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Rezensionen verfasst von
eyard "eyard" (Innsbruck Österreich)

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Aretha Now
Aretha Now
Preis: EUR 4,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen R&B vom Feinsten, 18. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Aretha Now (Audio CD)
"Aretha Now", im Juni 1968 erschienen, ist, obwohl mit Gold prämiert, einer jener Platten, die weitgehend übersehen wurden. Der Grund dafür mag wohl darin zu suchen sein, dass die ersten drei Titel, "Think", "I Say a Little Prayer" und "See Saw", Hitsingles waren und auf jeder besseren Greatest Hits Zusammenstellung zu finden sind. Daher tat man den Rest leichtfertig als Füllmaterial ab, was aber ein großer Irrtum ist. Einmal gehört, stellt man schnell fest, das ist eine der größten R&B Scheiben der Soul-Ära der 60er. Da ist keine schwache Nummer drauf. Es kocht von Anfang bis Ende.
Beginnend mit dem wohl bekannten "Think", übrigens der einzigen von Franklin (mit-)geschriebenen Nummer des Albums. Leicht gemäßigt folgt die Burt Bacharach Komposition "I Say a Little Prayer", um dann mit "See Saw" gleich wieder auf Vollgas zu gehen. Dann folgt mit "Night Time Is the Right Time" ein bekannter und viel gecoverter R&B Standard, der durch Franklin eine heiße Interpretation erfährt. Die folgenden Songs, Sam Cookes "You Send Me", "You're a Sweet Sweet Man", ein klassischer R&B mit tollem Chor, das selbstbewusste "I Take What I Want", King Curtis' "Hello Sunshine" und "A Change" halten alle dieses Niveau. Erst mit dem von Ronnie Shannon, der schon ihren großen Hit "I Never Loved a Man (the Way I Love You)verfasst hatte, geschriebenen "I Can't See Myself Leaving You", wird es etwas besinnlicher.
Eine wahrlich großartige Scheibe, die zudem mit gutem Stereoklang aufwarten kann. Etwas, das zu jener Zeit, besonders bei Soul Aufnahmen, eher selten war. Aufgenommen mit Musikern der Muscle Shoal Studios, Memphis, und Schwester Carolyne und den Sweet Inspirations als Background Sängerinnen, ist es ein Album, das jenen, die es noch nicht besitzen, wärmstens zu empfehlen ist.
Ach ja, das einzige Negative ist kurze Laufzeit von nicht einmal 30 Minuten.


Crown of Creation
Crown of Creation
Preis: EUR 7,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassisches Album, cooler Sound, 17. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Crown of Creation (Audio CD)
Hinsichtlich der Musik und der Bedeutung dieses Album in der Geschichte der Rockmusik kann ich mich nur den beiden ausgezeichneten Vorrezensionen anschließen. "Crown of Creation" von 1968 ist ein Klassiker und Jefferson Airplane waren in dieser Periode am Höhepunkt ihres kreativen Schaffens.
Was ich unbedingt mitteilen will, ist die hervorragende Klangqualität dieser Edition. Aufgrund der vorliegenden Rezensionen und des wirklich supergünstigen Preises habe ich mein lau klingendes Exemplar (Remaster von 1998) gegen diese Ausgabe (Remaster 2003) ausgetauscht. Und ich habe es nicht bereut. Hier geriet das Remasterin wirklich perfekt und das tut diesem Klassiker hörbar gut. Alles klingt sauber und klar ortbar, trotzdem dynamisch und kraftvoll. Die Stimmen von Grace Slick, Marty Balin und Co. stehen vorne auf der Bühne. Wirklich perfekt!
Sicher, die Bonusstücke hauen dich nicht vom Hocker - die mit Frank Zappa und einigen Mothers eingespielte Nummer ist mit Abstand das Beste. Aber das tut dem Hörgenuss keinen Abruch.
Echt zu empfehlen!


