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Rezensionen verfasst von
Essbee

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Modern Family - Season 1 [4 DVDs]
Modern Family - Season 1 [4 DVDs]
DVD ~ Ed O'Neill
Preis: EUR 12,99

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Stern am Sitcomhimmel..., 15. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Modern Family - Season 1 [4 DVDs] (DVD)
...warum ist das so?

Die ganz große Stärke der Serie liegt in der Vielfältigkeit und dem Abwechslungsreichtum der Charaktere, denn davon gibt es gleich 11! Natürlich lassen sich bei solch einem Fundus auch abwechslungsreiche Stories erzählen. Die Macher der Serie haben sich insgesamt drei eigenständige Familien ausgedacht(für die ich gleich im einzelnen kurz ein paar Worte verlieren werde), die in ihrer Gesamtheit aber eine große Patchwork Familie darstellen (eben "Modern Family"). Durch die Vielzahl von, zum Teil skurillen, Charakteren und vor allem durch deren Interaktion als Familienmitglieder ergeben sich wirklich großartige und vor allem lustige Situationen. Nicht selten wird der Alltag der drei Familien leicht getrennt von dem Leben der anderen in einer Episode thematisiert, um hin und wieder doch das Verschmelzen der Leben aller innerhalb einer Großfamilie vortrefflich aufzuzeigen. Mit meiner Rezension möchte ich Ihnen einen Überblick über die Charaktere verschaffen und vermitteln ,weshalb sich aus den Personenkonstellationen urkomische Dialoge und Situationen ergeben:

Die Familie DELGADO-PRITCHETT

- Jay (dargestellt von Ed O'Neill), das Familienoberhaupt ist Anfang/Mitte 60 und hat vor kurzem die wesentlich jüngere kolumbianische Sexbombe Gloria nach einer gescheiterten Ehe geheiratet. Jay hat all das, was Al Bundy immer haben wollte. Er muss nicht arbeiten, ist sehr wohlhabend und lebt mit einer Traumfrau zusammen. Dennoch schimmert immer wieder der Zynismus und die oftmals derben Sprüche eines Al Bundys bei Jay durch. Letztendlich erweist er sich aber immer als liebenswert und doch fürsorglich. Klasse gespielt, trockene Sprüche, einfach super. Bei dieser Person ergeben sich natürlich auch einige Witze im Bezug auf das Älterwerden.

- Gloria, wie erwähnt Jays Frau, eine rassige, impulsive, sexy Latina und fürsorgliche Mutter von Manny. Hieraus ergeben sich viele Witze über die Bräuche oder die Korruption in Südamerika. Im übrigen im deutschen perfekt synchronisiert. Das "R" wird so schön gerrrrrrrrrrrrollt.

- Manny, 10 jähriger, übergewichtiger Sohn von Gloria und Stiefsohn von Jay. Verhält sich häufig sehr, sehr reif und wie ein Erwachsener (trinkt literweise Kaffee, spielt Schach etc). Kann sich gewählt ausdrücken, was unglaublich komische Situationen erzeugt. All das macht ihn aber zum Außenseiter bei anderen Kindern und vor allem bei Mädchen.

Die Familie PRITCHETT-TUCKER

- Mitchell, ist Jays homosexueller Sohn. Er ist als Anwalt tätig, ein Snob, aber doch liebenswürdig und an vielen Stellen erfüllt er die Stereotype eines Schwulen (verweichlicht, ängstlich usw.). Die Mimik und Gestik passen perfekt zu ihm. Unterschwellig wird oft darauf angespielt, dass Jay (er ist eben ein Macho) mit der sexuellen Tendenz seines Sohnes ein Problem hat oder zumindest hatte.

- Cameron, Mitchells homosexueller Ehemann. Er ist übergewichtig (daraus ergeben sich einige witzige Anspielungen) und er erfüllt die Rolle einer "Hausfrau", wenn man das so sagen kann. Er ist sehr musikalisch (gibt einige lustige Stellen in der Staffel, die dies zu Nutze machen) und auch an Sport interessiert. Dennoch erfüllt er, wie sein Partner, sehr häufig die Klischees eines Homosexuellen.

- Lily, das vietnamesische Adoptivkind (Baby) der beiden. Hieraus ergeben sich unheimlich viele Probleme, die das, in der heutigen Gesellschaft leider immer noch als ungewöhnliche zu bezeichnende Paar, zu bewältigen hat. Beide Väter sind ÜBERfürsorglich und sehr unsicher im Bezug auf die Erziehung ihrer Tochter.

Die Familie DUNPHY

- Claire, die Tochter von Jay und Schwester von Mitchell, ist das perfektionistische Muttertier, welches ihrer verlorenen Berufskarriere hinterhertrauert. Für ihre Kinder will sie aber stets das Beste.

- Phil, Claires Mann, der häufig ganz eigenwillige und zu seiner Frau konträre Erziehungsmethoden bevorzugt. Er versucht hipp und jung zu sein, um bei seinen Kindern beliebt zu sein, was sich auch in der Tatsache widerspiegelt, dass er ein Technikfreak ist. Mit seinem Schwiegervater, sie wissen schon, Jay ;-), ist er aber auch seit 15 Jahren nicht richtig warm geworden. Er scheint zudem ab und an aus dem monotonen Familienleben heraustreten zu wollen und interessiert sich unterschwellig für schöne Frauen (Stichwort "Gloria") oder andere Hobbies. Darüberhinaus ist er gelegentlich ein Tollpatsch, sowohl physisch als auch emotional. Ein sehr liebenswerter Charakter.

- Haley, ist die pubertierende, hübsche Tochter, was die bekannten Probleme mit sich bringt. Sie interessiert sich mehr für Jungs, Parties und Mädchenmagazine als für die Schule. Das führt auf Dauer natürlich stets zu Konflikten mit ihren Eltern und ihren Geschwistern.

- Luke, etwa 10 jähriger Sohn und das totale Kontrastbild, und jetzt Achtung, zu seinem gleichaltrigen, überreifen Onkel (!) Manny. Das birgt natürlich Konfliktpotential. Luke scheint leicht dümmlich zu sein und/oder unter ADHS zu leiden. Er ist wild, laut und total unreif, was ja EIGENTLICH nicht so schlimm für ein Kind seines Alters ist.

- Alex, etwa 10-12 Jahre alt und Mrs. Schlaubischlumpf der Familie. Gerissen, intelligent, was sie zu einem Außenseiter bei ihren Geschwistern und Schulkameraden macht. Ihr Humor ergibt sich häufig aus dem Sarkasmus.

Sie können sich die weiteren Verwandheitsgrade nun weiter selbst zusammendichten (Wer ist Neffe von wem usw) ;-) Ich denke aber, dass deutlich wird wie unterschiedlich die Personen sind und welch aberwitzigen Dialoge sich daraus innerhalb der Großfamilie ergeben können.

Als wären 11 Protagonisten nicht genug, treten auch noch ab und an der Vater von Phil oder der Freund von Haily auf. Das große Chaos entsteht natürlich immer dann, wenn die Großfamilie sich zu Familienfesten o.ä. trifft :-)

Wie andere schon angemerkt haben, und deswegen gehe ich nur kurz drauf ein, ist die Serie ein bisschen wie Stromberg aufgebaut, d.h. dass die Erwachsenen ab und an interviewt werden und dem Zuschauer dann ihre Gedanken oder persönlichen Überzeugungen zu einer Thematik mitteilen. Meistens trifft aber in der Szene danach genau das Gegenteil zu dem was die Personen vorher gesagt haben ein. Eigentlich wie bei Stromberg. Sehr lustig.

Zudem finde ich es sehr schön, dass im Gegensatz zu anderen Sitcoms, sehr alltägliche Probleme und Geschichten erzählt werden. Das stärkt die Identifikation.

Ich kann ihnen wirklich nur raten (ich habe es auch gemacht) ruhig mal mutig zu sein und der Serie einfach mal eine Chance zu geben. Für mich ist es eine herrliche Erfrischung, und seien wir mal ehrlich: Wer hat langsam nicht genug von "Two and a half men" oder "How I met your mother"? Ich habe den (sehr günstigen Kauf) nicht bereut und mir eine weitere Staffel eben bestellt ;-)


How I Met Your Mother - Season 8 [3 DVDs]
How I Met Your Mother - Season 8 [3 DVDs]
DVD ~ Alyson Hannigan
Preis: EUR 19,99

26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Überzogen und zum Teil lieblos erzählt, 13. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

pünktlich vor Weihnachten erscheint also die 8. Staffel der 5 Freunde aus Manhattan. Leider kann die Staffel längst nicht mehr das Niveau früherer Staffel halten, was an folgenden Gründen liegt:

- Die Geschichte wird vollkommen unnötig in die Länge gezogen. Einen schönen durchgängigen Handlungsstrang (bis auf: WER in Herrgottsnamen ist denn nun endlich die Mutter?)sucht man vergebens. Stattdessen werden viele Folgen etwas lieblos aneinander gereiht. Zudem werden mal wieder alte Charaktere (z.B. der Captain) aus der Mottenkiste ausgegraben, nur um überhaupt irgendetwas erzählen zu können. Wieso muss Ted eigentlich schon wieder eine kurzfristige Beziehung führen? Mich persönlich hat das sehr genervt, zumal man von Anfang an weiß, dass dies nicht "die Mutter" sein kann. Diese typische HIMYM Feeling und Mitraten a la "Ist sie das, oder vielleicht doch nicht?" geht dadurch vollends verloren. Schade.

- Neben diesem unglaubwürdigen, aufgesetzt wirkenden Handlungsstrang, fehlt auch den einzelnen Episoden selbst sehr häufig die Glaubwürdigkeit. Es wird viel zu extrem erzählt. Das war in früheren Staffeln besser als man das Extreme punktuell und mit Bedacht eingesetzt hat. Ich meine beispielsweise die Szenen als Barney das erste Mal Auto fuhr o.ä. Zwar sehr abgedreht, aber lustig, weil nur selten und dann aber konsequent verwendet. In der vorliegenden Staffel sind ganze Folgen so extrem gestaltet, wodurch schlussendlich auch der "rote Faden" verloren geht. Das ganze hat mich sehr stark an die neueren Folgen von den Simpsons erinnert. Abgedreht, auf Teufel komm raus versucht lustig zu sein, aber den alten Charme total vermissen lassen. So wird auch Marshall recht häufig, ähnlich wie Homer bei den Simpsons, zu einem unfreiwillig komischen Clown degradiert. Das führt dazu, dass man die einzelnen Folgen zwar stellenweise lustig findet, die gezeigten Geschichten aber keinesfalls dem Charakter einer Person nachhaltig zuschreibt oder sich selbst mit den Personen identifiziert. Man weiß jedes mal "okay, das war was einmaliges, diese Information brauche ich als Zuschauer nie wieder". Dies unterstreicht, dass die Geschichte im Prinzip komplett auserzählt ist.

