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Rezensionen verfasst von
Ausveratus (HH)

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Raus
Raus
Preis: EUR 5,71

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechte Download-Qualität..., 14. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Raus (MP3-Download)
Ich mag die EP, ich höre sie sogar sehr gerne. Der Grund, warum ich so eine schlechte Bewertung gebe, ist die schlechte Qualität des Downloads. Die Dateien sind einfach wahnsinnig leise. Gerade auf dieser Platte, auf der sich Tua noch weiter in Richtung Elektro und Dubstep entwickelt und immer öfter ein massiver, fetter Bass eingesetzt wird, ist es lächerlich, wenn die Lieder nur auf halber Lautsärke laufen - so kommt überhaupt nichts vom drückenden Sound dieses neuen Elements rüber.
Nächstes Mal greife ich doch lieber wieder zur CD.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 16, 2012 10:16 PM CET


Kafka am Strand: Roman
Kafka am Strand: Roman
von Haruki Murakami
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwiegespalten, 28. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Kafka am Strand: Roman (Taschenbuch)
Dieses Buch lässt mich etwas ratlos zurück. Ich hätte es mir niemals gekauft, wenn ich es nur im Buchladen gesehen hätte. Die Aufmachung alleine hat mich schon abgeschreckt. Und als ich den Klappentext gelesen habe, stellten sich mir die Haare auf. Allerdings wurde mir das Buch dringend empfohlen, also bin ich über meinen Schatten gesprungen und habe trotzdem zugegriffen.

Obwohl mir die Geschichte sehr unsympathisch war, hat mir das Buch am Anfang sehr gefallen. Geschichten von jugendlichen Ausreißern, die in einer fantastischen Welt landen, hatte ich bisher bei Weitem genug. Doch die Geschichte trifft einen ganz eigenen Ton. Es wird sehr viel mit Allegorien und Metaphern gearbeitet, die dem Ganzen einen netten Beigeschmack von Tiefe geben.

Doch je weiter ich in der Geschichte fortschritt, desto mehr trübte sich mein Ersteindruck. Das Buch machte mehr und mehr einen unprofessionellen Eindruck auf mich.
Für den Verlauf der Handlung sind die Figuren beispielsweise vollkommen austauschbar. Nicht, dass die Charaktere flach oder uninteressant sind, aber sie tragen zur Handlung nichts bei. Sie widerfährt ihnen einfach. Sie treffen fast keine eigenen Entscheidungen, sondern finden rein zufällig genau das, was gebraucht wird, damit es weitergeht.
Insbesondere trifft dies auf den geistig Behinderten Nakata zu. Nakata macht wenig mehr, als zu sagen, dass er dumm sei, dass er mit Katzen sprechen konnte und zu schlafen. Trotzdem lieben ihn alle und trotzdem macht er immer alles perfekt und richtig - ohne es zu wollen, oder zu wissen, warum er es wollen sollte.
Rhetorische Figuren, vor allem Vergleiche, verursachten immer wieder Strirnrunzler. Einige Beispiele merkwürdiger Vergleiche: »In der Küche wasche ich das Sperma ab. Es ist weiß, schwer und zäh, wie ein illegitimes Kind, das die Finsternis hervorgebracht hat.« (S.503) »Er bewegte sich bedeutungsvoll, wie eine Allegorie.« (S.535) »Das spezifische Gewicht der Zeit lastet auf dir, wie ein alter, ambivalenter Traum.« (S.636)
Mehrfach stieß ich auf Unschärfen und Widersprüche in der Handlung. Diese sind nur marginal und in ihrer Auswirkung nichtig, aber es wundert mich doch, dass da kein Lektor den Rotstift angesetzt hat. Hin und wieder passiert es, dass ein Charakter etwas nicht wissen kann, oder der Erzähler sogar explizit darauf hinweist, dass er es nicht weiß, und trotzdem weiß er es dann später plötzlich. Beispielsweise soll der Nakata nach einem Mann in auffälligen Stiefeln Ausschau halten. Da heißt es dann, dass Nakata nicht wüsste, was Stiefel seien (was alleine schon etwas seltsam ist). Als er den Mann aber trifft, bemerkt Nakata als erstes, dass er auffällige Stiefel trägt. Solche Kleinigkeiten gibt es zuhauf.

