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Rezensionen verfasst von
D. Nentwig
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Kings of Metal MMXIV (Silver Edition)
Kings of Metal MMXIV (Silver Edition)
Preis: EUR 17,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kings of recycling, 22. März 2014
Manowar beschäftigen sich scheinbar sehr damit, wie sich in Zeiten des schwindenden Ruhmes noch irgendwie ein bisschen Geld verdienen lässt. Eine sehr preiswerte Lösung, mangels frischer Ideen, ist wohl den alten Kram im sowieso vorhandenen Studio einfach noch mal einzuspielen und mit modernster Technik aufzupimpen. Bei diversen angestaubten Uralt-Alben mag das vielleicht hin und wieder Sinn machen, aber im Grunde kann es, wie hier bei diesem missglückten „Kings of Metal“-Neuaufguss, komplett in die Hose gehen. Konkreter:

Irgendwie fehlt den Aufnahmen jede Spontanität, alles wirkt etwas aufgesetzt. Eric Adams trägt dazu bei in dem die ruhigeren Textpassagen irgendwie viel zu theatralisch rüberkommen und er sehr darum bemüht zu sein scheint, als richtiger Sänger wahrgenommen zu werden. Dazu nagt natürlich auch der Zahn der Zeit an den Stimmbändern. Gut zu hören bei „Hail and Kill“ nach den Hail and Kill-Chören gegen Ende…Eric…es war ne schöne Zeit…damals. Ansonsten werden einige Passagen, wie man das aus dem Live-Sektor kennt, überintoniert, was hier im Studiosound eine gewisse Sterilität erzeugt und die Songs ihrer Wildheit beraubt werden. „Kings of Metal“ z.B. verliert dadurch komplett seine im Original vorhandene Dynamik, welche auf Metal-Alben durchaus erwünscht sein sollte. Im Gegensatz dazu verliert „Heart of Steel“ deutlich seinen Charme, im Original erzeugt mit Piano-Klängen im Kontrast zu den später einsetzenden harten Gitarren. Ebenso kommt hier am Anfang Eric Adams Stimme nicht so schön zerbrechlich daher, um sich später kraftvoll zu präsentieren. Das sind Nuancen die vielleicht nur dem Kenner der Materials auffallen, die aber genau die Kleinigkeiten sind die das Original so hörenswert machen. Was gut ist kann man schwer verbessern. Daran scheitert letztlich diese Neu-Veröffentlichung, auch wenn es vielleicht gut gemeint war.

Ansonsten wird mal hier und da etwas variiert, vor allem bei den Leadgitarren, aber auch da gibt’s nicht wirklich Fortschritte, zum Original, zu vermelden. Im Gegenteil, es wird nur verschlimmbessert. „Sting of the Bumblebee“, als Joey DeMaios „Meisterarbeit“, wird dabei mal eben komplett verunstaltet und das sonstige Solo-Gefiedel ergibt nirgends mehr Sinn als es im Original Sinn oder auch nicht ergab. Keinerlei Gründe, an der Stelle, die neuen Aufnahmen den Alten vorzuziehen. Zu allem Unheil gibt’s auch eine neueste Kreation vom Hörspielklassiker „Warriors Prayer“, wobei sich mir noch nie der Sinn erschlossen hat, wozu ich sowas, in dieser Ausführlichkeit, auf einem Metal-Album brauche? Dafür wurde, wahrscheinlich der political correctness oder vielleicht noch eher der getexteten Peinlichkeit wegen, „Pleasure Slave“ geopfert und einfach von der Track List gebannt, was man sicher leicht verschmerzen kann, aber die Spielzeit reduzieren würde.

Zu allem Überfluss überkompensiert man die fehlende Spielzeit dann in dem sämtliche olle Kamellen auch noch als Instrumental-Version vorliegen und man sich zumindest nicht darüber beschweren kann, genug Hörgerätestoff für sein Geld zu bekommen. Kompletter Unsinn, dafür noch einen Rohling zu verschwenden. Außer man vertreibt sich die Zeit nur damit Manowar-Scheiben im Player rotieren zu lassen. Schwer vorstellbar, in jetziger Zeit.

Fazit:
Sollte das Album irgendwelche Fortschritte in Bezug auf das Original bringen, so kann man das als Misserfolg bezeichnen. Das Original besitzt bereits Alles und ist dazu auch noch günstiger zu erwerben. Somit überflüssig und konsequenterweise keine Kaufempfehlung.


Generation Nothing
Generation Nothing
Preis: EUR 16,27

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Veritables Lebenszeichen, 19. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Generation Nothing (Audio CD)
Nun, irgendwann muss man ja doch mal seine Wertung abgeben. Jetzt dreht sich die Scheibe doch schon das x-te mal im Player und die ständige Schieberei der Rezi muss mal aufhören.

Allein die Tatsache, dass MC wieder ein Lebenszeichen, in Form dieses Albums, abgeben hat mich persönlich, im Vorfeld, einigermaßen elektrisiert. Hat wahrscheinlich nostalgische Gründe, denn die metallische Historie wäre ohne Alben, wie „The Dark“ oder eines meiner Lieblingsalben „Hanging in the Balance“ deutlich ärmer. Aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen und ein bisschen das Gas, rund um die Erwartungen, rausnehmen, um hier nicht einen Schaden an den übertriebenen Hoffnungen auf einen Klassiker davonzutragen, denn, einen weiteren Meilenstein des Metal gibt’s hier wohl nicht zu hören.

Das ist aber auch nicht weiter tragisch, denn „Generation Nothing“ ist immerhin kein Langweiler, sondern vermittelt eher ein wohliges Gefühl, rund um vertraute metallische Power-Metal-Klänge,…insofern bietet das Album ein solide daherkommendes Songwriting, welchem im Prinzip nur etwas die Wildheit abgeht. Sehr präzise und strukturiert wirken die Titel eben fast ein wenig zu kontrolliert eingespielt. Alles in allem nichts was bei mir erst mal schnell Begeisterungsstürme auslöst, aber ich über mehrere Hördurchgänge zumindest erkenne, dass die Herrschaften durchaus einiges an Ideen haben einfließen lassen und man nie den Eindruck bekommt, es wäre nur ein weiteres Album nach bewährtem Strickmuster xy.

Nein, im Gegenteil die Songs steigern das Interesse auch nach mehrmaligem Hören, durch vorhandene Komplexität und Gott sei Dank befindet man sich bei „Metal Church“ nicht in diesem Dilemma, völlig bekloppte Texte ertragen zu müssen. Soundtechnisch gibt’s auch nichts zu bemängeln. Ist mir jetzt jedenfalls nichts negativ aufgefallen. Daumen hoch.

