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Rezensionen verfasst von
Reading Weekends

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fünf vor zwölf: Thriller
fünf vor zwölf: Thriller
von David Baldacci
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1.0 von 5 Sternen Lieblos und leblos, 2. November 2014
Rezension bezieht sich auf: fünf vor zwölf: Thriller (Taschenbuch)
Ich habe diesen Roman ausschließlich aufgrund des Klappentextes gekauft - und weil ich schon immer mal einen Baldacci gelesen haben wollte. Heute habe ich nach exakt sechs Wochen und 154 Seiten die Waffen gestreckt. 154 Seiten eines Buches, das laut Cover ein Thriller ist, bei dem ich aber bis Seite 154 keine, aber wirklich GAR keine Spannung finden konnte. Das Buch ist lieblos geschrieben und wirkt zudem leblos. Wie man hier behaupten kann, es sei von der ersten bis zur letzten Seite spannend, ist mir ein Rätsel. 10 Euro weggeworfen. Ärgerlich!


Vergeltung (suhrkamp taschenbuch)
Vergeltung (suhrkamp taschenbuch)
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Derbe Enttäuschung, 4. April 2014
"Tage der Toten" ist bis heute eines meines absoluten Lieblingsbücher, und auch "Kings of Cool" steht auf der Liste meiner Bücher, die ich bald zum zweiten Mal lesen möchte. Dass "Vergeltung" tatsächlich auch von Don Winslow geschrieben sein soll, kann ich kaum glauben.
Mit dem Don Winslow, den ich kenne, hat dieser Roman wenig zu tun. Der Sprachstil ist wahrscheinlich das einzige, das zumindest weitgehend an die anderen Romane erinnern. Die Geschichte, die Winslow hier erzählt, ist schon x mal erzählt worden. Von Anfang an ist klar, wie die Geschichte enden wird. Auf dem Weg zum unvermeidlichen Ende lernt der Leser aber erst mal jede Menge über moderne Waffensysteme und lernt haarklein Ausrüstungsgegenstände des modernen Söldners kennen. Aber mal ehrlich: Dass eine Blendgranate eine Million Candela hell und 180 Dezibel laut ist - will ich das wissen? Nö - so wenig wie ich wissen muss, dass das Druganow-Scharfschützengewehr "die neue 7N14-Patrone" verschießt, "spitze Geschosse mit einem Kern aus gehärtetem Stahl, die es auf 831 Meter pro Sekunde bringen".
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 9, 2014 9:49 PM MEST


Das Kastler-Manuskript: Roman
Das Kastler-Manuskript: Roman
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen Manchmal ein bisschen zu viel des Guten, 28. März 2014
Das Kastler Manuskript erschien 1977, zählt also zu den früheren Ludlum-Werken. Der Thriller beinhaltet alles, für was Ludlum typischerweise steht: Ein Mensch wie du und ich - hier der Schriftsteller Peter Kastler - gerät in den Strudel gleich mehrerer Verschwörungen, die alle auf nicht ganz leicht durchschaubare Weise ineinandergreifen. Ohne sein Wissen benutzt man ihn, um einem ungeheuren Geheimnis auf die Spur zu kommen. Nämlich dem, ob der jahrzehntelange allmächtige FBI-Chef J. Edgar Hoover ermordet wurde - und wenn ja, von wem.
Kastler wird gehetzt und mehr als einmal wächst ihm die ganze Sache über den Kopf.

Ungewöhnlich für einen Roman aus der Feder des Hochspannungs-Experten Ludlum ist: Dieser Roman braucht relativ viel Vorlauf, bevor die Geschichte so richtig ins Rollen kommt. Ich glaube, man hätte den Anfang etwas straffen können. Trotzdem ist man gut beraten, sich aufmerksam auch durch den nicht so aufregenden Anfang durchzuackern. Man wird sich später freuen, denn: Wenn das Buch erst mal zum Thriller geworden ist, geht es mächtig zur Sache.

Ungefähr ab dem zweiten Viertel zieht das Tempo deutlich an, und dann geht es Schlag auf Schlag. Es wird deutlich actionreicher, und die viel zitierte Spannungskurve steigt merklich an, immer weiter. Immer wieder treiben nett ausgedachte Wendungen die Geschichte vorwärts.

