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Rezensionen verfasst von
Ossiwan "ossiwan"

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Die Dämonen: Roman
Die Dämonen: Roman
von Tobias O. Meißner
  Broschiert

1 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufpassen, das ist Meißner!, 10. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Dämonen: Roman (Broschiert)
Meißner hat es schon wieder getan. Er legt sich eine Strategie zurecht sucht sich dazu die geeigente Fantasywelt und legt dann einfach los, bis so 500 Seiten voll sind. Und wird dabei nie peinlich oder verucht Tolkien zu imitieren. Mit "Die Dämonen" wird er aber auch reifer und nachdenklicher und führt den Leser mit fortschreiten des Buches immer deutlicher vor Augen, dass alle Menschen eigentlich Vollidioten sind, womit er auch recht hat. Wenn man einmal den Fantasyplot und die komischen Namen verdaut hat, darf man sich auf einen Strudel von Fehlbarkeiten des Menschen freuen. Das ganze natürlich in Meißnerscher Manier, mit Brutalität und Gewaltbschreibungen, die nichts scheuen. Für Fantasyfans nix, der Klappentext ist völliger Quatsch, für Meißnerfans wieder ein weiteres gelungenes Buch von ihm, wenn man sich auf seine kindlich klaren Strategien einlässt. Aber es spricht ja eigentlich nichts dagegen, Fantasy kann auch gehaltvoll sein ohne klotzen zu müssen.


Der Nachtgast
Der Nachtgast
von Brigitte Doppagne
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen Blätschert vor sich hin, 10. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Nachtgast (Gebundene Ausgabe)
Ein in Mexiko geborener Deutscher aus jüdischer Familie, die eben deswegen nach Mexiko geflohen ist, steigt jede Nacht bei einer ihm Unbekannten ein, weil sie ihn an seine Schwester erinnert und verbringt die Nacht in ihrem Wintergarten.
Das ist es. Was vielleicht interessant anmuten mag, dümpelt über 200 Seiten dahin, als Monolog geschrieben, wie aber niemand reden würde. Das scheint Doppagne auch klar zu sein, denn je länger der Monolog wird, desto wirrer und literarischer versucht der Stil zu werden. Das Problem ist aber, dass die Handlung nicht interessiert. Man wartet auf etwas und nix passiert oder wenn was passiert, dann liest man drüber, die Charaktere und Handlungen vermögen nicht zu begeistern. Man liest es in einer Nacht, das scheint auch so intendiert zu sein, aber man kann nichts damit anfangen. Und das Ende ist das Übliche von deutschen Romanen seit Böll und Schlink und man mag es nicht mehr lesen.


Erst lesen. Dann schreiben: 22 Autoren und ihre Lehrmeister -
Erst lesen. Dann schreiben: 22 Autoren und ihre Lehrmeister -
Preis: EUR 8,00

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Danke ür die Empfehlungen, 10. Januar 2009
Hm hm, sehr interessant, was die Herren und Damen Schriftsteller da zu sagen haben. Jeder suchte sich einen anderen Schriftsteller aus und schrieb dann, was er von eben diesem gelernt hat. Dafür muss man aber erst das arrogante Vorwort überwinden oder erst gar nicht lesen. Was kommt danach? Eine delirierende Lobeshymne auf Flaubert, einen sinnlosen Essay über Novalis, eine lustigseinwollende Anekdote zu Conrad, eine theoretische Abhandlung über Holz, einen Pflichtbeitrag zu Nabokov, eine Bienengeschichte...
Was lernt man daraus? Eigentlich gar nix. Die Autoren versuchen sich aus dieser Aufgabe herauszuwinden ohne sich Blöße zu geben. Nur Treichel gibt das indirekt auch zu, die anderen tänzeln herum, sind entweder übergenau und interpretieren vor sich hin oder versuchen originell zu sein und aus dem Kanon auszubrechen oder schreiben, dass das alles schön und gut ist, aber dann ja doch ganz anders. Letztlich bleibt nix über, die Sterne gibt es für die Buchempfehlungen, die gegeben werden.