Was mir irgendwie fehlt ist die Magie die ein Sänger wie Mike Howe entfachen konnte. Ronny Munroe klingt doch sehr angestrengt bzw. bemüht sich voll und ganz, bekommt es aber, für mich, nicht richtig hin den Songs noch eine andere Dynamik zu verleihen. Munroe hat jedenfalls selbst auch schon bessere Ergebnisse geliefert…eventuell eine Frage des Alters? Wer weiß, eine Katastrophe trotzdem nicht.

Fazit: Generation Nothing geht durchaus als würdiges Metal Church-Album durch. Nicht der Oberkracher, aber definitiv keine notdürftig zusammengeschusterte Sache ohne Substanz. 5 Sterne? Naja…4 sind vertretbar, denke ich…
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 25, 2013 8:15 AM CET


Heavy Metal Music
Heavy Metal Music
Preis: EUR 14,90

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Was macht eigentlich…, 27. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Heavy Metal Music (Audio CD)
Jason Newsted,

Hat ja lange genug bei Metallica den Bass bearbeitet, um seinen Namen auch PR-technisch, als Band-Branding, nutzen zu können. „HM Music“…naja, der Name des Albums, recht schlicht, soll wohl deutlich machen womit man rechnen kann, wobei das sowieso klar war. 11 plus 3 Nummern drauf, ganz schön viel Stoff. Na, dann mal soundchecken, was der gute Jason zu bieten hat.

"Heroic Dose": in Schrittgeschwindigkeit, stampft man sich durch die Gehörgänge. Gesang?…ähm…Gesang ist das nicht. Jason brüllt also recht heiser ins Mikro. Kann man grad mit leben…einmal. Bemühter Opener, mehr nicht.

"Soldierhead": hey, geht ja los wie „Whiplash“. Nur ohne richtigen Punch. Zudem, Jason ist kein Sänger! Wieder brüllt er mehr, irgendwas…ansonsten fehlt dem Song, trotz Geschwindigkeit, Originalität. Somit eher belanglos.

"As the Crow flies": Midtempo, Moment mal…verarschen? Hört sich vom Rhythmus her fast exakt wie „Heroic Dose“ an. Skip back…ziemlich nah dran…zum „Gesang“ sag ich ab jetzt nix mehr…außer…für‘n A***

"Ampossible": wieder Midtempo, gefällt zu Anfang durchaus, geht aber durch die vorherigen Songs langsam in eine eintönige Richtung?! Zum Ende bisschen schneller, wobei die Zündung des Albums nach wie vor ausgeblieben ist.

"Long time dead": geht mit etwas mehr Tempo zur Sache, aber wieder fehlt es an Originalität. Ergibt sich nicht wirklich ein Gefühl für exponentiell gutes Songwriting. Eintönig bzw. irgendwie hingeleiert wirkt das. Metal Music mit Sicherheitsgurt bzw. recht bieder.

"Above all": Kurz vor der Halbzeit, verliert man sich wieder in so einem Midtempo und plätschert recht ziellos, ohne Kick, vor sich hin. Next Filler, no killer.

"King of the Underdogs": noch immer, nicht mal Album-Halbzeit, zieht sich hin wie Kaugummi…nach Midtempo wird erst mal die Geschwindigkeit weiter reduziert, wahrscheinlich auf der Suche nach dem Gaspedal. Kurz vorm Einschlafen…war da noch was?...Tempowechsel?...*blinzel*

"Nocturnus": Anpfiff 2. Halbzeit…o.k. Jetzt noch mal konzentrieren. Kann ja nicht sein, dass so ein Album überhaupt keinen Höhepunkt hergibt. Naja, wenn man sich mal überlegt, wie selten wirklich gute Alben erscheinen, hätte man vielleicht mit weniger Erwartungen an das Ding rangehen können. Ach so, der Titel wabert so nebenbei durch die Boxen und könnte momentan als der Höhepunkt gelten.

"Twisted tail of the comet": wieder so ein Ding von Titel, der sich anhört wie die vertonte lange Weile, trotz „yeah, yeah“…skip forward!

"Kindevillusion": inzwischen hat sich die Hoffnung auf ein gutes Album in Luft aufgelöst…plätschert in den Gehörgängen dahin, wie ein Bach klaren Wassers der Belanglosigkeit. Wo bleibt eigentlich die Strömung?

"Futureality": so originell die Titelgebung auch sein mag, das was man hört geht letztlich, als massentaugliche 08/15-Metal Music, auf keinen Fall als Bombe, in die Geschichtsbücher ein.

Bonus-Time: Verlängerung,

Ob nun von Spinnen, Schlangen oder Hochhäusern erzählt wird, es ergeht sich musikalisch in mäßigen Ideen, die, wie schon das ganze Album über, in beschaulicher Drehzahl präsentiert werden. Ehrlich gesagt, verzichtbar.

Fazit: Jason Newsted hätte sich mal besser ins zweite Gesangsglied stellen sollen. Zwar nicht so nervig wie ein gewisser D. Mustaine, der als „Sänger“ noch weniger taugt, aber im Prinzip genauso verzichtbar bzw. würde ein richtiger Sänger vielleicht helfen, Songs eine andere Dynamik zu verleihen, als dieser einheitliche Brüllmüll von Jason, es tut. Musikalisch gesehen ist hier nichts zu hören, was wirklich zu Begeisterung Anlass gäbe. Viel zu monoton und langatmig gehalten, kickt mich das nicht wirklich an…verstaubter Slowmotion-Metal mit dem man seine Sammlung wahrscheinlich nicht aufwerten können wird. 2 Sterne sind da drin und Unschlüssige gehen besser mit einer vorsichtigen Erwartungshaltung ran und hören selbst, bevor sie die Kohle dafür auf die Theke knallen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 18, 2013 6:01 PM CET


Resilient (Ltd.Ed.)
Resilient (Ltd.Ed.)
Preis: EUR 16,99

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Running Wrack'n'Rolf, 10. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Resilient (Ltd.Ed.) (Audio CD)
Yippie, Running Wild are back…glaubt man dem PR-Piraten „Rolf K.“, dann wieder besser denn je….natürlich viel besser als auf dem letztjährigen Output obwohl ja die PR-Stanzen schon damals ähnliches verhießen…ginge es danach geht es immer nur steil nach Oben…hat man also die Messlatte in fast 20 Jahren gefühlte 10cm angehoben, nach dem sie wohl, Mitte der 90er, gerissen wurde…

Schnee von gestern, aber jetzt wird ja wohl Niemand auf die Idee kommen bei „RW“ dieses letztjährige Ausschuss-Album ernsthaft als Messlatte für künftige Bewertungen zu benutzen? Nostalgie oder verquere Vergleichs-Reflexe am unteren Qualitätsspektrum des neuesten Outputs scheinen aber irgendwie ein verbreitetes Phänomen…ich hoffe ich kann dem widerstehen.

