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Michael Höfel (Media-Mania)

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Small Soldiers [Blu-ray]
Small Soldiers [Blu-ray]
DVD ~ Kirsten Dunst
Preis: EUR 7,97

4.0 von 5 Sternen Temporeich, intelligent, voller Insider, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Small Soldiers [Blu-ray] (Blu-ray)
Kritik zum Film:

Wenn Joe Dante eines kann, dann ist es, sich eingefahrenen Genrekonventionen zu verweigern und seine Filme mit seiner ganz persönlichen Handschrift zu signieren: Humor geht nicht selten mit Schrecken einher, bissige Gesellschaftskritik mit cinephilem Augenzwinkern, ausgefeilte Tricktechnik mit originellen Geschichten. So variierte und ironisierte der Regie-Altmeister in "The Howling" nicht nur den traditionellen Werwolf-Film und lieferte mit dem herrlich schrägen Spielberg-Klassiker "Gremlins" den etwas anderen Weihnachtsfilm ab, sondern inszenierte ferner mit "Small Soldiers" Antikriegskino, wie man es so noch nicht gesehen hatte. Bei den Kritikern stieß die Geschichte um die sich verselbstständigenden Actionfiguren, die eine US-amerikanische Vorstadt in ein Schlachtfeld verwandeln, seinerzeit auf wenig Gegenliebe, und auch an den Kinokassen war dem Film kein großer Erfolg beschieden – unverständlicherweise, sprüht "Small Soldiers" doch geradezu vor all dem, was das Dante'sche Kino ausmacht.

Es ist einfach eine Freude zu sehen, wie geradezu mühelos Dante das ranzige militaristische Gebaren, den unfreiwillig komischen Stars-and-Stripes-Fetisch und die hurrapatriotische Waffenpornografie einschlägiger amerikanischer Kriegsfilme und Action-Blockbuster bloßstellt und das Schema vom guten amerikanischen Soldaten umdreht, indem er die äußerlich nicht gerade Vertrauen einflößenden Monsterfiguren zu den Sympathieträgern macht. Und wenn Major Chip Hazard – vor versammelter Truppe und einer US-Flagge im Hintergrund – unermüdlich pathetische Phrasen drischt, die Plastikkämpfer als muskelbepackte Zerrbilder von Schwarzenegger und Konsorten daherkommen und "kein Mann zurückgelassen wird", bleibt nicht zuletzt bei all jenen, denen das 80er-Jahre-Actionkino und die Uncle-Sam-Masturbationsvorlagen eines Michael Bay nicht unbekannt sind, kein Auge trocken. Doch nicht nur das Pentagon-freundliche Blockbusterkino, das Bodybuilder-Actiongenre und die Hersteller von Kriegsspielzeug kommen zum Handkuss, auch das im US-Kino gerne zelebrierte Bild der idyllischen amerikanischen suburbs und ihrer glückstrahlenden Einwohner nimmt Dante nach "Meine teuflischen Nachbarn" einmal mehr aufs Korn.

Bei aller Gesellschafts- und Medienkritik verzichtet Dante aber auf den aufdringlich erhobenen Zeigefinger und verpackt seine message in einem familienfreundlichen All-Ages-Actioner, der mit Referenzen auf diverse Kriegsfilmklassiker ebenso aufwartet wie mit Inside-Jokes auf das klassische Horrorkino, dessen Einfluss auf Dantes Schaffen unübersehbar ist. Die Action-Momente sind erstklassig in Szene gesetzt, das Drehbuch punktet mit witzigen und originellen Einfällen, und die Spezialeffekte, für die ILM sowie Tricktechnik-Veteran Stan Winston ("Terminator", "Aliens", Jurassic Park") verantwortlich zeichnen, können sich auch heute durchaus noch sehen lassen.

Was "Small Soldiers" damals wie heute zu einem aus der Masse hervorstechenden Spaß für Groß und Klein macht, ist seine Vielschichtigkeit und die Balance, die Joe Dante zwischen den unterschiedlichen Momenten fast durchgehend gelingt: Die Geschichte wird actiongeladen und temporeich erzählt, gleitet aber nie ins Oberflächliche ab, die gesellschaftskritische Botschaft ist klar, mutiert aber zu keinem Zeitpunkt zum enervierenden erhobenen Zeigefinger, das Bombardement an popkulturellen Referenzen und cinephilen Insidern ist großflächig, läuft aber nur selten ernsthaft Gefahr, über die Stränge zu schlagen. Ob Alt oder Jung, das Publikum wird stets bei der Stange gehalten – das erwachsene vielleicht sogar etwas mehr als das jüngere. Die Ähnlichkeiten zu "Gremlins" sind nicht von der Hand zu weisen, doch besitzt "Small Soldiers" genug Eigenständigkeit, um sich nicht hinter Gizmos turbulenten Abenteuern verstecken zu müssen.

Kritik zur Blu-ray Disc:

Koch Media hat "Small Soldiers" eine HD-Zellenkur spendiert, die sich sehen und hören lassen kann: Das Bild wartet mit natürlichen und kräftigen Farben sowie einem ordentlichen Kontrast auf; Verschmutzungen sind nur selten auszumachen. Der bildqualitative Sprung, den "Small Soldiers" von der DVD hin zur Blu-ray hinlegt, ist wirklich beachtlich, lediglich beim Einsatz von Rauschfiltern hätte man sich eine Spur mehr zurückhalten können.
Die deutsche und die englische Tonspur liegen jeweils in DTS-HD Master Audio 5.1 vor und erfreuen mit einer ausgewogenen Abmischung. Die Dialoge sind gelegentlich ein wenig dumpf, aber jederzeit deutlich verständlich, und die Action-Szenen beziehen sämtliche Kanäle mit ein, hätten aber durchaus eine Spur mehr Dynamik vertragen können.
Das Bonusmaterial fällt überschaubar aus, ist aber nicht uninteressant. Nach Starten der Blu-ray wird ein Vorwort von Joe Dante geladen, das während einer Retrospektive seines Schaffens im Wiener Filmmuseum 2013 aufgenommen wurde. Die blaue Scheibe wartet ferner mit einem Making-of und einem Interview mit dem Regisseur auf, daneben gibt es verpatzte und gelöschte Szenen, eine Bildergalerie sowie den deutschen und den englischen Kinotrailer. Sämtliche Extras liegen ausschließlich in SD vor. Der Blu-ray Disc liegt – wie bei Koch Media nicht anders zu erwarten – ein Wendecover bei.


