ARRAY(0xb072e858)
 
Profil für Extremophile > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Extremophile
Top-Rezensenten Rang: 37.961
Hilfreiche Bewertungen: 380

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Extremophile "Tom"

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
Ernährung im Gleichgewicht: Energetische Küche für Körper, Geist und Seele
Ernährung im Gleichgewicht: Energetische Küche für Körper, Geist und Seele
von Gertraud Radke
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend, wohltuend und informativ, 6. Januar 2011
Als ich das Buch bestellte wusste ich nicht, was mich erwartet. Meine Intention war die, mich als Laie mehr mit Ernährung zu beschäftigen, wobei mich prinzipiell der Titel des Buches und die geringe Seitenanzahl zum Kauf bewegt haben.
Das Buch ist sehr informativ, denn es klärt über Herkunft, Nährstoffinhalte und "Heilwirkung" (nach Hildegard von Bingen) über viele Getreide-, Obst-, Gemüsesorten, Hülsenfrüchte und anderes auf. Die tatsächlich sehr schmackhaften Rezepte, was ich anfangs aufgrund der Inhalte nicht beurteilen konnte, waren sogar für einen Laien wie mich in puncto Kochkunst schnell und einfach zubereitet. (In diesem SInne bietet das Buch einen guten Einstieg ins Kochuniversum.) Das Highlight des Buches bildet die Reiswoche: Eine ganze Woche wird zur Hauptmahlzeit polarisierter Reis mit Gomasio (eine wahre Bereicherung!), Tomari und anderen Beilagen gegessen. Das Wohlbefinden zeigt sich gleich nach dem Essen im Bauch, und auch nach einigen Tagen im ganzen Organismus.

Die Meinung der Autorin ist, dass das Essen ein kleines Ritual darstellen soll, im Sinne von Zen (Ruhe, Achtsamkeit, Dankbarkeit). Das halte ich für einen wichtigen HInweis, da wir heute vergessen haben wie wertvoll die Nahrung ist, die wir uns meist undankbar zuführen und sie nur noch als soziale Komponente oder schnelle Hungervertreibung praktizieren. (Optional gibt die Autorin auch Tipps zum Einstieg in Meditation.)
Sie hat einen sehr sympathischen Schribstil, ungezwungen und angenehm. Ihre Erklärungen und persönlichen Erlebnisse sind über den eigentlichen Inhalt hinaus eine gelungene Abrundung.

Fazit: Auch wenn viele mit der Einstellung der Autorin nicht konform gehen, kann dieses Buch mit seinen rezepten und Beschreibungen der Lebensmittel, sowie dem Konzept einer polarisierten Küche für jeden bereichernde Impulse geben.


Gerechtigkeit: Eine philosophische Einführung
Gerechtigkeit: Eine philosophische Einführung
von Otfried Höffe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurz und bündig, 9. Juli 2010
Der Einführung würde ich zwei Bwertungen geben:
3 Sterne wegen dem Stil und dem Aufbau. Der Aufbau ist prinzipiell zwar nicht schlecht gewählt, doch verliert man häufig den roten Faden bei der Fülle an Themen, die direkt, indirekt oder peripher mit der Gerechtigkeit zusammen hängen. Deshalb kommt es oft zu Ausschweifungen, die sicherlich gerechtfertig sind, aber die Lesbarkeit etwas erschweren, was jedoch nicht unbedingt als Nachteil empfunden werden muss. Der Stil des Autors ist auch gewöhnungsbedürftig, da sich Vieles kürzer und unkomplizierter ausdrücken ließe. An der Wortwahl erkennt man den Philosophen: Viele Wörter sind nicht typisch alltagssprachlich, gelegentlich, so scheint mir, entwickelt der Autor sogar sein eigenes ad hoc Vokabular. In diesem Sinne halte ich die Einführung für zu anspruchsvoll.

5 Sterne wären jedoch dem Inhalt und den Erklärungen definitiv "gerecht". Obwohl manches erklärt wird, von dem man ohnehin ein intuitives Verständnis hat und sogar manche Banalitäten expliziert werden, die ohnehin dem allgemeinen Wissensstand entsprechen, ist der Großteil doch überaus informativ. Es werden Kriterien, Argumente und Gegenargumente nachvollziehbar erklärt und numerisch aufgeführt, die Definitionen sind allgemein verständlich und erhellen das eigene Verständnis (zB zu Worten wie Solidarität, stattliche Strafe, bürgerlicher Ungehorsam, Menschenrechte, etc.) und man erfährt viel über mit der Gerechtigkeit verbundenen oder von ihr abhängigen Themen, ihre Rechtfertigung und interkulturelle Gültigkeit. Dabei ist jedoch zu beachten, dass dabei die meisten Ausfürhungen als Idealvorstellungen gehalten werden, denen die politische und andere Realitäten nicht entsprechen können, auch wenn es das erklärte Ziel ist. Alles in allem eine inhaltlich sehr gute Einführung in das Thema Gerechtigkeit mit ihren historischen, stattphilosophischen, sozialphilosophischen, rechtsphilosophischen und kultruphilosophischen Gesichtpunkten.