Doch ab einem gewissen Punkt wird es dann doch zu viel des Guten, und aus diesem Grund gibt's von mir nur vier Sternchen. Wenn der gleiche Faden zum wiederholten Male eine komplette Wendung erfährt, dann tut das der Geschichte einfach nicht mehr gut. An mehreren Stellen wäre weniger sicher mehr gewesen. Dazu kommt, dass der Leser die meiste Zeit über deutlich mehr weiß als Hauptfigur Kastler. Das führt dazu, dass sich der Leser ab und zu verwundert die Augen reibt, wenn Peter Kastler irgendeinen Geistesblitz hat und eine total wichtige Information feiert und sich freut wie ein Dilldöppchen - der Leser diese Info aber längst hatte und sich im ersten Moment wundert, weshalb Kastler sich jetzt so freut.

Trotzdem ist das Kastler-Manuskript ein überaus gelungener Ludlum-Thriller, dessen Plot-Twists den Leser in den meisten Fällen wirklich in Erstaunen versetzt. Für Politthriller-Fans ist das Buch, das völlig zu Unrecht zu den unbekannteren Ludlum-Arbeiten zählt, auf jeden Fall eine Leseempfehlung


Empfindliche Wahrheit
Empfindliche Wahrheit
von John le Carré
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder so stark wie früher, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Empfindliche Wahrheit (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich le Carrés "Verräter wie wir" nicht so stark fand, hat er mich mit "Empfindliche Wahrheit" wieder komplett überzeugt. Das Buch ist wahrscheinlich das beste, das ich in diesem Jahr gelesen habe.
Das liegt nicht nur daran, dass ich le Carrés Art zu erzählen, die sich offenbar gut ins Deutsche übersetzen lässt (es ist auch ein dickes Lob an die Übersetzerin Sabine Roth fällig!), einfach liebe.

Es ist in erster Linie natürlich der Inhalt; es ist die Geschichte aus Diplomatie, Politik, Spionage und privaten Militätdienstleistern, die zudem dank ihrer Whistleblower-Schicht so extrem aktuell ist. Und wenn ich im Nachwort lese, wem der Autor für welche Einblicke dankt, dann wird mir ganz anders. Weil: Offenbar musste sich der alte Meister diese Vorgänge nicht allzu sehr ausdenken. Offenbar bildet er nur die Wirklichkeit ab, wenn auch zugespitzt.

Aber es um weniger hochtrabend zusamenzufassen: Lange nicht mehr so stark das Verlangen gehabt, endlich weiterzulesen. Lange nicht mehr so schnell ein Buch zuendegelesen.


Das München-Komplott: Denglers fünfter Fall
Das München-Komplott: Denglers fünfter Fall
von Wolfgang Schorlau
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen wenig Pfeffer, 12. November 2013
Der fünfte Fall von Ex-BKA-Zielfahnder Dengler war meine erste Begegnung mit Autor Wolfgang Schorlau. Auf der gezielten Suche nach politisch geprägten Krimis aus Deutschland bin ich auf diese Serie gestoßen und habe mir - weil ich das Thema extrem spannend finde - erst einmal "Das München-Komplott" gekauft.

Vorab: Der Plot ist okay; ich habe mich gut aufgehoben gefühlt, was recherchierte Fakten angeht und glaube, dass Schorlau überwiegend weiß, wovon er schreibt. Allerdings hat das Buch, das erfreulicherweise mit nicht allzu eng gesetzten gut 300 Seiten (plus lesenswertem Anhang) seine Längen - etliche davon. Und das trübt den Lesespaß dann doch deutlich ein. Wenn ein solch komplexes Thema schon in 300 Seiten abgehandelt wird, dann erwarte ich auch ein dichtes Buch, das mich mitreißt und atemlos zurück lässt. Aber davon kann keine Rede sein. Ich fand die Passagen, in denen Dengler alleine oder mit seinen Freunden in der Kneipe sinniert, überflüssig, langatmig - irgendwie behäbig.

Das - und die gleichfalls behäbige Schreibe - hat mich doch ziemlich an Jacques Berndorfs "Die Grenzgängerin" erinnert, und das war außerordentlich laaangweilig.


