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mmm

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Das Blau des Himmels
Das Blau des Himmels
von Georges Bataille
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman am Vorabend des Zweiten Weltkriegs, 17. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Blau des Himmels (Gebundene Ausgabe)
Was wir heute - in der Gesellschaft - als Erotik verstehen ist allzu platt.

Dieses Buch könnte uns die aktuellen Grauschleier herunterreißen, wenn wir noch fähig wären zu lesen.

Die Einführung des Autors besagt schon, dass dieses Buch gar nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen war. Erst die Freunde ermutigten, forderten Bataille auf, diesen Text aus der Lade herauszunehmen.

Bataille ist(besonders im deutschen Sprachraum) schwer zu verstehen, weil es ihm nicht um ein transzendentes Weltbild geht, sondern einer Immanenz, die (für uns?) nicht auszuhalten ist. Er sprengt Ketten, spiegelt unsere gottlose Moral der Ratio mit einem dumpfen Lachen - in Nachfolge Nietzsches.

Was will der Autor mit diesem Buch?
Es entstand 1936 am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Es spielt in Frankreich, Spanien und Deutschland. Es zeigt die Zeit, die Gewalt und die Angst anhand einer Person (Ich-Erzähler) namens Henri Troppmann (erinnert an einen französischen Mörder des 19. Jahrhunderts), welche sich verschwendet.

Diese Verschwendung, die sich in der Liebe zu Dorothea (Dirty) am deutlichsten zeigt, ist ein Aufsspielsetzen des eigenen Lebens und eine Hingabe zur Obsession eines - geschwundenen - Körpers.

Die Erotik, um die es Bataille geht, ist keine flache, sondern ein unersättlicher Drang, dem man nur in der sich steigernden Maßlosigkeit nachgehen kann... Hier ist er Sade sehr nahe...

Die Sprache ist pointiert und ebenso (trotz Übersetzung) aufgeladen. Diese Aufladung spiegelt sich in der Handlung wieder, die sich im Barcelona des beginnenden Bürgerkriegs zuspitzt. Die Handlung ist wenig wirr. Eher einfach. Aber die Handlungsgründe Henris (Hauptfigur) sind für rationale Menschen wenig nachvollziehbar, da er irrational handelt und sich seinen Obsessionen ausliefert.

Der Szene (im Wald!!) in Deutschland am Ende könnte man ein ganzes Buch widmen, da es die Ausweglosigkeit vor dem drohenden Krieg (1936 geschrieben!) zur Schau stellt.

Vielleicht sind die Texte aus dem "Obszönen Werk" (aufgrund ihrer Kurzweiligkeit?) spannender, aber - wenn es den zeitgenössischen Leser auch nicht befriedigen mag - ist dieser Roman ein ehrliches, offenes Buch...

(Kein Happy End: d.h. keine reichen Macker, die es dem armen Mädchen, welches seine Sexualität noch nicht entdeckt hat, wunderbar besorgen und dann ein wunderbares...)


