newseasonhw2015 Hier klicken mrp_family lagercrantz Cloud Drive Photos Learn More praktisch Siemens Shop Kindle Shop Kindle Autorip
Profil für Alpenrose > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Alpenrose
Top-Rezensenten Rang: 40.720
Hilfreiche Bewertungen: 84

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Alpenrose

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
Wie wir uns täglich die Zukunft versauen: Raus aus der Kurzfrist-Falle
Wie wir uns täglich die Zukunft versauen: Raus aus der Kurzfrist-Falle
von Pero Micic
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hat mich leider auch kurzfristig nicht überzeugt, 26. Dezember 2014
Bereits nach dem Lesen der Leseprobe war ich skeptisch. Der Ansatz des Autors, der offenbar die Lösung für eine Vielzahl von Problemen in der Überwindung der Kurzfrist-Falle sieht, erschien mir zu eindimensional. Zudem hatte ich Zweifel daran, dass mir der Stil des Buches dauerhaft zusagt.
Beide Kritikpunkte haben sich beim Lesen des ganzen Buches noch verstärkt. Sicher, die zahlreichen Beispiele und Studien, die in dem Buch vorgestellt und als Beleg für die Kurzfristfalle herangezogen werden, sind jede für sich interessant. Gerade von den vorgestellten psychologischen Studien (z.B. zum Belohnungsaufschub) hatte ich schon einiges gehört und gelesen. Aber mir ist es einfach zu plaktativ, wie der Autor – der sich selbst als Zukunftsmanager beschreibt – diese alle als Belege für das Phänomen „Kurzfristfalle“ heranzieht. Ich hätte mir eine differenziertere Herangehensweise gewünscht und auch mehr Tipps für den eigenen Alltag, wie man der von ihm postulierten Falle denn nun entgehen kann. Die Sprache des Buches ist zwar sehr sachlich und „gut zu lesen“, aber die sehr häufige direkte Ansprache des Lesers war mir zum Teil unangenehm. Sie wirkt für mich direktiv oder auch ein bisschen „oberlehrerhaft“.

Ich werde nach der Lektüre ein, zwei interessante Aspekte zum Nachdenken „mitnehmen“, aber überzeugt hat mich weder die (in meinen Augen eben zu pauschale oder vereinfachende) These des Autors noch dessen literarische Umsetzung. Aber vielleicht bin ich ja auch nur in die Kurzfristfalle getappt, weil ich auch kurzfristigen Lesegenuss statt auf nachhaltiges Umdenken aus war;-).


Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs
Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs
von Fabian Sixtus Körner
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal um die Welt, (fast) ohne Geld, 26. Dezember 2014
Ich mag Reiseberichte. Weil sie einen mitnehmen ins Leben eines Anderen (des Reisenden) und in andere - mehr oder weniger ferne – Welten. Zur Zeit scheinen Weltreisen in Mode; kurz bevor ich Journeyman gelsen habe, habe ich Maike Winnemuth auf ihrer Weltreise begleitet. Diese stand allerdings unter ganz anderen Vorzeichen als jene von „Journeyman“ Fabian Sixtus Körner. Während Frau Winnemuth eine halbe Million bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen hat, die sie zu ihrer Reise veranlassten, versucht der Autor dieses Buches mit minimalen Mitteln (zu Beginn hat er ganze EUR 255 auf seinem Konto) um die Welt zu kommen.

Dies gelingt, da er an den verschiedenen Orten, die er bereist, für Kost und Logis arbeitet. Er kommt so häufig in engen Kontakt mit den Menschen an den bereisten Orten (auch wenn diese Menschen oft nicht repräsentativ für die Orte sind, die er bereist). Der Leser ist dabei „hautnah“ dabei, denn Fabian Sixtus Körner schildert anschaulich seinen Alltag, die Höhe- und Tiefpunkte seiner Reise. Gelegentlich bekommt man auch einen Eindruck in sein Gefühlsleben, etwa als er von der Trennung seiner Freundin berichtet. Tragikomisch auch die Beschreibung einer wahren „Rallye“ nach der Pille danach nach einem One-Night-Stand.

