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Rezensionen verfasst von
JKH

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Last Night
Last Night
Preis: EUR 14,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Glanzlichter fehlen, 29. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Last Night (Audio CD)
"Disco Lies", die erste Single aus Mobys aktuellem Album "Last Night", weckte mit seinem erfrischenden und lebensbejahenden Sound noch Vorfreude, gleiches gilt für den ersten Song von "Last Night", "Ooh Yeah", der ähnlich optimistisch und eingängig daherkommt. Das waren allerdings, zumindest aus meiner bescheidenen Sicht, schon die größten Highlights. Der Rest des 14 Songs starken Albums ist handwerklich solide umgesetzt und als Hintergrunduntermalung nicht störend - von der Machart kann man Moby nicht viel vorwerfen. Aber die einzelnen Titel heben sich weder voneinander besonders deutlich ab, noch haben sie irgendetwas Fesselndes an sich, das sich in den Gehörgang bohrt oder zum mehrmaligen Hören animieren würde. Man kann alles gut hören, aber jegliches Hit-Potential fehlt. Es wäre zu einfach, es Moby zum Vorwurf zu machen, den 80er-Discosound wieder aufgegriffen zu haben - "Disco Lies" zeigt ja, wie es funktionieren und auch 2008 noch unverbraucht klingen kann. Genauso dumm wäre es, "Last Night" neben "Play", "18" und "Hotel" zu legen, denn der melancholische Stil eines "Porcelain" ist ja genau das, was Moby sich mit dieser Platte nicht zum Ziel gesetzt hat. Trotzdem bleibt "Last Night" einfach gnadenlos enttäuschend, wenn man weiß, was dieser Künstler für traumhafte Melodien entwerfen kann und wie sicher er sein Handwerk beherrscht. Und es ist noch enttäuschender, wenn die erste Single "Disco Lies" exakt vormacht, dass das von Moby angedachte Prinzip sogar wunderbar klappt - warum es auf Albumlänge scheitert und der große Rest des Albums uninspiriert und unauffällig daherkommt, ist ein Rätsel. Moby wird mit "Last Night" viele seiner Anhänger enttäuschen. Wäre er ein neu auf den Plan tretender Noname-Newcomer, hätte "Last Night" in seiner Belanglosigkeit vermutlich das bekommen, was dem Album am ehesten gerecht wird: Keine Aufmerksamkeit.


Adinalin
Adinalin
Wird angeboten von colibris-usa
Preis: EUR 512,79

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hässliches Cover, starkes Album, 29. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Adinalin (Audio CD)
Eines vorneweg: Das Titelbild von "Adinalin" dürfte in der Rangliste der hässlichsten Plattencover einen Platz ganz weit oben einnehmen. Wenn es absichtlich augenzwinkernd-trashig gestaltet werden sollte: Hut ab für diese gelungene Parodie. In allen anderen Fällen gilt, dass das hässliche Lila als dominierende Farbe und der ekelhaft billig und nach 80er-Jahren riechende "Adinalin"-Schriftzug nur ehrenamtlich innerhalb von zwei Minuten mit dreieinhalb Mausklicks hingerotzt worden sein kann.

Nun aber zur Musik: Adi, die meiner Meinung nach bessere Hälfte des Düsseldorfer Rap-Duos Millionadi mit Hang zu messerscharfen Battle-Texten und lebende Verkörperung ihrer selbst erdachten "Edelasi"-Attitüde, veröffentlicht mit "Adinalin" sein erstes Solo-Release, das vor allem mit seiner ausgefeilten Reimtechnik und harten Textinhalten besticht. Das durfte man allerdings auch erwarten - denn diejenigen, die seine Entwicklung schon länger verfolgen, wissen nicht erst seit den beachtenswerten Werken "Edelasis" und der "Feuer über Deutschland"-Battleserie, dass Adi genau für diesen Bereich zuständig ist. So dominieren auch auf "Adinalin" Battle- und Representertracks, auf denen kein Blatt vor den Mund genommen und dem Hörer durch humorvolle bis kranke Vergleiche der "Edelasi"-Lifestyle näher gebracht wird. Anders ausgedrückt: Adi vereint die Themen von K.I.Z. mit dem Wortwitz eines Dendemanns - das Ergebnis ist intelligenter Hardcore-Hip Hop.

