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Rezensionen verfasst von
JKH

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Jedermann: Roman
Jedermann: Roman
von Philip Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Kampf, der nicht zu gewinnen ist, 7. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Jedermann: Roman (Gebundene Ausgabe)
Philip Roth widmet sich einem mittlerweile gesellschaftlich äußert viel diskutiertem Thema, dem aufgrund der demographischen Entwicklung vieler Industrienationen eine immer größere Bedeutung zukommt: dem Altern. Richtig umgesetzt kann das ein vielschichtiges, klischeefreies und äußerst lesenswertes Buch ergeben - und genau zu dem ist "Jedermann" auch geworden: Voller starker Sätze, die nicht nur den Alterungsprozess selbst sondern auch das Leben an sich treffend, präzise und klug beschreiben. Hundertundsiebzig Seiten sind meiner Meinung nach allerdings auf keinen Fall zu viel für dieses komplexe Thema, das auch noch Stoff für ein breiter angelegten Roman bereitgehalten hätte. Dennoch: ein gelungene, pointierte Analyse von Vergänglichkeit, Lebensinhalten und dem Kampf des Menschens gegen Krankheit und Verschleiß, der zumindest heutzutage noch nicht gewonnen werden kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2011 11:12 AM MEST


Bestseller: Roman
Bestseller: Roman
von Klaus Modick
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Bestseller" - bissig und gut beobachtet, 7. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Bestseller: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Bestseller" ist eine erfrischende Satire auf den Literaturbetrieb - gewandt geschrieben und der Realität erschrekend nahe kommend. Obgleich der Roman etwas geschwätzig beginnt, läuft Klaus Modick dann schnell zu der im Klappentext versprochenen "hellsichtig-wütenden Hochform" auf - eine Formulierung, die dem Pseudo-Geschwafel, das er auf gekonnt auf die Schippe nimmt, allerdings nicht unähnlich ist. Egal wie, spätestens der zweite Teil des Buches überzeugt auf ganzer Linie; die Beschreibungen der Buchmesse, Gespräche zwischen Autor und Lektor und die Passagen aus dem Expose des "Bestseller" sowie als krönender Abschluß die fiktionalen Buchkritiken treffen ins Schwarze, sind brilliant beobachtet und gekonnt in Romanform umgesetzt worden. Da wird "Bestseller" zu einem wirklichen Lesegenuss, zumal sich das Werk flüssig liest. Eine Empfehlung für Freunde der gepflegten Satire und alljene, die das Medientheater auch als reichlich nervtötend und aufgesetzt empfinden.


Weit Weg
Weit Weg
Wird angeboten von cook29
Preis: EUR 24,68

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze und erkennbares Potential, 7. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Weit Weg (Audio CD)
Dass Clueso ein ungeheures Talent in der deutschen Musiklandschaft ist und auch eine geeignete Persönlichkeit aufweist, um heutzutage Erfolg zu haben, hat er bereits in der Vergangenheit bewiesen und unterstreicht es auch mit dem aktuellen Album. Dank der "Unterstützung" von Stefan Raab und dem vorliegenden Werk "Weit Weg" kann man nun auch behaupten, dass ihm so etwas wie der kommerzielle Durchbruch gelungen ist. Und wer seine Platten gehört hat, weiß, dass man auf weitere Veröffentlichungen durchaus vorfreudig gespannt sein darf. Trotzdem ist Clueso meiner bescheidenen Ansicht nach noch nicht der ganz große Wurf gelungen und als richtiges Meistwerk würde ich weder "Weit Weg" noch den Vorgänger bezeichnen, obwohl zumindest bei "Gute Musik" die allgemeine Meinung in eine andere Richtung wies. Unbestreitbar ist, dass der Erfurter einige phantastische Songs erzeugt hat wie "Wart Mal", "Gute Musik", "Kein Bock Zu Gehn" oder "Chicago" und "Out of Space" aus "Weit Weg". Doch für ein richtig rundes Album dürften es von mir aus ruhig noch mehr Titel dieses Kalibers sein. Gerade bei der beträchtlichen Track-Anzahl des Albums fällt das oft nur durchschnittliche Songmaterial dann doch auf. Nicht, dass man von einem Totalausfall sprechen würde, aber viele Lieder plätschern höhepunktsarm einfach so dahin, statt ein zündendes Feuerwerk zu entfachen. Sicher sind auch einige Titel dabei wie z.B. "Bleib hier", die ihren Reiz erst nach mehrfachem Hören offenbaren; dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden, im Gegenteil. Doch bei anderen Songs will der Funke auch trotz wohlwollender Betrachtung einfach nicht überspringen.