Der Bauch des Architekten
Der Bauch des Architekten
DVD ~ Brian Dennehy
Wird angeboten von Filmnoir
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Bloß Verdauungsprobleme?, 7. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Bauch des Architekten (DVD)
"Der Bauch des Architekten" ist mein Favorit von Greenaway.
Ein Film, der allein durch den Einsatz der Kamera und der Musik der Kulisse der ewigen Stadt (Rom) gerecht wird.
Wenn man sich einen Film via Amazon bestellt oder überhaupt von sich behaupten will Filme gern zu haben, sollte man sich diesen hier bestellen. Ihn als "nur für Kunsthistoriker und Architekten geeignet" zu beschreiben zeugt eher davon, dass man sich durch allgegenwärtiges Tschin-Bumm-Kino nicht mehr dem Genuss des Bildes hingeben kann. Hier sieht man einen sensiblen Umgang mit der Kamera, den man überhaupt schon zuvor selten hatte.
Es geht hier also um Genuss, aber gleichzeitig ist der Film, der im Zeitraum von neun Monaten in Rom spielt, ein existenzieller - es geht also um Leben und Tod. Die Architektur trotzt diesem, verfällt zum Teil, wie der Architekt Stourley Kracklite - nicht nur aufgrund der Bauchschmerzen - seinem Wahn um Étienne-Louis Boullée, dessen Ausstellung er in Rom vorbereiten sollte. Boullée, ein klassizistischer französischer Architekt des 18. Jhdts. konnte nur wenig Gebäude (meist nicht-mehr existente Privathäuser) fertigstellen und ist für seine "Revolutionsarchitektur" (utopischer Architektur) bekannt, allgemein aber relativ unbekannt. Kracklite beginnt diesem - seinem bald einzigen (bereits toten) Freund - Ansichtskarten von Rom zu schreiben. Nebenbei brechen seine ganzen tatsächlichen Beziehungen zusammen. Gleichzeitig mit den Bauchschmerzen beginnt sich Kracklite mit Männerbäuchen (aus der römischen Kunstgeschichte: Augustus, etc.) zu beschäftigen, was zur Obsession wird. Seine Frau wurde schwanger (noch von ihm) und beginnt eine Affäre mit einem weiteren Architekten, der sie Ausstellungsfinanzen in Händen hält. Nach und nach werden die Bauchschmerzen Kracklites stärker. Den Schluss verrate ich hier jedoch nicht.
Ich denke, dass unsere schnelllebigen Bilderfluten, aus dem Fernsehen oder aktuellen Filmen (wacklige Hand-Kameras, etc.), schon zur Gewohnheit geworden sind, und uns womöglich den Genuss an diesem Film verbauen. Man denke an die Menschen in den Museen, die die Bilder mit ihren Handycams einfach abfotografieren und gar nicht mehr ansehen, als am Display... Das hat weniger mit Genuss zu tun, als mit einer Liste, an der man Bild für Bild nach und nach abhakt. Dann ist es als Datei am Computer gespreichert und keiner sieht es mehr an - Hauptsache man hat es gemacht und gespeichert. Diesem Film kauft man sich nicht, um ihn nur ins Regal zu stellen, sondern man will ihn immer wieder herausnehmen können und immer wieder ansehen. Nicht nur jeder Kunsthistoriker oder Romliebhaber... wie ich (vielleicht wird man ja dadurch auch beides?)...


Derrida, anderswo - Filmedition Suhrkamp
Derrida, anderswo - Filmedition Suhrkamp
DVD ~ Safaa Fathy
Preis: EUR 16,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen On the road mit dem Mensch Derrida, 19. März 2013
Anderswo ist hier. Doch was ist das Hier?
Das hier ist jedenfalls der Versuch einer Rezension zum gelungenen Film "Derrida, anderswo". Die Begegnung mit Derrida ist zumeist eine im Text bzw. im Lesen seiner Texte. Dort kennt man ihn, wie man ihn nicht kennt. Doch hier rückt die Person ins Zentrum. Der Text wird belebt. Er erfährt eine andere Dimension. Es bedarf nicht mehr dem Wort, dem Zitat. Es bedarf nicht einmal unbedingt Derrida selbst, sondern sein Umfeld. Die Begegnung ist alles. Und die Orte der Begegnung - ob in seiner Heimat Algerien, in Paris oder in Toledo (u.a. vor El Grecos "Begräbnis des Grafen Orgaz") - rücken in den Blickpunkt. Das Denken dreht sich darum und daraus. Es baut sich an Erinnerungen auf, die schließlich in einer Zeichnung aufgehen. Reflexionen und Wiederholungen. Deren Unmöglichkeit zeigen das Problem auf: ist es nicht der Körper selbst? Doch wo beginnt er und wo hört er auf? Beginnt er nicht dort, worin er sich befindet? Im Außen? Im Anderswo? Im Kontakt? Viele Fragen werden aufgeworfen. Ich gebe sie hier nicht wieder, denn sie sollten sich den Film selbst ansehen. Was bleibt davon? (Vom Film, vom Leben?)
In diesem Film werden sämtliche Themen, die uns in der Lektüre Derridas begegnen, angesprochen. Und dies funktioniert weniger nach einem konkreten bzw. geplanten Ablauf, sondern in Spaziergängen und Autofahrten. Es passiert am Weg. Und so werden die Themen nicht bloß erläutert, sondern sie ergehen sich - ...


