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Beiträge von Stephen Kass
Top-Rezensenten Rang: 34.998
Hilfreiche Bewertungen: 156

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Rezensionen verfasst von
Stephen Kass "stephen kass" (markdorf allemagne)
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The Originals - Verdi (Rigoletto)
The Originals - Verdi (Rigoletto)
Preis: EUR 20,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überhaupt keine "Orrore" aber dafür viel sensibles Musizieren, 16. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Originals - Verdi (Rigoletto) (Audio CD)
"Ein Kunde" scheint von den hohen Tönen besessen zu sein. Die meisten wurden übrigens gar nicht von Verdi komponiert. Sie sind auch gar nicht so wichtig. Eine Oper besteht aus mehr. Cotrubas klingt überhaupt nicht angestrengt. Domingo phrasiert ausgesprochen musikalisch und lyrisch, eher leicht und "sprechend" Er ist ein sehr verführerischer Herzog - weniger der Macho vielleicht! Das Orchester spielt hervorragend - zur Abwechslung mal ein Top-Orchester. Man hört Details der Partitur, die man in vielen anderen Aufnahmen vermisst. Das Dirigat ist vielleicht nicht sehr drängend und weniger auf billige Effekte ausgelegt, dafür bemüht Verdi's Musik feinfühlig und genau umzusetzen. Vielleicht fehlt dafür etwas an "Drive" aber die Melodien werden schön ausgekostet.
Für "Ein Kunde" scheint dies alles zu wenig zu sein. Oper ist aber nicht ein Gesangs-Zirkus - wer singt am höchsten? Gröbere und pauschale Rigoletto Aufnahmen gibt es mahr als genug. Sie wären evtl mehr nach den Geschmack von "Ein Kunde".


Sinfonien 5 & 7
Sinfonien 5 & 7
Preis: EUR 20,01

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trompeten und Pauken sehr wichtig bei Beethoven, 11. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sinfonien 5 & 7 (Audio CD)
Dies ist eigentlich keine Rezension, sondern eine Antwort auf die niederschmetternde Bespeching von Peter Lichtensteiger.
Ich habe diese Aufnahme jetzt mehrmals angehört - mit meinen sehr guten Sennheiser Kopfhörer. Es stimmt, die Pauken und Trompeten sind sehr prominent aber ich kann beim besten Willen keine zu große Dominanz feststellen. Für mich klingt die Aufnahme sehr natürlich. Die Balance zwischen den Orchestergruppen ist realistisch und entspricht die Wirkung live. Peter Lichtenberger schätzt die Aufnahme mit Paavo Järvi außerordentlich - ich auch. Dort sind die Pauken und Trompeten stärker im Gesantklang eingebettet, da hat er vollkommen recht. Die Kammerphilharmonie Bremen unter Järvi spielt auf moderne Instrumente. Auch die Pauken scheinen modern zu sein und folglich runder und weicher im Klang. Der Klang der modernen Streichern ist wesentlich lauter als den, bei Gardiner auf alten Instrumenten erzeugte. Dadurch bekommt die Pauke einen größeren Durchschlagkraft. Ich finde dies keineswegs störend. Im Gegenteil Gardiner's Pauken treiben die Musik unerbittlich voran, setzen Akzente und geben Impulse vorallem im letzten Satz der Fünften. Dort habe ich Paukenschläge gehört, die mir bisher entgangen sind. Das empfinde aber ich als sehr aufregend. Um es zusammen zu fassen bei Järvi höre ich mit Bewunderung zu, bei Gardiner kann ich kaum noch still sitzen, möchte mit dirigieren und laut singen. Interessant ist, dass die Pauken in der alten Gardiner Aufnahme weniger deutlich sind. Sie sind immer hörbar aber stärker integriert. Es scheint also eine bewusste künstlerische Entscheidung gewesen zu sein sie jetzt so zu betonen. Das Resultat finde ich sehr aufregend und für das Stück wohltuend.
Es ist unbestritten, dass Beethoven Trompeten und Pauken eine wichtige Rolle in seinen Sinfonien gegeben hat. Die Partituren beweisen das. Sie sollten deshalb auch deutlich hörbar sein weil sie für die Struktur der Musik entscheidend sind. Oft sind es die Pauken. die die Musik nach vorne "treibt". So ist es bei Gardiner.
Die Pauken zu Beethoven's Zeit wurden übrigens mit einem kleinen, harten Schlägel geschlagen. Ihr Klang war sehr klar und deutlich und blieb hörbar, sogar in Passagen wo das ganze Orchester spielte. Auch die Trompeten hatten einen hellen und penetranten Klang.
Deshalb kann finde ich die harsche Kritik von Peter Lichtensteiger nicht zutreffend.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 13, 2012 11:57 PM CET