Animalism [Vinyl LP]
Animalism [Vinyl LP]

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich wieder verfügbar!, 21. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Animalism [Vinyl LP] (Vinyl)
"Animalism" - nicht zu verwechseln mit dem britischen Animalsms Album derselben Band - kam 1967 lediglich in den USA auf den Markt. Unter der teilweisen Schirmherrschaft von Frank Zappa nahmen Eric Burdon und seine Mannen, mit Dave Rowberry als Alan Price Ersatz an Orgel und Klavier, diese LP in Los Angeles auf. In der Hauptsache handelt es sich um virtouse Workouts bekannter Klassiker aus R&B, Blues und Folk-Rock und einer einzigen Burdon Komposition (das lässige "All Night Long"). Einige Interpretationen dieser bekannten Nummern gerieten superb. Etwa das durch Ray Charles berühmt gewordene "Hit the Road, Jack", wo sich Burdon selbst übertrifft. Toll das Interplay zwischen Rowberry und Gitarrist Hilton Valentine bei Sam Cooke's "Shake", besser bekannt als Hit für Otis Redding. Herrlich auch ihre Interpretation von Howlin' Wolf's berühmten "Smokestack Lightning". Überraschend ist die Anwesenheit einer Donovan Kompositon. Sein "Hey Gyp", mit Bo Diddley Rhythmen unterlegt, geriet jedoch ganz ausgezeichnet. Die jeweiligen Schlussstücke der LP Seiten, B.B. King's "Rock Me Baby" mit über 5 Minuten und "Going Down Slow", über 6 Mnuten lang, sind herrliche Beispiele von toll ausgespielten R&B Nummern. Interessant auch ihre Version von Fred Neil's "The Other Side of This Life", das einige andere zeitgenössischen Gruppen, wie z.B. Jefferson Airplane oder Lovin' Spoonful, ebenfalls aufnahmen. Der Vergleich bietet sich an.
Bei zwei Nummern gibt es eine Überschneidung zum britischen Pendant ("Outcast" und "That's All I Am to You"), die jedoch unterschiedlich klingen. Ob Neueinspielung oder bloß eine andere Abmischung geht aus der Plattenhülle leider nicht hervor.
Der originale Schlagzeuger John Steel wurde während der Aufnahmen durch Barry Jenkins, der auch bei den darauf folgenden "New" Animals mit von der Partie war, ersetzt. Denn Burdon löste kurz nach Erscheinen der LP die Animals auf und gründete eine neue Gruppe, die er sinnigerweise "Eric Burdon & the Animals" nannte.
Es ist schon eine kleine Sensation, dass dieses Album nun doch wieder zu haben ist. Es ist eine hierzulande doch weitgehend unbekannte Scheibe, die zu besitzen sich für jeden R&B Fan wahrlich lohnt. Animals at their best kann man da nur sagen.
Die Vinyl Prerssung ist erstklassig, der Klang ausgezeichnet und als kleines i-Tüpfelchen wird sogar das weitgehend originale MGM Label verwendet.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 23, 2013 7:20 PM MEST


Glimpses 1963-1968
Glimpses 1963-1968
Preis: EUR 45,99

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fan-Fundgrube, 23. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Glimpses 1963-1968 (Audio CD)
Die Raritäten Box "Glimpses" enthält auf fünf CDs und ein 7" Single verteilt 150 Stücke inkl. der Interviews. Klar, dass beim begrenzten Repertoire der Yardbirds mache Titel öfters in diversen Versionen zu finden sind. So sind bspw. "I'm a Man", "Shapes of Things" und "I Wish You Would" achtmal und "The Train Kept A-Rollin'" (ohne "Stroll On") fünfmal vetreten. Der Inhalt der Box setzt sich in der Hauptsache aus Live- und BBC-Material aus allen Perioden sowie einigen Alternativen von Studiosachen zusammen. Dazwischen sind immer wieder kurze Interviews mit allen Bandmitgliedern eingefügt. Die Tonqualität ist unterschiedlich. Während das Studiomaterial ausgezeichnet klingt, muss man bei den BBC Sachen, trotz des neuerlichen Masterings, doch einige Abstriche machen, alles ist aber, gemessen an den Aufnahmedaten, durchwegs akzeptabel. Naturgemäß sieht es bei den Liveaufnahmen in Anbetracht der technischen Möglichkeiten jener Zeit doch etwas düsterer aus. Vieles klingt durchaus anhörbar, manches sogar überraschend gut. Einige wenige Aufnahmen sind jedoch klanglich Schrott und wohl nur der Vollständigkeit halber mit an Bord.
Zirka ein Drittel des gebotenen Materials wurde schon zuvor veröffentlicht. So ist ein großer Teil der BBC Aufnahmen auf den CDs "Yardbirds ... On Air" und "The BBC Sessions" zu finden. Die Liveaufnahmen von 1967 aus der Stadthalle Offenbach bekommt man auch auf der CD "Cummular Limit".
Für den Fan gibt es aber auch einige echte Überraschungen. Etwa ein druckvolleres "He's Always There", mit einem längeren Beck Solo am Schluss; ein kompaktes "Turn Into Earth", mit der Schlagzeugeröffnung der Mono-Fassung, bei dem das im Hintergrund gespielte Solo audibler ist als auf der Originalfassung; und einem fetzigeren "I Can't Make Your Way" - alles Alternativen aus den "Roger the Engineer" Sessions.
Beim Fourth National Jazz & Blues Festival in Richmond im August 1964 musste die Gruppe ihren schwer erkrankten Sänger Keith Relf vorgeben. Als Ersatz wurde Mike O'Neill aufgeboten. Dieser Auftritt ist hier erstmals zu hören.
Erstmals ist auch der umstrittene TV-Auftritt der Gruppe beim San Remo Festival 1966 mit dem "verhassten" "Questa Volta" und mit "Paff...Bum" zu hören.
Wunderbar klingen auch die alternativen Versionen von "Honey in Your Hips", "Baby What's Wrong" und "You Can't Judge a Book by Its Cover" aus ihrer Anfangszeit mit Eric Clapton.
Ein informatives Booklet, verfasst von Yardbirds-Kenner Greg Russo, mit vielen unbekannten Fotos, rundet das Ganze ab.
Für den Hardcore Fan ist diese Box eine echte Fundgrube. Der interessierte Hörer wird sich wohl eher an die originalen Alben, die ja reichlich Bonusmaterial enthalten, halten und der gelegentliche Fan ist mit einer sehr gut gemachten Zusammenstellung, wie etwa "As, Bs & EPs", bestens bedient.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 6, 2012 3:50 PM MEST


