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Rezensionen verfasst von
Joss

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Schiffsverkehr
Schiffsverkehr
Preis: EUR 10,99

77 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Grönemeyer, 18. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Schiffsverkehr (Audio CD)
Tatsächlich singt Grönemeyer diesmal irgendwie anders, denn man kann seine Texte erstaunlich gut verstehen. Auch seine Stimme wirkt etwas dunkler und rauer, so als hätte er gerade ein paar Konzerte absolviert. Das kann aber auch daran liegen dass der Klang des gesamten Albums in den Höhen etwas gedämpft scheint. Insgesamt ist der Klang sauber und in den Bässen und unteren Mitten sehr kompakt. Die derzeit in Mode befindliche Übersteuerung bleibt einem aber Gott sei Dank erspart. Die Musik macht durchgängig einen gediegenen und harmonischen Eindruck. Spektakuläre Hit-Nummern a la "Stück vom Himmel" findet man in dieser Form eigentlich keine. Auch sind viele Lieder nicht ganz so eingängig wie auf den letzten Alben und man muss sie schon einige Male hören bis sie ins Ohr gehen (Ausnahme: "So wie ich"). Das Verhältnis von ruhigen und schnelleren Stücken ist relativ ausgeglichen, auch wenn wie gesagt sehr rockige Nummern wie "Fernweh" eher selten sind. Insgesamt ist das Album weit von einem Hit-Album wie "Bochum" entfernt. Grönemeyer selbst wirkt gereift und abgeklärt, so als müsste er niemandem mehr etwas beweisen. Die Instrumentierung ist gewohnt professionell und die Produktion versucht erst gar nicht charttauglich zu sein. Anspieltipps: "Kreuz meinen Weg" & "November (Bonustrack)".
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 3, 2011 11:45 PM MEST


Recovery
Recovery
Preis: EUR 12,49

43 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges, wütendes, explosives Rap-Statement, 10. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Recovery (Audio CD)
Als Eminem letztes Jahr nach 5 Jahren Pause ein neues Soloalbum herausbrachte, war man erleichtert dass er die Abwärtsbewegung die spätestens bei "Encore" deutlich wurde, endlich stoppen konnte und sogar wieder besser wurde. "Relapse" war ein solides Album, dem zwar die ganz großen Hits fehlten, das aber dennoch viele überzeugen konnte und von Presse und Publikum meist gut aufgenommen wurde. Das Album war zwar kommerziell nicht so erfolgreich wie die Vorgänger, machte aber Hoffnung dass es noch weitergehen würde. Zumal Eminem schon bei der Veröffentlichung einen Nachfolger ankündigte. Das er aber jetzt nach nur einem Jahr mit "Recovery" so eine Granate raushaut, ist wirklich unglaublich. Man fragt sich nur wo der Mann diese Energie hernimmt, zumal er bei "Encore" schon fast ausgebrannt wirkte. Es war zwar schon durchgesichert, dass er mit seinem letzten Album nicht wirklich zufrieden war und deshalb eifrig an einem neuen Projekt arbeite, aber wer hätte ernsthaft damit gerechnet dass er wirklich noch mal das Niveau seiner Glanzzeit erreichen würde.

Erst mal fällt auf das das Album vollkommen anders ist als "Relapse", auf dem er ja meist relativ entspannt in Midtempo-Nummern rappte. "Recovery" ist vielseitiger und erinnert am ehesten an die "Eminem Show", hat aber dennoch einen ganz eigenen Charakter. Es ist eindringlicher, radikaler und auch spektakulärer. Auf der einen Seite sind die Refrains sehr melodisch und werden oft noch von Gaststars unterstützt, auf der anderen Seite rappt Eminem so hart und kompromisslos wie selten zuvor. Auf mehreren Songs explodiert er geradezu in wütenden Rap-Attacken, besonders in der zweiten Hälfte des Albums dreht er richtig auf. Bei einigen der besten Tracks wie "25 to Life" oder "Love the Way You Lie", hat man den Eindruck das er die weichen Stimmen der Gastsängerinnen nur deshalb für die Refrains einsetzt, um einen möglichst starken Kontrast für seine eigenen brachialen Rap-Salven zu schaffen. Der merkwürdige Akzent vom letzten Album ist komplett verschwunden, wodurch er wieder sehr direkt wirkt und auch besser verständlich ist. Es gibt nur wenige Alben die einen bereits beim ersten anhören ins Ohr gehen, aber "Recovery" enthält einige so großartige Stücke, das es einen einfach aus dem Stand umhaut. Man kann Eminem mögen oder nicht, aber der Typ ist absolut echt, hat verdammt viel drauf und kann einen mit seinem neuen Album wieder richtig begeistern.


