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rebellyell666 "rebellyell666" (Münster)
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Das Schmetterlingsmädchen: Roman
Das Schmetterlingsmädchen: Roman
von Laura Moriarty
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Charaktere mit einem wahren Hintergrund, 8. Juni 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Inhalt:

Wir befinden uns mit der Enddreißigerin Cora und der fünfzehnjährigen Louise im New York der Zwanziger Jahre. Louise hat die Chance, eine große Tänzerin zu werden, doch ihre Eltern befürchten, dass New York ihr in Bezug auf Sitte und Anstand nicht gut tun wird und schicken sie mit Cora, ihrer Anstandsdame, eine einfache Frau aus ihrem Ort, auf die Reise.
Während die beiden aus gänzlich verschiedenen Welten stammen, lernen sie doch einiges auf dieser Reise über sich…

Meine Meinung:

Das Schmetterlingsmädchen schildert in keinem Fall eine große Frauenfreundschaft zwischen einer sehr konservativen und einer sehr neuzeitlichen Frau. Stattdessen bleiben die beiden stets verschieden, was den gewissen Reiz des Buches nur noch unterstreicht.

Louise ist rebellisch und probiert im Laufe des Buches all das aus, was Teenager spannend und neu finden. Es scheint sich von den 20er Jahren zu 2013 nichts verändert zu haben: Alkohol, Zigaretten und langes Ausbleiben hat immer noch seinen Reiz. Louise kommt zudem aus einem sehr neuzeitlichen Elternhaus: Sie erklärt gleich am Anfang, ihre Mutter hätte mehrmals betont, keine Kinder gewollt zu haben und eher von einem alleinstehenden Leben geträumt. Die Konventionen, die für die Frau galten, hätten sie aber zum Eheleben getrieben. Ihre Mutter lässt Louise außerdem alle Schriftsteller lesen, die Louise mag und für richtig hält. Eine konkrete Zensur gibt es nicht.

Cora hingegen ist eher konservativ erzogen worden und trägt immer noch ihr Korsett, was sich für eine Dame gehört – so findet sie. Dennoch bereitet es ihr Probleme, sich nur zu bücken oder das gewisse Maß an Essen abzuschätzen, um das Tragen des Korsetts noch bequem durchstehen zu können. Cora reist nicht nur als Anstandsdame nach New York, sondern im Grunde auch als Waise, die ihre wahre Mutter sucht. Als Kind in einen Zug geschickt, wurde sie wie alle anderen Kinder auf dem Land Familien angeboten. Was das heißt, kann sich jeder vorstellen. Alte Farmer suchen „neue Frauen“ in zwölfjährigen Mädchen, nach einer billigen Haushälterin, nach billigen Arbeitskräften und so weiter. Wie Coras Geschichte dann verläuft, lesen Sie dann doch lieber selber.

Es ist ein Buch voller Fragen an den Leser: Was meinen Sie? Lange Röcke für junge Mädchen oder sind knielange in Ordnung? In einer Welt mit Röcken, die kaum noch einen Rock, dafür einen längeren Gürtel darstellen, fragen wir uns doch auch: Muss das sein? Muss ich mich für jeden als sexuelles Wesen darstellen oder was ist die Aussage, wenn Mädchen diese Röcke tragen? Ich glaube, dieses Buch zeigt auch, dass wir uns wieder an einem Punkt befinden, an dem die Mode fragwürdig wird und die Mädchen, die sich schminken, immer jünger.
Alleinstehende Frauen finden wir 2013 immer noch etwas komisch. Ist die Familie nicht das Allerheiligste, was man Ende zwanzig in Wege leiten kann? Unsere eingetrichterten Zukunftsvorstellungen sind noch heute sehr aktuell und wenn jemand dort herausbricht und alleinstehend oder ohne Kinder, aber mit Partner sein möchte, prognostiziert jeder sofort ein Unglück hervor. Ich finde es schon erstaunlich, wie wenig sich die Menschheit innerhalb von Jahrzehnten nicht unbedingt weiterentwickeln kann in einigen Teilen.

Das Buch selber ist zumeist etwas seicht geschrieben, nicht zu sehr politisch und auch als Urlaubslektüre gut geeignet. Anders als andere Bücher, reißt es Dinge wie Homosexualität und den Ku-Klux-Klan nur an und nimmt diese nicht als Hauptthemen für die Wendungen der Geschichte.

