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Ossiwan "ossiwan"

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Der blinde Masseur: Roman
Der blinde Masseur: Roman
von Catalin Dorian Florescu
  Gebundene Ausgabe

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Liebeserklärung an die Literatur, 28. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der blinde Masseur: Roman (Gebundene Ausgabe)
Teodor ist mit 18 Jahren zusammen mit seinen Eltern vor dem Ceaucescu – Regime in die Schweiz geflohen und hat sich dort vom Brotfahrer zum Consulting – Manager einer Firma für Sicherheitsschleusen hoch gearbeitet. Der junge romantische Rumäne, der in seiner Heimat verwurzelt war in den Geschichten der Alten des Dorfes und seiner Jugendliebe auch als erwachsener Mann noch Briefe schreibt, trägt in der Schweiz Maßanzüge, fährt einen Audi und kennt die wichtigen Businessstädte der Welt wie seine Westentasche. Und doch beschließt er, wieder nach Rumänien zurückzukehren. Den genauen Grund dafür kann er selbst nicht nennen, sei es, dass er mit seiner Jugendliebe endgültig reinen Tisch machen möchte, sei es, dass das Antiseptische der Schweiz ihm nicht mehr behagt – genauso wenig behagen ihm aber auch die Bauern Rumäniens, die schlechten Straßen, das eingeschränkte Essen, die Anbiederungen des Landes an die EU.

Teodor ist ein zerrissener Nostalgiker, der durch Zufall auf einen blinden Masseur stößt, der sich die Weltliteratur von Dorfbewohnern und Kururlaubsgästen vorlesen lässt, die Bänder dann kommentiert und archiviert. Dieser Masseur wickelt Teodor immer mehr in sein Leben ein, aus einem Kurzbesuch wird ein Aufenthalt ohne absehbares Ende, die zu erledigenden Sachen werden vergessen und Teodor findet sich plötzlich in einer anderen Geschichte wieder, die nichts mit ihm zu tun hat.

Florescos Roman erinnert ein wenig an Canetti, an Moers, an Konecny, an alle, die Bücher lieben und diese Liebe literarisch zum Ausdruck bringen. Das ist auch der Charme des Buches, ebenso, wie der ständige Identitätsverlust der Hauptfigur, der jedoch niemals ganz vollzogen oder erklärt wird. Floresco webt feine Elemente in die Geschichte, wo er bei anderen Sachen wiederum sehr unaufmerksam ist und man dem Erzähler Einiges nicht abnimmt. Das Bild Rumäniens aus Teodors Augen ist ein Stereotyp, wie auch das Bild des erfolgreichen Managers, dagegen stehen plastisch geschriebene Illustrationen des Fremden in der Schweiz und philosophische Ansätze zu Kultur und Gesellschaft.

Alles in allem ein lesenswertes Buch des Chamisso – Preisträgers, wenn auch manchmal ein wenig zu platt.


Schweine und Elefanten
Schweine und Elefanten
von Helmut Krausser
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstlingswerk, 28. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Schweine und Elefanten (Broschiert)
Hagen Trinker,22 , macht seinem alle Ehre und führt eine nur für den nächsten Tag lebende Existenz am Rande von München. Man erfährt nicht viel von ihm, er spielt Back Gammon, trinkt mit den Pennern vom Schwimmbad, ist in eine 16 – jährige verliebt und wird von einer 38 – jährigen verführt. Um die Richtlinien von Amazon nicht zu verletzen, kann nur kurz gesagt werden, dass die Beziehung zwischen Hagen und Valerie, seiner älteren Geliebten, eine spezifisch sexuelle ist, die Krausser in den schillernsten Farben beschreibt und gleichzeitig die Hoffnungslosigkeit einer Jugend in den 80ern zeigt. Aus heutiger Sicht wirkt „Schweine und Elefanten“ schon antiquiert, ein Zeitzeugnis, das eine ganze Generation von Schriftstellern hinter sich her gezogen hat. Krausser geht aber nie soweit um an Pop – Literatur zu erinnern, vielmehr romantisiert er das Leben ohne Zukunft wie ein Beatnik, der zu spät geboren wurde. „Schweine und Elefanten“ ist der erste Teil der Hagen Trinker – Trilogie und sticht aus dem Oeuvre Kraussers insofern hervor, dass die vielen technischen Spielereien, die seine späteren Bücher bestimmen werden, hier noch klar zu erkennen sind. Wem der spätere Krausser zu abgehoben ist, der wird „Schweine und Elefanten“ mögen, für alle anderen wird er zu brachial sein. Aber als Erstlingswerk für jeden der Krausser mag trotzdem empfohlen.