Trotz Allem kann ich nicht sagen, dass ich das Buch nicht gern gelesen habe. Ich habe immer wieder gerne nach ihm gegriffen und hatte nach vergleichsweise kurzer Zeit die über 600 Seiten durch. Auch die absurde, an den Haaren herbeigezogene Geschichte störte mich nicht, sondern machte im Gegenteil eher den Reiz des Buches aus. Es baut eine unwirkliche Welt auf, die aber in sich funktioniert.
Insgesamt ist es, meiner Meinung nach, ein Buch, das sich lohnt zu lesen. Nur hat man auch nicht viel verpasst, wenn man es nicht liest.


Zuckerbrot & Peitsche
Zuckerbrot & Peitsche

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flowmaschine, 21. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Zuckerbrot & Peitsche (Audio CD)
In der Kürze steckt die Würze, also nur ein paar Zeilen zu einem Werk, das einen wortlos zurücklässt. (oder bin ich nur faul?)

Wenn Tone sich Reimmaschine nennt, dann kann sich Mädness getrost Flowmaschine nennen. Seit langer Zeit wird im Deutschrap richtig schön traditioneller Skill regelrecht aus dem Weg gegangen. Die besseren haben Double-time-fähigkeiten und gute Reime, aber kreativer Flow war die Ausnahme. Da geht Mädness einen anderen Weg. Beziehungsweise geht er den gleichen Weg (weil er auch die anderen Sachen alle kann), aber in die andere Richtung.

Wer es dann auch mal schafft von seiner Stimme wegzuhören, findet zudem wunderbar dreckige, saubere und massive Beats. Und normalerweise nerven mich auf den CDs guter Rapper die Features, weil ich das wirkliche Talent hören will, aber hier sind die Features allesamt umwerfend. Dass Patrick mit Absicht anbetungswürdig flowt, ist nicht verwunderlich, aber dass mir tatsächlich die Parts von Kool Savas und Olli Banjo gut gefallen, hat mich doch sehr gewundert. Von beiden war ich früher ein großer Fan, war von den neueren Sachen aber nur noch gelangweilt. Von Mädness nun aber zu höchstleistungen angespornt, zeigen sie endlich mal wieder, was sie drauf haben.

Also, kaufen!

(doch nicht so kurz geworden...)


Jak Triple Pack Platinum
Jak Triple Pack Platinum

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meine Lieblingsspiele für die PS2, 13. Oktober 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Jak Triple Pack Platinum (Videospiel)
Zu dem Zeitpunkt, in dem diese Rezension geschrieben wird, ist es billiger alle drei Spiele einzeln zu bestellen, aber das kann sich im Laufe der Zeit schnell ändern, wer also darüber nachdenkt, sich dieses hier zu bestellen, sollte vorher noch einmal vergleichen.

Ansonsten zu den Spielen:
Kann ich ohne zu zögern empfehlen! Die Jak&Daxter-Reihe beinhaltet meine drei Lieblingsspiele für die PS2.

Der erste Teil ist sehr kurz und im Grunde nicht sehr originell, nur ein gewöhnliches Jump'n'Run, aber es macht sehr viel Spaß. Gerade wegen der Kürze ist es aber das Spiel, was ich schon am häufigsten durchgespielt habe.

Jak II ist teilweise etwas schwer, geht in eine ganz andere Richtung als der erste Teil, aber macht trotzdem sehr viel Spaß und ist sehr abwechslungsreich. Beim zweiten Durchspielen fand ich es eigentlich recht leicht. Was nur zeigt, dass das Spiel auch an den schwierigen Stellen nicht unfair, sondern nur etwas fordernder ist; etwas, das man mit etwas Können und Geschick locker ausgleichen kann.

Jak III folgt dem Formula vom zweiten Teil, ist aber etwas leichter und noch eine Spur abwechslungsreicher.

Also, kauft es euch ruhig, es lohnt sich.


Jak X [Platinum]
Jak X [Platinum]
Wird angeboten von Wülfrather Game Box
Preis: EUR 34,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider technische Probleme, 13. Oktober 2009
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Jak X [Platinum] (Videospiel)
Das Spiel ist zwar kein genredefinierendes Spiel, aber ein solides und Spaß machendes Rennspiel. Ich hatte eine Menge Spaß beim Spielen.
Leider, nur leider, hatte das Spiel eine erhebliche Schwäche: beim Speichern neigte das Spiel dazu, sich aufzuhängen. Nachdem es sich ein paar Mal aufgehängt hatte, hinterließ es einen irreversiblen Schaden an meiner Memory Card, weswegen ich diese neu formatieren musste, was wiederum zur Folge hatte, dass alle, ja wirklich alle, Speicherstände, die ich hatte, gelöscht waren.