Avatar - Aufbruch nach Pandora
Avatar - Aufbruch nach Pandora
DVD ~ Sam Worthington
Preis: EUR 4,99

139 von 190 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wohl größte Kinosensation seit Star Wars, 5. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Avatar - Aufbruch nach Pandora (DVD)
"Spektakulär ist dieser Film sicherlich - sensationell auch. Aber man muss diese beiden Begriffe schon ursprünglich beim Wort nehmen, um dem Film gerecht zu werden: Es handelt sich um eine filmische Sehenswürdigkeit, die alle erreichbaren Sinne packt, fesselt und stundenlang gefangen hält." So schrieb die Filmzeitschrift Cinema im Februar 1978 über den ersten Star Wars-Film. Im weiteren Text kam man dann auch auf Kritikpunkte zu sprechen: "Das faszinierende am Krieg der Sterne aber ist die Story, dermaßen simpel im Grunde genommen, dass sie als Exposé auf wenigen Seiten Platz hätte", zudem bemängelte man die "schlichten Dialoge" sowie die "Ansammlung von Klischees". Warum ich das alles hier zitiere? Nun, was die Cinema vor über 30 Jahren über Star Wars schrieb, könnte man heute fast eins zu eins auf Avatar übertragen. Auch hier handelt es sich um eine einfache Geschichte mit vielen bekannten Elementen, verpackt in einer revolutionären Optik, die die Phantasie beflügelt und die Augen übergehen lässt. Oder andersherum, ist ein Film wie Dark Knight der mit einer verschachtelten Story, vertrackten Nebenhandlungen und urplötzlichen Wendungen aufwartet, und bei dem man sich beim zuschauen öfters fragt, ob man gerade begreift was auf der Leinwand passiert, ist das wirklich ein besserer Film als Avatar? Als Antwort ein Zitat von Orson Welles: "Eine Geschichte verkomplizieren kann jeder Idiot, sie auf das wesendliche zu reduzieren, das ist die Kunst". Und das ist James Cameron mit Avatar eindrucksvoll gelungen. Eine einfache bewegende Geschichte in schnörkelloser Weise erzählt und in verzaubernder visueller Pracht dargeboten. James Cameron ist vielleicht nicht der beste Regisseur der Welt, aber eins kann er besser als jeder andere vor ihm, nämlich das Geschehen so zu inszenieren das man voll dabei ist, sich mittendrin fühlt, aber trotzdem jederzeit den Überblick über das gezeigt behält. Außerdem geht er immer neue Wege, ruht sich nie auf dem aus was er bisher getan hat, hat immer schon das nächste Projekt im Auge, das ihm die Möglichkeit gibt etwas Neues und Innovatives auf die Leinwand zu bringen. Und Avatar ist Innovation pur. Von der Entwicklung eines bahnbrechenden stereoskopischen Kamerasystems, das ein nahezu perfektes 3D-Erlebnis ermöglicht, über die computergenerierten Charaktere, welche so fein und differenziert animiert sind, das sie in ihrer emotionalen Ausdruckskraft den menschlichen Schauspielern kaum noch nachstehen, bis zu der wirklich fantastischen CGI-Grafik, hat James Cameron die Grenzen des möglichen in jede Richtung vorangetrieben und zu neuen Höhepunkten geführt.
Kommentar Kommentare (20) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 17, 2011 9:57 PM MEST


Zombieland
Zombieland
DVD ~ Woody Harrelson
Preis: EUR 4,99

71 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 10. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Zombieland (DVD)
Das Wort "Überraschend" hat zwar seit der Wirtschaftskrise mit ihren dauerüberraschten Experten einen etwas negativen Beigeschmack bekommen, aber auf Ruben Fleischers Zombiespaß trifft das aus meiner Sicht mal wirklich zu. Denn ich hatte ehrlich gesagt nicht allzu viel erwartet, da in letzter Zeit ein Hype nach dem anderen aus Übersee zu uns rüberschwappt, ohne das da meist etwas besonderes hinter steckt. Zombieland ist mit seinem bisherigen Einspielergebnis von über 100 Millionen Dollar bereits jetzt die kommerziell erfolgreichste Splatterkomödie überhaupt. Kann er aber wirklich mit Genregrößen wie Return of the Living Dead, Tanz der Teufel 2 oder Braindead konkurrieren? Der Film beginnt mit einer amüsanten Folge von Verhaltensregeln im Umgang mit Zombies, welche in Form von kurzen Filmsequenzen visuell demonstriert werden. Eine der Regeln lautet zum Beispiel, das man durch regelmäßiges Körpertraining seine überschüssigen Pfunde abbauen sollte, um im Fall einer unerwarteten Konfrontation mit Untoten, möglichst schnell davonrennen zu können. Auch sollte man selbst bei einer hektischen Flucht mit einem Auto, niemals vergessen sich vorher anzuschnallen und den Rücksitz zu inspizieren. Diese auch im Laufe der Handlung immer wieder auftauchenden Tipps sind wirklich witzig umgesetzt. Die Zombies sind hier wie in vielen neueren Zombiefilmen sehr schnell unterwegs, also kein Vergleich zu den langsamen, strunzdoofen Zombies aus George A. Romeros Zombieklassikern. Jesse Eisenberg spielt die Rolle des ehemaligen Computerfreaks Columbus solide und glaubwürdig. Sein Drang selbst den absurdesten Situationen immer mit Vernunft zu begegnen, führt wiederholt zu sehr spaßigen Momenten. Der von Woody Harrelson dargestellte Tallahassee, der schon halb Amerika durchquert hat, immer auf der Suche nach einer bestimmten Art von cremegefüllten Keksen, ist zwar nicht gerade der hellste im Kopf, dafür aber umso rabiater beim zusammentreffen mit Zombies. Nach einem köstlichen Intermezzo mit einer bekannten Hollywood-Größe kommt für einen Moment zwar etwas Leerlauf auf, dafür dreht der Film für das finale Massaker im Vergnügungspark noch einmal voll auf. Untermalt von hammerharten Gitarrenriffs müssen innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Zombies in einem furiosen Showdown ihr untotes Leben lassen. Wie Woody Harrelson von Karussells hangelnd oder aus Achterbahnen und Kirmesbuden heraus, die anstürmenden Zombies reihenweise niederstreckt, gehört schon zum originellsten was man bisher in Splatterfilmen gesehen hat. Insgesamt ist Zombieland zwar nicht der Überhammer, aber ein vergnüglicher Kinoabend ist garantiert.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 3, 2010 11:37 PM MEST


