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Rezensionen verfasst von
Karl Hermann (Nürnberg)

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Robas Lund 64023CN5 Relaxsessel Calgary mit Hocker, Bezug: Leder creme, Gestell: Natur, 90 x 91-122 x 89-104 cm
Robas Lund 64023CN5 Relaxsessel Calgary mit Hocker, Bezug: Leder creme, Gestell: Natur, 90 x 91-122 x 89-104 cm
Preis: EUR 528,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ok für den reduzierten Kaufpreis, 2. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vielleicht bin ich auf einen beliebten Trick der Möbelbranche hereingefallen, Mond-Verkaufspreise anzugeben und dann satte Rabatte zu gewähren. Ob man es in dieser Branche mit ehrlichen Kaufleuten zu tun hat oder mit Gaunern, weiß ich wirklich nicht. Denn die Reduktion des Kaufpreises war für mich letzendlich Kaufargument.

Das Design ist bieder, aber das konnte ich ja auf den Bildern sehen, ich beklage mich deshalb nicht. Die Verarbeitungsqualität ist ordentlich. Der Aufbau war unproblematisch.

So richtig zufrieden bin ich nicht. Denn ich hätte erwartet, dass über Gewichtsverlagerung nach hinten der Sessel ab Gesäß und Beine nach oben geht, Kopf und Rumpf also tiefer liegen. Leider macht das die Aufhängung des Sessels nicht. Das Gesäßpolster bewegt sich nur in der waagrechten Linie hin und her (zugleich wird der Winkel der Rückenlehne verändert), es bewegt sich nicht nach oben und unten. Gerade das Hochlegen der Beine und das Absenken des Rumpfes und Kopfes bezeichne ich als Relax-Position, die der Sessel leider nicht bieten kann.

Wer mehr will, muss mehr ausgeben. Sollte er auch tun, wenn der die von mir beschriebene Komfortfunktion haben möchte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2014 6:41 PM MEST


"Sie können aber gut Deutsch!": Warum ich nicht mehr dankbar sein will, dass ich hier leben darf, und Toleranz nicht weiterhilft
"Sie können aber gut Deutsch!": Warum ich nicht mehr dankbar sein will, dass ich hier leben darf, und Toleranz nicht weiterhilft
von Lena Gorelik
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klarer Standpunkt, der Widerspruch provoziert, 17. Dezember 2013
Ebenso wie andere Rezensenten drängt es mich, die Autorin mit ihren schönen Vornamen Lena anzusprechen. Vielleicht, weil ich eine Generation älter bin, vielleicht weil Ihr manchmal sehr emotionaler Schreibstil mich zu Widerspruch provoziert, ohne dass ich der Autorin böse sein könnte. Schließlich zeigen die Emotionen, dass das Thema eine Herzensangelegenheit der Autorin ist. Und dass ich emotional reagiere, zeigt sich daran, dass meine Zeilen streng genommen nicht als Rezension des Buches anzusehen sind, sondern als Kommentar zum Buch.

Aber da geht es schon los mit Selbstzweifeln, die das Buch in mir gesät hat: Ist es vielleicht nicht Sympathie, sondern Gönnerhaftigkeit, dass ich eine Autorin "mit Migrationshintergrund" - im muss dabei an Fotografen denken, die anlassbezogene Hintergründe für ihre Fotos verwenden (bei Lena wahlweise mit Zwiebeltürmen oder mit einem siebenarmigen Leuchter) - beim Vornamen nenne? Arroganz, Dünkel usw?

Das hat man von zuviel Psychologisieren, also weg damit!