Ich meine, in meinen Ohren muss ein richtig gutes HM-Album, welches sich anschließend als gut bis sehr gut erweist, erstens nicht nur ein paar gute Songs haben, sondern, so gut wie keinen Schwachen und dazu vielleicht sogar noch als in sich geschlossenes Werk funktionieren. Das macht den Unterschied zwischen den besten RW-Alben und Dem was so jetzt bzw. schon viel länger, unter diesem Banner, rauskommt. Ist schließlich nicht diese Pop-Schleim-Kacke wo es reicht, mit bisschen Fortuna, einen Single-Hit fürs Radio zu landen und man ist der gemachte Mann. Nö… der stetig wachsende Erfolg des Metal gründete einst nicht auf großen PR-Ansagen, sondern darauf ein metallisches Album-Feuerwerk zu entfachen…den Fan-Enthusiasmus in die Musik zu übertragen und mit wahrhaftig furiosen Live-Auftritten zu promoten. ^^

Was dieses Restgebilde „RW“ angeht: Es gibt nicht nur keinen Drummer, sondern es gibt einfach keine Band, die sich, nach Release, mit dem neuen Zeug auch live beweisen darf. Gerade HM...funktioniert einfach nicht, wenn es so aus der Retorte kommt und hätte nie den Erfolg produziert, wenn nicht schwitzende Typen auf der Bühne, vor schwitzenden Typen vor der Bühne, zeigen wo der Hammer hängt. Sich im Studio ein paar Songs nach Strickmuster RW zu klöppeln und nur auf einen Markt zu werfen, um sich dann nicht mehr blicken zu lassen, zeugt nicht gerade von Überzeugung des Machers zu seiner Kunst. Für die CD-Promotion wird verbal Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, aber das eigentlich Interessante bei lebendiger Musik, die öffentliche Vorführung der/ des Erzeuger/s…bleibt man schuldig…sorry, fehlende Identifikation ist kein gutes Argument, um den metallisch veranlagten Hörer zu überzeugen, von seiner Mucke, die eigentlich über die Vitalität eines wilden Raubtieres, entfesselt in freier Wildbahn, verfügen sollte…

„Resilient“

Ein paar Dinge sind anders gegenüber den letzten oder dem letzten Album, zuerst die robustere, straightere Produktion und ein um mehr Abwechslung bemühteres Songwriting, aber…der Zahn der Zeit nagt sehr am Organ des Retortenschiffskapitäns, wofür er zwar nix kann, es dadurch trotzdem insgesamt nicht hörenswerter wird.

Immerhin, der Song-Schrauber K. war nicht völlig blind oder taub, als die Wertungen letztes Jahr aus aller Herren Länder eintrudelten. Also wurde ein wenig hier und da geschraubt oder auch eine bessere D-Maschine angeschafft und heraus kam ein weniger schwaches Album, als „Shadowmaker“. Gut oder viel besser anhörlich? Nun Musik und deren Bewertung liegen jeweils im Ohr jeden Hörers…

Mein Eindruck: Hört sich an als hätte man eine bessere Demoaufnahme im Player und zwar das gesamte Album über. Selten so sterile und übereinander gelegte Tonspuren gehört. (exemplarisch: „Bloody Island“) Die Gesangsspur die Herr K. insgesamt recht einfallsarm bewandert lässt sehr stark zu wünschen übrig. Das kann nicht wirklich gehobenen Ansprüchen genügen die man an einen Profimusiker stellen mag, selbst unter altersmilderen Aspekten einfach das größte Manko dieser Veröffentlichung. Wie schon in einer sehr guten Rezension von Alex P. erwähnt, vermurkst Herr K. so gut wie alle Refrains bzw. werden, für mich, die limitierten Sangeskünste an diesen Stellen besonders schmerzhaft. Ganz schön übel und fordert mindestens 2 Sterne Abzug, da man ja den Gesang permanent miterleiden muss! Dazu diversen textlichen Banalitäten die eher leidlich überflüssig sind.

Produktion zwar straighter aber zu steril bis, wie von mir empfunden, besseres Demotape. Wenn man mal über diese sterile Demo-Produktion hinweghört sind schon ein paar lichte Momente auszumachen, die sich in ein paar gefälligen und fetzigen Riffs oder Solis ausgehen, aber wie schon erwähnt hört es sich letztlich in den Songs eher nach Demo an, als perfektes Produktions-Endstadium, geschweige denn da spielt eine Metal-Combo ein Album ein. Das wirkt irgendwie tatsächlich oft wie schlecht zusammengeschraubtes Songmaterial.

Die gefälligsten Songs sind vielleicht „The Drift“ und „Desert Rose“, die kann ich einigermaßen schmerzfrei hören, aber dann geht schon eine ziemliche Schere zum Rest auf und ich müsste größere Anstrengungen unternehmen, dauernd die erwähnten Defizite neben den Gefälligkeiten in den Songs auszublenden. „Adventure Highway“ oder „Run Riot“ mit 08/15-Riffing, 1a Schweinegesang, lächerlich bis zum geht nicht mehr. Ganz großer Ausschuss, wie auch diese Marketing-Bonussongs…

Milde in der Wertung werde ich mir mal verkneifen. Ein bisschen Licht und zu viele Schatten, wenn da, ernsthaft, „Running Wild“ prangt und wenn Herr K. meint das reicht um große Käuferschichten dafür zu erwärmen oder in diesem Genre weiter solo im „Ghost-Modus“ zu überleben…bitte schön. Passable 2,49 Sterne (Abzug für miesen Gesang und Demo-Produktion) kann ich durchaus vertreten, was dann allerdings heißt Abzurunden.

Fazit: „Resilient“ ist nur gemessen an dem was Herr Kasparek schon länger mehr oder weniger als Solist abliefert gut. Von mir aus, dann, ein „Meilenstein“ oder „Quantensprung“…aber trotzdem ein ziemlich dürftiger Vortrag, wenn man sich ein wenig der wirklichen Maßstäbe eines guten HM-Albums besinnt, die ich eingangs erwähnte. Letztlich aber manövriert hier nur noch Käpt‘n „Rock‘n’Rolf“ das Wrack…“Running Wild“…ziellos, ohne Perspektive…Richtung Untergang…

Nimmt man Rücksicht auf seine Lauschlöffel und seinen Geldbeutel, legt man das Geld zurück und investiere voller Überzeugung in bekannte Qualitätsalben. Besser nicht in solch einen „Künstler“ mit der Vorstellung Metal-Music wäre ein in der Retorte zu züchtendes Kulturgut. 5 Sterne hierfür? Ein schlechter Scherz angesichts sehr vieler fulminanter Alben im breiten Genre HM oder im eigenen RW-Back-Katalog.
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 19, 2013 8:24 PM CET


Through the Never (Limited Edition im Digipack)
Through the Never (Limited Edition im Digipack)
Preis: EUR 11,99

7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht mit letzter Konsequenz, 24. September 2013
Metallica haben also mit einem für's Kino aufbereiteten Live-Event mal wieder vor neue Pfade zu beschreiten... und so wird eher nebenbei etwas wie ein Live-Album auf den Markt geworfen...