Sunshine Superman
Sunshine Superman
Wird angeboten von cook29
Preis: EUR 14,83

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 45 Jahren endlich in stereo!, 9. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunshine Superman (Audio CD)
1966 erschien mit Donovans Sunshine Superman ein Album, das dem psychedelischen (Folk)-Rock den Weg ebnen sollte. Doch leider konnte man die verspielten Finessen damals nur in mono hören. Daran änderte auch das CD-Zeitalter nichts. Sowohl die erste CD-Veröffentlichung aus den Staaten als auch EMI's Remasterausgabe von 2005 aus England kamen lediglich in mono. Zwar tauchten 1998 auf einer australischen(!) Zusammenstellung erstmals längere Versionen von "Sunshine Superman" und "Season of the Witch" in stereo auf. Diese Version von "Sunshine" fand sich auch auf dem EMI Remaster von 2005 als Bonus. Da konnte man erstmals erahnen, wie toll das gesamte Album in stereo klingen würde.
Nun legt EMI 45(!) Jahre nach dem originalem Erscheinungstermin endlich die Stereofassung des gesamten Albums vor. Und es ist nach dem erstmaligen Hören der brühmte "Wow" Effekt. Endlich strahlt diese Musik in ihrem vollen Glanz!Jetzt erst kann man beispielsweise die jazzigen Ansätze von "Bert's Blues", den hintergründigen Folk-Rock von "The Trip", die keltische Mythologie von "Guinevere" und "Three Kingfishers" oder den kammermusikähnlichen Folk-Barock von "The Legend of a Girl Child Linda" so richtig in voller Pracht genießen.
Die lange Version von "Sunshine" ist mit drauf, jene von "Season" fehlt jedoch. Die Boni des 2005 Remaster sind ebenfalls vorhanden, diesmal aber in stereo. Als zusätzliche Überraschung gibt es noch 3 Titel aus dem Nachfolgealbum Mellow Yellow in lupenreinem Stereo ("Sunny South Kensington", "Writer in the Sun" und "Hampstead Incident"), was beweist, dass auch dieses Album, das bisher ebenfalls nur in mono zu haben ist, in stereo verfügbar wäre, wenn es EMI endlich veröffentlichen würde. Der Titel "Museum", ebenfalls von Mellow Yellow, ist ein alternativer Take.
Die Klangqualität ist übrigens ausgezeichnet; wunderbare Kanaltrennung, kein Überblenden, keine Zischgeräusche - einfach herrlich. Und da drängt sich schon die Frage auf, wo diese Bänder all die Jahre verschollen waren oder wurde erst jetzt alles neu abgemischt? Das ansprechende Booklet gibt darüber leider keine Auskunft.
CD 2 enthält den wegen eines Labelrechtsstreits mit über einem Jahr Verspätung im Vereinigten Königreich erschienenen Zusammenschnitt aus den Alben Sunshine Superman und Mellow Yellow (beide erschienen damals im UK nicht im Original), mit den dort nicht berücksichtigten Sunshine Superman Titeln als Bonus. Natürlich - wie sollte es anders sein - in originalem Mono. Zwar ist diese CD für alle, die Mellow Yellow bereits haben entbehrlich, aber man kann damit den eklatanten Unterschied zwischen den beiden Fassung ganz klar erkennen.
Für alle Fans von Donovan und der 60er Jahre ist diese Edition ganz einfach ein Muss.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 13, 2015 7:19 PM MEST