Ich habe das sehr lebendig geschriebene Buch sehr gern gelesen. Lieber als jenes von Maike Winnemuth, weil es mich irgendwie „tiefer“ hat eintauchen lassen in die bereisten Orte.


Das Wesen der Dinge und der Liebe: Roman
Das Wesen der Dinge und der Liebe: Roman
von Elizabeth Gilbert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine starke Frau - ein starkes Buch, 26. Dezember 2014
Um es vorweg zu nehmen: das 700-Seiten Buch ist für mich eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Elizabeth Gilbert, die ich schon als Autorin von Eat, Pray, Love kenne, widmet sich hier einem gänzlich anderen Thema. Sie erzählt die Geschichte von Alma, die im Jahre 1800 geboren wird. Ihr Vater ist durch ein botanisches Unternehmen zu großem Wohlstand gekommen und Alma wächst in einem für eine Frau der damaligen Zeit gänzlich ungewöhnlichen Umfeld auf. Von früher Kindheit erhält sie eine umfassende Bildung und hat Kontakt zu verschiedenen Persönlichkeiten, die in ihrem Elternhaus zu Besuch sind. So überrascht es kaum, dass sie selbst zu einer anerkannten Botanikerin wird. Doch so erfolgreich sie in diesem Bereich ist, so unerfüllt bleibt (zunächst) ihre Sehnsucht nach der großen Liebe und körperlicher Zärtlichkeit. Die weitere Handlung, die noch einige Überraschungen bereithält, möchte ich hier nicht vorwegnehmen um andere Lesern nicht den Lesegenuss zu trüben.

Ich jedenfalls war von der Geschichte ganz und gar gefesselt und habe mich immer sehr auf die abendliche Lektüre gefreut (zum Unterwegslesen ist das Buch aufgrund seines Umfangs leider nicht wirklich geeignet). Zu verdanken ist dies vor allem der fesselnden, aber keineswegs trivialen, Sprache der Autorin. Und der Tatsache, dass sie neben der ganz persönlichen Geschichte von Alma, auch zahlreiche Bezüge zu zeitgeschichtlichen Themen (etwa der Frage der Rassendiskriminierung, aber auch der Entwicklung der Naturwissenschaften) in diesen großartigen Roman eingeflochten hat. So kommt man als Leser der damaligen Zeit sehr nahe und hat den Eindruck, dass Alma auch eine reale Person gewesen sein könnte (was sie aber wohl nicht war).

Ein absolutes Must-Read für Fans opulenter Romane!


Digger Hamburg: Kleiner segeln, größer leben.
Digger Hamburg: Kleiner segeln, größer leben.
von Stephan Boden
  Broschiert
Preis: EUR 22,90

4.0 von 5 Sternen Interessanter Segelbericht auch für Nicht-Segler, 26. Dezember 2014
Digger Hamburg ist ein etwas anderer Reisebericht. Der Autor Stephan Boden berichtet von einer mehrmonatigen Segelreise, die er zusammen mit Freundin und Hund auf einem 18-Fuß-Boot unternommen hat. Auslöser für diese Reise war, dass er als Werbefilmer die Lust am Segeln verloren hatte (er nennt das Segel-Burnout) und erst durch die Freude an dem „kleinen“ Boot zurückgewonnen hat. Dieses kleinere Boot sieht er als Symbol für ein Downsizing, das er sich auch für andere Lebensbereiche wünscht.

Die Beschreibung der 4-monatigen Segelreise in der Ostsee liest sich überwiegend auch für den Segellaien interessant, nicht zuletzt dank der prägnanten und humorvollen Sprache des Autors (schließlich kommt er ja aus der Werbung). Der Bericht ist zwar auch von diversen Segelfachbegriffen durchsetzt, aber nicht so stark, dass es den Lesegenuss beeinträchtigt.
Besonders hervorzuheben ist die tolle Aufmachung des Buches. Es ist ein sog. Softcover-Buch, dass durch zahlreiche Fotos und einige Blogeinträge aufgelockert wird. Die typografische Gestaltung ist Geschmackssache, in jedem Fall hebt sie sich vom üblichen Einerlei ab.