Der katholische Bulle: Roman
Der katholische Bulle: Roman
von Adrian McKinty
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Aus einem Guss, 12. November 2013
"Der katholische Bulle" ist das erste Buch von Adrian McKinty, das ich gelesen habe, und ich bin begeistert. Ich freue mich, dass es noch zwei Folgeromane gibt, die hoffentlich in absehbarer Zeit auch in deutschland erscheinen werden. Hochinteressant finde ich die Idee, einen (politischen) Krimi mitten in die Unruhen zu platzieren. Nordirland 1981: aus heutiger Sicht eine wirklich dankbare Kulisse für einen mehr oder weniger der Sektion Hardboiled angehörigen Roman.

Sean Duffy, die Hauptfigur, ist sicher nicht jedermanns Sache; ich habe ihn tatsächlich gleich ins Herz geschlossen. Die Figur hat Ecken und Kanten, ist aber sehr plastisch entwickelt; auch das Nebenpersonal ist mitunter schillernd, auf jeden Fall glaubwürdig.

Zu lernen gibt es auch eine Menge; nicht nur, was den nordirischen Alltag zwischen IRA und UDA im Jahr 1981 angeht - denn der Autor hat die Unruhen als junger Bursche selbst tagtäglich erlebt, sondern auch über die Polizeiarbeit in solch einer Krisenregion, überhaupt über den Aufbau der Polizei während der "Unruhen".

Die Art, der Stil, wie McKinty schreibt, hat mich sofort im Sturm erobert. Es ist lebendig, rotzig, nie lahm, voller Witz. Gleiches gilt für den Plot generell: Langeweile kommt die ganze Zeit nicht auf. Der einzige Grund, warum der fünfte Stern meiner Bewertung fehlt, ist die doch etwas absehbare Klärung des Falls. Wobei - typisch für dieses Buch - positiv zu vermerken ist, dass mit der Lösung des Falls das Buch noch nicht endet.

Insofern: Super Entdeckung. Der nächte (schon ältere) McKinty steht schon in meinem Regal.


Die Todesliste: Thriller
Die Todesliste: Thriller
von Frederick Forsyth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typischer Forsyth, 13. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Todesliste: Thriller (Gebundene Ausgabe)
Was immer wieder für Forsyth spricht sind die genau recherchierten Hintergründe und die akuraten Beschreibungen. Das ist in seinem neuen Roman wie gehabt und sorgt für erhellende Momente.
Der Roman ist auch weitgehend spannend, die mehrfach erwähnten "glücklichen Zufälle" finde ich nicht zu konstruiert - und doch habe ich das eine oder andere Haar in der Suppe gefunden (ich habe nicht danach gesucht!).
Ich habe zum Beispiel den Eindruck, dass sämtliche Charaktere noch holzschnittartiger sind als sonst bei FF. Das komplette Personal bleibt seltsam eindimensional.
Im letzten Drittel, wenn ein Thriller normalerweise das Tempo anzieht, macht FF in diesem Buch einen Nebenstrang in Somalia auf, dem eine deutliche Kürzung ganz sicher gut getan hätte. Überhaupt: Die Todesliste wird auf dem Cover als Thriller annonciert. Aber dass permanent Spannung herrscht, kann man eigentlich nicht sagen.
Und dann sind da noch Sätze, die ab und zu vorkommen, die irgendwie verquast sind und den Lesefluss deutlich hemmen - hier wäre das deutsche Lektorat gefragt gewesen. Beispiel (S. 95 im gebundenen Buch): "Da das Serena, das einzige erdbebensichere Hotel in Slammy, am Stadtrand liegt, war der Spürhund überrascht, als der Wagen in eine scharfe Kurve einbog - rechts, links und vorbei an einer Schranke, die für normale Gästeautos geschlossen sein würde, für die Limousine des Hotels aber offen stand." Der Satz macht keinen Sinn, erschließt sich auch im Kontext nicht.
Dass am Ende des Romans dann wieder Hochspannung herrscht, ist klar, weil auch typisch für FF.
Forsyth-Fans werden sicher voll auf ihre Kosten kommen und den bekannten Stil zu schätzen wissen.
Aber ich wage mal die These: Hätte ein Debütant diesen Text angeboten - er hätte dafür keinen Verlag gefunden.


Der Insider: Joe O'Loughlins 6. Fall
Der Insider: Joe O'Loughlins 6. Fall
von Michael Robotham
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packend, schillernd, vielseitig, 19. Juli 2012
Bevor ich in Zeitungen etwa zeitgleich über Rezensionen von "Der Insider" gestolpert bin, hatte ich den Namen Michael Robotham noch nie gehört, jedenfalls nicht wahrgenommen. Inhaltlich schien das Buch aber genau das zu bieten, was ich als Urlaubslektüre gesucht habe: Ein topaktueller und sehr spannender Politthriller.