Helden (Limited Edition inkl. Bonus-DVD)
Helden (Limited Edition inkl. Bonus-DVD)

21 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen das muss ein witz sein, 31. Januar 2012
Es ist immer wieder erstaunlich wie die Plattenindustrie versucht neue Stars zu erschaffen. In diesem Fall kann ich das nur als Witz bezeichnen, wie dieser Sänger zur Zeit gehypt wird. Es ist eher peinlich. Seine Manager haben es sogar geschafft ihn in die Tagesschau zu bringen - übernehmen unsere Medien jetzt einfach alles was denen aufgetischt wird? Von einem Heldentenor ist Herr Voigt meilenweit entfernt. Seine Stimme ist dünn und schwach, für Wagner Rollen gämzlich ungeeignet. Nur weil er dadurch sehr hohe Töne mühelos treffen kann macht ihn das nicht zu einem guten Sänger. Mittel-und Tiefenrigister: Fehlanzeige. Dass er mit Fritz Wunderlich in Zusammenhang gebracht wird, beweist lediglich wie ahnungslos seine Promoter sind. Wunderlich war ein lyrischer Tenor mit einer wunderschönen geschmeidigen Stimme und makelose Stimmführung - Heldentenoransprüche hat er aber nie angemeldet. Wer einen jungen Sänger mit Heldentenorqualitäten anhören möchte empfehle ich Jonas Kaufmann in Wagner Arien aber auch als Florestan in Abbado's neue Fidelio-Aufnahme. Wunderbar! Natürlich auch Ben Heppner.
Mir fiel nachträglich ein, dass ich Voigt bereits vor etwa 2 Jahren in einer Aufnahme von Mahlers "Lied von der Erde" gehört hatte. Damals war ich erstaunt wie schmalbrüstig und dünn seine Stimme in den drei Tenor-Liedenr klang. Auch der äußerst sensible und text-betonte Gesang von Christian Gerhaher konnte diese CD für mich nicht retten.
Ich wunder mich immer wieder über wie Musiker heute von den Medien bzw. Plattenfirmen hochgepuscht werden. Ein Beispiel; Der Geiger David Garret. Darüber dass er gut Geige spielen kann, besteht keinen Zweifel aber wie er ständig in die Öffentlichkeit gezerrt wird (Talkshows, Wetten dass u.s.w.) finde ich lächerlich. Es gibt inzwischen zahlose sxcellente Geiger die es in der Klassik-Sparte zur Weltruhm geschafft haben. David Garret hat aber nach einen sehr vielversprechenden Anfang vor etwa 15 Jahren entschieden in das Klassik-Pop Geschäft einzusteigen. Warum auch nicht! Aber eine Weltklassen-Geiger kann man ihn wirklich nicht mehr nennen. Als Gipfel der Lächerlichkeit war dann seinen Einsatz beim Fussballspiel der Nationalmannschaft. Da durfte er auf seinen teuren Stradivari die Nationalhyme spielen. Dazu der Kommnentar des "ahnungslosen" Fussballreporters: Garret sei "der schnellste Geiger der Welt weil er 70 Töne pro Minute spielen kann" Wo sind wir denn? Dümmer geht es kaum noch!
Stephen Kass
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 9, 2012 8:24 AM CET


Brahms: Ein deutsches Requiem, op. 45
Brahms: Ein deutsches Requiem, op. 45
Preis: EUR 7,99

17 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A profound interpretation, wonderfully played. sung and recorded, 30. März 2011
Bitte entschuldigen Sie, dass dieser Beitrag auf Englisch ist. Er wurde ursprünglich für Amazon UK und USA,wo es einige kritiische Stiimen gab geschrieben. Sie zu übersetzen war mir doch zuviel Arbeit.