- Der Charakter Barney wird sehr ausgeschlachtet. Die Macher haben natürlich längt gemerkt, dass er der heimliche Star der Serie ist, aber mir persönlich wurde es viel zu viel mit irgendwelchen "Bro XY Gegenständen". Auch hier macht es die Dosis. Frühere Folgen wie der "Bro Code" waren genial, stützen sich vollends auf diese Idee und es wurde im Verlauf immer wieder darauf angespielt. Jetzt wirkt es zwanghaft und konstruiert. Einfach zu viel des Guten.

- es ist mir persönlich viel zu beziehungslastig. Zu Beginn der Staffel sind alle Personen irgendwie in einer Beziehung. Danach brechen innerhalb weniger Folgen, und unter Angabe von recht fadenscheinigen und lieblosen Gründen alle Beziehungen sehr, sehr schnell wieder auseinander.

- Die obligatorische Anspielung, dass Ted noch auf Robin steht und sie ihm gegenüber wohl doch ein paar Gefühle haben könnte. Was soll das eigentlich?

Natürlich ist nicht alles schlecht...

+ es gibt immer noch ein paar wenige "Brüllerfolgen", die wirklich für viele Lacher sorgen
+ die Erzählweise finde ich weiterhin sehr gelungen (Flashbacks, verwobene Handlungsstränge usw.)
+ wieder bessere Musik im Menu als bei Staffel 7
+ man erfährt während dieser Staffel (natürlich verrate ich nicht wann und wie) wer die Mutter ist.

Der letzte Punkt, und das Verbuchen unter "+" zeigt aber auch, dass man sich insgeheim einfach wünscht, dass die Serie bald vorbei ist. Ich bin gespannt, ob man die 9. Staffel wieder etwas stringenter und damit auch würdevoll zum Abschluss bringen kann.

Eigentlich kann ich nur den Leuten vom Kauf abraten, die schon bei Staffel 5 oder 6 die Lust an der Serie verloren haben. Hardcore Fans werden sich die Staffel so oder so kaufen, aber in meinen Augen vermutlich nicht mehr ganz so gut bedient werden wie zuvor.

MfG


The Big Bang Theory - Die komplette sechste Staffel [3 DVDs]
The Big Bang Theory - Die komplette sechste Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Johnny Galecki
Preis: EUR 12,97

59 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bazinga, 27. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo zusammen,

pünktlich vor Weihnachten erscheint für die Fans neues Futter der vier Physiker aus dem kalifornischen Pasadena. Ich habe die aktuelle Staffel (24 Folgen) innerhalb von drei Tagen fast an einem Rutsch durchgesehen. Daran erkennt man, dass die Serie immer noch vieles richtig macht.

Den Charakteren wurden wieder glaubhafte Dialoge und herrlich-verrückte Situationen auf den Leib geschneidert. Wenn wir schon bei "schneidern" sind: es werden dieses Mal auch wieder einige, lustige Kostüme (z.B. auf einer Halloween Party im Comicbuchladen) aus dem Bereich Film, Comic und Sci-Fi-Serien von den Personen getragen. Die Rolle von Sheldon bietet weiterhin einige skurrile Situationen und sorgt für reichlich Lacher. In einer Folge versucht Sheldon mit allen Mitteln einen Universitätsparkplatz von Howard wiederzuergattern, obwohl er ja selbst kein Auto hat. Ein Highlight der Staffel, wie ich finde. Auch das Verhältnis der Folgen, in der einer der vier Physiker im Mittelpunkt steht, ist nach meinem Empfinden recht ausgewogen. Wenn jemand also einen Favoriten hat, wird er ihn mehr als einmal, im Zentrum der Folge bewundern dürfen. Allgemein hatte ich das Gefühl, dass Howard mehr Zeit bekommt als nämlich anfangs über mehrere Folgen seine Zeit im Weltraum und später die Annäherungsversuche zu seinem Schwiegervater thematisiert werden.

Leider (und daher muss ich auch einen Stern abziehen) setzt sich der Trend der letzten Staffeln fort und der übergeordnete Spannungsbogen bezieht sich fast ausschließlich auf irgendwelche Beziehungsproblemchen. Ich habe nichts gegen die weiblichen Darsteller, aber an manchen Stellen fühlt sich die Serie an, wie ein GZSZ für Physiker. Howard soll wohl endgültig (oder doch nicht?) zu Hause ausziehen, was zu ständigen Diskussionen mit Bernadette führt. Zwischen Penny und Leonard geht es wiedermal recht viel hin und her. Mal liebt sie ihn, mal nicht. Auch die "Beziehung" zwischen Sheldon und Amy ist nicht mehr ganz so skurril und überraschend als noch in den Staffeln davor. Es gibt zwar nach wie vor wirklich witzige Dialoge und Momente, aber das ganz Innovative, was dazu führte, dass ich noch nie innerhalb einer Serie eine so lustige "Liebesbeziehung" zwischen zwei Personen gesehen habe und vor Lachen vom Sofa fiel, fehlt nach und nach. Es wiederholt sich auch. Mit Rajs homosexuellen Tendenzen wird von den Machern der Serie verstärkt gespielt, da der Person Stuart (der Comicladenbesitzer) mehr Zeit und Raum gegeben wird als seine Freundschaft zu Raj verstärkt thematisiert wird. Allgemein ist Stuart regelmäßigerer Bestandteil der Gruppe und könnte fast schon als das 5 oder besser gesagt 4,5 Mitglied der Gruppe bezeichnet werden. Jedesmal ist er nämlich (zum Glück) nicht dabei. Wozu führt das?

Folgen in denen die vier Physiker nur etwas für sich unternehmen und dabei serientypisch sehr gelungene Anspielungen auf Filme, Serien, Comics und Technik gemacht werden, gibt es im Prinzip nicht mehr. Dies waren m.E. mit die besten Folgen der Serie. Irgendeine der Frauen ist immer erbost, eifersüchtig oder fühlt sich hintergangen und zieht dann die anderen beiden mit ins Boot und verhindert so das Zusammenkommen der puren Männerrunde. Vielleicht ist das unser Schicksal ;-)

Das Menu finde ich wie immer recht bescheiden gestaltet. Zudem frage ich mich, warum immer noch keine Titel der einzelnen Episoden oder kleine Bildausschnitte einer Folge sichtbar sind und man sich so nur an der Episodenziffer orientieren muss. Zudem, vielleicht ist das aber nur mein Problem, startet die Serie bei mir immer noch regelmäßig in tschechischer Sprache!?

Hätten die Staffeln davor die Bewertungslatte nicht so hochgelegt, würde ich auch hier 5 Sterne vergeben. Da ich die Serie aber in ihrer Gesamtheit und unter Berücksichtigung von Entwicklungen betrachte, kann ich aus den beschriebenen Gründen dieses Mal nur 4 Sterne vergeben.

MfG
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2013 10:26 PM CET


Recharged
Recharged
Preis: EUR 4,99

133 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Klingt komisch, iss' aber so., 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Recharged (Audio CD)
Hallo,

Elf Jahre nach ihrem ersten Remix „Reanimation“ veröffentlichen die 6 Kalifornier von Linkin Park nun ihr zweites offizielles Remix Album „Recharged“ (= wiederaufladen).
Da es sich hier um eine gewagte Neuinterpretation der Songs von „Living things“ handelt, und die Band auch nie etwas anderes proklamierte, sollte sich nun niemand beschweren (man konnte ALLE Lieder in voller Länge auch schon auf der Homepage der Band vorab hören), dass Linkin Park auf diesem Album überhaupt nicht wie Linkin Park klingen (schlecht finden darf man das Album trotzdem, aber wer die berühmte Katze im Sack gekauft hat, ist ehrlich gesagt, selbst Schuld).

Linkin Park klingt nicht wie auf „A thousands Suns“ und erst Recht nicht wie auf dem Erstling „Hybrid Theory“. Und auch nicht wie auf „Reanimation“. Letzteres Album hauchte den NuMetal Songs von „Hybrid Theory“ durch eine HipHop lastige Interpretation neues Leben ein. HipHop ist längst nicht mehr so Mainstream wie noch Anfang der 2000er. Elektronische Musik, mit härteren und schnelleren Beats haben in den letzten Jahren ein Comeback gefeiert. Dementsprechend klingen auch die Songs auf „Recharged“ so. Man kann das Kommerz nennen oder einfach akzeptieren, dass Musik wie in Wellen kommt und geht und Bands dadurch beeinflusst werden. Ich finde es absolut legitim und sogar mutig von LP, was sie hier abliefern. Hoffentlich kommt bald eine NuMetal Welle wieder, im Zuge welcher dann seinerseits andere Lieder neuinterpretiert werden ;-)

Generell erwarte ich von einem Remix Album, wie auch immer die musikalische Neuausrichtung auch sein mag, dass man als Hörer immer noch spürt, dass ein „altes“ Lied neu interpretiert wurde. Es darf anders und neu klingen, aber nicht vollkommen die eigenen Wurzeln verweigern. Als Hörer, finde ich, sollte man immer sofort wissen, welches Lied überhaupt „geremixed“ wurde. Das ist bei „Recharged“ der Fall.

Das spiegelt sich bereits im Design des Covers wider. Grundfarbe und auch Grundstimmung scheinen bei beiden Alben gleich zu sein, mit dem Unterschied, dass die Person oder Figur bei „Recharged“ aufzuerstehen scheint und über den Dingen schwebt, wohingegen sie bei „Livings Things“ noch eine gesichtslose Figur gewesen ist.

Ich kann vorab sagen, dass ausnahmslos alle Songs glasklar aus den Boxen wummern und exzellente Arbeit im Studio geleistet wurde. Ich habe ehrlich gesagt bei einer Band wie Linkin Park, mit ihrem Budget und ihrer Reputation, aber auch nichts anderes erwartet.

A LIGHT THAT NEVER COMES: 4/5
Einziges neues Lied auf dem Album. Ich persönlich habe die Band so noch nie gehört. Total Elektrolastig (kein Wunder, da die Zusammenarbeit mit Steve Aoki war) lädt der Song zum heftigen abfeiern auf der Tanzfläche in der nächsten Disco ein. Ein Lied mit Ohrwurmpotential, was mir sogar gut gefällt. Vor allem aber dann, wenn ich mal keinen Gedanken daran verschwende, dass der Song von meiner Lieblings NuMetal-, Alternativeband stammt ;-)

CASTLE OF GLASS: 2/5
Okay, erster Remix: Ab jetzt erwähne ich nicht mehr, dass die Songs total elektronisch sind. Das trifft einfach auf alle Lieder zu. Es sind viele Dupstep, House, Trance und sogar Speedcore Elemente verarbeitet wurden. Elektrolieder haben ja die Eigenschaft, dass sie in ihrer Länge meist über dem Durchschnitt liegen. Aus dem recht knackigen „Castle of Glass“ wurde eine über 6 Minuten lange Disconummer. Es ist schwierig zu beschreiben, warum mich das Lied nicht vom Hocker reißt. Ich mag auch elektronische Musik, daran liegt es nicht. Aber der Gesang auf dem Original war so sanft und weich und ist es auch im Remix, so dass die brachialen Beats nur wenig zu dem Gesang passen und kolossal störend wirken.