Der Mittelweg: 4 Sterne


Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise
Kooperation statt Konkurrenz: 10 Schritte aus der Krise
von Christian Felber
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,90

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ReadMe!, 24. Februar 2010
Dieses Buch von Felber sollte zur Pflichtlektrüe jedes demokratiebewussten Menschen werden. Das Wort "Krise" im Untertitel ist am Ende der Lektüre viel allgemeiner zu verstehen als zu Anfang gedacht. Nicht nur mit der Wirtschafts- bzw. Finanzkrise zu identifizieren meint das Wort - wie nach dem Lesen der 10 vorgestellten Schritte ersichtlich - eine fundamentale Dimension gegenwärtiger sozialer, politischer, wirtschaftlicher (und damit finanzieller), pädagogischer und sonstiger Aspekte moderner Demokratien. Dass die Politiker nicht mehr das tun, was das Volk eigentlich will ist klar und dafür muss man nicht erst dieses oder ein ähnliches Buch lesen. Doch wer wissen will warum dies so ist und letzlich welche Wege aus diesem Zustand der Volksohnmacht und wirtschaftlichen Diktatur führen, der sollte als mündiges Mitglied einer Demokratie unbedingt dieses Buch lesen, denn - wie später in dem Buch heißt: Wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur aufwachen. Aber die Demokratie funktioniert nicht von alleine.
Zunächst dachte ich in einem so kurzen Buch kann man doch nicht das Programm, wie Felber es in viert Teilen vorstellt, vollständig beschreiben: 1. Ursachen der Krise, 2. Löscharbeit der Regierungen, 3. Finanzmärkte regulieren, 4. 10 Schritte aus der Krise. Doch Überraschung er kann; mit "ausgezeichnetem Erfolg". Es ist ein sehr kompaktes Buch, mit unglaublich vielen Informationen, dass zum Teil auch sehr anspruchsvoll zu lesen ist und am besten auch ein zweites Mal - zum besseren Verdauen - gelesen werden sollte. Doch prinzipiell ist es allgemeinverständlich - auch ohne Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften.

Zunächst erfährt der Leser alles Wichtige über die Finanzkrise die Idiotie, die dahinter steckt und wie sich - historisch und systematish erklärt - die Finanzwirtschaft von der Realwirtschaft losreißen konnte, um ein höchst suizidgefährdetes Eigenleben zu führen. Um einige Beispiel von seinen Analysen zu nennen, erklärt er Funktion und Wesen von Finanzfonds und Derivaten, reißt ihnen bildlich gesprochen die Maske vom Gesicht um ihre hässlichen Fratzen zu offenbaren, erklärt die Falschheit vom Shareholder-Value-Prinzip und deckt auch die eigentlichen Absichten von Finanzgurus wie Robert Rubin, Lawrence Summers, Alan Greenspan, Hayek und Friedman auf, indem er deren Statements zitiert und ad absurdum führt; um nur einige zu nennen.
Außerdem offenbart sich Felber gelegentlich als guter Metaphoriker, dessen Metaphern durchaus als Merkregeln für den Leser gelten können, um ungebildeten die Faktenlager verständlich zu machen. Ein Beispiel: "Die Regierungen der westlichen Länder glaubten in den letzten dreißig Jahren immer ehrfürchtiger an diesen Gott [= der Gott namens Markt]. Sie stellten 'freie' globale Finanzmärkte her und verzichteten auf jede vernünftige Regulierung, KOntrolle und Aufsicht dieser Märkte. Es wäre das Gleiche, als hätten sie weltweit zehspurige Autobahnen errichtet und gleichzeitig die Straßenverkehrsordnung abgeschafft, die Verkehrsschilder weggeräumt, die Bodenmarkierungen gelöscht und die Zulassungspflciht für Kraftfahrzeuge aufgehoben. Dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis es zur Massenkarambolage kommt und der Verkehr stillsteht." (S. 26)

Das Problem an dieser Lage ist, dass umso mächtiger die Mächtigen werden, desto schwächer werden die politischen Interventionsmöglichkeiten in die eigentlich richtige Richtung zu lenken. Die Demokratie ist in akuter Gefahr und zu großen Teilen schon ihres eigentlichen Wesens beraubt: Der Mitbestimmung des Volkes über Entscheidungen, die dieses betreffen. Stichwort "Lobbying", dass auch an mehreren Stellen ausführlich behandelt wird.