Richtig ist: Toleranz und Gutmenschentum der "Urdeutschen" helfen nicht! Aber was soll das mit dem "Urdeutschen"? Zählen die Ruhrgebietspolen, die Ende des 19. / Anfang 20. Jahrhundert eingewandert sind, auch dazu? Oder noch nicht? Was ist mit den "displaced persons", die nach dem Krieg in Deutschland geblieben sind? Gehören die Nachkommen der Hugenotten dazu? Und die aus Österreich vertriebenen und in Franken eingewanderten Protestanten? Ich jedenfalls habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht. Und das Gerede von Integration ist schon sprachlich Mist, kann also inhaltlich nicht besser sein. Ja, und es gibt eine Hitparade der guten, weniger guten und ganz schlechten "ausländischen Mitbürger", wobei das nicht unbedingt eine Frage der Hautfarbe ist. Und richtig ist, dass in Bezug auf "Ausländer" die Realität in Deutschland deutlich weiter ist als eine von der Autorin ausgemachte urdeutsche Mentalität, die ich als Phantom bezeichne. Animositäten wird es - Gott sei Dank nicht zwangsläufig - immer geben, zwischen Franken und Bayern, zwischen Bayern und Preussen, zwischen Deutschen und Franzosen, zwischen Deutschen und Juden (der Gedanke, dass es deutsche Juden gab und gibt, ist für einige bereits intellektuell eine Überforderung) oder zwischen Russen und "Kaukasiern". Das wird sich einfach nicht ändern, nirgendwo, nicht nur nicht in Deutschland.

Richtig ist die Schlussfolgerung des Buches: Es geht nicht um Assimilation, nicht um Toleranz, nicht um Unterwerfung unter eine urdeutsche Mehrheitsgesellschaft, sondern um Teilhabe an Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Nun meine Kritik: Statt zu psychologisieren oder vermeintliche oder begründete Annahmen zu tätigen, dass man "nie dazu gehöre", sollten die "Neubürger" offensiv ihr Recht auf Teilhabe vertreten und im Übrigen durch ihr Beispiel, die Art, wie sie ihr Leben meistern, wirken. Das hilft ungemein. Deutsche Sprache, Bildung, Beruf, Engagement, Selbstbewusstsein, zugleich Beibehaltung der Muttersprache, der heimatlichen Traditionen, der religiösen Feste. Die Teilhabe ist nicht umsonst, kann aber nicht die Aufgabe der eigenen Identität kosten. Eine geschickte Politik der verifizierbaren, weil auf Wahrhaftigkeit gegründeten Selbstdarstellung bringt mehr als auf die Gönnerhaftigkeit der von der Autorin ausgemachten "Urdeutschen" zu hoffen.

Rückschläge sind nicht ausgeschlossen. Aber die Chauvinisten sind nicht das Maß der Dinge.


Sony SRS-BTX500 Premium Bluetooth-Lautsprecher (2.1 Sound, NFC, Freisprechfunktion für Telefonate, Akku) schwarz
Sony SRS-BTX500 Premium Bluetooth-Lautsprecher (2.1 Sound, NFC, Freisprechfunktion für Telefonate, Akku) schwarz
Wird angeboten von primerofoto - Preise incl. Mwst.
Preis: EUR 179,00

10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine Wundermaschine, 12. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In unserer Küche hören wir neben Musik viel Podcast und Sprach-Radio. Da jeder bei uns mit einen Android-Mobiltelefon ausgestattet ist und mit den Apps Pocketcast und TuneIn Radio, war die Anschaffung eines Bluetooth Lautsprechers eine Frage der Zeit.

Der Sony SRS-BTX500 ist edel und wertig verarbeitet und fällt kleiner aus als von mir subjektiv erwartet. Die Bluetooth-Anbindung war unproblematisch. Da er NFC können soll, habe ich versucht, mit NFC fähigen Handys, eines aus dem Hause Sony, eine Verbindung herzustellen. Es hat nicht geklappt, was enttäuschend ist. NFC war ein Kaufargument. Fraglich, ob sich diese Technik bei Micropayments wie Fahrkarten durchsetzten wird. Ich mache jetzt erst einmal um diese Technik für Jahre einen Bogen. Ist auch egal.