The Beatles Stereo - The Original Studio Recordings
The Beatles Stereo - The Original Studio Recordings
Wird angeboten von Obsessed-Records GmbH inkl-MwSt-Widerrufsbelehrung-AGB-unter-Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 218,96

203 von 223 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klangvergleich über Mp3-Player, 26. September 2009
Wie die neuen Beatles-CDs auf hochwertigen HiFi-Anlagen klingen, wurde hier ja schon ausreichend beschrieben. Viele Leute hören Musik aber auch oft im Auto, über durchschnittliche Musikanlagen oder eben über Mp3-Player. Deshalb möchte ich mal einen Eindruck vermitteln, wie die Alben als Mp3 klingen. Hierzu habe ich sowohl die alten CDs von 1987, als auch die neuen Stereo-Box-Versionen mit dem neuesten Lame-Codec in variabler Rate um 192 Bit gerippt. Als Grabber verwendete ich die aktuelle "Exact Audio Copy" Software. Zusätze wie "Joint-Stereo" habe ich dabei abgeschaltet. Als Abspielgerät benutzte ich einen iPod Classic 6G mit Koss Porta-Pro Kopfhörern. Ich habe es zum Vergleich auch mal mit den deutlich hochwertigeren Komponenten eines Freundes probiert, bestehend aus Cowon X5 Player und iGrado Kopfhörern. Aber da klang es dann fast schon wieder wie auf einer High-End-Anlage. Da die neuen CDs mit durchschnittlich 100 Dezibel wesendlich lauter überspielt sind als die alten, habe ich die Mp3s nach dem Rip mittels "Mp3 Gain" auf einheitliche 92 dB gesetzt, um die alten und neuen Versionen auch ohne ständige Lautstärkeanpassung vergleichen zu können. Im Folgenden gehe ich die Alben einzeln durch, da ich den Eindruck habe, dass von den verantwortlichen Toningenieuren jeder etwas anders remastered hat.

Zu den alten CDs

Als im Februar 1987 die ersten vier Alben als CD herauskamen, waren die Beatles damit ziemlich spät in die CD-Ära gestartet. Denn zu diesem Zeitpunkt hatten die meisten 60er Jahre Musiker bereits ihr gesamtes Oeuvre auf CD herausgebracht, während es von den Beatles bis dato nur einen dubiosen Sampler namens "First" zu kaufen gab. Die Verspätung hatte allerdings einen Grund. Denn man hatte bei der EMI beschlossen die Alben nicht nur einfach digital zu überspielen, wie es damals gängige Praxis war, sondern sie komplett zu remastern. So begann ein Team von Toningenieuren unter der Leitung von Beatles-Produzent George Martin den gesamten Backkatalog der Beatles fürs digitale Zeitalter aufzupolieren. Dabei legte George Martin die Priorität auf einen möglichst authentischen Klang, während HiFi-Aspekten nur sekundäre Bedeutung zukam. So ließ Martin z.B. die originalen 60er Jahre Bandmaschinen und Mischpulte aus den Abbey Road Kellern ausgraben und richtete damit eines der Studios so ein, das das Remastering weitestgehend auf Basis von analogem Equipment stattfinden konnte. Das Ergebnis wurde zwiespältig aufgenommen. Während viele George Martin dafür lobten, dass er den Klangcharakter der originalen Vinyl-LPs sehr gut getroffen hat, wurde von einigen Klang-Puristen montiert, dass mit einem digitalen Remastering eine noch deutlichere Verbesserung möglich gewesen wäre.

Please Please Me & With The Beatles

Die guten Ansätze im Remastering auf die ich bei den folgenden Alben noch eingehe, werden hier leider durch die wirklich grausige Stereoabmischung zunichte gemacht. Die knallharte Trennung von Rhythmusgruppe auf dem linken- und Gesang auf dem rechten Kanal, wirkt über Kopfhörer nicht nur unnatürlich, sondern geradezu unangenehm. Bereits nach halbstündigem durchhören hatte ich ein taubes Gefühl auf den Ohren. Hier wäre ein Remix des gesamten Stereobildes mehr als empfehlenswert gewesen. Bei beiden Alben klingen die alten Monoversionen wesendlich ausgewogener und harmonischer.

