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H.B. (Limburgerhof)

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Russland verstehen: Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens
Russland verstehen: Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens
von Gabriele Krone-Schmalz
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

346 von 408 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch lesen - und verstehen!, 19. Februar 2015
Vorab eine Bemerkung zu den 1-Sterne-Trollen hier: So fängt das Unheil an - mit dem Versuch, eine andersdenkende Autorin klein zu kriegen. Mit Bücherverbrennungen endet es dann...

Wir leben in Zeiten, in denen der endgültige Verfall eines Journalismus aus den sogenannten "Leitmedien", also den öffentlich-rechtlichen und im Grunde staatlich beschützten Anstalten sowie den zahlreichen Blättern und TV-Sendern der großen Medienkonzerne für immer mehr Menschen nicht mehr zu übersehen ist. Es geht diesen Medien nicht um Aufklärung - das tat es nie, sondern um das Transportieren und Verbreiten von bestimmten Sichtweisen. Peter Scholl-Latour sprach in einem seiner letzten Interviews von einer Massenverblödung - und traf damit den Nagel auf den Kopf.

Gabriele Krone-Schmalz ist als Journalistin sozusagen ein Kind dieses Systems, aber sie tut etwas Unerhörtes: Sie lässt sich nicht verbiegen. Sie war schon immer irgendwie eine Exotin unter all den Angepassten, die als große Vielfalt erscheinen, sich jedoch im Grunde selbst und gegenseitig gleichschalten. Zu diesem Zweck sitzen in den entscheidenden Positionen Leute, die von transatlantischen Eliteclubs geschult und dort hingesetzt wurden Dennoch wurden immer einige wenige Journalisten zugelassen, die von der Linie abwichen - und damit auch irgendwie als Feigenblätter dienten.

Damit scheint jetzt endgültig Schluss zu sein. Frau Krone-Schmalz wird inzwischen in TV-Talkshows und vor allem den sozialen Medien regelrecht fertig gemacht. Warum? Die Antwort ist erschreckend simpel: Sie wirbt um Verständnis für Russland. Und sie kann wirklich mit Erfahrungen und Fakten aufwarten, die ihre Aussagen und ihre Kritik an der derzeitigen Berichterstattung quer durch den Mainstream verständlich und zwingend machen. Deshalb lohnt sich die Lektüre ihres neuen Buches eigentlich vor allem für all jene, die nichts über Russland wissen, nichts davon verstehen, aber im Chor mit den Russland-Hassern schreien. Schade nur, dass genau diese Leute nicht erreicht werden können, denn es interessiert sie nicht, was Russland für ein Land ist und was für ein Volk die Russen. Sie meinen, irgendeinen sinnvollen Beitrag in ihrem Leben zu leisten, indem sie das Buch - ungelesen - verdammen, hier einen Stern samt unqualifiziertem und vor allem inhaltsleeren Kommentar abgeben und alle, die zumindest versuchen, Russland zu verstehen, als "Putin-Versteher" zu diffamieren oder andere geistig erbärmliche Bemerkungen zu machen.

Selbstverständlich bleibt derartig stupides Trollen nicht unbemerkt. Es wird sehr viel mehr Leser anlocken als abschrecken. Insofern darf sich Frau-Krone-Schmalz über die kostenlose Reklame freuen. Ich werde dieses Buch in diesem Jahr mehrfach verschenken. Für mich persönlich war vieles bekannt, aber so manches auch neu. Ich hoffe, das Buch wird einen Beitrag zur deutsch-russischen Verständigung leisten. Auch wenn die "Leitmedien", "Spitzenpolitiker" und manche unbedarfte Bürger nicht mitmachen. Ein ausgezeichnetes Buch von einer tollen Autorin, die wir jetzt gemeinsam gegen Anfeindungen in Schutz nehmen müssen. Ja, so weit sind wir nämlich schon wieder, und viele der Troll-Beiträge hier sind nichts anderes als psychische Gewalt gegen Andersdenkende.
Kommentar Kommentare (118) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 13, 2015 6:56 PM MEST


