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Rezensionen verfasst von
J. Lange (Frankfurt am Main)
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Reviewing the Situation
Reviewing the Situation
Preis: EUR 23,56

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenwillig, anders ..., 18. April 2010
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Rezension bezieht sich auf: Reviewing the Situation (Audio CD)
Sandie Shaw hatte in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eine Reihe von Hits, welche meist aus der Feder von Chris Andrews stammten oder Cover-Versionen von Stücken anderer Künstler waren. Ende der sechziger Jahre wandte sie sich von diesen einfach gestrickten Liedern ab und produzierte dieses Album, welches Cover-Versionen ambitionierter Stücke enthält. "Reviewing The Situation" wurde kein Erfolg.

Mit dem Titelstück legen sich Sandie und ihre Mitmusiker, dies sind Ian Wallace, Schlagzeug, Geoff Peach, Blasinstrumente, Brent Pickthall, Bass, Rodney Hill, Gitarre, und Peter March, Tasteninstrumente, gleich mächtig ins Zeug, bei Dylans "Lay Lady Lay" säuselt Sandie wie eine frühe Françoise Hardy. Weiter geht es mit Stücken, die man von Dr. John, den Bee Gees, den Beatles, den Rolling Stones oder Led Zeppelin her kennt.

Die jazzige Interpretation von "Love Me Do" ist gelungen, "Your Time Is Gonna Comme" gefällt, aber "Sympathie For The Devil" geht voll daneben. Bei der Rolling Stones-Nummer war man sich offensichtlich uneinig, wie man es interpretieren sollte, - Passagen klingen gekonnt, andere absolut unpassend.

Die beiden Bonus-Tracks dieser Veröffentlichung aus dem Jahr 2004, "Frank Mills" aus dem Musical "Hair" und Paul McCartneys "Junk", welches Sandie Shaw ohne Begleitung singt, sichern dann doch noch den vierten Stern.

Ich wurde durch den Sampler "Collection" auf dieses Album aufmerksam gemacht. Mit "Hello Angel" sollte ein paar Jahre später ein noch interessanteres Projekt von Sandie Shaw folgen.


Benefit Concert, Vol.1
Benefit Concert, Vol.1
Preis: EUR 21,06

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen The Christmas Jam - Südstaaten-Rock 1999, 10. April 2010
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Rezension bezieht sich auf: Benefit Concert, Vol.1 (Audio CD)
Seit 1989 veranstaltet Warren Haynes in seiner Heimatstadt Asheville, North Carolina, jährlich kurz vor Weihnachten ein Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten der Organisation "Habitat for Humanity". Am 22. Dezember 1999 entstanden die vorliegenden Aufnahmen.

Der hierzulande kaum bekannte Edwin McCain eröffnet das Konzert mit drei Stücken. Die hier im Duett mit Warren Haynes vorgetragene Nummer "I'll Be" erreichte in der Original-Version immerhin die Top 5 der amerikanischen Charts. Edwin McCain hat eine starke Stimme und ist ein hervorragender Songwriter.

Weiter geht es mit der Derek Trucks Band, die gewohnt gekonnt ihre Mischng aus Südstaaten-Rock, Jazz und Weltmusik vorträgt. Dabei wird sie auf einzelnen Stücken von Jimmy Herring (6,7,8 u. 9), Col. Bruce Hampton (7), beide Gitarre, Susan Tedeschi (7), Larry McCray (8) und Edwin McCain (9) unterstützt. Susan Tedeschis "Just Won't Burn" beschließt die erste CD.

Auf der zweiten CD ist zunächst Susan Tedeschi solo zu hören. Cry of Love, die Blues-Rocker mit Südstaaten-Einschlag um Audley Freed und Kelly Holland hätte es 1999 in dieser Besetzung gar nicht mehr geben dürfen, Kelly Holland hatte die Band bereits 1993 verlassen und Audley Freed spielte seit 1998 bei den Black Crowes. Mit "Pretty As You Please" und "Peace Pipe" liefert Cry of Love zwei ganz starke Nummern ab.

Wie schon der Auftritt der Derek Trucks Band auf CD 1 ist auch der von Gov't Mule mit Gastauftritten gespickt. Bei Gov't Mule spielte damals noch der leider viel zu früh verstorbene Allan Woody den Bass. Ab "Fallen Down" ist Johnny Neel an den Keyboards zu hören, Jimmy Herring (8), Col. Bruce Hampton (9), Mike Barnes (9), Little Milton (10), Larry McCray (11), Derek Trucks (11), Jason Patterson (11) und Yonrico Scott (11) sind weitere Gäste von Gov't Mule.