A Hard Day's Night

Hier zeigt der Stereomix erstmals gute Ansätze, offenbart andererseits aber auch noch einige Schwächen. Denn vieles klingt hier noch mehr nach Duophonic als nach echtem Stereo. Bei der Mono-Fassung von "If I Fell" zum Beispiel, singt John die erste Strophe solo und ungedoppelt. Bei der neuen Version hört man nun den typischen Duophonic-Sound, in dem die Stimme auf beide Kanäle gesplittet und dann gegeneinander zeitlich verzögert abgespielt wird, wodurch es zu einer Art rotierenden Chorus-Effekt kommt. Solche Verdrehungen des originalen Klangs sind bei diversen Sequenzen auf dem ganzen Album zu hören. Für ein authentischeres Klangergebnis, wäre auch hier vielleicht ein kompletter Remix angebracht gewesen. Sehr positiv hingegen präsentiert sich Pauls "And I Love Her" das hier in einem traumhaft makellosen Sound rüberkommt. "Any Time at All" ist eines der wenigen Beispiele in der die Solostimme in Stereo noch deutlicher herausragt als in Mono. Genau andersherum ist es bei "When I Get Home", wo John einem in Mono direkt ins Ohr zu brüllen scheint, wohingegen er in Stereo eher aus einiger Entfernung zu einem singt. Bei "Things We Said Today" ist Pauls gedoppelte Stimme in Mono nur im Hintergrund zu hören, während sie in Stereo fast gleichauf mit seinem Sologesang liegt. Ich weiß nicht wie man so etwas ohne Remix erreichen kann. Zwar wirkt der Einsatz von Kompressoren letztlich auch wie ein Remix der Lautstärke der einzelnen Spuren, aber dies würde sich ja auf alle Instrumente auswirken. Zu "You Can't Do That" und "I'll Be Back" kann ich nur sagen: Nie wieder in Mono. Denn die Stereo-Versionen sind hier in jeder Beziehung überlegen, einwandfreier Klang im nahezu perfekten Mix. Insgesamt ist "A Hard Day's Night" ein zweischneidiges Schwert. Einiges klingt in Mono immer noch unverfälschter und druckvoller, anderes wiederum ist in Stereo so gut das es die Mono-Fassungen fast vergessen lässt.

Beatles for Sale

Die wohl größte Überraschung der gesamten Stereobox. Der durchweg gute Mix wird noch weit übertroffen durch die wirklich überragende Soundqualität. So fett und analog haben die Beatles zuletzt auf Vinyl geklungen. Selbst "Abbey Road" klingt nicht viel besser. Man kann sich kaum losreißen. Man braucht nur mal "Rock and Roll Music" mit der alten Fassung zu vergleichen, der Unterschied ist wirklich wie Tag und Nacht. Bass und Gitarre die bisher nur dünn und zaghaft durchkamen, hämmern auf einmal mit voller Wucht durch die Kopfhörer. Und das gilt fürs ganze Album, sowohl Stimmen als auch Instrumente haben eine solche Präsenz und Konturenschärfe, das man den Eindruck hat, die Gruppe steht direkt vor einem. Einzig "I'm a Loser" klingt in Mono immer noch etwas direkter und ungestümer. Insgesamt aber ein Musterbeispiel perfekten Remasterings.

Help!

So beeindruckend der klangliche Quantensprung bei "Beatles for Sale" ist, so wenig weiß mich "Help!" zu begeistern, selbst bei intensivem durchhören zwischen alter und neuer Version, kann ich kaum einen Unterschied bemerken. Der Frequenzgang scheint absolut identisch zur alten Fassung. Wenn ich beim anhören blind hin- und herschalte ohne aufs Display zu sehen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, welches nun die jeweils neu remasterte Version ist. Selbst beim anhören der CDs über die HiFi-Anlage ist eigentlich nur der große Unterschied in der Lautstärke zu vernehmen. Wenn "Beatles for Sale" die meisterhafte Arbeit eines leidenschaftlichen Toningenieurs wäre, dann würde ich das Remastering von "Help!" als das Ergebnis eines gelangweilten Lehrlings einstufen.

Rubber soul

Ab hier zeigten die Beatles ihre wahre Klasse. Zwischen "Help!" und "Rubber Soul" muss irgendetwas Umwälzendes passiert sein. Zeitlich lagen nur unvorstellbare 4 Monate zwischen der Veröffentlichung der beiden Alben. Von der musikalischen Entwicklung her, könnten es aber auch 20 Jahre sein. Leider haben sich die Toningenieure davon offensichtlich nicht beeindrucken lassen. Denn statt ebenfalls die Siebenmeilenstiefel anzuziehen und in neue tontechnische Dimensionen vorzustoßen, gehen sie hier eher in Gänsefüßchen voran. Will heißen, die Fortschritte sind sehr dezent. Hier ein bisschen mehr Kontur, dort etwas mehr Transparenz, das war's auch schon. So klingen "Think for Yourself" und "Nowhere Man" auf dem 10 Jahre alten "Yellow Submarine Songtrack" immer noch einen Tick frischer und knackiger als hier.