Ich weiß allerdings nicht, wie wahrscheinlich es ist und von welchen Faktoren es abhängt, dass dieser Fehler auftritt. Ich fand's schade.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 24, 2011 10:58 PM MEST


Relapse
Relapse
Preis: EUR 9,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zum Glück auf Englisch, 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Relapse (Audio CD)
Ich bin ein großer Fan von Eminem und hatte mich dementsprechend sehr auf diese CD gefreut. Als ich dann das erste Mal reingehört habe, war ich auch ganz zufrieden: Die ersten Tracks gehen gut ab, wenn auch die Stimme zunächst etwas ungewohnt klingt und der Chorus oft eher langweilig ist, aber raptechnisch kann Eminem einfach keiner das Wasser reichen. Ab etwas der Hälfte der Lieder werden sie aber immer schwächer. Die Beats verlieren immer mehr an Energie und der Flow wird immer willkürlicher.
Wegen Ems detroiter Akzent/Slang und dem Tempo, in dem die Wörter seinem Mund verlassen, hatte ich nach dem ersten Hören noch nicht viel von den Texten verstanden. Also arbeitete ich noch einmal die Texte durch, weil die Erfahrung sagte, dass sich das bei diesem Mann lohnt. Die ersten Lieder waren zwar etwas heftiger als früher, aber immer noch ganz lustig. Aber nicht nur werden die Lieder, meiner Meinung nach, immer schwächer, sondern auch inhaltlich immer abgefahrener. Da ich viel Hiphop höre, bin ich einiges gewöhnt, aber was Eminem hier liefert, hat mich nur schockiert. Diese Texte über Vergewaltigungen und Verstümmelungen befinden sich weit außerhalb meines Humors. Letztlich bin ich ganz froh, dass ich beim normalen Hören nicht jedes Wort verstehe.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2015 4:32 PM MEST


Dis Wo Ich Herkomm
Dis Wo Ich Herkomm
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiedergefunden, 30. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Dis Wo Ich Herkomm (Audio CD)
Nachdem man Samy auf den letzten Mixtapes und Samples anmerkte, dass ihm Ideen fehlten, er irgendwie nur verkrampft Musik machte, wagt er nun den erfrischenden Schritt zu mehr Ehrlichkeit, sowohl thematisch wie auch musikalisch. Alle Lieder klingen (wie sich schon bei dem Dynamite Deluxe Album angedeutet hat) etwas Soul- und Reaggie-lastiger und sind fast durchgehend persönlich und nachdenklich.
Und dadurch dass er nun endlich seine Verkrampfung ablegt und der Hiphop-Szene allmählich den Rücken kehrt, kommt auch wieder der Esprit und die Kreativität. Ein durch und durch überzeugendes Album!


Crash Bandicoot: Twinsanity
Crash Bandicoot: Twinsanity
Wird angeboten von "Händlershop von Softland 2011 (Alle Preise inkl. Mwst.) -ABGs, Garantiebedingungen & Widerrufsbelehrung finden Sie unter Verkäuferhilfe"
Preis: EUR 69,96

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und knackig, 19. Februar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Crash Bandicoot: Twinsanity (Videospiel)
Als großer Fan der Crash Bandicoot Reihe war ich zunächst etwas skeptisch, als ich las, dass dieser Teil sich von den alten Klassikern zu sehr entferne und von einem anderen Hersteller-Team produziert worden sei. Ich schaute mir einige Videos auf dem Videoportal YouTube an und bekam einen positiven Eindruck, so dass ich den Kauf doch wagte. Und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt, ich bereue keinen Cent! Im Gegensatz zu den beiden späteren Titel "Crash of the Titans" und "Crash - Herrscher der Mutanten" von Vivendi, ist "Crash Twinsanity" der alten Linie treu geblieben.
Doch im Folgenden ein genauerer Blick auf das Spiel.