Slither - Voll auf den Schleim gegangen [Blu-ray]
Slither - Voll auf den Schleim gegangen [Blu-ray]
DVD ~ Nathan Fillion
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Schräg, eklig, zitatenreich - eine liebevolle Hommage an Blob und Co., 14. September 2014
Kritik zum Film:

Ein außerirdischer Parasit, der irgendwo fernab vom Schuss auf Mutter Erde landet, sich im erstbesten dahergelaufenen Landei einnistet und seinen Wirt dazu missbraucht, viele schleimige wurmartige Nachkommen zu zeugen, die menschliche Körper über den Mund infiltrieren und in fleischfressende Zombies verwandeln – keine Frage, originell klingt anders. Vielmehr kommt man nicht um die Vermutung herum, jemand hätte da frech und ohne jedes Schamgefühl im SF- und Horrorkino der siebziger und achtziger Jahre gewildert – von "Body Snatchers" über "Blob" und "Shivers" bis hin zu "Night of the Creeps" und dem Zombie-Kino eines George A. Romeros reicht hier die Liste der Verdächtigen, an denen sich vermeintlich vergangen wurde. Doch was James Gunn, dem kürzlich mit dem Marvel-Blockbuster "Guardians of the Galaxy" der Sprung in die A-Liga Hollywoods geglückt ist, mit seinem Regiedebüt "Slither" abliefert, ist keine dreiste Leichenfledderei, sondern eine clevere Hommage an das Monsterkino der Siebziger und Achtziger, als dessen Fan sich Gunn ohne jede Scheu outet.

Das Ergebnis ist kein glatt gebürsteter Hochglanzhorror, der Ideenarmut als kreative Großtat missversteht, sondern ein kleines, aber feines B-Movie mit Ecken und Kanten, das erst gar keine Anbiederung an ein Mainstream-Publikum versucht, sondern sich vielmehr an eingefleischte Genre-Fans richtet, die auf Gunns intelligentes Spiel mit Referenzen und Anspielungen einsteigen können. Dabei brennt "Slither" ein cinephiles Feuerwerk ab, dass die Funken nur so sprühen. Altbekannte Motive und Momente des Genres werden selbstironisch aneinandergereiht und bis zum Bersten mit Insidern unterfüttert – selbst der versierte Genre-Kenner wird nicht alle Anspielungen gleich bei der ersten Sichtung des Films mitbekommen. Diesem im besten Sinne nerdigen Rundumschlag verpasst Gunn zusätzlich eine persönliche Note, wenn er auf seine beruflichen Anfänge in der beinahe schon legendären Trash-Schmiede Troma Entertainment (in der – nebenbei bemerkt – auch heutige Hollywoodgrößen wie Kevin Costner, Samuel L. Jackson oder Oliver Stone klein angefangen haben) verweist. So flimmert in einer Einstellung der Trash-Klassiker "The Toxic Avenger" über eine Mattscheibe, und Troma-Chef Lloyd Kaufman absolvierte auf Gunns Bitte hin einen Cameo-Auftritt.

Bei aller cinephiler Verspieltheit verliert Gunn aber nie die Handlung selbst aus den Augen: Grundehrlich, aber mit der augenzwinkernden Arroganz eines Fachkundigen erzählt er die sattsam bekannte Geschichte vom drohenden Untergang der Menschheit durch extraterrestrisches Übel und tritt zugleich den Beweis an, dass sie – so ausgelutscht sie auch sein mag – nach wie vor funktioniert. Dazu tragen nicht zuletzt der ordentliche Soundtrack von Tyler Bates ("300", "Watchmen") sowie ein gut aufgelegter Cast, aus dem besonders Nathan Fillion ("Firefly", "Castle"), Elizabeth Banks ("Der Fluch der 2 Schwestern", "Movie 43") und Michael Rooker ("Cliffhanger", "The Walking Dead") hervorstechen, bei. Veredelt wird der Streifen aber auf tricktechnischer Ebene: Neben Animationen aus dem Rechner wurde auch auf traditionelle Spezialeffekte gesetzt, die mit herrlich widerlichen gore events punkten und die nostalgische Note des Films zusätzlich unterstreichen.

Keine Frage: James Gunn serviert mit seinem Regiedebüt eine herrlich schräge, entzückend eklige und dabei angenehm ehrliche Hommage an ein Kino, das nicht zufällig einige Sternstunden des modernen Genrefilms hervorgebracht hat. Die nostalgische Melange aus trockenen Sprüchen, aberwitzigen Gags, schmucken Old-School-Effekten und verspieltem Zitatenmarathon weiß beinahe durchgehend zu überzeugen; lediglich zu Beginn kämpft "Slither" mit einigen Startschwierigkeiten, wirkt in den ersten zwanzig Minuten etwas hölzern, kommt dann aber in Fahrt. Dass der Film sein Budget seinerzeit an den Kinokassen nicht wieder einzuspielen vermochte, mag nicht zuletzt auch an der relativen Überschaubarkeit der Zielgruppe liegen, die Gunn mit "Slither" ins Aug' gefasst hat. Als (verfehltes) Qualitätskriterium darf dieser Umstand gewiss nicht missinterpretiert werden; genauso gut ließen sich im Falle der "Transformers"-Reihe Rückschlüsse von den hohen Budgets auf die Intelligenz der Drehbücher ziehen ...

Kritik zur Blu-ray Disc:

Das AVC-kodierte Bild macht für eine mittlerweile zehn Jahre zählende B-Produktion einen mehr als ordentlichen Eindruck: Die Farben sind kräftig und wirken natürlich, der Kontrast ist ausgewogen, die Schärfe weitgehend auf hohem Niveau angesiedelt; lediglich der Schwarzwert hätte insbesondere in dunklen Szenen satter ausfallen können. Der Ton wartet mit einer guten Abmischung und einem ausgewogenen räumlichen Klangbild auf, wobei die Dialogverständlichkeit jederzeit gewährleistet bleibt.
Das Bonusmaterial ist umfangreich ausgefallen und kann sich sehen lassen: In mehreren Features werden unterschiedliche Bereiche der Produktion – vom Casting über Monster-Make-up bis hin zu den Computereffekten – beleuchtet und Eindrücke von den Dreharbeiten (unter anderem mit einer Führung durch das Set mit Nathan Fillion) eingefangen; sogar ein knapp vierminütiger Crashkurs zur leichten Herstellung von Filmblut hat es in den Bonus-Content geschafft. Daneben gibt es einen Audiokommentar mit James Gunn und Nathan Fillion, während Troma-Legende Lloyd Kaufman in einem Videotagebuch persönliche Eindrücke vom Set festhält. Daneben wartet die blaue Scheibe noch mit Outtakes, gelöschten und erweiterten Szenen, Trailern zum Film sowie einer Bildergalerie auf. Der Blu-ray liegt ferner ein Wendecover bei.


Manchmal kommen Sie wieder [Blu-ray]
Manchmal kommen Sie wieder [Blu-ray]
DVD ~ Tim Matheson
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Manchmal sollte man es besser machen ..., 14. September 2014
Kritik zum Film:

Stephen King ist ein Phänomen - und längst kein ausschließlich literarisches mehr: Seit Brian De Palma ("The Unsaid") inszenierte Horrorstreifen "Manchmal kommen sie wieder", der 1991 auf der Basis der gleichnamigen King'schen Kurzgeschichte entstand und zwei Direct-to-Video-Sequels nach sich zog. Denn der ursprünglich für Fernsehen und Videomarkt produzierte Film, dem hierzulande sogar eine Kinoauswertung spendiert worden ist, kränkelt an zu vielen Ecken, um tatsächlich als gelungener Horrorspaß durchzugehen, wartet aber mit einigen soliden Momenten auf, die ihn vor einer Bruchlandung bewahren.