No Hay Banda
No Hay Banda
Preis: EUR 21,79

5.0 von 5 Sternen Als es noch keine Band gab war die Musik besser, 18. März 2013
Rezension bezieht sich auf: No Hay Banda (Audio CD)
Wahrlich ist dies das Debütalbum von Audrey Horne. Die Band hat sich nach einem Charakter aus Lynchs "Twin Peaks" benannt und klang damals noch ebenso mystisch, opak und schön, wie die junge Sherilyn Fenn aussah. Ein Zug, der den Norwegern stand. Heuer (2013) haben sie mit "Youngblood" hingegen eine altbackene rockige Scheibe herausgebracht. Doch warum nun keine Rezension dazu und wieso hierzu?

Ehrlich gesagt werd ich mir keine neue Audrey Horne Scheibe kaufen. Ist es nicht oft so, dass Bands sobald sie Erfolg haben "mainstreaming" und somit uninteressant werden? Musikalisch gesehen haben sie sich mit dem dritten selbstbetitelten Album neu erfunden. Seit diesem Album rocken sie aber nur noch gewöhnlich (hart). Der progressive, undurchsichtige, mystische Zug ist nun mal weg. Tolle Hooklines, wie bei nahezu jedem Song von "No Hay Banda" oder "Le Fol", sind zu gewöhnlichen Refrains abgefallen.

Zu "No Hay Banda":
"Dead" knallt dir von Anfang an in die Fresse. Dann kommt eben eine göttliche Melodie. Lese die Lyrics selbst dazu, denn damals hatten sie noch was zu sagen!
"Listening" fährt ebenfalls sehr progressiv daher. Die Aufforderung es anzuhören. Und dann der Bruch und wieder eine geniale Chorusmelodie. Der Text spielt auch an mehreren Ebenen.
"Get a rope" macht dieselbe Schiene klar. In der Strophe haben wir es mit verzerrten Verdichtungen zu tun, um dann im Chorus erlöst zu werden, um dann wieder in die Strophe überzugehen.
usw.

Alle Songs haben dermaßen viel Potenzial, gigantische Spannungsbögen. Auf- und Entladungen. Wahrlich hat mich das Album - als es damals rauskam - von der ersten bis zur letzten Sekunde tief berührt. Schade, dass Audrey Horne heute nicht mehr fähig sind (un)schuldig schöne Songs wie "Deathhorse", "Confessions & Alcohol" oder "Crust" zu schreiben.

Immer wieder wurde gesagt, dass sie sich bei den ersten Alben vielmehr an progressiven Gruppen wie Tool oder Alice in Chains (aber auch an Led Zeppelin!) orientiert haben. Freilich hört man diese Einflüsse schon heraus. Vielleicht sind die eingängigen Passagen auch deshalb nie so vorhersehbar wie bei ihren letzten zwei Scheiben. Die Range ist einfach größer, das Repertoire experimenteller...

Zu "Le Fol" ("Der Joker") schreib ich keine weitere Rezension, denn dieses Album ist ebensostark wie "No Hay Banda". Der Titel wurde übrigens vom Lynch-Film Mulholland Drive genommen und bedeutet "wir sind keine Band". Damals (wie auch noch beim zweiten Album "Le Fol") waren sie tatsächlich eine Gruppe Musiker verschiedener Bands, die sich trafen und diese Songs zusammen machten. Mit dem dritten Album erst fühlten sie sich - nach eigenen Angaben - wirklich als Band. Der Wechsel von einem Indie zu einem größeren Label war sicher auch nicht von Vorteil. Der Markt hat sie "normal" gemacht - anscheinend sind sie auch "erwachsen" geworden... leider... Wahrlich, immer wieder sind es Jugenderinnerungen, die ich mit den ersten zwei Scheiben verbinde.