Der erste Soundeindruck war ernüchternd. Dumpf, schwummerig basslastig, kaum Mitten, akzeptable Höhen. Sogar die reine Sprachwiedergabe war eine Enttäuschung, Sprache klang dumpf und nicht räumlich. Sony liefert drei Presets: Basslastig für Leute, die zum Hören nicht mehr ihre Ohren, sondern ihren Körper benützen müssen. Bass mit Raumklang (besser: aber wenig Mitten; insgesamt unnatürlicher Höreindruck) und vermutlich linear: wirkt verständlicherweise gegenüber den beiden anderen Presets flach. Mehr Lautstärke vermindert diesen Eindruck. Diese Einstellung ist für meinen Geschmack noch die beste, auch wenn sie sogar bei reiner Sprachwiedergabe nicht befriedigt. Da ich einen kleineren Philips Bluetooth-Lautsprecher habe, war ich doch etwas enttäuscht. Der klingt besser.

Da das Problem auch am anderen Ende, am Handy, liegen kann, habe ich mir ein kostenpflichtiges Android-Equalizer App zugelegt und dort eigene Presets hinterlegt: Bass runter, Mitten dominant, leichte Hochtonerhöhung. Dieses Preset, sozusagen ein Workaround zur Meidung der Kunst der Sony-Ingenieure, verwende ich, wenn ich mein Handy mit dem Sony-Riegel kopple. Seitdem bin ich zufrieden.

Realistischerweise darf man von diesem Lautsprecher keine Wunder erwarten. Ein gute Stereoanlage ersetzt dieser Riegel nicht - auch keine Stereoanlage für Otto Normalverdiener. Zum Berieseln reicht er jedoch aus - und erträglichen Sprachklang kann man dem Teil beibringen.

Das Preis/Leistungsverhältnis nach meiner Meinung nicht angemessen.


Microsoft Office Home and Business 2013: 1PC (Product Key Card ohne Datenträger)
Microsoft Office Home and Business 2013: 1PC (Product Key Card ohne Datenträger)
Preis: EUR 201,00

114 von 124 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Office 2013 - nichts fürs Büro, 3. April 2013
Auf unseren neuen Bürorechner habe ich Office 2013 installiert, weil wir halt ein Word und Outlook als weitverbreitete Allerweltsprodukte brauchen. "Leider hat etwas nicht geklappt", so die nichtssagende Meldung bei der Installation. Nach rund vier Stunden Installationsversuchen, teilweise mit einer Download-Version, die auf CD gebrannt wurde, hat es irgendwie doch geklappt. Nach 25 Jahren Erfahrung mit Microsoftprodukten kam ich mir vor wie der letzte Depp. Wie schön waren doch die Zeiten mit einer Installations-CD. Das Ikea-Prinzip für Software macht beim Kunden Arbeit, bei Microsoft erhöht es die Gewinnspanne.

Outlook 2013 funktioniert nicht mit Exchange 2003, der nicht nur in unserem Büro läuft. Update auf Serverprodukte 2013 gefällig? Schon mal die Lizenzkosten dafür berechnet? Auch sind andere Hardwareanforderungen für Serverprodukte 2013 erforderlich. Wir müssten unseren Produktiv- und unseren Ausfallserver erneuern, unser VMware Sphere neu installieren lassen, ebenso unsere berufspezifische Software, die auf Word und Outlook zugreift. Das sind locker 20.000 Euro Kosten. Von den Unwägbarkeiten einer solchen Änderung mit Produktivitätsausfall mal ganz abgesehen.

Die optische Darstellung von Outlook und Word ist schlecht, an Tablets orientiert und nicht an eine Büroumgebung. Die Optik lässt sich kaum ändern. Inbesondere der knallig weiße Bildschirm von Word bereitet Augenschmerzen.