So präsentiert sich "Manchmal kommen sie wieder" zu Beginn weniger als Geistergeschichte von der Stange als vielmehr als psychologisches Drama. Auch wenn das Drehbuch dabei nicht mehr als plakative Psychologie auf Klatschpressenniveau serviert (und um ehrlich zu sein: mehr hätte doch überrascht), so scheint sich der Film damit doch ein wenig von anderen Genre-Kollegen abzuheben, die vorrangig mit Effekthascherei arbeiten. Durch Rückblenden setzt sich Jim Normans Kindheitstrauma stückweise zusammen, und der Protagonist tritt seinen neuen Job unter großer nervlicher Belastung an, unter der er nicht erst seit seiner Rückkehr in seine Heimatstadt leidet. Doch so ganz traute McLoughlin der Ruhe wohl selbst nicht, und so wechselt der Film mehrmals in oberflächlichen Grusel, der mit der psychologischen Komponente nicht grün wird. Zwar sind die Horrormomente an sich recht ordentlich in Szene gesetzt - besonders gefallen die dämonischen Fratzen der wiedergängerischen Schüler, die an die handgemachten Effekte des 80er-Jahre-Genre-Kinos erinnern -, hätten aber in einer "reinen" Geistergeschichte mehr Platz gehabt. Darüber hinaus stolpert der Film mehrmals über Kitsch und Gefühlsduselei, wobei er besonders gegen Ende hin deutlich über die Stränge schlägt. Dem stehen wiederum einige Abänderungen der literarischen Vorlage gegenüber, die durchaus Sinn machen, die Handlung runder wirken lassen und folglich zu den überschaubaren Stärken des Films zählen.

Auch schauspielerisch zeigt sich "Manchmal kommen sie wieder" ausgesprochen wechselhaft. So wirkt das Spiel von Tim Matheson ("Bonanza", "Ich glaub', mich tritt ein Pferd") stellenweise zu übermotiviert, während Brooke Adams (die bereits in David Cronenbergs spannender Adaption des King-Romans "Dead Zone" die weibliche Hauptrolle innehatte) eine recht blasse Vorstellung gibt. So bleiben am ehesten noch die Darsteller der untoten Halbstarken und hier besonders Robert Rusler ("Nightmare II - Die Rache") als ihr Anführer in Erinnerung - teils auch, weil sie dem Overacting nicht gänzlich abschwören konnten.

Unterm Strich präsentiert sich "Manchmal kommen sie wieder" als netter, aber in mehrerlei Hinsicht zu durchwachsener und letztlich doch belangloser B-Horror, der in einigen ausgewählten Momenten, nicht aber im Ganzen überzeugen kann - auch, weil zu viele Fragen offen bleiben. Natürlich ließe sich nun argumentieren, dass es sich bei dem Film um einen alles andere als großzügig budgetierten Fernsehstreifen handelt, bei dem keine Glanzleistungen erwartet werden dürfen. Es ist jedoch bedauerlich, dass aus der Vorlage nicht mehr herausgeholt worden ist - umso mehr, weil einige Änderungen die Handlung betreffend, wie bereits erwähnt, durchaus Sinn ergeben. Hier stellt sich die berechtigte Frage, ob die psychologische Komponente und die kitschig-melancholischen Momente nicht besser zugunsten einer handfesten altmodischen Gruselgeschichte hätten verworfen werden sollen.

Kritik zur Blu-ray Disc:

Die Blu-ray Disc wartet mit einem besonderen Schmankerl auf: Der Film liegt sowohl im originalen Widescreen-Format (2,35:1) als auch in einer geöffneten Vollbildfassung (1,78:1) vor. Somit kann jeder selbst entscheiden, in welchem Format er den Streifen sichten will. Beide Versionen sind bildqualitativ gleichwertig: Angesichts des Umstands, dass "Manchmal kommen sie wieder" ein alles anderer als hoch budgetierter TV-Streifen aus den Neunzigern ist, präsentiert sich das Bild ausgesprochen ordentlich. Die Schärfe überzeugt mehrheitlich, auch wenn es öfters qualitative Ausschläge nach unten gibt. Die Farben wirken teilweise trüb, aber insgesamt recht natürlich. In den Flashback-Szenen nimmt die Bildqualität spürbar ab, allerdings scheint dies stilistisch bedingt und kein Defizit des HD-Transfers an sich zu sein.
Der deutsche sowie der Originalton liegen jeweils in unkomprimiertem Stereo vor. Dieser reißt formatbedingt keine Bäume aus, wartet aber mit einer guten Dialogverständlichkeit und einer soliden Abmischung auf. Unter Berücksichtigung des Alters und der Fernsehherkunft des Films durchaus zufriedenstellend.
Hinsichtlich des Bonus-Contents leidet die blaue Scheibe an akuter Magersucht: der deutsche und der englische Trailer, dazu eine Bildergalerie - das war's auch schon. Immerhin liegt der Blu-ray - wie von Koch Media nicht anders gewohnt - ein Wendecover bei.


Non-Stop [Blu-ray]
Non-Stop [Blu-ray]
DVD ~ Liam Neeson
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannende One-Man-Show von Liam Neeson mit logischen Turbulenzen, 10. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Non-Stop [Blu-ray] (Blu-ray)
Kritik zum Film:

Als Charakterdarsteller hat sich Liam Neeson weltweite Bekanntheit erspielt, seit Jahren ist der gebürtige Nordire mit der markanten Nase vornehmlich im Action-Kino beheimatet, wo er als Ein-Mann-Armee albanische Mädchenhändler jagt ("96 Hours"), pfiffige Pläne für Söldnergruppen schmiedet ("Das A-Team - Der Film"), den zornigen griechischen Göttervater mimt ("Kampf der Titanen") oder es in der eisigen Wildnis Alaskas mit blutdürstigen Wölfen aufnimmt ("The Grey - Unter Wölfen"). Nach dem dezent hitchcockesken Actionthriller "Unknown Identity" haben sich Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra ("House of Wax", "Orphan - Das Waisenkind") in "Non-Stop" erneut zusammengetan - dieses Mal, um den Zuschauer in ein mörderisches Katz-und-Maus-Spiel in 12.000 Metern Höhe zu stoßen.