LOST IN THE ECHO: 2/5
Das Intro war ja bereits im Original elektronisch. Also eigentlich eine konsequente Weiterführung. Falsch! War das Lied auf „Living things“ aufgrund von Dynamik und Härte des Raps von Mike noch mein Liebling, ist der Remix ein totaler Flop. Das Lied wurde verlangsamt und der Rap seltsam verzerrt. Elektronisches Geplänkel und ein ödes Zwischenspiel nehmen dem Lied jegliche Dynamik und die Geschwindigkeit.

VICTIMIZED: 3/5
WOW! Dachte ich beim ersten Anhören. Was vorher harte Drums und aggressive Gitarren waren, ist jetzt ein extrem schneller, aggressiver Beat. Klingt sehr nach Speedcore. Diesen Musikstil kann man nur lieben oder hassen (ich mag ihn nicht). Und so erscheint „Victimized“ wirklich wie eine konsequente Weiterentwicklung. So eine krasse Interpretation hätte ich der Band NIEMALS zugetraut. Sehr mutig. Dafür gab es auch nen Extrapunkt.

I’LL BE GONE: 4/5
Ein Midtempostück mit einem starken Rappart von Pusha T. Elektro trifft auf Rap und Rap auf Chesters Gesang. Gelungener Remix.

LIES GREED MISERY: 1/5
Furchtbar, wenn man das Original als Maßstab nimmt. Chesters Geschrei aus dem Original wird hier seltsam abrupt abgewürgt und von Elektronikpassagen abgelöst. Nur ein Beweis, dass Screaming nur so richtig bei Rockmusik nachhaltig wirken kann.

ROADS UNTRAVELLED: 4/5
Da dachte ich mir vor dem Anhören, wie willst du so eine geniale Ballade mit fast schon gebrechlichem Gesang elektronisch remixen? Das gute ist, die Band hat das langsame Tempo des Originals einigermaßen im Refrain beibehalten. Das klingt echt ganz chillig. Der „ohhhhhh ohhhhh Part“ eignet sich sowieso für eine elektronische Neuinterpretation. Auch hier in der Mitte hin ein wirklich guter Rappart!

POWERLESS: 4/5
Hier gefällt mir der Remix zum ersten Mal WESENTLICH besser als das Original. Das kann aber auch daran liegen, dass ich das Original nicht so toll finde. Durch die elektronische Untermalung (dieses Mal klingts wie Trance) bekommt das Lied eine neue Dynamik. Das kann aber wirklich jeder anders empfinden.

BURN IT DOWN: 3/5
Einfach eine solide Neugestaltung des Liedes. Hier wurden wieder Elemente aus dem Trance verarbeitet. Ich glaube genauso hätte auch eine Elektronik-Version des Originals eines bekannten DJs aussehen können.

UNTIL IT BREAKS: 1/5
Einfach langweilig. Das ist der Song aber auch schon im Original. Beide Versionen dümpeln so vor sich hin und eigentlich ist man froh, wenn es rum ist, wenn man ihn nicht vorher schon längst geskipped hat.

SKIN TO BONE: 1/5
Rappart zu Beginn, war im Original bekanntlich anders. Danach weiß ich nicht wo der Song hin will. Hier hatte ich exakt das gleiche Gefühl, wie ich es damals hatte als ich Limp Bizkits grandios mieses Remix Album gehört habe. Undurchsichtig, ziel- und lieblos.

I’LL BE GONE: 3/5
Ein zweiter Remix besagten Liedes. Auch hier, ist es eine solide Neuintepretation, aber auch wirklich nicht mehr.

UNTIL IT BREAKS: 1/5
Nr. 2. Fällt mir ehrlich gesagt nichts zu ein. Öde.

A LIGHT THAT NEVER COMES: 2/5
Viel ruhiger und langsamer als der Albumopener. Auch viel unelektronischer. Und da muss ich zugeben, dass mir die elektronische Version viel besser gefällt. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich von Anfang an nur die Dancenummer in den Ohren präsent hatte.

Wem kann ich dieses sehr gewagte Album also empfehlen?

1. Ganz ehrlich; allen Fans von elektronischer Musik! Es ist, bezogen auf diesen Musikstil, wirklich abwechslungsreich und sehr gut produziert. Wer nie Linkin Park gehört hat, weil er nicht auf Rockmusik steht, sollte hier definitiv mal reinhören. UNEINGESCHRÄNKT hörenswert.
2. Allen Hardcore Fans der Band, die den elektronischen Einfluss nicht völlig ablehnen. EINGESCHRÄNKT hörenswert, weil viele Lieder im Original einfach 1000 Mal besser sind.
3. Leuten, die auf gutgemachte Remixalben stehen, welche im Kern nicht völlig entfremdet wurden, aber doch sehr anders interpretiert wurden.

Allen puren Fans von Rock- und Alternativemusik sei gesagt: Lasst bloß die Finger weg! So ehrlich muss ich auch als glühender Anhänger den Band sein. Jimi Hendrix, Kurt Cobain und andere bereits verstorbene Rocklegenden können froh sein, dass sie das nicht mehr miterleben müssen.

Ich vergebe 3 Sterne. Es ist unter dem Gesichtspunkt des Remix vermutlich sogar ein sehr gutes Album (meine Kriterien dafür hatte ich beschrieben). Mir gefielen einige wenige Lieder sogar besser als im Original, aber in meinen Augen ist auch viel Leerlauf dazwischen. Den absoluten Überkracher suche ich auch vergebens auf dem Album.

MfG
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2014 9:00 PM MEST


Practical English Usage - Third Edition: Grammar Book: Kartoniert
Practical English Usage - Third Edition: Grammar Book: Kartoniert
von Michael Swan
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassend! Die Bibel der Grammatik, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,

ich möchte im Folgenden darlegen, warum das Buch von Michael Swan aus meiner Sicht 5 Sterne verdient bzw. welche Vorzüge es aufweist:

Das Buch richtet sich an fortgeschrittene (!) Freunde der englischen Sprache (= Anglistik/Amerikanistik Studenten, Englisch Referendare/Lehrer, Sprachbegeisterte und sogar an Muttersprachler, ich kenne amerikanische Universitätsprofessoren, die REGELMÄßIG in dem Buch etwas nachschlagen).
Jede erdenkliche grammatikalische Problemstellung von Englischlernenden wird hier in dem 650 seitigen Buch sehr simpel und kompakt aufgedeckt. Der Autor verzichtet fast (!) ausnahmslos auf sämtliche visuelle Spielereien d.h. wer gut mit Grafiken, Tabellen und Farbgebungen lernen kann und will, sollte sich den Kauf überlegen. Lediglich die einzelnen grammatischen Aspekte wurden zur Orientierung in einer roten Überschrift gehalten. Bei sämtlichen Beispielen wurde nur mit Fettdruck, Schriftgröße und Kursivschrift zur Übersichtszwecken gearbeitet. Mehr nicht. Das ganze Buch wirkt wie ein "Wörterbuch der Grammatik". Dazu trägt auch die alphabetische und nummerische Sortierung der Begriffe wesentlich bei. So folgen im Buch nach den Anmerkungen, wie und wann man im Englischen korrekt "fun" und "funny" verwendet, Anmerkungen zu "future". Das Buch ist kein Werk, dass lediglich die verschiedenen Zeiten oder Verbformen runterbetet, sondern eines, dass eben auch solch kleine, detaillierte Spitzfindigkeiten wie die korrekte Verwendung von "fun" erklärt. Wann spricht man von "play" und wann von "game"? Wann von "end" oder "finish"? Und vieles, vieles mehr. Das Buch ist so detailliert, dass ich mich schon dabei erwischt habe, nach dem Nachschlagen einer grammatikalischen Angelegenheit, weitere Seiten zu durchstöbern, weil man einfach wissen möchte, welche Fehlerquellen eigentlich noch so im Englischen existieren. Dieses eigentlich trockene Buch, mit der trockensten Thematik, die man sich normalerweise vorstellen kannj, schafft es aber den Leser bei Laune zu halten.

Das liegt an den kurzen und ziemlich simplen, aber dadurch auch sehr, sehr klaren Beispielen, die allerdings ALLE in Englisch gehalten sind (deswegen richtet es sich auch nicht an Beginner, Schüler oder Menschen, die kurz vorm USA Urlaub noch ein wenig die Grammatik aufpolieren möchten).

Das Buch orientiert sich an British-English. Es gibt allerdings einzelne Punkte, an denen auf die Unterscheide zu American English oder anderen Varieties eingegangen wird. Das ist aber relativ kurz gehalten. Wer also beisplielsweise im Examen beabsichtigt, dass Thema "British vs. American English" zu wählen, wird hiermit nicht ganz so glücklich.
Zu Beginn gibt es noch ein Kapitel mit 130 typischen Fehlern (die korrekte Antwort und die Seite auf der das entsprechende grammatikalische Phänomen erklärt wird, stehen dann daneben). Ich bin mir sicher, dass jeder bei dem ein oder anderen Beispiel zu Hause sitzt und denkt "Hä? Was ist denn daran falsch? Ich hätte es genauso gesagt". Es wird dem Leser also zu Beginn direkt vermittelt, dass er längst nicht perfekt ist. Das alles ist aber in einem sehr geringem Maß geschehen und man hält das Buch nicht für ein Werk, dass der Autor als Spiegel benutzt, um uns zu sagen, dass wir dumm seien. So schreibt der Autor selbst: Learners should aim to avoid serious mistakes [...], but they should not become obsessed with correctness [...] Grammar is not the most important thing in the world". Ermutigend wie ich finde. Und genauso möchte ich Sie auch dazu ermutigen, sich diese "Bibel der Grammatik" anzulegen, ab und an nachzuschlagen und so ihr eigenes Englisch zu verbessern oder aber korrekt an ihre Schüler weitergeben zu können.

Minuspunkt ist das gänzliche Fehlen von Übungsaufgaben. Dann wäre das Buch aber vermutlich noch dicker geworden und hätte die 1000 Seiten geknackt. Ich ziehe daher auch keinen Stern ab. Wer mehr Fokus auf üben und anwenden legen möchte, dem sei "Advanced Grammer in Use" von Martin Hewings empfohlen.

