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JKH

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Summer Athletics: The Ultimate Challenge
Summer Athletics: The Ultimate Challenge
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 4,99

21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten bei der inoffiziellen Olympia-Umsetzung, 7. Juli 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Das Wichtigste vorneweg: Jemand, der ein Einzelspieler- und Mehrspielertaugliches Sportgame für Zwischendurch sucht und mit Vorfreude auf die olympischen Spiele in Peking blickt, der kann sich Summer Athletics angesichts des fairen Preises von rund 25€ ohne schlechtes Gewissen zulegen. Zu den Lizenzgurken, die in diesem Genre zu solchen sportlichen Großereignissen regelmäßig in der Vergangenheit überhastet, lieblos und unfertig auf den Markt geschmissen wurden, zählt Summer Athletics ganz gewiss nicht. Auf der anderen Seite wird allerdings auch niemand behaupten können, dass das Produkt des Entwicklers 49 Games einen Meilenstein ist, der die Qualität von Olympia-Umsetzungen auf ein neues Level hebt.

Die äußerlichen Eigenschaften von Summer Athletics sind schnell erzählt: Die solide Grafik legt zwar nicht viel Wert auf Realismus und mindert damit den Simulationsfaktor des Spiels, aber haucht dem Game mit einem teilweise Comic-ähnlichen Stil etwas verspielten Charme ein. Der Sound überzeugt mit atmosphärischen Publikumsgeräuschen, missfällt jedoch aufgrund eines bemüht witzigen und aufgesetzt-nervigen Sprechers, der als Kommentator und Stadionsprecher in Personalunion ungefragt seine unpassenden Sprüche zum Besten gibt. Die inneren Werte des Spiels können glücklicherweise mehr überzeugen: Die Steuerung, Knackpunkt eines solchen Spiels, ist ordentlich, in manchen Disziplinen sogar sehr gut gelöst. Paradebeispiel ist der Stabhochsprung: Anfänglich ist man aufgrund des nur mäßig vom Einleitungstext erklärten Spielprinzips ein wenig verwirrt, doch nach ein paar Versuchen tastet man sich erfolgreich an die Disziplin heran. Nur wenn Anlauf, Absprung und Haltung stimmen, wird der Sprung erfolgreich - aber das ist durchaus machbar. Dass man die Sprunghöhe wie in der Realität selbst bestimmen kann, sorgt sogar für eine interessante taktische Komponente. Ansonsten herrscht bei vielen anderen Disziplinen das bewährte Auf-die-Buttons-Einkloppen vor - hier muss jeder Spieler selbst entscheiden, ob ihm diese Art von Steuerung zusagt oder nicht. Gerade in den Ausdauerläufen sowie den Wurf- und Sprungdisziplinen spielen aber meist noch andere Dinge wie Windschatten und Wurfwinkel eine Rolle. In Sachen Atmosphäre gibt es jedoch einige Abzüge: Ohne offizielle Olympia-Lizenz fehlen Logo, originale Schauplätze, und echte Sportlernamen. Ferner wurde auch auf Siegerehrungen und TV-ähnliche Wiederholungen verzichtet und in den einen oder anderen Details etwas Glaubwürdigkeit verschenkt. Warum müssen die Schwimmerinnen in Bikinis statt in den gängigen Ganzkörperanzügen antreten, die dem Anblick etwas mehr Realismus verliehen hätten? An dem zu vernachlässigenden optischen Reiz, den die Pixelfiguren ausüben, kann es kaum gelegen haben. Solche Kleinigkeiten sind natürlich nebensächlich, aber fallen eben doch auf. Auch die Spielmodi sind eher spärlich: Im Einzelspielermodus hat man nach einer Eingewöhnungsphase schnell die ersten Rekorde geknackt. Im Mehrspielermodus ist dank Splitscreen-Option Spaß garantiert, wobei dieses Feature vor allem davon lebt, dass sich zwei Spieler auf Augenhöhe begegnen, man sich aber in die einzelnen Disziplinen schon etwas einarbeiten muss, bevor dies passieren kann. Mit einem Online-Modus oder wenigstens einer Rangliste hätte man in dieser Hinsicht sicherlich noch mehr Potenzial ausschöpfen können.