Die Grundprämisse ist viel versprechend, aber auch eine Herausforderung an Regisseur und Drehbuchautoren, immerhin muss ein klassisches "Whodunit" auf engstem Raum - einem Passagierflugzeug, Toiletten und Cockpit inklusive - über eine Laufzeit von 106 Minuten Spannung aufbauen und auch halten können. Dafür soll ein Twist-Marathon sorgen, der, kaum scheint der Täter enttarnt, Neeson und das Publikum wieder bei Null anfangen und von Neuem gegen die mörderischen zwanzig Minuten anrennen lässt. Einige Wendungen kommen clever daher und sind geschickt platziert, auch gefällt, wie Neeson stets aufs Neue auf begrenztem Raum und mit begrenzten Mitteln improvisiert, um dem Erpresser auf die Schliche zu kommen. Doch Neeson und der Zuschauer rennen letztendlich gegen einen gemeinsamen Feind an: die Zeit, konkret die Laufzeit. Denn nach einer angenehm ruhigen Exposition und einer spannenden ersten Hälfte trudelt "Non-Stop" in die Wiederholungsfalle ab. Dem versucht das Drehbuch zwar mit unterschiedlichen Mitteln entgegenzuwirken, um die Spannungsschraube noch straffer anzuziehen. So gerät etwa Air Marshal Marks selbst unter Verdacht, das Flugzeug zu entführen, während einige Passagiere dem vermeintlich terroristischen Flugsicherheitsbegleiter zunehmend mit Argwohn und Feindseligkeit begegnen. Doch letzten Endes kränkelt der Film mit 106 Minuten Laufzeit an zu hohem Übergewicht, um das hohe Spannungsniveau vom Beginn vollständig halten zu können.

Dem wirken immerhin neben der gekonnten Inszenierung der Handvoll Action-Momente vor allem die beiden Hauptdarsteller entgegen: Action-Spätzünder Liam Neeson liefert einmal mehr eine routiniert kernige Performance als alkoholabhängiger Air Marshal ab, während Julianne Moore ("A Single Man") ihrem Part als undurchsichtiger Fluggast mit ihrem Spiel Substanz verleiht. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und trägt das Ihrige dazu bei, um über das eine oder andere logische Luftloch des Films hinwegzusehen. Im Gegenzug bleibt der übrige Cast blass und schlittert schnell mal in die Austauschbarkeit ab, was gerade bei den beiden Stewardessen Michelle Dockery ("Downton Abbey") und Lupita Nyong’o ("12 Years a Slave") vermeidbar gewesen wäre. Andererseits ist "Non-Stop" auch unübersehbar als One-Man-Show für den nordirischen Hünen im Stile der "Taken"-Filme konzipiert, und weder der Trailer noch der Film selbst machen diesbezüglich falsche Versprechungen.

Unterm Strich liefert Regisseur Collet-Serra mit "Non-Stop" einen kurzweiligen und handwerklich mehr als solide inszenierten Flugzeug-Thriller ab, der mit seiner spannenden Prämisse, einigen gewitzten Twists und seinem gewohnt charismatischen Hauptdarsteller zu unterhalten weiß. Schade nur, dass - mit Blick auf logische Turbulenzen und das doch eher unzufrieden stimmende Ende - nicht mehr daraus geworden ist. So muss sich "Non-Stop" schlussendlich doch Collet-Serras vorangegangener Regiearbeit "Unknown Identity" geschlagen geben.

Kritik zur Blu-ray Disc:

Studiocanal spendiert "Non-Stop" eine ansehnliche HD-Präsentation, die sich nicht zu verstecken braucht: Das AVC-kodierte Bild punktet mit erstklassigen Schärfewerten, einem knackigen Kontrast sowie einer überzeugenden Detailzeichnung. Nur zu Beginn weisen einige Einstellungen deutliches Filmkorn und mangelnde Details, allerdings hat es hier den Anschein, als würden sie bewusst als Stilmittel eingesetzt. Der deutsche wie der englische Ton liegen jeweils in DTS-HD Master Audio 5.1 vor, wobei beide Tonspuren einander nichts schuldig bleiben und zu überzeugen wissen: Dank präzise gesetzter Surround-Elemente wird der Zuschauer regelrecht ins Flugzeuginnere hineingezogen, die Dialogverständlichkeit ist zwar nicht ausnahmslos perfekt, aber jederzeit auf hohem Niveau, und in den Actionmomenten, besonders aber beim Showdown kann der Bass seine aggressiven Muskeln spielen lassen.
Das Bonusmaterial liegt ausnahmslos in HD vor und besteht aus mehreren Featurettes, die sich mit der Entstehung des Films allgemein, der Umsetzung der Actionszenen oder der Filmstory beschäftigen oder Eindrücke vom Set wiedergeben, daneben gibt es Kurz-Promo-Material unter anderem von der Deutschlandpremiere, diverse Interviews (mit Collet-Serra, Produzent Joel Silver, Liam Neeson, Julianne Moore und Michelle Dockery) sowie den deutschen und den US-Kinotrailer. Daneben wartet die blaue Scheibe mit der obligatorischen Trailershow zu Produkten von Studiocanal auf. Der Blu-ray liegen ferner ein Werbeflyer sowie ein Wendecover bei.


Die Pute von Panem - The Starving Games [Blu-ray]
Die Pute von Panem - The Starving Games [Blu-ray]
DVD ~ Maiara Walsh
Preis: EUR 12,93

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fäkalhumoriger Rundumschlag ohne Unterhaltungswert, 26. Juli 2014
Kritik zum Film:

Seit "Scary Movie" im Stil von "Hot Shots!" das "Scream"-Franchise durch den Kakao gezogen hat, werden die Kinobesucher in leidlicher Regelmäßigkeit von unlustigen Filmparodien malträtiert, die in Endlosschleife mit Fäkalwitzen und niveaulosen Gags um sich werfen und das Ganze auch noch ohne jedes Schamgefühl als Humor verkaufen. Als wahre Meister der filmparodistischen Folterzunft haben sich Jason Friedberg und Aaron Seltzer etabliert, die sich mit "Date Movie", "Fantastic Movie", "Meine Frau, die Spartaner und ich", "Disaster Movie" und "Beilight - Bis(s) zum Abendbrot" stets aufs Neue eindrucksvoll selbst unterboten haben. Besonders mit ihrer dümmlichen Verballhornung der overhypten "Twilight"-Filme, die sich mit ihrer furchtbar belanglosen und langweiligen Geschichte und den eindimensionalen Figuren ja geradezu aufdrängen parodiert zu werden, hat das Duo sein Vermögen demonstriert, jede noch so vielversprechende Parodie vorsätzlich gegen die Wand zu fahren. Dass diese beiden Gewohnheitsverbrecher nach wie vor fast nichts dazu gelernt haben, beweisen sie auch in ihrem neuesten Streich "Die Pute von Panem - The Starving Games", in dem sie die erfolgreiche Bestsellerverfilmung "Die Tribute von Panem - The Hunger Games" mit Jennifer Lawrence aufs Korn nehmen.