Best wishes,

SB


NBA 2K14 - [PlayStation 3]
NBA 2K14 - [PlayStation 3]
Preis: EUR 21,47

43 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein teures (sehr gutes Update), 4. Oktober 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: NBA 2K14 - [PlayStation 3] (Videospiel)
Zu meiner Person: Die Vorgänger von NBA 2k14 sind die Spiele, die ich mit Abstand am längsten auf der aktuellen Konsolengeneration gezockt habe. Epische Playoffschlachten, ständiges Aufleveln meines eigenen Spielers in „MyPLayer!“ und ganze Saisons habe ich komplett durchgespielt. Ich würde mich auf dieses Spiel bezogen, als sehr erfahrenen Spieler einschätzen.

Ich werde 2k14 im Folgenden mit 2k13 vergleichen, um potentiellen Kunden die Entscheidung zu erleichtern, ob sie überhaupt sie sich noch kurz vor den neuen Konsolen für die neue Version entscheiden sollten. Alle anderen, also jene, die sich sofort zum Release eine neue Konsole kaufen oder all die, die nur gelegentlich mal ein Spielchen NBA nach Feierabend machen, sollten auf jeden Fall bei NBA 2k13 bzw. 2k12 bleiben. Dafür sind die Veränderungen zu marginal.

GAMEPLAY:

Der Bereich, in dem sich mit Abstand am meisten getan hat. Die Steuerung wird jetzt über beide Analogsticks bedient d.h. nicht nur der Wurf und Dribblings, sondern auch das Passen hierüber ausgeführt werden. Das ist zu Beginn eine riesige Umstellung und schwer. Wenn man es aber beherrscht, lassen sich viel spektakuläre Pässe und Assists durchführen. Behind the back Pässe sehen jetzt grandios aus.
Die AI ist VIEL besser. Vor allem die Defense. Ich garantiere euch, dass ihr viel mehr überlegen müsst, wie ihr zum Korberfolg kommen könnt. Vor allem in der Zone geht es so richtig ab (Spieler kollidieren, Stolpern etc.) Da ist richtig Leben drin, Wühlbüffel vs. Dampfwalze. Einfach durchlaufen und mit krachendem Dunk abschließen ist nicht mehr drin, sonst werdet ihr gnadenlos weggeblockt. Blocks wurden massiv verbessert. In 2k13 war es so frustrierend, dass man mit Blockingmaschinen wie Howard oder Ibaka maximal 1-2 Blocks pro Spiel hinbekam. Die Blocks kommen nicht nur häufiger vor, sondern sehen auch viel abwechslungsreicher und vor allem realistischer aus.

Neu ist die „Playsmart“ Funktion d.h., mittels des Buttons wählt der Computer für euch den bestmöglichen Angriffszug oder die beste Verteidigungsaufstellung anhand der auf dem Court befindlichen Spieler aus, und das sehr gut und glaubhaft. Ein ständiges Durchforsten des Playbooks vor jedem Angriff ist so nicht mehr nötig.Ein paar mehr Animation (z.B. wie Spieler sich nach einem gelungenem Korberfolg freuen etc.) gibt es auch.Die Teams spielen VIEL realistischer und so wie wir sie aus dem TV kennen.

GRAFIK:

KEIN Unterschied zu den Vorgängern. Sieht alles exakt gleich aus. 2kSports scheint bei der grafischen Darstellung jetzt an ihre Grenzen gestoßen zu sein. Sieht aber trotzdem sehr gut aus.
Einige Spieler wurden nachbearbeitet (die Superstars sahen eh schon immer gut aus) und sehen jetzt realistischer aus.

MODI:

Hier gibt es einzig und allein den „Lebron Modus“ als neue Spielmöglichkeit. Dieser ähnelt etwas, wenn auch nicht ganz, dem Jordan Modus von vor ein paar Jahren. Ihr spielt ein paar historische Spiele von Lebron nach und entscheidet dann, ob er bei den Heat bleibt oder woanders sein Glück sucht. Ziel ist es mehr Titel als Jordan am Ende der Karriere zu erreichen. Finde den Modus nur für Lebron Fans interessant. Wenn ihr den King nicht mögt, werdet ihr den Modus vermutlich meiden.
Ansonsten ist leider alles beim alten geblieben. Nicht nur die Modi selbst (My Player, My Association usw.), sondern auch was in den Modi möglich ist. Ich habe keine nennenswerten Veränderungen bemerkt.
Schade finde ich es zudem, dass man überhaupt nicht die Möglichkeit hat die Euro Teams (es gibt jetzt 14 Teams aus Europa u.a. Alba Berlin) in einem eigenen Modus zu testen. Es sind nur Freundschaftsspiele möglich und wenn dann auch noch, wie in 2k14, die US Teams wie das Dream Team wieder fehlen (Warum eigentlich?), machen die Euro Teams auch wenig Sinn. Ohne Dream Team kann ich sie schließlich nicht zerstören oder aber doch für die ganz große Sensation sorgen. Da war deutlich mehr drin.

MUSIK und KOMMENTATOREN:

Ja, komplett neue Musik, alles von Lebron ausgewählt. Alles stimmig und cool, aber für mich eher unwichtig. Die Kommentatoren bestehen auch wieder aus dem bekannten Trio. Leider wurden nur sehr wenige neue Kommentare hinzugefügt. Dennoch bleiben die Kommentatoren auch Kommentatoren und nicht irgendwelche Laberköpfe wie bspw. bei FIFA.

FAZIT:

Das Spiel fühlt sich wie ein teures, aber sehr gutes Update von NBA 2k13 an. Ein NBA 2k13 2.0. Ich würde es nur den Hardcore Fans der Serie empfehlen, weil sich das Spiel durch das erheblich verbesserte Gameplay einfach wahnsinnig echt anfühlt und daher auch schwieriger wird. Man muss viel taktischer vorgehen als vorher. Lebron Fans kommen natürlich durch den eigenen Modus ihres Stars komplett auf ihre Kosten. Allen anderen Gelegenheitsspielern rate ich, bei 2K12 oder 13 zu bleiben und das Geld zu sparen, weil diese Spiele auch schon fantastisch waren und der Nachfolgher einfach nur minimale Verbesserungen aufweist.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 20, 2014 6:42 PM MEST


Grand Theft Auto V - [PlayStation 3]
Grand Theft Auto V - [PlayStation 3]
Preis: EUR 39,99

206 von 251 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste GTA aller Zeiten, und der perfekte Abschluss einer Konsolengeneration…, 17. September 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
…und das ist nicht nur eine plumpe, leere Floskel oder ein bescheidener Versuch, um irgendeine Überschrift für die Rezension zu finden, sondern es ist tatsächlich so.
Gut, dass das Spiel noch vor dem Spiele-Herbst (und dem Ansturm vieler neuer Spieleveröffentlichungen) und vor den neuen Konsolen auf den Markt gekommen ist. So hat der Spieler mehr Zeit dieses Epos zu genießen. Und die Zeit braucht ihr! (Eigentlich müsste man sich mindestens drei Wochen Urlaub nehmen, eher vier.).

Aber der Reihe nach: Hin und wieder werde ich in der folgenden Rezension GTA V mit anderen Open-World Spielen vergleichen. Natürlich mit den direkten Vorgängern GTA IV, GTA San Andreas (aufgrund der Location), aber auch anderen bei Rockstar erschienen Titeln (Red Dead Redemption, Max Payne 3).
Warum ist es in meinen Augen das mit Abstand beste GTA aller Zeiten? Weil es neue Wege geht (Missionsgestaltung, Waffenupgrades, drei Protagonisten, Tiere uvm.) ohne dabei den Kern des sich Austobens in der virtuellen Welt oder des Rockstartypischen Humors und perfekt ausbalancierter Charakterzeichnung zu vernachlässigen.

DIE SPIELWELT: EIN MONSTERGAME NAMENS GTA

Ihr dachtet damals, dass GTA San Andreas auf der Playstation 2 eine riesige Spielwelt hatte? Ihr wart hin und weg als ihr zu Pferd durch die endlosen Landschaften und Prärien von Red Dead Redemption geritten seid? Dann haltet euch fest: Die Spielwelt in GTA V ist größer als die von GTA San Andreas, GTA IV und Red Dead Redemption ZUSAMMEN! Selbst in einem Düsenjet dauert das eine Weile bis man ans „Ende der Welt“ stößt! Nun heißt groß nicht gleich gut. Hier aber schon. In GTA IV war die Spielwelt am Ende der Suburbs von New York zu Ende. Keine Natur, keine Wildnis, nur graue Betonbauten und trostloses Vorstadtflair. In GTA V schlägt die Natur zurück, wenn man es so sagen kann. Flüsse, Berge und Täler, Seen, Wälder, Küsten, wüstenartige Landschaften uvm., all das ist jetzt zurück. Um nochmals die unfassbare Größe der Karte zu verbildlichen sei folgendes gesagt. In Blaine County gibt es einen See, der so groß wie Manhattan aus GTA IV ist und dieser See wirkt im Gesamtkartenausschnitt nicht einmal gigantisch. Alles ist von Anfang an frei begehbar. Allerdings muss man erst den „Nebel“ auf der Karte auflösen (ähnlich wie bei Strategiespielen), indem man die entsprechenden Gebiete betritt.

Als Neuerung präsentiert uns Rockstar jetzt zudem eine lebendigere Welt, da hier endlich die Fauna vorhanden ist. Scheint ein Trend zu sein (Far Cry 3, Red Dead Redemption), dem man dort jetzt folgt. Macht aber Spaß die Tiere zu jagen oder einfach nur zu beobachten, wie sie sich gegenseitig jagen oder um beuten „kloppen“.
Großstadt-Flair habt ihr natürlich auch. Dieses Mal wieder Los Santos, dass wie jeder eingefleischte Fan inzwischen weiß, die virtuelle Version von Los Angeles darstellt. Hier gibt es nichts zu meckern. Ob Hollywood, Santa Monica Beach, Beverly Hills, Downtown; alles vorhanden und richtig gut der Realität nachempfunden (ich war letztes Jahr für ein paar Wochen in Los Angeles und bilde mir ein das einigermaßen einschätzen zu können).
Es entsteht somit die altbekannte (GTA San Andreas, nur besser und detailreicher) Symbiose aus Großtadtjungel (Los Santos) und Landschaftsidylle (Blaine County).