Die Geschichte ist nichts Besonderes, aber sie beschreitet doch gänzlich neue Wege innerhalb der Serie. Sie wird in regelmäßigen Abständen durch eingespielte Videosequenzen weiterzählt, die mal voll animiert und mal in Spielgrafik sind. Einige dieser Videos sind ziemlich lustig, anderen merkt man an, dass sie es versuchen zu sein. Dass sie es nicht unbedingt sind, verzeiht man aber alleine schon wegen den sympathischen Figuren gerne.
Während es zunächst scheint als wolle Cortex wieder mal Crash vernichten und er ihm eine Falle stellt, sehen sich die beiden Erzfeinde schnell dazu gezwungen, zusammen zu arbeiten. Cortex, der ewige Erzbösewicht, wird nun Teil des Spiels und verschafft dem Ganzen eine große Menge Abwechslung. Der Grund für die ungewollte Zusammenarbeit sind zwei dämonisch intelligente Vögel aus einer anderen Dimension, die die Inseln, auf denen die beiden leben, vernichten wollen und dabei selbst Cortex überlegen scheinen. Also machen sich Crash und Cortex auf, um die Vögel aufzuhalten.
Im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass diese Vögel nicht vollkommen willkürlich aufgetaucht sind, sondern etwas mit dem bösen Wissenschaftler zu tun haben. Dadurch erhält man erstmals Einblicke in die Vergangenheit von Cortex und reist sogar zu dessen ehemaliger Schule und trifft auf eine alte Lehrerin von ihm. Später im Spiel kommt noch seine Nichte Nina ins Spiel, die er als zusätzliche Waffe zu gebrauchen gedenkt.
Zwar wird man nicht sonderlich in die Handlung hineingerissen, aber sie weiß zu unterhalten und vor allem macht sie beide Helden sehr sympathisch. Crashs stumpfe Verständnislosigkeit oder Teilnahmslosigkeit wird wunderbar dargestellt und auch Cortex' Rücksichtslosigkeit und sein manipulatives Gebaren, gepaart mit Hilflosigkeit und Ängstlichkeit schaffen es, Lacher hervorzubringen.

Grafisch handelt es sich bei dem Spiel um ein schmuckes Stück. Selbstverständlich gibt es bessere Grafik auf der PS2, aber das sollte auch nicht verwundern, da dieses Spiel auch schon einige Jahre alt ist und es mittlerweile sogar schon eine Nachfolge-Konsole gibt. Dennoch ist es durchgehend schön anzusehen. Besonders die Charakteranimationen sind wunderbar gelungen. So zeigen sich die Charaktere der einzelnen Figuren schon in ihren Bewegungen: Crashs extraordinärer Laufstil und seine selbstmörderischen Fähigkeiten unterscheiden sich gewaltig von Cortex' vorsichtigem und wohlüberlegtem Gehen, während Nina sorglos durch die Level tänzelt und die ganzen Gefahren um sie herum gar nicht wahrzunehemn scheint.

Der Sound ist eindeutig die stärkste Seite des Spiels. Im Hintergrund läuft durchgehend eine A Cappella Musik, die nicht nur die absolut absurde und abgedrehte Stimmung des Spiels großartig hervorhebt, sondern darüber hinaus teilweise richtige Ohrwürmer beherbergt. Manches Mal erwischte ich mich dabei, dass ich einfach nur sinnlos im Kreis herumlief, um Crashs Bewegungen und vor allem diese hervorragende Musik richtig genießen zu können. Dieser Spielesoundtrack ist der erste, der es tatsächlich auf meinen MP3-Player geschafft hat.

Vom Gameplay her bleibt das Spiel der alten Linie treu. Man läuft als Crash durch intellgent aufgebaute Level, die vollgestopft sind mit verschiedenen Gegner, Boxen mit Wumpa-Früchten drin, TNT-Boxen, Nitro-Boxen und vor allem Abgründen, über die man springen muss. Zu diesem klassischen Jump'n'Run-Schema gesellt sich aber eine Reihe von abwechslungsreichen anderen Steuerungsarten.
Im Mittelpunkt steht vor allem die Kooperation mit Cortex. Mal spielt man einen Knäuel aus den, miteinander ringenden, Leibern der beiden, das wie eine Murmel Bahnen herunterollt. Diese Bahnen sind natürlich voller Fallen, denen man ausweichen muss. Oft spielt man die beiden auch, wie sie Hand in Hand durch die Level laufen. (Sie sind natürlich nicht Hand in Hand, sondern streiten sich um einen Kristall, den keiner von beiden loslassen will)Dabei ist die gewöhnliche Wirbelattacke mit größerer Reichweite möglich, außerdem kann man Cortex wie einen übergroßen Hammer auf den Boden schlagen oder ihn gar durch den Raum schleudern. Letzteres ist oft nötig, damit Cortex auf einer unerreichbaren Plattform einen Schalter aktiviert, der das Weiterkommen ermöglicht. Ein anderes Mal wird Cortex gejagt und man muss mit Crash nebenherlaufen und ihm den Weg frei machen.
Des Weiteren gibt es verschiedene Situationen, in denen man Snowboard fahren (sehr lustig - ich will den Witz daran aber nicht verraten) oder mit Fußbällen (oder ähnlichem) oder Fässern vor sich herumlaufen muss. (Hui, viele oders ^^) Außerdem hat man später im Spiel auch die Kontrolle über Cortex alleine, der weniger agil als Crash ist, dafür aber mit einer Pistole ausgestattet. Und auch Cortex' Nichte Nina ist spielbar und muss durch einige Kletterparts geführt werden.