Mehr als zwei Stunden gute Live-Musik!


Old Bottles,New Wine-Enja24bit
Old Bottles,New Wine-Enja24bit
Preis: EUR 13,28

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessante Interpretationen recht bekannter Titel, 21. März 2010
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Rezension bezieht sich auf: Old Bottles,New Wine-Enja24bit (Audio CD)
Ray Anderson hörte ich erstmals auf "That'S Me" von Barbara Dennerlein. Sein prustendes Spiel auf der Posaune ging mir sofort ins Ohr, ich empfand es witzig, unterhaltsam. Bei der Auswahl der ersten Ray Anderson-CD, die ich mir kaufte, ging ich konservativ vor, ich entschied mich für ein Werk aus dem Jahr 1985, welches auch noch Titel enthält, die mir meist von anderen Interpreten her bekannt sind.

"Old Bottles - New Wine" wurde am 14. und 15. Juni 1985 eingespielt und liegt jetzt in der 24bit Master Edition von enja vor. Ray Anderson, begleitet von Kenny Barron am Klavier, Cecil McBee am Bass und Dannie Richmond am Schlagzeug, hat für diese Aufnahmen unter anderem auf Kompositionen von Ellington/Gabler, Dizzy Gillespie und Charlie Parker zurückgegriffen. Das sind die "alten Flaschen". Den "neuen Wein" stellen dann die manchmal eigenwilligen, aber dennoch gut anzuhörenden Interpretationen dar. Die Mitmusiker erhalten ausreichend Raum für eigene Soli, auf "Wine" lässt Ray Anderson seine Stimme erklingen.

Eine CD die Spaß bereitet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 26, 2010 11:53 AM MEST


Hermine
Hermine
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Rückschau kombiniert mit eigenen Aufnahmen..., 13. März 2010
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Rezension bezieht sich auf: Hermine (Audio CD)
"Hermine", das Album, ist Udo Lindenbergs gelungener Versuch aus dem Jahr 1988, die Zeit, in der seine Eltern, Hermine und Gustav Lindenberg, als junges Paar zusammenlebten, musikalisch aufzuarbeiten. Neben eigenen Kompositionen finden sich hier also auch Stücke aus den späten 20er- und frühen 30er-Jahren, - Theo Mackeben, Friedrich Hollaender und Eisler/Brecht seien hier als Urheber genannt. Zudem enthält dieses Album die letzten, 1987 in ihrer Pariser Wohnung aufgenommenen, Tonaufnahmen von Marlene Dietrich. Udo Lindenberg hört sich erstaunlich gut an, wenn er nur zur (eigenen) Klavierbegleitung singt. Besonders gelungen: "Illusions", eines von zwei englisch gesungenen Stücken, "Frau Schmitz" und "Sachliche Romanze", wo Udo Lindenberg einen Text von Erich Kästner vertont hat, witzig "Ich mache alles mit den Beinen", bei dem seine Stimme gar zu jazzen beginnt.

"Gustav", mit moderner arrangierter Musik, und "Atlantic Affairs" sind weitere CDs für all diejenigen, die daran interessiert sind, mal einen etwas anders klingenden Udo Lindenberg zu hören und auch ein paar Denkanstöße mitzunehmen.


Pierre Boulez - Original Album Classics
Pierre Boulez - Original Album Classics
Preis: EUR 39,24

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Dirigenten-Portrait, 7. März 2010
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"Original Album Classics" ist eine Serie, in der jeweils fünf Alben eines Künstlers zu einem Box-Set zusammengestellt sind. Die Aufmachung ist einheitlich: Jede CD befindet sich in einer verkleinerten Kopie der originalen LP-Hülle. Die Reproduktion des Drucks scheint gegenüber mir bisher vorliegenden Ausgaben dieser Serie aus den Bereichen Pop, Rock und Jazz mit größerer Sorgfalt durchgeführt worden zu sein, - selbst umfangreiche und klein gedruckte Texte lassen sich mit der Lupe einwandfrei lesen. Außerdem ist ein kleines Booklet beigelegt, welches Angaben zu Titel, Spielzeit, Orchester bzw. Solisten enthält.

Pierre Boulez ist ein französischer Komponist, Dirigent und Musiktheoretiker, der als Komponist der musikalischen Avantgarde zuzurechnen ist. Seine Arbeiten als Dirigent zeichnen sich durch saubere rhythmische Strukturen aus. Mir begegnete er erstmals auf einem Musik-Sampler zur Geschichte der französischen Musik und auf "Boulez Conducts Zappa-the Perfect Stranger", einem Album, für das er drei Kompositionen von Frank Zappa mit dem Ensemble InterContemporain eingespielt hatte.