Fazit:

Das Buch schildert die Geschichte einer rastlosen Enddreißigerin und einer jungen Frau, die ihren Weg in die Gesellschaft erst noch finden muss, was sich bis zum Ende eher schwierig gestaltet. Die Charaktere sind hautnah und sehr eindrucksvoll geschildert. Sie weichen von ihren eigenen Vorstellungen im Grunde nicht ab und diese explosive Mischung aus Frauenpower kann man sehr gut lesen. Buchtipp!


Nivea Deodorant Stress Protect Anti-Transpirant Roll-on, 3er Pack (3 x 50 ml)
Nivea Deodorant Stress Protect Anti-Transpirant Roll-on, 3er Pack (3 x 50 ml)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Schutz, schöner Geruch, angenehm, 7. Mai 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Deo ist für einen langtägigen Schutz gut geeignet. Sehr gut und duftet den ganzen Tag über, so dass man sich frisch geduscht fühlt. Somit hat das Anti-Transpirant den Stresstest gut bestanden. Sogar jetzt - um neun Uhr abends - kann ich den Duft ohne jeglichen Schweißgeruch noch riechen. Und ich habe das Deo um sieben Uhr morgens ohne Auffrischung zwischendurch aufgetragen.

Nivea hat mich angenehm überrascht und ich kann das Deo nur rundweg empfehlen, besonders für den kommenden Sommer ein super Kauftipp!


Rexona Maximum Protection Clean Scent Deocreme Men, 45 ml
Rexona Maximum Protection Clean Scent Deocreme Men, 45 ml
Preis: EUR 4,25

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Weiße Deostreifen und pulverige Konsistenz, 7. Mai 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das Deo ist zwar auf lange Sicht und an stressigen Tagen für einen guten bis sehr guten Schutz gut geeigne, leider war es das aber auch schon.

Mittlerweile habe ich den Anspruch, dass, wenn ich mir Kleidung anziehe, das Deo nicht auch noch darauf abfärbt und ich zusehen muss, dass es erst soweit eingezogen ist, dass ich mir meine Oberteile ohne Gefährdung anziehen kann.
Außerdem wird das Deo nach mehrmaligem Anwenden total pulverig und fängt an, zu bröckeln.

Leider ist das Deo beim Test komplett durchgefallen. Einzig der Geruch und dass, wenn man Geduld beim morgigen Anziehen aufbringen muss, und dann ein gutes Deo hat, ist zwei Sterne wert.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 3, 2014 9:11 PM MEST


Das fremde Haus: Psychothriller
Das fremde Haus: Psychothriller
von Sophie Hannah
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Langatmiger Roman, aber kein Pychothriller!, 2. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Das fremde Haus: Psychothriller (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Inhalt:

Als sich Connie Bowskill um 01.15 Uhr auf der Website roundthehouses.com das Haus Bentley Grove 11 anschaut, ist sie geschockt: Als sie zur Aufnahme des Wohnzimmers kommt, ist plötzlich eine Frauenleiche auf dem Bild zu sehen, die in ihrem eigenen Blut schwimmt. Als Connie ihren Mann Kit weckt, um ihn prüfen zu lassen, dass das keine Einbildung war, ist die Leiche plötzlich weg.
Connie kann nicht mehr ruhig schlafen und entschließt sich, zur Polizei zu gehen. Bald steht sich das Ehepaar misstrauisch gegenüber. Kit glaubt, seine Ehefrau möchte mit der wilden Geschichte, er führe ein Parallelleben mit einer anderen Familie, ihre Ehe zerstören und Connie ist aufgrund einer Navigationsadresse überzeugt, dass etwas faul ist.
Sam Kambothekra, der Polizist bei der örtlichen Polizei, kontaktiert die Kollegen in Cambridge, da er für den Fall nicht zuständig ist und kontaktiert seinen Kollegen Simon Waterhouse, der momentan auf Hochzeitsreise ist. Denn Simon kennt Connie und ihre Vorgeschichte.

Meine Meinung:

Das Buch ist komplex, zuweilen kompliziert und größtenteils langatmig bis hin zu verwirrend.

