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Beiträge von Sebastian Knight
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Rezensionen verfasst von
Sebastian Knight

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MEDION LIFE P12092 (MD 21145) 66cm (26 Zoll) LED-Backlight TV (EEK B, integriertem HD DVB-T/-C/-S2 Triple Tuner & DVD Player, CI+) schwarz
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1.0 von 5 Sternen Montagsprodukt mit katastrophalem "Support", 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Geburtstag (und passend zur Endrunde der Fußball-WM) war dies das Geschenk, das ich nach längerer Infosuche für meinen Sohn ausgesucht hatte. Leider ein kompletter Flop. Nachfolgend seine Erfahrungen:

Eingebauter Receiver findet keine deutschen Sender, stundenlange Sendersuchläufe mit den verschiedensten Kombinationen aus Einstellungen bringen keinen Erfolg.
Supportanfrage mit detaillierter Problembeschreibung und Auflistung, was ich schon alles versucht habe. Das Serviceportal und das Kontaktformular sind nicht gerade benutzerfreundlich, die Hotline ist kostenpflichtig.
Nach 5 Tagen (Wochenende dazwischen, also min. 3 Werktage) kommt die Antwort vom Support: Ein Auszug aus dem Handbuch (!), der die Einrichtung von Sendern erklärt. Auf meine Problembeschreibung wird nicht genauer eingegangen!
Auf meine Antwort hin, dass ich das Gerät mit dem beigelegten Rücksendeschein zurückschicken werde, kommt nach einer Woche (!!) eine weitere Antwort: Noch einmal ein kurzer Hinweis, wie man die Sendersuche richtig einstellt. Wenn ich das Gerät trotzdem zurückschicken wolle, solle ich Seriennummer und Kaufbeleg in einer Antwortmail an Medion schicken. Die Retoure war zu dem Zeitpunkt seit einer Woche abgeschickt.

Fazit: Aufgrund der anderen, recht positiven Rezensionen dürfte es sich um ein typisches unbrauchbares "Montagsprodukt" gehandelt haben. Dies gestehe ich dem Hersteller grundsätzlich ja sogar zu, kann mal passieren. ABER: Die Art und Weise des "Supports" (das kann man hier nur in Anführungszeichen schreiben) sollte sich heutzutage keine Firma mehr leisten. Da null Sterne nicht gehen, kann es dafür nur den einen geben.


Be Good
Be Good
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 13,20

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Voice, 10. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Be Good (Audio CD)
Gregory Porter war eigentlich auf dem Weg zu einem vielversprechenden Profi-Footballer, bis eine schlimme Schulterverletzung diese Karriere stoppte. In kalifornischen Jazzclubs kam er enger mit der Musik von Nat King Cole, Cole Porter usw. in Berührung. Er brachte 2010 mit "Water" ein Debutalbum heraus, das ihm nicht nur eine Grammy-Nominierung, sondern auch die Aufmerksamkeit von Weltstars wie Wynton Marsalis und Jamie Cullum einbrachte. Mit "Be Good" legt er nun ein zweites Album nach, das meiner Meinung nach die Linie des ersten fortführt, in seiner gesamten Qualität jenes aber noch übertrifft. Da gehen Soul und Gospel, Blues und Jazz eine wunderbare Synthese ein. Porter hat eine unglaublich weiche, warme Stimme, mit der er meinetwegen auch das Telefonbuch von Brooklyn, wo er derzeit lebt, vertonen könnte. Wobei seine dargebotenen Texte tatsächlich alles andere als platt sind - als Beispiel gleich der erste Song "Painted on Canvas" oder "Mothers Song". Hinzu kommen auf diesem Album hervorragende Instrumentalisten, die in geschmackvollen Arrangements dieser Stimme zusätzlichen Glanz verleihen und sich ganz in ihren Dienst stellen. Hervorzuheben ist dabei sein Freund, der Saxophonist, Pianist und Arrangeur Kamau Kenyatta, der schon "Water" produziert hatte. Auch "Be Good" besteht ganz überwiegend aus eigenen Kompositionen, die von 3 Coverversionen ergänzt werden. Eine berührende Version des Klassikers "God bless the child" steht am Ende dieser aus der Masse weit herausragenden CD. Manchmal sorgt das Schicksal dafür, daß Karrieren ganz anders als erwartet verlaufen. Wir werden von Gregory Porter in den nächsten Jahren (hoffentlich!) noch viel hören.