So steht unter dem Strich ein durchweg gelungenes Sportspiel in den Regalen, das aber nicht frei von Schwächen und dessen Langzeitmotivation naturgemäß limitiert ist. Statt langfristig angelegten Modi kann man eben nur Olympia durchspielen - das war es dann. Ferner hat man sich darauf konzentriert, die olympischen Kerndisziplinen gut umzusetzen - das ist auch gelungen, aber andere spannende Sportarten sind nicht mit von der Partie. In Sachen Atmosphäre und Mehrspielerpart wurde etwas Potenzial ungenutzt liegen gelassen. Trotzdem macht Summer Athletics Spaß - und wenn man ehrlich ist, konnte man mit den meisten der genannten Schwächen auch schon im Vorfeld rechnen, weil sie fast alle bisherigen Olympia-Umsetzungen, ob nun offiziell oder inoffiziell, gekennzeichnet haben. Wer sich also von diesen Schwächen nicht abschrecken lässt, darf zuschlagen und bekommt ein spaßiges Spiel für sein Geld.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2009 4:07 PM CET


Vorsicht,Stufe!
Vorsicht,Stufe!
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 19,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lifeshow light, 5. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Vorsicht,Stufe! (Audio CD)
Im Moment ist es relativ ruhig in der deutschen Hip Hop Szene, und das hat sicherlich nicht nur mit dem alljährlichen Sommerloch zu tun: Bekannte Stars halten sich mit Veröffentlichungen zurück - umso wichtiger, das aufstrebende Nachwuchstalente wie der mittlerweile volljährige F.R. versuchen, die klaffende Lücke zu füllen. Dass F.R. in jeder Hinsicht das Talent dazu hat, konnte man bereits an früheren Releases erkennen. Jetzt gilt es für den Rapper, sich den Respekt, den er dank seines Wunderkind-Status bereits in Form von Vorschusslorbeeren zu Beginn seiner viel versprechenden Karriere erhielt, auch für seine Musik zu erarbeiten. Denn in Zukunft wird bei der Beurteilung der Platten sein junges Alter nicht mehr mitberücksichtigt, sondern nur noch seine Leistung bewertet. Und für die braucht er sich auf "Vorsicht, Stufe" nicht zu verstecken.

Reimtechnisch beherrscht F.R. bereits jetzt alles, was einen guten Rapper ausmacht, aber viele gestandene Künstler selbst nach fünf Alben noch nicht vollständig drauf haben: Originelle Wortspiele, geschmeidige Doppelreime und kreative Punchlines. F.R. schafft es, auf Battletracks - gerne auch in Doubletime - reimtechnische Feuerwerke abzufackeln, und findet bei nachdenklicheren Songs die richtige Mischung aus Reimkunst und Inhalt, ohne einen der beiden Aspekte zu vernachlässigen. Sein Flow ist gerade bei Battle-Texten sehr passend und professionell, aber bei besonders anspruchsvollen Betonungen nicht immer optimal. Die Hooks sind teils sehr eingängig und eigentlich immer gelungen, auch die Beats sind aufwendig produziert und kraftvoll, aber könnten noch etwas mehr Atmosphäre verbreiten. Bei der Auswahl der Feature-Gäste hat F.R. dankenswerterweise auf zweitklassige Mittelmaß-Rapper verzichtet und sich hauptsächlich auf Olli Banjo verlassen, dessen guter Name bereits die Aufmerksamkeit auf sich zieht und von dessen Stil sich F.R. bei dem ein oder anderen Track sichtlich hat inspirieren lassen. So trägt nicht nur das Banjo-Feature "Geister & Dämonen" dessen Handschrift, sondern auch "Prison" - einer der aufwendigsten und besten Tracks des Albums - erinnert hörbar an den Track "Ich bin frei" aus Olli Banjos Klasse-Album "Lifeshow". F.R. nimmt - ähnlich wie Banjo - mittlerweile kein Blatt mehr vor dem Mund und geht sprachlich auch noch direkter zur Sache als auf den alten Werken. Inhaltlich befindet sich F.R. noch in einem gefährlichen Zwiespalt: Greift er die Themen zu sehr aus seinem eigenen Leben und rappt über Schule, Erwachsen Werden und ähnliches, läuft er Gefahr, nicht ernst genommen zu werden. Macht er auf reif und täuscht Lebenserfahrung vor, indem er die großen Themen wie Politik und Gesellschaftskritik aus der Sicht eines Dreißigjährigen anpackt, verstellt er sich und verliert an Glaubwürdigkeit. Einer der Umstände, die verhindern, dass "Vorsicht, Stufe" "nur" ein gelungenes Rap-Album und kein zeitloser Klassiker ist. Ein anderer Faktor in diesem Zusammenhang ist, dass trotz aller überwältigen Reim-Skills (Siehe z.B. der Song "Nie gesehen") noch keine so vielschichtige Atmosphäre vorherrscht, was auch an den Beats liegt, die zwar an sich gelungen, aber zu kalt und unpersönlich sind. Zu einem Klassiker-Album fehlen die ganz großen Songs im Stile eines "Weck Mich Auf" oder "Und was ist jetzt", zu denen F.R. reimtechnisch das Potenzial hat, die aber inhaltlich bzw. musikalisch noch außer Reichweite liegen.