Sophie Hannah (die Autorin ohne Nachnamen?) verstrickt sich permanent in langen Dialogen, die zwar intelligent und weiterführend sind, aber etwas zu lang und merkwürdig sind.
Zunächst schildert sie, dass Connie die Leiche entdeckt und zugleich erfährt der Leser, dass Connie schon länger Zweifel gegenüber Kits wirklichem Leben hegt. Hinzu kommt, dass er aufgrund der Firma, die die beiden gegründet haben, einmal in der Woche nach London pendeln muss und dort in einer Zweitwohnung übernachtet. Als Connie eines Abends Holzkohle holen muss, nimmt sie seinen Wagen, weil es schneit und mit Vierradantrieb aufwarten kann. Auf dem Rückweg vertraut sie dem Navigationsgerät und drückt den Button „nach Hause“, den jeder von uns kennt. Doch nicht die Adresse von Kits und ihrem Haus erscheint, sondern Bentley Grove 11 in Cambridge lautet das Ziel. Ab hier beginnen Zweifel, das heimliche Überwachen des Hauses durch Connie und die Ermittlung der Polizei. Als dann auch noch eine Frau auftaucht, die die Leiche auch online beobachtet hat, kommt die Polizei richtig in Fahrt.

Parallel erfährt man noch von anderen Charakteren, allesamt Polizisten. Simon ist derzeit auf Hochzeitsreise mit seiner frischangetrauten Ehefrau Charlie, doch ihre Ehe wirkt etwas hölzern, Geschlechtsverkehr sehr verhalten und alles in allem sehr anormal. Ich kenne den Erstling der Autorin nicht, aber es scheint, als müsse man hier eine Vorgeschichte lesen. Sehr schade, weil man doch, obwohl es Vorgängerbände gibt, einmal kurz auf die Vergangenheit der Charaktere eingeht. Chris Gibbs ist ein stiller Mann, der verzweifelt versucht, seine Ehefrau mit einem Kind glücklich zu machen. Obwohl er es schon aufgegeben hat, muss er immer weiter versuchen, was ihn zum One-Night-Stand treibt…

Gleichzeitig werden Connies Familienverhältnisse geschildert: Behütet aufgewachsen, im Familienunternehmen mehrmals die Woche als Buchhalterin tätig und auch so sehr oft bei ihren Eltern zu Hause, traut sie sich nicht, als die berufliche Entscheidung Kits ansteht, nach Cambridge mit ihm zu ziehen. Stattdessen schlägt er aus Liebe zu Connie, der mittlerweile allerlei Stresssymptome widerfahren, das Angebot aus.
So entsteht natürlich weiterhin ein brodelnder Kessel, weil Kit einen wichtigen Schritt seines beruflichen Lebens nicht gegangen ist.

So plätschert die Story also dahin. Alles wird irgendwie erklärt, nur bis man endlich mal weiß, warum Kit und Connie sich gegenseitig mit so viel Misstrauen füttern. Das Ende ist noch absurder, als der Leser allgemein aus Leseerfahrungen bezogen auf die Thriller- und Krimiliteratur gelernt hat.

Sophie Hannah hat mich doch nicht nur gelangweilt. Als bekennende Haruki Murakami Leserin bin ich mit absurden Storyverläufen vertraut, liebe sie auch zuweilen und verfolge sie gerne. Doch Hannah schafft es nicht, ein Tempo aufzubauen. Sie verstrickt sich in Momentaufnahmen, lässt ihre Charaktere immer wie Konkurrenten auftreten, die sich gegenseitig überbieten möchten. Sie scheint besonders das Eheleben als Opfer gefunden zu haben; vertrauen sich Kit und Connie doch lange nicht mehr und zwischen Simon und Charlie läuft alles ins langweilige Aushalten hinaus.

Fazit:

Wirklich nur für hartgesottene Leser, die sich nicht so sehr für die Lösung, doch mehr für den verrückten Weg dorthin interessieren und die gerne Charakter- und Dialogstudien verfolgen.
Ein Psychothriller ohne greifbares Thema, aber ein solider, etwas langer Roman.