Friedberg und Seltzer begehen in ihrem jüngsten Machwerk den hinlänglich bekannten Fehler, sämtliche Kräfte auf eine möglichst hohe Dichte an parodierten Kinofilmen, Serien und Trends zu verwenden und dabei in eine episodenhafte Aneinanderreihung von Anspielungen und Gags abzugleiten. Zwar konzentriert sich der Film mit seiner dürren Rahmenhandlung mehr als andere Rohrkrepierer des Duos über weite Strecken auf eine einzige Vorlage (eben "Die Tribute von Panem"), womit wenigstens ansatzweise so etwas wie ein roter Faden vorhanden und auch ein höherer Wiedererkennungswert als etwa in "Date Movie" gegeben ist. Doch letztendlich trauen sich Friedberg und Seltzer nicht, über ihre eigenen Schatten zu springen, und flüchten sich erneut in die irrige Vorstellung, dass Masse allein schon die volle Miete ist! Und so wird abseits der Hungerspiele fröhlich quer durchs filmische Gemüsebeet verballhornt, von "Avatar" über "The Avengers" bis hin zu "The Expendables", während Promis wie Taylor Swift und Psy reihenweise zum Handkuss kommen. Alles, was sich auch nur ansatzweise durch den Kakao ziehen lässt, wird auch verwertet und mit Gewalt in die Zotenparade hineingepresst; ob es passt oder nicht, interessierte die Regisseure offensichtlich nicht im Geringsten. Hätte es aber sollen, denn allzu oft wirken die Anspielungen einfach nur krampfartig bemüht, an den Haaren herbeigezogen und in der Folge unlustig.

Damit nicht genug, kramen Friedberg und Seltzer einmal mehr ihr Patentrezept hervor, mit dem sie bis jetzt noch jeden ihrer Filme ins cineastische Äquivalent eines Leistenbruchs umgemünzt haben: Plump werden infantiler Klamauk, Furzwitze und andere niveaulose Zoten, die vielleicht vor zwanzig Jahren andeutungsweise witzig waren, aneinandergereiht und mit der Holzkeule in die Zuschauer hineingedroschen. Zünden will so gut wie keiner dieser Gags, zumal sie auch über die gesamte Laufzeit hinweg rar gesät sind, sodass sich sehr bald Langeweile einstellt - sofern man vorher nicht schon den Film abgebrochen hat. Daran kann auch die einzige Stärke der Friedberg/Seltzer-Machwerke nichts ändern, nämlich das Casten von Celebs-Lookalikes, die für einige Schmunzler zu sorgen wissen.

Fairerweise sollte erwähnt werden, dass Friedberg und Seltzer mit "Die Pute von Panem" nicht zu neuen ungeahnten Bodensatztiefen vorgedrungen sind, ja sich im direkten Vergleich zu ihren bisherigen filmischen Darmspiegelungen sogar eine Spur gebessert haben. Allein, es wäre Lobhudelei auf niedrigstem Niveau, reicht es doch bei Weitem nicht aus, um von einer auch nur ansatzweise geglückten Filmparodie oder gar einer kurzweiligen Komödie zu sprechen - nicht wenn die Bloopers im Abspann witziger sind als der Film selbst. Wie schon im Falle von "Beilight" bedauerlich, was hier an Potenzial brachliegen gelassen wurde, denn hier und da blitzt sogar eine brauchbare Idee durch, die durchaus das Zwerchfell hätte durchwalken können, besäßen die Regisseure nicht den Feinsinn einer außer Kontrolle geratenen Dampfwalze.

Kritik zur Blu-ray Disc:

Die Blu-ray Disc von Universum Film bietet eine durchgehend solide HD-Präsentation, die zwar mit einem ordentlichen Kontrast aufwartet, aber keine nennenswerten Höhepunkte besitzt. Ähnlich verhält es sich mit dem Ton, der insgesamt gut abgemischt ist und eine klare Dialogverständlichkeit bietet, aber nicht zuletzt auch genrebedingt keinen Anspruch auf den Referenzthron hat.
Das Bonusmaterial hält sich in überschaubaren Grenzen: ein Behind-the-Scenes-Featurette, das in erster Linie gepflegte Selbstbeweihräucherung verbreitet, ein B-Roll, Outtakes sowie Interviews mit zwei Darstellern, ferner der Originaltrailer sowie die obligatorische Trailershow. Ärgerlich: Die Outtakes entsprechen eins zu eins den Bloopers am Ende des Hauptfilms und bieten somit keinen Mehrwert. Der Blu-ray Disc liegt, wie von Universum Film nicht anders zu erwarten, ein Wendecover bei.


The Gothic King - Stephen King und die Tradition der Schauerliteratur
The Gothic King - Stephen King und die Tradition der Schauerliteratur
von Thorsten Wilms
  Taschenbuch
Preis: EUR 44,99

1.0 von 5 Sternen Vielversprechende These, ungenügende Umsetzung, 5. April 2014
Wilms' Hausarbeit wurde nach Verlagsangaben "als eine der erfolgreichsten und thematisch ungewöhnlichsten Arbeiten des Jahres auf der offiziellen Zeugnis-Verleihung der Universität hervorgehoben". Thematisch ungewöhnlich ist sie freilich, mehr, als ihr Titel zunächst vermuten lässt. Die Belege, mit denen Wilms die These von der Wiederkehr des Verdrängten als genuines Merkmal der amerikanischen Schauerliteratur mit Blick auf Stephen King unterlegt, lassen sich mehrheitlich nicht so einfach abtun und motivieren zu einer Neu-Lektüre zumindest ausgewählter King'scher Werke.

Doch thematische Originalität allein macht noch keine gute wissenschaftliche Arbeit aus; eine solche sollte eine nachvollziehbare argumentative Struktur besitzen und methodisch einwandfrei sein - umso mehr, wenn sie publiziert, sprich: an die Öffentlichkeit getragen wird. Und genau hier liegt im Falle von Wilms' Arbeit der Hund begraben: Qualitativ wie auch quantitativ besteht im textanalytischen Teil eine auffallende Imbalance, die sich besonders im Kapitel zu "Shining" bemerkbar macht. Während Wilms einige Thesen mit deutlichen Belegen aus dem Text untermauert, bleiben andere Ausführungen an der Oberfläche, wirken pauschalisierend und dürftig und kommen zuweilen sogar ohne jedwede Bezugnahme auf konkrete Stellen im Primärtext daher. Gerade in seiner "Shining"-Untersuchung wiederholt er sich zudem immerfort, wodurch die Arbeit mehrmals in einen Leerlauf gerät und nur unnötig aufgebläht wird. Hinzu kommen mehrere Ungenauigkeiten und Fehlinformationen, die einfach nicht passieren dürften: So bezeichnet Wilms E. T. A. Hoffmanns Erzählung "Der Sandmann" irrtümlich als Schauerroman (S. 21), und in Bezug auf die Watergate-Affäre heißt es fälschlicherweise, ein "Team des White House" (S. 37) sei in das Watergate-Hotel eingebrochen (tatsächlich sind es Männer im Auftrag von Nixons Committee to Re-elect the President gewesen). Sorgfältiges wissenschaftliches Arbeiten sieht anders aus. Auch kränkelt die Arbeit an einigen ungeschickten Formulierungen, unter denen folgende schlichtweg lächerliche wie sinnfreie Aussage aber eindeutig den Vogel abschießt: "Die [US-amerikanische] Regierung benutzt jedoch typische Gothic-Stilmittel, um die Bevölkerung auf eine Linie mit ihren Entscheidungen einzuschwören; Ronald Reagan betitelt die UDSSR später beispielsweise als 'Empire of Evil'" (S. 62). Hier wird suggeriert, ein US-Präsident hätte in den frühen Achtziger Jahren bewusst auf die literarische Tradition der amerikanischen Gothic Fiction zurückgegriffen, wenn er von einem "Reich des Bösen" sprach!