"Boulez conducts Bartók - Concerto For Orchestra" (1973), eingespielt mit dem New York Philharmonic Orchester, enthält die letzte Komposition des Ungarn Béla Bartók. Von den fünf Sätzen des Werkes haben der erste und letzte Satz die Form einer Sonate. Die übrigen Sätze folgen keiner traditionellen Form, sondern enthalten Themen, die wie an einer Kette aneinander gereiht sind.

"Pierrot Lunaire, p. 21" (1978) von Arnold Schönberg ist die erste von zwei mir bekannten Einspielungen dieses Werks durch Pierre Boulez. Das Stück basiert auf dreimal sieben Strophen aus "Pierrot Lunaire" des Belgiers Albert Giraud, die von Otto Erich Hartleben ins Deutsche übersetzt worden waren. Stilistische Merkmal ist der Sprechgesang, hier umgesetzt von der Sopranistin Yvonne Minton. Die Musik ist atonal und folgt noch nicht dem Zwölfton-Schema, - dieses sollte von Schönberg erst acht Jahre nach dem Entstehen dieser Komposition entwickelt werden. Interessant ist die Vielzahl von Zahlenspielereien, die die Struktur dieses Stückes herausfordert.

"Pli Selon Pli" (1969) von Pierre Boulez ist ein Stück für Solo-Sopran und Orchester und ist der seriellen Musik zuzuordnen. "Pli Selon Pli" entstand über einen längeren Zeitraum (1957-1962) und erfuhr auch später noch einige Änderungen, weshalb diesen Aufnahmen auch noch zwei weitere Einspielungen unter Boulez selbst folgen sollten. Die Stimme, wie ein weiteres Instrument eingesetzt, gehört Halina Lukomska, weitere Solisten sind Maria Bergmann, Klavier, Paul Stingl, Gitarre, und Hugo D'Alton, Mandoline. Als Orchester fungiert das B.B.C. Symphony Orchestra.

"Maurice Ravel" (1984) ist eine Sammlung von (Kunst-) Liedern ebendieses französischen Komponisten. Boulez dirigiert hier das B.B.C. Symphony Orchestra, bzw. das Ensemble InterContemporain ("Chansons Madecasses"). Solisten sind die Sopranistinnen Heather Harper, Jill Gomez und Jessye Norman und der Bariton José van Dam. Der Plattentext ist sehr ausführlich und geht auf jedes der Lieder ein, die Liedtexte liegen allerdings nicht bei.

"Boulez Conducts Berg" (1979) enthält die "Lulu-Suite" und "Der Wein" des österreichischen Komponisten Alban Berg. Berg hatte die Regeln der Zwölfton-Musik für sich erweitert und damit zusätzliche kompositorische Möglichkeiten geschaffen. Die vorliegenden Aufnahmen wurden vom New York Philharmonic Orchestra eingespielt, "Lulu's Song" und das Adagio der Suite singt die Sopranistin Judith Blegen, "Der Wein" Jessye Norman.

Die Zusammenstellung ist gelungen, die Tonqualität gut.


Spirit in the Dark
Spirit in the Dark
Preis: EUR 8,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schönes Soul-Album (II), 20. Februar 2010
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Rezension bezieht sich auf: Spirit in the Dark (Audio CD)
"Spirit In The Dark", 1970 erschienen, entstand teilweise während der gleichen Aufnahmesitzungen wie "This Girls in Love With You" und enthält fünf Eigenkompositionen von Aretha Franklin, - mehr gibt es auf keinem anderen regulären Album von ihr zu hören. Von den übrigen Stücken waren "The Thrill Is Gone" und "Why I Sing The Blues" bereits Hits für B.B. King, und mit "Don't Play That Song" hatte zuvor Ben E. King großen Erfolg.

Begleitet wird sie von den Dixie Flyers (1,2,4,6,10), von der Memphis Shoals Rhythm Section (3,5,7,11) oder anderen Musikern aus dem Umfeld der Atlantic Studios (8,9,12). Aretha spielt außer bei zwei Titeln (7,11) selbst das Klavier.

Anspieltip: Alles! Mir gefällt neben dem Titelstück "When The Battle Is Over" am besten.

Der CD liegt ein informatives Booklet bei.