Daher bleibt mir nur zu urteilen, dass Clueso über großartiges Potenzial verfügt, das er bei einigen wenigen Liedern auch gekonnt abruft, aber bei anderen Stücken leider nur wohlwollend zu erahnen ist. Man hat halt immer das Gefühl, dass nocht mehr möglich wäre. Doch auch wenn "Weit Weg" noch kein Klassiker ist, bleibt es interessant, die künstlerische Entwicklung des ungeheuer vielseitigen Cluesos auch weiterhin zu verfolgen.


NBA Live 07
NBA Live 07

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als sein Ruf, 6. Januar 2007
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: NBA Live 07 (Computerspiel)
NBA Live 07 ist durch und durch ein zweischneidiges Schwert. Ich für mich jedoch bin nach eingängigem Spielen zum Schluß gekommen, dass es sich beim jüngsten Aufleger von EA Sports' Basketball-Serie um ein gelungenes, spielenswertes Sportspiel handelt. Zugegeben: Nicht alles ist perfekt, einige Dinge stoßen einem noch sauer auf und hätten sicher eine Überarbeitung notwendig. Auf der andern Seite lassen sich aber auch die durchaus vorhandenen Stärken nicht kleinreden. Der Spieleindustrie im allgemeinen und Electronic Arts im besonderen wird häufig eine gewisse Lieblosigkeit und Detailschwäche bei der Herstellung ihrer Produkte unterstellt. Es gibt sicherlich mehr als genug Gegenbeispiele, aber wenn man z.B. die Qualität des - wenn auch nur in englischer Sprache vorhandenen - Kommentars mit anderen Sportumsetzungen vergleicht, ist das durchaus ein Klassenunterschied (Hintergrundinformationen!). Oder die Tatsache, dass das komplette All-Star Weekend samt Dunk und 3er Wettbewerb spielbar ist und dabei noch durchaus ansprechend umgesetzt wurde, was noch eine nette Nebenbeschäftigung gewährleistet. Ferner überzeugt größtenteils auch der passende Hip Hop Soundtrack, die tollen Hauptmenü-Hintergrundvideos und die Tatsache, dass auch Allstar-Mannschaften vergangener Jahrzehnte und andere Auswahlen verfügbar sind. Einiges der obengenannten Eigenschaften ist langjährigen NBA-Zockern schon hingänglich bekannt. Aber trotzdem durchaus erwähnenswert im positven Sinne, wie ich meine. Und auch auf dem Hallenparkett selbst weiß NBA Live 07 trotz einiger Schwächen generell zu überzeugen. Die Animationen sind grundsätzlich gemscheidig und ansehnlich (Abgesehen von bestimmten Lauf-Animationen, die reichlich unnatürlich wirken), das Verhalten der Spieler in Korbnähe erscheint durchaus realistisch und komplex (Bei zu großer Bedrängnis kann der ballführender Spieler den Korbleger/Dunk nicht oder nicht erfolgreich abschließen) und auch die Features, dass Starspieler gedoppelt werden und so auch mal die Möglichkeit besteht, denn Ball nach draußen zu passen und somit einen offenen Distanzwurf zu erzwingen, sind sinnvoll und kommen wirklichem Basketball sehr nahe. Was allerdings nicht heißt, dass NBA Live 07 durchweg realistisch ist. Beim benutzergesteurten Teams sind unweigerlich die Dunkings unrealistisch effektiv und überlegen - so häufig kommt es in der Realität selten dazu; Beim Computer dagegen ist der Point Guard, der Spielmacher, zu dominant ausgefallen, denn selbst schwache Vertreter dieser Spielposition reißen das Spiel an sich und erzielen überdurchschnittlich viele Punkte. Des weiteren ist die Trefferquote allgemein zu hoch. In den höheren Schwierigkeitsgraden fällt auch das Betrügen/Cheaten der KI auf, falls man dies so bezeichnen will. Jedenfalls kann es dort durchaus mal etwas frustrierend werden, z.B. wenn der Gegner unnatürlich viele Offensiv-Rebounds bekommt, simple Pässe vom eigenen Team nicht ankommen wollen oder sich die Trefferquote der KI verblüffend in die Höhe schraubt. Dennoch liegt der Schlüssel zum Erfolg in den meisten Fällen natürlich weiterhin in der eigenen Hand. Zur Bug-Thematik kann ich nur folgendes berichten: Ich habe das Spiel direkt mit dem Patch installiert und bei mir ist auch nach langer Spieldauer kein Absturz aufgetreten. Bugs sind mir zwei aufgefallen; der erste ist, dass ein direkt unterm Korb stehender Spieler mal durch das Brett hindurch gedunkt hat und der zweite besteht daraus, dass der Ball-ins-Spiel-Bringer nach einem Punkterfolg des gegnerischen Teams den Ball einmal direkt von hinten ans Brett geworfen hat, was einen Ballverlust nach sich zieht, da der Ball sich danach im Aus befindet. Nicht wirklich toll, aber da die beiden Bugs nur sehr selten aufgetreten sind und nicht wirklich schwerwiegend sind, ist der Spielspaß eigentlich nicht getrübt.