Songs for the Gentle Man
Songs for the Gentle Man
Preis: EUR 15,03

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bridget St. John's zweites Dandelion Album, 9. Mai 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs for the Gentle Man (Audio CD)
"Songs for the Gentle Man" war Bridget St. John's zweites Album für John Peel's legendäres Dandelion Label, das 1971 erschien. War ihr Debüt noch durchwegs akustisch, so erweiterte sie ihre Arrangements durch Zugabe von Streichern und Bläsern. Zusammen mit ihrer etwas heiseren Stimme und ihrem typischen schleppenden Gesang erzeugte sie einen stellenweise "barock" anmutenden Sound. Die Songs sind irgendwie verspielter, doch die ihr eigene Melancholie klingt fast überall durch.
Bis auf zwei (John Martyn's "Bachto Stay" und Donovan's "The Pebble and the Man") hat sie alle Songs selbst geschrieben bzw. mitkomponiert.
Das Album beginnt mit dem luftig leichten Arrangement von Holzblasinstrumenten, welche die hübsche Melodie von "A Day a Way" schön unterstreichen. Der folgende Song "City-Crazy" mit schön gezupfter Gitarre und Streicherbegleitung lässt die introvertierte Seite St. John's hervorkommen. Getragen, mit tief angelegter Stimme, kommt "Early Morning Song" daher. Ein schöner reflektierendes Stimmungsbild, bei dem man gern länger, als die nicht mal 2 Minuten, verweilen könnte. In ähnlicher Stimmung folgt "Back to Stay". Interessant die himmlisch klingende Orgel. Durchbrochen wird die melancholische Stimmung vom lebhaften "Seagull-Sunday", ein für St. John eher unüblicher Song, der irgendwo von Joni Mitchell beeinflusst erscheint. Nachdenklich geht es mit "If You'd Been There" weiter, mit einer schön gezupften Sologitarre von Ron Geesin. Ungewohnt auch die vorwärts treibenden Gitarren bei "Song for the Laird of Connaught Hall - Part Two". Mit "Making Losing Better" kehren wir zur Nachdenklichkeit zurück. Eine nette Bläserumrahmung umrahmt den nun folgenden Titelsong wunderbar. Ein wenig trauriger sind dafür die Bläser und Streicher bei "Downderry Daze". Das im Original bei Donovan fröhliche "The Pebble and the Man" verkehrt sich bei St. John ins Gegenteil und kommt melancholisch rüber. Bemerkenswert sind die opernhaften männlichen Backgroundsänger. Den Abschluss bildet das nur 40 Sekunden lange "It Seems Very Strange", wo sich St. John wie zur Bestätigung des Titels selbst auf einem schwebenden Harmonium begleitet.
Ein in unseren Breiten kaum bekannter Folk Klassiker der frühen 70er, der sich insbesondere für verregnete Tage eignet und in den man mal hineingehört haben sollte.