Trotzdem ist F.R. - auch wenn man einmal sein Alter unberücksichtigt lässt - ein empfehlenswertes Album gelungen, das mit Titeln wie "Rap braucht Abitur", "Prison", "Kopf gegen Herz", "Nie gesehen" und "Alles was ich habe" etliche starke Songs zu bieten hat und ohne Füllmaterial auskommt, aber noch nicht über die Atmosphäre und die thematische Bedeutung verfügt, die "Vorsicht, Stufe!" zu einem zeitlosen Klassiker-Album machen würde.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 21, 2008 5:12 PM MEST


Viva La Vida
Viva La Vida
Preis: EUR 20,74

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das stille Gesamtkunstwerk, 20. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Viva La Vida (Audio CD)
"Viva La Vida", das neue Album der britischen Band Coldplay, wird von Kritikern wahlweise als die große Neuerfindung und Kehrtwende um 180 Grad aufgefasst oder als weiteres typisches Coldplay-Werk abgestempelt, das den bekannten Fan-Erwartungen nachkommt und darüber hinaus keine weiteren Ansprüche anmeldet. Dabei schwingt dann oft etwas Arroganz mit, ein herablassendes Lächeln, mit dem man ausdrücken will, dass man den Hype um Softie Chris Martin und seine doch eigentlich so banalen Songs nicht nachvollziehen kann. Am Ehesten ist das Album aber zwischen diesen beiden so gegensätzlichen Einordnungen in Coldplays Gesamtwerk anzusiedeln; das Quartett hat keine Kopie des ungeheuer erfolgreichen Vorgängers "X & Y" erstellt, ebenso wenig hat es mit "Viva La Vida" das Genre gewechselt. "Lost!" beispielsweise hätte nicht nur wegen seiner ähnlichen Instrumentierung genauso gut auf "X & Y" gepasst, doch auch exotischere Klänge finden auf "Viva La Vida" ihren Platz, ohne wie Fremdkörper zu wirken. Dass Coldplay mit ihrem neuen Album wieder vermehrt des Kommerzes bezichtigt werden, ist eigentlich weniger nachvollziehbar. Titel wie "Fix You" oder "A Message", beides starke Songs des Vorgänger-Werkes, aber eben auch typisch radiotaugliche Hits, sind auf "Viva La Vida" in der Unterzahl. Chris Martin hat schon recht, wenn er sinngemäß darauf hinweist, dass er die Formel für die großen Chart-Erfolge bereits gefunden hat und es sich sehr viel leichter hätte machen können bei der Produktion des neuen Albums, indem er seine bewährt-passgenaue Hit-Schablone über die zehn neuen Songs gelegt hätte - ein kommerzieller Erfolg wird "Viva La Vida" aber sowieso.