Das Wetter vor 15 Jahren
Das Wetter vor 15 Jahren
von Wolf Haas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das ist mal was ganz anderes, 12. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Wetter vor 15 Jahren (Gebundene Ausgabe)
Vittorio Kowalski aus dem Ruhrpott muss als Kind mit seinen Eltern jeden Sommer in einem österreichischen Dorf im Niemandsland verbringen. Dort verliebt er sich in die Pensionstochter und der Tag, an dem sich die beiden finden, wird der letzte sein. 15 Jahre wird Kowalski nicht mehr seine Jugendliebe sehen, bis er aus einem neurotischen Drang anfängt das Wetter in diesem österreichischen Dorf sich Tag für Tag zu merken und damit bei „Wetten, dass…?“ zu einer kurzzeitigen Berühmtheit gelangt und seine Anni wieder sieht.

Soweit so banal, könnte als Vorlage für jede Soap - opera oder Groschenroman dienen. Und was macht Wolf Haas daraus? Den Roman an sich gibt es gar nicht in dieser Form. Was gibt ist das Gespräch eines Autors namens Wolf Haas mit einer Literaturkritikerin einer Zeitungsbeilage. Und dieses Interview erstreckt sich über ca. 230 Seiten. Die beiden besprechen ausführlich den Inhalt des Romans und analysieren die Charaktere, bestimmte Stellen und Sprache und Stil des Autors, verwickeln sich aber auch immer wieder in persönliche Neigungen und Ansichten.

Die Frage stellt sich von selbst: Wer will oder soll das lesen? Ein neuer Roman, der eigentlich ein aufgeblähtes literarisches Interview ist?

Antwort: Jeder! Wolf Hass hat die lange Zurückgezogenheit nach seinen „Brenner“ – Krimis genutzt um nun mit einem Knaller wieder zurückzukommen. Es ist ein großes Wagnis ein Buch im Interviewstil zu schreiben und es ist auch ein großes Risiko, aber schon alleine dafür, dass Haas es gemacht hat und somit den laxen Literaturbetrieb aufmischt, sollte man alleine schon das Buch lesen. Doch gibt es noch viele weitere Gründe. Der Haassche Witz ist erprobt und kommt auch hier voll zur Geltung, und neben der eigentlichen Geschichte um Kowalski spinnt sich zwischen den Interviewpartnern eine eigene. Da geht es um Konfrontationen zwischen Österreich und Deutschland, Autor und Kritikerin, Mann und Frau und Haas lässt keinen Stereotyp aus, den er ironisch belächelt. Wie bei einem Tennisspiel fliegen die Sympathien des Lesers mal zum Autor, mal zur Kritikerin, die sich zwar ganz natürlich darstellen, aber beide ziemliche Macken haben. Daraus ergibt sich ein vergnügliches Leseabenteuer, dass diesen Herbst einzigartig sein dürfte und das man deshalb nicht auslassen darf.