Die Cloud-Funktionen habe sich soweit wie möglich abgeschaltet. Wer so schlechte Produkte fertigt, die einseitig nur an den Interessen von Microsoft orientiert sind, hat nicht mein Vertrauen. Auf die Cloud, insbesondere die von Microsoft, kann ich verzichten.

Office 2010 macht nicht die Probleme, kann mit Exchange 2003 und man kann die Farbgestaltung in Word wählen. Wer sich Installations-, Datenschutz- und finanzielle Probleme einhandeln will und auch Produktivitätsausfall in Kauf nimmt, um Allerweltsprogramme wie Word und Outlook unter den allerneuesten technischen und gesellschaftlichen Bedingungen zum Laufen zu bringen, der kaufe Office 2013. Viel Spaß!

Übrigens: Ich gehöre nicht zu den Windows 8 Nörglern, sondern komme damit ganz gut zurecht. Aber bei Office 2013 hört der Spass auf. Sollte Windows 8 nur als Transformationsriemen dienen, Content aus Office 2013 in der Cloud den Redmond-Göttern zur freien Auswahl zur Verfügung zu stellen, dann ändere ich meine bisher positive Meinung über Windows 8.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 27, 2014 7:38 PM MEST


Adobe Photoshop Lightroom 4 Upgrade WIN & MAC
Adobe Photoshop Lightroom 4 Upgrade WIN & MAC

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutlich bemerkbar verbesserte Entwicklungstools, 6. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich möchte nichts über die neuen Gymmicks von LR 4 bzw LR 4.1 schreiben, sondern über die deutliche Verbesserung des zentralen Entwicklungsmoduls. Vor allem die Regler "Lichter, Tiefen, Schwarz" führen zu dramatischen Verbesserungen gegenüber LR 3.6. Dort, wo ich in LR 3.6 noch eine homogene schwarze Fläche hatte, kann ich in LR 4 selbst in diesen Bereichen Strukturen erkennen. Chapeau, Adobe! Die Unterschiede sind erheblich und nicht nur marginal.

Ganz besonders freut mich die Softproof Funktion, die es bisher wohl nur in Photoshop gab und die nun auch in LR 4 Bestandteil ist. Nichts hat mich mehr frustriert als eine halbstündige Entwicklung eines einzelnen Bildes am Monitor und dann der enttäuschende Ausdruck am Tintenstrahldrucker oder beim Online-Entwickler. Softproof versucht, den gegenüber einem Monitor eingeschränkten Farbraum des spezifischen Druckers nachzubilden. Noch besser, man kann ICC Profile des Druckers oder einiger weniger Online-Entwickler einbinden, vor allem auch Profile, die eigenes für den hauseigenen Drucker erstellt wurden (z.B. drucker-kalibireren.com). Der online-Entwicker Saal-Digital stellt für seine Papiere ICC Profile zum Download zu Verfügung, für mich ein Killerkriterium, welches längst nicht alle Entwickler erfüllen.

Toll, Klasse, prima!


Imperium: Roman
Imperium: Roman
von Christian Kracht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