Unclouded
Unclouded
Preis: EUR 6,99

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wolkenlos, makellos, 25. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Unclouded (Audio CD)
Mit "Unclouded" hat Silje Nergaard ein wunderschönes neues Album vorgelegt. Die Norwegerin wird begleitet von zwei Gitarristen, Hallgrim Bratberg und Havar Bendiksen, die Siljes unverkennbarer Stimme viel Raum lassen. Zugleich bringen sie mit ihren gekonnt vorgetragenen Klanggeweben, manchmal auch perkussiv gespielten Gitarrenklängen durchaus Eigenes in die überwiegend von Silje Nergaard selbst komponierte Musik ein. Die Musik und Siljes Stimme stehen im Vordergrund, dennoch dürfen in einzelnen Songs auch prominente Gäste mitspielen, so z.B. Nils Petter Molvaer und John Scofield, auf dessen Beteiligung Silje besonders stolz war. Das Spektrum reicht von den bekannt intimen Liebesliedern aus Siljes eigener Feder über die Neuvertonung von Klassikern ("The Moon Is a Harsh Mistress") und norwegische bzw. norwegisch inspirierte Lieder bis hin zu der Coverversion des "The Killers"-Songs "Human". Ich muß gestehen, daß ich diesen Originaltitel bisher nicht kannte und erstaunt war, wie aus einem (sorry, Killer-Fans) recht gewöhnlichen, rhythmuslastigen Popsong eine zu Herzen gehende Ballade wird.
Der Reiz der CD liegt in der klaren, markanten Stimme Siljes in Verbindung mit der reduzierten, klug eingesetzten Instrumentalbegleitung und der Vielfalt der Musik. Wie schon auf früheren Produktionen könnte man sich mal wieder trefflich darüber streiten, ob das "noch" Jazz ist, wo doch so viele andere Elemente (Folk, Ethno ("Norwegian Boatsong" mit norwegischem, aber auch indischem und keltischem Flair!), Singing-Songwriting, Pop, ...) zu hören sind. Silje Nergaard wäre eine solche Diskussion herzlich egal, da es ihr schlicht um gute Musik geht, jenseits aller Schubladen und Genres. Schon der Titel der CD, "Unclouded", verweist auf ihre Absicht, ihre Stimme unverstellt und natürlich zu Gehör zu bringen, ein bißchen in der Art wie Kinder singen, unbeschwert und spontan. Dies ist ihr meisterhaft gelungen. Wer ihre früheren Alben mag, wird auch dieses lieben, weil es Neues und Bekanntes auf wunderbare Art verbindet.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2012 8:37 AM CET


Antologie
Antologie
Preis: EUR 21,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intim und berührend, 20. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Antologie (Audio CD)
Schon seit langem hat mich kein Album mehr so berührt wie "Antologie" von Solveig Slettahjell. 12 Songs (eigentlich ja 13), von denen man viele kennt (oder zu kennen meint) in neuer Interpretation. 12 Songs reduziert auf das Wesentliche - die betörende Stimme von Solveig Slettahjell und die sparsame, äußerst sensible Begeitung Morten Qvenilds am Piano, Synthesizern und anderen elektronischen Effekten. 12 Songs, einer schöner und ausdrucksstärker als der andere.
Solveig Slettahjell beschreibt im Beiheft, daß die Wurzeln zur Herangehensweise an dieses Album eigentlich in ihrer Kindheit liegen, als sie nach der Schule heim kam, sich ans Klavier setzte und nachspielte, was ihr gerade in den Sinn kam. Herausgekommen sind nun, mit großer zeitlicher Verzögerung, Coverversionen, die diese Bezeichnung eigentlich nicht verdienen. Es sind vielmehr Neuschöpfungen, Nachempfindungen zeitlos schöner Titel. Es fällt schwer, einen einzelnen Song hervorzuheben, weil jeder auf seine Art so ganz besonders geworden ist. "Wild Horses" von den Stones gefällt mir bei ihr besser als das Original. Aus ABBAs allzu bekanntem "The Winner Takes It All" macht Solveig Slettahjell mit der rhythmischen Verschiebung in den 3/4-Takt einen sensiblen Valse Triste. "Saddest Song I've Got", ursprünglich von Annie Lennox, rührt in dieser abgespeckten Version fast zu Tränen. Tom Waits' wunderschöne Ballade "Take It With Me" hat Solveig Slettahjell schon auf ihrem (ebenfalls genialen) Album "Silver" interpretiert. Schwer zu entscheiden, welche ihrer beiden Versionen schöner ist.
Gemeinsam ist fast allen Titeln das langsame Tempo, das Slettahjells Markenzeichen ist (nicht umsonst heißt ihre übliche Begleitband "Slow Motion Quintet"), und die sensible, berührende Interpretation durch zwei außergewöhnliche Musiker.
Fazit: Keine Musik für jeden Tag, schon gar keine Musik, wenn man sowieso schon schlecht drauf ist und zu Depressionen neigt. Stattdessen Musik zum intensiven Zuhören, zum Sich-Einlassen auf gefühlvolle und dennoch vollkommen kitschfreie Melodien und Texte. Für mich ein kleines Meisterwerk, das mir immer wieder angenehme Gänsehaut macht.