Mein Fazit: eine lohnende Lektüre auch für den Nicht-Segler.


Die Spione von Myers Holt - Rache Undercover (dtv junior)
Die Spione von Myers Holt - Rache Undercover (dtv junior)
von Monica Meira Vaughan
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kinderspione mit besonderer GABE, 26. Dezember 2014
Das Jugendbuch ist wohl als „Einstieg“ in eine Reihe angelegt und erzählt vom ersten Jahr, das Chris auf der Myers Holt-Akademie verbringt. Chris (Christopher Lane) ist ein 12-jähriger Junge dessen Alltag mit der seit dem Tod des Vaters depressiven Mutter eher trostlos ist. Bis Miss Sonata ihn bittet, an einem besonderen Test teilzunehmen. Er besteht den Test mit Bravour und wird – zusammen mit 5 weiteren Kindern – für die Myers Holt-Akademie zugelassen. An dieser Schule werden Kinder im Alter von 12 Jahren unterrichtet, da diese über eine besondere GABE verfügen, die es ihnen u.a. ermöglicht, in die Gedanken anderer Menschen einzudringen und deren Handeln zu bestimmen. Die Schule war vor vielen Jahren nach einem mysteriösen Vorfall geschlossen wurden und wird nun wieder zum Leben erweckt, weil das Leben einiger Menschen – scheinbar durch den Gebrauch der GABE – zerstört wurde.

Als Leser begleitet man Chris und seine Mitschüler Rex, Sebastian, Daisy, Lexie und Philip (die allesamt sehr detailliert charakterisiert werden, so dass man sich jeden Einzelnen sehr gut vorstellen kann) in ihrem Schulalltag, der so gar nicht alltäglich ist. Die Kinder werden im Gebrauch der GABE unterrichtet und haben dabei so manche Prüfung zu bestehen. Ein weiterer Handlungsstrang macht den Leser mit einem etwas merkwürdigen Geschwisterpaar Ernest und Mortimer bekannt, die ebenfalls den Gebrauch der GABE erlernen bzw. üben. Wie das alles zusammenhängt, erfährt man im durchaus spannenden „Showdown“ des Buches.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sicher kein neuer Harry Potter, aber die Geschichte ist durchaus so originell und gut geschrieben, dass nicht nur junge Leser Freude an der Lektüre haben dürfen. Die Sprache ist detailliert, reich an Dialogen und z.T. sehr bildreich. Das Ende des Buches ist so gewählt, dass es wohl eine Fortsetzung geben muss. Auf die ich mich durchaus freue.


Dämmerschlaf: Roman
Dämmerschlaf: Roman
von Edith Wharton
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

4.0 von 5 Sternen Gesellschaftsbild der New Yorker Upperclass in den 1920er Jahren, 26. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Dämmerschlaf: Roman (Gebundene Ausgabe)
Bei dem Buch handelt es sich um eine Neuübersetzung des Buches „Twilight Sleep“ von Edith Wharton. Die Autorin lebte von 1862 bis 1937 und war selbst Teil der New Yorker Uperclass. Eben jener Gesellschaftsschicht, die sie in diesem Buch (und einer Vielzahl weiterer) beschreibt. In diesem Buch gibt sie einen Einblick in das Leben der Familie Manford. Als Leser taucht man ein in den Alltag von Pauline, die einen so minutiös durchgetakteten Tagesplan hat, dass selbst ihre Tochter Nona für ein Gespräch mit ihrer Mutter einen Termin vereinbaren muss. Weitere Hauptfiguren sind Nonas geliebter Halbbruder Jim und dessen Frau Lita sowie die Väter von Nona und Jim. Das ist zum einen der Ex-Mann von Pauline, Arthur Wyant, den Pauline verlassen hat und zum anderen ihr aktueller Ehemann, der Scheidungsanwalt Dexter Manford. Der durchgetaktete Tagesplan von Pauline scheint gefüllt von mehr oder weniger belanglosen, aber für sie unglaublich wichtigen Terminen. Diese zwanghafte Geschäftigkeit, die man manchmal für ein besonderes Merkmal der heutigen (von Smartphone u.ä. geprägten) Zeit hält, gab es also auch schon im New York der 1920er Jahre. Und auch Lita, die von all dem nur unendlich gelangweilt scheint und andere Abwechslung sucht, scheint ein ganz und gar moderner Charakter.