Das Buch liest sich zum Teil sogar wie ein Krimi, bleibt aber nicht dabei stehen nur zu analysieren und zu kritisieren, sondern macht immer wieder gute Vorschläge für lang- und kurzfristige Verbesserungen. Ein grandioses Konzept ist vor allem die "Demokratische Bank", wie sie Felber vorstellt. Allein diese ist schon ein großartiger Vorschlag, von denen sich sehr viel mehr - vor allem gegen Ende des Buches vorgestellt - nennen lassen würden.

Das wichtige Allheilmittel aus der Krise ist die Kooperation, als neues Fundament der nachhaltigen, gerechten und stabilen Wirtschaft, wie Felber dies ausführlich und gekonnt beschreibt. Diese ist ja auch sein Programm, um den Schleier zu lüften: "Kurz, Wettbewerb ist ein hochgradiges Charakter-, Beziehungs- und Gesellschaftsgift. Wir sollten ihn aus den politischen Programmen streichen und aus unserem kulturellen Wertekanon bannen. Kooperation führt erwiesenermaßen zu solidarischerem Verhalten und größerer Hilfsbereitschaft, zu stärkerer Freundschaftsbildung und Zuneigung, zu mehr Vertrauen und Sicherheit. [...]" erklärt Felber, nachdem er gerade 5 Mythen als logische und empirische Fehlschlüsse entlarvt hat, die das Konkurrenzprinzip als Fundament für die Wirtschaft etabliert haben wollen. (S.133)

Zuletzt: Es ist die Pflicht eines mündigen Mitglieds einer Demokratie sich Informationen zu beschaffen, die es frei und unabhängig denken udn agieren lassen. In der Informationsflut ist diese oft schlecht herauszufiltern. Mit diesem Buch aber tut man den ersten wesentlichen Schritt, wiel es gekonnt die Situation und Funktion von Finanzwirtscahft und Wirtschaftsideologie erkläert. Dieses Wissen ist die Basis, denn jeder Mensch muss sollte das System in dem er lebt verstehen. Das Herz dieses Systems ist der Finanzkapitalismus.


Vegetarisch leben - Die Vorteile einer fleischlosen Ernährung
Vegetarisch leben - Die Vorteile einer fleischlosen Ernährung
von Armin Risi
  Taschenbuch
Preis: EUR 4,50

