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Rezensionen verfasst von
Janunso (Franken)

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Kinesiologie für Kinder: Wie Sie Lernblockaden abbauen
Kinesiologie für Kinder: Wie Sie Lernblockaden abbauen
von Ludwig Koneberg
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur oberflächlich informierend, 2. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die oberfächliche Art und Weise wie das Hintergrundwissen in die Abhandlungen und die Übungen eingeflochten wurde, gibt durchaus Anlass zur Kritik, insofern man sich wirklich informieren möchte. Jeder der diese Themen wirklich von Grund auf lernen möchte um sie für das Kind und für sich selbst auch angemessen, heißt zielgerichtet, anwenden zu können, sollte eher auf das Standardwerk von Carla Hannaford 'Bewegung: Das Tor zum Lernen' zurückgreifen. Hier werden alle körperinternen und psychisch relevanten Zusammenhänge so umfassend und konsequent, so einleuchtend aufbereitet, dass man dabei eine weit bessere Chance erhält, sich eine sinnvolle Wissens- und Handlungsbasis aufzubauen. Dabei werden die aktuellen neurophysioloischen Erkenntnisse berücksichtigt (Hannaford ist ihres Zeichens weltweit anerkannte Dozentin in gerade diesem Bereich).

'Kinesiologie für Kinder' hingegen sieht zwar äußerst bunt und anschaulich aus (Bilder zum Ausführen der Übung sind durchaus positiv), vermittelt aber kaum relevante Informationen die zum Gesamtverständnis beitragen könnten. Eher punktuell wird hier vermittelt und damit kann ein Laie natürlich kaum einen fundierten Weg in die Praxis einschlagen. Ich zumindest habe - auch abseits meiner pädagogischen Tätigkeit - immer das Bedürfnis, mir kein Halbwissen anzueignen.

Für die, die sich tiefgreifender mit der Thematik des Lernens auseinandergesetzt haben, bietet das Buch kaum bis gar keine neuen Anreize. All diejenigen, die einfach ein paar Bewegungsübungen zur Unterstützung des Lernens brauchen, sind allerdings auch bei Brain-Gym von Paul E. Dennison besser aufgehoben. Ich kann allerdings verstehen, dass einige Leser es ansprechend finden, einfach weil es so auffällig und eingängig illustriert ist. Mit tiefgreifendem Lernen hat das dann aber für die Wissensvermittler/Pädagogen/Eltern wenig zu tun. Und ob man den Sinn dieser Lektüre dann tatsächlich auf eine 'einfache' Weitergabe der Übungen an die Kleinen reduzieren möchte, ist dann sicherlich noch mal ein anderes Thema.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2014 10:46 PM CET


Journey Collectors Ed (Flower/Flow/Journey) - [PC]
Journey Collectors Ed (Flower/Flow/Journey) - [PC]
Wird angeboten von 1stvideo
Preis: EUR 26,89

42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Traum in einem Traum, 19. September 2012
Es wäre schade an dieser Stelle etwas von den Spielinhalten zu analysieren. Denn die müssen geheim bleiben, bis ihr sie selbst erfahrt. Vielmehr gilt es für mich hier zu betonen, dass es in meinen 17 Jahren Spielerfahrungen das letzte Mal bei Zelda: Ocarina of Time vorkam, dass ich schon beim Öffnen der Verpackung Gänsehaut bekam. Wohl gemerkt, obwohl ich mir bis auf einen Trailer zu Journey nichts vorweggenommen hatte. Welche Magie dann aber gleich bei 'Flow' und 'Flower' über mich kam, kann ich höchstens vergleichen mit den Werken aus der bildenden Kunst, etwa Casper David Friedrich oder Hukosai. Wir haben es hier nicht mehr mit Dingen des elektronischen Unterhaltungsmediums zu tun, sondern mit richtiger echter, lebendiger Kunst. Wer einen Hang dazu hat oder sonst irgendetwas auf sich als Videospielerleber hält, kommt nicht daran vorbei, diese Kunst von allem anderen zu unterscheiden.
Die Stille in den Bildern, die Harmonie in den Formen, die Vollendung des Pinselstrichs. Haben Sie den Mut, Ja zu dieser Schönheit zu sagen?

Danke fürs lesen und ich wünsche ihnen viel Freude bei ihrer Erfahrung.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2013 1:05 PM CET


Diablo III
Diablo III
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 21,94

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grün und Gold sind tot?, 4. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Diablo III (Computerspiel)
Ich habe mich recht lange mit dem Spiel beschäftigt (ca. 60Stunden) und es erschlägt mich die Wucht an Rezensionen hier gerade. Insbesondere aber deswegen will ich gerne auch einen Teil dazu beitragen, wenn auch nur als kleiner Augenblick in diesem Meer aus 1 und 2Sterne-Bewertungen.

Vorneweg: Ich habe meinen Barbar und meine Zauberin ins Inferno hineingelotst. Die Folge war das Auktionshaus, Frust und Unverständnis darüber, dass Blizzard es wirklich darauf angelegt hat ein Produkt abzuliefern, dass nicht eigenständig funktioniert. Will heißen: Ohne AH geht nichts, zumindest nicht in Inferno. War das der Sinn für all diejenigen, die die Herausforderung suchen?

Ich habe das Spiel, weil es mich fasziniert, näher unter die Lupe genommen und zwischendrin immer wieder intensiv den 2. Teil gespielt, um zu erkennen, was schiefgelaufen sein könnte. Nun, nachdem ich es es noch einmal mit einer Zauberin in den 2. Akt (inferno) des dritten Spiels geschafft habe, und wieder alle Lust dahin ist, schreib ich los. Gefühlt scheint der 3. Teil irgendwie eine Art "light-version" des 2. Teils zu sein, die auf der anderen Seite dann doch weit komplexer ausfällt als sein Vorgänger (Themen: Juwelen erschaffen, Schmied und Juwelenhänder ausbauen, Char-Werte taktisch klug arrangieren etc.pp.). Warum? Meine Vorredner haben die Eckpfeiler treffend dargelegt, das wiederhole ich nun nicht wesentlich. Wichtig erscheint im Kern aber noch eines:
Die Items sind kein 'freies Faszinosum' mehr. Blizzard hat den essentiellen Kern, das charakteristische der Diablo-Spiele, verfehlt und verucht, aus dem heimlichen Finden-Suchen-Entwickeln-Prinzip einen öffentlichen Gamer-Markt zu etablieren. Ja, das kann man gelinde gesagt als verfehlt bezeichnen. Der Spielkern wurd also eingängiger gemacht, aber leider dabei zugunsten des Auktionshauses ausgelegt.

Es ist kein Event mehr ein grünes oder goldenes Item zu finden. Es ist kein Event mehr den eigenen Charakter zu entwickeln, sodass man eigene, auch feine Eingriffe in den Stats im Spielablauf spürt ("ah, jetzt treffe ich öfter"; oder "ah, endlich kann ich meine Rüstung tragen!") und außerdem immer wieder verblüfft zu werden, wie sehr sich der eigens initiierte Flow auszeichnet: Thema Bossruns! Es war im 2. Teil eine reale Chance gegeben, ein komplettes grünes Set zu finden (nun ist das ohne AH für Nicht-Vollzeit-Spieler unmöglich), mit dem man sich dann insbesondere auf den höheren Schwierigkeisgraden richtig brachial zur Wehr setzen konnte. Im dritten Teil wird das durch schöne Effektgewitter kompensiert, leider nur äußerlich.