DIE PROTAGONISTEN UND STORY:Das dysfunktionale Räubertrio

Ihr steuert dieses Mal nicht nur eine Person, sondern gleich drei. Das ist für GTA Verhältnisse eine wirkliche Erneuerung und durch die Charaktervielfalt entstehen verschiedene Identifikationsmöglichkeiten mit den Figuren, die jede noch über einen speziellen Move verfügen, die nicht ganz unerheblich für die Hauptmissionen sind; Diese sind:
- Michael, ein Mittvierziger, ehemaliger, und jetzt wohlhabender Gangster und Familienvater, der in den Bergen der Hollywood Hills ein nettes Anwesen hat. Vom öden Familienleben hat er aber die Schnauze voll und will nochmal richtig ins Geschäft einsteigen. SPEZIAL MOVE: Zeitlupenfunktion beim Rumballern, wie DeadEye also.
- Franklin, ein Afroamerikaner, der sich in Downtown LS mit Drogen- und Waffengeschäften und anderen verhältnismäßig kleineren Jobs durchschlägt. Jene Figur, die noch am ehesten, nicht wegen der Hautfarbe, an CJ aus GTA San Andreas erinnert. SPEZIAL MOVE: Zeitlupenfunktion beim Fahren (bei dichtem Verkehr während der Flucht oder bei Rennen nicht ganz unwichtig).
- Trevor, ein vollkommen durchgeknallter Hillybilly (Hinterwäldler), der entweder zornig oder high ist. Meistens aber beides zur selben Zeit. SPEZIAL MOVE: „Rage“, Trevor drehtdurch und kann mehrere Gegner mittels Fäusten oder Schlagwaffen schnell und effektiv niederstrecken, bessere Panzerung. Schon jetzt ein legendärer Spielecharakter, der für reichlich „WTF“- Momente sorgt.
Alle Protagonisten begegnen sich während des Spiels und ihre individuellen und sich krass unterscheidenden Geschichten und Lebensstile verschmelzen miteinander. Wirklich, sehr gut gemacht. Sie laufen und bewegen sich auch charakterspezifisch. Zusammen führen Sie eine Vielzahl von Hauptmissionen durch (für mich das absolute Highlight des Spiels). Viel mehr möchte ich eigentlich von der Story nicht spoilern. Außer, dass sie gewohnt mit schwarzem Humor, Gewalt und Dramatik gewürzt ist und mich persönlich mehr fesselt hat als die GTA typischen „vom Tellerwäscher zum Millionär“ Stories im Gangstermillieu.

DIE MISSIONEN

ENDLICH wurde die Missionsgestaltung sinnvoll überarbeitet. Hauptsächlich durch die Raubmissionen des Gangstertrios. Ihr plant einen Raubüberfall (unterschiedliche Handlanger zu unterschiedlichen Preisen, mit verschiedenen Vorzügen können während der Vorbereitung gewählt werden), Fluchtweg und Fluchtauto und natürlich die Vorgehensweise (Baller ich alles über den Haufen oder schmeiße ich zunächst Tränengas o.ä. in das Gebäude? Brauche ich einen Scharfschützen? Blockiere ich eine Nebenstraße mit einem zuvor geklauten Bus? usw). Verschiedene Taktiken sind möglich und die Mission läuft dann IMMER anders ab. Aber das Beste: Die Missionen können immer nochmals gespielt werden (auf dem Handy nachschauen). Andere Vorgehensweisen ausprobieren. Ein Wiederspielwert im laufenden Spiel. Fantastisch. Es wird nie langweilig. Während der Missionen könnt und müsst ihr MANCHMAL zwischen den drei Protagonisten hin und her schalten, damit eine Mission gelingt. Ihr könnt auch untereinander kommunizieren, den Freund also zum Feuergefecht rufen oder winken, weil ihr alleine nicht klar kommt. Das Spiel agiert dabei dynamisch d.h. wenn ihr mit Michael unterwegs seid, um eine Bombe zu platzieren, ihr aber merkt, dass Trevor angegriffen wird, switcht ihr auf Trevor um, macht die Gegner kalt und währenddessen platziert Michael die Bombe. Er steht also nicht einfach nur dumm in der Gegend herum, weil ihr den Charakter gewechselt habt.
Das alles hat mich ein wenig an den Banküberfall mit anschließender Flucht durch die U-Bahnschächte in GTA IV erinnert. Ist hier nur viel, viel ausgeklügelter und spannender. Das gibt dem Spiel auf jeden Fall ein gehöriges „Ocean-Eleven-Feeling“. Die Missionen an sich sind auch unfassbar abwechslungsreich: Mit dem Quad heizen, Gegner mittels Sniper ausschalten, mit dem Heli abhauen. All das während EINER einzigen Mission.

Das Gesundheitsregenerierungssystem (was ein Wort ;-)) wurde auch überarbeitet. Die Gesundheit füllt sich bis zur Hälfte automatisch auf. Für mehr braucht ihr wie gewohnt Healthpacks.

Neben den Raubmissionen und Einzelmissionen mit Figur X gibt es zudem unzählbare Nebenmissionen und Rennen, die alle dem gewohnten Prinzip folgen. Es wird wirklich nie, nie langweilig.
Auch „spontane“ Nebenquests (Leute aus brennendem Autowrack zerren, Personen, die ihr eigenes Grab schaufeln aus ihrem Elend befreien und sooo viel mehr) und Kopfgeldmissionen wie in Red Dead Redepmtion gibt es wieder.

Insgesamt sind alle Missionen vom Schwierigkeitsgrad schwerer als früher. Aber immer noch fair und machbar! (wenn man eine Mission drei Mal in Folge versiebt, darf man sie überspringen). Die Checkpoints sind auch fair gesetzt wurden.

Die Story nimmt viel früher als sonst Fahrt auf, und die Missionen sind von Anfang actionreicher. Ich empfand es bei anderen GTA Titeln am Anfang immer als etwas öde, wenn man allzu gemächlich an die Geschichte herangeführt wird und mittels Fahrzeug X zu Person Y fährt und Gegenstand Z überreichen musste. Und danach wieder eine Mission nach diesem Prinzip, und dann noch eine…Das scheint allerdings der Story geschuldet zu sein, denn hier, anders als sonst, leben die Charaktere bereits seit langem in Los Santos und das Prinzip des „Rookies in der großen weiten Welt“ ist hinfällig.

AUßERHALB DER MISSIONEN

Das Erkunden der Spielwelt stellt wie immer bei GTA das „zweite Herz“ dar. Das tolle ist, dass ihr problemlos und zügig zwischen den drei Protagonisten hin und her wechseln könnt.
Ein Beispiel: Ihr seid mit Michael unterwegs, der gerade am Santa Monica Pier ein Bierchen kippt und dabei die Aussicht auf den Ozean genießt. Zu öde? Dann rüber zu Franklin, der gerade versucht eine Prostituierte klarzumachen. Keine Lust? Mal gucken was Trevor so treibt. Ohr verdammt, der brettert gerade im Strandbuggy durch die Wüste und wird von den Cops versucht zur Strecke zu bringen. Ich hol ihn daraus! Oder eben nicht! Das steigert das Freiheitsgefühl enorm und lässt Raum, um sich mit den einzelnen Charakteren vertraut zu machen. So wird man immer wieder in unvorhersehbare und im Falle von Trevor total verrückte Situationen „hineingeworfen“.
Es gibt so viele motorisierte Vehikel (auch wieder Fahrräder) wie nie zuvor (das Fahrverhalten wurde im Übrigen aufpoliert und fühlt sich realistischer an, und die Fahrzeuge unterscheiden sich im Fahrverhalten auch deutlicher), mehr Flugzeuge (die gab es in GTA IV ja gar nicht), Helis und Boote (auch U-Boote), Quads, Jetskis, die Möglichkeit Aktien und Immobilien auf einem dynamischen Markt (also immer schön eine Auge drauf haben) zu kaufen. Tuning (Leistung und Aussehen) von Autos ist so detailreich wie nie vorhanden. Seltene und kostbare Karren könnt ihr jetzt im Autohaus kaufen und in der eigenen Luxusgarage parken (eher eine riesige Halle als Fuhrpark) und so vor Diebstahl schützen. Ihr könnt Klamotten und Accessoires (wieder deutlich mehr Auswahl als in GTA IV) bei allen dreien in diversen Shops kaufen und ändern. Oder doch lieber tätowieren lassen? Oder ein bisschen die Ausdauer und Lungenkapazität (ja, man kann endlich wieder tauchen; es gibt sogar Tauchmissionen und die (Unter)-Wasserwelt sieht fantastisch aus) der Spielfigur wie in GTA San Andreas trainieren? Jagen, Tennis (braucht sich wirklich nicht vor Serientiteln wie „Top Spin“ verstecken), Golf, Lapdance? Oder am Schießstand die neue Waffe ausprobieren und Waffenskills aufleveln? Unter Wasser nach Schätzen tauchen? Mit dem Touristenbus an einer Celebrity-Tour teilnehmen? Oder doch einfach nur mit dem Motocross in der Wildnis rumcruisen, auf die Klippe zu rasen, abspringen, Fallschirm öffnen und bei Sonnenuntergang übers Meer gleiten? Ihr seht, es ist unfassbar viel möglich. Und ich bin mir sicher, dass ich jetzt die Hälfte vergessen habe. Eins aber noch: Erstmals kann man auch Waffen tunen (optisches Visier, Schalldämpfer, Thermovisier, Farbe ändern usw). Das schafft noch mehr Raum für Individualität und ist für die Raubmissionen häufig von Vorteil.
Man hat das Gefühl, dass man das verdiente Geld auch sinnvoll ausgeben kann. In GTA IV lief man ja teilweise mit hunderttausenden von Dollars durch New York und konnte (fast) nichts machen, um die Kohle zu verprassen. Gekaufte Waffen bleiben im Übrigen auch länger beim Spieler d.h. nach einem Gefängnisaufenthalt ist nicht immer alles ganz weg. Finde ich zwar fair, weil es das Kaufen belohnt, anderseits ist das mehr als nur unrealistisch.

Mit dem Smartphone“ iFruit“ (super Anspielung) könnt ihr Fotos machen und telefonieren usw. Es gibt sogar Minispiele und Apps auf dem Phone.
Das Polizei-System wurde, wie ich finde, erheblich verbessert: Es gibt nur noch 5 anstatt 6-Sterne Fahndungen und ihr könnt euch auch innerhalb der Fahndungszone verstecken. Die Polizei jagt euch nur, wenn Sie euch sehen (Sichtkegel). Also einfach mal den Wagen während der Flucht in der Seitengasse parken und sich ruhig verhalten! Sobald ihr über das riesige Gefängnis im Norden der Karte fliegt, werdet ihr sofort gejagt! Sehr realistisch.