2012
2012
DVD ~ John Cusack
Preis: EUR 5,99

117 von 163 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jede einzelne Szene total vorhersagbar - auch Popcorn-Kino geht intelligenter!, 5. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: 2012 (DVD)
Inhaltlich ist der Film nicht mal einen Stern wert, für die Trickserei und Bildgewalt kann man wegen mir einen geben, auch wenn es niemanden mehr vom Sessel hauen dürfte. Das Drehbuch aber ist selbst für Emmerich-Filme (und da sind wir viel gewöhnt) extrem dümmlich. Natürlich hat er alles wieder mal aufs US-Publikum zugeschnitten, denn Amerikaner sehen sich Filme nicht an, in denen andere Nationalitäten die Welt retten. Sei's drum. Aber dass wieder sämtliche, aber wirklich sämtliche Zutaten angerührt werden müssen, tut wirklich weh. Kinder und kleine Hunde sterben nicht - selbst unsympathische arrogante, verwöhnte und dicke russische Kinder. Alle beten natürlich zu ihren Göttern - man mag es religiös in Amerika. Dazu noch ein bisschen tibetische Esoterik-Verklärung (Emmerich biedert sich wirklich allen Zielgruppen an) und natürlich die obligatorische Familien-Zusammenführung. Meine Güte, geht's noch erbärmlicher? Die Thematik hätte man ja durchaus ganz nett umsetzen können, auch von mir aus mit der entsprechenden Zerstörungswut und den dazugehörigen Bildern. Aber warum muss der Held der Geschichte (natürlich ein amerikanischer Familienvater, der einerseits schlau, andererseits aber erfolglos ist, ein Chaot und verkappter Komiker, der in den entscheidenden Situationen über sich hinaus wächst und ständig sein Leben für andere riskiert), warum muss der gleich mehrfach Slalom um einstürzende Häuser und herabschießende Feuerbälle fahren? Mir geht's gar nicht um den wissenschaftliche Aspekt. Ich mag Science-Fiction, das darf auch mal ein bisschen übertrieben und unlogisch sein, aber doch bitte ohne dieses blöde Pathos und Heldentum. Mit ein bisschen mehr Realismus wäre die ganze Geschichte viel erschreckender, so aber ist sie nur lächerlich und in keiner Sekunde spannend. Alles, was passiert, kann der geneigte Filmfan mit 100%iger Trefferquote vorhersagen, bevor es passiert. Man weiß, wer stirbt und wer überlebt, ach was soll's, es ist nicht nur Zeitverschwendung, den Film anzuschauen, sondern auch, darüber zu schreiben!
Kommentar Kommentare (22) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2015 2:01 PM MEST


Ghost
Ghost
von Robert Harris
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr guter Ansatz, 23. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ghost (Taschenbuch)
Zunächst will ich das Wichtigste anmerken: Der Roman "Ghost" ist interessant, mitunter spannend, unterhaltsam und klug. Er erzählt eine Geschichte aus einer ungewohnten Perspektive, nämlich der eines Ghostwriters. Allerdings muss ich davor warnen, die Beschreibung des Buches auf dem Buchrücken vorab zu lesen (zumindest bei der Taschenbuchausgabe). Erstens wird hier eine entscheidende Wendung des Romans, die erst spät eintritt, verraten ("hat der ehemalige Premierminister für die CIA gearbeitet?"). Und zweitens wird ein Zitat aus "ZDF-Aspekte" wiedergegeben, nach dem das Buch eine "furiose Abrechnung mit dem Politiker Blair" sei. Dies ist mindestens irreführend, wenn nicht falsch. Wer das Buch wirklich liest, wird doch merken, dass Harris' Protagonist, der Ghostwriter, beträchtliche Sympathien für den Ex-Premierminister hegt, der im Buch Adam Lang heißt. Harris hat in Interviews auch verneint, dass mit Lang eigentlich Blair gemeint sei, aber wie auch immer, eine "Abrechnung sieht anders aus. Am deutlichsten wird dies an der Stelle, wenn der Agent des "Ghost" sagt, dass jener den Ex-Premier doch möge. Nach kurzem Bedenken dieser Behauptung gesteht der "Ghost" das auch ein. Er mag Lang, und damit ist die Geschichte mit der Abrechnung spätestens vom Tisch. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht Lang der CIA-Mitarbeiter war, sondern seine Frau. Lang war so gesehen eher Opfer als Täter, und der Ghostwriter empfindet darüber sogar ein gewisses Mitleid.

Vom Ärgernis mit dem Buchrücken abgesehen ist das ein lesenswertes Buch, das viele gescheite Andeutungen zur Rolle der Weltmacht und deren Geheimdienste parat hält und mindestens zwischen den Zeilen den "Krieg gegen den Terror" anprangert. Leider lies bei mir die Spannung gegen Ende immer mehr nach, die erneute Wendung hin zu Langs Frau war absehbar, und insgesamt ist der Erzählstil, der den "Ghost" in Ich-Form berichten lässt, mitunter zu flapsig, um wirklich ernst genommen zu werden. Ein wenig mehr britisches Understatement hätte dem Buch gut getan. Deshalb alles in allem 4 Sterne.