The Next Day
The Next Day
Preis: EUR 6,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Next Day for a Hero?, 14. März 2013
Rezension bezieht sich auf: The Next Day (Audio CD)
Zur Musik will ich nichts sagen, da sie typisch Bowie ist. Vielleicht etwas zu poppig, aber trotzdem schließt sich The Next Day für mich viel eher an die Scheiben der 70er Jahre an. Vielleicht auch deshalb dieses Cover, woran sich anscheinend die Geister scheiden:

Genialer kann man heute keine Kritik betreiben. Das "Hereos"-Album (der Berlin und Kunstbezug ist klar) herzunehmen und es zu überschreiben mit schlichten weißen Feldern ist durchaus kühn und gewagt. Bowie ist bekannt dafür in neue Rollen zu treten. Doch nach 13 und noch mehr Jahren? Das durchgestrichene "HEREOS" sagt alles. Vorne haben wir diese Geste: Als ob der alte Bowie dieses weiße Quadrat mit den Händen hält und sich dahinter versteckt. Der Held war gestern. Doch auch innen ist sein Kopf zuerst von einem weißen Quadrat verdeckt, dann schlägt man sich zur CD durch wird er ent-deckt. Der Held ist heute - The Next Day begins. Und wir können die CD in den Player legen...

Das Quadrat (besonders das glänzend schwarze innen) erinnert natürlich an Malevich und die abstrakte Kunst. Zwar ist das "schwarze Quadrat" erst in zwei Jahren (2015) 100 Jahre alt, aber die Anspielung ist offensichtlich. Und der Betrachter (wenn ich diese Rezensionen lese) immer noch irritiert. Er empört sich, in Zeiten der "Downloadgesellschaft" noch zum Download verleitet zu werden. Mir ergings genau anders: Gerade deshalb wollte ich das Album umso mehr, weil mich interessierte welche Idee hier dahinter steckte.
Jaja, dahinter oder darunter steckt die "Hereos" Scheibe, aber nicht mehr im Inneren. Das farbige Booklet ist stark im Kontrast zum Cover, aber (ich gebe zu aufgrund der schweren Lesbarkeit der Lyrics) nicht so gut gelungen. Inkonsequent mögen auch die Credits an der Rückseite sein - hier müssten die "Hereos"-Credits abgedruckt sein. Egal, schimpfen sie nicht auf das Cover, sondern sehen sie es als Möglichkeit. In einer bildüberfluteten Welt ist dies eine gelungene Abwechslung. Vom Ansatz der Downloadgesellschaft her ist das Cover aber viel subtiler als System of a Downs "Steal this album!" und das ist nun mal typisch Bowie. Denn es bietet Raum für Phantasie und fordert sie vielleicht auch vehement ein! Vielleicht überfordert das so manch einen? Aber - wenn Sie gerade das Album hören - bietet es Ihnen die Möglichkeit selbst ein Bild zu machen, den neuen (alten) Bowie zu ent-decken...

Und zur Musik ist wirklich nichts zu sagen, außer zuschlagen! Und selbst hören!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2013 12:29 PM CET


Mein Bild. Paolo Uccello: Reiterschlacht.
Mein Bild. Paolo Uccello: Reiterschlacht.
von Elke von Radziewsky
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Einführung (für Kinder um die 12), 14. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Büchlein bietet in kunsthistorischer Hinsicht nicht viel. Das was ich mir erwartet hätte, war nicht drin: eine detaillierte Studie zur Schlacht von San Romano Zyklus von Paolo Uccello. Schon am Titel "Reiterschlacht" ließe sich das eigentlich erkennen. Dennoch will ich dieses Buch nicht als Pseudowissenschaft abtun, da es gar nicht versucht wissenschaftlich zu agieren, sondern eine nette kleine Einführung - ich würde sagen für Kinder um die 12 oder früher - bietet. Auch für Menschen, die sich noch gar nicht mit Frührenaissance beschäftigt haben und von den drei großen Gemälden des Paolo Ucccello (zu recht) beeindruckt sind wäre das Buch interessant, jedoch mit Vorsicht zu genießen, da einige verkürzte Punkte und Darstellungen am Stand der Forschung vorbeigehen (da sie vereinfachen!).
Ich gebe 3 Sterne, weil es nicht (ganz) schlecht ist, würde aber zum Thema eher das Buch von Volker Gebhardt bestellen, das ebenfalls kurz, aber wissenschaftlich und trotzdem auch leicht verständlich ist.