Das Deckungssystem und die Waffenauswahl wurden, zum Glück, auch überarbeitet und alles erinnert jetzt stark an jenes von Max Payne 3. Außerdem gibt es nette Erneuerungen wie das mögliche Schießen auf eine Benzinspur, die sich entzündet, um den Wagen unter dem sich der Gegner versteckt, hochzujagen.

Tiere? Hatte ich schon erwähnt. Ich möchte noch anmerken, dass es auch verschiedene Fische und Haie in der Spielwelt gibt. Zudem begegnen euch 15 verschiedene Hunderassen! Einen (!) davon könnt ihr auch halten d.h. Bällchen holen lassen, streicheln, kraulen und auf Menschen abrichten oder so dressieren, dass er nicht jeden Morgen einen riesen Haufe Sch…. vor seine Hundehütte setzt.

Freundschaften gibt es auch wieder, allerdings wird man nicht so aufdringlich wie in GTA IV von den Freunden genervt und zu Unternehmungen aufgefordert. Freundinnen und Dates gibt es hingegen nicht mehr.

In der Flugschule könnt ihr eure Flugkünste verbessern. Man kann allerdings NIE so gut werden wie Trevor (ehemaliger Militärpilot) es von Beginn an bereits ist.

Bodybuilding und Fitnessstudios gibt es hingegen NICHT in dem Spiel. Frisuren lassen sich allerdings ändern.

Ja, die Grove Street gibt es auch. Allerdings regiert da jetzt eine andere Bande. Vielleicht wird während der Story mehr dazu entlüftet.

Tauben oder so sucht man vergebens, dafür kann man jetzt UFO-Teile (Anspielung: Area 51) suchen.

Herrliche Parodien auf die amerikanische Gesellschaft. Insgesamt auch der typische schwarze „GTA Humor“ ist vorhanden.

Taxi-/Polizei- und Abschleppmissionen sind möglich.

Insgesamt wurde die Spielwelt unfassbar detailverliebt erstellt. An der entlegensten Hütte, unter noch so jeder gammeligen Brücke, hinter nahezu jeder versifften Drecksmauer befindet sich irgendwas cooles (z.B. Graffitis oder Bilder) und es begegnen euch viel mehr unterschiedliche Passanten usw.

MUSIK UND TON

Wie gewohnt gibt es wieder unzählige verschiedene Radiosender (es sind 15, 2 davon senden nur Talkshows) mit verschiedenster Musik aus allen Genres. Allerdings ist es schade, dass man da gar nichts personalisieren kann: Ein Beispiel: Ich cruise mit offenem Verdeck auf dem Highway und aus den Boxen dröhnt dieser wahnsinnsgeile Rocksong…“oh den muss ich nochmal hören“…Pech gehabt! Das ist zwar wie im echten Leben, aber an dieser Stelle einfach blöd. Einen eigens komponierten instrumentalen und imposanten Titel-Score, der zusätzlich Atmosphäre schafft und zum Adrenalinkick während der Missionen beiträgt, gibt es auch.

Die Sprachausgabe ist, wie immer, nur in Englisch vorhanden. Mir fiel das komplette lückenlose Folgen der Story aufgrund von Slang und seltenen Kraftausdrücken nicht sehr einfach, obwohl ich Anglistik/Amerikanistik studiert habe! Es gibt aber deutsche Untertitel, allerdings wird so viel geredet (auch während der Fahrt zu Missionen und Zielpunkten), dass es manchmal schwer fällt die Untertitel zu lesen und sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Ist mitunter eine wirkliche Herausforderung. Das KANN frustrierend sein.

GRAFIK UND TECHNIK

Jap, ganz am Ende und das obwohl ich selbst sonst ein Grafikfreak bin. Aber hier ist die Grafik wirklich nicht das Ausschlagende, aber dennoch unglaublich gut: Eigentlich ist es der Wahnsinn, dass GTA IV und V auf der gleichen Konsolengeneration erschienen sind (auch, wenn 5 Jahre dazwischen liegen). Es zeigt sich wieder einmal, dass am Ende einer Konsolengeneration die technisch anspruchsvollsten Titel (z.B. auch „The last of us“) erscheinen. Ob dies Kalkül ist, um die Geldkuh nochmals richtig zu melken oder die Techniker die Konsole einfach jetzt besser verstehen ist eigentlich egal. Die Grafik ist, für ein Open-World Spiel GUT. Aber für ein SEHR GUT müsste es meiner Meinung nach weniger Kantenflimmern (das eher auf das schwachausgeprägte Anti-Aliasing der derzeitigen Konsolengeneration zurückzuführen ist) und schwammige Texturen geben (die sind natürlich nicht auf den veröffentlichen Screenshots zu sehen). Man sieht schon häufiger, dass die Konsole Probleme beim Laden der gigantischen Spielwelt hat, obwohl man vorher schon 8GB installiert hat. Besonders gefallen hat mir hingegen die Darstellung der Wasserwelten und des Wetters (Lichteffekte). Die Stadt sieht bei jedem Stand der Sonne immer anders aus. Bei Nacht sowieso.

Die Engine wird vor allem bei der Darstellung von Gesichtern voll ausgereizt, soll heißen, dass die Mimik und die Gesichter (Falten, Bartstoppel etc.) wirklich famos aussehen. Dennoch wäre es interessant gewesen zu wissen, wie GTA V auf der nächsten Konsole/PC ausgesehen hätte.
Ich habe im Übrigen die Standard Version, und nicht die Special oder Collector’s Edition gekauft. Im Spiel selbst habe ich nichts von den Zusatzangeboten wie zusätzliche Outfits etc. vermisst. Wer „exklusives Artwork“ und andere mehr oder weniger nette Gimmicks braucht, muss zu einer anderen Version als die Standard-Version greifen und dafür aber auch einen Aufpreis zahlen.
Einen Multiplayer-Modus gibt es auch noch, den ich allerdings noch nicht getestet habe (er ist auch erst ab Oktober spielbar) und ihr daher bei Bedarf eine andere Rezension lesen solltet.

FAZIT

Warum ist GTA V das beste GTA Aller Zeiten? Weil die Natur besser denn je zurück ist. Weil die Missionen abwechslungsreicher und dynamischer sind und sich daraus ein andere Story und Erzählweise als sonst ergibt. Weil ihr zwischen drei Protagonisten spontan hin und her wechseln könnt. Ein GTA VI mit nur einem Protagonisten mag ich mir gar nicht mehr vorstellen. Weil ihr noch mehr Freiraum und Möglichkeiten zum Zeitvertreib habt. Weil das Spiel (teilweise) fantastisch aussieht. Weil alles, was sonst auch schon gut war, immer noch gut ist. Wenn euch das anspricht und ihr auch sonst Fan der GTA-Serie seid, müsst ihr das Spiel einfach kaufen, ansonsten droht das Versäumen eines Stücks Videospielgeschichte!

P.S. Falls irgendjemand mal das Wunder vollbringt und 100% Spielfortschritt erreicht, solle er mir das doch bitte mitteilen ;-)

MfG
Kommentar Kommentare (30) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2013 8:55 AM MEST


The Last of Us - [PlayStation 3]
The Last of Us - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Laservideo24-Preise inkl. Mwst
Preis: EUR 38,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wird dem Hype nicht ganz gerecht…, 23. Juni 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: The Last of Us - [PlayStation 3] (Videospiel)
…und trotzdem vergebe ich 5 Sterne, weil es ein SEHR GUTES Spiel ist. Ich werde im folgenden beschreiben, warum es so toll ist, gleichzeitig aber auch versuchen herauszustreichen, dass viele Rezensenten auch wahnsinnig in Ihrem anfänglichen Eifer, Enthusiasmus für das Spiel und teilweise hektisch verfassten Rezensionen übertreiben. Ich möchte mit meiner Rezension bewirken, dass Sie einerseits das Spiel ruhigen Gewissens spielen können (denn es ist wirklich gut), aber andererseits Ihre Erwartungen zumindest ETWAS hinter schrauben sollten, weil Sie dann ansonsten eventuell ein wenig enttäuscht werden könnten.

Die Story:

Das es um eine Geschichte im "Walking Dead-Stil" oder anderer Zombiefilme inhaltlich handelt, sollte inzwischen bekannt sein.
Ja, diese postapokalyptische Geschichte ist gut. Aber wäre das Spiel ein Film hätte es keinen Oscar fürs Drehbuch bekommen. Es ist souverän erzählt, auch interessant, aber auch wirklich weit davon entfernt, und ich zitiere mal einen unbekannten Rezensenten „revolutionär“ zu sein.

Das Intro wurde hier auch über den grünen Klee gelobt. Auch hier: Ein gutes Intro, macht neugierig auf das was kommen wird, aber ich musste jetzt nicht „weinen“ oder war zu Tode bestürzt und das nicht, weil ich etwa gefühlskalt wäre, sondern, weil man mit den Charakteren noch gar nicht so warm sein kann als das man wahnsinnig mit Ihnen mitleidet (wohlgemerkt bezieht sich das auf das Intro). Wenn man nach etwa 8 Stunden Spielzeit für sich kurz ein Zwischenresümee zieht, stellt man eigentlich fest, dass storymäßig gar nicht so viel passiert ist bisher. Mehr möchte ich eigentlich nicht sagen, da ich nicht spoilern möchte und weil es eigentlich auch nichts wirklich Erwähnenswertes mehr gibt. Außer, dass man eine solide, überdurchschnittliche Geschichte, jedoch kein "geniales Meisterwerk", miterlebt.

Grafik, Atmosphäre und Spielwelt:

Keine Frage: Weltklasse (zumindest, was grafisch auf der PS3 möglich ist). Wenn Sie beispielsweise Far Cry 3 auf einem neueren PC gespielt haben, wird Sie die Grafik aber nicht so dermaßen umhauen wie vielleicht andere, reine PS3 Spieler. Sie ist in jedem Fall auf Augenhöhe mit dem Grafikkönig „Uncharted 3“, aber diesem auf gar keinen Fall voraus und besser. Die Entwickler von NaughtyDog verstehen es vor allem gut mit (Sonnen-)licht und Schatten zu spielen. Das ist wirklich grandios gemacht. Auch toll, wie die Entwickler darstellen, wie sich die Natur so langsam die Gebäude und Zivilisation zurückholt, überall stehen verrostete, bewucherte Fahrzeuge, alte Schilder zeugen von einer besseren, vergangene Welt und man steuert die Figuren so durch eine wunderschöne und zugleich tote, triste Welt. Herrlich paradox eigentlich, dass man sich inder Welt irgendwie wohlfühlt. Abwechslungsreich finde ich die Spielwelt aber gar nicht so sehr. Viele schreiben von „wunderschönen Wäldern“ und „schneebedeckten Bergen“. Durch den Wald läuft man einmal für 2 Minuten durch, die schneebedeckte Landschaft genießt man so richtig nur ein einziges Mal als man für 5 Minuten einen Hirsch mit Pfeil und Bogen jagt. Da hätte in meinen Augen ein wenig mehr Variation gutgetan, oder man hätte die beschriebenen Passagen länger gestalten sollen, so dass man dort mehr Zeit verbringt.

