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Rezensionen verfasst von
Martin Oehri (Hannover)
(HALL OF FAME REZENSENT)   

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Twentyfourseven
Twentyfourseven
Preis: EUR 10,83

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typischer Reggaepop der leicht verdaulichen Sorte, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Twentyfourseven (Audio CD)
Ihr 24stes Album kann man getrost als Abschiedsalbum werten, denn mit Ali Campell geht die Stimme UB40s seit dem Frühjahr eigene Wege. Doch raffen sich die Briten nochmals zu einem typischen Album mit eingängigen Melodien, entspannt rollenden Bässen, politischen Themen und der markanten Stimme Campells auf.

Die Verwendung von Fremdmaterial ist auch nichts neues und so covern sie hier relativ harmlos Bob Marleys "I Shot The Sheriff", Beatles` "I`ll Be Back" sowie Desmond Dekkers "Israelites", das in "Dance Until The Morning Light" mit Hilfe von Maxi Priest und dem Rapper Truth elegant Verwendung findet. Ansonsten typischer Reggaepop der leicht verdaulichen Sorte.

Fast alles beim Alten also? Nicht ganz, denn zum einen ist der Keyboard/Electro/Dub-Anteil größer geworden und auch die Grooves sind etwas fetter angelegt. So steht einem radikalen Neuanfang mit Album Nr.25 und neuem Sänger nichts mehr im Wege.


Seastories
Seastories
Preis: EUR 21,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut gemachter Mainstream kann manchmal so schön sein., 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Seastories (Audio CD)
Schon ihr erstes Album qualifizierte sie neben der Schauspielerei als ernstzunehmende Musikerin, denn ihre Songs zwischen Pop und Country konnten auch den voreingenommenen Hörer überzeugen.

Mit ihrem zweiten Album wird sie auf weniger Vorab-Skepsis stoßen, denn auch dieses ist einfach gelungen. Obwohl sie als Engländerin der Countrymusik traditionell nicht so nahe steht, wirkt sie mit ihrer Begleitband ehrlich und authentisch. Als Promi hat man natürlich auch eher die Gelegenheit, Musiker wie Ryan Admas Band "The Cardinals" (bei vier der 12 Stücke als Background) oder Wallflowers/Foo Fighters Keyboarderin Rami Jaffee um sich zu scharen.

Mit folkigem Countrypop erfindet sie das Rad zwar nicht neu, doch einige gute Momente wirken auf diesem Album nach. Der eindringliche Midtemposong "Beloved", das bluesige "Cold Dark River" sowie "Sorry Baby", bei dem sie sich eindringlich mit Liz Phair duettiert. Und auch "King Without A Queen" als rockiger Countrysong kann gefallen. Gut gemachter Mainstream kann manchmal so schön sein.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 19, 2015 9:35 AM CET


Conor Oberst
Conor Oberst
Preis: EUR 21,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein gutes Album mit provokanten Seitenhieben, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Conor Oberst (Audio CD)
Schon seit vielen Jahren von der einschlägigen Musikpresse als Wunderkind gefeiert kann Conor Oberst nach vielen Jahren wieder ein Solo-Album veröffentlichen - abseits seiner Band Bright Eyes, eingespielt mit The Mystic Valley Band. Und das ist aus verschiedenen Gründen gut so.

Denn so finden sich hier nicht nur sehr persönliche Songs mit Texten, die zwischen tragisch und zynisch einzuordnen sind. Sondern es wird auch die passende Musik dazu gespielt - persönlich, bitter, aber immer mit mehr als einem Schlenker in Richtung Silberstreif am Horizont und zwischendurch mit Anflügen von Humor.

Von der folkigen Ballade "Lenders In The Temple" über das rockige "Souled Out", das er in lustiger Zwiesprache mit einer Mexikanerin im Hintergrund vorträgt, reicht die Bandbreite dieses Albums. Musikalisch kann man das alles zwischen Americana, Country und Bluegrass einsortieren. Doch neben exquisiten Songs überrascht Conor Oberst seine Hörer auch immer wieder. Neben der kurzen E-Gitarrenpolka "NYC - Gone, Gone" verstört auch das Intermezzo von " Valle Místico (Ruben's Song)", das nur aus fünfzig Sekunden Horngebläse besteht.

Mit diesen Nummern hat er gezeigt, dass er es seinen Hörern nicht allzu leicht machen will. "Conor Oberst" ist ein gutes Album mit provokanten Seitenhieben - und deshalb noch besser als erwartet.


Sexy As Hell
Sexy As Hell
Preis: EUR 7,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein gesichtloses Produzentenalbum, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Sexy As Hell (Audio CD)
Auch wenn Sarah Connor immer noch crazy in love ist, blieb Zeit für ein neues Album. Und dafür wurde eine Vielzahl an renommierten Produzenten verpflichtet, die (wie meist) leider auch hier den Brei verderben.