In the opinion of several reviewers in the UK and the USA this performance tends to become boring. Especially what are seen as being rather rigid tempi have led to this interpretation being labelled stodgy. To my knowledge all reviewers agreed that orchestra, soloists and choir sing and play very well and that the recorded sound is excellent.
I wish to elaborate a bit about the technical qualities of this recording. Due to the brilliant and transparent sound I could hear orchestral textures more clearly than ever before. In some I heard instruments and combinations of instruments which I had not perceived up till now. This in itself justified its purchase for me. I can also only endorse what even its detractors have acknowledged. As might be expected the Vienna Philharmonic play with great accuracy, musicality and sensitivity. The choir is superb; it sings with forcefulness and dramatic impetus where required but also with delicacy and inwardness in the more lyrical and introverted passages. One can understand almost every word of the texts from the Old Testament.This is particularly important in this work, it is essential in my opinion. Due to size and quality of the choir there is no trace of the muffled and blurred sound which some of the worthy recordings with much larger choirs have. What also impressed me was that this choir manages to sing with sensitivity and musicality even in very loud passages. There is none of the straining and pressing which one sometimes hears in lesser choirs - the opening of the last song, for example, doesn't sound at all strained or forced. Both soloists are very good although I personally have a different conception of how the male songs should be interpreted. - more about this later.
It is however the interpretation which appears to have caused problems with some listeners.
Because of this I approached this recording with some trepidation although I am an old Harnoncourt fan (since the 1960s). After listening to it carefully I have come to the conclusion that what makes this interpretation special - and perhaps controversial - is the fact that Harnoncourt has a clear and personal concept which he follows consistently from start to finish. As I see it, he recognizes in this profound work the admiration which Brahms felt for baroque composers such as Schütz and Bach. John-Eliot's recrodings of Brahms' symphonies, in which he links them to baroque music which Brahms cherished made this connection convincingly audible. I believe that this influence can be discerned throughout this performance of his Requiem. It manifests itself not only because of its earnestness but also in the way Harnoncourt emphasizes melodic lines in a way which reminds me of the aforesaid old masters. Added to this is the use of so-called "Affekte", a German term which is difficult to translate. Basically it means the formalized and canonized use of themes to convey standardized emotions such as joy, grief, jealousy, rage and so one (goes back to ancient Greek drama). In this Requiem they are the relentless ticking away of time or the beating of the human heart, the tolling of bells and the use of descending and rising sequences. I had in no previous recording been made so aware of this aspect of the piece. If you want to discover more about the use of "Affekte" listen to Bach's cantatas or Handel's operatic arias. They are full of such devices to illustrate or identify emotions. Please do not confuse these "effects" with real emotions -they were not meant to overwhelm the listener in the same way as in later Romantic and Post-Romantic music. They were more like the "signature tunes" for a quite limited range of emotions.
In the opening bars of the first movement there is a pulsating which aroused in me an association with the passing of time. I had not heard this opening quite this way before. Harnoncourt achieves this effect quite simply by emphasizing and reducing? (how are they marked by Brahms?) the length of a few notes. Out of this wonderfully mysterious and evocative beginning a build-up follows leading to the first entry of the choir. This entry is sung in a hushed Piano and the surprising effect is quite miraculous. Even here one can understand every word. As I wrote above this dominance of the text reminds me somewhat of a severe and unrelenting sermon from the pulpit of a Protestant church. as such in any previous recording..