Abschließend würde ich NBA Live 07 unterm Strich als gelungen einstufen. Trotz kleineren Realismusmängeln und einer leichten Frustgefahr hier und da sollte es dem Freund virtuellen Basketballes dank gutem Gameplays, spektakulären Aktionen, einer detailverliebten Gestaltung und der kompletten NBA-Lizenz durchaus Spaß bereiten. Auch die Langzeitmotivation bleibt dank zahlreicher Spielmodi und dem Dynasty-Modus erhalten. Von meinen eigenen Erfahrungen ausgehend (nach dem Patch wohlgemerkt) sehe ich die Bug-Problematik als wenig schwerwiegend an. Wie gut Ihnen NBA Live 07 gefällt, hängt natürlich auch von Ihrer Erwartungshaltung ab. Der eingefleischte Fan, der auch den Vorgänger besitzt und somit auf möglichst viele und innovative Verbesserungen hofft, wird wohl weniger begeistert sein als jemand, der seit 2003 kein NBA mehr gespielt und daher durchaus positiv überrascht ist, wie ich zum Beispiel. Generell kann ich aber PC-Spielern - allein schon aufgrund mangelnder Alternativen - einen Kauf empfehlen.


Musikmaschine
Musikmaschine
Preis: EUR 21,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Musikmaschine arbeitet einwandfrei, 21. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Musikmaschine (Audio CD)
Blumentopf beschreitet neue Wege auf ihrem nunmehr fünften Studioalbum, und dafür kann man ihnen dankbar sein. Wenigstens eine Gruppe, die nicht unmotiviert und auf Sicherheit bedacht Alben aneinanderreiht, die sich in ihrer Machart und ihrem Stil kaum unterscheiden und keine Entwicklung erkenntlich machen.

Aber "Musikmaschine" ist nicht aus Selbstzweck innovativ gestaltet worden, sondern weil es sinnvoll erscheint - so sieht es zumindest der Hörer, der sich aufgrund der neuartigen, vielschichtigen und für sich stehenden Musik, die weit über den Begriff "Beat" hinausgeht, begeistert zeigt. Ob "Du sagst mir", dessen Text durch die kraftvolle, antreibende musikalische Begleitung in seiner lebensbejahenden Wirkung perfekt unterstützt wird oder "Die City schläft", das mit seinem unruhigen, energiegeladenen Beat das hektische Treiben einer nächtlichen Großstadt auch melodisch fühlbar macht - selten waren Text und Musik so einheitlich, homogen und intelligent aufeinander abgestimmt. Es mag abgegriffen klingen, aber wie sollte es auch funktionieren, wenn der eine Beat aus den USA stammt und der nächste aus Kroatien von einem Prdouzenten, den man nur vom Namen her kennt? Mit dem Resultat "Musikmaschine" vor Augen kann man Blumentopf nur dazu gratulieren, sich dieser gängigen Praxis einmal mehr versagt zu haben.