Schriftsteller werden: Der Klassiker über das Schreiben und die Entwicklung zum Schriftsteller
Schriftsteller werden: Der Klassiker über das Schreiben und die Entwicklung zum Schriftsteller
von Dorothea Brande
  Taschenbuch

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als viele Ratgeber, 10. Januar 2009
Dorothea Brande gibt ein Schreiblehrbuch, das sich von anderen unterscheidet. Sie fängt gar nicht erst mit Stilfragen und Figurenmodulationen an, sondern es geht viel mehr um das Bewusst machen, worauf man sich da eigetnlich einlässt. Das ist nicht nur Sinnvol, wenn man schreiben möchte, sondern gilt eigentlich für alle Lebenslagen. Brande gibt Tricks und Erfahrungen, wie man sich selbst und seine Persönlichkeit besser kennen lernt und wie man sich auf bestimmte Momente vorbereiten kann. Manche Ratschläge mögen esoterisch wirken, aber wer sich nur ein bisschen mit dem Metier beschäftigt hat, wird das nicht so sehen. Außerdem entkrätet Brande selbst diese Möglichkeit sofort wieder und zeigt einfach nur, dass mehr in dem Menschen steckt, als dieser wahrhaben möchte. 1934 das erste Mal erschienen, bleibt dieser Ratgeber weiterhin ein Allgemeingut.


Donnie
Donnie
von Sherko Fatah
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychische Annäherung, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Donnie (Taschenbuch)
Donnie ist ein Dobermann, der dem alten Wirt Gotthard gehört hat, bevor er von einem jugendlichen Raser erwischt wurde. Der Tod des Hundes geht Gotthard so nahe, dass ihn der Erzähler nur schwer davon überzeugen kann, von seiner Zeit als Fremdenlegionär in Algerien zu erzählen. Deshalb hat es ihn nämlich in dieses kleine Dorf verschlagen und so bekommt er auch die Geschichten der anderen Dorfbewohner mit. Von Götz, dem halbstarken Prügel des Dorfes, der in die ungarische Aushilfe Ida verliebt ist. Oder von Max, der mit Mutter und Bruder in einem Hof weit oberhalb des Dorfes eingeschneit ist und nur alle paar Wochen kommt um Seife zu holen.

Der Erzähler taucht in eine absurde Welt ein, die in sich homogen geschlossen funktioniert und in der alles andere wie Blitzlichter auftaucht, die mit unglaublicher Helligkeit kurz aufbrennen und dann wieder verschwinden. Erzählt Gotthard von Algerien, dann steht einem das Herz still, streiten Götz und Ida, dann flattern die Seiten des Buches. Aber meistens passiert nichts oder nur wenig. Und Donnie ist am Ende auch nicht so harmlos, wie man am Anfang noch dachte. Alles in Gotthards Umgebung türmt sich irgendwann zu einem Schock auf, der lange geschlafen hat, als wollte er nur darauf warten herausgelockt zu werden.

Fatah hat die Gabe in einer ruhigen und gemäßigten Schreibweise mittlere bis schwerer Katastrophen herbeizuschreiben, ohne dass der Leser es merkt. Und dann, am Ende des Buches, weiß man nicht, wieso man so bedrückter Stimmung ist.


Ein schnelles Leben: Roman
Ein schnelles Leben: Roman
von Zoë Jenny
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja, wie man es nimmt, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Ein schnelles Leben: Roman (Taschenbuch)
Ayse, Tochter eines erfolgreichen türkischen Immobilienmaklers, wird nach strengen Werten aufgezogen und darf mit 17 noch immer nicht alleine auf die Parties ihrer Freundinnen gehen. Ihr Bruder Zafir begleitet sie und passt auf, dass sie nicht mit deutschen Jungs redet. Zafir selbst wiederum sieht sich von jedem Deutschen verfolgt, besonders von der rechtsextremen Clique in der Schule, auf deren Provokationen er immer eingeht. Und dann lernt Ayse einen aus dieser Clique, Christian, kennen und lieben…

Waren es bei Shakespeare noch Capulet und Montague, die in erbitterten Hass aufeinander pralle, sind es bei Jenny türkische Einwanderer und deutsche Mittelklässler. Zwar versucht Jenny so wenige Klischees wie möglich zu strapazieren, doch kommt sie doch nicht drum herum. Da gibt es denn intellektuellen Deutschlehrer, dessen Frau früh verunglückt ist und der Ayses Geschichten, wie auch sie selbst bewundert. Oder die türkische Haushälterin, deren Mann bei einem Neonaziüberfall bei lebendigem Leib verbrannt ist. Jenny kommt nicht dran vorbei und das tut in mehrerer Hinsicht weh, weil man als Leser weiß, das sie das schreiben muss und man schon am Anfang weiß, worauf es hinauslaufen wird.