The first part of the second movement ("Denn alles Fleisch,es ist wie Gras - For all flesh is as grass")is inter-preted as a long, drawn-out funeral march - Brahms marked it "marschmäßig, like a march". Its four-note rhythm recurrs throughout the movement, relentlessly. It could be this persistent, ever-present beat which has led to some reviewers finding this movement stodgy. I found it absolutely logical and convincing - austere, sombre and almost threatening. The build-up to the first entrance of the choir is slow but extremely tense and when the choir entered it sent shivers down my back. Impressive again the pronunciation and clarity of the choir., which declaims the dark message about our mortality. This funeral-march like theme climaxes in the loud, heavy and insistent strokes of the timpani - awe inspiring. One element that I noticed for the first time is the passage in which a harp plays what is clearly for me a representation of the ticking away of the hours, minutes and seconds - Shostakovich came to mind, especially the conclusion of his 15th symphony but once again this is also a baroque device. Set against this, the repetitive and plaintive second theme on "Das Gras ist verdorret - the grass withers" is a strong contrast. Once again it reminds me of an "Affekt" from baroque music - "Klagen" or "Trauer". - a rising and then falling melody, which resembles a sigh ("Seufzer"). Once again it is to the credit of this interpretation that such details are discernable, for me at any rate.
Then a sudden and unexpected change takes place - on the word "aber - but" - what a brilliant idea of Brahms to place such emphasis on what is basically an unimportant word. From here on this piece becomes triumphant because it illustrates the victory of faith over the "Nichtigkeit - nothingness" of the first section. Trumpets now dominate the orchestra, once again a reference to the "meaning" of this instrument in earlier music. The trombones, which are traditionally associated with death can still hear at the start of this section but their use diminishes as the trumpets take over.. Due to Harnoncourt's interpretation and the excellent recorded sound one can experience the full impact of this triumphant conclusion.
The third movement is utterly different. Whereas the choir almost "recites" or proclaims the text in the second movement Thomas Hampson adopts a pleading tone. I didn't like this at first becuae I felt that this text too should be delivered in a straighfoward and direct manner, almost like a sermon. For this listen to vam Dam on the Karajan release or Schmidt with Giulini. On repeated listening I have however come to recognize the validity and sense of Hampson's (or Harnoncourt`s) intention here. It is in contrast to the "statement of fact" in the second movement. Now it isn't a choir but one single individual asking God the teach him to accept his fate, his mortality. Hampson almost speaks his text the second time around, hushed and full of reverence. In the final analysis I still prefer a more straightfoward and direct approach without pathos or forced drama combined with a less seductive vocal colour. It bothered me a bit that Hampson's German pronunciation, whilst absolutely laudable doesn't really sound like that of a native-speaker. He tends to colour his vowels, thereby reducing their impact. His "Herr" sounds like "Härr" and his "muss" (a key word in this context" is softened to "moss". In addition he swoops up to the first "dass" for some inexplicable reason. He is in fine voice throughout with no problems at the top. I know many of his recordings and admire him as a singer and artist but in this particular work I would have preferred perfect pronunciation - the text is of such central importance here. Towards the end of the movement there is another reference to a traditional musical motif - the ringing of bells. This underlies the whole last section and in Harnoncourt's interpretation it is clearer than I have ever heard it before.
Following this,at the centre of the work the purely choral "Wie lieblich sind Deine Wohnungen", seems to me to depict a naive vision of heaven. Harnoncourt chose a slow but flexible tempo for this movement and his choir sings with a beautiful and touching tone.
In the fifth movement the personal nature of the work and its dedication to his mother becomes even clearer. "And ye now therefore have sorrow: but I will see you again .... As one whom his mother comforts, so will I comfort you." This is not a requiem in the conventional sense of a mass for the dead but one which tries to comfort the living and reconcile us with our inevitable death.
To summarize: Harnoncourt has opened my ears and heart to new aspects of this great work. He has a clear and considered conception and this makes this recording special. I am grateful for this..