"Viva La Vida" ist also vielmehr ein Zwischenschritt: Bewährte Coldplay-Elemente verbinden sich mit neuen Einflüssen zu einer behutsamen Weiterentwicklung. Vor allem ist es aber ein abgerundetes Gesamtkunstwerk, das nicht in zwei, drei Hits und wertloses Füllmaterial zu unterteilen ist. Auch sind die gelungenen Songs nicht zwingend beim ersten Hören als solche zu erkennen, sondern gewinnen mit der Zeit an Qualität - genau, wie man es von echten Klassiker-Alben kennt. "Life In Technicolor" ist ein unfassbar guter Opener und es war wohl die richtige Entscheidung, den erwartungsvollen Zuhörer erst einmal mit einem gesanglosen, instrumentalen Intro zu beruhigen. Auch "Cemeteries of London" und "Lost!" sind zwei überzeugende Songs. Weitere Anspieltipps sind der Titeltrack "Viva La Vida" und die erste Single "Violet Hill" - nur eine Band vom Format Coldplays kann es sich wohl erlauben, einen solch unorthodoxen Titel als erste Auskopplung zu veröffentlichen.

Bei "X & Y" hat sich Coldplay laut Eigenaussage noch unter immensen Erfolgsdruck gesetzt - "Viva La Vida" klingt, als ob sich die Band im positiven Sinne eine entspanntere Herangehensweise angeeignet hätte und nichts mehr beweisen muss. Der Fokus beim vierten Album liegt noch mehr auf ein in sich geschlossenes Gesamtkunswerk als auf der Güte einzelner Songs - obgleich diese unverändert hoch ist, sich aber dem Hörer zurückhaltender offenbart. "Viva La Vida" ein durchweg überzeugendes Album, ein weiteres Kleinod in der zeitgenössischen Pop-Landschaft, und Coldplay bleibt eine der wenigen verlässlichen Qualitäts-Konstanten, auf die sich seltsamerweise fast alle Generationen und Anhänger der verschiedensten Musikrichtungen einigen können.


Free-Patri-Ation (Standard CD) 1 CD in Super-Jewel-Box
Free-Patri-Ation (Standard CD) 1 CD in Super-Jewel-Box
Preis: EUR 16,68

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das perfekte Sommer-Album, 5. Juni 2008
Reggae-Künstler Patrice ist mit "Free-Patri-Ation" ein entspannt-sommerliches Album gelungen, das perfekt in diese Jahreszeit passt, aber mehr ist als bloße Hintergrunduntermalung eines Naturzustandes. Songs wie "Justified", "Another One", "Clouds" und "Dove of Peace" sind wunderbar eingängig, aber enden nicht als eindimensional-nervender Ohrwurm, sondern sind so vielschichtig, dass sie stimmungsvoll ein ganzes Lebensgefühl einfangen und ohne Abnutzungserscheinungen in Endlosschleife gehört werden können. Da kann man zurückgelehnt die Seele baumeln lassen und beim Sonnenuntergang in Erinnerungen schwelgen. Das energiegeladene und experimentelle "Appreci-Luv" sollte dabei auch nicht unter den Tisch fallen, denn es legt nahe, dass Patrice nicht nur - wie einige Kritiker vorschnell urteilen - am Mainstream gelegen ist, sondern auch Neues wagt, das funktioniert. Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand den erdigen und unverbrauchten Sound von "Nile" bevorzugt, aber ich für meinen Teil favorisiere im Moment "Free-Patri-Ation", das in weiten Teilen sicherlich nicht den Reggae neu erfindet, aber ebenfalls frisch, eingängig und vor allem amtosphärisch erscheint. Sicherlich gibt es auf dem Album auch den ein oder anderen Lückenfüller, der kein absolutes Hit-Potential aufweist. Entscheidend aber ist, dass selbst diese Songs detailverliebt gestaltet worden sind und einige lichte Momente haben, für die es sich lohnt, mehrmals hinzuhören. Und mindestens ebenso wichtig ist, dass Patrice sein Album homogen und konsequent gestaltet hat, sodass alle Lieder ein und dieselbe Handschrift tragen, ohne, dass "Free-Patri-Ation" langweilig oder eintönig klingen würde. Patrice hat also ein ungeheuer stimmungsvolles, in sich geschlossenes Werk erschaffen, das jedem, der sich ein wenig Sommer in die heimische Soundanlage holen will, bedenkenlos empfohlen werden kann.