Das Buch ist in einer klaren, aber sehr detailliert beschreibenden, Sprache verfasst. Die erste Hälfte des Buches konzentriert sich meines Erachtens recht stark darauf, ein Bild von den handelnden Personen zu zeichnen. Der Verlauf der Handlung erschien mir teilweise etwas zäh, aber die detaillierte Beschreibung en vieler Alltagsausschnitte (etwa Paulines Anti-Frustrations-Sitzungen, die mich unweigerlich an den aktuellen Yoga-Trend denken ließen) machen auch diesen Teil sehr lesenswert. Im zweiten Teil nahm die Handlung jedenfalls für mein Empfinden spürbar an Fahrt auf und ich folgte mit großem Interesse dem auf vielfache Weise verwobenen Schicksal der verschiedenen Personen. Dabei habe ich wegen der genauen Charakterisierung der Personen, der detaillierten Beschreibung der Situationen und der zahlreichen, sehr gelungenen, Dialoge immer wieder daran gedacht, dass dieses Buch wohl auch hervorragend in ein Theaterstück umzusetzen wäre. Ich hätte jedenfalls große Lust ein solches anzuschauen, gerade auch wegen der zahlreichen Parallelen die man zur „Jetzt-Zeit“ finden kann.

Und auch wenn ich Bücher nicht primär nach ihren äußeren Werten beurteile: die tolle Ausstattung (leinengebunden und mit Lesebändchen) sowie ein interessantes Nachwort und eine Erläuterung zum Titel der Neuübersetzung haben hier durchaus zum Lesegenuss beigetragen.


Österreichische Küche
Österreichische Küche
von Bernie Rieder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassisch & modern, 26. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Küche (Gebundene Ausgabe)
Um es vorweg zu nehmen: Bernie Rieders „Österreichische Küche“ bekommt von mir 4 Sterne, obwohl sie – rein objektiv – wohl 5 verdient hätte. Aber Buchrezensionen sind nun mal nicht objektiv & das ist auch gut so.
Zunächst zu dem, was toll ist an dem Buch: Auf über 400 Seiten finden sich jede Menge Rezepte, darunter Klassiker der Österreichischen Küche, aber auch viele „Neuheiten“, die z.B. von asiatischen oder italienischen Einflüssen inspiriert sind. Aufgeteilt sind die Rezepte in 13 Kapitel von Vorspeisen über Salate, viel Gemüse, aber natürlich auch Hendl und Rind bis zum Süßen. Zu wirklich allen Rezepten gibt es Fotos (zu diesen später mehr) und die Rezeptbeschreibungen sind knapp, aber übersichtlich und ausreichend. Wirklich toll ist die Vielseitigkeit der Rezepte, so gibt es bei den Vorspeisen im Abschnitt „Carpaccio“ nicht nur das klassische Rindercarpaccio, sondern auch Rote Rüben-Carpaccio mit Ziegenkäse und Walnüssen. Beeindruckend auch das Salat-Kapitel, in dem es bei einer überschaubaren Anzahl an Grundrezepten jede Menge spannende Varianten gibt, z.B. verschiedenste Kartoffel… eh, pardon, wir sind in Österreich… Erdäpfel- und Gurkensalatrezepte. Auch das Gemüsekapitel überzeugt mich als 90%-Vegetarier sehr.
Nachgekocht habe ich bisher erst 2 Rezepte: sowohl die Herbstliche Kürbis-Orangen-Suppe mit Chili als auch der Gurkensalat mit Jamaika-Joghurt Maracuja waren überzeugende Bereicherungen unseres weihnachtlichen Speiseplans, beide bei überschaubarem Aufwand.
Zusammengefasst: die Idee und die Rezepte des Buches sind wirklich toll. Warum trotzdem „nur“ 4 Sterne? Nun, weil das Buch gestalterisch leider nicht ganz auf meiner Wellenlänge liegt. Insgesamt sehr modern, ein wenig erinnert es mich an Tim Mälzer-Bücher. Sehr knallige Farben, zum Teil „verwaschene“ Schrift bei den Überschriften und auch die eigentlich tollen Fotos überzeugen mich nicht immer. Wie erwähnt, rein subjektiv… Sicher hat der Stil auch seine Liebhaber. Ich mag es etwas klassischer oder zumindest reduzierter.