Mahler: Das Lied von der Erde
Mahler: Das Lied von der Erde
Preis: EUR 7,99

10 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Besprechung und Bewertung von Esclamonde ist nicht gerecht, 2. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Mahler: Das Lied von der Erde (Audio CD)
Stephen Kass meint:
Ich kann diese Besprechung nicht so stehen lassen. Sie ist ungerecht und einseitig. Die Aufnahme als Witz zu bezeichnen ist nicht akzeptabel. Dass Nagano die Musik für das exakte Reproduzieren von Notenwerte hält, glaube ich ganz einfach nicht. Wenn er wirklich so dirigieren würde wäre er kein berümter Dirigent geworden. Wenn er so etwas über Musik jemals geäussert hat, hat er bestimmt nicht damit gemeint, dass die Gefühle des Interpreten keine Rolle spielen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass es in erste Linie darum geht die Intentionen des Komponisten zu realisieren. Weil der Komponist in der Regel um die Wirkung von Töne, Harmonien und musikalische Entwicklung genaustens weiß ist es auch logisch, dass wenn man seinen Notentext so genau wie möglich wiedergibt dei emotionale Wirkung sich einstellen wird - er muss nicht etwas dazu erfinden. Alles steht bereits in den Noten. Gerade Mahler, der bis ins letzte Detail die Noten kommentiert und mit Anweisungen ergänzt hat braucht keine zusätzliche Deutung. Wenn der Dirigent er das umsetzt was Mahler gefordert hat, ist das bereits eine beachtliche Leistung. Damit meine ich natürlich nicht, dass der Dirigent mechanisch den Text umsetzen soll. Er sollte selbstverständlich die Absicht des Komponisten zu verstehen versuchen und die Wirkung selbst spüren und zum Ausdruck bringen, evtl.auch verstärken. Aber es muss nicht immer, wie bei Bernstein zu einer stark personiche Deutung kommen. Mahler hat die emotionale Wirkung seiner Musik hinein komponiert, der Interpret muss sie lediglich spüren und empfindsam nachstellen. Bernsteins Mahler war einmalig und großartig aber sein Zugang muss nicht für jeden Dirigenten gelten. Wenn Sie die Mahler neuen Aufnahmen dirigiert von Jonathan Nott (2. und 9. Sinf. oder Alan Gilbert(9.Sinf) anhören, werden Sie, glaube ich, feststellen, dass auch eine etwas kühlere Herangehensweise der Musik nicht schadet - im Gegenteil! Mahlers Musik verträgt das sehr gut.
Wenn Esclarmonde von Kontrollwahn bei Nagano spricht höre ich daraus nur Vorurteile. Die CD ist in Amerika, England und Frankreich auch besprochen worden. Alle Besprechung weisen auf eine gewisse Zurückhaltung hin aber niemand hat sie so verrissen.
Esclamonde schreibt, dass die Sänger excellent sind. Bei Gerhaher, den ich sehr schätze glaube ich das sofort. Den Tenor kenne ich nicht. Wenn dies der Fall ist, kann unmöglich nur einen Stern dabei herauskommen. Das ist mehr als ungerecht - eigentlich lächerlich!
Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Auschnitte gehört habe. Sie haben mir gefallen. Da habe ich nicht von einem Korsett empfunden. Ich glaube, dass Esclemonde ganz einfach übertrieben hat. Wenn ich die Cd ganz angehört habe, werde ich mich nochmals melden.Vorläufig habe ich sie drei Sterne gegeben. Sonst hätte ich diese Besprechung nicht posten können.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 6, 2012 1:48 PM MEST