Ton Ton Macoute
Ton Ton Macoute
Wird angeboten von hang-loose-records
Preis: EUR 14,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vergessene Star..., 20. Februar 2010
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Rezension bezieht sich auf: Ton Ton Macoute (Audio CD)
Die Geschichte von Johnny Jenkins (1939-2006) ist genau so seltsam, wie die Geschichte des vorliegenden Albums. Johnny Jenkins hatte in den 60er Jahren eine Band mit dem Namen Pinetoppers, die ein paar Singles veröffentlichte. Eine Zeit lang sang dort Otis Redding, bevor dieser durch eine in von den Pinetoppers gebuchten aber nicht genutzten Studiozeit aufgenommenen Ballade - "These Arms Of Mine" - die eigene Karriere startete. Phil Walden managte Otis Redding und Johnny Jenkins geriet in Vergessenheit.

1968 begannen die Aufnahmen, deren Ergebnis ein Solo-Album des Gitarristen Duane Allman (1946-1971) werden sollte. Diese Aufnahmen wurden abgebrochen und die resultierenden Bänder schlummerten einige Zeit in den Archiven. Der Besitzer des Capricorn-Labels, Phil Walden, brachte dann seinen früheren Schützling Johnny Jenkins ins Spiel, und Produzent Johnny Sandlin erinnerte sich der alten Bänder.

Von den Bändern aus den Fame-Studios wurde einzig die Aufnahme "Down Along The Cove", eine Bob Dylan-Komposition, für das vorliegende Album verwendet. Alle anderen Aufnahmen wurden in den Capricorn-Studios neu eingespielt, die Background Vocals zu "Voodoo In You" und "I Walk On Guilded Splinters" wurden in den Muscle Shoals Sound Studios aufgenommen.

Irgendein Mitglied der Allman Brothers Band war meist in Reichweite, so dass neben Duane Allman auch Berry Oakley, Butch Trucks und Jaimoe zu hören sind. Johnny Jenkins war ein guter Sänger und - das zeigen die beiden Bonus-Tracks - ein hervorragender Gitarrist.

Johnny Jenkins Version von "I Walk On Guilded Splinters" ist wohl die beste Interpretation dieses Stückes (stammt von Dr. John), die bisher aufgenommen wurde. Der Akustik-Blues "Rollin' Stone" von Muddy Waters, vom Trio Johnny Jenkins, Duane Allman und Berry Oakley eingespielt, sticht ebenfalls hervor.

"Ton-Ton Macoute!" ist ein durchgängig gutes Album, und auch die beiden Bonus-Tracks fallen nicht ab, - für mich ist die Otis Rush-Komposition "My Love Will Never Die" ein weiterer Höhepunkt des Albums.

Johnny Jenkins verschwand nach diesem 1970 erstmals veröffentlichten Album wieder in der Versenkung, weil sich Manager Phil Walden jetzt auf die Karriere der Allman Brothers Band konzentrierte. Erst 1996 wurde Johnny Jenkins von Phil Walden zu einem Comeback-Album ("Blessed Blues") überredet, an dem - natürlich - mit Chuck Leavell wieder ein Musiker aus dem Allman Brothers Band-Umfeld beteiligt war.

Randnotiz: Johnny Jenkins, Linkshänder, soll auch den jungen Jimi Hendrix beeinflusst haben.


Already Live Ep
Already Live Ep

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen My Favorite Thing - musikalische Grenzgänge..., 20. Februar 2010
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Rezension bezieht sich auf: Already Live Ep (Audio CD)
Die Derek Trucks Band ist nun schon länger als ein Jahrzehnt für ihre Mischung aus (Southern-) Rock-, Blues-, Soul-, Jazz- und Weltmusik bekannt. Und seit dem Album "Songlines" ist mit Mike Mattison auch ein Sänger dabei, der der Band eine Stimme mit Wiedererkennungswert gibt. Über die Qualität der übrigen Band-Mitglieder braucht man nicht zu streiten, und Derek Trucks ist ein außergewöhnlicher (Slide-) Gitarrist.

"Already Live" erschien 2009 im Gefolge des Studio-Albums "Already Free" und enthält auch zwei Stücke, die erstmals auf diesem erschienen waren ("I Know" und "Get What You Deserve"). "I'll Find My Way" stammt vom Album "Songlines" und "I Done Got Over" ist eine Komposition von Hop Wilson (1927-1975), der ein Meister der 8-saitigen Table-Steel-Guitar war. "Get What You Deserve" kommt hier weit rockiger daher als die Studio-Version.