Kann man jetzt als langjähriger Fan zwiegespalten sein ob sich das als Investition wirklich lohnt? Eine eindeutig positive Antwort darauf kann man wohl diesmal nicht geben. Die Umsetzung als reines Live-Album ist eher als halbherzig zu bezeichnen, wie auch der Kino-Film weder ein richtiger Film noch ein reines Live-Konzert ist und so kann man die CD wohl auch nur als halbgaren Kompromiss bezeichnen.

Das Beste ist, für mich, die soundtechnische Umsetzung welche gerade bei Metallica "live" immer ziemlich schwierig zu sein scheint. Sauber ausbalancierte Kanaltrennung der einzelnen Intrumente ohne den Druck zu verlieren, oder bei den härteren Passagen, in einem Soundmatsch zu enden. Das frenetische Publikum wird auch sehr ordentlich dazugemischt und Metallica spielen ihr Material eben routiniert mit entsprechendem Können runter.

Setlist, naja..., einem Fan der ersten Stunde stellt sich eben die Frage..."Wieso braucht man die x-te Live-Performance" überhaupt. Gibt schließlich noch sehr gut produzierte DVD's mit den immer wiederkehrenden Standard-Songs plus dem Umstand, dass dabei jeweils richtige vollumfängliche Live-Events zu begutachten sind. Bei der vorliegenden CD ist das nicht der Fall und man kann als reiner Hörer eben nichts anfangen mit plötzlichen Tonproblemen (Ride the Lightning) oder Show-Elementen, wie beim abgebrochenen "Enter Sandman", wenn man die Umstände der Show nicht kennt und selbst dann beim Hören einer CD nicht wirklich viel davon hat. Da kommt kein rechtes CD-Live-Feeling auf, auch wenn die Show eben genauso abläuft. Für mich deswegen eher verzichtbar und kostet zusammen mit der etwas halbherzigen Umsetzung dementsprechend Punkte.

Was mich auch beim Betrachten der Setlist, vor dem ersten Hören, verwundert hatte, wie "Orion" es an das Ende eines Konzertes geschafft haben soll? Nun, es handelt sich wohl um eine live eingespielte Version ohne Publikum. Ziemlich gut sogar vom Sound und der Instrumentierung her, was es zu einer Art Bonus-Song macht. Auf jeden Fall gelungen.

Fazit: "Through the never" ist ein nicht wirklich konsequent zu Ende gedachtes Live-Album, sondern man bekommt eigentlich auf dem vom Aussterben bedrohten Medium CD, für den kleinen Hunger, ein paar Live-Eindrücke serviert...nicht schlecht, aber von einer großen Live-Konzert-Mahlzeit weit entfernt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 7, 2013 9:33 PM MEST


Gangster Squad [Blu-ray]
Gangster Squad [Blu-ray]
DVD ~ Sean Penn
Preis: EUR 7,99

7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nach einer wahren Geschichte…, 18. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Gangster Squad [Blu-ray] (Blu-ray)
Hm, was soll dieser Satz zu Beginn des Filmes wohl bedeuten bzw. welche Assoziationen könnte so ein Satz bei einem unvoreingenommenen Publikum hervorrufen? Die Macher des Filmes sahen sich ja auch gezwungen eine Szene komplett neu zu drehen, auf Grund unschöner neuzeitlicher Geschehnisse. Alles sehr politisch korrekt in Hollywood, denn man möchte ja nicht den guten Ruf der Branche in ein schlechtes Licht rücken. Die huldigende Darstellung von „Gesetzestreuen“ bei Handlungen am Gesetz vorbei ist natürlich überhaupt zu begrüßen. Scheinheilige Doppelmoral, Marke Amerika.

Sean Penn und andere diverse Hochkaräter als Cast, schon mal ein Garant, dass man keinen schlechten Film erwarten kann?! ^^

Die Einstiegsszene ist Sinnbild für den Rest des Films…zwei Autos fahren in entgegengesetzter Richtung, der Zuschauer hängt dazwischen angekettet…Cast, Setting fahren in die eine…Drehbuch, Anspruch in die andere Richtung. Wenn man Anspruch, versehentlich (siehe Satz am Anfang), erwartet hatte oder überhaupt eine Art spannende oder wenigstens spannend erzählte wahre Geschichte, wird man sicher nicht glücklich.

Die aufgetischte wahre Story ist nichts weiter als eine Art Steigbügel, um den Machern anschließend dabei zuzusehen, wie ihnen der blutrünstige Gaul durchgeht. Wie schon in jedem x-beliebigen Western von Gestern, stehen sich also Gut und Böse gegenüber, wobei trotz aller Kollateralschäden natürlich nur eine Seite siegen kann. Ist das spannend? Ist das anspruchsvoll? Ist das unterhaltend? In der wievielten Variante schon, vor allem besser erzählt, gesehen?

Vielleicht, wenn man sich rein visuell bezirzen lässt, von wilden, effektvollen Kamerafahrten und einigen technischen Gimmicks. Was neuere Produktionen, nach Stand der Technik, hergeben, wird aufgefahren. Mehr sehe ich einfach nicht, da die Schauspielergarde, gegen ein schlechtes Drehbuch, einfach nichts retten kann.

Vielleicht nicht, wenn man trotz opulentem Schauspieleraufgebot und vorhandener Hochglanzoptik, etwas wie eine nuancierte Darstellung der historischen Geschehnisse erwartet. Komplette Fehlanzeige. In brachialer Gewalt und dessen pornografischer Darstellung vergeht sich der Film, an der wahren Geschichte, die in Wahrheit überhaupt nicht erzählt wird. Pure Effekthascherei allein ist definitiv kein Garant für ein großes Kinoerlebnis, selbst wenn man keine dokumentarisch gehaltene Geschichte erwartet. Hier fehlt definitiv die nötige Balance zwischen einer überhaupt nachvollziehbaren Geschichte und dem Rest.