Play+Smile: Texas Hold'em Poker 2008 3D-Gold Edition
Play+Smile: Texas Hold'em Poker 2008 3D-Gold Edition

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Poker-Umsetzung zum fairen Preis, 3. Juni 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Texas Hold'em Poker 2008 hält das, was sich der Käufer vom Game verspricht: Es ist eine solide, weitestgehend makellose Poker-Umsetzung, die das Spiel nicht neu erfindet, aber alle wesentlichen Elemente anständig im Programm unterbringt. Texas Hold'em Poker 2008 strotzt sicherlich nicht vor Detailverliebtheit und Luxus-Features und könnte etwas mehr Atmosphäre vertragen. Dass beispielsweise keine Spielfiguren am Tisch sitzen und die Spielmodi sehr limitiert sind, dass die Musik nur Durchschnitt ist und keine langfristig angelegten Aufgaben zu bewältigen sind, kostet etwas Stimmung und Langzeitmotivation. Zum Trainieren, Einsteigen und als Online-Plattform taugt das Spiel jedoch allemal. Gerade, weil es sehr durchdacht und benutzerfreundlich konzipiert wurde. So muss man beispielsweise nicht nach dem Passen noch qäulend lange der KI zuschauen, wie sie das Geld unter sich ausspielt, sondern kann den Ablauf beschleunigen. Einstellungsmöglichkeiten bei Einsatz, Blinds und dergleichen ermöglichen eine unkomplizierte Anpassung an die eigenen Vorlieben. Die Bedienung des Spiels ist praktisch selbsterklärend und erleichtert Anfängern den Einstieg. Ein Tutorial hilft Poker-Unkundigen auf die Sprünge. Was man heutzutage auch erwähnen sollte: Das Spiel ist (zumindest nach meinen Erfahrungen) bugfrei (Auch im Online-Modus).

Unterm Strich steht damit ein auf das Wesentliche reduziertes Poker-Game zu Buche, das die Bestandteile des Spiels reibungslos und grundsolide umsetzt. Es wird auf nebensächlichen Schnick-Schnack, der noch etwas mehr Langzeitmotivation und Stimmung einbringen würde, verzichtet - aber das geht bei dem Preis absolut in Ordnung. Die KI trifft hin und wieder die ein oder andere schwer nachvollziehbare Entscheidung, verhält sich aber im Großen und Ganzen halbwegs realistisch und angemessen. Wer ein einsteigerfreundliches, günstiges und simples Poker-Spiel sucht, wird bei Texas Hold'em Poker 2008 ohne Frage fündig.


Free-Patri-Ation (Deluxe CD) 2 CD mit Accoustic Session inkl. 3 exklusiven Songs im Hardcover
Free-Patri-Ation (Deluxe CD) 2 CD mit Accoustic Session inkl. 3 exklusiven Songs im Hardcover
Preis: EUR 15,99

4.0 von 5 Sternen Das perfekte Sommer-Album, 3. Juni 2008
Reggae-Künstler Patrice ist mit "Free-Patri-Ation" ein entspannt-sommerliches Album gelungen, das perfekt in diese Jahreszeit passt, aber mehr ist als bloße Hintergrunduntermalung eines Naturzustandes. Songs wie "Justified", "Another One", "Clouds" und "Dove of Peace" sind wunderbar eingängig, aber enden nicht als eindimensional-nervender Ohrwurm, sondern sind so vielschichtig, dass sie stimmungsvoll ein ganzes Lebensgefühl einfangen und ohne Abnutzungserscheinungen in Endlosschleife gehört werden können. Da kann man zurückgelehnt die Seele baumeln lassen und beim Sonnenuntergang in Erinnerungen schwelgen. Das energiegeladene und experimentelle "Appreci-Luv" sollte dabei auch nicht unter den Tisch fallen, denn es legt nahe, dass Patrice nicht nur - wie einige Kritiker vorschnell urteilen - am Mainstream gelegen ist, sondern auch Neues wagt, das funktioniert. Ich kann durchaus nachvollziehen, wenn jemand den erdigen und unverbrauchten Sound von "Nile" bevorzugt, aber ich für meinen Teil favorisiere im Moment "Free-Patri-Ation", das in weiten Teilen sicherlich nicht den Reggae neu erfindet, aber ebenfalls frisch, eingängig und vor allem amtosphärisch erscheint. Sicherlich gibt es auf dem Album auch den ein oder anderen Lückenfüller, der kein absolutes Hit-Potential aufweist. Entscheidend aber ist, dass selbst diese Songs detailverliebt gestaltet worden sind und einige lichte Momente haben, für die es sich lohnt, mehrmals hinzuhören. Und mindestens ebenso wichtig ist, dass Patrice sein Album homogen und konsequent gestaltet hat, sodass alle Lieder ein und dieselbe Handschrift tragen, ohne, dass "Free-Patri-Ation" langweilig oder eintönig klingen würde. Patrice hat also ein ungeheuer stimmungsvolles, in sich geschlossenes Werk erschaffen, das jedem, der sich ein wenig Sommer in die heimische Soundanlage holen will, bedenkenlos empfohlen werden kann.