Rio
Rio
Preis: EUR 21,98

32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rio ohne Bossa Nova oder Samba - Jarrett sei Dank, 13. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rio (Audio CD)
Nach mehrmaligem Hören des neuen, mit viel Publicity angekündigten Solo-Albums von Keith Jarrett will ich meine - sicherlich sehr subjektiven - Eindrücke wiedergeben.
Jarrett beginnt das Konzert suchend, unruhig-nervös wirkend, den Flügel in seinen Möglichkeiten auslotend. Part I ist mit knapp 9 Minuten gleich das längste Stück der Doppel-CD und läßt beim ersten Hören aufhorchen, macht neugierig und läßt den Fan hoffen auf einen neuen Meilenstein in Jarretts Diskographie. Leider vertraut Jarrett dann letzten Endes nicht auf sein Material und beendet das Stück, wo er in den 70er (Köln, Bremen/Lausanne), bis 90er-Jahren (Paris, Vienna, La Scala) noch lange nicht aufgehört hätte. Aber die Neigung zur kleineren, kürzeren Form zieht sich bei Jarrett seit Beginn des neuen Jahrhunderts ja durch und dürfte auch seiner zwischenzeitlichen Erkrankung geschuldet sein. Part 2 ist schöner, etwas nachdenklich-verträumter Klavier-Jazz, während er in Part 3 schon wieder ganz anders daher kommt, rhythmisch nuanciert im 3/4-Takt. Part 4 war für mich etwas belanglos und platt, während man in den Parts 5 und 6 den "typischen" Jarrett-Sound findet mit interessanten Melodienentwicklungen (leider auch mit Jarrett-typischem Mitsingen) über einem ostinaten Bass-Fundament. Die 2. CD, vermutlich nach einer Konzertpause, beginnt nachdenklich, fast melancholisch und stimmungsvoll. In Part 8 werden wieder ähnlich wie in Part 5 und 6 pulsierende, melodisch "schöne" Improvisationen zu Gehör gebracht, sehr vertraut von früheren Alben. Part 9 ist ein sehr hübsches Intermezzo, das mich mal an Debussy, mal an Sakamoto erinnerte. In Part 10 traut sich Jarret endlich wieder, sehr frei und tonal ungebunden den Hörer zu fordern, in Sprüngen und Wellenbewegungen, leider nur für 5 Minuten. Teil 11, ein wiederum sehr typischer, déjà-écouté Jarrett-Blues scheint sagen zu wollen: "Ich tu Euch nichts, ich wollte halt auch mal ein bißchen spielen, komm jetzt aber wieder zur massentauglicheren Musik zurück." Part 12 kommt wieder recht ruhig, melodisch und harmonisch gut hörbar daher. Auch Part 13 ist im Charakter ruhig, von Dreiklängen getragen, mit fast liedartigem Charakter (was Jarrett natürlich erneut vokal unterstützen zu müssen glaubt). Part 14 ist wieder eher am Blues orientiert und recht konventionell. Dafür endet das Konzert mit einem ruhigen, eher unspektakulären, dafür stimmungsvollen, fast lyrischen Schlußstück, das in der Begleitung manchmal an die Klassiker Schubert und Beethoven erinnert.