Kritisches Wörterbuch: 'Documents'
Kritisches Wörterbuch: 'Documents'
von Georges Bataille
  Taschenbuch

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verrichtungen der Wörter, 1. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es geht nicht um den Sinn, sondern um ein Verzeichnis der Verrichtungen der Wörter.
Es geht um das dialektische Zerreißen, Übergänge, Beziehungen, Konstellationen zwischen Objekten und Bildern und den überall hineinwuchernden Text.
Es geht um die Materialität des Texts; um den Ein-schnitt, den Riss des Texts auf dem Grund des Papiers. Er verändert alles.
Es geht um die Möglichkeit und die Formung selbst. Es geht um Ausformungen der Möglichkeit (Verformungen, Formierungen, Formate).

Das Format des Kritischen Wörterbuchs entstammt dem Format der Zeitschrift DOCUMENTS. Dieses Buch ist eine Übersetzung ins Deutsche einer Rubrik dieser französischen (gegen-)surrealistischen Zeitschrift, die 2 Jahre 1929/30 in 15 Auflagen erschien. Federführend hierbei waren Georges Bataille und Carl Einstein. Angelegt war die Zeitschrift als ein Periodikum für das theoretische reflektierte Studium von Dingen - von "rohen" Erscheinungen aller Art: künstlerischen, historischen, wissenschaftlichen, alltäglich.

Für den Einstieg in den KOSMOS der DOCUMENTS ist dieses "Kritische Wörterbuch" besonders spannend, da es den "aggressiv realistischen" Zug ("Unmöglichkeit der Realität") in seiner Gesamtheit aufzeigt. Wissenschaft und Alltag und Strenge und Provokation in einem Atemzug. Ein Atemzug, der auskotzt und sich befreit von einem zu engen Schöngeisterei-korsett der zunehmend statischen Gesellschaftsarchitektur, welches mehr vernichte als ermögliche.
Es ging DOCUMENTS (d.h. v.a. Bataille, Einstein, Lieris und Griaule) darum etablierte Gedankengebäude einzureißen und derart in Frage zu stellen, dass eine Beweglichkeit (wieder)gewonnen wird - dadurch zur Anschauung kommt. Das Assoziative und das Fluktuieren von Bildern (anhand der Montage dieser) und Bedeutung zerreißt die Ikonografie, demontiert Theorien.

Leider gibt es neben dem Kritischen Wörterbuch nur wenige in Deutsche übersetzte Artikel der Zeitschrift: u.a. im Ausstellungskatalog "Elan Vital oder Das Auge des Eros" (München 1994). Die Zeitschrift im französischen Original ist via Internet zum Download verfügbar.

Zur weiteren Vertiefung schlage ich Georges Batailles "Die innere Erfahrung" oder auch "Das obszöne Werk", sowie Michel Leiris "Mannesalter" oder Carl Einsteins "Negerplastik" oder "Bebuquin" vor.
War doch die Zeitschrift DOCUMENTS als Gegenprogramm gegen Andre Bretons Surrealismus gedacht, so ist es nett sich auch Breton als "Gegenpol" anzuschauen.
Erwähnenswerte Sekundärliteratur zu den DOCUMENTS und zu Bataille haben Georges Didi-Hubermann und Denis Hollier geschrieben.