24 - Season 6 (7 DVDs)
24 - Season 6 (7 DVDs)
DVD ~ Kiefer Sutherland
Wird angeboten von film-ausverkauf
Preis: EUR 22,20

23 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verzweifelt gesucht: Neue Ideen, 13. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: 24 - Season 6 (7 DVDs) (DVD)
"24" geht in die 6. Runde - oder, wie es hier so schön heißt, in "day 6". Jack Bauer kommt aus chinesischer Gefangenschaft frei und scheint anfangs ein gebrochener Mann, der an seinen eigenen Fähigkeiten zweifelt. Das hätte der Ausgangspunkt für einen neuen Jack sein können, aber schon am Ende der ersten Folge ist klar, dass Jack tatsächlich "back" ist, und dann eben doch wieder so, als wäre nichts geschehen.

Die erste Staffel von "24" war deshalb so gut, weil sie ein neues Format darstellte, hochgradig spannend, wendungs- und actionreich und politisch mitunter überraschend komplex war. Außerdem war das Ganze auch noch handwerklich toll gemacht. Season 2 war für mich der bisherige Höhepunkt der Serie, mit allen Vorzügen der ersten Staffel und einer noch packenderen Story. Leider ging es danach nur noch abwärts. Und mit Season 6 sind wir an einem Punkt angelangt, an dem fast alles vorhersehbar ist, die Spannung nur noch halb so groß und eigentlich nur noch das Handwerkliche mit den ersten Staffeln mithalten kann. Insbesondere sind es zwei Punkte, die negativ auffallen:

1.: Handlung und Personen sind nicht nur vorhersehbar , sondern leider auch sehr eindimensional. Tom Lennox beispielsweise, der Stabschef, wird anfangs als Widerling und Feind seines Chefs, des Präsidenten dargestellt, und doch war mir sofort klar, dass er sich ihm gegenüber loyal verhalten würde; der Vizepräsident ist ebenfalls ein Widerling, und doch wird schnell klar, dass er halt nur ein Hardliner ist, aber trotzdem ein "guter Amerikaner", dem das Wohl seines Volkes am Herzen liegt (der übliche amerikanische Patriotismusquark halt, aber eben hemmungsloser als in den bisherigen Staffeln - man beachte auch die Gestaltung der Box mit der US-Flagge als Hintergrund). Überhaupt gibt es diesmal praktisch nur gute Amis (die auch nicht mehr, wie in früheren Staffeln, richtig foltern, offenbar wollte man das bei Fox nicht mehr (wahr)haben), allenfalls ein paar ganz kleine Fische helfen den Terroristen, die trotzdem in den USA alles tun können, was sie wollen. Araber, Russen, Chinesen, sie alle bewegen sich mit Nuklearwaffen und anderem Zeug scheinbar ungehindert im Großraum Los Angeles, und vor "day 6" hat die gesamte amerikanische Verteidigung offenbar keinerlei Ahnung davon. Ok, "24" hatte immer schon viele Logiklücken, aber darüber konnte immer aufgrund der relativ komplexen Story samt Hauptfiguren hinwegsehen. Diesmal fällt es sehr schwer. Das bringt uns zu

2.: Auch in Zeiten von Autorenstreiks kann eine Staffel von 24 nur und exakt 24 Folgen haben, und die müssen inklusive Werbeunterbrechungszeiten exakt jeweils 60 Minuten dauern. Alles andere wäre ein Verrat am Konzept. Nur: Wie diese 24 x gut 40 Minuten füllen? Die Ansätze waren da. Die Internierungslager für arabischstämmige Menschen etwa, die anfangs thematisiert, später aber ganz schnell fallen gelassen werden. Das wäre ausbaufähig gewesen - wie reagiert ein Staat auf solchen Terror, was hat es für Auswirkungen etc. Stattdessen gibt es die Jagd nach den Atombomben, die aber bereits nach 17 Stunden beendet ist. Und nun? Nun wird ein ganz neues Fass aufgemacht - Audrey, die tot war, lebt wieder, Jacks Vater, der bisher nur ein mittelgroßer Gauner war, wird jetzt zum Superschurken, und um Jacks Neffen zu kriegen überfallen von Chinesen bezahlte Männer sogar (und auch noch erfolgreich!) den CTU-Hochsicherheitstrakt - statt einfach abzuwarten, bis der Junge das Gebäude verlässt und den Wagen zu überfallen. Das wirkt sehr konstruiert und sehr unglaubwürdig.