Fazit: Was für eine Verschwendung an Schauspielgrößen und Material für so ein dürftiges Gesamtergebnis. Nichts rechtfertigt eine höhere Bewertung, wenn das gezeigte Geschehen, im Zuseher, plausible Reaktionen (emotionale Bindung an die Figuren z.B.) hervorrufen soll. Mir jedenfalls viel zu wenig, um mehr als einmal gesehen zu werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2014 4:50 PM CET


Zero Dark Thirty [Blu-ray]
Zero Dark Thirty [Blu-ray]
DVD ~ Jessica Chastain
Preis: EUR 9,99

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wahrheit, Fiktion und ein bisschen Propaganda, 11. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Zero Dark Thirty [Blu-ray] (Blu-ray)
Zitat: „Dieser Film basiert auf Berichten aus erster Hand von tatsächlichen Ereignissen“

Nun kann man bei einer Hollywood-Produktion zunächst davon ausgehen, dass es dem Studio in erster Linie darum geht aus einem aktuell/ brisanten Stoff möglichst Kapital zu schlagen. Zeit ist Geld. Diesem Ziel wird alles untergeordnet und ich denke man muss, aus dieser Sicht heraus, nicht mit all zu viel wahrheitsgetreuer Darstellung rechnen, sondern eher damit, dass es darum geht ein möglichst großes Publikum anzuziehen und nicht mit einem Doku-Streifen, von den Kinos, fern zu halten.

Entsprechend werden ziemlich viele, historisch geschehene Dinge in die gesamte Handlung eingebaut, was einerseits die dokumentarische Seite des Films aufwertet aber trotzdem fernab einer historischen Wahrheit bleibt.
Darin liegt wohl auch das Problem bzw. kommt mir diese Mischung aus historischen Ereignissen und handelnden fiktionalen Charakteren vor, als wenn die Propagandaabteilung der C.I.A., beim Schreiben des Scripts, tatkräftig zur Seite stand. Denn letztlich ist die erzählte Geschichte nichts weiter als der Kampf des Guten gegen das Böse…so wie es ein gewisser G. W. Bush einst der Welt verkaufte…Ihm wird dieser Film besonders gefallen.

Handlung:

9/11 - Angriff auf Amerika, unschuldige Menschen sterben…ein Schockerlebnis, nicht nur für die gesamte westliche Zivilisation, es bedarf keiner Bilder…Jeder, der damals alt genug war, hat dazu unvergessliche Bilder im Kopf…das Böse hat, ohne Ankündigung, zugeschlagen und nachdem die Drahtzieher ermittelt waren stand der Name eines Einzelnen ganz oben auf der Liste der Jäger…

Die Guten werden schlimme Dinge tun, aber das Böse zwingt Sie dazu…die Guten lernen natürlich aus ihren Fehlern. Die Guten sind hochbegabte, intelligente Menschen die unter sich selbst nicht immer den feinsten Ton anschlagen, aber letztlich vereint das große Ziel…

Man verzettelt sich, hin und wieder, steckt Niederlagen ein und weg, die Zeit vergeht und das Ziel verliert man langsam aus den Augen und das Interesse der Jäger verblasst in dem Maße, wie sich die Zielperson, durch öffentliche Zurückhaltung, immer weiter unsichtbar macht…

Fiktion:

Wie in einem Western und der Darstellung der Ureinwohner Amerikas,…das Böse hat keinerlei Motive, die Frage nach einem Warum, wird nie gestellt. Warum tötet ihr Unschuldige, auf der anderen Seite der Welt? Immer nur: Was weißt Du, Wo ist Der, Was macht Der? Wo finden wir Den?

Oberflächliche Charaktere, wohin man auch blickt. Nicht das man Gefahr läuft Empathie mit den Bösen zu entwickeln. An der Stelle muss man allerdings erwähnen, dass die Charakterzeichnung der Guten ebenfalls so oberflächlich gehalten ist, dass man auch da überhaupt nicht Gefahr läuft eine falsche Träne zu vergießen. Die wird von der Hauptfigur vergossen und wenn man wüsste, wer das sein soll und warum die so ist, wie sie tut, könnte man das vielleicht verstehen…ehrlich gesagt, bleibt mir diese Figur komplett verschlossen, wie auch das was sie tut. Da sind mir die Spezialkräfte, in ihrer Distanziertheit zu ihrem Auftrag, schlüssiger. Aber die Rothaarige bekommt wenigstens irgendwann, einen roten Stift geschenkt und ein paar schöne Sätze in den Mund gelegt …um endlich zu einer kleinen Erkenntnis zu kommen. Yes, i can…

Propaganda:

Aha, die C.I.A. ist also auch nur ein Mensch? In diesem Fall, wenig überraschend, mit roten Haaren…

Ist es nicht herrlich zu wissen, dass der größte und mächtigste Machtapparat auch nur ein Räderwerk ist, welches von kleinen Leuten am Laufen gehalten wird? Hm, sehr wenig überzeugend wird hier ein Macht-Apparat kleingezeichnet und dadurch der Eindruck vermittelt, eine Figur kann dieses Monstrum, durch Überzeugung, dirigieren. Zu schön um wahr zu sein, Glaubwürdigkeit: Zero.

Es gibt unschöne Dinge, nicht allzu lange her, aber geschehen. Folter zum Beispiel. Es wird eher so getan, als wäre das Vergangenheit und wird inzwischen nicht weiter praktiziert? Naja…alles eine Frage der Geheimhaltung. Nicht nur Herr Manning wird es wissen, aber der wurde nicht zu Rate gezogen.

Krieg gegen den Irak, vom Zaun gebrochen, basierend auf Lügen. Das wird erwähnt und jetzt zweifelt man dort schon mal eher Dinge an. Gut so, nur würde man sich einfach wünschen, die Macher in Hollywood würden auch mal Mut entwickeln und Fragen behandeln die aktuell sind und nicht den Eindruck vermitteln, es hätte sich etwas zum Guten entwickelt. Weder durch den Erfolg bei der Jagd auf Bin Laden, noch wenn man sich die derzeitige Nachrichtenlage anschaut. Business as usual…

Raum und Zeit:

Zwischen 9/11 und dem Ende Bin Ladens liegen knappe 10 Jahre. Eigentlich ein langer Zeitraum, aber man schafft es nicht die Länge dieses Raumes überzeugend rüberzubringen. Lange Wege zwischen Heimat/ Arbeitsorten? Privatleben? Fehlanzeige! Terroristenjäger muss ein ganz schöner Sch…job sein. Es wirkt nur wie eine Aneinanderreihung von Ereignissen auch wenn der Rot-Stift noch so glühen mag, kann man sich durch die eher schwache Charakterzeichnung, nicht in das langwierige Geschehen versetzen. Vielleicht einfach auch für dieses Film-Format nicht zu realisieren? Zeit ist Geld, weshalb ich eher denke, dass man möglichst wenig davon verschwenden wollte, bevor die Relevanz dieser Thematik nachlässt.