Eschi Fieges Mittagstisch: Leidenschaftlich vegetarisch
Eschi Fieges Mittagstisch: Leidenschaftlich vegetarisch
von Eschi Fiege
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feine Rezepte – nicht nur für den Mittagstisch, 8. Dezember 2014
Wie alle meine bisherigen Kochbücher aus dem Brandstätter Verlag ist das Buch sehr hochwertig ausgestattet. Es verfügt – statt eines Schutzumschlages, der bei Kochbüchern ohnehin nur stört – über einen schönen Leineneinband mit einer Papierbanderole, die einem Tischtuch bzw. Platzsetz nachempfunden ist. Außerdem sind alle Rezepte (dazu gleich mehr) wunderschön bebildert.
Nun aber zum Inhalt: Die Autorin kocht regelmäßig für Freunde und deren Freunde zu Hause ein dreigängiges Mittagsmenü. 25 dieser Menüs stellt sie in ihrem Buch vor. Bereits im Vorwort erzählt Eschi Fiege mitreisend von ihrer Begeisterung für das Mittagessen „Eigentlich würde ich gerne alle Menschen zu einer täglichen Mittagspause verpflichten. Im Ernst! Ich glaube, dass ein wenig Entspannung, etwas Ruhe und Gelassenheit, die gemeinsames Essen mit sich bringt, in der wilden Betriebsamkeit unseres modernen Lebens, Platz schaffen für ein wenig mehr Achtsamkeit und Lebensfreude.“.
Da hat sie recht und auch bei anderen Aussagen muss ich bestätigend nicken, z.B. wenn sie schreibt: „Ich koche vegetarisch, weil ich wissen wollte, wie weit Gemüseküche gehen kann. Bunt, lebensfroh und leidenschaftlich sollte sie sein, und so schmecken, dass einem nichts fehlt.“
Die Gliederung des Rezeptteils folgt der klassischen Menüfolge, also Vorspeisen, Hauptspeisen und Nachspeisen. Die Rezepte sind recht vielfältig, gehen aber eher in Richtung „vegetarische Hausmannskost“. Obwohl zahlreiche Rezepte als vegan gekennzeichnet sind, wird auf Tofu, Pflanzenmilch u.ä. Ersatzprodukte erfreulicherweise gänzlich verzichtet. Auch exotischere Zutaten werden nur vereinzelt verwendet, so dass man nicht zwingend wie die Autorin den Naschmarkt vor der Tür haben muss, um die Zutaten zu beschaffen. Die Rezeptbeschreibungen sind klar verständlich, aber nicht unbedingt für absolute Anfänger geeignet, da gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt werden. Gelegentlich macht die Autorin auch ein paar persönliche Bemerkungen, etwa beim Mousse au Chocolat, wo es heißt („4 – 6 Portionen (außer ich bin dabei, dann reicht es nur für 3.)“.
Natürlich bewerte ich kein Kochbuch ohne nicht zumindest ein paar Rezepte ausprobiert zu haben. Für ein ganzes Menü hat es leider noch nicht gereicht, aber die beiden getesteten Vorspeisen (Erbsensuppe mit Ingwer, Minze und Blätterteigstangen sowie Schmortomaten-Burschetta mit Ziegenkäse) überzeugten ebenso wie das probierte Hauptgericht (Kartoffelgulasch), bei dem ich lediglich die Menge der Sauren Sahne drastisch reduziert habe. Ich freue mich jedenfalls darauf, noch viele weitere Rezepte und bald auch ein erstes „Menü“ auszuprobieren. Und dass es diese bei uns eher am Abend als zu Mittag gibt, billigt die Autorin zum Glück gleich zu Beginn ihres Buches.
Zwischen den Rezepten und Fotos finden sich ein paar Koch- und Küchentipps, z.B. eine Seiten zum richtigen Würzen mit der sympathischen Überschrift „Assistent Nase“. Den Abschluss bildet das Register, in dem die Rezepte aller 25 Menüs aufgeführt sind. Die hierbei verwendeten unterschiedlichen Schriftarten, die wohl an „Menükarten“ erinnern sollen, sind sicher Geschmackssache. Mich irritieren sie eher. Aber das ist ein wirklich kleines Manko bei einem Buch, das insgesamt sehr überzeugend ist. Daher von mir klare 5 Sterne.