Falsch (Krimi/Thriller)
Falsch (Krimi/Thriller)
von Gerd Schilddorfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Suche nach einem Vermächtnis, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Falsch (Krimi/Thriller) (Gebundene Ausgabe)
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Inhalt:

Im Jahr 1917 flüchtet Samuel Kronstein mit seinem mit Diamanten gefüllten Gehstock aus Russland und lässt sich von Soldaten zu einem Schiff eskortieren. Er bietet allen den Deal an, sich ihm anzuschließen, in die Schweiz zu fliehen und einen Diamanten zu erhalten oder sie umzubringen, damit sie nicht verraten können, wo sich Kronstein aufhält.
Im II. Weltkrieg, folglich etwas später, lernen sich Willi, Franz, Paul und Ernst kennen. Sie fliehen, als sich die Chance bietet, von einem Arbeitslager, in dem sie dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft. Der tägliche Anblick sterbender, zu Tode geschinderter Menschen macht ihnen zu schaffen.
Im Jahr 2010 stirbt Paul Hoffmann im afrikanischen Dschungel, nicht, ohne ein Geheimnis in die Welt zu schicken: Drei Tauben, jeweils mit einem Hinweis ausgestattet, sind genau darauf dressiert, ihren Bestimmungsort zu finden.
Der Pilot John Finch wird von Wilhelm Klausner engagiert, das Rätsel aufzulösen. Mit dabei die Enkelin Klausners, Fiona, die als Wachhund agiert beziehungsweise dafür sorgt, dass Finch sich nicht Hals über Kopf mit dem angebotenen Geld absetzt.
So beginnt eine verzwickte Reise durch das vergangene Jahrhundert…

Meine Meinung:

Der Thriller hat mich sofort gepackt. Ich fand die Idee spannend, zunächst die einzelnen Charaktere und ihr Leben vor und nach einem bestimmten Ereignis zu schildern. Zum einen ist es der Krieg, zum anderen der Umstand, von einem relativ langweiligen Leben plötzlich in einem Abenteuer um Leben und Tod zu stecken.
Interessant ist auch, dass man bei einigen Charakteren nicht sofort vermittelt bekommt, wer Freund und wer Feind ist, so ist der Leser gehalten, genau aufzupassen, wie sich der einzelne im nächsten Kapitel verhält.
Das Ganze baut natürlich wieder einmal auf dem II. Weltkrieg und zugleich zur Zeit des Nationalsozialismus statt – ein beliebtes Thema in der Literatur. Doch Schilddorfer weiß auch, wie er es umsetzen muss. Er führt uns nicht in die Welt Hitlers ein, sondern in dessen Armee – die SA und die SS. Auch geht er nicht konkret auf Arbeits- und Konzentrationslager ein, sondern treibt die Geschichte voran, in dem er eine Personengruppe auf Entdeckerreise schickt.

Parallel lernen wir auch noch Christoph kennen, der am Flughafen als so genannter Loader arbeitet, das heißt, er sorgt für den reibungslosen Ablauf des Gepäckverladens. Eigentlich studiert er und hofft, bald von diesem Job loszukommen. Aufgrund seiner Tätigkeit gerät er ins Visier einer Schmugglerbande: Er soll dafür sorgen, dass ein Kästchen die Zollkontrolle ohne große Probleme übersteht. Zeitlich lernt er Bernadette Bornheim kennen, eine Tochter reicher Eltern, die an einer teuren Privatförderschule in der Schweiz unterrichtet. Im weiteren Verlauf spielt auch noch eine Schülerin Bernadettes eine wichtige Rolle, lange tappt der Leser aber bezüglich der Querverbindung im Dunkeln, was ein bisschen an den Lesenerven zerrt und die Ungeduld unterschwellig fördert.

Schilddorfer steht sich am Ende doch etwas selber im Weg, indem er Zufälle zwischen den Charakteren bezogen auf den ganzen Thrillerverlauf konstruiert, die ihm der Leser nicht mehr ganz abnehmen kann, sodass man hinterher etwas enttäuscht das Buch zuklappt. Interessant hingegen ist aber, dass der Autor am Ende noch zu jeder wichtigen Person eine kurze Erläuterung, wie es mit demjenigen weitergegangen ist (nur ein kurzer Ausschnitt, nicht vom Leben bis zum Tod) schildert, was eher ungewöhnlich in Büchern ist, man aber von Filmen kennt.

Fazit:

Ein solider Thriller mit einem interessanten und spannenden Verlauf. Am Ende überstürzt sich des Rätsels Lösung. Zwischendurch musste ich an Harry Potter und der Stein der Weisen denken, in dem Harry, Hermine und Ron sich durch Schachspiele, Zaubertränke und sonstige Rätsel durchschlagen müssen. Aber hier hat sich Rowling etwas mehr Zeit gelassen im Gegensatz zu Schilddorfer.