"Gern Geschehen" war ein gutes Album, zweifelsohne. Doch auch wenn die Reime saßen, die Beats für sich genommen überzeugten und so manche Textidee ("Manfred Mustermann") unbestreitbar originell ausfiel - hin und wieder machte sich der Eindruck breit, dass das Album etwas höhepunktlos dahinplätscherte, gerade musikalisch fehlte die Energie und den Songs beattechnisch die Eigenschaft, etwas einzigartiges zu sein. Auch waren die Beats nicht derart explizit auf die jeweilige Textidee angepasst.

Genau diesen Mangel hat Blumentopf nun erfolgreich kompensiert - und auch wenn die Texte diesmal inhaltlich und reimtechnisch nicht ganz so umwerfend wie auf "Gern Geschehen" ausfallen, die musikalische Vielfalt steigert die Hörbarkeit des Albums drastisch.

Anspieltipps: Du sagst mir, Lass die Show, Die City schläft, Du und ich


Need for Speed: Most Wanted [EA Classics]
Need for Speed: Most Wanted [EA Classics]

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Filmreif inszeniert - rundes Qualitätsprodukt, 18. Dezember 2006
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Need for Speed - Most Wanted ist erst recht in der nur noch 20€ teuren Classics-Version ein Pflichtkauf für Rennspielfreunde, denen auch weniger

realitätsnahe Spiele zusagen.

Filmreif inszeniert bis ins letzte Detail und im Gegensatz zu den unmittelbaren Vorgängern auch endlich wieder mit der für mehr Abwechslung und Spannung sorgenden Polizei ausgestattet, präsentiert sich Most Wanted als sinnvoller und runderneuerter Nachfolger. Gerade der Umstand, dass nun wieder Verfolungsjagden durch die frei befahrbare Stadt möglich sind, fügt der kurzzeitig etwas eingerosteten Serie eine neue, Spielspaß fördernde Komponente hinzu. Alte Stärken wie der integrierte Verkehr, das atemberaubende Geschwindigkeitsgefühl und die Hollywood-tauglichen Effekte wurden dabei nicht vernachlässigt. Auch die Tatsache, dass nun wieder bei Tageslicht Gas gegeben wird, unterscheidet Most Wanted von den beiden Underground-Teilen. Folglich ist Most Wanted die Essenz aus den besten Features der Anfänge der Serie und gelungenen Neuerungen wie die frei befahrbare Stadt und das umfangreiche Tuning aus den späteren Auflagen.

Natürlich ist auch Most Wanted nicht frei von Mängeln; so hätte die KI etwas aggressiver und fordernder ausfallen können und auch der Schwierigkeitsgrad hätte eine bessere Ausbalancierung in Form von einer kontinuierlich ansteigenden Lernkurve gut vertragen. Denn bei einigen wenigen Stellen zu Beginn ist der Frustfaktor schon recht hoch, während oftmals die darauffolgenden Aufgaben wiederum pure Unterforderung sind.

Insgesamt sind das aber wirklich verzeihliche Kleinigkeiten, die am runden Gesamtprodukt nicht viel ändern.

Electronic Arts' Ruf hat in letzter Zeit merklich Schaden genommen und tut das mit einigen aktuellen Veröffentlichungen auch weiterhin, aber fairerweise muss man anerkennen, dass dem Weltkonzern mit Most Wanted endlich mal wieder ein wirkliches Qualitätsprodukt gelungen ist, das auch einen Kauf zum Vollpreis gerechtfertigt hätte. Rennspiel-Fans sollte nun mit dem Budgetpreis die Entscheidung noch leichter fallen.