Fazit:

Das Hollywood einen Film zu produzieren weiß, der von der technischen Seite her einwandfrei ist, steht für mich nicht im Vordergrund. Die Frage ist, ob es ein sehr guter oder überragender Film ist?
Mag der Film nicht in erster Linie als Dokumentation produziert/ konzipiert sein, so haben die Macher zumindest mich trotzdem nicht wirklich überzeugen können. Weder was die Nach-Zeichnung des Geschehenen noch die Vermittlung der zeitlichen Abläufe und den Charakteren angeht, bleiben mir zu viele Dinge oberflächlich und wenig überzeugend im Gedächtnis. Eine halbe Stunde den Spezialkräften bei ihrem Job zuzuschauen, o.k., was zu erwarten war. Keine Faxen und das Ergebnis kannte man ja eh schon lange vorher…
Von daher, für mich, insgesamt nur ein eher durchschnittlicher Streifen und Frau Bigelow bekam zu Recht keinen Oscar…geschenkt.


Sinister
Sinister
DVD ~ Ethan Hawke
Preis: EUR 5,55

11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Atmosphärischer Grusel-Kick mit Schwächen, 8. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Sinister (DVD)
„Von den Produzenten von Paranormal Activity und Insidious“…prangt es auf dem Cover…

Eine ziemlich effektive Marketing-Methode, im Filmbusiness Werbung zu betreiben, sind Verweise auf frühere Erfolge, welche entsprechend hohe Erwartungen beim unentschlossenen Publikum schüren und die Kick-Suchenden, speziell in diesem Genre, Horrorfilmjunkies, zielstrebig zugreifen lässt… Junkies?!...Sie haben richtig gelesen…

Leute, die sich in Videotheken nicht rein zufällig in diese Horror-Abteilung verlaufen und auf der Suche nach dem nächsten Adrenalin-Ausstoß sind…machen es sich, Daheim in Sicherheit, bequem im Sessel, dimmen die Beleuchtung, damit sich die sinistre Film-Atmosphäre möglichst intensiv ausbreiten kann…die Reise in das Land der Horrorphantasie kann beginnen…

Sinister kommt vom Versuchsaufbau nicht besonders originell daher. Eine durchaus gelungene Einstiegssequenz. Wenige Akteure in einer entlegeneren Gegend und dazu noch ein Protagonist, der, aus seiner Berufung heraus, sowieso das stille Kämmerlein bevorzugt. Im Gepäck seine Family, welche gezwungener Maßen dem Ernährer folgt…

Was gut ist:
Die Macher gehen, was die Aufbauten ihrer Story angeht, auf Nummer sicher und schaffen eine finstere Grundatmosphäre, welche den gesamten Film über, beibehalten wird. Man arbeitet einfach mit bewährten, effektiven Genre-Stilmitteln. Dinge die geschehen sind mysteriös, unglaublich, teilweise originell und die Dunkelheit in abgeschotteter Umgebung garantiert, dass dem Zuschauer bewusst wird, dass Gefahren lauern aus denen es kein schnelles Entrinnen gibt. Atmosphärisch gut.
Was eher zu erwarten war, die Schauspieler geben wenig Anlass zur Kritik. Kurz: Ethan Hawke spielt sich den Arsch ab…Hut ab.

Was weniger gut ist:
Die Erzählweise sorgt dafür, dass der Zuseher dem Protagonisten immer mindestens einen gedanklichen Schritt voraus ist. Nun, mein Hauptproblem, viele Handlungsweisen wirken mehr dem Horror-Script verpflichtet, als nachvollziehbaren Handlungs-Logiken, die sich aus den verschiedenen Phänomenen ergeben könnten. Das hilft zwar den Machern zum Ende zu kommen, aber mir zerstörte es vermehrt die Illusion, es könnte sich so zutragen, bei aller atmosphärischen Dichte. Das ist zwar in diesem Genre nicht unüblich, aber in diesem Fall einfach zu häufig, um nicht Punkte zu kosten. Dazu gesellt sich die Vorhersehbarkeit des Endes, gepaart mit wenig Originalität…

Fazit: Wem vornehmlich Atmosphäre am Herzen liegt, wird sicher nicht enttäuscht und kann bedenkenlos zugreifen. Wer hier allerdings ein rundherum durchkomponiertes Horrorgemälde ohne Schwächen sucht dem empfehle ich erst mal den Gang zur Ausleihabteilung…
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2014 12:49 PM CET


Kein Titel verfügbar

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen nur fast perfekt..., 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eines der größten Ärgernisse im modernen Multimediazeitalter ist die Renitenz der Hersteller mobile Anzeige-Geräte einfach mit entspiegelten Displays zu produzieren, um sich als User darin nicht permanent selbst sehen zu müssen. Nun, des einen Leid ist des anderen Freud oder so ähnlich und wenn man schon dabei ist sich ein günstiges stark spiegelndes Tablet zugelegt zu haben so kann es ja eventuell so eine Folie zum Entspiegeln richten.

Nun zum vorliegenden Produkt. Sinn macht auf jeden Fall der Doppelpack, da man als ungeübter Folienkleber definitiv fast vergessen kann, es mit dem ersten Versuch perfekt hinzubekommen.

Wobei ich auch annahm, dass bei der Produktbezeichnung Folie für „Memo Pad HD 7“ eigentlich die Passgenauigkeit an allen Stellen gegeben sein sollte. Aber der Teufel steckt in kleinen Details. Zumindest scheiterte mein erster Versuch die Folie perfekt aufzutragen an 2 Dingen. Die Ecken bzw. die Rundungen sind nicht so 100% wie es sein muss, um an den Kanten keine minimale Abhebung der Folie zu verursachen. Mir gelang das jedenfalls nicht und schon gar nicht beim wichtigen ersten Versuch und nachdem ich die Folie x-mal ab und wieder angebracht habe auch nicht. Es mögen insgesamt nur Bruchteile von Millimetern sein aber der Mensch ist halt nicht so genau, um keine kleine Toleranz zu benötigen.

Letztlich führte das nochmalige abziehen und anbringen dazu, dass sich erst ganz minimale Staubpartikel auf dem Display sammelten und dazu noch kleine Lufteinschlüsse bildeten die sich auch nicht komplett nach außen schieben ließen. Für perfekte Endergebnisse kann man das aber nicht gebrauchen und abziehen, waschen, trocknen, für den nächsten Versuch, brachten zumindest mir die Erkenntnis, dass es entweder sofort mit dem ersten „Schuss“ klappt oder man anschließend keine perfekt anliegende Folie am Display hat.

Der zweite Punkt der die Folie nicht 100% zum „Memo Pad HD 7“ passen lässt, ist die Aussparung an der Frontkamera. Das mag noch nicht mal an der Folie liegen, da das Loch genau die richtige Größe hat, aber die Kamera ist nicht genau Plan mit dem Display, sondern schaut ein ganz kleines Stück heraus. Vielleicht ein Verarbeitungsfehler, aber er existiert. Das führt zu einer leichten Abhebung und sorgt wiederum dafür, dass die Folie um die Kamera herum nicht anliegt. Dafür müsste das Loch einfach nur ein kleines Stück größer sein, um mehr Spielraum zu haben, wegen der Toleranz die so ein Mensch einfach braucht, bei nur einem gültigen Versuch und eben solche Verarbeitungstoleranzen auszubügeln.
Was die Abmessungen der reinen Höhe/ Breite der Folie angeht, gibt’s nicht zu beanstanden. Das passt wirklich 1a.

