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Rezensionen verfasst von
Martin Janusch "Docteur ROCK" (Wien)
(REAL NAME)   

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Helldorado
Helldorado
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 21,95

4 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie niemals noch zuvor, 25. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Helldorado (Audio CD)
Die Brueder von W.A.S.P., die waren ueberhaupt noch niemals zuvor so fetzo fetzo unterwegs wie auf diesem Tontraeger [konserviert]. Ja mei, da geht's halt schon wieder um ewig geile Gute-Nacht-Geschichten zwischen Pussy und Dicky. Um Wildbubenaktivitaet geht's da auch. Um Ausverkauf einer SEX-HEX-Ideologie. Ein Reigen an Abpulverung. Erobernd vermischt mit splashigem SuedstaatenBLUESgemenge. Infantilitaet bestaeubt die schnellen Gitarrenhandgelenke. Herr Lawless moege ehemals Huehnern [im blanken Rampenlampenlicht der Buehne] in die Haelse gebissen, Fleischklumpen ins Publikum geschleudert haben... Ganz unabhaengig davon ist er auf diesem Album so etwas wie ein Schreihals-Beißer-Deluxe [ohne Federviehkehle]. Gitarrenarbeit einwandfrei. Rinnt runter, das Zeugs, wie strenges Sylphidensperma. Rast aerger speedo dahin. Kuebelt ein. Fetzt hindurch. FESCH auch manche Titel: Cocaine Cowboys, Damnation Angels. Weder Frage noch Debatte. Erlebnistraechtig.


Best of Rose Tattoo
Best of Rose Tattoo
Preis: EUR 6,99

8 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen OUTRAGED and FURIOUS, 5. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Best of Rose Tattoo (Audio CD)
Allen denjenigen, die schon den [leichten?] Ueberdruss vernehmen von saemtlichen California-Sunshine-Westcoast-Hollywood-Glitzer-Lutscher-Scherzkameraden, von den Quietsch-Boys-of-Rock-&-Roll-Vergruppungen, allen denjenigen, welchen auftoupierte und bis zu den Zehennaegeln herunter geschminkte, wie die unfreiwilligen Schaufensterpuppen anmutende, unter Neonlichtern in Glitzerplastikroben auf und ab huepfende Schrillhoerner auf das vegetative Nervenkostuem schon quaelend stampfen, denen sollen sie waermstens empfohlen sein, die archaisch-brutalen, staehlern hart beherzten, sich selbst dereinst auf der Buehne in akute Lebensgefahr schon fast gebracht habenden australischen Einzelschallerscheinungen der gediegenen Rockszene, die Herrschaften, die unter dem Namen "Rose Tattoo" firmieren, die... TATTS. Ganz unbestritten eine Kapelle des ganz besonderen Artgefueges. Wahrhaftige Erdungsmeister der tiefe Wurzeln schlagenden Bluesmusik, diese knalltrockenen & staubharten Musikanten, die straßenschlagend und knastinsassig, flaechendeckend bunt taetowiert, mag sein, auch vom Alkohol stimuliert, ihr Credo heraus donnern. Die TATTS, sie zaehlen - jeden Zweifels erhaben - zu den ganz, ganz spitzen Fingern, zu den sich selbst treu bleibenden, fabuloes vom Blues gezogen spielenden, hart & herzlich zugleich greifenden, die Blut- und Bodenmusik im R&R gleichermaßen herausknallenden Riff-Raffs, die ihre Seelen mit dem Hals ihrer Saiteninstrumente verbinden. Damit gehoeren die TATTS zu jenen Gitarrenformationen, die als Rock+Roll-Outlaws sich unter besten Beweis stellen, sich als Renegaten der Schonungslosigkeit betreiben, in ihrem einzigen, dafür jedoch GROESSTEN, ihrem wertvollsten Gestus an die wie auch binnen der Gitarrenmusik. Die TATTS, das sind Offen-, das sind Ehrlich-Spieler, die in ihrer Aufgerautheit zu Echtheit gelangen, die so fetzend, so kraftdurchstroemt performieren, dass die transformatorischen Verstaerker in die jede Windrichtung erreichenden Knie gehen. Die TATTS, sie zaehlen zu den Snowballed-Kontradiktionaeren. Auf dieser Best-of-Kompilation ist die geballte Breitseite dieser Kapelle wunderhuebsch OUTRAGED and FURIOUS beisammen.