Summer Love/Premium
Summer Love/Premium
Wird angeboten von rocksmail
Preis: EUR 4,89

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eingängiger Song triff konturlose Stimme, 20. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Summer Love/Premium (Audio CD)
"Superstar" Mark Medlock bzw. seinem Songwriter Dieter Bohlen ist ein ebenso eingängiger wie einfallsloser Sommer-Ohrwuhrm gelungen. Dass es nicht zu mehr als einem leckeren Single-Snack reicht, liegt nicht nur an der abgegriffenen Fahrstuhl-Melodie, der überdies der wirkliche Hit-Charakter fehlt (auch wenn die überzeugenden Verkaufszahlen eine andere Sprache sprechen), sondern auch an der konturlos-aalglatten Stimme Medlocks, die ohnehin schon nicht gerade ausdrucksstark ist, aber in der Produktion noch einmal bewusst glattpoliert wurde, sodass auch der letzte Funken Einzigartigkeit erlischt. So steht unter dem Strich ein Popsong der Marke Sugababes Light - wobei man vorher noch eigentlich ausgeschlossen hätte, dass eine Versoftung einer solchen Gruppe überhaupt möglich ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 23, 2008 11:56 PM MEST


Hard Candy
Hard Candy
Wird angeboten von ZUMM
Preis: EUR 6,18

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Denkbar unspektakulär, 16. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Hard Candy (Audio CD)
Es scheint nur zwei Möglichkeiten bei der Beurteilung von Madonnas "Hard Candy" zu geben: Entweder man stilisiert es zum viel umjubelten Jahrhundert-Meisterwerk der immer noch über allem thronenden "Queen of Pop" - oder man schreibt einen saftigen Verriss über den misslungenen Versuch einer alternden Sängerin, als letzte im Geschäft noch auf den schon längst abgefahrenen Timbaland-Zug aufspringen zu wollen. Eigentlich gibt es nichts einfacheres: Man könnte sich über das billige Cover aufregen, diese kalkulierte Provokation, mit der Madonna schon seit Jahrzehnten erfolgreich ihre Musik vermarktet, mittlerweile aber nur noch müde Altherrenfantasien stimuliert. Man könnte feststellen, dass allein die Songtitel so neu und frisch wirken wie zum zweiten Mal aufgewärmte Tiefkühlkost aus dem Aldi-Regal. "Candy Shop" gab es vor ein paar Jahren schon von Wannabe-Gangster 50 Cent, und hieß nicht auch die erste Single aus Timbalands Erfolg-Album "Give It 2 Me"?

Aber auch wenn die immer noch so polarisierende Madonna ihre Hörer dazu zwingt, sie entweder als Genie zu feiern oder aber auf das Schärfste zu verachten: Eigentlich ist "Hard Candy" vor allem denkbar unspektakuläres Mittelmaß, ein weitestgehend austauschbares Album mit ein paar ordentlichen Songs, angereichert mit etwas überschüssigem Füllmaterial. "Miles Away" ist der Song der noch am Ehesten nach Madonna klingt, "Heartbeat" erinnert ein wenig an das Vorgänger-Album "Confessions On a Dance Floor". Ansonsten könnte man den "Madonna"-Schriftzug auch durch "Nelly Furtado" ersetzen - und keiner würde es merken. Die erste Single "4 Minutes" konnte weder durch die Ankündigung, mit Justin Timberlake als Feature-Partner ein wenig jugendliche Aufmerksamkeit zu generieren, Appetit angregen, noch durch das trashige Video. Aber: Der Beat von Produzent Timbaland ist ein Brett.