Dieses "Kritische Wörterbuch" ist doppeltsogroß wie ein normales Mervetaschenbuch! Hat viele Abbildungen aus der Zeitschrift übernommen, jedoch nur die die sich auf das Wörterbuch beziehen. Meine Kritik ist vielleicht diese, dass eben nur das Wörterbuch und seine Lemmata gebracht werden, da dieses Wörterbuch in die Rubrik Chronique eingepasst war und so Ausstellungsberichte oder Buchrezensionen ebenso beinhaltete, die (zum größten Teil) ebenso viel Biss hatten. Statt dem Wörterbuch hätte man die Chronique-Rubrik gesammelt machen können. Die Zweispaltigkeit wurde zum Glück beibehalten.

Alles in allem müssen 5 Sterne gespendet werden, da es sich um eine glänzende Konstellation (von Denkern und Artikeln) handelt. Schade ist natürlich, dass die Zeitschrift abrupt abriss (es musste aber so sein). Schade auch, dass es heute in der Wissenschaft über weiteste Strecken zahnlos dahingeht (es muss anscheinend so sein). Aktuell ist sicherlich der transdisziplinäre Rahmen, jedoch gibt selbst dieser zu denken, da heute alle meinen sie kämen irgendwoher - Bataille würde hier die Frage stellen: Wo sind sie (denn überhaupt)? Oder wie sagt ein indischer Yogi: "Start from where you are."


Der Ursprung der Perspektive
Der Ursprung der Perspektive
von Hubert Damisch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mühsam, aber (ge)wichtig: Denk-Transformationen mit und durch Perspektive, 20. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Einführung:
Eine Mühe die sich lohnt ist es dieses Buch zu lesen.
Wenn sie nur schnell mal ein Buch über Perspektive lesen wollen sind sie hier falsch. Sie brauchen nicht weiterzulesen.
Dieses Buch umfasst mehrere Ebenen der Betrachtung. Es handelt von Perspektive in der Kunst und gleichzeitig von der Perspektive der Wissenschaft. Die Sichtweisen hängt Damisch an der Erfindung der Zentralperspektive in den zwei berühmten Experimenten Brunelleschis auf. Das war um 1420 in Florenz. Die Kunst ist der Wissenschaft voraus. In der Mathematik und Philosophie sollten derartige Überlegungen erst im 17. Jahrhundert bei Descartes, Pascal und Desargues gefunden werden.