Doch genau am Ende entflieht die Autorin den Klischees und baut ein Ende ein, das nicht befriedigt. Werden bei Shakespeare noch alle Knoten aufgelöst und die Tragik zu ihrem bitteren Ende geführt, greift Jenny tief in die Trickkiste und lässt den Leser mit einem Nachgeschmack zurück, der nicht richtig passen mag. Und es entsteht die Frage auch hier, wäre alles andere ebenfalls zu klischeelastig gewesen und hat die Autorin hier einfach noch die kurve gekratzt. Dann wäre es schade, denn alle anderen Stereotypen passen dank Jennys Sprache gut ins Bild, nur das Ende kann nicht abschließen. Schade


Blade Runner
Blade Runner
von Philip K. Dick
  Taschenbuch

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vater der neueren Science Fiction, 11. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Blade Runner (Taschenbuch)
Rick Deckard ist Prämienjäger und soll Androiden, die den Menschen täuschend ähnlich sehen und wegen eines Verbrechens verfolgt werden, zur Strecke bringen. Als Hilfsmittel dient ihm dazu ein Gerät, das die Empathie der Testperson messen kann. Und das ist eine Eigenschaft, die Androiden gänzlich fehlt. Dafür sind sie mit einer übermenschlichen Intelligenz ausgestattet, die sie aber wiederum behindert, da sie in ihrem logischen Denken die Unberechenbarkeit eines Menschen nicht nachvollziehen können. Aber wozu lange den Inhalt erklären, denn eigentlich jeder kennt die Ridley Scott – Verfilmung mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Aber genau da muss man einhacken. Den in vielen Dingen unterscheidet sich das Buch von Film.

Während Scott die visuellen und drogenabhängigen Visionen Scotts herausgegriffen hat und daraus ein panthasmorgisches Sammelsurium an Eindrücken und Trugbildern gemacht hat, ist das Buch um einiges trockener und pathetischer. Der Lebensgrund der Erdenmenschen, nach einem nuklearen Krieg vegetieren nur mehr wenige auf der Erde, die meisten sind auf die Marskolonien geflohen, sind die noch lebenden Tiere. Sie werden als Wertgegenstände und Status Symbole gehandelt und wecken bei den abgestumpften und verbitterten Menschen noch echte Gefühle. Alles andere wird von einem totalitären Polizeistaat regiert, auch das Wesensbild des Menschen, das man sich mit einer bestimmten Maschine jeden Tag neu programmieren kann.

Dick ist auch bei „Blade Runner“ seiner Philosophie der übermächtigen Masse, die von einer Chimärenreligion und einem undurchschaubaren Machtapparat in Zaum gehalten wird, doch besticht, verglichen mit anderen Büchern, hier vor allem die Poetik Dicks. Viele Szenen und vor allem die nicht geklärte Frage, inwieweit die Androiden ihre Künstlichkeit begreifen sind von bestechender literarischer Schönheit. Wirft man Dick sonst vor, im Stile eines Schundliteraten zu schreiben, so ist es hier nicht der Fall. Auch hält er sich mit den oft hölzern wirkenden Dialogen sehr zurück und beschreibt aus einer distanzierten, neutralen Erzählerposition, die das Geschehen, die Verzweiflung Deckards und der Androiden noch mehr heraushebt. Buch lesen, Film schauen, immer und immer wieder.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2009 10:42 AM CET


Wie der Soldat das Grammofon repariert: Roman
Wie der Soldat das Grammofon repariert: Roman
von Sasa Stanisic
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was vom Krieg übrigblieb..., 2. Oktober 2006
Aleksandar ist ein Kind, als seine Heimatstadt Visegrad vom Krieg in Jugoslawien heimgesucht wird. Als Erwachsener kehrt er Jahre später, nach seinem Exil in Deutschland zurück, weil er „Listen gemacht“ hat. Er vergleicht seine Jugenderinnerungen mit dem jetzigen Land, sammelt Geschichten der Überlebenden, sucht Menschen, die er einmal gekannt hat. Sein vor dem Krieg verstorbener Großvater und ein Mädchen namens Asija, das er während der Bombardierung Visegrads in den Armen gehalten hat, ziehen sich durch sein Leben, bestimmen sein Handeln, bestimmen auch sein Schreiben.

„Wie der Soldat das Grammofon repariert“ ist kein homogener Roman, er ist so zerrissen, wie das Land, das er beschreibt vom Krieg zerrissen wurde. Beginnt er noch mit der idyllischen Beschreibung eines Familienfestes (auch wenn es der Tod des Großvaters ist), so wird das schon bald von den dräuenden Kriegsboten überschattet und verwickelt sich fortan immer mehr in Notizen eines getriebenen, der Briefe schreibt, Tagebuch führt, Bilder malt, die nie fertig werden und währenddessen in einer deutschen Kleinstadt sitzt und Deutsch lernt.