Thank You for...
Thank You for...
Preis: EUR 18,29

5.0 von 5 Sternen Folksängerin geht Richtung Folk-Rock, 20. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thank You for... (Audio CD)
"Thank You for ..." (1972) ist das dritte und letzte album der britischen Folksängerin Bridget St. John für John Peels berühmtes Dandelion Label. Neben ihren bekannten Qualitäten, wie ihre tiefe, leicht rauchige Stimme, die melancholisch nachdenkliche bis traurige Stimmung ihrer Songs und ihres Vortrags, ist hier ein merkbaren Einfluss des Folk-Rock zu bemerken. Die Arrangements sind ausgewogen und stimmungsvoll und sie wird von einer ganzen Reihe von Begleitmusikern - darunter bekannte Namen wie John Martyn, Ian Whiteman oder Dave Mattacks - unterstützt. Die elf Songs des orignalen Albums sind durchwegs hörenswert. Herausragend ist ihre spannende Version des traditionellen "Lazarus"; das tief melancholische "Goodbaby Goodbye" mit schöner Klavier- und Cellobegleitung; eine schön gesungene Version von Dylans "Love Minus Zero/No Limit" mit einer überraschend einfühlsamen elektrischen Gitarre; und das eindringliche "Every Day" aus dem Repertoire von Buddy Holly.
Diese CD-Reissue von 2005 bietet 10 Bonustracks, darunter zwei Singleseiten, das besonders hervorzuhebende "Passing Thru'", einer traditionellen Hymne und das von ihr selbst geschriebene "There's a Place I Know", das temporeich mit ihrer sonstigen melancholischen Tradition bricht.
Wunderbar sind die acht Livestücke aus einem Konzert in Montreal 1972. Sechs dieser Stücke sind solo vorgetragene Versionen von Songs dieses Albums. Reizend sind ihre französisch gesprochenen Einführungen zu den jeweiligen Songs.
Insgesamt ein ansprechendes Album, das durch die Zugabe der Bonustracks an Wert gewinnt. Dadurch erscheinen fünf Sterne angemessen. Etwas für alle Freunde des Folk und Folk-Rock, die dies nicht missen sollten.


Ask Me No Questions
Ask Me No Questions
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 7,50

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöner akustischer Folk, 19. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ask Me No Questions (Audio CD)
Bridget St. John, eine britische Folksängerin, nahm von 1969 bis 1972 drei Alben für John Peels Dandelion Label auf, wobei die Resonanz außer in ihrem Heimatland, wo sie später im Leserpoll eines Magazins zur beliebtesten Sängerin gewählt wurde, nicht von Bedeutung war. Ask Me No Questions ist ihr Debüt. Das Album ist durchgehend akustisch und die originalen 12 Songs sind alle von St. John komponiert. Sie singt mit tiefer, leicht rauchiger Stimme und ihr Vortrag wirkt durch das Hinausziehen der Noten leicht schleppend. Die Lieder sind nachdenklich, melancholisch, meditativ bis leicht traurig und weisen eine gewisse Tiefe auf. Sie begleitet sich selbst auf der Gitarre und bei mehreren Songs unterstützen sie John Martyn und Ric Sanders auf ihren Gitarren. Irgendwie erinnert ihr Vortrag an Francoise Hardy, allerdings ohne deren Pop Appeal. Es lässt sich kein schwacher Punkt finden, alle Songs entbehren nicht einer gewissen Magie, zu der es sich wunderbar träumen oder einfach nur die Gedanken schweifen lässt. Herausragend aus einem durchgehend sehr gutem Album sind der Auftakt "To B Without a Hitch", dessen drängendes, vorwarts treibendes Gitarrenintro schon mal aufhorchen lässt, weiters das wunderschöne "Hello Again (Of Course)", "Many Happy Returns" mit einer bemerkenswerten akustischen Slide, und der abschließende, fast schon hypnotische, Titelsong. Diese CD Reissue von 2005 enthält zwei Bonustracks, darunter eine wunderschön klingende und feinfühlige Version von Leonard Cohens "Suzanne". St. John singt es mit einem herrlichen britischen Akzent, der bei den längeren Noten wunderbar durchklingt und dem allgemein sehr bekannten Song eine verführerische Note verleiht.
Insgesamt ein hervorragendes Album, das in unseren Landen damals leider nicht die Beachtung erhielt die es verdient. Das lässt sich jetzt mit dieser schön gemachten Edition leicht nachholen. Für Fans des britischen Folk und der Musik der 60er gibt es nur eins - zugreifen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 27, 2012 4:31 PM CET