Grüne und goldene Items sind häufig Wegwerfprodukte. Nach harter, gut geplanter Session in Richtung des furchteinflößenden, mythenumrankten Baal hingegen ein legendäres, traumhaft gutes Item zu finden, war und ist auch heute noch im 2. Teil genial. Im aktuellen Titel hat man derweil zig Items am Helden kleben, die im besten Fall gelb und gesockelt sind. Das führt mal eben das motivierende Itemsystem der Vorgänger komplett ad absurdum. Das Finden und Entwickeln eines Charakters ist damit nichts Persönliches mehr, sondern wird allzuleicht zum rationalen Kalkulieren mit tausenden Werten, geführt mit ächzenden Goldklumpen oder sogar echtem Geld. Dabei müssten Blizzard-Spieldesigner doch wissen, dass man vor allem mit wenigen aber intensiv wirksamen Elemten innerhalb des Spielgeschehens vor allem große Erlebnisse beim Rezipienten generieren kann (siehe D1 und D2).

Warum gebe ich trotzdem 3 Sterne? Weil die Entwickler ständig dabei sind feinzujustieren und zu optimieren. Ich habe sogar das Gefühl, das Spiel liefe etwas flüssiger mit der Zeit. Da könnte man aber dennoch ruhig weitere Grafikoptionen draufpacken, die auch leistungsschwachen Rechnern mehr Möglichkeit zur hohen FPS-Zahl geben. Natürlich sind zwei Sterne dekadent gesetzt, aber Blizzard ist eine hart kalkulierende Industrie und muss als ein solcher unnahbarer Koloss behandelt werden.

Außerdem gebe ich 3 Sterne weil der Flow stimmt - zumindest für 10-30 Stunden lang. Und die meisten Spiele heute bieten lediglich Spielspaß in dem Rahmen - ist keine großartige Entschudligung, aber ein Kennzeichen moderner Kurzweil-Trends. Nach diesen ungefähr 20 Stunden wird es allerdings unfassbar banal bis lächerlich - gerade aufgrund der 'versuchten, vorhersehbaren Storylast' sowie dem schlechten 3. und stilistisch verfehlten und viel zu kurzen 4. Akt. Wo ist die minimalistische, aber so archetypische Geschichte hin? WO ist dieser Zyklus des in die Hölle Wanderns und des Erkennes am Ende, dass man die Hölle dabei in sich selbst bereitet hat (und wer bitte ist diese Schmetterline Magda ...). Sorry, aber was sie aus dem Grundgerüst gemacht haben, ist schlimm und tatsächlich nur dazu da, viele Questhintergünde aufzubauen, die eher in ein MMORPG passen, weil viele kleine Spiel-Einzelteile kooperativ gelöst werden können.

Bis man dann aber bei den besagten 30 Stunden Spielzeit angelangt ist, sind Skills und Spielprinzip sowieso schon derart hinfällig und fadgekaut, dass man es nicht mehr sehen kann. Und das alles zu großen Teilen nur, weil die Diablo-Basis fehlt, die die anderen Spiele so groß gemacht hat. Der WOW-Effekt.

Ich glaube aber daran, dass die Leute von Blizzard die entrüsteten Fans ernst nehmen (müssen), und ein Add-On produzieren, dass das Spiel so optimiert, dass es in sich auch als Singleplayer funktionieren kann. Denn es ist möglich.
Faire Droprates, motivierende Bossruns, individuell regulierbare Stats und Fertigkeitenbäume, die Lust auf endgültige Entscheidungen machen - die völlige Relativierung eines AHs für alltäglich vielbeschäftigte Spieler also. Natürlich ist das gelogen: Die paar Statpoints die man draufgeben könnte bei jedem Levelaufstieg, können nicht die inflationäre Masse an Stärkepunkten meines Barbaren - ausgelöst durch seine Waffen und ca. 20000 Schaden allein durch Stärkeboni - ausgleichen. Natürlich wird man das 'Light' vor dem Diablo nicht wegstreichen können, es besteht ja zu großen Teilen daraus.

Hätten sie das alles von vornherein gemacht wie es der Serie nach logisch konsequent gewesen wären, wenn sie der Marke also treu geblieben wären, hätten wird heute wahrscheinlich eines der genialsten Hack'n'Slays der vergangenenen und nachfolgenden Jahre gehabt. Denn die Grafik und das Gegnerdesign sowie die Klassen laden zum Spielen ein und sind sehr gut gelungen, sogar die Musik ist eingängig, wenn auch nicht ansatzweise so brilliant wie im 2. und 1. Teil. Die Blutorbs, die während der Kämpfe fallen gelassen werden, sowie die Möglichkeit, nicht direkt hintereinander Tränke einzuwerfen, machen die Kämpfe schön flüssig und taktisch. Auch die kleinen Ereignisse, wie z.B. plötzlich auftauchende Zombies aus einer Grube, machen das Spielerlebnis eigentlich schön und abwechslungsreich.

Nur machen das AH und der damit so streng verknüpfe Inferno-Modus (der keine umwerfend guten grünen oder goldenen Items hervorbringt) einen lang anhaltenden Spielspaß für viele Fans zunichte. Will man sich wirklich mit dem Spiel vergnügen, dann darf man nicht bis dahin spielen. Schade! Denn an sich ist D3 bis dahin immer wieder toll, wenn man denn seine Präferenzklasse gefunden hat! Beginnt nun, nach all dem Frust des Infernos und der Ausbeute durch das AH, das kollektive Warten auf Torchlight 2? Vielleicht ...

P.S.:
Ich wünsche mir für das Spielerlebnis an sich, möglicherweise durch nachfolgende Patches:
- Herausragende grüne und goldene Items, die den Inferno-Modus schaffbar und attraktiv machen, die die Sammel- und Suchlaune heben und das AH für Singleplayer-Menschen relativeren! Es sollte das Recht jedes Spielers sein, darauf verzichten zu können und trotzdem in den Genuss der Spielgesamtlänge kommen zu können, denn dafür haben wir Spieler bezahlt! Selbst Dark Souls für die PS3 habe ich ohne Probleme geschafft, es war immer fair. Aber der Inferno-Schwierigkeitsgrad ist unmenschlich!
- Mehr Optionen für die Grafikeinstellungen, die die Darstellung z.B. der Kanalisation im 2. Akt flüssiger laufen lassen.
(Toll war hierbei, dass neue Schattenoptionen eingefügt wurden, die meine FPS um ca. 10 angehoben haben! Hut ab!)
- Immer wieder neu hinzukommende Ereignisse/Events, wie das plötzliche, begründete auftauchen von vielen Gegnern aus der Erde, aus einer Höhle etc.; außerdem wären neue Dungeons toll, die außerhalb der Haupquest verlaufen, von denen es wenige gibt.
- Eine Erweiterung des dritten und vor allem des vierten Akts! Denn die Story muss dichter werden, der vierte Akt länger. Vielleicht könnte ja Mephisto, warum auch immer, dem Seelenstein in einer Erweiterung entsteigen und all die Geschehnisse bis dahin mit einem zweiten Boden unterlegen und damit interessanter machen. (Die Quest mit dem Schmied muss optimiert werden: Nachdem seine Frau gestorben ist, sollte er nicht nach zwei Sätzen wie ein lustiger Kerl über seinen Gesellen sprechen. Wirkt wie ein Fehler in der Matrix ;-))
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2012 4:05 PM MEST


Kein Titel verfügbar

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Licht in der Dunkelheit, 12. Februar 2012
The Darkness 2 ist ein Spiel, das ich eigentlich überhaupt nicht auf meinem Schirm hatte. Weder die Grafik hatte mich anfangs angesprochen noch wusste ich, ob die übertrieben brutalen Splatter-Effekte lediglich zur Abschrecken bei mir führen würden.Meine erste Reaktion auf die ersten Previews war also: geübte Gleichgültigkeit (Schonung des Geldbeutels).
Es folgten die ersten Test und obgleich das Spiel gar nicht in den Höchstwertungsregionen zu finden war, fing es an mich recht plötzlich zu reizen. Zum einen ist die Geschichte um Jacky Estacado eine für mich durch und durch faszinierende - wo bitte bekommt man die Dunkelheit und die Lichte Seite des Menschen so konkret auf den Punkt serviert? -, und außerdem stehe ich auf Spiele, die ihre Reiz vor allem aus der gut inszenierten Story ziehen und sich nicht nur an den gängigen 0815 Shootermechanismen und deren Klischees ergötzen. Letzteres wird hier sicherlich auch geboten, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne: Recht repetitiv, zuweilen sogar leicht ermüdend muten manche Shooterpassagen an, zumal mich die Endgegner schnell anfingen zu nerven. Was hat mich nun aber konkret begeistert und was weniger?

