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Rezensionen verfasst von
ede

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There's a Bond Between Us
There's a Bond Between Us
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meilenstein des britischen R'n'B, 11. September 2011
Rezension bezieht sich auf: There's a Bond Between Us (Audio CD)
Das zweite Album der Graham Bond Organization ähnelt in Sound in Grundstimmung dem Vorgänger "The Sound of 65", es ist mit viel Hall auf Gesang und Schlagzeug produziert und klingt wie der vergebliche Versuch von vier Spitzenkönnern ein kommerzielles Album abzuliefern. Blues-Wölfe Graham Bond an Gesang und Hammond-Orgel und Tenor-Saxophonist Dick Heckstall-Smith heulen zu einem harten, eingängigen und manchmal eckigen, ständig nach vorne treibenden Beat. Einen gut sitzenden Bass- und Schlagzeug-Groove haben "Last Night" und das swingende "Walking In The Park", das in der Version der Jazzrock-Gruppe Colosseum bekannt geblieben ist. Bond schauspielert Blues-Trauer um die verlorene Frau in "Have You Ever Loved A Woman" und besingt das Nachtleben wie ein hungriger Wolf in "The Night Time Is The Right Time". Das beste Stück des Albums ist jedoch die Jack-Bruce-Komposition "Hear Me Calling Your Name". Jack Bruce übernimmt dabei auch den Leadgesang. Das Cover gestaltete wie beim Vorgängeralbum Schlagzeuger Ginger Baker, der hier auch mit dem Solo "Camels And Elephants" glänzt. Die Bonus-Tracks sind zuvor nicht auf CD veröffentlichte Single-A- und B-Seiten, wobei das aufgebauschte "St. James Infirmary" überrascht und etwas aus dem Rahmen fällt.


The Sound of '65
The Sound of '65
Preis: EUR 10,98

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keimzelle des Jazzrock, 9. September 2011
Rezension bezieht sich auf: The Sound of '65 (Audio CD)
Das erste Album der Graham Bond Organization. "Organization" bezieht sich auf "Organ", also "Orgel", die Hammond-Orgel, die Graham Bond in Blues und Rock etablierte, wie sie Jimmy Smith zuvor schon in den Jazz eingebracht hatte. Die Organization spielt einen harten Blues mit einer für damalige Verhältnisse (1965) schon kommerziell zu nennenden Ausrichtung, mit viel Hall auf Gesang und Schlagzeug, mit einem vorwärtstreibenden Beat. In der Musik scheint der unnachgiebige Wunsch es zu etwas zu bringen hindurch. Über 365 Konzerte im Jahr spielte diese Gruppe Mitte der 1960er Jahre in den Jazz und Blues-Kellern Englands. Wie das ging? Sie spielten manchmal, wie damals nicht unüblich, zwei Konzerte am Abend.
Graham Bond sah aus wie ein dicker Chinese und sang und orgelte wie ein hungriger Wolf. Wenn er die liebliche Ballade "Tammy" intoniert, klingt er wie der große böse Wolf, der eben die Großmutter verspeist hat und nun das Rotkäppchen anvisiert.
Am Bass: Jack Bruce spielt einen treibenden Blues-Bass, bei "Train Time" brilliert er an der Harmonica. Am Schlagzeug: Ginger Baker, der auch das stimmungsvolle Großstadtsilhouetten-Cover gemalt hat. Er war auf Drogen damals aber spielte hart und gut. Sie galten als die beste Rhythmusgruppe ihrer Zeit. Beide gründeten nach der Graham Bond Organization die Gruppe Cream.
Am Saxophon: Dick Heckstall-Smith, eine Schlüsselfigur der britischen Blues-Szene, gründete 1968 die Jazzrock-Gruppe Colosseum.
Diese bisher beste CD-Ausgabe ist dankenswerterweise mit bisher nicht auf CD erhältlichen Single A- und B-Seiten angereichert.


High And Mighty (Expanded De-Luxe Edition)
High And Mighty (Expanded De-Luxe Edition)

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kreatives Heep Highlight, 9. September 2011
Dieses unterschätze, selbst bei seiner Veröffentlichung 1976 fast übersehene, letzte Album mit Leadsänger David Byron, ist wahrscheinlich das perfekteste Studioalbum von Uriah Heep überhaupt. Der Weg von Heep führte von den ersten drei, nahezu makellosen Hammeralben, "Very 'eavy...Very 'umble", "Salisbury" und "Look At Yourself", die von dem verdienten Gerry Bron produziert waren und mit denen sich die Band auch in Deutschland ein Riesenpublikum erspielt hatte, durch eine leichte Talsohle von nicht mehr ganz so optimalen Produktionen, bei denen es immer das eine oder andere Haar und den einen oder anderen Durchhänger gab, hinüber zu diesem noch heute frisch und modern klingenden, abgerundeten Werk. Es ist, als schließe sich der Kreis. Es ist das einzige Heep-Album, welches von den Musikern der Band selbst produziert wurde, mit der Unterstützung des bewährten Toningenieurs Ashley Howe. Ein glasklarer, moderner Sound ist Heep gelungen. Eine phantasievolle, kreativ abwechslungsreiche Produktion, ein mitreißender, rhythmisch-melodischer Rocksound. Jedes Lied des Albums ein Highlight (die Bonus-Tracks der remasterten Ausgabe leider nicht mit eingeschlossen). Lee Kerslakes Schlagzeugarbeit ist mit aller Detailgenauigkeit durch das ganze Album hindurch zu genießen wie nie zuvor. Bassist John Wetton von King Crimson bringt sich ein als Leadsänger des ersten Titels, "One Way Or Another", sowie als Co-Autor zweier Titel. Dieses hervorragende Album hätte einen vielversprechenden Neuanfang eingeläutet und bedeutete dennoch das Ende einer Ära. Ewig schade, daß Uriah Heep in dieser Art kein weiteres Album produzieren konnten. Eines der besten Rockalben der 70er Jahre.


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