Adi macht grundsätzlich nicht viel anders als bei seinen gemeinschaftlichen Produktionen mit Million, der auf "Adinalin" auch stolze fünf Mal gefeatured wird. Positiv ausgedrückt: Adi ist sich selbst treu geblieben. Negativ ausgedrückt: Er hat sich nicht weiterentwickelt. Der Flow könnte abwechslungsreicher sein, die Beats sind alles andere als schlecht, aber keine atmosphärisch dichte und einzigartige Premium-Ware. Trotzdem drücken einen manche der originellen und reimtechnisch grandiosen Lines beinahe in den Sessel vor Kreativität, Klasse und Wortwitz. Das Prinzip des Edelasi-Lifestyles und der nach wie vor hohe Battle-Anteil zeigen aber erste Ermüdungserscheinungen. "Bis Meine Faust Bricht", der wahrscheinlich intensivste, ehrlichste und persönlichste Song des Albums, zeigt das schier unendliche Potential Adis, das aber auf "Adinalin" in weiten Teilen ungenutzt brach liegt. Während andere Rapper bei "deepen" Texten reimemäßig zwei Gänge zurückschalten, legt Adi noch eine Schippe drauf und verleiht dem Song erst dadurch sein Gänsehaut-Feeling - von Tracks wie "Bis Meine Faust Bricht" hätte es ruhig mehr sein dürfen. Denn dass der Düsseldorfer mehr kann als monströs battlen, zum Beispiel heimliche Stadthymnen schreiben ("Düsseldope") und Verschwörungstheorien aufzeigen ("Schwarze Helikopter") hat er bereits in der Vergangenheit angedeutet. Zu gerne würde ich von Adi mal ein richtiges Solo-Album zu hören bekommen, mit Majorlabel-Unterstützung und einem starken Beat-Produzenten, der den fantastischen Rhymes von Adi einen stimmigen Klang-Teppich mit auf den Weg gibt.

"Adinalin" bleibt ein solides Street-Album mit außergewöhnlicher Reim-Technik, dem aber inhaltlich und musikalisch ein gutes Stück Unverwechselbarkeit und Atmosphäre fehlt.


Fahrenheit [Software Pyramide]
Fahrenheit [Software Pyramide]
Wird angeboten von media-games-berlin-tegel
Preis: EUR 19,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fahrenheit oder der Weg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, 21. März 2008
Man macht es sich sicherlich zu einfach, "Fahrenheit" einfach nur mit den gängigen, altbekannten Point&Click Adventures zu vergleichen und zu beurteilen, ob es besser oder schlechter ist als jene klassichen Vertreter des Genres. Aber in Zeiten, wo die Spielindustrie an ihrer eigenen Ideenarmut zu ersticken droht, da sie im Zweifel die risikoarme, jährliche Aufbereitung eines erfolgreichen Titels der Entwicklung neuartiger Spielprinzipien vorzieht, kommt man nicht umhin, den Schritt der "Fahrenheit"-Entwickler zur Innovationsfreude angemessen zu honorieren - gerade vor dem Hintergrund, dass viele Spieler lautstark ihre Forderungen nach mehr Kreativität und Neuartigkeit akzentuieren, aber ihr Geld dann meist doch lieber für den bewährten Blockbuster ausgeben, statt selbst ein wenig mehr Risiko einzugehen und ein Spiel mit neuartigem Konzept zu kaufen (wenn es denn mal erscheint). Und wenn man sich doch durchringt, ein solches Projekt zu unterstützen, ist man meist enttäuscht, dass das Game so unkonventionell ist und aus dem bequemen Raster der bekannten Titel ausschert - eine Haltung, die das Entwickeln solcher Titel zu einer äußerst undankbaren Aufgabe werden lässt.