Spielgefühl:

Ich sprach von repetitiver Shootermechanik? Das klingt natürlich grundsätzlich negativ, ist aber gar nicht ausschließlich so gemeint. Ich vergaß nämlich die beiden Arme zu erwähnen, natürlich nicht die menschlichen, sondern die Dämonenfänge sind hier der Fokus. Die haben es wirklich in sich. Damit ist nicht die Kraft an sich gemeint, die diesem Finsternisdämon innewohnt, sondern seine gesamte Präsenz, seine Sehnsucht sich ganz und gar in Jacky auszufüllen, genauso wie seine schrille Stimme und schlicht jeder Augenblick zwischen Jacky und diesem wahnsinnigen Viech. Um ehrlich zu sein, macht auch das Gesplattere hinsichtlich dieses wesentlichen Spielelements durch und durch Sinn: Bei reiner Waffengewalt mit Gewehr und Pistole könnte man den Gewaltgrad durchaus runterregeln und diesen gleichsam auch vernünftig rechtfertigen vor den Spielern, aber könnte man so einem Spiel wie The Darkness Blutlosigkeit abnehmen? Immerhin sind die dämonischen Fangarme verdammt scharf und nicht unbedingt für Späße aufgelegt - was man von dem kleinen, ekeligen Darkling (ganz recht, es gibt nur noch einen), der den Spieler das gesamte Spiel über hilfreich zur Seite steht, nicht gerade behaupten kann. Dieser gibt nicht nur skurrile Gags und obszöne Gesten zum besten, sondern hilft Jacky nicht selten im Falle von verschlossenen Türen. Dabei schlüpft man in seine Rolle und durchquert kleinere, nicht weiter anspruchsvolle Stealthpassagen - diese lockern das Spielgeschehen aber angenehm auf und befreien von den chaotischen Ballereien.

The Darkness 2 ist in jedem Fall ziemlich abgedreht, aber es fühlt sich gut an mit den übermenschlichen Kräften zu hantieren und ich konnte Jackys ambivalente Haltung der Dunkelheit gegenüber zu gut verstehen ..."hat man sie einmal gekostet, will man mehr davon". Die einzige Instanz, die diese Finsternis in ihm zurückdrängt und ansatzweise kontrollierbar macht, ist die Liebe zu seiner verstorbenen, sehr nahen Freundin Jenny (der erste Teil gab Aufschluss darüber). Ich möchte hier nicht zu viel verraten, deshalb sei auch nur gesagt, dass diese wunderschöne, sehr zärtliche Liebe und der Vergeltungstrieb auf der anderen Seite "interessante Formen" während des Spiels annehmen werden...

Shootermechanik: 83%
Story, Figuren, Atmosphäre: 89%
Darklingeinsatz: 80%

Grafik:

In diesem Rahmen passt die Grafik einfach umwerfend in das Spiel - ganz zu schweigen von der damit verdammt schön nachvollzogenen Atmosphäre der Comicvorlage. Ja ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass es einfach verdammt nochmal düster-genial aussieht! Die Gewaltdarstellung kommt durch den geschickten Einsatz von Schattierungen in der Spielumgebung auch nicht so fürchterlich herüber wie in Dead Space 2 (das war meines Empfindens nach am Rande der Geschmacklosigkeit). Und auch sonst wirkt alles wie aus einem Guss, zumal die Engine sehr flüssig läuft! Ruckler innerhalb der Schießereien sind mir nicht wirklich aufgefallen, sehr dezent gab es sie aber. Die Framerate pendelt sich so um die 30 ein, wobei PS3 und Xbox im Gegensatz zum ersten Teil relativ gleichauf laufen (die Xbox mit ganz leicht stabileren Frames, Quelle: Lens of Truth; Tearing fiel mir nicht auf).

Gesamtstil: 89%
Grafikfluss (Fps, etc.): 87%

Steuerung und Dunkelheitsfähigkeiten:

Wow, was für eine Erleichterung! Die Steuerung des ersten Teils war ja fürchterlich, wenn auch mit ein wenig Gewöhnungszeit gut zu meistern. Im zweiten Teil funktionierte allerdings alles bei mir wie am Schnürchen, ich brauchte weder Eingewöhnungszeit, noch hatte ich mit den eigentlich vielfältigen Möglichkeiten, bedingt durch den Schlag- und den Greifdämonenarm, überhaupt keine Probleme in der Anwendung. Um das Beispiel zu generalisieren: Wer mit Halo klar kommt, für den sollte das hier übehraupt keine Probleme machen. Was mir allerdings auffiel war, dass es im zweithöchsten Schwierigkeitsgrad (die anderen habe ich noch nicht ausprobiert) manchmal ziemlich chaotisch wird, gerade bei den Endgegnern. Man sollte aber bei all der Aufregung eines nicht vergessen: Durch erhaltene Finsternispunkte kann man in Fähigkeiten investieren, die das Mafiosileben erheblich erleichtern.

Die Entwickler waren sich wohl bewusst darüber, dass viele Kämpfe aus der Nähe erledigt werden können müssen, demnach schicken sie auch gerne mal Gegnerhorden auf den Spieler los ... die dann natürlich zerschnetzelt werden. Fakt ist aber, dass man nicht immer mitbekommt, wo die Gruppen herkommen und so können kleine Unachtsamkeiten schon mal zum Ableben führen, deshalb haben die Entwickler für diese Fälle entsprechend sinnvolle Fähigkeiten implementiert. Ich kann sagen, dass sich alle Manöver sinnvoll anhören und diejenigen die ich ausprobiert habe (nach einmaligem Durchspielen schaltet man nicht alle frei) auch tatsächlich immer wichtig bis entscheidend in den Schlachten waren - und dabei häufig verdammt cool aussahen.
Ich rate Ihnen also diese Fähigkeiten geschickt zu nutzen und sich am besten schon von vornherein Gedanken darüber zu machen, welche davon für die von mir beschriebenen, chaotischen Situationen Erleichterung verschaffen könnten. Die Orientierung kommt aber trotz all dieser tollen Fähigkeiten nicht selten zu kurz und dann reichen auch die reißerischen Fangarme nicht, wenn man vor lauter Hektik nicht mehr richtig einschätzen kann, wie weit die Gegner tatsächlich entfernt sind. Das nächste mal bitte weniger, dafür aber klügere Gegner.

Steuerung: 85%
Direktes Kampfgeschehen (oft zu chaotisch und hektisch): 82%
Finsternisfähigkeiten: 85%

Spieldauer:
Von vielen Spielern wurde die kurze Spieldauer kritisiert, zurecht! Nach sage und schreibe 8 Stunden war ich auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad durch. Ich habe mir wirklich die Zeit genommen um alles genauestens erfahren zu können, dabei habe ich mich mit wirklich jeder Figur unterhalten und alle Artefakte eingesammelt. Für Menschen ungeduldiger Natur kann man also ein bis zwei Stunden der Gesamtspielzeit abziehen - ganz zu schweigen bei denjenigen, die das Spiel nicht auf schwer durchspielen wollen. Ich hoffe in jedem Fall, dass man sich in einem nächsten Teil hinsichtlich der Spielzeit wieder am Erstlingswerk orientiert und sich auch diese oft geäußerte Kritik zu Herzen nimmt.