World Racing 2 (DVD-ROM)
World Racing 2 (DVD-ROM)

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgezeichneter Spielspaß - Vorgänger weiterentwickelt, 2. November 2006
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: World Racing 2 (DVD-ROM) (Computerspiel)
World Racing 1 gefiel schon durch weitläufige, schöne und frei befahrbare Landschaften sowie der Mercedes-Lizenz. Den Sprung vom sehr guten Titel zum herausragenden Genre-König verhinderten aber der auf Dauer leicht ermüdende Karrieremodus und das zu behäbige Fahrgefühl.

Teil zwei behebt diese beiden Schwächen konsequent - und hat zudem noch einiges mehr zu bieten. Grafisch ist natürlich die Zündung einer neuen Stufe nicht ausgeblieben, die Umgebungen (Hawaii, Italien, Ägypten, Hockenheimring, Testcenter und Miami) sehen noch postkartenreifer als im Vorgänger aus und lassen auch etwas mehr als ein Jahr nach dem Erscheinungstermin der Originalversion keine Wünsche offen. Obgleich die Anzahl der Szenarien geschrumpft ist und diese zudem - so zumindest mein subjektiver Eindruck - kleiner ausgefallen sind, ist der Spielspaß des entspannten Umherfahrens im Spritztour-Modus dank des detailverliebten Landschafts- und Streckendesigns ungebremst.

Doch auch sonst hat man beim Synetic-Entwicklerteam dazugelernt: Das aus Performance-Schwierigkeiten beim ersten Teil noch entfallende Verkehrs-Feature ist nun in voller Pracht integriert und sorgt im Rennen für mehr Action und Abwechslung. Auch ein vollwertiges Schadensmodell ist nun enthalten und - wohl am wichtigsten - das eher behäbige Fahrgefühl ist deutlich spritziger ausgefallen. Unterm Strich hat das Gameplay auf der Strecke somit mehr Biss, Spannung und Abwechslung. Gut so!

Nächster Schlüsselaspekt ist der Karrieremodus, welcher beim Vorgänger zwar durchaus seinen Reiz hatte, aber unter anderem wegen der nervigen Testcenter-Fahrten etwas ermüdend geriet: Da musste man in regelmäßigen Abständen die immer gleiche Strecke abfahren, dazu auch noch mit nur leicht modifizierten Automodellen und hoher Rundenanzahl. Und hatte man einmal knapp die Zielvorgabe verfehlt, ging es wieder von vorne los. Kurzum: die Karriere war okay, aber man hätte deutlich mehr draus machen können - und das hat man dann beim zweiten Teil auch Gott sei Dank.

Die zu erreichenden Ziele sind nun deutlich abwechslungsreicher. Mal muss man eine bestimmte Durchschnitts- oder Höchstgeschwindigkeit erreichen und dann heißt es wiederum, eine vorgegebene Rundenzeit nicht zu überbieten - oder sogar die Kombination aus mehreren solchen Vorgaben, was die Fahrten deutlich komplexer und herausfordernder gestaltet. Auch die vom Vorgänger bekannten Offroad- und Checkpointrennen sind wieder mit von der Partie. Den Testcenter gibt es zwar immer noch, aber die mehrheitliche Beschränkung auf nur eine Strecke ist weggefallen.

Eine positive Entwicklung hat auch der Fuhrpark genommen: Neben Mercedes-Benz sind jetzt auch VW, Skoda, Alfa Romeo und unzählige - teils auch exotische - Automarken einsatzbereit. Zwar hätte man sich vielleicht noch den ein oder anderen größeren und bekannteren Produzenten gewünscht - aber das ist dann das berühmte Haar in der Suppe.

Unterm Strich steht ein fast fehlerloser, vorbildlicher Vertreter der Rennspielgattung zu Buche. Spannende Rennen, famose Umgebungsgrafik, frei befahrbare Landschaften und ein motivierender und herausforderender Karrieremodus - für Rennspielfreunde ist World Racing 2 spätestens in der 15€ teuren Budget-Version ein Pflichtkauf.