Im Netz der Angst
Im Netz der Angst
von Eileen Carr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Reine Hobby- und Taschenpsychologie, 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Im Netz der Angst (Taschenbuch)
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Inhalt:

Taylor Dawkin wird an einem Tatort gefunden. Ihre Eltern wurden brutal ermordet. Als der Detective Josh Wolf erfährt, dass der Teenager in psychologischer Behandlung bei Aimee Gannon ist, setzt er sich sofort mit ihr in Verbindung, denn Taylor spricht kein Wort. Die Jugendliche scheint unter einem Schock zu stehen, doch Wolf muss auch in die andere Richtung vermuten: Ist vielleicht Taylor die Mörderin ihrer eigenen Eltern? Hinzukommt, dass ihr Vater ein Unternehmer war und mit einem Freund zusammen ein große Firma eröffnet hat, die nun ohne zweiten Geschäftsführer dasteht…

Meine Meinung:

Das ganze Buch ist ein statisches, etwas langweiliges und vorhersehbares Bühnenstück mit einem überbordend, übertriebenen Ende.

Wir haben die von der Liebe vergessene Psychologin, die Probleme mit einem Stalker hatte und deswegen von ihrem Verlobten verlassen worden ist. Und dann ist dieser Stalker zu einer denkbar ungünstigen Zeit wieder aus der Klinik entlassen worden, denn Aimee steckt mitten in einem Fall – nämlich Taylor zum Reden zu bringen und damit die Wahrheit zu erfahren. Doch gleichzeitig ist sie plötzlich ganz damit beschäftigt, die Aufmerksamkeit von Wolf auf sich zu ziehen.

Achja, Wolf, unser Superdetective ist natürlich total heiß und gut aussehend und einfühlsam. Sofort findet er Aimee anziehend und verdammt intelligent. Seine Partnerin Elise weiß sofort, dass er in die junge Psychologin verliebt ist, doch Wolf kreist lieber um seine Gefühle, als sich diese einzugestehen. Elise ist verheiratet und somit gar nicht in einer Eifersuchtsdramatik mit der Anbahnung dieser Beziehung. Das ist wenigstens ein Plus. Eine verkappte Dreiecksbeziehung „Ich bin deine Partnerin und kenne dich in- und auswendig und du musst mich nehmen“ und „Ich sehe verdammt gut aus und bin die Frau, die durch Zufall in dein Leben getreten ist und intelligent bin ich auch…“ hätte der Leser nicht noch zusätzlich ausgehalten.

Zusätzlich noch ein Teeniemix: Taylor hat sich vor einem Jahr komplett verändert und sich hin zu Drogen, Alkohol, Sex und Metal/Rock/Emo-Musik verführen lassen. Und nun! Tata! Sie hört My Chemical Romance und ritzt sich. Achja. Die beiden Sachen gehören Eileen Carr zufolge also zusammen. Gut, muss ich nun anfangen, mich zu ritzen? Diese Taschenpsychologie hält doch kein Studierter aus!
Neben Teenie 1 (Taylor) gibt es noch Teenie 2: Sean, ein merkwürdiger, zurückhaltender und übernervöser Junge, der Taylor öfter in der Klinik besucht, es aber auch nicht schafft, ein Wort aus ihr herauszubekommen. Er ist der Sohn von Carl, dem Partner von Dawkins, dem Ermordeten. Carl ist ein Überfreak, der seinen Sohn für komplett schwach hält…

Tja. Ich glaube, man kann schnell vermuten, wer alles der Täter sein kann und wer nicht. Am Ende ist es ein einziges, bescheuertes Familiendrama, das sich über Jahre hinzog und nun in einem überdramatischen Showdown endet.

Fazit:

Schön, dass Eileen Carr ein Buch schreiben durfte. So als Hobbypsychologin muss es sich ja gut leben lassen. Hoffentlich hat sie noch einen Hauptberuf, sonst wird sie schnell pleite sein…


Prophetengift: Roman
Prophetengift: Roman
von Nick Nolan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nick Nolan ist auf dem Weg nach oben!, 26. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Prophetengift: Roman (Taschenbuch)
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Inhalt:

Sebastian Black hat genug. Er ist ausgepowert und zieht sich aus dem Religionsgeschäft zurück. Zusammen mit seiner Mutter Kitty hat er seit einigen Jahren die Religion „Evo-Love“ vermarktet. Diese lebt den Grundsatz, dass es eine ganz besondere Rasse Mensch gibt, die sich von den Normalsterblichen abhebt. Das ganze steht in der hauseigenen „Bibel“: Das Buch von Holozän.
Kitty treibt ihren Sohn weiterhin an, der Prophet der Religion zu sein und Geld zu machen, um ihren teuren Lebensstandard zu halten. Doch als Sebastian einer Familie, seinen Anhängern, einen falschen Rat gibt, steht er plötzlich an einem Scheideweg seines Lebens…

Meine Meinung:

Bei dem düsteren Cover hatte ich im Grunde mit einer Dystopie gerechnet, doch irgendwie ist es ein Frauenroman, nur anders herum. Keine Sorge! Für Männer genauso geeignet. Es ist doch aber oft so, dass Frau auszieht, sich überfordert fühlt und auf die große Liebe trifft.

Ähnlich trifft es auf Sebastian zu. Er hat das zweite Gesicht und kann mittels telepathischer Fähigkeiten die Zukunft, aber auch die Vergangenheit sehen. Wenn er in Gefahr schwebt, erlebt er es ebenfalls unmittelbar, was ihm beim Zusammenstoß mit den Gegnern seiner Religion sehr nützlich ist. Sebastian flüchtet und kommt bei einem Freund unter; dieser hat natürlich nichts anderes zu tun, als erst einmal eine Willkommensparty zu feiern, obwohl Sebastian sich komplett mit seinen Gedanken zurückziehen wollte. Bei Coby, seinem Freund, trifft er auf Reed, die soeben von ihrem Freund verlassen wurde. Eigentlich dachte sie, er würde ihr einen Heiratsantrag machen.

Reed leitet Sebastian gemeinsam mit den beiden älteren Frauen Libby und Tess, die eine Pension betreiben, wieder zurück ins Leben und auf das allgemeine Glück und nicht das versprochene, verworrene Prophetenglück, was man erlebt, wenn man seinen Mitgliedsbeitrag direkt auf das Konto von Kitty Black überweist. Außerdem trifft Sebastian noch Ramon, der es als reines Glück sieht, dass er eine Familie und Arbeit hat.

Nick Nolan baut seine Geschichte auf dem Märchen „Schneewittchen“ auf, was ihm gut gelingt. Man merkt dieses Schema aber nicht direkt, was auch nicht nachteilig ist. Das heißt, Nolan presst seine Charaktere nicht in das Märchen, sondern lässt den Einfluss langsam hineinlaufen. Alles wirkt sehr einleuchtend geschrieben, ein bisschen Mut zum Kitsch bleibt nicht aus.
Die Charaktere verhalten sich gemäß ihrer Rolle und erscheinen natürlich auf der Bildfläche, nicht übertrieben oder übermäßig steif gezeichnet.

Weil das Ende sehr überbordend ist und eine solche Geschichte sicher nicht so eintreffen würde, gibt es einen Stern Abzug. Dennoch ist es wahnsinnig flüssig und für die Story selber einleuchtend geschrieben.

Fazit:

Dem Realitätsvergleich hält das Buch nicht im Gesamten stand, aber wohl die Flucht vor dem Ruhm, dem Geld und die Entscheidung, ob der Zweck die Mittel heiligt. Und, ob Mütter zum Äußersten gehen oder sich doch noch bekehren lassen. Nick Nolan ist auf dem Weg nach oben!


Badenia Bettcomfort 03840850123 Kissen Irisette Micro Thermo 80 x 80 cm weiß
Badenia Bettcomfort 03840850123 Kissen Irisette Micro Thermo 80 x 80 cm weiß
Preis: EUR 35,25

5.0 von 5 Sternen Passt sich den Schlafgewohnheiten an - top!, 2. April 2013
Das Kissen ist zunächst in der Passform voluminös, doch mit den Nächten passt es sich den eigenen Gewohnheiten an, was das erste Plus ausmacht. Selbst wenn man eher auf flacheren Kissen besser schläft, darf man ruhig vertrauen in den versprochen "Bettcomfort" haben, der sich dem Kopf und den Liegevarianten anpasst.

Außerdem ist es absolut geruchsneutral und für die Waschmaschine außerdem gut geeignet.

Alles in allem ein super Kissen, das ich nur weiterempfehlen kann. Für gemütliche Stunden nachts und zum relaxen, wenn man mal lieber länger im Bett liegen bleiben oder lesen möchte.