Und genau das ist "Der Insider". Ich habe es in einem Rutsch weggelesen, weil die beiden Geschichten, die sich zunächst nebeneinander entwickelt, einfach packend sind. Die Beschreibungen aus dem Nachkriegs-Bagdad - wie es dort aussieht, wie dort das leben läuft, wie die westlichen Journalisten dort in einer Welt für sich leben - erscheinen sehr realistisch. Die Geschichte hat keinen Spannungshänger (und das soll was heißen bei 539 Seiten...)

Gleich mehrere aktuelle Themen wie Bankenkrise, Terrorismus, Wirtschaftskriminalität und Organisiertes Verbrechen verbandelt Robotham hier zu einem wirklich dichten Spannungsreißer. Und die Geschichte, die dabei rauskommt, wird so dermaßen unkonstruiert, dass man am Ende denkt: Ja, klingt schlüssig, genau so könnte es laufen.

Auf jeden Fall eine uneingeschränkte Leseempfehlung!


Schutzlos: Thriller
Schutzlos: Thriller
von Jeffery Deaver
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Temporeicher Thriller, 19. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Schutzlos: Thriller (Taschenbuch)
Schutzlos ist der erste Roman von Jeffery Deaver, den ich gelesen habe, und ich werde mir jetzt mit Sicherheit seine anderen Bücher auch gönnen. Meine Frau hat so ziemlich alles von ihm gelesen und hatte mich entsprechend vorbereitet: Jede Menge Wendungen und Überraschungen würden mich erwarten, und genau so ist es.

Ich kann nachvollziehen, wenn Kritiker anführen, dass es Deaver vielleicht ein bisschen übertreibt mit den unerwarteten Wendungen. Ein oder zwei weniger hätten dem Roman nicht geschadet, das Lesevergnügen vielleicht sogar noch erhöht. Aber am Ende habe ich Schutzlos sehr zufrieden aus der Hand gelegt. Das lag erstens an der temporeichen Erzählweise - Langeweile kommt wirklich nicht auf.

Es lag auch an der Zeichnung der Figuren, denn bis hin zu den Nebenrollen gelingt es Deaver, in ganz knapper Form sehr genau, Charakter darzustellen. Davon abgesehen habe ich ein Faible für Geschichten mit abwegigen Regierungsbehörden und ihren kleinen, schmutzigen Geheimnissen.

Ich kann diesen Thriller nur aus tiefstem Herzen weiterempfehlen.


Radikal: Thriller
Radikal: Thriller
von Yassin Musharbash
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßiges Lesevergnügen, 9. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Radikal: Thriller (Taschenbuch)
Nachdem ich zwei Jubel-Rezensionen gelesen und eine dritte im Radio gehört hatte, war klar, dass ich dieses Buch schnellstmöglich lesen musste. Allerdings wurde sehr schnell klar, dass der Thriller die hohen Erwartungen, die ich hatte, nicht erfüllen könnte.
Vorab: Drei Sterne gibt es für die Einblicke, die mir Musharbashs großen Kenntnisse im Bereich Terrorismus, Islamismus und wohl auch Islam beschert haben. Und dafür, dass die meisten Figuren recht plastisch sind.
Ansonsten hat mich das Buch, das ja als Thriller annonciert ist, eigentlich nur einmal wirklich überrascht. Die generelle Entwicklung der Geschichte ist mit dieser einen Ausnahme immer absehbar. Ein Spiegelbild einer verunsicherten Gesellschaft, wie es in der "Welt"-Besprechung hieß, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.
Als Ärgernis habe ich das mangelhafte Lektorat empfunden. An mindestens zwei Stellen wiederholen sich Dialog-Sequenzen innerhalb eines Kapitels - copy/paste, und dann das Löschen vergessen. Und das waren nur die Stellen, an denen die Widerholung ganz offenbar NICHT Stilmittel sein sollte. Dazu kommt die Fülle von Sätzen, die mit "Sicher, ..." beginnen und der permanente Hagel an Fragen, die im inneren Monolog gestellt werden. Stilistisch hat mich das Buch enttäuscht.


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