Lieblingsdesserts
Lieblingsdesserts
von Janneke Philippi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,90

5.0 von 5 Sternen Lieblingsdesserts - (m)ein neues Lieblingsbuch, 26. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Lieblingsdesserts (Gebundene Ausgabe)
Seit ein paar Wochen liegt das Buch „Lieblingsdesserts“ von Janneke Philippi bei mir abwechselnd im Wohnzimmer, der Küche oder gar dem Schlafzimmer. Und das liegt nicht nur daran, dass ich wegen der beachtlichen Größe (Format deutlich größer als A4) noch keinen passenden Platz für das Buch im Bücherregal gefunden habe, sondern vor allem daran, dass ich mich immer wieder durch die Rezepte und tollen Bilder blättere und eben auch koche bzw. backe.
Erschienen ist das Buch im Matthaes-Verlag, ein Verlag, in dem auch diverse gastronomische Fachbücher publiziert werden. In meinem Koch- und Backbuchregal gibt es bisher nur ein Buch aus diesem Verlag, ein Backbuch von Bernd Siefert. Auch dieses Buch ist inhaltlich und von der Ausstattung ähnlich überzeugend wie „Lieblingsdesserts“. Also zurück zu diesem…

Gegliedert ist das Buch in insgesamt 17 Kapital, die z.T. einer (Haupt-)zutat (darunter Standards wie Schokolade aber auch exotischeres, z. B. Kräuter), z.T. aber auch einfach einer Zubereitungsart (z.B. Puddings oder Gefrorenes) gewidmet sind. Die Anzahl der Rezepte je Kapitel variiert, recht umfangreich ist z.B. das Schokoladenkapitel mit mehr als 15 Rezepten. Allen Kapiteln gemein ist, dass es neben jeder Menge toller Rezept auch super schöne Fotos, oft mit einem individuellen Touch gibt. Ich hätte mich auch über eine noch etwas individuellere Note, etwa persönliche Vor- oder Anmerkungen zu einigen Rezepten gefreut. Aber auch ohne dieses hat mich das Buch total überzeugt.

Das liegt zum einen daran, dass wirklich jedes der bisher probierten Rezepte super gelungen ist und klasse geschmeckt hat. Zum anderen begeistert mich (als berufstätige Mutter eines Kleinkindes), dass viele Rezepte schnell zuzubereiten sind und ohne allzu exotische Zutaten auskommen. So habe ich auch schon 2 neue „schnelle“ Lieblingsrezepte gefunden, die ich inzwischen schon mehrfach gemacht habe: die Schokoladen-Rosmarin-Creme und Frische Zitronenmousse (auch in der Abwandlung mit Grapefruit).