So steht unter dem Strich ein Album, das mit "Incredible", "Heartbeat", "4 Minutes" und "Miles Away" einige überdurchschnittliche Songs aufweist. Eine Handvoll ordentlicher Songs - damit lässt es sich normalerweise leben; für Madonna, mögen einige einwenden, ist es vielleicht ein bisschen zu wenig.


Das perfekte Verbrechen
Das perfekte Verbrechen
DVD ~ Sir Anthony Hopkins
Preis: EUR 6,85

16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufwendig inszeniertes Kammerspiel, 3. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Das perfekte Verbrechen (DVD)
"Das perfekte Verbrechen" ist ein spannender, durchdachter Film mit starken Dialogen und zwei schauspielerisch brillanten Hauptdarstellern, die sich in diesem zugegebenermaßen kühnen bis unrealistischen Gedankenspiel auf Augenhöhe begegnen.

Der Film ist nicht nur aufwendig inszeniert, sondern auch durchaus mit unverbrauchten narrativen Impulsen versehen; so wird der Beginn inklusive der Mordtat aus der Sicht des Täters erzählt, um dann auf die Perspektive des Staatsanwaltes umzuschwenken, was sich als cleverer Kunstgriff entpuppt: Hier wird geschickt mit den Hollywood-Schubladen Gut und Böse gespielt und der Mörder, für den der Zuschauer zu Beginn sogar ein wenig Sympathie empfindet, kristallisiert sich durch die Veränderung des Blickwinkels im weiteren Handlungsverlauf immer mehr als machtfixierter Psychopath und wirklichkeitsverdrehender Zyniker heraus, was dem Film eine gewisse Vielschichtigkeit verleiht.

Das Ende geht in Ordnung, wirkt aber bemüht originell und etwas aufgesetzt - doch letztlich ist dem gesamten Film eine gewisse Künstlichkeit nicht abzusprechen, da die amerikanische Rechtsgrundlage und das wirklichkeitsnahe Setting nur als loses Fundament für ein ziemlich kühnes und überspitzes Gedankenspiel dienen. Wer allerdings über diesen doch recht überschaubaren Makel hinwegsehen kann, wird mit bestem Hollywood-Entertainment belohnt, das in Inszenierung und Schauspielkunst gänzlich zu überzeugen weiß.


Test Drive Unlimited [Best of Atari]
Test Drive Unlimited [Best of Atari]

42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das wohl am Meisten unterschätzte Rennspiel der letzten Jahre, 5. April 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Was gibt es schöneres, als in Hawaii mit einem verdecklosen Ferrari bei sonnigem Wetter eine kilometerlange Strandpromenade entlang zu cruisen? Test Drive Unlimited lässt diesen Traum zumindest virtuell aufleben, und zwar genauso schön, wie man sich eben eine Ausfahrt auf Hawaii vorstellt. Herzstück dabei ist die völlig frei befahrbare Umgebung, die mit einem Streckenumfang von ca. 1500 km wohl alle bisherigen Rennspiel-Areale in den Schatten stellen dürfte. Vielleicht denkt der ein oder andere jetzt: 1500km nur Strand und Palmen, das muss doch verdammt eintönig sein? Doch diese Zweifel erweisen sich als völlig unbegründet. Zum einen ist die Szenerie zu jeder Zeit grafisch postkartenreif gestaltet worden. Zum anderen schafft es TDU, das den Anspruch hat, alle Original-Schauplätze so genau wie möglich abzubilden, Hawaii in all seinen Facetten darzustellen: Tropische Gefilde mit starker Vegetation reihen sich an kargere Bereiche, moderne Großstädte sehen sich rostigem Fabrikgelände gegenüber, Hochhäuser säumen gleichermaßen die Wege wie Strandvillen, mehrspurige Autobahnen konkurrieren mit kurvenreichen Gebirgsstraßen um die Gunst des Spielers. Die Umgebung von TDU ist dermaßen detailverliebt gestaltet worden, dass jeder Landstrich einzigartig zu sein scheint. Kaum ein Rennspiel hat bisher so sehr die Entdeckungslust und Neugierde des Spielers angeregt oder ein ähnliches Freiheitsgefühl erzeugen können wie TDU.