Einziger Wermutstropfen: Haas verlässt sich ein bisschen zu sehr auf seinen Wortwitz, so dass bei manchen Passagen des Buches die Sinnhaftigkeit fehlt und sie eher fehl am Platz wirken. Aber darüber einfach hinweg lesen…


Das Geschlechtsleben der Emigranten: Erzählungen
Das Geschlechtsleben der Emigranten: Erzählungen
von Jaromir Konecny
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vor Dinev war Konecny, 9. September 2006
Ein Ich – Erzähler, der eine Angestellte eines tschechischen Reisebüros in den 80er Jahren davon überzeugen kann, ihm eine Reise aus dem Land zu besorgen. Um dann, kaum in Deutschland angekommen, Asyl zu beantragen und die nächsten Monate im Asylheim zu verbringen.

In einer Zeitspanne von mehreren Jahren sammelt Konecny Geschichten über sein ankommen in Deutschland, gewürzt mit Impressionen aus der sozialistischen Tschechoslowakei, die für heutige Ohren fremd und unvorstellbar wirken. Das Hauptthema aller Geschichten ist aber vielmehr die Frauen und der Sex. Konencny nimmt sich kein Blatt vor den Mund beschreibt den Akt und die Geschlechter schonungslos und schwärmerisch und stilisiert sie so zum Antrieb für alle Geschichten. In einer Mischung aus dem was Bukowski und Dinev groß gemacht hat, schwimmt Konecny schon seit langem in Stillem und ist leider nur einer kleinen Gruppe bekannt, was schade ist.

Deshalb sollte man zu diesem Buch greifen und den schonungslosen Bericht über die sexuellen Ansichten eines tschechischen Emigranten lesen, voll mit Witz, Sprachgenie und Information.


Die Arbeit der Nacht: Roman
Die Arbeit der Nacht: Roman
von Thomas Glavinic
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,50

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht in der Nacht lesen..., 9. September 2006
Es ist schwer diesen Roman zu lesen ohne in die Psychologie abzudriften. Jonas, dem einzigen Menschen, ja Lebewesen, der Geschichte passiert eine uralte Vorstellung: Er ist das letzte Lebewesen auf dem Planeten. Und tut fortan alles, um sich das selbst zu bestätigen. Doch, obwohl alles darauf hinweist, dass sein Zustand tatsächlich der ist, wie er scheint, nichts bewegt sich, kein Medium funktioniert, alles was von Lebewesen geschaffen wurde bleibt unbenützt, kann er doch einen Bereich nicht kontrollieren: die Zeit des Schlafens. Und gerade in der Nacht passieren für ihn unerklärliche Dinge. Er wacht an anderen Orten auf, Gegenstände bewegen sich oder verschwinden. Wenn er sich selbst beim Schlafen filmt, dann beginnt „der Schläfer“ kurz vor Ende der Kassette eine Aktion, die dann aber nicht mehr nachverfolgbar ist. Jonas’ Persönlichkeit spaltet sich in der Nacht und zu der Paranoia, die ihn unter tags verfolgt, kommt eine nächtlich Schizophrenie.

Glavinic gelingt es mit Fortgang des Buches streckenweise eine unheimliche Stimmung zu erzeugen, die einem beim Lesen den Atem stocken lässt. Mit einfachen trockenen Sätzen charakterisiert er eine Stimmung irgendwo zwischen King, Freud und Dick, die unter die Haut geht. Und wie bei jedem Roman von Glavinic zieht er diese Masche strikt durch. So ist das Buch streckenweise etwas langatmig, da nichts passiert, nichts passieren kann, wenn ein alleiniger Mensch auf dem Erdball herumturnt. Aber dank der viel längeren Passagen die zum Nachdenken, philosophieren, diskutieren anregen, ist man da schnell entschädigt. Für die empfindsameren Gemüter spielt auch noch eine Liebesgeschichte mit, ähnlich irrational und unwirklich, der letzte Rettungsanker für Jonas. Auch wenn dieser Handlungsstrang ein wenig wie von „Schlafes Bruder“ abgekupfert wirkt, erfüllt er doch in der verzweifelten Geisteswelt von Jonas seinen Zweck und am Ende… aber das soll doch nicht verraten werden.


