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Beiträge von Navin R. Johnson
Top-Rezensenten Rang: 2.028.909
Hilfreiche Bewertungen: 21
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Rezensionen verfasst von Navin R. Johnson (Bückeburg)
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Achtung, KEINE DVD-Audio, 28. September 2007
So gelungen die Zusammenstellung dieser großartigen Band ausgefallen ist und so angenehm ich die Tatsache empfinde, dass die "Best of" nicht nur mit einem neuen Song o.ä. - sondern gleich mit 6 neuen Tracks - angereichert wurde, so muss ich schnell vorwarnen: diese Doppel-Disc (DVD+CD) ist KEINE DVD-Audio wie zur Zeit im amazon.de System erfasst. Sie enthält also KEINE 5.1 Surround-Mixe der Songs, wie es eine "DVD-Audio" suggeriert. Die DVD enthält ein interaktives Interface (was für eine Formulierung!) mit einem digitalen Booklet, Fotogalerie, vorkodierten MP3-Files (hmmm!?) und mehr. Im DVD-Video-Bereich befinden sich Interviews zu den alten und neuen Stücken. Wer Musik in 5.1 erwartet, ist hier also leider falsch und muss wieder die Sonderausgabe von Rob Thomas' ebenfalls hervorragendem Solo-Album auflegen. Wer einfach eine gelungene Compilation dieser Ausnahmeband sucht, mit neuen Stücken verwöhnt werden möchte und Gefallen an interaktivem SchnickSchnack findet, der sollte zugreifen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Teils rares Material auf amateurhaftem Produkt, 2. Juli 2007
Wow, ein Bootleg, denkt man und nimmt diese DVD in die Hand (bzw. klickt sie an). Wow, ein Bootleg, denkt man, wenn man die haarsträubend falsch geschriebenen Songtitel auf der Rückseite sieht. Naja, und diesen ersten Eindruck will man auch nicht mehr loswerden, wenn man die DVD erst einmal eingelegt hat. Als Master lagen offenbar alte verrauschte Fernseh-MAZen vor oder gar Videokassetten und/oder LaserDiscs. Von professionellem Mastering keine Spur. Bevor der erste Clip ("Raspberry Beret", die Reihenfolge des aufgeführten Tracklistings ist natürlich auch Quatsch) startet, sieht man erstmal 15 Sekunden lang Schwarzbild, kann dazu aber bereits erstaunliches Rauschen hören, das sich leider auch durch einen Großteil der Clips zieht. Wer die Standard-Videos von Prince sucht, sollte lieber zur "Greatest Hits"-DVD von Warner greifen. Der einzige Grund, der dieses Produkt, das in seiner unpressionellen Machart so manche Raubkopie in den Schatten stellt, das Geld vielleicht Wert sein lässt, sind Clip-Raritäten wie "America", "Automatic", "Sexuality" u.a. Diese gab es m.E. noch nie in "annehmbarer Qualität" (was auch immer das sein mag) auf einem Home Entertainment Produkt. So sind vielleicht doch ein paar Lichtblicke unter den vielen schlimmen Eindrücken, die dieses Produkt vermittelt. Für Prince-Komplettisten sicher den Kauf wert. Ansonsten wohl eher ein Fall für Prince's Anwälte. Denn dieses Produkt kann eigentlich echt nicht ernst gemeint sein.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein magisches Album - "Seltsam öffne mich", 18. August 2003
Sänger, Songwriter und Gitarrist Niels Frevert hat in den Jahren 1991 bis 1995 mit seiner Band Nationalgalerie vier Alben veröffentlicht. 1993/4 landete das Quartett aus Hamburg mit "Evelin" vom Album "Indiana" gar einen Hit, an dem auch MTV und VIVA nicht herumkamen. 1996 folgte die weitgehend überraschende Auflösung der Band. Frevert veröffentlichte 1997 ein Soloalbum, das sowohl Hörer als auch Kritiker nachhaltig beeindruckte. Mit "Du musst Zuhause sein" hielt es einen programmierten Gassenhauer bereit, dessen Hookline zwar noch heute nachhallt, aber leider nie die verdiente Masse erreichte. Sechs Jahre später und zehn Jahre nach "Indiana" erscheint mit "Seltsam öffne mich" endlich das neue Album von Niels Frevert. Und wie immer gelingt es Frevert innerhalb von 10 Songs die gesamte Bandbreite seines songschreiberischen Könnens zu demonstrieren und aufs Neue herauszufordern: von Rock („Seltsam öffne mich") bis nicht-böse-gemeintem Schlager („Wann kommst Du vorbei") ist jeder dieser Songs einzigartig - nie muss Frevert in seinen alten Platten kramen, und sich selbst zitieren. Der Rocker „Sieben" ist da eine Ausnahme, und weckt willkommene Erinnerungen an den „Doppelgänger" von 1997. Der vielleicht wichtigste Unterschied zum eher düsteren Nationalgalerie-Album „Meskalin" oder auch Strecken des Solo-Debüts „Niels Frevert" sind die positiven Schwingungen und Stimmungen, die „Seltsam öffne mich" transportiert. Doch die größte Überraschung auch für den langjährigen Hörer sind die Texte: diese waren zwar schon immer wichtiger oder eventuell *der* Teil der Magie, kommen diesmal aber noch einmal erheblich gereift daher. Frevert wortspielt in einer Tour - aber nicht angestrengt oder trivial wie seine Kollegen, sondern mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Track 7 „Gemeinsame Sache" könnte deshalb sogar den Crossover schaffen: man kann Freverts Texte mögen, darüber lachen, in sie eintauchen und sie mitsingen, auch ohne sie entschlüsseln zu müssen. Seit 1999 tourte er hier und da mit neuen Stücken durch die Lande, nahm Songs auf, die dann leider zunächst unveröffentlicht blieben. Für die Bonus-CD von „Seltam öffne mich" hat Frevert nun einige dieser Songs ausgegraben. Aber auch auf dem eigentlichen Album versammeln sich neben neuen Tracks ein paar Bekannte: mit „Tiefkühltruhe", einem der Highlights des Albums, begeisterte und verwirrte Frevert sein Live-Publikum in den letzten Jahre stets und gleichermaßen. Unterm Strich: "Seltsam öffne mich" ist genau das Album, auf das die Freunde seiner Musik sechs Jahre lang gewartet haben. Anspieltipps: „Einwegfeuerzeugstichflamme", „Seltsam öffne mich" „Gemeinsame Sache", „Wann kommst du vorbei"
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