Insgesamt ist "Rio" sicherlich eine gute, teils sehr gute Produktion geworden, aber eben keine überragende. Jarrett muß sich an den höchsten Maßstäben messen lassen, denen, die er in den letzten 40 Jahren selbst gesetzt hat. Daß es für mich zu "nur" 4 Sternen gereicht hat, hat mehrere Gründe. Zum einen fehlte mir ein bißchen der Mut, den er noch bei "Radiance" und teils auch noch bei "Testament", ganz besonders aber natürlich vor langer Zeit (z.B. Sun Bear Concerts) hatte. Ich trauere schon manchmal den "Marathon"-Konzerten nach, in denen ein einziger Part auch mal 30 oder 40 Minuten dauern durfte und man atemlos lauschte, wie sich das musikalische Material in weiten Spannungsbogen entwickelte und veränderte. Kulturkritisch könnte man die Frage stellen, ob das heutige Publikum im Internet/YouTube/Videoclip-Zeitalter diesen langen Atem und die Geduld nicht mehr hat? "Rio" ist jedenfalls sehr massentauglich geworden, wenngleich ich - Gott sei Dank! - keinen Bossa-Nova oder "Samba-Jazz" finden konnte, den andere Rezensenten gehört zu haben glauben. Abschließend noch die Anmerkung, daß das orange-gelbe Cover meiner Meinung nach weder zur Musik noch zur von mir hoch geschätzten ECM-Ästhetik paßt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2011 3:51 PM CET


Night of Hunters
Night of Hunters
Preis: EUR 11,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "... cathedrals of sound are singing...", 2. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Night of Hunters (Audio CD)
Wie die unterschiedlichen Rezensionen und Reaktionen zeigen, hat Tori es mal wieder geschafft zu faszinieren, auch zu polarisieren. Für mich ist "Night of Hunters" ein weiterer Meilenstein in der nun über 20jährigen Karriere dieser Ausnahmekünstlerin. Eigentlich war klar, daß nach den beiden letzten Alben (die meiner Meinung nach nicht zu ihren überragenden gehörten) etwas Neues und "Unerhörtes" kommen mußte. Toris neues "Konzeptalbum" überzeugt mich, weil all ihre bisherigen Stärken - als Komponistin, Sängerin, Texterin und Instrumentalistin - zum Tragen kommen und etwas Neues hinzugefügt wird. Dies ist ihre ganz persönliche Auseinandersetzung mit im weitesten Sinne "klassischen" musikalischen Vorlagen (von Bach über Schubert und Chopin bis zu Debussy und Satie). Ihre Zitate und Bearbeitungen hat sie überaus gekonnt in ihren eigenen, unverkennbaren musikalischen Kosmos integriert. Die teilweise üppige orchestrale Instrumentierung paßt zu den Songs, erfordert aber auch ein genaues, geduldiges und intensives Hinhören. Natürlich schreien die Pop-/Rock-Fans nun genauso auf wie die Klassikpuristen (so sie diese Musik überhaupt hören), weil Tori wieder einmal viele Erwartungen nicht erfüllt hat. Stattdessen begibt sie sich auf neue Wege, die ja nicht jedem gefallen müssen. Ich bin ohnehin überzeugt davon, daß das nächste Album wieder ganz anders werden wird und wir noch viele Überraschungen mit ihr erleben werden.
Zur Musik dieser CD paßt für mich ein Zitat aus dem letzten Lied: "You have touched my life so that now cathedrals of sound are singing".