18 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung und gute Annäherung an wilhelminische Befindlichkeiten, 23. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Imperium: Roman (Gebundene Ausgabe)
Einen Tag nach Verkaufstart habe ich Krachts Roman gelesen. Die Aufregung kann um dieses Buch kann ich nicht verstehen, sondern vermute hinter den Fassaden eine Marketing-Aktion, um den Roman bekannt zu machen.
Kracht schreibt gut und flüssig. Die rund 250 Seiten sind schnell und ohne Anstrengung gelesen. Ob der melodische Sprachstil als Annäherung an den Stil der vorletzten Jahrhundertwende geschuldet ist oder mehr der Tatsache, dass die Schweizer - der Autor ist Schweizer - bis heute in Vergleich zu Deutschland einen musikalischen Sprachstil pflegen, kann ich nicht klären und ist auch ohne Bedeutung.
Der Erzähler in diesem Roman (für Spiegel-Journalisten: derjenige, der im Roman die Geschichte erzählt, nicht der Autor!) für mich die interessanteste Figur: oberlehrerhaft, bildungsbürgerbeflissen, hochnäsig, ein selbstgefälliger fetter wilhelminischer Sack, der beim Erzählen sich selbst bewundert, wie klug und weise er doch ist! Die Figur des Erzählers charakterisiert nach meinem Empfinden am besten die Epoche, in der der Roman spielt. Die übrigen Beteiligten sind trotz aller Exotik und Aussteigertum nicht besonders interessant. Das Buch ist, was Elfriede Jellinek auf der Buchrückseite feststellt: ein Abenteuerroman. Ich gebe hier 5 Sterne, weil dieser Abenteuerroman gut geschrieben ist.
Ja, es gibt Bezüge zu anderen Vegetariern und zum Antisemitismus. Das macht den Autor nicht zum Antisemiten oder Förderer rechten Gedankenguts. Diese Gedanken gab es bereits im deutschen Kaiserreich. Und in dieser Zeit spielt das Buch.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 29, 2012 2:02 PM CET


Brennenstuhl 1141750  Garant G IP 44 Gartenkabeltrommel 25 m H05RR-F 3G1,5
Brennenstuhl 1141750 Garant G IP 44 Gartenkabeltrommel 25 m H05RR-F 3G1,5
Wird angeboten von atlantis-shop24
Preis: EUR 42,17

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gute Idee - schlechte Umsetzung, 31. Juli 2011
Wie mein Vorrezensent anmerkt, ist der Umgang mit dieser Kabeltrommel "etwas" unhandlich. Die Idee der Kabeltrommel ist gut. Gartenarbeit mit einer normalen Gartentrommel, z.B. Rasenmähen mit einem Elektromäher, ist nur schlecht möglich. Der "männliche" Stecker steckt in der Gartensteckdose. Und an der Trommel sind "weibliche" Steckdosen. Der Rasenmäher z.B. mit seinem männlichen Stecker muss dann an den "weiblichen" Steckdosen der Kabeltrommel angschlossen werden. Dies hat zur Folge, dass die Trommel immer in der Nähe des Elektrogeräts sein muss, da das Stromkabel z.B. des Rasenmähers sehr kurz ist.

Hier setzt die Brennenstuhl Kabeltrommel an. Sie macht es genau umgekehrt. Im Achsenteil der Trommel, dort, wo bei normalen Kabeltrommel in der Regel vier Steckdosen sind, befindet sich ein aufrollbares, ca 2m langes Kabel mit einem männlichen Stecker. Der kommt in die Gartensteckdose. Auf der Trommel befindet sich das bis zu 25 m ausrollbare Kabel mit einem weiblichen Stecker, den man dann z.B. mit dem Rasenmäher verbindet. Kurz: Die Kabeltrommel bildet die Funktionailität eines normalen Verlängerungskabels nach, ergänzt um eine Kabeltrommel.

So weit, so gut. Die Umsetzung dieser Idee ist Brennenstuhl nicht gelungen. Gut gemeint ist nicht gut gemacht.

Es beginnt beim Ausrollen des Verlängerungskabels. Wer meint, dass er in 10 m Entfernung mal kurz ziehen kann, um weitere 5 Meter abzurollen, wird sehen, dass im dann die Kabeltrommel entgegenfliegt. Er muss an die Trommel zurücklaufen, sich bücken, das Teil festhalten (festhalten, nicht einfach ein bisschen fixieren), und dann abrollen. Dann wieder zurück zum Ort der Gartenarbeit. Ein normales Verlängerungskabel braucht sowas nicht.