Man könnte noch vieles anführen (wie etwa die Tatsache, dass es keine gute Idee war, ausgerechnet Wayne Palmer zum Präsidenten zu machen, dessen Schicksal ebensowenig wie das des Ex-Präsidenten Logan aufgelöst wird) und damit den Rahmen hier sprengen. Als Fazit möchte ich deshalb nur noch sagen, dass diese Staffel keine weitere gerechtfertigt hätte und man nur hoffen kann, dass Season 7 irgendwelche wirklich neuen Einfälle und wieder tiefere Abgründe bieten wird. Auf DVD kann man sich diese Staffel ansehen, im Fernsehen hätte ich wöchentliche Folgen ein halbes Jahr lang nicht durchgehalten. Alles in allem noch 3 Sterne.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2009 6:46 PM MEST


Der vierzehnte Stein: Kriminalroman (Kommissar Adamsberg ermittelt, Band 5)
Der vierzehnte Stein: Kriminalroman (Kommissar Adamsberg ermittelt, Band 5)
von Fred Vargas
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 26. September 2008
Die Adamsberg-Romane erfahren eine stetige Steigerung. "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" war eine interessante, aber noch nicht wirklich fesselnde Story. "Bei Einbruch der Nacht" war schon eine Steigerung, aber die Spitzenklasse wurde erstmals mit "Fliehe weit und schnell" erreicht. Noch besser hat mir "Der vierzehnte Stein" gefallen, weil dieses Buch alles hat, was ich mir für ein echtes Lesevergnügen wünsche: Sympathische und bedrohliche Figuren, die jedenfalls glaubwürdig sind; Spannung bis zum Nervenkitzel; und nicht zuletzt eine gute Portion Humor, hier vor allem repräsentiert durch die kulturellen Unterschiede zwischen Franzosen und (französischsprachigen) Kanadiern. Dazu natürlich dramaturgische Wendungen und, bei Vargas immer vorhanden, literarisches Niveau (hier vermute ich auch die Ursache für manche schlechte Bewertung - das Buch ist nichts für Thrillerfans der jüngeren Generation oder Leute, die simpel konstruierte Stories und Charaktere a la Dan Brown bevorzugen, und es ist auch weniger düster als viele der von mir durchaus sehr geschätzten Skandinavien-Krimis). Kurz: Ein hervorragendes Buch, das man gerne auch ein zweites oder drittes Mal lesen kann. Vargas' jüngstes Werk, "Die dritte Jungfrau", werde ich mir demnächst vornehmen. Meine Erwartungen sind natürlich sehr hoch.


Then Play on
Then Play on
Preis: EUR 13,22

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unverzichtbar, 22. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Then Play on (Audio CD)
Ich habe mir diese Scheibe jetzt zugelegt, nachdem ich bislang nur die - oder eine - Vinylpressung besaß, und damit kommen wir auch schon zu der etwas ungewöhnlichen Geschichte von "Then Play On". Der vorige Rezensent hat völlig Recht: Die Originalausgabe vom September 1969 besaß 14 Tracks, und zwar ohne "Oh Well", das es zunächst nur als Single gab. Nachdem diese gut eingeschlagen hatte, entschloss man sich, den Song dem US-Release vom Dezember des selben Jahres beizufügen, ließ aber stattdessen 4 Songs fallen, nämlich "When You Say", "One Sunny Day", "Without You" und "My Dream", womit man bei 11 Songs in teilweise veränderter Reihenfolge ankam. Diese US-Version diente als Grundlage für die vorliegende CD, wobei man "My Dream" und "When You Say" wieder einbaute, ohne dass ersichtlich wird, warum man sie gerade dort einbaute, wo sie sich jetzt befinden. Es ist verständlich, dass "Fleetwood Mac"-Experten sich darüber aufregen und darüber hinaus die der modernen Technik nicht angemessene Tonqualität der CD beklagen (wobei diese bei "Bare Trees" oder "Future Games" noch um einiges schlechter ist - Stand 2007). Andererseits ist "Then Play on" ein absolutes Meisterwerk, für mich das Beste, was die personell größeren Schwankungen unterlegene Band je hervorgebracht hat. "Coming Your Way", "Rattlesnake Shake" oder "Like Crying" sind absolut unverzichtbare Stücke, die auch heute noch begeistern. Und wem tut es wirklich weh, dass sich auch "Oh Well" auf dieser Scheibe befindet? Ich muss, der Musik wegen, 5 Sterne vergeben, alles andere macht keinen Sinn!


Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10
Kalt wie Gold. Stern Krimi-Bibliothek Band 10
von Marcel Montecino
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse!, 6. Mai 2007
Ich bin an sich kein Fan amerikanischer Krimis, da sie zumeist eine simple Botschaft transportieren, vom Bushschen Gut-Böse-Schema durchdrungen sind und völlig unglaubwürdige Protagonisten agieren lassen. Kurz gesagt: Es werden zumeist eher simple Gemüter angesprochen bzw. Jugendliche, die sich noch leicht beeindrucken lassen.

Nicht so dieser Roman. Hier stimmt alles. Spannung vom Anfang bis zum Ende, ohne dass der Autor ins völlig Unrealistische abgleitet. Keine Superhelden, die nicht nur klug sind, sondern auch noch gut aussehen und keine Gewähr, dass die Personen, die man lieb gewinnt, ungeschoren davonkommen. Ein ganz tolles Buch von einem Autor, von dem man gerne mehr lesen würde, was offenbar schwierig ist. Leider!


Trauma
Trauma
von Dean Koontz
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

11 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einfältig, 6. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Trauma (Taschenbuch)
Das war mein erstes Buch von Dean Koontz und wird wohl auch das letzte bleiben. Am Anfang erschien es noch so, als sei der Held gar nicht so perfekt, wie es in typisch amerikanischen Geschichten sonst in der Regel der Fall ist. Später kristallisiert er sich aber doch als Superheld heraus, der sich nicht nur mutig und selbstlos und schlau den größten Gefahren stellt, sondern natürlich auch die schöne Frau kriegt. Dazu ein bisschen religiöser Schnickschnack, ein bisschen viel heile Familienwelt und natürlich der Sieg der Gerechtigkeit am Ende. Ganz zu schweigen davon, dass die ganze Geschichte eine Räuberpistole sondergleichen ist. Durch den witzelnden Schreibstil kommt dabei nicht einmal Spannung auf, weil man immer weiß, dass alles gut ausgehen wird. Vielleicht hätte es mir mit 12 Jahren gefallen, aber Erwachsenenliteratur ist das gewiss nicht.


Parachute
Parachute
Preis: EUR 7,99

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine leider konsequent unterschätzte Band, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Parachute (Audio CD)
Dieses Album taucht in einer Lieblingsliste mit Namen "Zehn Meisterwerke, die niemand kennt" auf. Als ich das sah, fühlte ich mich sofort genötigt, zu widersprechen. Es gibt ein paar Leute, die z.B. "Parachute" von den Pretty Things kennen - und lieben. Die Pretty Things waren seinerzeit wohl eine Band, die von der Kritik sehr gelobt wurde, in der breiten Öffentlichkeit aber allenfalls ein Böse-Buben-Image hatte. Dabei hatte die Musik es wirklich in sich. Ein Highlight des Schaffens der Band war dieses Album (im Original die Stücke 1-14, der Rest auf dieser CD ist Bonusmaterial), das die ganze Bandbreite der mal eisenharten, mal melodiösen, mal schroffen, mal soften Briten aufweist. Das Album offenbart nicht die geringste Schwäche und gehört unbedingt auf jede Meisterwerk-Liste dieser Welt.


The Alternative to Love
The Alternative to Love
Wird angeboten von leo of johnson
Preis: EUR 21,31

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Richtung stimmt, 17. November 2006
Rezension bezieht sich auf: The Alternative to Love (Audio CD)
Ich halte "Lapalco", den Vorgänger, auch für ein gutes Album, aber "Alternative to Love" ist sogar besser. Benson hat ja inzwischen auch bei den Raconteurs bewiesen, dass er mehr Nuancen beherrscht als den sogenannten "Power Pop", was immer das sein soll. Und gerade Stücke wie "Them and me", Biggest fan" oder "Flesh and bone" machen dieses Album zu einem, das weniger schnell langweilig wird. Auch der Titelsong ist Klasse, und überhaupt ist - wie bei Benson immer, ob nun solo oder als Raconteurs-Mitglied - kein schlechtes Stück dabei. Ja, jeder Song ist an sich auch voll radiotauglich, aber die Stationen schaffen es dennoch, Benson zu ignorieren, was mich nicht weiter verwundert.

Insgesamt eine runde Sache, nahe an den 5 Sternen dran.


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