Revolver

Das rätselhafte siebte Beatles-Album gilt nicht wenigen als der kreative Höhepunkt im Werk der Band. Auf jeden Fall ist es das kantigste und experimentellste Album der Beatles. Vom Klang her ähnlich konservativ remastered wie "Rubber Soul", kann man das bedächtige Vorgehen der Toningenieure hier einigermaßen nachvollziehen. Denn neben "Pet Sounds" von den Beach Boys ist "Revolver" das wohl kunstvollste Werk der Popgeschichte. Hier etwas zu verändern wäre wahrscheinlich genauso unpassend, wie der Mona Lisa die Bäckchen neu zu pudern.

Sgt. Pepper

Pepper ist wirklich wie ein musikalisches Kaleidoskop. Wo man auch hinsieht, alles ist bunt und schillernd und fassettenreich. Ähnlich wie bei "Abbey Road" klang schon die 87er CD hervorragend, so das man hier kaum noch viel verbessern konnte. Dennoch hat man hier und da ein Quäntchen mehr Klarheit und Details herausgequetscht.

Magical Mystery Tour

Das Album könnte man vielleicht als eine Mischung aus Filmmusik und Sampler einstufen. Ursprünglich wurde es nur als Capitol-Album in Amerika veröffentlicht. Obwohl es brillante Songs enthält, wirkt es ähnlich wie der dazugehörige Film irgendwie richtungslos. Durch dass Remastering gewinnt das Album einiges an Ausdruckskraft. Das Ergebnis macht einen runden und stimmigen Eindruck. Hier kann man kaum etwas bemängeln. Im Gegenteil, das Album hat durchweg einen schönen vollen Sound und gehört eindeutig zum Besten was das neue Box-Set zu bieten hat.

White Album

Ist das weisse Album musikalisch ein Werk von geradezu kosmischer Bandbreite, so gefällt mir das neue Remastering hier nicht ganz so gut wie bei der 30th Anniversary Edition von 1998. Insgesamt ist es mir einfach etwas zu basslastig. Über höher auflösende Kopfhörer oder Boxen mag sich das von selbst ergeben, aber mit den getesteten Kopfhörern mach der Bass hier so viel Druck, das es teilweise schon dröhnt. Andererseits gibt es natürlich viele Leute die genau das gerne hören. Also spare ich mir weitere Kommentare.

Yellow Submarine

Bis auf das fetzige "Hey Bulldog" und natürlich "All You Need Is Love" wirkt das Album eher mittelmäßig, dafür aber tadellos remastered.

Let It Be

"Let It Be" hätte eines der besten Beatles-Alben werden können. Die Kompositionen sind ähnlich gut wie bei "Abbey Road". Leider hat man den Rohmix am Ende einem Scharlatan wie Phil Spector übergeben, der es jahrelang geschafft hat seine Unfähigkeit hinter gigantischem Bombast zu verstecken. So kann man sich nur in seiner Phantasie ausmalen, wie gut das Album wohl geworden wäre, wenn man es nur von George Martin auf seine Weise hätte produzieren lassen. Gerade weil das Album im Original einen so matten, schwammigen Sound hat, wirkt sich dass Remastering hier besonders vorteilhaft aus. Neben "Beatles for Sale" hört man hier die größten Fortschritte, alles klingt wesentlich direkter und transparenter. "Get Back" und "Two of Us" kommen so treibend und dynamisch rüber wie nie zuvor, klingt für mich sogar noch besser als auf Vinyl. Ob "Dig a Pony", "I've Got a Feeling" oder "Across the Universe", alles klang bisher immer so als würde die Musik aus einem anderen Raum zu einem hallen, jetzt hat man endlich das Gefühl am richtigen Platz zu sitzen.

Abbey Road

Was soll man zu "Abbey Road" noch sagen. Nie klangen die Beatles so cool und abgeklärt wie hier. Obwohl sich besonders John und Paul fast nichts mehr zu sagen hatten, spielten sie hier in einer traumwandlerischen Harmonie zusammen, in der jeder Vokalsatz, jeder Akkord, einfach jede einzelne Note auf den Punkt traf. Zudem wuchs George Harrison über sich hinaus, und George Martin legte hier wohl sein Meisterstück ab. Neben "Dark Side of the Moon" das vielleicht bestproduzierte Album überhaupt. Vom Klang her war "Abbey Road" schon immer der heilige Gral der Beatles-Alben. Selbst die halblegale japanische CD-Ausgabe von Toshiba aus dem Jahr 1983 klang schon exzellent. Deshalb sollte man hier auch keine gravierenden Verbesserungen mehr erwarten.