Darüber hinaus scheint der Autor so seine Schwierigkeiten mit dem wissenschaftlichen Arbeiten zu haben: Zum einen verärgert ein unvollständiges Literaturverzeichnis, zum anderen übernimmt Wilms einige Zitate aus zweiter Hand - und dabei handelt es sich nicht etwa um schwer aufzutreibende Werke, für deren Beschaffung man sein Sparschwein auf dem Altar der hiesigen Fernleihe hätte opfern müssen, sondern um Schriften von C. G. Jung und Julia Kristeva, die in jeder halbwegs gut ausgestatteten Universitätsbibliothek zu finden sein sollten.

Zu den inhaltlichen Abstrichen gesellen sich ferner formale Mängel: Die Hausarbeit ist ein Sammelsurium an Flüchtigkeits- und Beistrichfehlern, die jede Lektüre zu einem zähen Unterfangen machen, das abwesende Lektorat ist angesichts des saftigen Preises ebenso blanker Hohn wie das lieblose Design des Taschenbuchs.

Die These, die Thorsten Wilms in seiner Hausarbeit verfolgt - die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Unterbewusstsein als grundlegendes Charakteristikum der amerikanischen Schauerliteratur und seiner Ausprägung im Werk Stephen Kings -, verspricht viel, und hier und da gelingt es dem Autor sogar, durchaus interessante Belege zu präsentieren. Doch fehlende argumentative Stringenz, methodische Imbalance, vor allem aber die Pauschalisierungen, Fehlinformationen sowie der vermehrte Leerlaufmodus machen aus seiner Arbeit ein entbehrliches Büchlein, das sich dank schleißigem Lektorat und sprachlichen Mängeln nicht einmal sonderlich gut liest. Damit versäumt es Wilms, der seriösen wissenschaftlichen Debatte um den "King of Horror" wertvolle Impulse zu geben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2014 6:35 PM MEST


Phantastik: Ein interdisziplinäres Handbuch
Phantastik: Ein interdisziplinäres Handbuch
von Hans Richard Brittnacher
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 64,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kompetenter Kompass durch eine spannende Materie, 1. März 2014
Die Struktur des Handbuches ist klug durchdacht und klar strukturiert: Nach einleitenden Worten der Herausgeber übernimmt ein historischer Teil die Aufgabe, die Entwicklung des Phantastischen in den Literaturen und Traditionen verschiedener Sprachen von der Antike bis ins junge 21. Jahrhundert darzustellen. Dabei beschränkt sich das vorliegende Nachschlagewerk nicht allein auf die traditionell untersuchten Sprachräume des Englischen, Französischen und Deutschen, sondern rückt auch die iberischen, skandinavischen und slawischen Traditionen in den Blickpunkt. Der darauf folgende systematische Teil – vom Umfang her der Mammutbrocken des Handbuches – liefert einen Überblick über die Vielfalt theoretischer Konzeptionen und medialer Ausprägungen des Phantastischen, wobei neben der "traditionellen" medialen Manifestation (Erwachsenen-)Literatur auch die Bildende Kunst, die Architektur, Musik, Film, Kinder- und Jugendliteratur sowie Ausformungen moderner "phantastischer Alltagskultur" (Rollen- und Videospiele, Internet, Fandom, Design und Mode) Behandlung finden. Es folgt ein enzyklopädischer Teil, der sich in 45 Artikeln phantastischen Genres (Fantasy, Science Fiction, Schauerroman etc.), phantastiktypischen Themen und Motiven (Geister, Vampir, künstlicher Mensch etc.) sowie poetologischen Schlüsselkonzepten des Phantastischen (Horror, Manierismus etc.) annimmt. Abgerundet wird der Band durch eine Auswahlbibliografie sowie ein umfangreiches Personen-, Sach- und Figurenregister.

Das Unterfangen hinter diesem Handbuch, einerseits den aktuellen Forschungsstand zu diesem vielschichtigen Gegenstand abzubilden und gleichzeitig der Komplexität der Phantastik gerecht zu werden, ohne Abstriche in der Tauglichkeit des Bandes als wissenschaftliches Nachschlagewerk hinzunehmen, kann als geglückt angesehen werden. Dafür sorgt das hohe qualitative Niveau der einzelnen Beiträge ebenso wie die kluge Struktur des Werkes. Die Informationen sind allgemein gut aufbereitet und halten die Balance zwischen Informationsreichtum und Übersichtlichkeit. Querverweise vernetzen die einzelnen Beiträge sinnvoll, sodass der Leser über das bloße Nachschlagen eines einzelnen bestimmten Themas hinaus zum Schmökern eingeladen wird. Der erweiterte Blick im historischen Teil holt, wie bereits erwähnt, erfreulicherweise neben der englischen, französischen und deutschen auch weitere europäische Traditionen ins Blickfeld, womit sich der Band freilich selbst einen größeren Kreis potenzieller Nutzer eröffnet und so beispielsweise auch für Skandinavisten attraktiv wird. Auch wird der interessierte Leser bibliografisch gleich doppelt beglückt: Zum einen findet sich am Ende eines jeden Artikels weiterführende Literatur zum jeweiligen Thema, zum anderen schließt der Band mit einer bereits erwähnten Auswahlbibliografie zum Phantastischen ab. Damit erfüllt das Handbuch seinen – angesichts des behandelten Gegenstandes alles andere als niedrig angesetzten – Anspruch, seinem Nutzer fundiertes wie anwendbares Wissen zu offerieren und eine brauchbare Basis für weitere Recherchen zu bilden. Das Handbuch "Phantastik" wird der Vielfältigkeit und Vielschichtigkeit des Phantastischen vollauf gerecht.

Damit einher geht freilich ein bestimmter Aspekt, der nicht unerwähnt bleiben sollte: Das vorliegende Handbuch – und hier ganz besonders Brittnachers Beitrag über die unterschiedlichen Phantastik-Theorien – legt die Vielfalt an methodischen Konzeptionalisierungen des Phantastischen offen; es liefert keine eigene Theorie der Phantastik ab – was es, wie betont werden muss, auch gar nicht will. Ein solches Unterfangen wäre schon allein angesichts des erweiterten Fokus bei den medialen Ausprägungen des Phantastischen zum Scheitern verurteilt gewesen. Der vorliegende Band will keine allein gültige phantastiktheoretische "Weltformel" abliefern, sondern den betreffenden Forschungsgegenstand samt aktuellem Forschungsstand und Problematiken abbilden. Und das ist den Herausgebern und Beiträgern zweifelsfrei gelungen.