Denn entweder ist Sarah Connor oft dazu verurteilt, selbst im internationalen Vergleich schlechte Texte zu singen oder aber ihre erstklassige Stimme leidet durch die schlechte Produktion. So kann nur die Ballade für ihre Tochter ("I`ll Kiss It Away"), bei der genügend Raum für ihr Gesangstalent bleibt, gefallen. Darüber hinaus werden zwar fette Beats bei "Sexy As Hell" oder "Under My Skin" gefallen, doch ist das alles leider nur langweiliger Durchschnitt, bei dem man am Ende nicht weiß, wer da eigentlich gerade singt. Und ein paar im Augenblick so schicke 80er-Reminiszenzen mit u.a. "See You Later" dürfen auch hier nicht fehlen.

Aus der ambitionierten Idee, aus Sarah Connor einen internationalen Act zu machen, ist nach hinten losgegangen. Denn ihre Stärke - ihre Stimme - wird auf diesem Album nicht genutzt. Leider ist "Sexy As Hell" ein gesichtloses Produzentenalbum geworden.


Thought So...
Thought So...
Wird angeboten von Media Hessen
Preis: EUR 15,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man kann es Stagnation auf hohem Niveau nennen, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Thought So... (Audio CD)
Er machte schon Downbeat, als noch nach einem passenden Begriff für dieses Genre gesucht wurde. George Evelyn aka DJ E.a.s.e debutierte vor 17 Jahren ("A Word Of Science") und dies ist erst sein sechstes Album.

Eingespielt mit seiner Hausband wandelt er wie gehabt zwischen HipHop, Dub, Reggae, Electro und Funk/Soul auf einem chilligen Fundament. Unterstützt wird er von mehreren GastsängerInnen und irgendwie ist alles wie gehabt. Aber es fehlt trotzdem was.

Das Album erfüllt zwar alle Erwartungen, doch von Nightmares On Wax wird eben immer ein wenig mehr erwartet. Nicht nur kompetente Produktion ohne wahre Highlights oder innovative Sounds. Es hätte auch irgendwann im Laufe der letzten zehn Jahre erscheinen können und das macht es so beliebig bzw. es fehlt ein überzeugender Grund für das jetzige Erscheinen. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz wie u.a. Booka Shade wurde an Boden verloren. Man kann es Stagnation auf hohem Niveau nennen - doch für mich ist das zu wenig.


All Rebel Rockers
All Rebel Rockers
Wird angeboten von dischiniccoli
Preis: EUR 17,00

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein stilistisch vielfältiges und für seine Verhältnisse eingängiges Album, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: All Rebel Rockers (Audio CD)
Michael Franti war mit seinen Spearheads schon immer ein Wanderer zwischen verschiedensten Stilen und ein Wegbereiter für Acts wie u.a Manu Chao.

Sein sechstes Album wurde auf Jamaika aufgenommen, von Sly & Robbie produziert und ist (natürlich) infinziert von Reggae-Grooves. Nach einem beschaulichen Auftakt ist schon der zweite Song im Duett mit der jamaikanischen Dancehallqueen Cherine ein Ausbund an fetten Bässen und Bläsern, das es einen nur so auf den Dancefloor treibt.

Nachdem man einen Track übersprungen hat, kann man bei "Hey World (Remote Control Version)" dort verweilen, denn der fordernde Gesang und der fette Beat ist absolut clubtauglich. Doch es finden sich mit "All I Want Is You" u.a. ein Reggae/Dub/Lovesong oder mit "Have A Little Faith" ein wunderschöner folkiger Titel. Erwähnenswert ist auch das Duett mit Zap Mama ("High Low"), das mit seinem optimistisch-luftigen Groove punkten kann.

Ein stilistisch vielfältiges und für seine Verhältnisse eingängiges Album, das man auf jeden Fall mal testen sollte.


Fleet Foxes
Fleet Foxes

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufempfehlung, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Fleet Foxes (Audio CD)
Die Band aus Seattle veröffentlicht auf dem Label Subpop - doch solche Reminiszenzen haben Fleet Foxes gar nicht nötig. Denn ihre EP "Sun Giant" war schon seit dem Februar ein gar nicht mehr so geheimer Tip.

Und die elf neuen Songs gehören zu den besten Debuts des Jahres. Mit einem verhaltenen Chor beginnt das Album, es setzt Frontmann Robin Peckold's einzigartige Stimme ein, um danach von akustischen und elektrischen Gitarre unterstützt zu werden. Das endet in harmonischem Gesang alà Simon & Garfunkel, Byrds oder Crosby, Stills, Nash & Young und das ist auch die Blaupause für dieses Album.