Dass das Game nicht nach einer Insel-Umrundung im Regal verstaubt, ist dem abwechslungsreichen Karriere-Modus zu verdanken, der mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Herausforderungen lockt (Kurierfahrten, klassische Rennen etc) und auch mit Rollenspiel-Elementen (Eigener Charakter mit individuellem Haus, Kleidungsstil usw.) eine gewisse Langzeitmotivation sicherstellt. Der an lizenzierten Marken reiche Fuhrpark muss allerdings erst nach und nach erspielt werden; es ist aber ungeheuer motivierend, sich das Preisgeld für einen prestigeträchtigen Aston Martin in den einzelnen Herausforderungen zu erwirtschaften. Auch hier zahlt sich die Handlungsfreiheit aus: Ich kann die verschiedenen Rennvarianten in Angriff nehmen, wie ich will, die Reihenfolge ist nicht festgelegt und es besteht kein Zwang, sich mit einem bestimmten Typus auseinandersetzen zu müssen. Wer möchte, lässt sich einfach treiben und entscheidet spontan, ob er eine Mission, die er beim Vorbeifahren entdeckt, annimmt ' die andere Option ist, gezielt per Karte die Herausforderungen auszuwählen und somit keine Zeit zu verlieren. Auch bei den Autos hat der Spieler ' vorausgesetzt er besitzt das nötige Kleingeld ' die freie Wahl, anstatt sie zugewiesen zu bekommen. Das Spielprinzip ist also konsequent auf Entscheidungsfreiheit ausgerichtet und wurde mit viel Detailliebe zu Ende gedacht.

Trotz aller Vorzüge ist auch Test Drive Unlimited nicht frei von Schwächen, allen voran nervige Abstürze, die auch im Offline-Modus in schöner Regelmäßigkeit auftreten (zumindest habe ich diese Erfahrung machen müssen). Der Schaden hält sich dank des automatischen Speicherns in engen Grenzen, aber der schale Beigeschmack und der nervige System-Neustart bleibt eine frustrierende Angelegenheit. Das Fahrgefühl mag zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber man hat sich schnell angepasst. Erschwerend, aber aus Performance-Gründen verständlich ist die Tatsache, dass andere Verkehrsteilnehmer erst relativ spät zu sehen sind, was das ein oder andere waghalsige Manöver unausweichlich macht. Auch hält die KI während der Rennen gegen computergesteuerte Konkurrenten einige Patzer bereit.

Auch wenn Test Drive Unlimited also einige wenige Fehler aufweist, können diese in keiner Weise die Vorzüge des Spiels aufwiegen. Im Normalfall werden ab einer gewissen Zahl an Bugs Stimmen laut, die von 'Abzocke' und 'schlampiger Programmierung' sprechen ' so auch anfangs bei TDU. Dieser Behauptung steht allerdings ein schier unerschöpflicher Umfang (Riesige Spielwelt, lange Karriere, breit angelegter Multiplayer-Modus) inklusiver vieler liebevoll gestalteter Details gegenüber ' Diejenigen, die TDU also wegen seiner 'Kinderkrankheiten' verurteilen, werden dem Spiel nicht gerecht und bringen sich letztlich auch selbst um ein großartiges Spielerlebnis, auf das man sich als Rennspiel-Freund spätestens beim jetzigen Kaufpreis einlassen sollte. Kann sein, dass sich der absolute Einsteiger zunächst von der Wucht der großen Umgebung und den vielen Freiheiten erschlagen fühlt, doch Erfolgserlebnisse lassen nicht lange auf sich warten. Speziell vor dem Hintergrund, dass viele mangelnde Innovationsfreude und die immer gleichen, linearen Spielabläufe bemängeln, sollte man den Umfang und die vielen neuen Ansätze von Test Drive Unlimited zu würdigen wissen. Das Spiel wurde bei Erscheinungsdatum heillos unterschätzt und hat weder die Aufmerksamkeit noch die Verkaufszahlen erfahren, die es eigentlich verdient gehabt hätte. Wahrscheinlich auch deswegen hat sich die Ansicht noch nicht durchsetzten können, dass Test Drive Unlimited ein ungemein prägendes und wegweisendes Rennspiel ist, welches das Genre zweifellos belebt hat und weiterhin beleben wird.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2009 10:44 PM CET


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