Woraus wir gemacht sind: Roman
Woraus wir gemacht sind: Roman
von Thomas Hettche
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Virtuos!, 9. September 2006
Niklas Kalf, ein deutscher Biograph, der gerade eine an einer Biographie über den jüdischen Emigranten Eugen Meerkaz arbeitet, wird nach New York zu einer Lesung eingeladen. Er reist mit seiner schwangeren Freundin Liz an, doch am Tag vor der Lesung verschwindet sie und es wird bald klar, dass sie entführt wurde. Die Erpresser wollen bestimmtes Material aus dem Leben Meerkaz’ von Kalf, das dieser nicht besitzt. Aus dieser erschreckenden Situation, die sich für jeden reißerischen Thriller anbieten würde, macht Hettche einen einfühlsamen, literarisch fein gestrickten Roman, der durch eine enorme Vielfalt an ausgefeilten Figuren, genau beschriebenen Stimmungen und vor allem präzise gelegten Handlungssträngen besticht. Hettche erlaubt sich den Luxus eine spannende Handlung bis zum Nullpunkt zu verlangsamen und jede Dramatik aus der Handlung zu nehmen. Anders als die großen Amerikaner wie Updike, findet Hettche einen Weg in die Gegenrichtung und konfrontiert seine Figuren zwar mit der gleichen Skurrilität die Liebe, Angst und Bedrohung hervorrufen, doch in einer analytischen Art und Weise, die trotzdem mit soviel Einfühlsamkeit versetzt ist, dass man schon von einer neuen literarischen Gattung sprechen kann. Allerdings hat diese mit Hettche bereits ihren Meister gefunden, denn „Woraus wir gemacht sind“ ist ein Meisterstück, das schwer zu erreichen sein wird.


Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien
Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien
von Walter Moers
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gruseliges Zamonien, 25. August 2006
Nach Ensel und Kretel" ein weiterer Mythenmetzroman von Moers und diesmal ist der spätere Meistersinger von Zamonien, Hildegunst von Mythenmetz, auch gleichzeitig der Held der Geschichte. Er erzählt von seiner Wanderung als junger Dinosaurier nach Buchhaim, einer Stadt die nur aus Antiquariaten, Verlagen und Druckereien besteht.

Wem das alles nun etwas seltsam vorkommt sollte sich keine Sorgen machen. Moers hat mit seinen Romanen eine komplett neue Welt erschaffen, in der die phantastischsten Dinge passieren. Auch in diesem Buch wimmelt es wieder von sagenhaften Gestalten, wundersamen Ereignissen und seltsamen Begebenheiten. Und Moers bleibt auch hier seinem Erfolgsrezept treu: eine Geschichte chronologisch bis zum Schluss zu erzählen ohne andere literarische Finten. Wie auch seine anderen Romane, befindet sich auch hier der Held auf einer Wanderung, die ihn zu allen möglichen und unmöglichen Orten führt. Während bei Käpt'n Blaubär" dieses Prinzip noch anstandslos funktioniert und der Leser in einen Strudel an Phantasie hineingezogen wird, so ist es hier schon ein wenig abgeschmackt. Die wirklichen mitreißenden Stellen sind jene, wo in der Geschichte selbst nicht allzu viel passiert. Mythenmetz' Beschreibung der Stadt und ihrer Bewohner geben eine hinreißende Karikatur der tatsächlichen Literaturszene mit all ihren Klischees und Auswüchsen. Je mehr die Geschichte aber voran schreitet, desto mehr hat man den Eindruck, dass Moers sich zu sehr auf seine Phantasie verlässt. Dabei nimmt er Anleihen aus vielem Bekannten, wie die Achterbahnfahrt von Indiana Jones, aber auch den Wanderungen des Käpt'n Blaubär, Moers zitiert sich selbst. Obwohl man das Buch natürlich in zwei Tagen ausgelesen hat und vorher auch nichts anderes Sinnvolles machen kann, bleibt ein leichter Nachgeschmack und die Gewissheit, dass ein guter Lektor wahrscheinlich ein paar Kapitel aus dem Text gekickt hätte...