Die Pfütze des Eisbergs
Die Pfütze des Eisbergs
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 29,11

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Kehrseite des Eisbergs, 24. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Pfütze des Eisbergs (Audio CD)
Lange hat Dendemann, das Szene-Urgestein des deutschen Raps schlechthin, seine Fans zappeln lassen, bis er wieder auf Albumlänge zum Mic griff. Seit dem 1. September steht sein neustes Werk, namentlich die "Pfütze des Eisbergs" nun in den Händlerregalen und man kann nicht anders, als es eine Bereicherung für den deutschen Hip Hop anzusehen.

Egal, ob man langjähriger Dendemann-Supporter ist oder erst mit dem neuen Album auf den Geschmack gekommen ist - erklingt die einzigartige Stimme des kultigen Charismatikers aus den Lautsprechern, kommt sie einem so vertraut vor als würde ein alter Freund, den man lange nicht mehr gesehen hat, zu einem sprechen. Das allein treibt schon so manch nostalgischem Rap-Liebhaber die Tränen die Augen, aber vor allem ist es wohl die Tatsache, das Dendemann von all seinen Fähigkeiten, die ihn Ruhm erlangen ließen, nichts verlernt hat. Im Gegenteil: Er setzt heute noch Maßstäbe was Themenwahl, Reimqualität und vor allem Wortwitz und originelle Vergleiche anbelangt. Famos, wie er voller Menschenkenntnis und Weisheit aus dem Leben erzählt und uns nebenbei mit brilliantem Einfallsreichtum und einer gesunden Prise Humor zum schmunzeln bringt.

Genau aus diesen Gründen tut es mir so leid, Dendemann nicht mit runden fünf Sternen + dem Titel "Album des Jahres" zu versehen. Was also fehlt diesem eigentlich perfekten Album? Kurz gesagt: Die Beats machen es schlecht. Das nur kurze Zeit später erschienene "Musikmaschine" von Blumentopf führt Dendemann beattechnisch vor: So sehr Dendemann textlich up-to-date ist, so sehr mangelt es ihm an kreativen Beats, die die jeweilige Textaussage in seiner Wirkung unterstreichen. Das gleiche gilt für die Hooks, die auf "Die Pfütze des Eisbergs" beliebig und schlecht ausgewählt wirken. Statt zu fesseln und den Hörer zum mehrmaligen Abspielen anzuregen, enttäuscht die musikalische Komponente. Es ist geradezu unbegreiflich wie ein an sich geniales Album auf diese Weise runtergezogen wird, aber die Beats werden den brillianten Texten einfach in keinster Weise gerecht. Nichts gegen trockene und minimalistische Sounds, aber derart simpel und einfältig muss es dann doch nicht sein. So oft man von der Textqualtität auch nach mehrmaligem Hören noch positiv überrascht wird, so wenig fesselnd ist die Musik schon nach wenigen Malen. Schade um ein an sich brilliantes Album, das aber auch mit den verkorksten Beats und Refrains noch empfehlenswert ist. Dennoch: Führt man sich die textliche Genialität Dendemanns vor Augen, hätte "Die Pfütze des Eisbergs" im Handumdrehen ein Meilenstein werden können - ist sie aber nicht.


Musikmaschine
Musikmaschine
Wird angeboten von center21
Preis: EUR 20,58

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Musikmaschine arbeitet einwandfrei, 24. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Musikmaschine (Audio CD)
Blumentopf beschreitet neue Wege auf ihrem nunmehr fünften Studioalbum, und dafür kann man ihnen dankbar sein. Wenigstens eine Gruppe, die nicht unmotiviert und auf Sicherheit bedacht Alben aneinanderreiht, die sich in ihrer Machart und ihrem Stil kaum unterscheiden und keine Entwicklung erkenntlich machen.