Fazit:

Alle Alben bis auf die ersten beiden erreichen durch das neue Remastering einen qualitativen Fortschritt der allerdings erheblich schwankt. Von minimal (Help), über solide (Rubber Soul, Revolver) und weiter zu sehr ordentlich (Abbey Road, Pepper, White Album), steigert es sich zu hervorragend (Let It Be, Yellow Submarine, Mystery Tour) und schließlich überragend (Beatles for Sale). Insgesamt wäre es wohl besser gewesen, man hätte dass Remastering einem einzelnen Mann anvertraut, statt einem Konsortium von Toningenieuren. Dann wäre das Ergebnis wohl deutlich einheitlicher und ausgeglichener ausgefallen. Zur EMIs Preispolitik kann ich nur sagen: Die Stereo Box ist schon teuer, aber der derzeitige Preis der Mono-Box ist fast schon unverschämt. Zumal sämtliche Mono-Alben, mit Ausnahme des "White Album", noch zusätzlich auf die jeweiligen Stereo-CDs gepasst hätten. Oder man hätte zumindest die auf "Past Masters" gesammelten Lieder, zeitlich eingeordnet auf die originalen Alben verteilen können. Denn solche Bonus-Tracks sind seit Jahren bei jeder Remastering-Edition absoluter Standart. Alles in allem hätte ich mir gewünscht, man wäre beim remastern etwas weniger ehrfürchtig gewesen und hätte auch mal den Mut aufgebracht, zumindest dort wo es wirklich angebracht wäre, auch mal neu zu mixen. Dennoch bleibt die Musik der Beatles das Beste was ich je gehört habe, und in den neuen Versionen klingt das meiste zumindest noch ein bisschen besser und einiges sogar noch deutlich besser als bisher.
Kommentar Kommentare (15) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 18, 2015 2:50 PM CET


Relapse
Relapse
Preis: EUR 9,99

5 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Relapse, 11. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Relapse (Audio CD)
5 Jahre nach dem schwachen Encore-Album bringt Eminem nun also doch ein neues Studioalbum heraus, obwohl er seinerzeit in mehreren Interviews anklingen ließ, keine weiteren Soloalben zu veröffentlichen, sondern sich hauptsächlich aufs Produzieren zu konzentrieren. Hätte er sich doch nur an diesen Vorsatz gehalten, denn bei diesem neuen Album gibt es wirklich nichts mehr zu beschönigen. Abzüglich der Skits sind insgesamt 15 Lieder enthalten, wovon die ersten 11 von einer derart penetranten Eintönigkeit sind, das der vorab als Single veröffentlichte und eigentlich eher mittelmäßige Song "We made you" dazwischen wie ein einsamer Farbtupfer wirkt. Letztlich sind es nur die letzten drei Lieder, die das Album vor einer totalen Bankrotterklärung bewahren. Neben den immerhin hörbaren "Beautiful" und "Crack a bottle" erinnert eigentlich nur der letzte Song "Underground" entfernt an die Großtaten zu denen Eminem auf seinen ersten beiden Alben und teilweise auch noch bei der Eminem-Show fähig war. Ältere Eminem-Fans wissen sowieso wovon ich Rede und den Grünschnäbeln kann man nur raten, sich lieber die Marshall Mathers- & Slim Shady Lp zuzulegen. Beide Alben zeigen Eminem auf dem Höhepunkt: wütend, witzig, wortgewandt, extrem bissig und absolut einzigartig.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 21, 2010 1:08 AM CET


Trekstor MovieStation pocket 6,4 cm (2,5 Zoll) externe Multimedia-Festplatte 500 GB HDD USB 2.0
Trekstor MovieStation pocket 6,4 cm (2,5 Zoll) externe Multimedia-Festplatte 500 GB HDD USB 2.0