"Fahrenheit" gibt dem Spieler zumindest die Illusion ausgeprägter Handlungsfreiheit, was ein Novum in der Welt der Adventure-Spiele ist, da es den Benutzer, statt ihn der starren Abfolge unbelebter Schaupläzte auszusetzen, zur Entscheidungsfreiheit und Mündigkeit erzieht - mit "Fahrenheit" wird also qausi das Zeitalter der Adventure-Aufklärung eingeläutet. Auch die Konsequenzen dieser Entscheidungen werden dem Spieler in ihrer ganzen Tragweite vor Augen geführt; ferner finden viele Passagen unter Zeitdruck statt, ein Element, das aus dem reellen Leben gegriffen ist und bislang in dieser Spielgattung sträflich vernachlässigt wurde. Abgerundet wird das Game durch die vorbildliche, filmhafte Inszenierung, die - inklusive professioneller Kameraschwenke und emotionalem Soundtrack - eine dürstere, intensive Atmosphäre erzeugt. Wie viele innovative Unterfangen leidet auch "Fahrenheit" unter einigen Kinderkrankheiten wie dem suboptimal ausbalancierten Schwierigkeitsgrad oder der etwas tristen, aber immer noch mehr als zweckdienlichen Grafik.

"Fahrenheit" lässt sich, wie bereits weiter oben erwähnt, nur schwerlich in eine Schublade pressen, der Vergleich mit anderen Spielen kann nur hinken. Unzweifelhaft ist allerdings, dass jedem, der sich auf das unkonventionelle Spielprinzip einlässt und nicht an der Point&Click-Vorgehensweise klebt, ein erfrischendes, weil unverbrauchtes Spielerlebnis beschert wird.


Disco Lies
Disco Lies
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 3,42

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frühlingsgefühle, 21. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Disco Lies (Audio CD)
Gäbe es einen Song für das Lebensgefühl Frühling, er hieße "Disco Lies". Die aktuelle Single von Moby aus dessen neuestem Album "Last Night" macht süchtig und verbreitet eine lebensbejahende, positiv-optimistische Grundstimmung, die man in dieser Fülle von Moby, dem Meister der gepflegten Melancholie ("Porcelain", "Why Does My Heart Feel So Bad?", "Slipping Away"), nicht erwarten konnte. Ein absolut gelungener, appetitanregender Vorgeschmack auf das neue Album eines Künstlers, der schon so gut wie mit jeder Stilrichtung (erfolgreich) experimentiert hat und sich in keine Schublade pressen lässt. Moby erfindet sich beinahe mit jedem Album neu und setzt mit jedem Werk andere Schwerpunkte. "Disco Lies" ist somit nur ein weiterer, gekonnter Ausdruck seiner unstillbaren Innovationsfreude.