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert, 3. Februar 2010
Dass man in einer so kurzen Darstellung nicht alle Facetten des Vegetarismus darstellen kann ist vorprogrammiert. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf weltrelevanten Themen: der geschaffene Welthunger (in der sogenannten "Dritten Welt") und die rigorose Umweltzerstörung durch den Fleischkonsum der Industrienationen. (Dass dem so ist, kann man auch bei nahezu allen Umweltschutzorganisationen erfahren, denn der indirekte Indikator dafür, wie "wohlhaben" eine Nation ist, erkennt man an ihrem nationalen Fleischkonsum: Umso reicher, desto mehr Fleisch.) Daneben nehmen vor allem die Themen gesundheitliche Vorteile einer vegetarischen Ernährung und moralische Aspekte des Fleischtötens einen wichtigen Stellenwert ein. Abgerundet wird das Buch durch einen Einblick in die Religionen und ihre vermeintlich göttliche Erlaubnis Fleisch zu essen, was - nebenbei bemerkt - wirklich eine meinungsmanipulierende Verfälschung der Tatsachen darstellt seitens der großen "Führer" der Weltreligionen.(siehe z.B.: Fisch ist vegetarisch im Christentum. Das ist tatsächlicher Volksglaube. Einfach irre!!!)
Was zurecht bemängelt werden kann ist vor allem die fehlende Quellenangabe. Man muss natürlich annehmen die Autoren beziehen ihr Wissen von irgendwo her und erfinden es nicht beim Schreiben. Da die Informationen zum Teil sehr detailliert und - für meine Begriffe - auch fundiert sind, ist es schade, dass Quellen und sogar eine Literaturliste fehlen.
Der mit Abstand großartigste Aspekt an diesem Buch ist die 18 Seiten lange Sammlung von Zitaten verschiedenster Vegetarier von Pythagoras bis 2008, die dafür öffentlich eingestanden sind: Platon, Plutarch, Da Vinci, Alexander von Humboldt, Thomas Alva Edison, Nikola Tesla, Albert Einstein, Albert Schweitzer and many more. Danach folgen noch Zitate einiger Prominenter.
Zum Thema Vegetarismus selbst, sind die Gemüter gespalten. In dem Buch wird öfetrs impliziti und einmal explizit darauf hin gewiesen, dass der Vegetarismus die einzig wahre Gesundheitsvorsorge ist und die Mangelerscheinungen eine Lüge der Fleischindustrie sind. Ob dem so ist, muss man fraglich offen lassen, recht habe die Autoren aber dafür in anderen Punkten: 1. der zu starke Fleischkonsum fördert die verschiedensten Zivilisationskrankheiten, von denen sie "Arteriosklerose, Wasserablagerungen, Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Hautkrankheiten, Allergien, Gicht, Osteoporose, Rheuma, Diabetes und Krebs" nennen 2. Das industriell aufbereitete Fleisch ist "gewürzt mit Wachstumsförderern, Hormonen, Antibiotika und Beruhigungsmittel.[...] Nach der Tötung der Tiere kommen viele weitere künstliche Substanzen ins Fleisch, angefangen mit chemischen Konservierungsmitteln, damit keine üblen Gerüche dem Käufer des oftmals tage- oder wochenalten Fleisches den Appetit verderben."
und 3. Die fleischaufbereitenden Großkonzerne und viele an der Fleischproduktion beteiligten Unternehmen leben von ihrem Geschäft und hätten weniger Arbeit, wenn die Menschen erkennen würden, welche Lügen von diesen verbreitet werden, damit die Menschen glauben, sie bräuchten Fleisch. Tatsache ist jedoch, dass der Mensch im Ganzen betrachtet (Gebiß, Magen, Darm, Speicheldrüsen, Hautatmung durch Poren) kein Fleischesser ist, auch wenn er dieses schlecht aber doch verdauen kann. "Dies zeigt sich auch daran, dass er das getötete Tier nicht roh essen kann, sondern das Fleisch erst durch Abhängen, Kochen, Würzen und Braten zubereiten muß, bevor er überhaupt nur daran denken kann, es zu verzehren" (S.30) Zudem gibt es viele Völker auf der Erde die kein Fleisch essen und trotzdem gesund, ja sogar gesünder leben. (zB Hunza) Und es werden auch viele Kinder von Vegetariern vegetarisch aufgezogen, die de facto keine Mangelerscheinungen haben. Das weiß ich aus persönlichen Kontakten.
Und nebenbei bemerkt: Mangelerscheinung hat der "zivilisierte" Mensch sowieso, weil nahezu alle Nahrungsmittel industriell so verabreitet worden sind, dass ihre natürlichen Nährstoffe zu einem minimalen Anteil vorhanden sind. Wer also glaubt, er gehe zu Mc Donalds, esse einen Bürger und und habe dann nährstoffreich gegessen, der hat es wahrscheinlich verdient an Mangelerscheinungen zu leiden, wenn er so etwas glaubt.

Und der eigentlich entscheidende Grund für eine vegetarische Lebeweise sollte sein:
"Durch die unnatürlichen Monokulturen, durch die Rodung des Regenwaldes, durch die Bodenzerstörung und Gewässerverschmutzung sowie durch die Methangase der Mastviehbetriebe wird eine weltweite Klimaveränderung vorangetrieben, deren Folgen die Menschen zunehmend zu spüren bekommen: Treibhauseffekt, Wüstenausbreitung, Überschwemmungen, Abschmelzen der Polkappen usw. All diese Problempunkte fallen letztendlich auf die Menschen zurück, und es stellt sich die Frage, wie es sich die Menschheit heute leisten kann, nicht vegetarisch zu leben." (S. 47)