Er ist wieder da: Der Roman
Er ist wieder da: Der Roman
von Timur Vermes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,33

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und er ist es wirklich!, 1. April 2013
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Inhalt:

Hitler ist wieder da! Einer der schlimmsten Alpträume wacht im 21. Jahrhundert urplötzlich auf und findet sich in einer völlig fremden Welt wieder. Doch Alltagskünstler Adolf Hitler macht sich schnell Freunde im Filmgeschäft, weil er als Imitation gut ankommt. Was jedoch keiner ahnt: Er ist es wirklich! Aus unerfindlichen Gründen landet er in der neuen Welt und eignet sich sogleich die wichtigsten Überlebensstrategien an, zuletzt lernt er auch, was das Internet für Vorteile bieten kann. Eine zweite Machtergreifung beginnt…

Meine Meinung:

Es ist wirklich nicht einfach, was Vermes hier versucht: Mit einem Hitlerbuch, das den fleischgewordenen Hitler des 21. Jahrhunderts zeigt und das auch noch auf dem Cover, ist wirklich etwas viel des Guten. Was möchte man mit solch einem Buch erreichen?

Die Kernaussage ist wohl, dass Hitler nichts bereut, sondern genau da anfängt, wo er aufgehört hat. Er besorgt sich erst einmal einen Unterschlupf, dann startet er, als er als „Hitlerimitator“ entdeckt wird, endgültig durch. Mit Erfolg? Auch hier gibt es wieder zwei Lager: Die Leute, die öffentlich verlangen, den wahren Namen dieses Schauspielers zu erfahren und diejenigen, vornehmlich die, die mit ihm Geld verdienen möchten, die ihn unterstützen. Gruselig wird es, als sie bei Abschluss einer guten Sendung „Heil Hitler“ sagen. Da merkt man schnell, wer beeinflussbar ist und Sympathisant ist.

Ehrlich gesagt: Ich finde das Buch bemerkenswert. Erstens ist Vermes wahrlich kein Hitlerbefürworter, stattdessen stellt er den Hitler vor, der sich mittels modernster Propagandamethoden wieder in die Politik zurückbringen möchte – natürlich möchte dieser Aufstieg gut vorbereitet sein. Nebenbei lobt Hitler noch die Einsparmethoden beim Drogeriemarktpersonal, wundert sich aber, nicht sofort seine Rasierklingen zu finden.

Eigentlich möchte man Hitler an manchen Stellen schon fast als lieben, alten Opa beziehungsweise Imitator sehen, weil Vermes die Angst und den Schrecken der 40er Jahre nicht konkret aufgreifen kann. Natürlich zieht er allerlei politische Register und schildert die Zusammenhänge, aber am Ende vernebelt die Fiktion die wahrliche Grausamkeit, die dahinter steckt: Nämlich Massenvernichtung, Verfolgung der poltischen Gegner und die allgemein herrschende Diktatur.

Fazit:

Ich habe mich von dem Buch zwar gut unterhalten gefühlt, man merkt aber, dass Vermes nichts schön reden und Hitler auch nicht als netten, alten Herrn darstellen möchte, sondern so wie er war. Dennoch gelingt es ihm nicht ganz. Gelesen haben muss man es nicht, aber es ist dennoch ratsam, es zu versuchen und sich ein eigenes Bild von dem Schrecken zu machen, Hitler im 21. Jahrhundert zu begegnen.


Lost Land, Band 1: Lost Land, Die Erste Nacht
Lost Land, Band 1: Lost Land, Die Erste Nacht
von Jonathan Maberry
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zombies sind nicht nur mordlustige Wesen..., 1. April 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Inhalt:

Die Brüder Ben und Tom Imura haben ihre Eltern in „Der ersten Nacht“ verloren. Ben glaubt immer noch daran, dass sein Bruder Tom an deren Tod Schuld ist. Als Ben alt genug ist, um einen Job zu ergreifen, probiert er alles aus, was angeboten wird. Doch irgendwie ist nie das richtige dabei. Eine Möglichkeit ist es, in den Familienbetrieb einzusteigen und seinem Bruder Tom bei der Zombiejagd zu helfen. Doch mit demjenigen zu arbeiten, der vermeintlich den Tod der eigenen Eltern auf dem Gewissen hat, übt keinen großen Reiz auf Ben aus. Dennoch schließt er sich nach einigem Ringen Tom an und entdeckt, dass er völlig falsche Vorstellungen von der Zombiejagd hatte, begonnen mit dem moralischen Aspekt, einst Sterbliche, die eine Familie und ein Leben hatten, zu töten…