Graduation
Graduation
Preis: EUR 15,13

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Masterpiece, 24. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Graduation (Audio CD)
Einer der vielen Kritteleien an '"Graduation"' ist, dass Kanye West sich über die volle Distanz in Selbstbeweihräucherung verliert. Doch an einem Hip Hopper zu kritisieren, er sei arrogant, ist ungefähr so, als würde man einer Rockband vorwerfen, elektrische Gitarren zu verwenden. Wer von einem Musiker Ehrfurcht und Demut erwartet, ist besser beraten, sich die christlichen Lobgesänge von seinem örtlichen Kirchenchor einspielen zu lassen, als sich das neue Werk eines Rap-Millionärs anzuhören. Wenn Selbstverliebtheit immer so schon wäre wie auf 'Graduation', man müsste das Wort "Arroganz" glatt als Kompliment statt als Schimpfwort auffassen. Wunderbar warme Beat-Teppiche legen sich über die atmosphärischen Tracks, elegant und aufwendig, aber nicht pompös und überladen. Die kongenial ausgewählten und bearbeiteten Samples verkommen dabei nicht zum Selbstzweck, sondern addieren das gewisse Extra zur stimmungsvollen musikalischen Untermalung. Gleich der Opener '"Good Morning"' versprüht diese lebensbejahende Energie, aber auch eine entspannte Gelassenheit, die sich durch die komplette Spielzeit von "Graduation" wie ein roter Faden zieht. Die erste Single "Stronger" macht deutlich, dass Kanye West wild mit Stilelementen experimentieren kann, ohne dass seine eigene Handschrift verloren geht oder die Homogenität des Albums zu zersplittern droht. Ein weiteres Highlight ist der sommerlich anmutende Song "Homecoming", bei dem der US-Produzent, der auch schon Altmeister Common erfolgreich reanimieren konnte ('"Be"'), von Coldplay-Chef Chris Martin unterstützt wird. Was bei andern wie effekthascherisches Namedropping wirken würde, um ein wenig mediale Aufmerksamkeit zu generieren, wird hier zur genialen Gemeinschaftsproduktion, die die Stärken beider Stars gekonnt vereint -' die melancholische Ausstrahlung von Chris Martin kombiniert mit Wests Coolness ergibt eine unwiderstehliche Mischung. Fast schon surreal wirkt "Flashing Lights"; ein Titel, der unverbraucht daherkommt und einmal mehr die enorme Wandlungsfähigkeit des Kanye West unterstreicht. 'Graduation' ist ein Klassiker, ein Meilenstein des Genres. Kanye West produziert die wahrscheinlich weltbesten Hip Hop Beats, wobei er sich auf dem Album rücksichtslos bei allen Stilrichtungen bedient. Er weiß, dass er einen Stellenwert erlangt hat, der es ihm erlaubt, Konventionen zu sprengen und das nutzt er Gott sei Dank auch aus.


Das Wunder von Berlin
Das Wunder von Berlin
DVD ~ Kostja Ullmann
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 39,99

22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "The Return of Checkpoint Charlie"? Glücklicherweise nicht, 4. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Das Wunder von Berlin (DVD)
Viel konnte man von "Das Wunder von Berlin" im Vorfeld nicht erwarten: Ein Titel, der sich an den Film zur Fußball-WM 1954 anlehnt, und dazu ein bei solchen öffentlich-rechtlichen "TV-Events" wohl unvermeidliches Ensemble - als ob es abseits der Ferres-Ferch-Riege keine anderen guten deutschen Schauspieler gäbe. Nach den ersten Minuten hatte man schon Angst, dass es sich bei dem "Wunder von Berlin" in Wirklichkeit um eine Produktion mit dem internen Arbeitstitel "The Return of Checkpoint Charlie" handeln würde, mit dem Unterschied, dass Veronica Ferres die Haare statt blond-raspelkurz braun-mittellang trägt, was wohl auf die erhöhte Spießigkeit ihrer Figur hindeuten soll - vielleicht traute man Frau Ferres nicht zu, dies auch schauspielerisch vermitteln zu können.

Wie dem auch sei, den Filmemachern gelingt es schnell, solcherlei Zweifel an der Ernsthaftigkeit und Klasse des Films zu zerstreuen. Ferch und Ferres nehmen sich zurück und geben der klug konstruierten Geschichte viel Raum zur Entfaltung, auch wenn diese zum Ende hin mit all ihren 180-Grad-Drehungen, Affären und Intrigen etwas zur Überladung neigt und schließlich beinahe zu einem keimfrei-pathetischen Hollywood-Happy-End gestaubwedelt wird. Ein Kunstgriff ist allerdings die famos gespielte Figur des mürrischen Opas, der zunächst in unnachahmlich nervtötender Weise den Familienbetrieb behindert, aber in Anfällen von wohldosierter Altersweisheit den ein oder andern unverschämt klugen Spruch absondert.

Insgesamt steht mit "Das Wunder von Berlin" eine durchaus unterhaltsame Produktion ins Haus, die sich weitgehend unfallrei auf den ausgetretenen, weil in letzter Zeit überstrapazierten DDR-Gefilden bewegt - Mein Bedarf an Veronica-Ferres-DDR-Filmen ist damit aber trotzdem bis einschließlich 2010 gedeckt.