Was ist Kultur?: Eine Einführung
Was ist Kultur?: Eine Einführung
von Terry Eagleton
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mühsame Kost, 9. Januar 2010
Dieses Buch ist keineswegs dazu geeignet zu erklären, was Kultur ist. "Das Wort 'Kultur' ist wohl eines der komplexesten unserer Sprache - an Bedeutungsreichtum wird es nur übertroffen von dem Wort 'Natur', das mitunter als sein Gegenteil gilt." Dieser Satz zu Anfang des Buches verrät schon, dass das vorliegende Werk nicht erklären kann was Kultur ist. Es hat gezählte 164 Bedeutungen bereits 1952 gehabt, und wer weiß wie viele jetzt. Die Kutlurwissenschafter streiten über diesen Begriff freilich selbst und verwenden immer nur einen pragmatischen Kulturbegriff. Zum Teil gibt das Buch wirklich gute Denkanstöße, wenn man versucht den Begriff zu verstehen, aber mehr leistet es auch nicht. Der Stil ist sehr unangenehm. Eagleton will - wie mir scheint - witzig, akademisch und leichtverständlich zu gleich sein. Über witzig und akademisch kann mensch vielleicht streiten, aber leichtverständlich ist es definitiv nicht, obwohl es sich als ein populärwissenschaftliches Buch tarnt. In dieser dreier Mischung bleibt ein Wirrwarr an Wortkonstellationen zurück, die wahrscheinlich kein Literaturprofessor gutheißen würde. Zum Teil sind die Worte, wie sie Eagleton verwendet (aufgrund ihrer Bedeutung) schicht falsch. Auch die von ihm verwendeten Zitate (wenn auch wenige) sind mehr als unpassend. Zudem ist die Durchführung des Projekts des Buches, die Geschichte des Begriffs darzustellen, unübersichtlich und verwirrend ausgefallen.
Damit wäre wohl das Wesentliche gesagt. Alles in allem eine pure Enttäuschung. 2 Sterne aber trotzdem, weil es dennoch stellenweise - wie bereits erwähnt - gute Denkanstöße bietet.


Natur, Subjektivität, Gott
Natur, Subjektivität, Gott
von Helmut Holzhey
  Sondereinband

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen HErvorragende Einstiegs- und Vertiefungslektüre, 20. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Natur, Subjektivität, Gott (Sondereinband)
Der Band umfasst 11 Beiträge verschiedener Philosophen zur "Prozeßphilosophie" Whiteheads - wie es im Untertitel heißt. Dabei steht keineswegs bloß nur die "Prozeßphilosophie" zur Diskussion, obgleich mit diesem Schlagwort die Metaphysik Whiteheads Eingang in die Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts gefunden hat. Vielmehr ist der Band eine Versammlung von Beiträgen, die größtenteils die Aktualität des weitreichenden philosophsichen Systems von Whitehead untersuchen, denn dieser scheint nun als anfangs verkannter Philosoph - Whitehead war primär Mathematiker, der erst in fortgeschrittenen Jahren zum aktiven Philosophen wurde - zu neuer Populärität zu gelangen. Dies hängt freilich unter anderem damit zusammen, dass er einer der wenigen ernstzunehmenden Philosophen des 20. Jahrhunderts ist, die die moderne Wissenschaft in ihr metaphysischen Programm einbauen. Dabei deckt seine zunächst als Naturphilosophie begonnene Metaphysik, die er selbst als Kosmologie ("Lehre von der Ordnung der Welt") bezeichnet, ein breites Spektrum an Themen ab, die ihn dann aber zu viel weitreichenderen religions-, kultur- und sozialphilosophsichen Überlegungen führt, die zum Teil mit heutigen Theorien des beginnenden 21. Jahrhunderts konkurrenzfähig sind. Man könnte es so auffassen, dass all die positiven Aspekte der Philosophiegeschichte, die heute noch als vertretbar und relevant gelten, in Whiteheads System integriert sind, dieses aber darüber hinaus für die heutige Wissenschaftsdogmatik viel attraktiver erscheint, obwohl sein System mit theologischen Implikationen endet. Doch gerade deshalb scheint die Lektüre sehr lesenswert. Alles in allem ist der Band sehr lesenswert und informativ. Hier im einzelnen die Titel der Beiträge aufgelistet:

1) Helmut Holzhey: Das Postulat eines neuen Naturbegriffs. Zur Kritik an der aristotelsichen Naturphilosophie bei Leibniz und Whitehead

2) Michale Hampe: Sekundäre Qualitäten und die Verzweigung der Wirklichkeit

3)Hans-Christian Lucas: Whiteheads Organizismus und der Streit um interne und externe Relationen

4)Gottfried Heinemann: Zenons Pfeil und die Begründung der epochalen Zeittheorie

5) Alois Rust: Naturwissenschaft und Kosmologie bei Alfred N. Whitehead

6) Friedrich Rapp: Das Subjekt in Whiteheads kosmologischer Metaphysik

7) Maria-Sibylla Lotter: Subject-Superject: Zum Verhältnis von Privatheit und Öffentlichkeit

8) Reiner Wiehl: Whiteheads Kant-Kritik und Kants Kritik am Panpsychismus

9) Christoph Wassermann: Mathematische Grundlagen von Whiteheads Religionsphilosophie

10) Helmut Maaßen: Gottes Beziehung zum Guten und Bösen in Whiteheads relationaler Wertethik

11) Reto L. Fetz: Whiteheads Begriff einer Religion im Werden und die Theorie der Moderne

Anmerkung: Die Beiträge 2 bis 4 stehen im Zusammenhang mit der Quantenphysik. Wo erst in den 1960er Jahren durch John Bell der Streit um interne und externe Relationen entschieden, hat Whitehead dieses schon in den 1920er Jahren vorweggenommen und zu einem fixen Bestandteil - wenn nicht sogar zu dem wichtigsten - seiner ganzen Metaphysik gemacht.


Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis
Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis
von Klaus Werner Lobo
  Broschiert

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allgemeine Aufklärung für jeden, 26. Oktober 2009
An Christian Sturm: Bis sich die Mutlis besinnen kaufe ich nur die Produkte von ethischen bzw. halbwegs vertretbaren Konzernen. Denn nur wenn die Bevölkerung sich besinnt und nach ethischen Kriterien kauft, kann sich etwas ändern und die Politik und Wirtschaft beeinflussen. Jeder Mensch entscheidet im kleinem Rahmen, nämlich in dem, in dem es ihm möglich ist. Würde die Behauptung also stimme es bringe nichts "ethisch" zu konsumieren, hätte es auch keinen Sinn mehr seine Stimme in einer demokratischen Welt abzugeben, weil diese nur eine ist.

Zum Buch: Wer sich heute einen Überblick über die verschiedensten "Machenschaften" verschaffen will, muss eine Fülle an Literatur durchwühlen. Nicht mehr dank diesem Buch, dass viele (vor allem die wesentlichen) Aspekte anspricht. (Daher allgemeine Aufklärung.) Es werden die Probleme der Geldwirtschaft, die Unmoral der Pharmazie, der Konsumwahn, die Armuts- und Kriegsförderung durch Konzerne, sowie Umweltzerstörung und Kinderarbeit durch Profitgier thematisiert. Das Buch wird euch wütend machen, schreib Lobo zu Anfang. Dies ist wahr. Angesichts der Situation in der Welt ist es pervers, dass Saturn noch immer seinen Slogan vom geilen Geiz vertritt, der als die allgemeine Bezeichung für das oben genannte Übel auftreten kann. Doch "Uns gehört die Welt" propagiert auch, dass uns die Welt gehört, den Konsumenten und nicht den Konzernen. In diesem Sinne ist es sehr hilfreich, dass Lobo am Ende des Buches Firmenportraits eingefügt hat, und zwar von besonders viel konsumierten und gleichzeitig fragwürdigen Marken. Über das ganze Buch verteilt gibt es auch sonst noch Ideen für Alternativen, sowie an jedem Ende eines jeden Kapitels sich Weblinks befinden, die zusätzliche Information und Möglichkeiten zur aktiven "Verbesserung" bieten. Die allgemeinste Alternative ist aber Produkte mit dem Fair Trade Gütesiegel zu kaufen, da sich hier bereits ein erfolgreicher Markt aufgebaut hat, der am (langsamen) Wachsen ist, und unter dem Wort der Transparenz steht: Jeder Konsument hat die Möglichkeit sich über Verträge, Produkte, Produktionsort, Vertriebsunternehmen und so weiter zu informieren.

In diesem Sinne: Mögen viele Menschen dieses Buch lesen, ihre eigentliche Macht (als Kaufkraft) erkennen und vielleicht sogar aktiv für eine sozialere und umweltfreundlichere Welt tätig werden, denn wir sind es, die dies in der Hand haben und nicht die Armen, die durch unser Verschulden arm sind.


Buddhismus und Quantenphysik - Die Wirklichkeitsbegriffe Nagarjunas und der Quantenphysik
Buddhismus und Quantenphysik - Die Wirklichkeitsbegriffe Nagarjunas und der Quantenphysik
von Christian Thomas Kohl
  Taschenbuch