Spielzeit: 81%

Fazit:

Hier haben wir ein Spiel mit einer fantastisch erzählten, emotionalen, nachvollziehbaren Story mit mystischem Einschlag, wundervollen Figuren, zu weiten Teilen fantastischer Grafik, einen sehr gut abgemischten Sound und zudem sehr schöne Musik, eine an sich tolle Shootermechanik, wenn sie auch immer wieder etwas hohldreht (die Stärken liegen eben in dem erzählerischen Moment). Allerdings ist es arg ärgerlich, dass Endgegner in ungenügender Form in das Spiel gesetzt wurden, Gefechte häufig chaotisch ablaufen und die Spielzeit recht kurz gehalten ist. Verglichen aber mit der restlichen Dynamik des Spiels, haben all diese Negativpunkte sogar irgendwie ihren ganz eigenen Charme wie ich finde. Warum also nicht für kleineres Geld kaufen? Für mich ist es das erste wirklich überraschende Highlight des Jahres ...

Wertung: 83%
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 23, 2012 3:55 PM CET


Uncharted 3: Drake's Deception
Uncharted 3: Drake's Deception
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 17,20

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig intensives Gemälde mit KULTstatus!! Kaufen, Genießen!, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Uncharted 3: Drake's Deception (Videospiel)
Als ich mit Drake vor zwei Jahren durch den Dschungel streifte, gingen bei mir die Augen über. So etwas schönes, künstlerisch perfekt vollendetes habe ich zuvor noch nie erblickt. Die Grafik insgesamt war geschickt durchkomponiert, allerdings allzu häufig aufgescheucht von der übermäßigen Action. Alle Charaktere waren markant gezeichnet, schön modelliert, nicht besonders tief, aber was will man in einem Actionspiel anderes erwarten...

Nun haben wir 2011, der zweite Teil setzte für viele Actionpuristen auch lange nach dem Erscheinen noch die Maßstäbe für alles Ähnliche fest. Was lässt sich zu Drakes neuem Auftritt also anderes sagen, als zu seinem viel gerühmtem Vorgänger?
Noch eins vorweg: Das ist meine zweite Rezension zu dem Spiel, in der ersten machte ich meinem Frust Luft, der vermutete(!), dass der dritte Teil nicht auf Augenhöhe mit seinem Vorgänger sein könne. Allerdings habe ich tatsächlich rasend rezensiert, bevor ist das Spiel durchgespielt hatte. Zu dumm! Betrachten Sie diesen Einwand als nötigen Einwand, der alle anderen kritisch negativen Einwände so ziemlich deklassiert!

Zu der sagenumwobenen Grafik und kleinen Meckereien:

Auch Uncharted 3 berauscht mit schönen, nein wunderschönen Bildern, die fließend von Videosequenz in die spielerische Ebene einfließen. Wie oft habe ich stillschweigend, grinsend gewartet, bis es von der Videosequenz aus weitergeht, weil es so verdammt grandios aussah? Gerade ab der Mitte des Spiels: Oft! Wenn man über Marktplätze, durch feinstreuende Wüstensande, verspielte Waldstücke oder gekonnte Wasserabschnitte und Meeressimulationen unterwegs ist, ob zu Pferde, zu Fuß oder im Auto, hat man wirklich nie das Gefühl, eine Landschaft zweimal zu sehen. Alles ist en perfection ausgearbeitet. Dennoch fiel mir nicht nur auf, dass der Vorgängerteil nahezu identisch aussieht (was natürlich nichts anderes als ein überragendes Lob ist), sondern sich kleine Grafikfehler eingeschlichen haben, die der Vorgänger wohl durch die massive Konzentration auf den Grafik- und Actionanteil vermeiden konnte. Zum einen habe ich in einer Szenen (gegen Anfang des Spiels) plötzlich Matschtexturen gehabt, die man so nur aus der Unreal 3 Engine kennt, mit dem Unterschied, dass diese nicht nachluden und verwaschen blieben. In einem weiteren Szenario gab es von vornherein seltsame Pixelgebilde statt der schönen Texturen, die aussahen wie überdimensioniert schlecht aufgelöste Schatten - seltsam. Es kann sein, das nur mir das aufgefallen ist und es auch nur zu diesen Fehlern kommt, wenn man die gesamten Szenerien erkundet, dennoch müssten solche Schnitzer ausmerzbar gewesen sein - akribisches Testen vorausgesetzt. Außerdem gab es immer mal wieder feine Nachladeruckler zu verzeichnen (dafür hat man aber auch keine Ladepausen zwischen den Arealen und Levels, vorbildlich!), die der Vorgängerteil ebenso nicht hatte (nur im letzten Abschnitt). Das stört aber nie den Spielfluss, sondern ist höchstens ein feines Haar auf dem arabisch-märchenhaften Teppichen der Spielwelt.

Ihr Menschen da draußen hört her: Das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau! Erbsenzählerei, nichtsnutzige Einwände, die nur davon abhalten könnten, sich wirklich ganz und gar auf dieses Wunderwerk einzulassen - und natürlich soll nichts dieses Erlebnis trüben, gar nichts! Es ist ein unfassbares Erlebnis, wie Naughty Dog es geschafft hat, von vorne bis hinten alles exzellent durchzukomponieren. Und so sehr schwärme ich wirklich selten, sehr sehr selten. Höchstens mal bei einem Zelda.
Und wie wundervoll, alle kleinsten Fältchen, mimischen und gestischen Feinheiten sind implementiert und sehen wundervoll aus.
Ganz zu schweigen von den Animationen, die manchmal zwar etwas zappelig sind, insgesamt aber durch Feinheit brillieren. In welchem Spiel hatte man denn schon einmal Bewegungen, die sich abhängig von Temperatur, Heldengesundheit, direkter Umgebund und Flora und Faune verhalten? Brillant! Einfach grandios!

Story, oder: wie man sich lächerlich machen kann

Der größte Kritikpunkt ist aber die Story, da bleibe ich nach wie vor hart. Jeder Versuch, eingefächerte mystische Symbole zu narrativen Schwergewichten umzufunktionieren, bleibt als naiver, unsouveränes Etwas auf der Strecke. Man sollte sich schonmal Gedanken machen, welche Dinge man in den Storyverlauf einflechtet. Es gibt genig Leute, die sich mit diesen Dingen nicht auskennen, da sollte man sich gewissenhaft kümmern und kein Scheinwissen verbreiten, was wirklich wichtige mythologische Kulturschätze banalisiert und indes profaniert (zumal sie nur als Überleitung zu einem inhaltlich völlig leeren, spielerisch aber schönem und sinnvollem Rätsel dienen)! Das ist schlicht respektlos. Zum Glück verliert sich der Anspruch auf Tiefgründigkeit ab der Hälfte des Spiels und damit kehren die Entwickler zu dem Milieu zurück, dass ihnen liegt. Indiana-Jones-Manier, die seine Handlung hin auf die Figurenerlebnisse konzentriert! Schade fand ich, dass der Sympathieträger Sully, neben Drake und einem seiner Bekannten als Depp herhalten muss, der von nichts irgendeine Ahnung hat und zu einem bemittleidenswerten alten Mann stilisiert wird, der überhaupt kein Motiv hat, auf die lange Reise zu gehen. Zumindest wird das nicht explizit angesprochen. Schade, er gefiel mir als ernstzunehmende, plastischere Person im zweiten Teil wesentlich besser. Hier hat man also höchstens leichte Kost, die angenehm schmeckt. Mehr muss es auch nicht sein, wenn die Figuren gut gezeichnet sind.

Steuerung

Anfangs war mir das Verhalten der Figur auf meine Controller-Eingaben hin etwas zu diffus und manchmal zu zickig, wenn es ums Klettern ging. Im Großen und Ganzen gewöhnt man sich aber wirklich schnell an alles und hopst, flitzt, schießt und prügelt sich fleißig und relativ zuverlässig durch die Umgebung.