Post Scriptum
Post Scriptum
Preis: EUR 20,98

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ruhig fließender Kammerjazz, 24. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Post Scriptum (Audio CD)
Der niederländische Pianist und Komponist Wolfert Brederode hat mit "Post Scriptum" ein erstaunliches Album vorgelegt, das mit wunderschönen kammermusikalischen Jazz-Miniaturen (keine länger als 7 Minuten) verzaubert. Zusammen mit Mats Eilertsen (Bass), Samuel Rohrer (drums) und Claudio Puntin (Klarinette) schafft er atmosphärisch dichte Stimmungen mit fließenden Melodien, die gleichzeitig zum Zuhören und zum Träumen einladen. Dabei wird es nie banal oder seicht, immer wieder überraschen neue musikalische Ideen und Fortführungen den Hörer. Das Zusammenspiel der vier Musiker überzeugt, das Ganze ist auch hier wieder mal mehr als die Summe aller Teile. Die Eigenkompositionen von Brederode entwickeln eine eigene Magie und lassen im Kopf des Hörers Platz für eigene Bilder und Filme, unterstützt durch Stücketitel wie "Meander", "Silver Cloud" oder "Augenblick in der Garderobe des Sommers"(!). 2007 gab's die erste CD in dieser Besetzung ("Currents"), "Post Scriptum" wird hoffentlich noch lange nicht die letzte sein.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2012 7:07 PM CET


Signature Edition
Signature Edition
Preis: EUR 22,76

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haffner & friends machen gute Laune!, 30. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Signature Edition (Audio CD)
Wolfgang Haffner, der vielleicht beste Jazzschlagzeuger Deutschlands, durfte aus der großen Auswahl seines Schaffens eine Doppel-CD bei seinem Label ACT gestalten. Seit seinem Debut als 18jähriger (!) in Albert Mangelsdorffs Band war er bis heute an rund 350 CD-Produktionen beteiligt. Die große Vielseitigkeit seines Schaffens, nicht nur als Drummer, sondern auch als Komponist und Bandleader, zeigt sich in den 24 Tracks, die er ausgewählt hat. Neben bekannten Stücken aus den früheren Jahren (beginnend 1992) in unterschiedlichen Besetzungen gibt's auf der 2. CD auch noch 4 Erstveröffentlichungen. Für mich besonders berührend dabei: "June 14th", benannt nach dem Todestag des großartigen, tragisch früh verstorbenen Pianisten Esbjörn Svensson.
Haffner zeigt die ganze Bandbreite seines Könnens und schöpferischen Ideenreichtums. Ruhige, akustisch dominierte Titel ("Round Silence" mit Sting-Gitarrist Dominic Miller!) sind ebenso darunter wie groovende, Funk- und NuJazz-Stücke, die jeder Party zur Ehre gereichen würden.
Die Besetzungen wechseln, die Namen sind ein Who-is-Who der deutschen und internationalen Jazzstars: Dieter Ilg, Albert Mangelsdorff, Klaus Doldinger, Wolfgang Dauner, Eberhard Weber, Sebastian Studnitzky, Randy Brecker, John Abercrombie, Chuck Loeb, Nils Landgren, Lars Danielsson u.v.a. Egal ob in der großen Besetzung oder im (aktuellen) Trio mit Hubert Nuss und Lars Danielsson - Haffner spielt hoch musikalisch und läßt seinen phantastisch spielenden Kollegen genug Raum für deren eigene Ausdrucksmöglichkeiten.
Für alle, die ihn schon kennen, ist diese "Signature Edition" ein guter Überblick über sein Schaffen, dank der zusätzlichen "previously unreleased" Titel besonders attraktiv. Für alle anderen (z.B. Fans von Landgren, Brönner & co.) die Gelegenheit zur Neuentdeckung und Horizonterweiterung.