23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Flop auf ganzer Linie, 26. Februar 2009
Das einzig positive was man über dieses Gerät sagen kann, ist das es eben sehr klein ist und auch ziemlich leise im Betrieb. Das war's aber auch schon, ansonsten ist das Gerät eine einzige Enttäuschung. Es fängt damit an das es standardmäßig im uralten Fat32 formatiert ist, es kann auch nicht in ein aktuelles Dateisystem umformatiert werden, da es sonst beim Betrieb an einem TV-Gerät keine gespeicherten Daten mehr erkennt. Das überspielen der Daten von einem Computer dauert elend lange. Für einen Ordner mit etwa 150 Filmen und einem Volumen von ca. 120 GB brauchte das Gerät unhaltbare 7 Stunden zum kopieren. Man sollte während des Kopiervorgangs auch keinesfalls eines der Kabel berühren, da die Anschlüsse scheinbar so wackelig konstruiert sind, das schon ein leichtes berühren des USB- oder Stromkabels zur Unterbrechung der Verbindung führt. Die Anschlussmöglichkeiten an einen Fernseher sind sehr eingeschränkt. Da es weder einen HDMI- noch einen RGB-Ausgang gibt, bleibt nur noch die Verbindung über das steinzeitliche Composite- oder das wenig verbreitete Component-Video-Signal übrig. Es gibt keine Möglichkeit das Bildformat einzustellen. Auf einem 4:3 Fernseher werden alle Filme in der Höhe gestaucht dargestellt. Selbst auf einem 16:9 Fernseher kommt es bei vielen Filmen zu merkwürdigen Verzerrungen, welche aufgrund einer fehlenden Skaliermöglichkeit auch nicht ausgeglichen werden können. Als ob das noch nicht genügt, ist die Bildqualität auch noch ziemlich dürftig. Das Bild wirkt blass und bei Seitwärtsschwenks ruckelt es sehr stark, zudem kommt es immer wieder zu kleinen Bildsprüngen. Dies liegt nicht an den Filmen, da diese auf dem Computer oder meinem DVD-Recorder absolut sauber laufen. Die Zoomfunktion funktioniert weder bei DivX, noch bei Xvid oder MPEG, nur Bilder lassen sich zoomen. Die Bookmark-Funktion zum markieren einer bestimmten Stelle im Film funktioniert selbst nach einem Update auf die neueste Firmware überhaupt nicht. Bei Musik läuft das Gerät aber erstaunlicherweise tadellos, man sollte aber darauf achten, dass sich nicht zu viele Dateien in einem Ordner befinden, sonst kann das öffnen sehr lange dauern. Die Fernbedienung ist ziemlich schrottig, die Tasten reagieren meistens nur auf starken Druck und des Öfteren auch gar nicht. Insgesamt ist das Gerät zum abspielen von Filmen nahezu unbrauchbar und als externe Festplatte ist es wegen der extremen Langsamkeit auch nicht gerade zu empfehlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2010 7:59 PM CET


Nokia 6650 - Mobiltelefon mit Digitalkamera/ Digital Player
Nokia 6650 - Mobiltelefon mit Digitalkamera/ Digital Player
Wird angeboten von Bellatel
Preis: EUR 89,00

23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzen Handy zum günstigen Preis, 21. Februar 2009
Ich habe mir das Handy gekauft weil es in der Bestenliste der Zeitschrift Connect auf dem ersten Platz steht und zudem noch relativ preiswert ist (habe bei eBay 160 Euro für ein Neugerät ohne Vertrag bezahlt). Obwohl ich den Testurteilen bei Connect eigentlich vertraue, war ich doch etwas skeptisch ob das Gerät tatsächlich besser ist als all die hoch gezüchteten und teilweise superteuren Multimedia-Maschinen wie iPhone oder Nokias N97. Was einem beim ersten Kontakt sofort auffällt, ist die wirklich sehr gute Verarbeitung und das elegante Design. Ob auf- oder zugeklappt, das Gerät wirkt robust, kompakt und wie aus einem Guss. Nach dem Einschalten steigert sich der gute Eindruck noch weiter. Das Display ist absolut brillant, besser kann ein Bildschirm in dieser Größe wohl kaum noch sein. Die Tastatur macht ebenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck, die Tasten haben einen knackigen Druckpunkt und sind wegen ihrer ordentlichen Größe auch von einem erwachsenen Mann einwandfrei zu bedienen, nur das Steuerkreuz hätte vielleicht noch etwas breiter ausfallen können. Die Display-Tasten sind glücklicherweise frei belegbar, ebenso die 6 Schnellzugriff-Symbole im Display. Die schicken Leuchtlinien in der Tastatur, die in verschiedenen Farben eingestellt werden können, unterstreichen den edlen Eindruck noch einmal. Im Test von Chip-Online habe ich gelesen, dass das Handy angeblich nur einen mittelmäßigen Klang haben soll. Ich weiß nicht ob denen da ein defektes Exemplar vorlag oder ob der Tester etwas an den Ohren hatte, aber gerade im punkto Sprachqualität übertrifft das Nokia 6650 jedes andere mir bekannte Handy. Der Klang ist äußerst sauber, klar und ohne jegliche Störgeräusche. Der Mp3-Player steht dem in nichts nach, die mitgelieferten Ohrhörer kann man zwar erwartungsgemäß vergessen, aber mit meinem Koss Porta-Pro ist der Klang fast so gut wie bei den alten iPods. Man braucht aber, wie bei den meisten Handys, auch hier wieder einen Adapter, da keine reguläre 3,5mm Klinken-Buchse vorhanden ist. Die integrierte 2 Megapixel Kamera ist zwar ganz passabel, aber aufgrund des winzigen Objektivs wohl kein Ersatz für eine richtige Digitalkamera. Die Akkulaufzeit hingegen ist wirklich sensationell, nach dem ersten aufladen hielt der Akku satte 15 Tage durch, allerdings schalte ich das Handy auch nachts aus. Da das Nokia 6650 offiziell über T-mobile vertrieben wird, hat das Gerät ein entsprechendes Software-Branding. Man kann es zwar mit jeder beliebigen Karte und in jedem Netz betreiben, dabei müssen aber jegliche Internet, WAP und MMS Konfigurationen komplett per Hand eingegeben werden, da zugesandte Konfigurationseinstellungen fremder Provider (in meinem Fall: BILDmobil) automatisch gelöscht werden. Eine CD ist nicht im Lieferumfang enthalten, aber Nokias PC-Suite ist auf der beiliegenden 1 GB MicroSD-Karte gespeichert. Ich habe das Gerät mittlerweile auf die neueste Firmware aktualisiert (zurzeit Version 3.31), dazu muss aber erst ein Software-Updater von Nokias Internet-Seite heruntergeladen werden. Das Update geht zwar schnell, bringt aber keine nennenswerten Veränderungen. Auf der Speicherkarte sind im Auslieferungszustand noch etwa 400 MB frei, der Rest ist hauptsächlich mit Nokia-Maps belegt, welche zusammen mit der tadellos funktionierenden GPS-Ortung eine einwandfreie Navigation ermöglichen. Insgesamt handelt es sich beim Nokia 6650 tatsächlich um ein echtes Qualitätshandy, ob es wirklich das beste Handy am Markt ist kann ich nicht sagen, zumindest ist es das Beste das ich bisher hatte. Einen umfassenden Eindruck des gesamten Handy-Designs können sie sich links oben unter Kundenbilder verschaffen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2009 11:57 AM MEST