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Irreführender Titel, 26. Oktober 2009
C. T. Kohl erweist sich in dem Buch als exzellenter Kenner der Ontologie Nagarjunas. Neben seinen eigenen Übersetzungen stellt er auch teilweie jene von anderen Übersetzern nebenan, wodurch die Thematik eine Seriösität erlangt. Zudem beweist er auch seine Kenntnisse in der abendländischen Philosophie und in der populärwissenschaftlichen Literaturwelt der modernen Physik. Alles in allem ist das Buch - wenn auch sehr langatmig - eine hervorragende Ausarbeitung der Philosophie Nagarjunas im Vergleich mit der abendländischen Denktradition - auch wenn letztere nicht immer ganz stimmig dargestellt ist. 3 Sterne aber nur deshalb weil vor allem die "überraschende Parallelität" zwischen Buddhismus und Quantenphysik ausbleibt. Zunächst ist der Titel in der Hinsicht falsch, dass er das allgemeine Wort Buddhismus verwendet. Erst mit Blick auf den Untertitel erhellt die eigentliche Thematik des Buches. Es wird nämlich bloß ein einziger Philosoph des Buddhismus dargestellt: Nagarjuna. Auch wenn dieser der wahrscheinlich wichtigste Philosoph des Mahayana-Buddhismus war oder vielleicht auch ist, so darf sich der Leser nicht erhoffen mehr über die Parallelen zwischen "Buddhismus" und QP zu erfahren. (Dies liegt unter anderem natürlich auch daran, dass weder B QP ist noch QP B!) Zudem sind die Parallelen gar nicht so rigoros wie das Abstract erhoffen lässt, denn nur weil die QP eine Naturphilosophie der Relationen nahelegt und diese bei Nagarjuna gegeben ist, sind das noch keine großartigen Strukturähnlichkeiten. Zudem gibt es auch in der abendländischen Tradition Philosophien mit relationalem Charakter, von denen Kohl aber nur jene Whiteheads nennt. Was aber viel unpassender an dem Titel ist, ist das Wort "Quantenphysik", da diese in dem Buch so gut wie überhaupt nicht vorkommt. Es wird zwar gegen Ende auf die möglichen metaphysischen Konzepte der QP eingegangen, die auf 4 mögliche philosophische Denktraditionen hinweisen (, was - wie in dem Buch ausgeführt - streng genommen philosophisch auch nicht ganz so korrekt ist), aber die QP selber wird nicht behandelt. Erhoffen hätte man sich vor allem können, warum denn die QP eine Naturphilosophie der Relationen nahelegt. Dass dies mit der Verschränkung und dem Bell Theorem (Nichtlokalität) zu tun hat, wird an keiner Stelle erwähnt. Darüber hinaus war es dass auch schon mit den Parallelen bezüglich Nagarjuna und QP.
Resümierend lässt sich also sagen: Sowohl der Begriff Buddhismus als auch jener der Quantenphysik sind zu allgemein für den Inhalt des Buches.
Würde der Titel nun "Quantenphysikalische Konsequenzen im Lichte der Philosophie Nagarjunas" oder ähnlich lauten, wäre dieser eher korrekt, aber vermutlich zu fachspezfisch klingend, womit dann das breite Publikum nicht angesprochen wäre, was der Autor aber vermutlich bezweckt. In diesem Sinne sei also Bedacht auf den Untertitel gelegt.

3 Sterne deshalb, weil das Buch aus der Perspektive von Nagarjuna eine angemessene Kritik an der abendländischen Ontologie und möglichen metaphysischen Konzeptionen der Qp liefert, aber der Titel ist irreführend (eigentlich falsch) und die QP wird viel zu oberflächlich beleuchtet, als dass man die Parallele erkennen würde. Kohl führt lediglich an manchen Stellen an, dass physikalischen Objekte ihre Eigenschaften nicht unabhängig von anderen haben, was von den meisten Physikern nicht (mehr) bestritten wird.

DIESE REZENSION BEZIEHT SICH AUF DIE ERSTE AUFLAGE!