Lösung für das Problem an den Ecken. Instrument: Nagelschere. Habe damit an allen Ecken die Rundungen etwas nachgeschnitten, um eventuelles Anstoßen der Folie in den Ecken zu umgehen.
Das Problem an der Kamera, konnte ich so nicht lösen. Da müsste man wohl etwas mit Wärme versuchen, um das Loch einen Tick größer zu bekommen ohne die Folie zu beschädigen.
Der 2. Versuch die Folie blasenfrei anzubringen fiel dann auch entsprechend positiv aus. Hoch konzentriert die Folie auf das vorher penibel gereinigte Display von der Kameraseite aus angebracht. Nur ein gültiger Versuch. Jetzt absolut blasenfrei bzw. abhebefrei an den Ecken und Kanten. Keinerlei Lufteinschlüsse über die gesamte Fläche. Perfekt. An der Kamera leider die erwähnte leichte Abhebung. Aber nicht weiter tragisch. Dass der Rest blasenfrei ist und die nachgeschnittenen Rund-Ecken absolut nicht auffallen ist mir wichtiger…plus den Umstand, dass der eigentliche Sinn der Folie gegeben ist.

Na bitte, ein entspiegeltes Display.:-)


Asus MeMO Pad HD 7 17,8 cm (7 Zoll) Tablet-PC (ARM MediaTek MT8125, 1,2GHz, 1GB RAM, 16GB HDD, SGX 544, Android OS) dunkelblau
Asus MeMO Pad HD 7 17,8 cm (7 Zoll) Tablet-PC (ARM MediaTek MT8125, 1,2GHz, 1GB RAM, 16GB HDD, SGX 544, Android OS) dunkelblau
Wird angeboten von kleen-hifi-tv-video
Preis: EUR 144,78

276 von 292 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ersteindruck hervorragend, 23. Juni 2013
Hatte Freitag das Glück einen Online-Shop zu finden der dieses Tablet überraschender Weise als lieferbar anzeigte und bei dem günstigen Preis, war es mir als Einstieg in die Android-Tablet-Welt einen kleinen Test wert. UPS lieferte Samstag vor 12Uhr und seitdem wird das Tablet mehr oder weniger gequält. Bisher reichte mir ein „Ipod Touch 4g“ um multimedial unterwegs zu sein aber die 7“ Tablets scheinen die perfektere Größe zu haben. Meine Griffeln sind jedenfalls zufrieden mit der Griffigkeit und die Augen sind auch nicht gerade sauer über die Entlastung.

Die erste ausführliche Rezension von „Ratok“ kann ich im Großen und Ganzen bestätigen. Sogar so ein Ständer aus billigstem Plastik wird mitgeliefert, der zwar optisch wirklich nicht viel hermacht, aber auf jeden Fall zum Anfang mal sehr nützlich ist.

Materialien und Verarbeitung sind völlig ausreichend bzw. zu dem Preis vorbildlich. Die Darstellung der Inhalte auf dem Display ist ausgezeichnet. Helligkeit regelbar und selbst draußen gut zu erkennen. Rechenleistung scheint auch genug vorhanden zu sein, denn egal was ich da bis jetzt versucht habe abzuspielen funktionierte es fast immer auf Anhieb und ohne merkliche Zusatz-Verzögerungen. Zum Beispiel AVI/xvid-Video abspielen mit dem Standard-Player bleibt das Bild weg. App-Store nachschauen, aha, kostenlos Player „xy“ laden und Hardware-Codierung auf Software stellen und schon wuppt es ruckelfrei los. Für Video im Browser halt Flash-Player installieren. Akku hält scheinbar auch was die Werbung verspricht. Nach der ersten Vollladung und entsprechendem Arbeiten mit Pausen hab ich jedenfalls ein gutes Gefühl, dass man die Herstellerangaben in etwa erreicht.

Ok, das spiegelnde Display mag etwas zu sehr spiegeln, aber ich werde das mit einer Folie lösen und gut ist. Ansonsten haut die Darstellung von Texten sehr gut hin egal ob im Browser oder bei Lese-Apps, so dass Leseratten eigentlich keine Probleme haben sollten.

Software: Vergleiche zu anderen Android-Versionen kann ich nicht anstellen, aber nach meinem Empfinden ist es ziemlich ausgereift und die Hardware spielt mit der Software gut zusammen. In Einzelheiten möchte ich mich hier nicht weiter verlieren, aber bisher konnte ich für jede Art meiner Anforderungen entweder entsprechende Apps finden die funktionieren oder es ist sowieso schon entsprechendes auf dem Gerät installiert. Was man halt so alles damit macht, es funzt bisher und vor allem flüssig.

Empfang Internet über W-Lan haut hin auch über größere Entfernung zum Router. Installationen/ Deinstallationen von Apps keine Probleme über Google und ohne Google. Mit Verbindung zu meinem Windows7 Rechner gibt’s auch keine Verbindungsprobleme. Ich weiß nicht was man für die 150 Euronen erwartet, aber ich würde sagen meine Erwartungen sind bisher mehr als übererfüllt, wenn nicht die Hardware zu zeitig schlappmachen sollte. Und da ich noch am Probieren bin, wartet wohl noch die ein oder andere positive Überraschung, was die Nutzung angeht. GPS mit Navigation muss ich mal ausgiebiger testen aber ich bin da optimistisch eingestellt.

Fazit: bei diesem Preis/ Leistungsverhältnis sicher jeden Cent wert. Man bekommt für 150 Euro, denke ich jedenfalls, einen Gegenwert der eine ganze Menge mobilen Nutzen bietet.

Ergänzung für Gamer:

Test 3DMark Demo, Android App

Ice Storm: Highscore gesamt: 3173, Graphicsscore: 2702, Physicsscore: 8132, Graphicstest1: 13,2 FPS, Graphicstest2: 10,6 FPS, Physicstest: 25,8 FPS, Demo: 12,3 FPS
Ice Storm Extreme: Highscore gesamt: 1555, Graphicsscore: 1264, Physicsscore: 8018, Graphicstest1: 7,7 FPS, Graphicstest2: 4,3 FPS, Physicstest: 25,5 FPS, Demo: 5,3 FPS

Tipp für die kabellose Datenverwaltung eines „Androiden“ über den Windows PC, wenn man dafür, so wie ich, nicht ständig das Tablet an den Rechner hängen möchte oder die Microsd-Karte ungern hin und herschiebt.