März. April: Tagebuch des März 2003. Tagebuch des April 2004
März. April: Tagebuch des März 2003. Tagebuch des April 2004
von Helmut Krausser
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Abschluss, 25. August 2006
Mit diesem Band schließt Krausser sein 12-jähriges Projekt ab, einmal pro Jahr an einem anderen Monat ein Tagebuch für die Öffentlichkeit zu führen. Wie auch schon in den früheren Bänden sind auch diese beiden Monate wieder voll mit den Ansichten Kraussers zu den unterschiedlichsten Themengebieten. Egal ob Literatur, Film oder Musik, Krausser kommentiert alles, was ihm dazu durch den Kopf geht. Neu ist aber, dass der Krieg gegen den Irak von ihm thematisiert wird, mit der Bemerkung, dass er es für sich selbst aufschreibt. Ach die nervige Kopfstimme aus den letzten Tagebüchern ist wieder verschwunden, Krausser wirkt zeitweise routinierter und die angestrengte Arroganz, die er versucht aufrecht zu erhalten, ist nicht mehr so aufgesetzt. Für alle, die Kraussers Romane gelesen haben, bleiben seine Tagebücher natürlich weiterhin Fundgruben, in diesem Fall UC" und Die Hunde von Pompeji", da man vieles erfährt, was Krausser selbst sich für Gedanken gemacht hat.

Ein kurzweiliges Lesevergnügen, verträglicher als Januar/Februar" und ein würdiger Abschluss dieses bemerkenswerten Projekts.


Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.2, Anleitungen zum spannenden Erzählen für Fortgeschrittene
Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.2, Anleitungen zum spannenden Erzählen für Fortgeschrittene
von James N Frey
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,80

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hinkt dem ersten Teil hinterher, 31. Mai 2006
Frey gibt sich in diesem zweiten Band seines Bestellers ein wenig zwiespältig. Auf der einen Seite versucht er seine Regeln und Ratschläge zu intensivieren und zu verbreitern, auf der anderen Seite wirft er vieles von dem über den Haufen, was er noch im ersten Teil steif und fest behauptet hat. Wiederum verfolgt er seine Masche anhand von bekannten Büchern seine Thesen zu festigen, doch wirkt das in diesem Aufguss etwas schal.

Somit ergibt als Conclusio, dass zwar ein paar gute Tipps dabei sind, allgemein ist es aber ein verwachsenes Stück Ratgeber, das nicht weiß, wo es hin möchte.


Schreib den verd... Roman!: Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen. Ein Anti-Ratgeber
Schreib den verd... Roman!: Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen. Ein Anti-Ratgeber
von Stephan Waldscheidt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,00

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Netter Spaß, 31. Mai 2006
Neben den unzähligen Ratgebern, wie man innerhalb von ein paar Tagen reich und berühmt ein angesehener gibt es auch diesen Anti" - Ratgeber von Stephan Waldscheidt. Der macht nichts anderes, als alle Regeln, die man so allgemein findet in das genaue Gegenteil zu kehren. Das ist oft sehr witzig, oft jedoch auch eher seltsam. Waldscheidt bewältigt die selbst gestellte Fleißaufgabe, Regeln der Literatur en gros zu persiflieren und das gelingt ihm auch. Es gelingt ihm auch den interessierten Leser sehr oft zum schallenden Lachen zu bringen. Aber was am Ende bleibt, ist, dass man sich nicht ganz sicher, wozu dieses Büchlein gut war. Vielleicht weiß es der Autor, aber der hüllt sich in Schweigen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2011 9:21 AM MEST


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