Robbie Williams - What We Did Last Summer (Live at Knebworth) [2 DVDs]
Robbie Williams - What We Did Last Summer (Live at Knebworth) [2 DVDs]
DVD ~ Robbie Williams
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 14,19

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leistungsnachweis des wohl größten Entertainers aller Zeiten, 28. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Statt pedantisch nach dem obligatorischen Haar in der Suppe bei der technischen Umsetzung der DVD zu suchen, tut man gut daran, sich einfach zurückzulehnen und die ungefähr 170 Minuten "What We Did Last Summer" von der ersten bis zur letzten Sekunde zu genießen. Mag sein, dass Robbie Williams mittlerweile nur noch darauf bedacht ist, von seinem Plattenvertrag loszukommen und in China die übrig gebliebenen Exemplare seines dürftigen Albums "Rudebox" dazu genutzt werden, in recyclter Form Straßen zu pflastern.

Das alles ändert aber nichts daran, dass dies das "Knebworth"-Konzert ist, welches zweifelsohne Klassiker-Status erlangt hat. Es findet zur Zeit statt, als Robbie Williams Europas erfolgreichster Musiker ist und sich auf dem Zenit seines Könnens befindet - "Escapology", eines der besten Pop-Alben der Geschichte, zementierte seinen Status als Superstar, der ihn von seiner Casting-Vergangenheit loskommen ließ. Dass Robbie Williams ein begnadeter Entertainer ist, beweist er mit diesem Konzert eindrucksvoll. Er hat das Gespür für die richtige Ansprache in der richtigen Situation und weiß, wie er seinem Publikum das Gefühl geben kann, von Bedeutung für ihn zu sein. Er wirkt bodenständig, humorvoll, selbstironisch und vor allem unglaublich charismatisch. Diese Umstände machen nicht nur seine Songs - von seinen größten Hits ("Angels", "Feel", "Let Me Entertain You" etc) sind alle vertreten -, sondern auch seine Ansprachen an die Zuschauer zu einem Erlebnis. Und dieses Charisma, diese Emotionalität und diese markante Persönlichkeit sind fast noch wichtiger als die effektvolle und aufwendige Inszenierung des Konzerts.

Mittlerweile ist der in Los Angeles lebende Brite nicht mehr ganz der Alte, lässt sich von schwachen Songwritern noch schwächere Songs schreiben, auch wenn "Intensive Care" durchaus noch mit dem ein oder anderen Highlight aufzuwarten wusste. Live hinterließ Williams zuletzt einen wenig austrainierten, aber dafür umso erschöpfteren und bizzaren Eindruck - umso wichtiger das Knebworth 2003 Konzert, das die Bestform eines einzigartigen Künstlers in allen Facetten dokumentiert. Diese DVD ist wahrlich ein einziger Superlativ: Der größte Entertainer spielt auf dem Höhepunkt seiner Karriere seine besten Songs vor einer unglaublich begeisterungsfähigen Menschenmasse. Muss man gesehen haben.


Mashed: Drive to Survive
Mashed: Drive to Survive
Wird angeboten von marion10020
Preis: EUR 8,16

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Fast Food unter den Rennspielen - nicht wirklich nachhaltig, aber schmeckt gut, 28. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Mashed: Drive to Survive (Computerspiel)
"Mashed" ist ein Rennspiel, das gut in der Kategorie "Funracer" aufgehoben ist. Simulationsaspekte fallen ersatzlos weg, alles ist auf schnellen und unkomplizierten Spielspaß ausgerichtet. Der Nachteil dabei: Im Einzelspielermodus macht "Mashed" nur kurzfristig Spaß, bis sich die mangelnde Spieltiefe bemerkbar macht. Vorteil: Im unglaublich spaßigen Mehrspielermodus kann aufgrund der simplen Spielweise jeder schnell einsteigen - "Mashed" ist das ideale Party-Spiel, bei dem dank der auf der Rennstrecke einsetzbaren Gegenstände wie Raketen, Ölfeldern und ähnlichem gern mal etwas Schadenfreude und eine Spur Unberechenbarkeit dazukommt. Auf den verschiedenen, abwechslungsreichen Rennstrecken in durchdachten und vielseitigen Spielmodi ist "Mashed" also das ideale Multiplayerspiel. Aufgrund der Unwichtigkeit der Grafik und dem zeitlosen Spielprinzip ist das Game auch weitesgehend immun gegen Veraltung, sprich: Es macht auch heute noch und wahrscheinlich auch in 2,3 Jahren Spaß, obwohl das Releasedatum bereits länger zurückliegt. "Mashed" ist also kein Spiel, das im Einzelspielermodus 100 Stunden an den Monitor fesselt, aber kurzzeitig durchaus Laune macht. Es lebt aber vielmehr von der Unberechenbarkteit, dem taktischen Aspekt und der Emotionalität der Mehrspieler-Duelle. Wer die erleben will, kann bedenkenlos zugreifen.