Gänzlich ohne Kritik kommt zumindest die Auswahlbibliografie am Ende des Bandes aber nicht aus: So sind zwar viele bekannte theoretische Texte und Standardwerke zum Phantastischen aufgelistet – die Studien von Louis Vax und Roger Caillois, die strukturalistischen Arbeiten von Tzvetan Todorov und Uwe Durst, die im Corian-Verlag herausgegebenen Loseblattsammlungen zur phantastischen Literatur usw. –, allerdings vermisst gerade der Kenner der Materie dann doch den einen oder anderen Titel, der in dieser Bibliografie durchaus seinen Platz verdient hätte – seien es nun Untersuchungen älteren Jahrgangs wie Thomas Wörtches Dissertation "Phantastik und Unschlüssigkeit" oder Marcel Schneiders Untersuchung "Histoire de la littérature fantastique en France", aber auch jüngeren Datums wie etwa Dursts bemerkenswerte Habilitationsschrift "Das begrenzte Wunderbare" (alle drei genannten Titel findet man lediglich in den Bibliografien bestimmter Beiträge). Dies sind aber nur minimale Abstriche, die den positiven Gesamteindruck nicht nennenswert beeinträchtigen können.

Nicht nur die Arbeit der einzelnen Beiträger und der Herausgeber soll Lob finden, auch der Verlag hat gute Arbeit geleistet: Das gebundene Hardcover ist stabil und darüber hinaus auch optisch schmuck, und auch Lektorat und Layout kann man nichts vorwerfen. Der Preis von 64,95 Euro mag vielleicht ein wenig happig erscheinen, ist angesichts der damit verbundenen Leistung aber alles andere als überzogen.

Keine Frage, was der Metzler mit seinem Handbuch zur Phantastik auf den Markt geworfen hat, ist ein kompetenter Kompass durch das wild wuchernde Gestrüpp des phantastikdiskursiven Dschungels, das sein Geld wert ist.


Mai in geheimer Mission Teil 1 - Mais Entscheidung
Mai in geheimer Mission Teil 1 - Mais Entscheidung
DVD ~ Takeshi Masui
Wird angeboten von Handel mit DVDs
Preis: EUR 9,99

1.0 von 5 Sternen Zensierte Fassung einer enttäuschenden Erotik-OVA, 1. Januar 2014
Kritik zum Film:

Fällt das Wort "Hentai", denkt der versierte Liebhaber schlüpfriger Anime-Kost nicht selten an brünstige Highschool-Girls und wohlgeformte Küchenfeen, an Schwert und Schwengel schwingende Fantasy-Heroes und freizügige Sailor-Moon-Look-alikes. Die dreiteilige Hentai-OVA "Mai in geheimer Mission" bemüht jedoch nichts von alledem und überrascht mit inhaltlicher Frische: Die Prämisse um kommerziellen Samenraub und speziell dafür geschulte Agentinnen ist gleichermaßen originell und viel versprechend – Letzteres freilich im Hinblick auf die für das Genre zentralen Inhalte, deretwegen Hentais überhaupt gesichtet werden.

Zumindest die erste Episode von "Mai in geheimer Mission" ist in dieser Hinsicht aber alles andere als geglückt: Zum einen nimmt der dramatische Part (Youjis Tod, Mais Kinderwunsch usw.) zuviel Raum ein, die inhaltliche Ebene droht die Liebesspielszenen mehrmals zu verdrängen. Gleichzeitig – und das ist der eigentliche Todesstoß für die OVA oder zumindest für deren deutsche DVD-Veröffentlichung – wird der Genuss der genrerelevanten Szenen durch Zensurmaßnahmen erheblich gestört: Explizite Darstellungen primärer Geschlechtsmerkmale sind rar gesät, und wo ein erigiertes Wunderhorn aufblitzt, gelangt der Mosaikfilter zum Einsatz. Hinzu kommt ein mieses Editing, das zuweilen irritiert, wenn sich etwa eine Kamerabewegung wiederholt und man einen Ferialpraktikanten hinter dem Schnitt vermutet.

Die Prämisse verspricht viel, doch kann zumindest die erste Episode von "Mai in geheimer Mission" das unausgesprochene Versprechen nicht halten – erst recht nicht in der vorliegenden zensierten Version, die dank Mosaikfilter jedwede erregende Wirkung einbüßt. Da fällt die schwache deutsche Synchronisation kaum noch ins Gewicht ...

Kritik zur DVD:

Das Bild, das im Format 4:3 vorliegt, wirkt aufgrund schwächelnder Schärfe über die gesamte Laufzeit hinweg weich und kränkelt an zahlreichen Kompressionsartefakten. Sämtliche Tonspuren (Deutsch, Englisch, Japanisch) liegen in Dolby Digital 2.0 vor und lassen folglich jede Räumlichkeit vermissen, warten aber (und das gilt vor allem für die deutsche und die englische Tonspur) im Gegenzug mit einer soliden Dialogverständlichkeit auf. Bonusmaterial sucht man vergebens, lediglich ein Wendecover liegt der DVD bei.
Darf man den Informationen auf dem Backcover Glauben schenken, enthält die vorliegende DVD die japanische Originalfassung. Allerdings stellt sich hier die Frage, ob die erwähnten Zensurmaßnahmen bereits in der japanischen Fassung vorhanden oder dem deutschen Publisher zu verdanken sind ...


E-Mail für Eve - Vol. 1
E-Mail für Eve - Vol. 1
DVD ~ Shinichi Masaki
Wird angeboten von Handel mit DVDs
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zuviel Figurenzeichnung und Handlung, Hentai-Elemente nicht sehr explizit, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: E-Mail für Eve - Vol. 1 (DVD)
Kritik zum Film:

Egal, ob nun Fantasy-Helden mehr als nur ihre Schwerter schwingen, freizügige Sailor-Moon-Look-alikes gegen die versauten Mächte des Bösen ankämpfen oder ein Volleyball-Trainer seine gut geformten Schützlinge zur intimen Mannschaftsbesprechung einlädt – eines zeichnet das Gros der Hentais aus: Die Handlung ist zweit-, wenn nicht gar drittrangig und in der Regel ungefähr so anspruchsvoll wie ein Michael-Bay-Streifen. Schließlich lenkt eine Story, die dicker als ein Blatt Papier ist, ja doch nur vom Wesentlichen ab, womit die Sichtung eines solchen Filmes ungefähr so viel Sinn hätte wie die Eröffnung eines Kühlschrankgeschäfts am Nordpol.

Gerade in dieser Hinsicht überrascht "E-Mail für Eve" (oder zumindest die erste Episode der zweiteiligen OVA): Entgegen allen Erwartungen, mit welchen der Hentai-Freund an solche filmische Kost herangeht, zimmert die OVA nicht bloß ein Size-Zero-Handlungsgerüst zusammen, an dem sich der Protagonist fröhlich von einem Liebesspiel zum nächsten hangelt, sondern serviert eine Exposition, die einen glauben machen lässt, man habe sich im Anime-Laden seines Vertrauens beim Regal geirrt und anstelle herzhafter Hentai-Kost ein Romantic Drama erwischt. Statt mit notgeilen Jungs und brünstigen Highschool-Girls wird der Zuschauer mit schüchternen Außenseiterinnen und schweigsamen Schülern mit Kindheitstraumen konfrontiert. Außerdem werden (zumindest am Rande) häusliche Gewalt, die Anonymität im Chatroom als Kompensationsbereich für introvertierte Menschen sowie ungeschützter Sex thematisiert – wer anspruchsloses Etchi-Fastfood sucht, den stößt "E-Mail für Eve" schnell vor den Kopf.

