigenen Serien? Die holländischen Duck-Comics übrigens, obwohl es auch da den ein oder anderen besseren Zeichner gibt, sind leider meist langweilig, aber immerhin gut anzuschauen. Don Rosa aber? nein, furchtbar.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2013 9:09 PM CET


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