TNT
TNT
Wird angeboten von clubsoundlounge
Preis: EUR 8,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Premium-Platte von Song 1 bis 13, 26. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: TNT (Audio CD)
"TNT", das Comeback-Album der Rap-Formation Dynamite Deluxe, ist Teil einer neuen Entwicklung im deutschen Hip Hop, die auch durch Alben wie "Mercedes Dance" von Jan Delay und "Musikmaschine" von Blumentopf geprägt wurde. Auch wenn diese Werke kaum zu vergleichen sind und man von ihnen ansonsten halten kann, was man will, stehen sie für die Weiterentwicklung der musikalischen Komponente. Auch bei "TNT" sind die Beats unglaublich aufwendig und bombastisch produziert, imitieren dabei aber nicht irgendeinen US-Style. Stattdessen zieht sich ein unverkennbarer Flavour wie ein roter Faden durch die volle Länge des Albums, der ein homogenes Gesamtwerk entstehen lässt. Man hat erkannt, dass passende Beats inklusiver deutlich erkennbarer eigener Handschrift genauso wichtig sind wie bahnbrechende Doppelreime und kreative Textideen. Das kann man eigentlich nur begrüßen.

"Newcomer des Jahres", erster Song der Platte (wenn man das gelungene Intro ausklammert), legt mit seinem (ironischen) Titel gleich offen, wie sich Dynamite Deluxe selbst wahrnehmen: Als eine Band, die viele jüngere Hörer noch übehaupt nicht kennen und mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat - das Kult-Album "Deluxe Soundsystem" ist als Maßstab für den Nachfolger "TNT" nicht mehr zu gebrauchen. Wer trotzdem meint, auf "TNT" gäbe es zu wenig Battle-Tracks, die dem früheren Stil entsprechen, und überhaupt klingt das ja alles ganz anders, der soll sich einmal bildlich vorstellen, wie albern es wirken würde, wenn Samy die Atmosphäre des letzten Albums einzufangen versuchte. Er würde sich selbst immitieren und jede Zeile aufgesetzt klingen. Gott sei Dank zeigt der Über-Track "Boombox" wie sich eine gesunde Portion Nostalgie mit notwendiger Weiterentwicklung verbinden lässt. Ein Highlight ist sicherlich auch "Alles bleibt Anders" - ein nachdenkliches Stück, das durch die Bomben-Hook von Weggefährte Jan Delay das Sahnehäubchen aufgesetzt bekommt.

Man merkt der Platte an, dass Tropf, Dynamite und Samy nicht zuletzt an das Live-Erlebnis gedacht haben - was dem Genuss der CD allerdings keinen
Abruch tut. Auch wenn "TNT" (namentlich bei den Tracks "Weiter" und "Ab und Zu") zwischenzeitlich etwas an Sprengkraft verliert, gibt es auch in der zweiten Hälfte noch echte Perlen zu entdecken: Das energiegeladene, allseits bekannte "Dynamit!", die lässig-entspannte Lovestory "Mein Problem (Take It Easy)" und "Mein Flow Ist", wo Samy Deluxe raptechnisch nochmal alle Register zieht.