Ohne einen Augenblick der Langeweile werden wir aural durch das Amerika mit seinen weiten Prärien, untergehenden Sonnen, mächtigen Rockies und langen Stränden geleitet. Ob man sich bei dieser Musik auf eine Mischung aus Country, Folk, Psychedelic (!), Rock oder Bluegrass einigen kann ist nebensächlich. Denn es gelten einzig die umwerfenden Harmoniegesänge, die Leichtigkeit der Melodien und die an alte Sounds angelehnte Produktion.

Ohne einen Schwachpunkt ist "Fleet Foxes" eine unwerfende Liebeserklärung an vergangene Zeiten. Klingt zwar nach Lost Tapes von o.g. Künstlern und ist so was von Retro, ist aber von fünf jungen Männer eingespielt worden. Kaufempfehlung.


Forth
Forth
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 8,88

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein im wahrsten Sinn des Wortes ambivalentes Album, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Forth (Audio CD)
Sie waren mal mindesten so groß wie Oasis oder Blur (damals 1997 mit "Urban Hymns") - doch nach der Trennung der Band respektive der von Gitarrist Nick Mc Cabe und Egozentriker Richard Ashcroft 1999 blieb nicht mehr viel vom Ruhm.

Ashcroft machte ein paar gute und noch mehr mäßige selbstverliebte Songs, doch nach elf Jahren sind sie wieder vereint. Die Gründe können uns egal sein, solange das Ergebnis einigermaßen gute Musik zutage bringt. Und das ist leider das Problem dieses Albums.

Haben sich Ashcroft und McCabe früher genial ergänzt, so spielen sie auf "Forth" oft leider nur nebeneinander daher. Denn zu selten ergänzen sich die beiden wie in den fesselnden Songs wie "Columbo" oder "Noise Epic" oder dem tanzbaren (Rave?) "Love Is Noise". Denn entweder sind die Songs zu langatmig (Ashcroft?) oder einfach zu lang wie bei einer Jam Session, bei der keiner den Mut hat, endlich auf den Punkt zu kommen.

Ein im wahrsten Sinn des Wortes ambivalentes Album, das seine großen Momente besitzt - aber leider zu wenige.


Scars on Broadway
Scars on Broadway
Preis: EUR 5,49

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Um einiges spannender als zuletzt, 14. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Scars on Broadway (Audio CD)
Die gute Nachricht zuerst. Daron Malakian und John Dolmayan führen das Erbe von System Of A Down aus der Zeit "Hypnotise"/"Mesmerize" fort. Das bedeutet für das Album: SOD minus Sergej Tankian und dessen politisch angehauchte Lyrik.

Die Musik ist Breitwand/Heavyrock der besten Sorte. Wobei sie immer eine Variante auf Lager haben. Sei es die funky Gitarre bei "Enemy", Alice In Chains - Anklänge in "Cute Machines", dort eine Nine Inch Nails-artige Breitseite bei "Chemicals" oder gar eine Folkgitarre sowie ein wenig Psychobilly. Das alles würde bei jeder anderen Band beliebig klingen, doch Malakian verwandelt diese Einflüsse in eigenständige, spannende Musik.

Und ist damit einiges spannender als zuletzt SOD und wird jedem Anhänger der "alten" Band auf jeden Fall gefallen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 20, 2011 1:56 AM MEST


So Dark the Con of Man (incl. Single Hit Beggin)
So Dark the Con of Man (incl. Single Hit Beggin)
Preis: EUR 7,49

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Pop reinster Sorte ohne jeden Anspruch - aber kurzweilig, 14. Oktober 2008
Mit einem kryptischen Albumtitel (vgl. Da Vinci Code) wollen uns die norwegischen HipHopper Tshawe Baqwa and Yosef Wolde-Mariam hinters Licht führen. Denn mehr als ein Gute-Laune-Album verbirgt sich hinter diesem Titel nicht - erst recht nichts geheimnisvolles oder neu zu entdeckendes.

Bekannt durch das schwungvolle Four Seasons Cover "Beggin" ist das Album voller sommerlicher Grooves, die von Reggae alà Fugees mit "Let It Be Known" und effektvollem Gerappe zwischen Eminem- Anspielungen und Buena Vista Social Club-Samples ("Let`s Dance Instead") reichen. Ansonsten klingen sie wie eine Popvariante der Black Eyed Peas, ohne aber den Tracks auch nur sowas wie Individualität verleihen zu können.

Pop reinster Sorte ohne jeden Anspruch - aber kurzweilig. Man hörte sie nur (maximal) einen Sommer lang.


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