Die Winterreise
Die Winterreise

22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine großartige Aufnahme, 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Winterreise (Audio CD)
Die unten gedruckte Besprechung ist irreführend und einseitig. Aus diesem Grunde muss sie beantwortet werden.
Diese neue Winterreise ist großartig, sie findet großen Anklang in der ganzen Welt. Diese Tatsache hat mich bereits beim Lesen der Besprechung von Herrn Dornfeld misstrauisch gemacht - nirgendwo ist von "Anfängerfehlern" die Rede.
Die Kritik von Herrn Dornfeld wirkt auf mich pedantisch und unausgewogen. Im ersten Abschnitt wird der Sänger überschwänglich gelobt, aber am Ende werden lediglich drei Sterne vergeben. Der Grund dafür sind Kleinigkeiten d.h. Fehlern bei der Aussprache, falsche Betonungen des Textes und die Nichtbeachtung der neuesten Edition (bei einem Wort.)
Ist es danach logisch und fair nur wegen dieser Kleinigkeiten der Aufnahme zwei Sterne zu verweigern?
Die Beispiele von "falsche Betonungen" habe ich überprüft. Beim ersten Lied ("Gute Nacht") bemängelt Herrn Dornfeld, dass das Wort "ist" in dem Satz "Nun ist die Welt so trübe" betont wird. Diese Betonung ist aber vollkommen richtig im Kontext des Liedes und in der musikalischen Form: Sie macht Sinn musikalisch und dient dem Verständnis des Textes. Für den Protagonisten ("Wanderer) war die Welt am Anfang des Liedes in bester Ordnung, das Mädchen schien seine Liebe zu erwidern. Danach muss er aber einsehen, dass dies nicht so ist, deshalb ist die Welt "nun trübe". Wenn man diesen Text nur sprechen würde (ohne Musik) wäre die Betonung wahrscheinlich auf das "nun". Gesungen geht das aber nicht weil Schubert die Betonung auf "ist" so komponiert hat.
Ich kenne keinen Sänger, der das "ist" nicht betont - sie gibt die Phrase ihren Impetus.
Herr Dornfeld kritisiert Güra auch weil er "Weiser stehen auf den WEGEN" anstatt, die in der neuesten Edition korrigierte "Weiser stehen auf den Straßen" singt, dies finde ich gerade zu absurd. Er verweist auch auf die unterschiedliche Aussprache von "Schloßen" und "Schlossen", auch in dieser Hinsicht erfüllt Güra seinen Ansprüch nicht. Das ist doch Pedanterie!
Um seine schulmeisterliche Art noch die Krone aufzusetzen bemerkt Herrn Dornfeld, dass das Stück "Winterreise" und nicht "Die Winterreise" heißt. Danke für die Information aber ist das wirklich wichtig?
In der Fülle der Aufzählung von Kleinigkeiten hat dieser Rezensent leider versäumt etwas sinnvolles über die Interpretation zu sagen.
An andere Stelle in Amazon.de findet Herrn Dornfeld kaum etwas gutes zu sagen über die "Winterreise" von Bostridge. Er bemängelt heftig die schlechte Aussprache des englischen Sängers. Dabei hat Bostridge sich sehr viel Mühe gegeben in einem guten Deutsch zu singen. Selbstverständlich hört man, dass er nicht deutschsprachig ist aber angesichts der großartigen künstlerischen Gestaltung kann ich das leicht verkraften. Auch seine Schumann CD ist herausragend. Bei Herrn Dornfeld habe ich den leider den Eindruck, dass er dem deutschen Liedgut nur aus der Kehle von deutschsprachigen Sängern akzeptiert. Dürfen in Zukunft nur Deutsche die Liedern von Schubert, Schumann und vielen anderen Komponisten interpretieren? Das wäre ein großer Verlust, meine ich. Ohne die Lied-Aufnahmen von Peter Pears, um nur einen Beispiel zu nennen wäre die Welt ärmer. Selbstverständlich ist es mir auch lieber wenn die deutsche Ausprache perfekt ist (wie hat eigentlich Schubert gesprochen, bzw. gesungen?) aber für mich steht die Interpretation immer an erster Stelle. An der Aussprache von Werner Güra, der bekanntlich deutsch ist Mängel zu finden finde ich absurd und lächerlich.
Eine letzte Frage an Herrn Dornfeld: Gilt bei Ihnen auch das Gegenteil - dürfen nur "native speakers" Purcell und Handel singen?