"TNT" ist nicht perfekt, aber doch ein verdammt gutes Hip Hop Album, vollgepackt mit kreativer Energie und frischem Songmaterial, das vollends zu überzeugen weiß. Hier und da wurde es mit Pop-Einflüssen und der Live-Tauglichkeit des jeweiligen Songs etwas übertrieben, was die Titel stellenweise etwas zu soft und glatt wirken lässt. Aber mehr kann man dem Trio wirklich nicht vorwerfen: "TNT" bietet ein homogenen, unverkennbaren Sound und hohes textliches Niveau.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 29, 2008 4:19 AM CET


TNT (Special Edition)
TNT (Special Edition)
Wird angeboten von Good Buy Music
Preis: EUR 16,97

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Premium-Platte von Song 1 bis 13, 26. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: TNT (Special Edition) (Audio CD)
"TNT", das Comeback-Album der Rap-Formation Dynamite Deluxe, ist Teil einer neuen Entwicklung im deutschen Hip Hop, die auch durch Alben wie "Mercedes Dance" von Jan Delay und "Musikmaschine" von Blumentopf geprägt wurde. Auch wenn diese Werke kaum zu vergleichen sind und man von ihnen ansonsten halten kann, was man will, stehen sie für die Weiterentwicklung der musikalischen Komponente. Auch bei "TNT" sind die Beats unglaublich aufwendig und bombastisch produziert, imitieren dabei aber nicht irgendeinen US-Style. Stattdessen zieht sich ein unverkennbarer Flavour wie ein roter Faden durch die volle Länge des Albums, der ein homogenes Gesamtwerk entstehen lässt. Man hat erkannt, dass passende Beats inklusiver deutlich erkennbarer eigener Handschrift genauso wichtig sind wie bahnbrechende Doppelreime und kreative Textideen. Das kann man eigentlich nur begrüßen.

"Newcomer des Jahres", erster Song der Platte (wenn man das gelungene Intro ausklammert), legt mit seinem (ironischen) Titel gleich offen, wie sich Dynamite Deluxe selbst wahrnehmen: Als eine Band, die viele jüngere Hörer noch übehaupt nicht kennen und mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat - das Kult-Album "Deluxe Soundsystem" ist als Maßstab für den Nachfolger "TNT" nicht mehr zu gebrauchen. Wer trotzdem meint, auf "TNT" gäbe es zu wenig Battle-Tracks, die dem früheren Stil entsprechen, und überhaupt klingt das ja alles ganz anders, der soll sich einmal bildlich vorstellen, wie albern es wirken würde, wenn Samy die Atmosphäre des letzten Albums einzufangen versuchte. Er würde sich selbst immitieren und jede Zeile aufgesetzt klingen. Gott sei Dank zeigt der Über-Track "Boombox" wie sich eine gesunde Portion Nostalgie mit notwendiger Weiterentwicklung verbinden lässt. Ein Highlight ist sicherlich auch "Alles bleibt Anders" - ein nachdenkliches Stück, das durch die Bomben-Hook von Weggefährte Jan Delay das Sahnehäubchen aufgesetzt bekommt.

Man merkt der Platte an, dass Tropf, Dynamite und Samy nicht zuletzt an das Live-Erlebnis gedacht haben - was dem Genuss der CD allerdings keinen
Abruch tut. Auch wenn "TNT" (namentlich bei den Tracks "Weiter" und "Ab und Zu") zwischenzeitlich etwas an Sprengkraft verliert, gibt es auch in der zweiten Hälfte noch echte Perlen zu entdecken: Das energiegeladene, allseits bekannte "Dynamit!", die lässig-entspannte Lovestory "Mein Problem (Take It Easy)" und "Mein Flow Ist", wo Samy Deluxe raptechnisch nochmal alle Register zieht.

"TNT" ist nicht perfekt, aber doch ein verdammt gutes Hip Hop Album, vollgepackt mit kreativer Energie und frischem Songmaterial, das vollends zu überzeugen weiß. Hier und da wurde es mit Pop-Einflüssen und der Live-Tauglichkeit des jeweiligen Songs etwas übertrieben, was die Titel stellenweise etwas zu soft und glatt wirken lässt. Aber mehr kann man dem Trio wirklich nicht vorwerfen: Ein homogener, unverkennbarer Sound und hohes textliches Niveau.


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