Gerade darin liegt das Problem dieser OVA, an deren Charakterdesigns unter anderem Takuji Yoshimoto ("Gilgamesh", "Ghost in the Shell: S.A.C. Solid State Society") mitgewirkt hat: "E-Mail für Eve" erfüllt die Erwartungshaltung des potenziellen Publikums nicht. Die Exposition, die Chatdialoge, banale Gespräche und die Flashbacks in Keis Kindheit nehmen einen gewichtigen Anteil der mit 27 Minuten ohnehin knapp bemessenen Laufzeit ein, so dass für genrerelevante Inhalte nur wenig Zeit bleibt. Bilanz der ersten der beiden OVA-Episoden sind ein kurzer Liebesakt, der durch mehrere Stellungswechsel ein wenig gehetzt wirkt, sowie ein Beinahe-Beischlaf, bei dem eine unbedeckte Oberweite das Stimulierendste ist. Auch ist die Darstellung des Koitus nicht gerade als explizit zu bezeichnen – ganze zwei Mal blitzt Keis erigiertes Gemächt für Sekunden auf, ansonsten muss der Zuschauer mit unverhüllten Brüsten, behutsam zensiertem Beischlaf und dem Gestöhne der Intimverkehrenden vorliebnehmen.

Stichwort Gestöhne: Das größte Defizit ist nicht der OVA selbst, sondern der deutschen Synchronfassung anzukreiden. Wie so oft bei Hentais präsentiert sich diese als Totalausfall vor dem Herrn, für den dem Zuschauer im Grunde Schmerzensgeld zusteht. Besonders die Kommentare während der Liebesspiele klingen dermaßen monoton und unengagiert, dass man die Tonwiedergabe gleich abstellen und im Hintergrund TomTom-Anweisungen in Dauerschleife abspielen kann. Da auf die deutsche DVD-Veröffentlichung die japanische Synchro leider nicht draufgepackt worden ist, gelangt man schnell in Versuchung, diese Idee in die Praxis umzusetzen ...

Zumindest in der ersten Folge zäumt "E-Mail für Eve" das Hentai-Pferd von der völlig falschen Seite auf: Statt sich auf genrerelevante Inhalte zu konzentrieren, versucht der Anime, sich selbst und seinen Figuren mehr Tiefe zu verleihen – womit er dem Publikum stimulierende Szenen überwiegend vorenthält und der Hentai-Fan als potentieller Zuschauer vergrault wird. Tatsächlich hätten Handlung und Figurenzeichnungen durchaus zu funktionieren gewusst, wenn sie nicht gerade in einem Hentai eingefügt worden wären. Herausgekommen ist ein Highschool-Liebesdrama mit Fleischbeschau – und diese hält sich ebenso in Grenzen wie die Liebesspiele.

Kritik zur DVD:

Wie die meisten DVDs, die im Erotik-Label "Pink Lemon" von Anime House erscheinen, kann auch der Silberling zur ersten Episode von "E-Mail für Eve" auf technischer Ebene nicht überzeugen: Aufgrund durchgehender Unschärfe wirkt das Bild ziemlich weich, und auch die Farbwiedergabe ist nicht optimal. Außerdem ruckelt das Bild sichtbar bei schnelleren Bewegungen und weist stellenweise horizontale Schlieren auf, die das Bild eher an eine (bessere) VHS-Aufnahme erinnern lassen. Der deutsche Ton liegt in Linear PCM 2.0 vor und bietet eine ordentliche Dialogwiedergabe, hätte aber mehr Dynamik vertragen können. Eine japanische Tonspur sucht man bedauerlicherweise ebenso vergeblich wie deutsche Untertitel oder Bonusmaterial – lediglich ein Wendecover liegt der DVD bei.


Angels in the Court - Teil 2: Schmetterling - Uncut
Angels in the Court - Teil 2: Schmetterling - Uncut
DVD ~ Satoru Sumisaki
Wird angeboten von Handel mit DVDs
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Kurzwillig, schlüpfrig, nicht allzu explizit, 30. November 2013
Kritik zum Film:

Wenn Motoura und seine Volleyball-Engel sich abseits des Spielfeldes einem zusätzlichem Workout hingeben, dann bleibt kein Höschen an seinem Platz. Ob intime Gespräche zu zweit oder lustvolle Mannschaftsbesprechungen – der Trainer steht immer und überall seinen Mann und sorgt dafür, dass keiner seiner Schützlinge zu kurz kommt. Dabei behält der zweite Teil der Original Video Animation (OVA) das Hentai-Niveau des Vorgängers bei: kurzweilig im Mix aus Liebesspielen und Humor, mehr als bloße lustlose Fleischbeschau à la "Wiedersehen bei Pia Carrot", aber im Hinblick auf die Darstellung der Geschlechtsteile nicht allzu explizit. Wer es auch gerne etwas härter hat und auf knallig in Szene gesetzte Wunderhörner besteht, der wird mit "Angels in the Court" hingegen nur leidlich warm werden.

Einmal mehr eine Enttäuschung und ein Schlag ins Gesicht eines jeden zahlenden Anime-Fans ist die deutsche Synchro, die nicht nur aus Witzen Zoten macht, sondern auch emotionale und lustvolle Kommentare beim Liebesakt durch plumpe und ohne jede Leidenschaft heruntergebetete Phrasen ersetzt, die jede anregende Atmosphäre unnachgiebig ersticken. Wer diese OVA genießen möchte, dem bleibt folglich nur der Griff zur japanischen Sprachfassung.

Ein Schmetterball ist zwar auch das Finale von "Angels in the Court" nicht geworden, aber dennoch wird kurzweilige Hentai-Sportcomedy-Kost geboten, die den geneigten Erotikanime-Freund gewiss anzusprechen dürfte – sofern die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden und allzu explizite Darstellungen nicht als das alleinige Bewertungskriterium herangezogen werden.

Kritik zur DVD:

Wie im Falle des Vorgängers kann auch die DVD zum schlüpfrigen Finale auf technischer Ebene keinen Blumentopf gewinnen: Das Bild, das im Format 4:3 vorliegt, wirkt aufgrund schwacher Schärfewerte und matter Farben weich; hinzu kommt unangenehm auffallendes Flimmern an den vertikalen Bildrändern sowie horizontale Schlieren, die das Bild eher an eine VHS-Aufnahme erinnern lassen. Der deutsche Stereo-Ton präsentiert sich recht schwachbrüstig, zumindest sind die Dialoge recht gut verständlich. Bonusmaterial sucht man vergeblich, lediglich ein Wendecover liegt dem Silberling bei.
Darf man den Informationen auf dem Backcover Glauben schenken, enthält die vorliegende DVD die ungekürzte japanische Originalfassung. Neben dieser DVD-Edition, für die "Kein Verkauf an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren" vorgesehen ist, gibt es auch noch eine von der FSK ab 18 Jahren freigegebene Fassung, die aller Wahrscheinlichkeit nach gekürzt ist.


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