Aber "Musikmaschine" ist nicht aus Selbstzweck innovativ gestaltet worden, sondern weil es sinnvoll erscheint - so sieht es zumindest der Hörer, der sich aufgrund der neuartigen, vielschichtigen und für sich stehenden Musik, die weit über den Begriff "Beat" hinausgeht, begeistert zeigt. Ob "Du sagst mir", dessen Text durch die kraftvolle, antreibende musikalische Begleitung in seiner lebensbejahenden Wirkung perfekt unterstützt wird oder "Die City schläft", das mit seinem unruhigen, energiegeladenen Beat das hektische Treiben einer nächtlichen Großstadt auch melodisch fühlbar macht - selten waren Text und Musik so einheitlich, homogen und intelligent aufeinander abgestimmt. Es mag abgegriffen klingen, aber wie sollte es auch funktionieren, wenn der eine Beat aus den USA stammt und der nächste aus Kroatien von einem Prdouzenten, den man nur vom Namen her kennt? Mit dem Resultat "Musikmaschine" vor Augen kann man Blumentopf nur dazu gratulieren, sich dieser gängigen Praxis einmal mehr versagt zu haben.

"Gern Geschehen" war ein gutes Album, zweifelsohne. Doch auch wenn die Reime saßen, die Beats für sich genommen überzeugten und so manche Textidee ("Manfred Mustermann") unbestreitbar originell ausfiel - hin und wieder machte sich der Eindruck breit, dass das Album etwas höhepunktlos dahinplätscherte, gerade musikalisch fehlte die Energie und den Songs beattechnisch die Eigenschaft, etwas einzigartiges zu sein. Auch waren die Beats nicht derart explizit auf die jeweilige Textidee angepasst.

Genau diesen Mangel hat Blumentopf nun erfolgreich kompensiert - und auch wenn die Texte diesmal inhaltlich und reimtechnisch nicht ganz so umwerfend wie auf "Gern Geschehen" ausfallen, die musikalische Vielfalt steigert die Hörbarkeit des Albums drastisch.

Anspieltipps: Du sagst mir, Lass die Show, Die City schläft, Du und ich
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 14, 2008 8:54 PM CET


Der Schatten des Windes. Roman
Der Schatten des Windes. Roman
von Carlos Ruiz Zafón
  Taschenbuch

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erst gut, Später schwach, 29. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Schatten des Windes. Roman (Taschenbuch)
Ein eigenartiger Roman: Selten habe ich ein Buch gelesen, dass schon nach wenigen Seiten eine derartige Strahlkraft ausübt, eine solche Magie entfaltet, eine vergleichbar große Faszination entwickelt wie "Der Schatten des Windes". Doch so rasant wie der Autor den Leser ob der sprachlichen Wucht und fantasievollen Schauplätze, Charaktere und Inhalte des Romans packt, so schnell lockern sich die Fesseln wieder und "Der Schatten des Windes" gleitet augenblicklich in einen Zustand der literarischen Tristesse ab; ödet mittels Langweile, Eintönigkeit und mangelnder Aufrechterhaltung der Spannung geradezu an. Verflogen der Zauber der ersten hundert Seiten, das virtuose sprachliche Können des Verfassers und die einzigartig-wunderliche Atmosphäre, die er zu schaffen imstande war. Beim Leser hält der Zustand ungläubigen Staunens während fortgeschrittener Lektüre jedoch weiter an: Erst positiv, dann tatsächlich überrascht, weil mit dieser seltenen Wandlung nicht zu rechnen war.

Ist "Der Schatten des Windes" nun ein gutes Buch? Schwer zu sagen - der Auftakt jedenfalls ist fantastisch und allein dadurch verdient sich das Buch nähere Betrachtung und gehobene Aufmerksamkeit. Doch später fand ich das Buch fad und schwachbrüstig, sodass ich es sogar letzlich demotiviert aus der Hand gelegt habe.

Zum Taschenbuchpreis will ich aber nicht wirklich abraten - scheinbar gibt es hier ja auch eine Vielzahl von anderen Lesern, die den Fortgang der Geschichte nicht als zäh und spannungsarm empfunden haben.

Egal wie: Der Beginn ist wirklich furios und das rechterftigt für den ein oder anderen ja vielleicht sogar schon den Kauf.


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