Sasa Stanisic hat ein sehr persönliches Buch geschrieben, das durchsetzt ist mit autobiographischen Elementen bis zum Schluss. Und er hat auch seinen eigenen Stil gleich mit dem Erstling gefunden. Obwohl er in der erdrückenden Tradition eines Andric, Kertesz, Singer oder Tisma steht, ist es ihm gelungen eine eigenständige Version von Kriegserlebnissen literarisch zu präsentieren, die ihresgleichen sucht.

Beeindruckendes Debüt, hoffentlich hört man bald mehr von ihm.


Mährische Rhapsodie
Mährische Rhapsodie
von Jaromir Konecny
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarisches Zeitzeugnis, 30. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Mährische Rhapsodie (Taschenbuch)
Während einer Zugfahrt erzählt Roman einer zufälligen Bekanntschaft von seiner großen Liebe Amelie, zu deren Hochzeit er unterwegs ist, um endgültig einen Schlussstrich zu ziehen. Soweit so gut, doch spielt die Geschichte in der Tschechoslowakei der 60er Jahre und ist der Autor Jaromir Konecny. Und damit wird aus einer eigentlich abgedroschenen oder noch schlimmer intellektuell – sentimentalen Gefühlsdrescherei ein Lesevergnügen der besonderen Art.

Roman erzählt ohne Umschweife und Auslassungen von seinen sexuellen Abenteuern und sozialistischen Berufen und gibt somit ein getreues Bild der tschechoslowakischen Situation ab. Von den Festen der Jugend, vom politischen System, von den sozialen Schichten liefert er beredtes Zeugnis und das in einem unnachahmlichen Stil, den man anderswo kaum findet. Haben in Deutschland Bayer, Stuckrad-Barre, Kracht oder all die anderen Pop – literaten eher verzweifelt versucht ein Jugendbild der 80er abzugeben, ist es Konecny im Nachbarland eindeutig gelungen. Er liefert ein Sittenbild ab, das ein Zeitzeugnis über etwas ist, was heute nicht mehr existiert und worüber man nur den Kopf schütteln kann. Ganz ohne gekünstelte und glorifizierende Ostalgie, schreibt er sich von der Seele weg, was damals die Jugendlichen bewegt hat und lehnt sich dabei stark an Miller oder Bukowski an, womit er als einzige Lesergruppe diejenigen verkrault, die mit stark sexualisierter Sprache nichts anfangen können. Aber das sind meist auch diejenigen, die sich nicht dafür interessieren. Für alle anderen ist jeder Konecny, so auch dieser ein guter Griff, wenn man hinter den ehemaligen eisernen Vorhang blicken will und dabei auch noch eine gute Geschichte erzählt bekommen will.


Nichts Neues von Gurb
Nichts Neues von Gurb
von Eduardo Mendoza
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzige Science Fiction, 30. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Nichts Neues von Gurb (Broschiert)
Was passiert, wenn zwei Außerirdische im Barcelona der 90er landen, mit der Mission sich unter die einheimische Bevölkerung zu mischen?

Ganz einfach, eines der witzigsten Bücher, das in den 90ern geschrieben wurde. Mendoza versteht es den Leser immer wieder zum lauten Lachen zu bringen, wenn er einen konservativ – verschrobenen Außerirdischen durch die Baustellen von Barcelona traben lässt. Dabei wendet er das ganz einfache Prinzip an, das aus Filmen wie „Die Götter müssen verrückt sein“ bekannt ist. Lass jemanden Fremden das beschreiben, was er sieht und plötzlich wird alles skurril und witzig. Mendoza nimmt sich dafür aber alle Freiheiten, arbeitet ohne literarischen Regeln und Konventionen und vielleicht ist das Buch deshalb auch kaum im deutschsprachigen Raum bekannt. Aber die Logbuchnotizen des Kapitäns des Raumschiffes, der seinen verschwundenen Mechaniker sucht, sind zum Schreien komisch. Alles, was dem Menschen wichtig ist, Geld, Macht und Frauen interessieren ihn nur bedingt und stellen ihn auch vor nur wenige Probleme, da er mittels außerirdischen Fähigkeiten, diese problemlos umgehen kann. Und das ist auch die tiefe Seite dieses Buches, wegen was für lächerlicher Sachen wir uns zum Affen machen. Mendoza fasst es in einfache Worte zusammen, aber vergisst dabei nicht, dass eigentlich nur der Spaß zählt, und den hat der Leser zu Genüge.


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