Spieldesign

Mit einem Wort: Fantastisch! Wenn man mal von der etwas hanebüchenen Story absieht, bietet das Spiel alles, was das Abenteurerherz begehrt. Auch die Prügeleien fand ich klasse! Immer war alles souverän und wundervoll an der richtigen Stelle gesetzt. Die Rätsel haben die wichtige und richtige Portion Würze in das Spielprinzip mit hineingegeben (denn mal ehrlich, der zweite Teil hatte kein einziges...), die Nahkämpfe ergänzen den Fernkampf sinnvoll, die Kraxeleien sind wunderbar gemacht und bringen atmosphärische Einlagen (alleine schon das Charteau am Anfang ließ mir die Spucke weg!) und ohne zu übertreiben ist Naughty Dog hiermit ein Meisterstreich gelungen, der mit seinem Spannungsbogen ausgeglichen, fordernd (denn alles ist etwas anspruchsvoller als im Vorgänger) und wunderschön an den Spieler herangetragen wird. Es ist einfach ein Erlebnis, die Stillen Momente auf sich wirken zu lassen.

Fazit:
Jeder PS3 Spieler, der in irgend einer Weise etwas mit Action/ Abenteuerspielen anfangen kann, muss hier einfach ausprobieren, nein am besten kaufen, damit Naughty Dog beim nächsten Mal noch mehr Recourcen zur Verfügung hat. Ob das Chateau, das Wanken auf hoher See, das Mitfiebern im schwindelerregenden Himmel oder die Wüstenszenen: Naughty Dog sind hier in jedem Abschnitt Kultmomente gelungen, die gerade in der Gesamtkomposition aufgehen und zu ihrer Brillanz gelangen. Erzählen können die Entwickler damit die Geschichte um Nathan Drake, und nicht nur irgendwie, sondern absolut kultig. Für mich sind mit die genialsten Momente meiner gesamten Videospielgeschichte (von 14 Jahren) in diesem Werk zu finden. Ihr müsst das Ding einfach haben. Alle die anders darüber reden, haben es sehr wahrscheinlich (wie ich in meiner letzten Rezension) noch nicht durchgespielt ;-).

Wie ein guter Wein braucht auch dieses Spiel die Möglichkeit auf Zeit und Genuss. Man muss einem Meisterwerk schon die Chance geben, sich zu entfalten. Ich muss mich immer noch darüber beruhigen WIE fantastisch das Teil in meiner PS3 ist, sonst würde ich wahrscheinlich die nächsten Tage noch im Hüpf-Gang verbringen! Heute werde ich es noch mal beginnen um zu erkunden, wie es den Entwicklern gelungen ist, solch eine Harmonie zu schaffen. Diese Art der Spannungswirkung, ohne zu überfordern (womit bspw. ein Call of Duty laienhaft seine Schwächen überdeckt), ist wohl spätestens ab diesem Teil ideal für jedes andere Spiel, was auch nur entfernt in solch ein Abenteuer-Genre hinein möchte. Jeder Videospielentwickler, oder solche die es werden wollen, müssen sich daran wohl ein Beispiel nehmen. So ist das und nicht anders.

In diesem Sinne nochmals: Kaufen!


Uncharted 2: Among Thieves [Platinum]
Uncharted 2: Among Thieves [Platinum]
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 27,08

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Wunschzettel ..., 16. September 2011
Ja, tatsächlich fehlt mir an Uncharted 2 etwas, um nicht zu sagen Großes. Wegen der Grafikpracht habe ich häufig inne gehalten, mich umgesehen, die ruhigen Momente auf mich wirken lassen ...

Aber (!) bei einer Indiana Jones Thematik will ich mich auch wie einer fühlen. Und da die Action so satt und prächtig im Vordergrund steht, fällt der Entdecker aus dem Konzept zumeist völlig heraus. Lediglich kleine Abschnitte innerhalb der Levels dienen dafür - vorrausgesetzt man nimmt sich die Zeit. Eigentlich hetzt das Spiel nämlich von einem zum nächsten Punkt und das ist auf die Dauer gesehen langweilig. Von den Entwicklern hatte ich mir nach dem grandiosen Jack 2 mehr erwartet - vor allem mehr Abwechslung.

Vermutlich will das Spiel auch nicht viel mehr als eine Art seichter Actionfilm mit teilweise selbstkarikativ lächerlicher Story sein (und das tut es verdammt nochmal sehr gut!), aber leider verschenkt es damit so unendlich viel Potential ...
Was alleine schon aufwertbare Waffen für ein Genuss hätten gewesen sein können(:-P). Denn selbst in der Action gibt sich das Spiel völlig konservativ und geht nicht in die Tiefe (Stichwort Nahkampf - öde!). Auch hier gibt es einen Stern abzug. Ja, ok, so etwas würde den Spielfluss unterbrechen, aber gerade das will ich. Sonst schaue ich mir lieber die alten Indiana Jones Filme nochmal an - dafür brauche ich kein Spiel, das sich fühlen will wie ein Action-Film. Evident ist, dass Uncharted locker als interaktiver Actionfilm durchgehen kann, klar, aber ich persönlich finde das schade - zumal es die PS3 bezeichnende Marke zu sein scheint (neben Killzone). Die PS3 hat bewiesen, dass sie so etwas darstellen kann, mehr Beweise braucht man doch nicht! Oder doch? Episch ist das Spiel also nicht, aber bombastisch ist es, ja. Es erzählt weder eine gute oder schöne Geschichte, noch lässt es mir Momente der großen, geheimnisvollen Tiefe um versunkene Welten. Die ständige Action-Dröhnung wirkt dahingehend sogar fast karikativ.

Ja, ich wünsche mir ein größeres, ein tieferes, ein geheimnisvolleres Uncharted. Und wer könnte das besser als Naughty Dog?
Zu guter letzt bleibt eine unterhaltsame, unfassbar genial dargestellte, butterweich dahinfließende grafische Action-Achterbahnfahrt, die allerdings viel mehr aus sich hätte machen können! Hoffentlich macht es der dritte Teil anders ...

Ich hoffe weiter, dass ich Ihnen eine etwas andere Perspektive vermitteln konnte - mal ein Kontrast.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2012 9:27 PM CET


Call of Duty 4: Modern Warfare [Classic]
Call of Duty 4: Modern Warfare [Classic]
Wird angeboten von ak trade
Preis: EUR 16,99

3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nein, so leider nicht., 6. September 2011
Aufgrund der wirklich vielen, vielen guten Rezensionen über das Spiel, dachte ich mir letztens: "Na, das kostet doch nicht mehr viel, mal ausprobieren!"

Und jetzt bin ich so richtig enttäuscht - schade! Ich werde mich kurz halten.
Dass die Grafik völlig belanglos ist, war zu erwarten und darüber hinaus nicht schlimm. Aber bitte, was für ein völliger banaler Spielablauf! Und mit welcher Intentionalität? Ich hatte zumindest gehofft, dass der Rahmen des Gameplays Raum lässt für eine tiefgehende Dynamik - da habe ich mich wohl zu sehr an meinem Genreliebling, Halo, orientiert.

Zumal es mir gar nicht in den Sinn kommt in den Krieg zu ziehen gegen Feinde der Vereinigten Staaten. Da kille ich am laufenden Meter Menschen mit anderen Menschen, die sich verpflichtet haben, die möglicherweise nie eine Ahnung hatten, was da auf sie zukommt. Und das ganze dann bitte möglichst brutal, belanglos, realistisch.
Gut, könnte man hier sagen, denn das ist doch absoluter, produktiver Antikriegsstoff. Bullgülle würde ich sagen, denn das ist nur die Scheinheiligkeit, die Activision durch die vielen vielen Scheinchen schniefend in Ihre Nase haben wandern lassen.
Ach sind die lieb, die wollten uns aufklären, wie schön und kräftig doch die USA ist, mit ihrer wonnevollen Kultur, die aus leeren ... aber davon will ich nicht anfangen, denn auch das wäre nur belangloses, polarisierendes Blabla.