Das Einrollen ist noch unpraktischer. Zunächst ist das kurze Kabel, das an der Gartsteckdose hängt, im Weg. Die hat zur Folge, dass man das Kabel nicht einfach Runde um Runde einkurbeln kann, sondern man muss bei jeder Runde absetzen und die Hand neu ansetzen - Runde für Runde. Und dabei die Trommel mit der anderen Hand festhalten, sonst kippt sie um. Man kann auch das kleine Stromzuführgungskabel aufrollen und in das Achsenteil einsetzen. Dann stört es nicht mehr. Die wird man aber nur nach Beendigung der Arbeit machen, nicht wenn man unterschiedliche Längen während der Arbeit braucht. Die putzige Aufrollkurbel aus Kunststoff, die auf der weichen, nicht formstabilen Kabeltrommel sitzt, kann um ihre Eigenlänge herausgezogen werden. Das Ergebnis sind dann ein rund 5 Zentimeter langer, labbriger, nicht formstabiler Kunststoffgriff, für Frauenhände gut geeignet (die müssen dann aber viel Kraft aufwenden, die Kabeltrommel festzuhalten). Und immer die Trommel gut am Boden festhalten, sonst wird das nichts mit dem Aufrollen.

Wer glaubt, dass über dem an der Trommel angebrachten Bügel das Kabel wenigstens ordentlich aufgerollt wird, irrt. Er muss mit einem Daumen seiner zwei für die Funktion der Trommel einzusetzenden Hände den Lauf der Kabels korrigieren, damit die Breite der Trommel ausgenutzt wird. Der Bügel enthält weder ein Gewinde noch eine Rolle, die den Rollwiderstand herabsetzen und das Kabel gleichmäßig auf der Trommel verteilen würde.

Ich habe mir zeitgleich einen neueren Gardena Schlauchwagen gekauft. Der macht das Gleiche, nur mit Wasser. Der kippt nicht um, ich muss zum Abrollen nicht an den Schlauchwagen, er hat für das Aufrollen einen Griff, der diesen Namen verdient, der Wasseranschlussschlauch ist nicht im Weg, das Einrollen geht gut von der Hand, weil auf dem Bügel, über den der Schlauch auf die Trommel geführt wird, eine Rolle sitzt, die den Rollwiderstand herabsetzt. Und diese Rolle läuft über ein Gewinde mit der Folge, dass der Schlauch fein säuberlich und gleichmäßig aufgerollt wird. Top, Gardena!

Brennenstuhl ist dagegen ein Flop. Daher kann ich eine klare Empfehlung aussprechen: Kaufen Sie dieses Produkt nicht, Sie werden sich nur ärgern.

Bleiben Sie beim normalen Verlängerungskabel
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2013 4:20 PM MEST


Der Maler von Peking: Roman
Der Maler von Peking: Roman
von Tilman Spengler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gutes Buch - schlechter Titel, 1. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Maler von Peking: Roman (Taschenbuch)
Spenglers Deutsch erinnert an Adalbert Stifter, melodisch, musikalisch, mit (scheinbar) einfachen Worten geschrieben, zugleich abwechslungsreich und im Ausdruck treffend (was für Stifter nicht immer zutrifft). Das Buch kann man mit den Ohren lesen.

Wenn im 17. Jahrhundert ein verlauster Jesuit auf die chinesische Hochkultur trifft, um über europäische Malerei für den katholischen Glauben zu werben, weiß der Leser sehr schnell, dass dies scheitern wird. Die jesuitische Methode der Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse richtet sich gegen sich selbst (was in der jesuitischen Chinamission tatsächlich häufiger vorgekommen sein soll) und missioniert den Missionar. Keine besonders originelle Geschichte, wenn nicht das Lesevergnüngen wäre, das sie bereitet.

Ich gehe davon aus, das der Titel "Der Maler von Peking" dem Autor vom Verlag aufgezwungen wurde. Ein derartig grammatisch zweifelhafter Titel darf man von Spengler eigentlich nicht erwarten. Schließlich lautet Spenglers Buch "Lenins Hirn" nicht "Das Hirn von Lenin"!

Daher ein Punkt Abzug. Der Titel ist unverzeihlich.


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