Kochen ist die beste Medizin: Gesund werden mit leckeren Kochrezepten
Kochen ist die beste Medizin: Gesund werden mit leckeren Kochrezepten
von Susanne Vössing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz nach meinem Geschmack, 3. Oktober 2014
Das Buch der (ehemals) jüngsten Sterneköchin Su Vössing ist halb Gesundheitsratgeber und halb Kochbuch, aber nach meiner Einschätzung beides nicht so richtig. Natürlich hat die Autorin recht, wenn sie schreibt, dass gute Ernährung ein wichtiger Baustein für allgemeines Wohlbefinden ist. Und sicher stimmt es auch, dass je nach Beschwerdebild andere Lebensmittel und Speisen besonders gut oder eben eher kontraproduktiv sind.
Trotzdem frage ich mich, an welche Zielgruppe sich das Buch eigentlich wendet. Nach einer kurzen allgemeinen Einleitung zu gesunder Ernährung werden auf immerhin 100 Seiten insgesamt 11 Beschwerdebilder beschrieben und dafür jeweils Ernährungshinweise gegeben. Dabei ist die Beschreibung eher oberflächlich, so dass jemand der unter einem der Beschwerden leidet, vermutlich nicht genügend Informationen erhält. Andererseits dürfte es (hoffentlich) nur wenige Menschen geben, die mehr als 2 der Beschwerdebilder zeigen, so dass dann eben ein Großteil der Informationen weniger interessant ist. Vermutlich hätte mir das Buch besser gefallen, wenn im Hauptteil ausführlicher die Grundsätze gesunder Ernährung dargestellt worden wären und dann z.B. nur in kurzen Exkursen auf die unterschiedliche Beschwerdebilder eingegangen worden wäre.
Noch gravierender finde ich, dass die enthaltenen Informationen z.T. widersprüchlich erscheinen, z.B. wenn es auf S. 34 heißt: „Servieren Sie auch öfters mal Hülsenfürchte (doch nicht unbedingt zu eisenreichen Lebensmitteln, da Hülsenfrüchte hemmend auf die Eisenaufnahme wirken).“ und einige Zeilen weiter „Besonders Linsen und Mungobohnen haben einen grandiosen Eisengehalt, aber auch andere Hülsenfrüchte haben in dieser Hinsicht etwas zu bieten“. Auch sprachlich überzeugt mich das Buch nicht. Formulierungen wie „Auch abends dürfen Sie sich an Vollkorn laben…“ oder „Wenn Sie sich gern mal eine Dose Thunfisch aufmachen…“ passen eher zu einem Verkaufssender, bei dem die Autorin auch tätig ist, und weniger in einen sachlichen Gesundheitsratgeber.
Nach der Vorstellung der Beschwerdebilder folgt ein kurzes Kapitel „Der 6-Wochen-Plan“, das jedoch, statt eines konkreten Plans, eher allgemeinen Hinweise für eine Ernährungsumstellung enthält. Danach folgen ab S. 132 endlich die Rezepte, die schlicht alphabetisch geordnet sind. Eine andere Einteilung wäre bei der großen Bandbreite an Rezepten (die bei mir auch etwas den Eindruck der Beliebigkeit weckt) auch kaum sinnvoll gewesen. Der Schwierigkeitsgrad der Rezepte reicht von einfacheren Rezepten wie z.B. „Hähnchenbrust mit Ananas und Basilikum zu feinen Nudeln“ bis zu aufwendigeren wie „Spinat-Quark-Nocken mit Schichtgemüsen und leichter Sojacreme“. Ausprobiert haben wir bisher erst ein Rezept, nämlich Bulgogi vom Rind, da wir gern koreanisch essen. Dabei fiel auf, dass die Rezeptbeschreibung nicht allzu präzise ist, z.B. fehlte ein Hinweis auf die Gardauer des Fleisches. Für Kochanfänger ist das Buch daher weniger geeignet. Zu jedem der Rezepte gibt ein ganzseitiges Foto – die Fotos sind sehr ansprechend gestaltet. Insgesamt ist die Ausstattung des Buches gelungen und sehr hochwertig.
Es gibt noch eine Hand voll weitere Rezepte, die wir sicher noch ausprobieren werden, aber eben nicht so viele, dass das Buch einen dauerhaften Platz in unserem Kochbuchregal bekommt.


Seite: 1 | 2