Zwei Sterne gibts wegen dem Sound: Der Soundtrack war immer passend gewählt und mit der Anlage wummst das Zimmer ordentlich herum.

Vielleich mal eine etwas andere Rezension, eine überaus kontrovers persönliche, aber vor allem ehrliche.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 31, 2012 5:25 PM CET


Dragon Age II - BioWare Signature Edition (uncut)
Dragon Age II - BioWare Signature Edition (uncut)
Wird angeboten von game-and-fun GmbH
Preis: EUR 29,95

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bezahlte Fingerspielübung und EA-Restriktionen, 14. März 2011
Dragon Age 2, da habe ich gestaunt, hat nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein. Das sich dieser Blick nicht nur aus dem unterschiedlichen Bedienen der Kämpfe heraus ergeben hat, soll sich in dieser Review zeigen.

Mein Eindruck ergibt sich aus den gespielten 17 Stunden: ich bin also noch nicht fertig, muss aber schon auf Besonderheiten für alle diejenigen hinweisen, die gerade am überlegen sind, sich das Spiel zu kaufen. Denn so ganz astrein ist das Gesamtpaket nicht '

Was braucht ein Rollenspiel um Rollenspiel zu sein? Da könnte man jetzt mutmaßen und von ellenlangen Spielzeiten sprechen, von epischen Kämpfen, von interessanten und komplex zu ergründenden Persönlichkeiten, von verwunschenen Wäldern, vielen Fähigkeiten etc. pp. ...
Das sich das Feld eines Genres nicht als per se einheitlich zeigt ist natürlich klar. Aber wie genau zeigt sich dieses Spiel als Rollenspiel?

In den Interviews mit den Hauptverantwortlichen haben selbige auf ein grunderneuertes, konsolentauglicheres Kampfsystem verwiesen - soll sich hier also Rollenspiel über Schnell-Kampftauglichkeit definieren? Darüber hinaus hat mich sehr stutzig gemacht, dass während des Interviews der Satz fiel, man solle nicht unbedingt, d.h. nicht von vorneherein auf die Spieleschmiede Bioware vertrauen. War da schon ein Konflikt der Entwickler mit EA evident? Und die nächste Frage war dann, wie weit Bioware vorgehabt hatte, mit seiner eigenen Traditionen zu brechen? Was also kommt heraus?

Was ist geschehen?

Leider: Viele Elemente des Spiels wirken zusammengestopft, man gibt ein paar profitable Zutaten zusammen, verrührt sie möglichst artgerecht (soweit die vorgesetzte Entwicklungszeit dies erlaubt) in einem Topf und kalkuliert nach Gewinn, nicht primär nach Spielerspaß, nicht nach Spielersinn.

EA, die Großindustriellen

EA hat ganz klare Richtlinien vorgegeben was in dem Spiel enthalten sein muss: Grafik, die aufgehübscht und sauber läuft, Kämpfe, die actionlastiger sein können müssen (dem Spielezeitgeist der Call of Duty-Generation entsprechend), ein Sound, der einigermaßen atmosphärisch klingt und die kleine, spezielle Priese Bioware: ausgeklügelte Dialoge und eine nette Geschichte.
Ja, das sind ein paar wenige, überschaubare Punkte und ja, sie wurden Teil für Teil abgearbeitet und zusammen geschmissen und genauso fühlt sich die Welt von Dragon Age nun an.
Für sich betrachtet funktioniert die Steuerung klasse, die Übersicht geht nur manchmal flöten, die Grafik ist schön, die Charaktere sind in Ordnung bis sehr sympathisch, nur sind die einzelnen Elemente nicht gescheit verwoben, meistens leider nur fadenscheinig verbunden:

Die Slums, die Oberstadt, die Außenwelten, ja die ganze Welt wirkt steril, hier und da mal ein zu vernachlässigender Dialog von Randfiguren, hier und da mal eine nette Questidee, in der mir meine Lust allerdings durch die nicht zusammenhängenden und narrativ eingeführten Orte sofort abhanden kommt, oder Quests, die an sich uninteressant designt sind: sammle X für Y. Wenig Substanz bietet dieses Gerüst. Da wurde der Boden also verhärtet, die Nährstoffe weggesiebt und kein schönes Pflänzchen kann mehr wachsen - ganz ähnlich fühlt sich das Spiel an.

Identische Fließbandprodukionen = lächelnde, heitere Fans?

Ich laufe tatsächlich mehrfach durch Gebiete, die absolut identisch sind, aber theoretisch - dem Verlauf der Geschichte und der geografischen Lage des Ortes nach - verkauft werden als unterschiedlich. Der Dungeon an der Küste sieht haarklein so aus, wie der innerhalb der marginal bewaldeten Umgebung, die aber in einem völlig anderen Gebiet angesiedelt ist. Ja, da haben Sie richtig gehört, das sind keine ähnlichen Dungeons, die sehen alle gleich aus! Und das ist wirklich schlimm, ein Hohn auf alle Rollenspielfans und eine ungewöhnlich gebrechliche Haltung der Produzenten, die sich nicht ordentlich emanzipieren konnten gegenüber den EA-Leuten, um den Fans zu schenken, was den Fans gebührt, nämlich der langjährig gehegte Respekt! Will Bioware dieses Band zwischen ihren Werken und dem Vertrauen ihrer Fans so einfach zerschlagen?
Allerdings - so könnte man es anders sehen - ist gerade jetzt die Zeit in der sich wirklich zeigt, welche Firmen die Spieler aussaugen wollen, und welche auf der anderen Seite Kunstwerke zu ehren schöner Geschichten schaffen und die Spieler verzaubern wollen.

An einem Beispiel:
Was bleibt von der Atmosphäre, wenn der Zwerg gerade mit dem Protagonisten vor einer Haustüre steht und sagt: "Es sieht so aus, als wäre hier seit Monaten kein Mensch mehr gewesen!" und ich mir dabei denke, "ja, genau das habe ich mir in den letzten 6 Stunden in jedem Stadtviertel gesagt ... steril und identisch, kaum einer da, nur Puppen, kein Leben.
Die scheinbar so auffällige Türe, war also ganz und gar nicht zu unterscheiden von irgendeiner anderen Tür.

Die Charaktere

Gerade der Zwerg Varric hat es mir angetan, seine ehrliche aber schön ruppige Art gefällt mir, der Hauptcharakter ebenfalls. Die deutsche Stimme ist gut getroffen und nicht so schräg wie die des Protagonisten in Mass Effect. Da man sich allerdings nicht mehr großartig flexibel mit den Charakteren der Gruppen unterhalten kann, sondern nur an speziell für einen Party-Charakter vorgesehenen Ort, fühlen sich alle etwas flacher an als in DA:O, da ist zu wenig Spielraum für tiefe Beziehungen.

Die Welt

An sich ist die Welt ganz schön, nur wirkt sie sich selbst durch ihre unfreundliche Sterilität fremd. Die einzelnen Gebiete sind nicht schön in eine Geschichte eingebettet und der schon erwähnte Atmosphärekiller der identischen Dungeons tut da nicht gerade Gutes hinzu. Über die Welt und ihre Verstrickungen kann man in zahlreichen Schriften nachlesen. Diese sind allerdings schmucklos und tonlos einfach dahingeklatscht. Warum gibt es keinen Barden, der Geschichten über die Welt erzählt und singt? Warum sind die Bücher oder Schriften in denen man ließt nur ein Nebenbei? Warum erzählen die Questcharaktere nicht geschickterweise etwas von der doch eigentlich lebendigen Welt - oder wie sie sein müsste.
Da merkt man dem Spiel die kurze Entwicklungszeit an, da tut es dem Rollenspielherz ganz besonders weh. Denn das Schlummernde, das Gefährliche, das Schöne und Geheimnisvolle sucht man in Dragon Age 2 vergebens. Wie schade, denn wie viel Potenzial in allem steckt und besonders in dem Konflikt mit den Kunari, flammt in einigen Augenblicken erfreulich auf. Gerade die Dialoge machen einiges wieder wett. Dennoch bleibt da ein bedenklicher Nachgeschmack, und fad hat mir ein Biowaretitel noch nie wirklich geschmeckt ...