1. App "FTPServer" suchen und installieren/ starten
2. "User": einen Benutzernamen vergeben
3. "Pass": ein Passwort festlegen
4. "Port": sollte eine Portnummer sein, den euer Router zulässt, etwa "2221" – bei Verbindungsproblemen prüfen ob die Portnummer freigegeben ist
5. Stammverzeichnis auswählen: „SD-Karte“. "/sdcard" eintragen
6. "Allowed connections": WLAN auswählen
7. "Save and Restart Service". Jetzt könnt ihr am oberen Bildschirmrand eure IP-Adresse sehen, die ihr nun für den Explorer benötigt.

8. Windows Explorer öffnen, rechte Maustaste auf "Computer" und wählt "Netzwerkadresse hinzufügen | Eine benutzerdefinierte Netzwerkadresse auswählen".
9. IP-Adresse eures „Androiden“ eingeben: „ftp://username@IP-Adresse“
10. Android steht als Laufwerk unter Windows zur Verfügung

Gibt natürlich noch andere Möglichkeiten dazu, aber diese ist tatsächlich sehr leicht umzusetzen. Vielleicht auch für nicht so sehr technisch bewanderte Leute praktikabel. Bei meinen Tests mit verschiedenen Videodateien, über mein W-Lan waren Datenraten von ca. 1,4 MB/s angezeigt. Geht eigentlich und solange man nicht riesige Datenmengen bewegt eine elegante Lösung.

Erster Kurztest Navigation: Da dieses Tablet ein GPS-Modul besitzt und Asus eng mit Google zusammenarbeitet, liegt ein nicht zu unterschätzender Nutzen, als handliches mobiles Navi/ Orientierungsgerät, auf der Hand. Das installierte Google Maps liefert schon mal alles mögliche an Kartenmaterial was man sich so denken kann. Auch wenn ich es nur ganz kurz angetestet habe, konnte ich zumindest mit dem Auto von A nach B navigieren, mit gesprochenen Anweisungen, wie halt ein richtiges Navi. Routenplanung sowieso. Ok, die Sprachausgabe ist zumindest gewöhnungsbedürftig und nicht gerade "State of the Art", wie bei Tomtom und Co.

Alternativ habe ich eine andere Navi-App ausprobiert Namens "Sygic" welche scheinbar noch besser als Navi-Sofware funktionieren würde, allerdings kostet das Kartenmaterial dann extra. Dafür ausgereifter als die Navigation über Google Maps. Insgesamt sieht es aber so aus, als wenn dieses Tablet, auch dabei Superdienste leisten kann, was für ein überragendes Preis/ Leistungsverhältnis spricht.

Musikwiedergabe: MP3 über den normalen Player und meinen In-Ears von Sony kann ich klanglich erst mal keinen Unterschied zu meinem Ipod oder zu sonstigen Playern feststellen. Absolut top. Dann habe ich mal die kostenlose App "Poweramp" geladen und das Tablet an meinen Verstärker angestöpselt. Die App selbst bietet noch mal ein paar Zusatzfeatures was den Klang angeht, was sich in einem ziemlich fetten Sound ausdrückt. Jedenfalls besteht die Möglichkeit das Tablet als ordentliches Musikwiedergabegerät nutzen zu können. In meiner Konfiguration entstand auch kein Rauschen, was ja manchmal ein Problem darstellt.

Skype: ohne auch nur irgendetwas an Einstellungen nach der Installation/ Anmeldung getätigt zu haben, gab es mit Video oder Ton keinerlei Probleme bei meiner ersten kleinen Talkrunde von Skype zu Skype. Einfach perfekt.

Ergänzung GPS-Positionsbestimmung: zur Erstinbetriebnahme unbedingt etwas mehr Geduld aufbringen! Vor allem mit Google-Maps kann das am Anfang etwas länger dauern und man den Eindruck gewinnen das GPS-Modul arbeitet nicht oder nicht genau.
Tipp: am besten erst mal eine kostenlose App, wie „GPS Test“ (visuell und intuitiv dafür sehr gut geeignet) installieren und dann mit eingeschaltetem GPS einen Flecken unter freiem Himmel aufsuchen. Das suchen/ finden/ fixen dauert gerade beim ersten kalten Start etwas länger (bei mir 5-10Minuten), da Positions-Daten der Satelliten erst mal erfasst und gespeichert werden müssen. Mit so einem Tool hat man aber recht schnell die Gewissheit, dass die Hardware funktioniert und man sich nicht irre macht, wenn es bei Google Maps nicht sofort oder im eigenen erwarteten Rahmen eine exakte Positionsbestimmung gibt. Irgendwann geht das auch bei Google Maps dann problemlos. Also etwas Geduld mitbringen.

Update Datentransfer auf eine Micro-SD 32GB Class 10-Karte von Transcent über den USB-Port:
Ordner/ Größe 14,4 GB /wenige größere Video-Dateien, Transfer in ca. 20 Minuten.
Ordner/ Größe 11,1 GB /viele kleinere Musik-Dateien, Transfer in ca. 25 Minuten.

Mal ein Gedanke zur Apfel/ IOS/ ITunes-Konkurrenz: eher für Neugierige gedacht, die bisher (wie ich), warum auch immer, Android gemieden haben…

Nun, ich hatte jetzt 2 Jahre Zeit, nach Erwerb meines IPods, mich in die kleine Apfelwelt einzuleben und muss sagen, dass ich nie unzufrieden war und bin, mit dem was da so angeboten wird, aber nach einer Woche mit diesem kleinen Androiden bin ich ziemlich beeindruckt von dem was Android im Zusammenspiel mit der Hardware bietet. Ich wüsste echt nicht, welche, wenn überhaupt vorhanden, Vorteile ein viel teureres Mini-IPad bringen könnte, zu einem viel höheren Preis? Unglaublich wie schnell man Apps über den Store installieren/ probieren/ deinstallieren kann. So schnell geht das über ITunes nicht, zumindest nicht über die Synchronisierung am Rechner.
Dazu noch die unschönen Restriktionen die dem User in der Apfelwelt auferlegt werden und damit die schnellere, flexiblere Nutzung solch eines Produkts eingeschränkt wird? In dieser mir vorliegenden Kombination definitiv ausgereift und konkurrenzfähig, um dem Erfinder dieser Produktkategorie weitere Marktanteile abzunehmen!

Test zur Akku-Leistung:

Video-Marathon: Akku beim Start 100%

Display-Helligkeit 1/3, WLAN: aktiv, GPS: aus, Bluetooth: aus, intelligentes Energie sparen
Permanente Wiedergabe verschiedener mkv/ avi(xvid)-files…erreichte Spieldauer: Abbruch nach 9h+5min mit 1% Akku-Restladung
Kommentar Kommentare (16) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 30, 2013 10:34 AM CET


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