Höhepunkt dieser EP ist allerdings die über siebzehn Minuten lange Interpretation der Rodgers/Hammerstein-Komposition "My Favorite Things". Hier zeigt die Band ihr Können und Einfühlungsvermögen, und das Spiel von Derek Trucks ist einfach phantastisch.


Push Push
Push Push
Preis: EUR 18,35

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz, Rock und viel Groove, 20. Februar 2010
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Rezension bezieht sich auf: Push Push (Audio CD)
Herbie Mann war immer auf der Suche nach dem perfekten Groove, sei es im Jazz, in der Weltmusik oder in populären musikalischen Gefilden. Ende der sechziger bis Mitte der siebziger Jahre näherte sich der Jazz-Flötist erfolgreich der Rock-Musik und auch dem Soul. Das nannte man Crossover Pop. Alben aus dieser Zeit sind "Memphis Underground", "Memphis Two-Step", die im Doppelpack erhältlichen "Turtle Bay/Discotheque" und natürlich auch "Push Push".

"Push Push" wurde in den Atlantic Recording Studios in New York aufgenommen und von Arif Mardin produziert. An den Aufnahmen beteiligt waren Duane Allman, Cornell Dupree (1,2,6) und David Spinoza (3,4,5,7,8) an den Gitarren, Richard Tee an den Tasteninstrumenten, Chuck Rainey (1,2,6), Jerry Jemmott (3,7,8) und Donald "Duck" Dunn (4,5) am Bass, Bernhard Purdie (1,2,3,6,7,8) und Al Jackson, Jr. (4,5) am Schlagzeug, Ralph McDonald an den übrigen Percussion-Instrumenten und Gene Bianca (2,6) an der Harfe.

Das Gitarren-Solo auf "Man's Hope" stammt von David Spinoza, alle anderen Gitarren-Soli spielte Duane Allman.

"Push Push", der Titelsong, ist eine Eigenkomposition von Herbie Mann, die, getragen von solider Rhythmusarbeit, den Solisten an Querflöte und Gitarre reichlich Platz lässt. Besonders gelungen sind die Momente, in denen sich Flöte und Gitarre gegenseitig 'umgarnen'.

Das verträumte "What's Going On" lebt vom Klang von Harfe und Flöte. Die Aretha Franklin-Komposition "Spirit In The Dark" stellt gleich zu Beginn das Wechselspiel zwischen Herbie Mann und Duane Allman in den Mittelpunkt. Diese fast neuneinhalb-minütige Interpretation ist für mich der Höhepunkt des Albums.

Auf "Man's Hope" zeigt sich, dass auch David Spinoza ein hervorragender Gitarrist ist. Daneben tritt hier Richard Tee stärker in den Vordergrund. Das Stück basiert auf "Hatikvah" (hebräisch für Hoffnung), einem Lied mit frühen Wurzeln, welches heute die Nationalhymne von Israel ist.

Nach "If" und "Never Can Say Goodbye" geht es dann mit Ray Charles "What'd I Say" noch einmal in rockigere Gefilde, bevor mit dem Bonus-Track "Funky Nassau" auch noch der Reggae gestreift wird.

"Push Push" ist ein angenehm zu hörendes und unterhaltsames Album. Für Jazz-Fans mag es zu leicht gewichtig daher kommen, all jenen aber, denen musikalische Grenzen nicht wichtig scheinen, sei das Album ans Herz gelegt.


The Very Best Of Wilson Pickett
The Very Best Of Wilson Pickett
Preis: EUR 4,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die besten Single-A-Seiten aus der Zeit bei Atlantic Records..., 20. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Very Best Of Wilson Pickett (Audio CD)
Wilson Pickett war ein Soul-Sänger, der mit "In The Midnight Hour" 1965 seinen ersten großen Hit hatte. Es folgten "634-5789 (Soulsville, U.S.A.)", "Land Of 1000 Dances", "Mustang Sally" und noch einige andere. "Hey Jude", ein Cover des Lennon/McCartney-Songs, enthält die wundervolle Gitarrenarbeit von Duane Allman. Mit "Fire And Water" interpretiert er eine Hard-Rock-Nummer, einzig "Sugar, Sugar" erscheint überflüssig. Wilson Picketts Gesangsstil hat offensichtlich auch weiße Sänger (z.B. Bob Seger) beeinflusst. Wem es nicht reicht, nur die A-Seiten dieser Singles in seiner Sammlung zu haben, dem kann ich noch "The Definitive Wilson Pickett" oder "A Man and a Half-Best of..." empfehlen.

Das Booklet ist leider dürftig und Erscheinungsdaten einiger Stücke decken sich nicht mit Angaben anderer Quellen.


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