Keinohrhasen
Keinohrhasen
DVD ~ Til Schweiger
Preis: EUR 4,99

25 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unterschichtenkino, 6. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Keinohrhasen (DVD)
Sir Schweiger, der Kronprinz der Dumpfbacken, die Speerspitze des teutonischen Doof-Kinos, hat wieder zugeschlagen. Und das Prekariat allerorten ließ sich nicht lange bitten und strömte zu Millionen in die Kinos, denn es gibt noch etliche Gehirnzellen zu massakrieren. Ihnen sagen Namen wie Lubitsch oder Fassbinder nichts? Wunderbar!!! Denn dann sind sie hier genau richtig. Es ist weder Intelligenz noch Feinsinn erforderlich, denn es gilt weder einer Handlung zu folgen noch irgendeinem Sinn. Sie können sich totlachen über Kalauer die schon den werten Onkel aus dem Neandertal zu dollen Schenkelklopfern verleitet hätten? Kurz gesagt, sie mögen es richtig grob und dumm? Voilà!!! Dieser Film ist für sie gemacht. Und vielleicht werden sie ja beim Kinobesuch auch einige alte Bekannte aus der Hauptschule wiedertreffen und sie werden in Erinnerungen schwelgen, über die gute alte Zeit, als sie sich noch so geiles Zeug wie "Supernasen" oder "Manta Manta" reinzogen. Also lassen sie sich nicht von den vielen negativen Kritiken hier irritieren, das sind doch zumeist nur verhirnte Intellektuelle die eh nichts kapieren. Die werden sowieso bald ausgestorben sein. Also nur weiter so, denn mit "Zweiohrküken" steht ja bereits Mister Schweigers nächster Geniestreich zur Erheiterung an.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 4, 2010 10:01 PM CET


Chinese Democracy
Chinese Democracy
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 4,81

25 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chinese Democracy, 19. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Chinese Democracy (Audio CD)
Nachdem sich die meisten Comebacks der letzten Jahre als ziemliche Luftnummern erwiesen haben, waren meine Erwartungen an das neue Guns N Roses Album nicht besonders hoch. Andererseits hat Grace Jones ja gerade gezeigt, dass man auch nach 20 Jahren Abwesenheit mit einem wirklich tollen Album zurückkehren kann. Meine Haltung bezüglich "Chinese Democracy" war also sehr zwiespältig. Wird es etwa ein so emotionslos durchkalkuliertes Produkt wie "Death Magnetic" von Metallica oder so eine aalglatte Relativierung wie "Black Ice" von AC-DC oder geschieht tatsächlich ein Wunder und Guns N Roses haben wirklich noch ein As im Ärmel. Warum will Axl Rose überhaupt 17 Jahre nach dem letzten guten Album, und zudem auch noch ohne Slash mit einer neuen CD unter dem Guns N Roses Label zurückkehren. Er könnte doch auch ein Soloalbum veröffentlichen, sein Name ist ja wohl bekannt genug. Man braucht das Album nur einmal anzuhören und man ahnt die Antwort schon. Und nach mehrmaligem durchhören wird dann immer klarer, das "Chinese Democracy" nicht nur das beste Rock-Album seit "Stadium Arcadium" der Red Hot Chili Peppers ist, sondern das es eines der wenigen wirklich herausragenden Rock-Alben der letzten 10 Jahre ist. Komplett handgemacht, kraftvoll, authentisch, von echten Musikern mit Inspiration und vollem Herzblut eingespielt, beweißt dieses Album, das es auch in der heutigen Musik-Industrie, die hauptsächlich von gecasteten Marionetten dominiert wird, noch möglich ist ein Album von wirklicher Qualität zu veröffentlichen. Mit überragenden Songs wie "Better", "This I Love" oder dem grandiosen "There was a Time" erreicht das Album ein musikalisches Niveau das wohl kaum noch jemand dieser Band zugetraut hätte.
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