Das Spiel gehört definitiv nicht in Kinderhände. Es ist nichtmals die kontinuierliche depressive Endzeitstimmung, die nichts für Kinder ist, sondern die Gewaltdarstellung (so tritt Joel der Protagonist bspw. den Gegnern im Nahkampf als finalen Tritt den Kopf ab). Auch das Sterben der eigenen Spielfigur wird ziemlich explizit und blutig dargestellt. FSK ab 18 vollkommen zu Recht. Das heißt aber auch, dass Splatterfans auf Ihre Kosten kommen werden.

Die Zwischensequenzen, und davon gibt es recht viele, sehen sehr gut aus. Die Emotionen kann man den Figuren tatsächlich sehr gut aus den Gesichtern ablesen, das trägt zu einem realistischen Spielgefühl bei und hilft dem Spieler die Gefühle der Figuren glaubhaft nachzuvollziehen.

Gameplay:

Da bin ich wirklich etwas enttäuscht. Auf Dauer ist es dann doch eintönig Mülltonnen herumzuschieben, um besser klettern zu können oder Holzpaletten als Floß zu benutzen und Leitern an Wände zu stellen. Da hätte mehr Abwechslung oder einfach simples Weglassen einiger dieser Passagen dem Spiel gutgetan. Zumal man in der Mitte wirklich ein wenig das Gefühl hat, dass das Spiel sich etwas in die Länge zieht. Klar, das ist grundsätzlich nicht schlecht, kommt mir persönlich aber zu häufig im Spiel vor.

Ich bin aber verärgert darüber, dass so viele anderen Rezensenten von „Survival-Horror „ sprechen. Es mag sein, dass vom Spielprinzip das neue, moderne „Resident Evil“ hätte genauso aussehen sollen. Munitionsknappheit hatte ich schon, das stimmt. Macht aber nix, wenn man 5 Waffen mit sich rumträgt. Irgendeine Wumme hat immer noch was übrig und der Nahkampf ist auch sehr effektiv, zu leicht in meinen Augen. Simples Hämmern auf den Viereckbutton. Zu easy. Was in meinen Augen aber ganz klar gegen Survival-Horror spricht ist die Anzahl an Feuergefechten. Das hat mich auch schon bei Uncharted gestört und verhindert, dass es ein reines Abenteuerspiel wurde. Nach JEDER ruhigen Passage folgt wieder eine Ballersequenz (das Deckungssystem ist im übrigen sehr schlecht gemacht). Man kann kommende Schusswechsel sehr häufig auch schon erahnen, wenn man ein Gebäude betritt und an der Anordnung von Kisten oder Verstecken sieht, dass hier gleich noch was passiert. Und sowas kommt oft vor. Das macht das Spiel an dieser Stelle etwas vorhersehbar. Man kämpft letzendlich für meinen Geschmack auch zu regelmäßig gegen Menschen, und nicht gegen Infizierte, Zombies oder gruselige Monster. Für echtes Survivalfeeling fehlt in meinen Augen auch das Gefühl der Einsamkeit (man ist ausschließlich mindestens zu zweit unterwegs) und überraschande Angriffe und Schockmomente sind so rar, dass sie normalerweise gar nicht erwähnt werden sollten. Gut fand ich hingegen die so genannten „Clicker“ Gegner (blinde Langzeitinfizierte, die aber das leiseste Geräusch hören), um die man am besten herumschleicht, da sie sehr tödlich sind. Das Zusammenbasteln von Gegenständen fand ich gut, hätte mir hier aber noch ein paar weitere Gegenstände gewünscht. So findet man immer und immer wieder Scheren, Klebeband, Nägel und Alkohol. Manchmal auch an echt dämlichen Stellen z.B. Munitionspatronen in der Schreibtischschublade im Kinderzimmer ;-) Oder aber Nägel auf Waschmaschinen (?). An und für sich lohnt es sich aber immer die Gebäude und die Umwelt nach Gegenständen abzusuchen. Da belohnt einen das Spiel für die Mühe und Zeit. Da lässt einem das Spiel etwas Freiraum, in der ansonsten Schlauchlevel gestalteten Umgebung.

Dass die Waffenauswahl überschaubar ist, finde ich hingegen super. Das trägt definitiv dazu bei, dass man das Gefühl hat nicht einen Egoshooter zu zocken oder ein Spiel zu daddeln, in dem der Protagonist übermenschlich und nahezu unsterblich ist. Die Charaktere sind verletzbar und sensibel (zumindest die zwei Protagonisten Ellie und Joel). Auf einem Pferd reiten darf man dann auch mal. Fahrzeuge, Boote o.ä. steuert man allerdings nie.

Charakterzeichnung:
Diese finde ich wiederrum wirklich sehr gelungen. Auch die Idee dieses ungleichen Duos von „kleines Mädchen und Vaterfigur“ ist mir ganz neu in einem Spiel gewesen. Ich hatte am Anfang wirklich die große Befürchtung, dass die 14 jährige Ellie so ein richtig derber Nervfaktor im Spiel werden könnte. Weit gefehlt! Sehr weit! Die Entwickler haben es PERFEKT hinbekommen mit Ellie einen Charakter zu zeichnen, der lustig, tough, verspielt, teilweise rotzfrech, knallhart und selbstständig, aber trotz alledem kindlich und verletzbar erscheint. Mir gefiel richtig gut, dass die beiden sich relativ viel während des Spiels unterhalten. Eine Episode als Beispiel: Man hört während man durch ein Gebäude streift ein „Schnauben“ und fragt sich, was das war bis Ellie erklärt, dass sie gerade versucht das Pfeifen zu lernen. Da musste ich echt lachen und dachte einfach nur „süß“. Auch cool ist z.B. dass bei einem gelösten Rätsel (ich sollte wohl eher „Rätsel“ schreiben) an dem beide mitgewirkt haben, Ellie nach der Lösung „super Teamwork“ zu mir sagt und ich dann mittels Dreieck Highfive geben kann. Solche kleinen Sachen und die Gespräche führen definitiv dazu, dass ein nachvollziehbares, glaubhaftes Verhältnis zwischen den beiden nach und nach entsteht. Man identifiziert sich mit den Personen. Der Beschützerinstinkt wird nicht nur bei der Spielfigur, sondern auch beim Spieler selbst geweckt. Gut gemacht! Bis auf den Charakter Bill, der am Anfang der Story sich mit der rotzfrechen Ellie etwas in häufiger in den Haaren liegt und für ein paar Lacher sorgt, und natürlich dem sehr sauber gezeichneten Joel, bleiben aber alle anderen Charakter recht blass. Vielleicht liegt das daran, dass sie meistens nur relativ kurze Auftritte haben.
Die sonstigen Dialoge wurden hier und da ins Unermessliche gelobt. Ich sag mal so: Wenn Sie sonst „Fast & Furious“ zu Ihren dialogtechnischen Lieblingsfilmen zählen , dann erscheinen die Dialoge im Spiel wirklich als äußerst gut und vielleicht sogar exzellent, erwarten sie aber auch bitte auf gar keinen Fall oscarprämierte Dialoge wie von einem Tarantino. Auf gar keinen Fall. Die Dialoge sind in meinen Augen phasenweise immer noch recht oberflächlich.

Dass Ellie mir als Spieler in keinsterweise auf den Keks ging, lag auch an der guten Snychronisation

Sound:

Ich hab das Spiel auf deutsch gespielt und hier besitzen die Figuren alle passende Stimmen. Ellie, 14 Jahre, klingt allerdings eher wie eine junge Frau als ein Mädchen/Kind, was ich aber als sehr gut empfand, da sie so nicht eine quakende Kinderpiepsstimme hat. Die Lippen bewegen sich allerdings nicht immer synchron zum Ton. Die wenigen Waffen klingen realistisch und nicht künstlich oder unecht. An realistische Schrittgeräusche durch Schnee oder Grünzeug haben die Entwickler auch gedacht.

Fazit:

Das Spiel hat für mich überhaupt gar keinen Widerspielwert. Es lebt zu sehr von der Geschichte und wenn man weiß, wie es ausgeht…nun ja sie wissen schon. Die Ballereien waren allenfalls solide und motivieren mich nicht nochmal auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu spielen. Vor allem, weil die Szenen nachdem man gestorben ist jedesmal gleich ablaufen d.h.man weiß genau, dass JETZT ein Gegner von rechts kommt, dann einer von oben usw. vorhersehbar und so weiß man als Spieler auch wie das Game beim erneuten durchspielen abläuft.
Wenn ich ganz ehrlich sein soll: Am besten nehmen Sie sich zwei Abende am Wochenende frei, spielen das Spiel in 12-13 Stunden durch (ich habe mir Zeit gelassen) und geben es dann in der Videothek zurück ;-) Oder kaufen sie es und verkaufen sie es gebraucht zügig weiter. Ich finde nicht, dass es so ein revolutionäres Spiel ist, dass man es besitzen und in seiner PS3 Sammlung archivieren muss. Gespielt haben sollte man es aber auf jeden Fall! Dafür geliengt NaughtyDog halt ein leckerer Cocktail aus Endezeitaction, kleineren Rollenspielelemten und ein wenig (!) Survivalfeeling. Es ist in meinen Augen einfach nur nicht „so unfassbar genial“ wie andere es derzeit darstellen.

MfG


Django Unchained
Django Unchained
DVD ~ Jamie Foxx
Preis: EUR 7,99

70 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Auf wiedersehen. Bullseye" (Dr. Schulz), 12. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Django Unchained (DVD)
Hallo zusammen,

ich habe den Film neulich mit meiner Freudin im Kino gesehen und wir können ihn nur wärmstens empfehlen. Wenn Sie eine Bewertung der DVD (Bildqualität etc.) benötigen, sollten Sie eine andere Rezension lesen. Ich konzentriere mich auf eine Bewertung des Filmes ansich.

Ich bin kein Tarantino-Jünger (habe nur Pulp Fiction bisher gesehen) und kann daher behaupten, dass ich den Film möglichst neutal beurteile. Um ganz kurz die Story zusammenzufassen: Django, ein farbiger Sklave kurz vor dem Ausbruch des amerikanischen Bürgerkrieges, wird von dem deutschen Arzt/Kopfgeldjäger Dr. Schulz (erneut eine brilliante und famose schauspielerische Leistung von Herrn Waltz) aus seinen Fängen befreit, da er ihm zu seinem nächsten Kopfgeld helfend zur Hand gehen soll. Im Gegenzug verspricht er Django, Unterstützung bei der Befreiung seiner ebenfalls versklavten Frau. Sie befindet sich in der "Obhut" des Plantagenbesitzes Calvin Candie (Leonardo di Caprio). Simple Story. Aber allein die eröffnende Befreiungsszene ist großes Kino.