Paganini: 24 Capricen Op.1
Paganini: 24 Capricen Op.1
Preis: EUR 22,38

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erstaunliches Debut! Ungemein virtuos und gleichzeitig musikalisch, 28. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Paganini: 24 Capricen Op.1 (Audio CD)
Ich hatte noch nie von Tanja Becker-Bender gehört. Sie ist anscheinend eine junge Deutsche. Um so überraschter war ich als ich diese Einspielung hörte. Sie ist absolut meisterhaft. Die junge Geigerin besitzt eine großartige Technik. Sie meistert diese äußerst schwierigen Stücke mit eine Leichtigkeit und Souveranität, die mich in Erstaunen versetzte. Jede Ton wird präzise mit perfekte Intonation getroffen. Trotz größte technische Heraus-forderungen bleibt der Geigenton immer schön. Als Vergleich: Zehetmairs ganz neue Version, da hört man wie er kämpfen muss, gleich im ersten Stücke sind viele "hässliche "kratzige" Töne zu hören (bei Accardo übrigens noch extremer). Soll das die Expressivität steigern? Bei Becker-Bender spürt man nicht wie ungemein schwierig die Stücke sind - sie galten auch lange als "unspielbar" - sie scheint immer genug Zeit und Ruhe zu besitzen um aus diesen Stücken richtige Musik zu machen. Sie gestaltet jede Caprice anders, gibt jeden einen eigenen Charakter und Farbe. Die langsameren Capricen werden mit Zärtlichkeit und Innigkeit gespielt aber wenn es darum geht mit mehr Attacke und mit eine größere Geste zu interpretieren ist sie dazu in der Lage. Insgesamt spürt man eine große Hingabe und die Intention interessant und hörenswerte Musik aus den Caprice zu machen. Das ist nicht selbstverständlich - es gibt genügend Aufnahmen wo sie nur als technische Übungen daherkommen. Ich hoffe, dass ich nicht als blasphemisch eingestuft werde wenn ich behaupte, dass diese neue Aufnahme die Referenzaufnahmen von Rabin und Mintz (letzte Caprice viel zu langsam, bekommt den falschen Charakter)übertrifft. Bei beiden ist der Klang, altersbedingt natürlich nicht so gut, wirkt eng und eindimensional. Da in dieser Hyperion-Aufnahme die Aufnahmequalität vortrefflich ist - nahe aufgenommen aber trotzdem räumlich aber nicht aufdringlich - kann ich diese CD ohne Einschränkungen empfehlen. Ich bin sehr gespannt auf weitere Aufnahmen von Tanja Becker-Bender.


Cellokonzert 2/Cellosuite 3
Cellokonzert 2/Cellosuite 3
Preis: EUR 20,41

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Offenbarung, 27. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Cellokonzert 2/Cellosuite 3 (Audio CD)
Cellokonzert 2/Cellosuite 3
Diese Aufnahme ist eine Offenbarung. Shostakovichs zweites Cellokonzert stand schon immer im Schatten des großartigen und sehr beliebten ersten Konzerts. Es wurde oft als etwas Ideenlos charakterisiert.Pieter Wispelwey beweist nun das Gegenteil und zeigt, dass auch dieses Werk absolut hörenswert ist. Er holt auch jede noch so kleine Nuance aus der Partitur, verliert aber dabei nie den großen Bogen. Auch das Orchester spielt sehr gut. Als Bonus dazu ist die Tatsache, dass die Aufnahme-qualität herausragend ist - man hört wirklich alles.

Wispelweys Aufnahme (auch auf Channel)des ersten Konzerts aus den 90er Jahren ist auch sehr empfehlenswert. Hier wird er von einem Kammerorchester begleitet, was die Gewichtung zugunsten der Bläsern verschiebt und dem Stück einen ganz neuen Aspekt verleiht. Vor allem die schrill klingenden Flöten beteiligen sich an einen spannenden Dialog mit dem Cellist. So weit ich weiß, ist dies die einzige Aufnahme mit einem Kammerorchester.


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