Meine Meinung:

Lost Land ist ein gefühlvolles Sittenbild einer Gesellschaft, die sich aufgrund eines Rätsels in Zombies verwandelt. Die Zombies leben jedoch nicht unter ihnen, sondern im so genannten Lost Land, das mit einem Zaun von Mountainside abgetrennt ist. In beiden Welten muss man jedoch ums Überleben kämpfen, denn jeden Moment kann der Nachbar gebissen und zum Zombie werden.

Tom Imura ist der berühmteste Zombiejäger, eine lebende Legende, doch gehasst von seinem Bruder Benny, der als Heranwachsender keine Idole kennt, sondern nur die traurige Geschichte von seinen Eltern. Tom jedoch hat die Hoffnung nie aufgegeben, seinem Bruder die Wahrheit zu erzählen und seine Meinung ins Gegenteil zu verkehren.

Als die beiden losziehen, glaubt der Leser immer noch, es ginge um endlose Abschlachtung von ehemals liebenden und fühlenden Menschen, doch Tom Imura handelt insgeheim im Auftrag der Bewohner von Mountainside, die ihn beauftragen, ihre Angehörigen in Würde zu töten. Seine Auftraggeber können mit dem Gefühl nicht leben, dass ihre Lieben brutale Zombies ohne Erinnerung an das irdische Leben geworden sind. Tom und Benny kommen sich nun doch unerwartet näher und durchleben das Töten gemeinsam, was sie auf unhaltbare Weise zusammenschweißt.

Natürlich gibt es in Bennys jungem Leben auch ein Mädchen: Nix ist eine Träumerin, die stets Tagebuch führt und sich zu Benny hingezogen fühlt, doch dieser hat andere Dinge im Kopf, als er plötzlich die Sammelkarte des „Verlorenen Mädchens“ entdeckt. Ob es dieses Mädchen wirklich gibt, versucht Benny sodann herauszufinden. Es heißt, es lebe im Lost Land, doch ob es nur eine Sage, sondern auch Realität ist, wollen die Brüder gemeinsamen herausfinden. Als Nix auch noch von Rotaugen-Charlie und seiner fiesen Bande entführt und ins Lost Land gebracht wird, haben die beiden einen Grund mehr, in den Krieg zu ziehen.

Kennen Sie den Film „Zombieland“? Vielleicht schauen Sie sich diesen in Verbindung mit dem Lesen dieses Buches mal an. In beiden taucht ein Vergnügungspark auf, in dem Zombies gequält werden beziehungsweise ihren Spaß haben. Je nachdem, welchen Zeitpunkt des Kampfes man sich aussucht.
Sie denken nun: Zombies quälen beziehungsweise töten – na und? Vielleicht täte Ihnen ein Gespräch mit Tom Imura gut, er würde Ihnen Ihr „na und?“ auseinanderdividieren, dass Sie sich am Ende schämten.

Jonathan Maberry versteht es, den Zombies ein Gesicht, eine Geschichte, Verwandtschaft und einen letzten Rest von verblichenen Gefühlen zu geben und ihnen durch seinen Charakter Tom die letzte Ehre zu erweisen. Emotional und ehrlich schildert er die Brüder, die sich in ihrer Beziehung zueinander noch einmal um mehrere Grade zueinander drehen und zusammengeschweißt werden.

Nebenbei erfährt man von der Brutalität von Rotaugen-Charlie und seiner Bande, die den völligen Gegensatz zu den Methoden Toms und Bennys darstellen. Immer nur auf Geld, Macht und Ansehen bedacht, ziehen sie ins Lost Land und hinterlassen überall verbrannte Erde.

Ein Kampf, der sich auf die Befreiung von Nix konzentriert beginnt, und endet hochdramatisch mit einem Ende, das sich die Leser so nicht gewünscht haben.

Fazit: Ein guter Auftakt für eine Buchserie, die sich nicht nur auf geifernde, sabbernde und mordlustige Zombies sondern auch auf Gefühle, Zusammenhalt und eine neue Zukunft konzentriert. Lesetipp!


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