Große Meister Indiens
Große Meister Indiens
von Jyotishman Dam
  Taschenbuch

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisterung erweckend!, 28. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Große Meister Indiens (Taschenbuch)
Obwohl ich mich schon mit viel Literatur zum Thema Hinduismus und überhaupt fernöstlicher Philosophie beschäftigt habe, kann ich der Vorrezensentin nur zustimmen: In dem Buch findet sich die Essenz hinduistischer Weisheit, zwar exemplarisch an diesen 5 herausragenden Persönlichkeiten neueren Datums, aber deren Leben repräsentiert den Hidnusimus als ganzes. Das Alte wird in neuer Form dargebracht. Hervorragend Erklärt erfährt der Leser den Hintergrund zum Hinduismus und darf in Leben und Lehre der Meister eintauchen, die einen wirklich in den Bann ziehen. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu Lesen. Dabei ist die Auswahl wirklich gut getroffen, da gerade diese 5 eine vollständige Entwicklungslinie darstellen, wie mir scheint, vom Reformer Ramakrishna zum Weltverbesserer Sri Chinmoy. Das Wesentliche bei diesen Persönlichkeiten ist einerseits ihre hinduistische Wurzel, abr andererseits ihre Erneuerungsfähigkeit der alten Werte, die immer wieder im Laufe der Zeit verloren gehen, wodurch der Hinduismus immer wieder in das Starre brahmanische Ritualverhalten verfallen (siehe Brahmanismus), wo Vielgötterei ohne tieferen Sinn praktiziert wird. Im Laufe der Zeit gab es viele Störmungen um sowohl das Kastensystem aufzuheben oder zu vermindern und wieder die wahre Spiritualität in den Hinduismus einzuführen. Im Brahmanismus war das Karma-Yoga (nicht im Sinne von guten Taten) an der Tagesordnung, also das Yoga des Tuns als das abhalten von Ritualen. Die ersten Wanderaskaten bildeten hier die Reformbewegung und heruas kamen die Upanishaden und mit ihnen der Vedanta in seinen verschiedenen Spielarten. Im erneuten Ritual und Opferkult degenerierten Hinduismus gab es dann noch einige Reformbewegungen wie etwa das Tantra (vornehmlich im Shaktisimus)und später Bhakti-Yoga (vornehmlich im Vishnuismus). Alle diese Personen stehen hier für eine neue Blüte dieser Reformbewegungen und zeigen, dass im Hinduismus mehr steckt als Aberglaube und die sogenannte Vielgötterei. Gleicht Ramakrishna verbindet in sich alle traditionellen Formen des Hinduismus und zeigt, dass alles nur verschiedene Wege zum einen Ziel sind, bloß ihre Konzepte sind unterschiedlich. Alles geht vom Brahman aus, dem sind sich alle 5 einig, und alle Göttern sind ein Aspekt von diesem. Darüber hinaus entwickeln sie zwar eigene Lehren, die sich aber auf vielfältige Weise ergänzen, und überscheiden. Ein großartiges Buch!
PS: Bei den Bildern auf die leuchtenden Augen der Meister achten!


In die Stille gehen: Einswerden mit der Seele
In die Stille gehen: Einswerden mit der Seele
von Choa Kok Sui
  Gebundene Ausgabe

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Idealer Einstieg, 20. Juli 2009
Das vorliegende Buch von MCKS ist zunächst eine Art Überblick über das gesamte Weltbild des Autors, wobei vor allem die 2 wesentlichen Meditationen seiner Lehre (Über die zwei Herzen und Seelenverwirklichung beschrieben werden, die aber besser nicht ohne die CDs oder das Online Streaming durchgeführt werden, weil der Ablauf eher Komplex ist. Nicht weniger komplex für meine Begriffe aber handlicher ist die Meditation über das Vater Unser in dem Buch "Vater Unser" beschrieben, die ohne weiteres alleine durch das Buch erlernbar ist. In "in die Stille gehen" kommen zudem alle wichtigen Themen vor, die auch im Pranic Healing und Arhatic Yoga wichtig sind, wenn auch auf sehr knappem Raum beschrieben. Nach einer guten Ein- und Hinführung in die allgemeine Welt der Spiritualität (MCKS verbindet ins einem System Gedanken aus allen spirituellen Traditionen der Welt und bringt sie zu einer Einheit), in dem sich eine Fülle an Perlen der Weisheit finden, wird der letzte Teil des Buches konkret über das Bewusstsein des Menschen, seine spirituelle Dimension und "Physiologie" abgehandelt, wie sie schon von Theosophen vorgenommen wurde. (MCKS nimmt auch stark bezug auf sie.) Alles in allem ein hervorgandes Buch für Einsteiger in das Thema Spiritualität allgemein, in die Grundprinzipien des Pranic Healing (Chakren, 5 Tugenden, Reinigungsübungen, Sinn der Meditationen) und überhaupt die Welt der Esoterik, wobei das Buch für jedermann verständlich geschrieben und aufbereitet ist. Der Titel des Buches beschreibt keinswegs den Inhalt, sndern vielmehr nur einen kleinen Teil des Buches, der die Mystik behandelt (, wenn es MCKS auch nicht so nennt). So lautet die Quintessenz dieses Teils: "Wenn wir in die Stille gehen, werden wir uns nicht nur der Göttlichen Präsenz in uns bewusst. Wir erkennen auch die Präsenz des Göttlichen, die alles durchdringt.
Wie erreichen Sie Stille? Sie erreichen sie nicht dadurch, dass Sie den Fluss der Gedanken anhalten, sondern indem Sie sich der inneren Stille bewusst werden. Wo ist diese innere Stille zu finden? In der 'Lücke' zwischen den Gedanken."


Seite: 1 | 2 | 3 | 4