Signature Edition
Signature Edition
Preis: EUR 21,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entspannter Jazz zum Wohlfühlen, 15. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Signature Edition (Audio CD)
Wie außer ihm Nguyên Lê, Wolfgang Haffner und Ulf Wakenius erhielt auch Lars Danielsson von seinem Plattenlabel ACT die dankbare Aufgabe, 24 für sein Schaffen maßgebliche Titel für eine Doppel-CD auszuwählen. Herausgekommen ist ein musikalisch und klanglich hervorragender Querschnitt durch die letzten 18 Schaffensjahre des 52jährigen schwedischen Bassisten und Cellisten. In unterschiedlichen Besetzungen versammelt er dabei mit einer einzigen Ausnahme ("Bibor No Azora" von Ryuichi Sakamoto) eigene Kompositionen. Die Stücke reichen vom intimen Duo mit dem Pianisten Leszek Mozdzer (von der wunderschönen CD "Pasodoble") über Trio- und Quartettbesetzungen bis hin zu größeren Ensembles + Streichorchesterunterstützung. Auch die Freunde des vokalen Jazz kommen auf ihre Kosten, da Danielsson hinreißende Lieder für Viktoria Tolstoy, Caecilie Norby und Youn Sun Nah geschrieben hat. Die Liste der übrigen Musiker läßt Kenner mit der Zunge schnalzen: Nils Landgren, Marilyn Mazur, Ulf Wakenius, Bobo Stensson, Jon Christensen, Eivind Aarset, Bugge Wesseltoft, John Abercrombie, um nur einige zu nennen. Die Stücke sind überwiegend ruhig und getragen, sehr stimmungsvoll, oft auch geprägt von einem lyrischen bis manchmal melancholischen Ton. Egal ob mit dem Kontrabass oder mit dem Cello, egal ob gezupft oder gestrichen, egal ob akustisch oder elektrisch - Danielsson findet immer den richtigen, warmen Ausdruck und überzeugt durch seine gefühlvollen Kompositionen. Zum Niederknien schön: Seine Reverenz an Esbjörn Svensson in "Song for E." mit gestrichenem Cello, den Wasserfuhr-Brüdern an Trompete und Klavier sowie Nils Landgren an der Posaune.
Ideale Musik zum Runterkommen, Entspannen, Zuhören und Genießen. Wer Lars Danielsson bisher noch nicht kannte, erhält hier einen guten Zugang und idealen Einstieg. Für seine Fans ist das Album ein gelungenes, repräsentatives "Best of"-Album in ansprechender Aufmachung.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2011 5:12 PM CET


Signature Edition
Signature Edition
Preis: EUR 21,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Best of" eines der besten Jazzgitarristen, 13. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Signature Edition (Audio CD)
Die Grundidee des deutschen Jazz-Labels war einfach: Auf einer Doppel-CD durften einige der Stars im Rahmen der "ACT Signature Editions" 24 eigene, bahnbrechende Titel auswählen. ACT spendierte ein technisches Remastering und eine optisch ansprechende Gestaltung. Bisher gaben sich Nguyên Lê, Lars Danielsson, Wolfgang Haffner und eben Ulf Wakenius die Ehre. Herausgekommen ist ein hervorragender Überblick über das Schaffen des Ausnahmemusikers und - unter anderem - letzten Gitarristen des legendären Oscar Peterson Quartets. Die Aufnahmen erstrecken sich über die Jahre 1992 bis 2009 und beinhalten in der Summe einen grandiosen Querschnitt durch das Schaffen von Wakenius. Neben eigenen Kompositionen finden sich u.a. mehrere von Lars Danielsson geschriebene Titel, Stücke von Egberto Gismonti ("Frevo" mit der bezaubernd scattenden Youn Sun Nah ist eine Einstiegsdroge!), Ryuichi Sakamoto, Keith Jarrett und dem Esbjörn Svensson Trio. Ja, Wakenius hat Jarrett und E.S.T. auf Gitarre eingespielt (jeweils ein ganzes Album: "Notes From The Heart" und "Love Is Real"!), auf dieser Produktion kann man einige sehr gelungene Stücke daraus hören. Aber auch seine brasilianischen Einflüsse läßt er hören, z.B. in seiner Eigenkomposition "Tequila Sunrise". Als Begleiter der koreanischen Jazzsängerin Youn Sun Nah nimmt er sich im Dienste der Musik gekonnt zurück.
Wakenius' Mitstreiter auf diesen CDs waren außerdem u.a. Lars Danielsson, Morten Lund, Till Brönner, Jack DeJohnette, Bill Evans, Viktoria Tolstoy, Nils Landgren, Randy Brecker u.v.m. Man hört die Klasse dieser Leute und ihre Liebe zur Musik. Sehr melodischer, vielseitiger und gut hörbarer Jazz in hervorragender Klangqualität, witzigem Design und dazu noch zum fairen Preis. Hoffentlich belassen es die ACT-Leute nicht bei den 4 genannten Produktionen und spendieren z.B. auch noch Nils Landgren oder Michael Wollny Alben aus dieser Serie.


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