A Maid of Constant Sorrow-Gold
A Maid of Constant Sorrow-Gold
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Judy Collins - die Anfänge, 5. November 2010
Rezension bezieht sich auf: A Maid of Constant Sorrow-Gold (Audio CD)
Die in der Judy Collins Re-Issue-Serie auf einer CD erschienen ersten beiden Alben kommen in gewohnt schöner Aufmachung im Schuber mit gut gemachtem Booklet und einer ausgezeichneten KLangqualität. Sei zeigen die Folk-Anfänge einer Künstlerin, die diesem Genre sehr bald entwachsen sein sollte.
Beim Debüt "Maid of Constant Sorrow" von 1961 war Collins bezüglich ihrer eigenen Stärken doch noch merkbar verunsichert. Diese, noch hauptsächlich aus Traditionals bestehenden Aufnahmen, lediglich von zweiter Gitarre und Banjo begleitet, zeigen zwar gelegentlich ihre Stärken, aber auch einige ihre Schwächen auf. So versucht sie manchen Songs eine Tiefe zu verschaffen und erreicht lediglich eine gewisse Schärfe. Entspannter hingegen werden die Seemannslieder wie "Sailor's Life" vorgetragen. Bei "Wild Mountain Thyme" und "The Prickilie Bush" kann man erahnen, wohin die künfige Reise der Sängerin gehen wird. Ewan MacColls "Tim Evans" wirkt sehr engagiert und dadurch aber auch ein wenig überhastet. Klarer Höhepunkt ist jedoch ihre Interpretation von "John Riley" - klassisch und zeitlos.
Viel selbstbewusster agierte Collins ein Jahr später beim Nachfolgealbum "Golden Apples of the Sun". Begleitet von einer zweiten Gitarre und einem Bass gelingt ihr ein viel entspannteres und attraktiveres Klangbild, ganz egal, ob sie nun Gospel ("Twelve Gates to the City", "Sing Hallelujah") oder Balladen ("Fennerio", "Great Selchie of Shule Skerry") vorträgt. Auch bei schnelleren Titeln wie "Bonnie Ship the Diamond" klingt nichts mehr angestrengt und schrill. Ein Zeichen gefundenen Selbstvertrauens. Übrigens auch ein Anspieltipp. Nebenbei bemerkt, zum Gedicht "Golden Apples of the Sun" von W.B. Yeats schrieb sie die Melodie und heimste somit ihren ersten Autorenkredit ein. Einige Jahre später sollte Donovan das gleiche Gedicht unter dem Titel "The Song of the Wandering Aengus" für sein "HMS Donovan" Album vertonen. Ein netter Vergleich übrigens.
Wirkte beim Debüt noch manches etwas angestrengt, so ist das Hören des zweiten Albums ein unbeschwertes Vergnügen und daher wärmstens zu empfehlen.


Jumblequeen
Jumblequeen
Preis: EUR 21,75

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brit-Folk-Rock, melancholisch und rockig, 30. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Jumblequeen (Audio CD)
1974 veröffentlichte die britische Folksängerin Bridget St. John, eine Ikone in ihrer Heimat, ihr viertes Album, diesmal für das Label Chrysalis, bevor sie sich zwei Jahre später aus dem Musikgeschäft zurückzog und in die USA übersiedelte.
Bei diesem Album sorgten die Ten Years After Musiker Chick Churchill, der die Keyboards spielte und die Streicher arrangierte, und Leo Lyons, der produzierte, für eine rockigere Grundlage. Da wird mal ein schnelleres Tempo vorgegeben ("Sparrowpit"), mal taucht eine interessante Wah-Wah Gitarre auf ("Some Kind of Beautiful"), da hängen sich Bass und Schlagzeug mächtig rein ("I Don't Know if I Can Take It") und auch Bläser lassen mal was von sich hören ("Jumblequeen"). In einem eigenwilligen Kontrast dazu steht St. Johns rauchig verhangene Stimme mit ihrem Hang zu Schwermut und Melancholie. Man hat hin und wieder das Gefühl, dass ihr schleppend wirkender Vortrag dem Rhythmus hinterherhinkt. Aber das scheint nur so. St. Johns mag nicht die beste Sängerin sein, aber genau das macht diesen eigenartigen Reiz aus, durch den diese Scheibe so ungewöhnlich wird.
Es gibt natürlich auch melancholische ("Song for the Waterden Widow"), verträumte ("Want to Be with You") und sogar majestätisch anmutende Momente ("Long Long Time"). Bei einigen Songs glänzt Stefan Großmann mit seiner Folkgitarre und Beverly Martin steuert einige Harmonies bei.
Die Bonusstücke stammen nicht aus derselben Sitzung und sind nur in kleiner Besetzung - Klavier, zweite Gitarre - eingespielt. Bei "Bumper to Bumper" wird deutlich was St. John bei manchen Songs fehlt - eine fordernde zweite Stimme und sei es nur um die Melancholie zu durchbrechen.
Trotzdem, "Jumblequeen" ist ein Highlight des britischen Folk-Rock der 70er, eigenwillig und den Hörer fordernd. Leider blieb der internationale Durchbruch aus, was manche veranlasste das Werk wenig wohlwollend zu beurteilen. Diese Neuauflage war schon lange überfällig und so solange das Album noch erhältlich ist, sollte man nicht die Gelegenheit versäumen, es mal zu hören.


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