Die Aktion

Das die Kämpfe actionreicher ausfallen habe ich bereits erwähnt. Und ja, das funktioniert wirklich gut und die Genugtuung, einen Krieger mit einem Zweihänder zu spielen, ist wesentlich größer als im Vorgänger. Überhaupt definiert sich das Atmosphärische über das sammeln, das Schmücken des Hauptcharakters und das geschickte Taktieren in Kämpfen. Und ja, das fühlt sich wirklich gut an! Das in den Kämpfen mit einem Magier entstehende Blitzgewitter sieht häufig überbordend aus, dabei aber auch wirklich gut und positiv zu bemerken ist dabei, dass das Spiel mit nur zarten Ausnahmen flüssig läuft - auch das kann nicht jedes Rollenspiel von sich sagen.

Items gibt es auch einige zu finden, darunter auch seltene und wirklich rare, die auch als solche markiert sind. Der Sammeltrieb blüht also auf, was im Vorgänger bei mir überhaupt nicht der Fall war. Wenn ich in einer blutroten Rüstung durch die Stadt stolziere und einen genialen Zweihänder auf dem Rücken habe, ist das wirklich nett! In den Kämpfen erst recht... Und schade fand ich zudem gar nicht, dass man die Rüstung der Partycharaktere nicht wechseln kann, sondern 'nur' aufwerten. Das gibt dem Spielgefühl einen ganz anderen, frischen Dreh- und Angelpunkt, nämlich den Hauptcharackter, der sich wirklich komplex entfalten kann. Es gibt unzählige und wirklich sinnvolle (!) Fertigkeitenbäume und das kann man wirklich nicht von allen Rollenspielen behaupten. Es fühlt sich ein wenig wie ein Hack'n'Slay an, bleibt aber glücklicherweise deutlich komplexer durch das geschickte lenken- und leiten-müssen der übrigen Partymitglierder.

Anzumerken ist, dass die unterschiedlichen Klassen alle durchschlagskräftig genug sind, um mit ihnen einmal spielen zu wollen. Das war im Vorgänger nicht unbedingt so. Ein mehrmaliges Durchspielen wird also angeregt, allerdings nicht auf Ebene der narrativen Mittel, insbesondere durch die unterschiedlichen Vorgeschichten der Rassen wie in DA:O, sondern auf Ebene der sehr actionreichen Entwicklung und der Erlebnisse um und mit Hawk.

An den eben beschriebenen Vorzügen des Titels kann man ohne zu zögern ablesen, dass das Spiel ein absoluter Hammertitel hätte werden können ...

Fazit

Mit wesentlich mehr Entwicklungszeit, Liebe zum lebendigen Detail, Liebe zur Geschichte und der Präsentation der Welt, hätte uns ein unvergessliches Meisterwerk ins Haus kommen können!
So bleibt der Titel weit, wirklich weit hinter seinen Möglichkeiten zurück und ist sogar knapp unter die Grenze des 'Gut' gefallen. Die Bedienung ist allerdings makellos, die Grafik an sich auch sehr schön. Nur werden die positiven Eindrücke weit geschmälert durch die klinisch dahingesetzten Spielefragmente, die sich nicht dynamisch als Eins, als ein Ganzes ergeben wollen. Zumal der Soundtrack wenig spektakulär ist. Alles in allem wirkt der Titel dadurch sehr konstruiert und gerade nur so gut, dass die Verkaufszahlen noch genug Geld einbringt, um einen Folgeteil zu produzieren. Die Konsolenumsetzung ist klasse, der Eindruck einer einfachen Fingerspielübung bleibt allerdings als beständiger Beigeschmack während des Spiels erhalten, da die meisten Elemente wie heiße Luft verpuffen. Dennoch ist ebenso anzumerken, dass das Spiel nach den Tiefen Wegen deutlich an Substanz hinzugewinnt.

Man sollte sich allerdings überlegen, ob es so sinnvoll ist, solche Fließbandprodukte zu unterstützen und zu einem Quality-Managment durch EA ja zu sagen, dass vor allem eins will: mehr Geld und wenige Kompromisse. Das heißt, möglichst wenig Produktion, gut vermarktet, für viel viel Geld. Dem Spieler wird damit nichts geschenkt, ganz im Gegenteil, die (wir) scheinen da egal zu sein - was zählt bei solchen Produktionen ist nicht, dass man sich an einem Kunstwerk freut, sondern das die Spielergemeinde viel einbringt.

Wenn die Spielerwelt nicht will, das Edelschmieden wie Bioware zu einem EA-Sonderkommando verkommen sollen, dann kaufen sie DIESES Spiel bitte nicht und zwingen die Leute zum Undenken.

Genug gemeckert:

Atmosphäre: 69%
Grafik: 85%
Bedienung: 90%
Sound und Musik: 80%

Gesamt:70%

P.S.: *Update*

Nun bin ich durch mit dem Spiel und wirklich noch schlimmer enttäuscht, als ich es nach den ersten 17 Stunden hatte annehmen wollen! Am Ende ist der letzte Tropfen Blut aus dem leblosen Spiel draußen: So eine stumpfe, sinnentleerte Metzelei ist mir wirklich noch nie untergekommen...
Schlimm und dabei habe ich mich letzten Endes erbärmlich gefühlt, für so ein Ding derart viel Geld rausgeschmissen zu haben ...
Zumal die dramatische Verknüpfung der gespielten Lebensabschnitte Hawks im Endeffekt belanglos scheint. Um welchen Helden dreht sich die ganze Turnerei, warum bin ich hier losgezogen, was sollte das alles? Es dreht sich um irgendeinen Helden im blutgetränkten Nirgendwo, mit irgendwelchen politischen Querelen und das allein ist der Eindruck der mir blieb, sonst war da Nichts und stinkend schwere Luft wie aus dem Morast gesogen.

Da hat wohl jemand versucht den Spielern die Seele auszulutschen ...
So und jetzt reichts, Bioware, so nicht!

Aus den 79% mache ich nun eine 70%!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2011 3:55 PM MEST


Dead Space 2 - Limited Edition [PEGI]
Dead Space 2 - Limited Edition [PEGI]
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 19,50

38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltraumritter auf Amokaventure, 7. Februar 2011
Vergleich erster/zweiter Teil

Den ersten Teil fand ich einen Tick gruseliger als seinen gekrönten Nachfolger. Das mag an der impliziten Nähe zur klaustrophobischen Enge liegen, die die Ishimura ja vom Grunde her setzt. Eine ganze Stadt schafft das nicht, allerdings wirkt sie andere Momente:
Das aufblitzende Moment des Schreckens, in dem man sich über das wahre Ausmaß dieser bösartigen Macht bewusst wird: Menschen die fliehen, solche die dem Wahnsinn verfallen, andere, die vor meinen Augen aufgespießt werden. Dazu passt dann auch ein Isaac der spricht, der sozial reagiert und doch nichts tun kann, schließlich oftmals verdammt ist, Zuschauer zu bleiben - er bleibt auf einer anderen Ebene stumm oder zumindest wirkungslos. Um diesen Zustand zerstörender Hilflosigkeit zu suggerien, spielen sich oft wirklich grausame Szenarien ab, bei denen ich stellenweise unwillkürlich den Kopf abgewendet habe ...