Wie auch die älteren Spiele hat Crash Twinsanity einen durchaus herausfordernden Schwierigkeitsgrad. Einige Level sind so schwer, dass sie kaum beim ersten Anlauf zu schaffen sind. Es gibt aber meistens eine ausreichende Menge an Extraleben und geübte Jump'n'Run-Spieler werden sich auch nicht vor Frust verzehren. Wenn man aber dann doch alle Leben verliert muss man sich eine ziemlich lange Ladesequenz zumuten lassen, bevor man wieder am Anfang des Levels abgesetzt wird. Außerdem sind nur die wenigsten Videosequenzen zu überspringen. Wenn man nach einem Video ein Leben verliert, muss man es sich noch einmal ansehen. Ich musste einzelne Videos bestimmt zehn Mal sehen.
Was zudem fiele Fans der Reihe ärgern wird, ist dass die Level nicht mehr einzeln anwählbar, sondern zu einer großen Kette miteinander verstrickt sind. Wenn man also zu einem früheren Level zurück will, muss man zunächst durch alle anderen Level laufen, die danach kamen und dann schließlich wieder zurück. Dafür gibt es wenigstens zwischen den einzelnen Leveln (oder eher Weltabschnitten) keine Ladezeiten. Wenn man das Spiel startet, muss erst einmal eine Weile geladen werden, aber wenn das Spiel läuft, wird es nicht mehr unterbrochen (außer durch die Videosequenzen).
Speichern lässt sich nur an bestimmten Stellen. Die Entfernung zwischen diesen Punkten variiert. So kommt es manchmal vor, dass man nach ein paar Schritten schon wieder speichern kann, während man einmal sogar mehrere Endgegner erreichen und besiegen muss, ohne zwischendrin speichern zu dürfen.
Das größter Ärgernis ist allerdings der geringe Umfang des Spiels. Nach fünf Stunden hatte ich den letzten Endgegner bezwungen. Leider bietet es darüber hinaus kaum Anreize, es erneut zu spielen. Es gibt zwar eine Menge von versteckten Kristallen, um die zu erreichen man immer wieder seine Kreativität bemühen muss (so muss man beispielsweise gleich im ersten Abschnitt eine Horder Hühner in einen Haufen Nitro-Boxen jagen, damit man unbeschadet zu dem Kristall kommt), dies macht auch eine Menge Spaß und ermöglicht einem den Zugang zu Bonusmaterial (vor allem Bildergalerien aber auch einige Videos), aber der Aufwand ist zu groß, weil man - wie gesagt - die Level nicht anwählen kann, sondern alle einzeln durchwandern muss. Deswegen wandert das Spiel schließlich nach ein paar Stunden des Spielens schnell ins Regal, wo es dann munter verstauben kann.

Viele der genannten Mängel vermindern den Spielspaß nur geringfügig und alles in allem handelt es sich bei Crash Twinsanity um ein großartiges Spiel. Wer also an Jump'n'Runs seine Freude findet und auch mal ein paar Herausforderungen schätzt, kann sich hiermit wunderbar die Zeit vertreiben. Der Abwechslungsreichtum und die sympathischen Charaktere ermuntern auf jeden Fall dazu, das Gamepad immer wieder in die Hand zu nehmen. Nur ist der geringen Umfang wirklich schade. Insgesamt aber auf jeden Fall ein gutes Spiel, das zwar das Rad nicht neu erfindet, aber das was es macht, durchaus gut macht.


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