Was den Film zu etwas Besonderem macht:

- alles, was filmtechnisch wichtig ist, ist mehr als gelungen. Der Soundtrack ist wahnsinnig stark (wofür der Regisseur wohl bekannt sein soll). Über angestaubte Stücke von Ennio Morricone aus alten Terence Hill Filmen bis hin zu Hip-Hop Songs aus dem neuen Jahrtausend ist alles dabei. Unfassbar abwechslungsreich und unglaublich gut platziert. Auch, wenn es speziell ist in einem Western, und das ist der Film, einen Hip-Hop Song von Rick Ross zu hören, ist es unglaublich lässig wie Django seine Feinde in Begleitung der Musik abballert. Vielleicht auch ein Hommage an die schwarze US-Bevölkerung und die Erfinder/Vorreiter dieser Musikrichtung.

- Überhaupt ist der Film, sehr lässig. Man sieht die Gegner in Zeitlupe von Kugeln getroffen zu Boden gehen, und die Kameraführung ist insgesamt als brilliant zu bewerten.

- Die schauspielerische Leistung ist durchweg hervorragend: Jamie Foxx als lässiger, cooler Django vermittelt genau eben diese Lässigkeit. Christoph Waltz ist für mich endgültig im Hollywood-Olymp angekommen (spielt er wieder einmal alles und jeden gegen die Wand) und Leonardo di Caprio als fieser Plantagenbesitzer, und erstmal in der Rolle des Antagonisten, spielt grandios und glaubhaft. Das ist alles die erste Liga und auch schon mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Samuel L. Jackson spielt auch mit, und zwar überaus gelungen, als altnernder Obersklave, der dem weißen Besitzer in den Arsch kriecht und so seine eigenen "Blutsbrüder" verrät. Auch absolut glaubwürdig umgesetzt. So sorgt der Charakter auch für einige Lacher in der Mitte des Films.

- Für unsere Zeit ungewöhnliche Nahaufnahmen (typisch Western) von Gesichtern und auffällige blutrote Schriftzüge zu Beginn und im Abspann des Filmes. Überhaupt die Verwendung der Farbe Rot ist stilistisch exzellent. Wenn die roten Bluttropfen eines Sklavenaufsehers auf die weißen Baumwollblüten in den Plantagen tropfen sagt das in meinen Augen viel mehr aus als das es einen Toten mehr gibt.

- Jeder Dialog ist ein Volltreffer. JEDER. Er bringt den Zuschauer entweder zum Lachen oder lässt ihm die Sprache im Halse stecken und fassunglos im Kinosessel/der Couch versinken. Immer auf den Punkt gebracht, was aber auch nötig war, um einen Film über 2 Stunden durchweg unterhaltsam zu gestalten. Allein das "Kammerspiel" beim Dinner auf der Plantage von Candie ist dialogtechnisch einzigartig und absolut fesselnd.

- Der Subplot der Sklaverei gefällt mir wahnsinnig gut. Wann gab es das das letzte Mal in einem amerikanischen Film, "Die farbe Lila"?. Darüberhinaus, und das ist das, was mich am meisten beeindruckt hat, wird dies endlich mal nicht patriotisch dargstellt. Die Sklaverei war dreckig, die Sklavenbesitzer erbarmunglos, geldgierig und schlichtweg böse und unmenschlich. Genau das vermittelt der Film richtig gut. So eine schonunglose Darstellung hätte ich einem Amerikaner wie Tarantino fast nicht zugetraut.

- ENDLICH geht man als Deutscher auch mal gestärkt aus dem Kino. Diese ewige Nazi-Vergangenheit und die einseitige Darstellung der Amerikaner kann schon weh tuen. Nicht hier, Dr. Schulz wird als clever, gutmütig und gerecht dargestellt. So sagt er auch im Film zu Candie, dass er das englische "goodbye" bevorzugt und nicht "auf Wiedersehen", da das ein erhofftes Wiedersehen impliziert. In diesem Kontext wird klar, wie abwertend Dr. Schulz die Sklaverei betrachtet. Überhaupt wird an manchen Stellen deutsch gesprochen.

- Viele kritisieren die Brutalität des Films. Ja, er ist brutal. Es fließen literweise Blut und Django ballert die Eingeweide aus den Plantagenaufsehern. Vielleicht hätte er ab 18 und nicht ab 16 sein sollen. Aber die Sklaverei war brutal und schlimm und daher finde ich es durchaus realistisch, wenn man die Peitschenhiebe gegen Sklaven durchaus allzu intensiv nachempfindet. Der blutige Kugelhagel ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits empfindet man als Zuschauer größtenteils Gerechtigkeit (Rache), andererseits muss es wirklich nicht sein, dass ein Aufseher immer wieder in der Schusslinie getroffen wird, obwohl er da doch bereits seit einigen Schusswechwseln verletzt liegt.

- Tolle Landschaftsaufnahmen, die dem Zuseher die unendliche Weite des US-Westen vermittelt.

- Unzählige Zitate bzw. Anspielungen auf andere Spaghetti-Western.

- Der Film hat Humor, Spannung, Action und auch Schockmomente. Was will man eigentlich mehr?

Was sonst bemerkenswert ist:

- Sehen Sie den Film in gar keinem Fall als historischen Dokumentarfilm o.ä. Das Dynamit gab es zu der Zeit nicht und auch das Stück "Elise" von Beethoven gab es nicht. Kommt aber dennoch beides im Film vor. Sehen Sie den Film als actionreichen Unterhaltungsfilm, der in unserem heutigen Zeitalter durch spezielle Musik und auch Kameraführung eine Liebeserklärung an den Western der 60er und 70er Jahre ist. Sergio Leone hätte mit Sicherheit Tränen in den Augen gehabt. Ein Meisterwerk.

- Achja, bevor ich es vergesse: Die deutsche Snychronisation ist gelungen. Das englische Original würde ich dennoch vorziehen, weil der Slang unter den Sklaven besonders zum Vorschein kommt und man anderseits auch deutsch wirklich wahrnimmt (und nicht nur an den Lippenbewegungen in der deutschen Snychro sieht.

Viel Spaß beim Schauen des Filmes.

EDIT 25-02-2013

Die herausragenden Dialoge bzw. das Drehbuch von Quentin Tarantino wurde inzwischen ebenso wie Christoph Waltz (zweiter Oscar) in seiner Rolle als Dr. Schulz mit dem oscar ausgezeichnet.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 25, 2013 5:05 PM MEST


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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hält nicht mehr mit den Vorgängerstaffeln mit, 9. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo zusammen,

wie der Titel der Rezension es erahnen lässt, sind wir nicht mehr ganz so entzückt von der Serie wie wir es zuvor waren. Auch wir konnten die DVD zunächst nicht auf Deutsch schauen. Dank anderer Rezensionen konnten wir das Problem auf die vielseits beschriebene Art und Weise lösen. Es reicht allerdings nicht nur die Sprache auf "deutsch" umzustellen. Wir geben Ihnen den Rat alles, was sich da in dem Menu Ihres DVD/Bluray Players auf "deutsch" umzustellen lässt auch zu ändern (also Menusprache etc.). Es ist dennoch eine Riesenfrechheit, dass das Produkt so ausgeliefert wird. Dafür kann die Serie aber nichts und daher wird dieses Malheur auch nicht in meine Bewertung miteinfließen.

Wir sind nicht mehr ganz so geflasht wie bei den anderen Staffeln, die wir allesamt als herausragend bezeichnen würden. Leider gehen den Autoren in dieser Staffel schlichtweg die Ideen aus. Dies nimmt der Serie einen absoluten Pluspunkt: Die Story. Es beginnt damit, dass mehrere (zum Teil längst vergessene) Charaktäre nocheinmal einen Auftritt haben, was nicht gerade dazu beiträgt die Geschichte um unsere 5 Helden glaubhaft voranzutreiben. Als Beispiel sei hier mal die "Kürbisschlampe" genannt. Ebenfalls wirkt das einmalige Auftauchen von Ranjid dieses mal auch nur zwanghaft.

Wir empfanden die ganze Staffel als wesentlich hektischer und überstürzter und letztendlich auch unglaubwürdiger als alle bisherigen. So wechseln Marshall und Lilly insgesamt zweimal, Ted einmal und Robin ebenfalls zweimal den Wohnort. Wohlgemerkt nur in dieser einen Staffel. Wusste man nicht wie man die Geschichten sonst füllen soll? Jedesmal hatten wir als Zuschauer irgendwann das Gefühl "ach, nö...ist doch eh nichts auf Dauer mit der neuen Wohnung, Haus". Exakt das gleiche Gefühl hat wir auch bei den Beziehungen und Liebschaften der Protagonisten: "Ach komm, das hält doch eh wieder nicht" (und so wars es dann auch immer, leider). Die Serie wird dadurch ein stückweit vorhersehbar. Schade. Gerade diese gewisse Intransparenz war sonst immer gut für den Spannungsbogen.

Die ganzen Beziehungsdramen sind schlichtweg nur noch eine derbe Übertreibung. Es geht hin und her wie bei GZSZ. Schade. Barney findet sich zweimal in einer Beziehung wieder (ausgerechnet DER Single schlechthin und das obwohl er doch auch noch auf Robin steht), Ted versucht es (schon wieder) bei Robin um sich am Ende der Staffel einer alten Bekannten (ja, schon wieder jemand Bekanntes) hinzugeben. Achja Robin ist anfangs der Staffel auch wieder vergeben. Wie gesagt es geht hin und her und das ganze "Ted und seine Frauen" nervt doch ein wenig mit der Zeit.

Der Serie zu Gute halten möchten wir, dass Sie immer noch große, weil lustige Momente, für den Zuseher bereithält. Insgesamt hatten wir aber auch hier das Gefühl, dass die absoluten Brüllerfolgen weniger geworden sind.

Wir hoffen nun, dass die Serie jetzt konsequent und vor allem würdevoll zu Ende gebracht wird. Das hätte diese geniale Serie verdient. Die 8. Staffel ist bereits abgedreht und läuft im TV. Leider hält sich sehr hartnäckig das Gerücht um den Ausstieg von Jason Segel (Marshall) aus der Serie.

Achja, eine Sache hat ist uns leider auch noch negativ aufgefallen. Auch, wenn es nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, soll es an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Die Musik im Menu ist mies, richtig mies. HIMYM mit elektronischen Klängen passt nicht.


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