Auf der Ishimura herrschte ein anderes Grauen: die tödliche Stille, die beklemmende Luftsschnürung!
Man sollte in jedem Fall beide Spiele gespielt haben, beide sind für sich genommen ganz eigene Kunstwerke des Schreckens und sollten in keiner Horror-Sammlung fehlen.

Grafisch gab es keine unnötigen Experimente, denn schon der erste Teil lief absolut flüssig und sah brillant aus. Im zweiten wirkt alles ein wenig feiner - gerade Isaacs Rüstung. Allerdings sind mir kleine Nachladeruckler hieh und doh aufgefallen. Das sind aber Miniaturerbsen auf einem Schlachfeld dezenter bis ausufernder Brillanz.
Die Lichteffekte sind immer wieder spektakulär...

Räumlichkeiten vs. Abwechslung ?

Von einigen Rezensenten wurde angemerkt, dass die Räumlichkeiten sich zu oft gleichen. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich durch ein Hotel oder einen beliebig anderen Gebäudekomplex gehe, dann ist auch nicht jeder Raum unterschiedlich nach Goethe'schem Farbprinzip variiert. Es ist ganz natürlich (oder zeitgemäß), dass architektonisch die Form nach der Funktion gedacht wird. Es trägt schließlich ungemein zum Grad authentischer Erscheinung bei, wenn man nicht wie wild zusammenwürfelt, was im Gesamtkonzept nicht passt - und gerade in einem so düsteren Spiel ist Harmonie wichtig. Sowohl der erste wie auch der zweite Teil haben immer sinnvolle Variationen der Haupträumlichkeiten inhärent und waren darin sogar ziemlich abwechslungsreich (eben im Rahmen eines Horrorspiels).

Gegnertypen

Die Gegnertypen sind klasse designt und manchmal wirklich heftig. Das nicht nur Erwachsene von so einer dämonischen Seuche befallen werden, dürfte jedem klar sein ... man bleibt auch hier 'realistisch'. Es mag den Spieler erzürnen, und mit Sicherheit wird er die höllische Brut ausrotten wollen, um eine weitere Ausbreitung des Grauens zu verhindern ... oder gar Schlimmeres.

Heavy Horror Sound

Ich habe es ausprobiert. Stellt man den Sound leise, wird der Horror minimiert. Stelle ich ihn auf laut, kommen die Nachbarn vorbei um zu schauen, ob alles gut ist ...
Leute, es ist heftig, es bleibt heftig und der Sound ist grundsätzliches Element horroraffizierender Konstitution, den Klangkorpus will kein Horror-Purrist missen! Es sei also bitte eine 5.1 Anlage im Zimmer (und möglichst keine schreckhaft nervösen Nachbarn)...

Echt-Survial-Horror

Ihr findet, Resi 5 ist nur noch Lollipop? Dann werdet ihr hier gut aufgehoben sein. Zwar stieg der Action-Anteil relativ an im vergleich zum Vorgänger, allerdings auch nur dezent. Was bleibt, ist das Gefühl: "ich hab nur noch wenig Munition, scheiße, geh weg, oh nein, ich bin tot." So schnell kann das selbst auf 'Normal' gehen.
Ich finde sowieso, dass Dead Space nach Resident Evil 4 die konsequenteste Entwicklung des Survival-Horror-Genres ist. Man ist gefährdet und lernt allmählich sich zur Wehr zu setzten, Kinese(ich ramme dir den Metallstab durch den Bauch) und Stase(Verlangsamung) helfen aus, retten aber nicht, wenn man schlecht geplant hat und nicht sorgfältig mit den Munitionsreserven umgegangen ist.

Fazit

Wer sich den Titel entgehen lässt, ist selbst schuld. Wenn man auch im entferntesten stabile Nerven hat, sollte man sich das Teil geben. Aber bitte, keine Minderjährigen auch nur in der Nähe wissend!
Zusätzlich bekommt man ein grafisch gut aufgepepptes Dead Space Extraction, das ich allerdings erst nächste Woche anfangen werde. Dennoch, ich denke, man kann sich die Limited Edition zulegen - alleine schon, weil die deutsche Fassung nur eine gekürzte Extraction-Fassung enthalten wird (wenn überhaupt).

Und wenns zu hart wird, Start-Taste drücken: geht immer! ;-)
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2011 10:19 AM MEST


Tensegrity, DVD
Tensegrity, DVD
DVD ~ Carlos Castaneda

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nur bedingt empfehlenswert ..., 10. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tensegrity, DVD (DVD)
Ich habe mir die Übungen mal näher angeschaut und empfinde sie - ganz im Kontrast zum Shaolin Kung-Fu - als sehr ruppig und abgehackt. Diese 'eckigen' Bewegungen finde ich von ihrer sehr aggressiven Grundtendenz durchaus interessant. Da die Energien so arg durch den Körper und im Aurafeld durchgescheucht werden, können durchaus kurzfristige Erfolge erzielt werden. Der Knackpunkt liegt allerdings in der Nachhaltigkeit ...

Als Kontrast:
Die sanfte Art des heilenden Shaolin Kung-Fu ziehe ich persönlich dem Tensegrity vor, weil die Brüche der energietischen Barrieren nach und nach kommen und nicht so stürmisch und brutal. Denn Nachhaltigkeit kommt merklich abhängig von der rechten Dosierung der Energie. Das Bewusstsein muss sich der transformierten Wahrnehmung ja nach und nach anpassen, bzw. muss es sich auch in die Materie hineinpflanzen können. Schließlich könnten diese Übungen wirklich zu viel des Guten für manchen sein. Zumal ich wirklich nicht weiß, auf welche alte Tradition diese Techniken zurückgehen soll. Die Schamanen, mit denen ich zu tun habe, finden die Art der Vermarktung, wie sie hier getrieben wird für eine breite Masse und nicht für eine ausgewählte Gruppe (zu der die Bewegungen passen), nicht verantwortungsvoll. Ich stimme dem zu.

Man steckt ja auch kein noch junges Pfänzchen mit voller Wucht in die Erdscholle, scheuert ihm dann gleich ein paar, damit es wach wird und hofft dann, dass ein starker Baum daraus erwächst ...
Ganz in diesem Sinne rate ich eher erfahrenen Menschen dazu, einzuschätzen, wie weit sie mit solchen Techniken gehen wollen. Ich halte es im Endeffekt tendenziell eher für 'ungesund' für solche Menschen, die mit Energiearbeit noch gar nichts am Hut hatten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit eine etwas anders gesonnene Perspektive vermitteln.

P.S.: Meine Rezension soll in keinster Weise bedeuten, dass die Techniken an sich "schlecht" sind, sie soll aber dahingehend aufmerksam machen, dass man sich nicht ohne Vorwissen einfach hineinstürzen, sondern seine Energiearten schon erprobt haben sollte. Das erleichtert nicht nur den Zugang zu den Bewegungen, sondern gibt auch bodenständige Perspektive dafür, was sich richtig im eigenen Wesen anfühlt. Denn Bewegung gibt und schafft Wege, man bewege sich also dem eigenen Sein nach. Man sollte sich von Energiearbeiten nicht versprechen, dass da irgendetwas explodiert, sofort, mit einem Male - dieses Bedürfnis endecke ich bei relativ vielen Castaneda-Lesern. Das ist allerdings nicht von der Lehre intendiert, denn Wissen kommt mit dem Erkennen, und Erkennen kommt in der Übereinstimmung des Wahrnehmens mit den Arten des höheren Selbstes in der transzendentalen Erfahrung - Wissen bedarf also Vorwissen, bedarf der Erfahrung. So ist es auch hier. Von dort aus kann man weiter schauen.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2014 11:23 AM CET


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