In the Arms of God
In the Arms of God
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 15,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Kapelle des ZOR[rrr]Ns, 3. November 2006
Rezension bezieht sich auf: In the Arms of God (Audio CD)
Die Kapelle des ZORNs, die steht sicher nicht in... Saint Anger. Die ist auch nicht in Detroit Rock City zu finden, diese Kapelle des ZORNs. Deren Heimat ist nicht einmal... Redemption City. Die Kapelle des ZORNs, die hat ihren eigenen Ort anderswo, die ist vielmehr in den Armen Gottes beheimatet. Die Herren von CoC, die erweisen sich als faehige Reisegesellschaft hin zu jenem Ort. Mein Gott, sind die Herren Intellektbastarde, mein Gott, sind sie doch hoch intelligente, so sehr in die Subtilitaet hinein reichende Musikanten. So famos wird bei der Zornkapelle die fette Gitarrenwand errichtet, so ausreißend sind sie, die so genannten r a u n e n d e n Gitarren von der CoC-Truppe. Obwohl auf dem Wiseblood-, ebenso wie auf dem Volume Dealer-Album ebenjene r a u n e n d e n Gitarren viel deutlicher in den Vordergrund treten, in die Sinnesmodalitaeten schwirren, feinartiger spuerbar werden. CoC spielen gefaehrlich, weil intelligent und animalisch-primitiv zu gleichem Teil. Sie platzen gesanglich, sie platzen gitarrentechnisch, sie platzen mit ihren sehr fluessig, sehr drall geschlagenen Beats brachial hinein in das Trommelfell, dessen Rezeption. Und sie vereinigen unabdingbaren Intellekt mit famoser Rauheit in einer einmaligen Form, die Herren. Die Haerte, sie kommt aus ungeschminkter, aus ohne alle Umschweife uebermittelter Direkttransformation. Die Haerte, die ist von der Subtilitaet, jener stellenweise elegischen, nicht zu trennen. Die Haerte ist ungeschliffen, die Haerte wirkt echt, wirkt voellig kongruent. Der CoC-Stil, auf diesem Album ist er ein zweifellos mehr in den Griff zu bekommender, handfester denn jemals zuvor. Gepaart mit kreativen, mit hoechst kuenstlerischen Sequenzen. INTO the Arms of God wird ohne Umweg gefuehrt. In Gottes Armen wird sie also liegen, wenn, dann zur Annahme... dort... denn, wenn nicht dort, dann -mag sein- nirgendwo... Die Kapelle des ZOR[rrr]Ns.


Back in black (1980)
Back in black (1980)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ROCK & ROLL DAMNATION, 1. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Back in black (1980) (Audio CD)
Angus, Malcolm, Brian, Cliff und Phil, das sind die Buben. Anno 1980 haben die Buben eine Sternstunde sondergleichen erreicht. Auf 'Back In Black' findet die Niederkunft elementarer Urkraft statt, nichts anderes. Kein kraeftigeres, kein urwuechsigeres, kein schmutzigeres, kein triebhafteres Album wurde jemals von dieser Kapelle ins Leben geworfen als eben mit und auf und in 'Back In Black'. Auch von keiner anderen Kapelle wurde Ebenbuertiges in die Welt gesetzt. Zumindest, so weit ich weiß, bis jetzt nicht. Hier werden Huldigungen, Lobgesaenge an die R+R-Musik, an den Alkoholexzess, an die Manneskraft gleichermaßen hochgehoben. Astreine Chauvinisten spielen sich das Teuflische vom Leib, an welchem kein Vorbeikommen. Draufgaengerische Destruktion geht Hand in Hand mit einem Selbstbewusstsein, das alle Grenzen nach oben hin zu Wegweisern von Halbwahrheiten reduziert. Hier findet die geballte Triebkraft Vereinigung mit virtuos-raffinierter, aus tiefstem Seelenleben geschraubter Ueberzeugung. Hier belaeuft sich Transzendenz fuenfer Menschen, die ganz genau wissen, wofuer sie auftreten, wie sie es tun. Eine wahrhaftige Blues-Dreck-Maschine, das alles. Hier, und n u r hier, schwingt das sog. 'Element Dreck' mit. Hier wird offen, ehrlich, direkt, hier wird erbarmungslos geschaffen. Niemals davor und auch nicht mehr danach hat diese Kapelle zu solcher Energie gefunden wie auf 'Back In Black'. Ein Geniestreich, ein Album wie eintausend Meilensteine zusammen und noch mehr. Was sich in Gedanken und in Emotionalitaet anno 1980 zu einem Ganzen, zu einem die Sphaeren sprengenden Uebermaß bei den Buben ergeben hat, das bleibt ein Mysterium der Musikgeschichte. Auf 'Given The Dog A Bone' wird eine Ejakulation, uebersetzt in Gitarrenriffs, gegeben. Sexuelle Verdorbenheit hat ihren Einzug nicht zuletzt auf 'Shoot To Thrill' in kultivierter Bezogenheit zum Schmutz. Die Kapelle mit den vier Großbuchstaben und mit dem Blitzchen in deren Mitte zermalmt die bisher da gewesene Bluesmusik, um sie auf zehn Nummern wieder auszuspeien. In einer sich selbst uebersteigernden Form, in einer unbestechlichen Authentizitaet, die ihresgleichen sucht. Mich wundert es ganz und gar nicht, dass dieses Album als das erfolgreichste, als das beste in der Rockhistorie gilt. Ich kenne kein hoeheres Werk in jenem Genre. Nicht annaehernd. It's a Rock & Roll Damnation...


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