Inhaltliche Zusammenfassung:
Das Buch teilt sich in drei große Abschnitte und einer Einleitung. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Perspektivenforschung seit Panofsky (interessanterweise wird Nietzsche nicht erwähnt - obwohl Pascal prominent vertreten ist!)Der zweite Teil behandelt ausführlichst die Experimente Brunelleschis. Die Genauigkeit ist Damisch im Buch besonders wichtig, da er wirklich Punkt für Punkt seine Konstruktion methodisch erläutert. Er konstruiert so auch eine Methode, die die Kunstwissenschaften radikal (aber nicht abwertend) in Frage stellt. Dies erfolgt im dritten Teil, welches sich ebenfalls ausführlichst den drei perspektivischen Tafeln (Tafel von Urbino (welche im Detail auch am Bucheinband abgebildet ist), Tafel von Baltimore, Tafel von Berlin) widmet. Hier kommen nicht altehrwürdige Kunsthistoriker wie Krautheimer eine methodische Rüge, sondern das Ikonografisch/Ikonoglogische Modell wird kritisiert. Es kann nicht sein Kunstwerke den Theorien anzugleichen und so zu interpretieren, dass sie stimmig sind. Was bedeutet es stimmig zu sein? Was ist unser Ziel - das Kunstwerk oder die Theorie? Andere Rezensionen des Buchs versuchen Damisch rein mit Lacan zu lesen, was aber nicht der Fall sein kann. Lacan dient Damisch bloß als ein Konzept das sich mit Spiegelungen und Perspektivitäten der Psyche befasst und so kann hieraus eine Wahrnehmungstheorie aufgebaut werden, die sehr an Descartes und auch schon an die Renaissancetheorien von Alberti oder Filarete erinnern - sich aber bereits in den Experimenten Brunelleschis zeigten. Die drei Tafeln sind für Damisch in dieser Hinsicht Modulationen und Weiterentwicklungen dieser Experimente. Das Loch in der Tafel Brunelleschis in der sich der Ursprung der Perspektive befindet und so Augpunkt und Fluchtpunkt zusammenfallen, beginnt hier auf der zentralen Horizontalen zu wandern. Es verlagert sich mehr und mehr nach hinten. Bei der Tafel von Urbino noch im Eingang des Rundbaus vedunkelt; bei der Tafel von Baltimore schon durch einem Triumphbogen hindurch an dem hinteren Stadttor, so entzieht sich der Punkt der Konstruktion bei der Tafel von Berlin auf den Horizont des Meeres. Methodisch geht Damisch transformatorisch vor, indem er - wie bereits gezeigt - vom ersten Experiment Brunelleschis alles ableitet. Seine Methode ist exzellent durchdacht. Es geht ihm doch auch darum den Denkprozess in der Kunst - mit Hilfe der oder durch die Kunst - zu veranschaulichen. Am Ende des dritten Teils fährt er die Denkbewegung etwas fort. So erkennt er eine - aufgrund Albertis Forderung nach "historia" - Trennung des Punkts. Es entsteht ein Imaginärer Pol nebst dem konstruktivem Pol (dem wahren Fluchtpunkt). Bei Carpaccio und in der venezianischen Malerei. Diese Trennung ist als Ableitung zugunsten einer Geschichte in einem Bild zu verstehen. Der Ursulazyklus Carpaccios veranschaulicht die Sehrichtung und die Lenkung des Betrachters durch die Konstruktion derer sich der Maler bedient. Dies führt Damisch gegen Ende zu Velàsquez Las Meninas. Hier erkennt er eine vielfache Spiegelung der Punkte. Mit Hilfe Picassos, der sich 1957 auf künstlerischer Weise Las Meninas anzueignen versuchte und eingängig studierte versucht Damisch - nun sehr kurz! - die Denkbewegung fortzusetzen. Die These ist die, dass der Künstler uns bewusst in die Irre führt, diese Irre jedoch nicht als Irre, sondern im Sinne der Erzählung und des Spiels entsteht. Das Spiel der Perspektive zu spielen ist der Versuch Damischs unsere (Bild-)Wahrnehmung überhaupt zu verstehen. In die Irre geführt können wir nur dann werden, wenn wir uns weigern das Spiel zu spielen. Lacan ist deshalb für Damisch interessant, weil er sich weigert nicht zu spielen. Descartes verweigert das Spiel und begründet damit die moderne Philosophie, wie auch die Geometrie. Damisch rudert nun zum Ursprung der Perspektive zu Brunelleschi zurück um durch das Loch an der Rückseite der Tafel zu sehen. Das Loch bietet den Rahmen dafür was später Alberti in seiner Fenstermetapher niederschreibt. Es geht um die Öffnung(en) und die Kaskadierungen dieser, die unser Sehen begrenzen und begrenzen und so entgrenzen und schier grenzenlos werden lassen. Mit Pascal lässt sich an das Meer als "Ufer außer Sicht" denken: Die Linie des Horizonts an der sich Himmel und Meer schneiden.

Kritikpunkte:
Das Buch ist typisch französisch (wohl in deutscher Übersetzung) im Stile des Seminars geschrieben. Es mag befremdlich wirken, wenn man als Leser mit: "Du siehst" oder "Wie du weißt" angesprochen wird. Ich finde diese Lockerheit jedoch erfrischend.

Es ist mühsam zu lesen und sehr langatmig. Es gibt viele Wiederholungen, die zwar wieder etwas in Erinnerung rufen, jedoch ist die Erinnerung daran zwangsläufig noch etwas präsent. Mir erging es jedenfalls so.

Der Text erfordert viele Vorkenntnisse, weshalb er oftmals - auch in Fachkreisen - als "sprunghaft" bezeichnet wurde. Das Vorwort (bzw. ich hab es vorhin als Einleitung bezeichnet) leitet weniger ein, sondern lenkt direkt auf den Forschungsstand und die Forschungsentwicklung zur Perspektive, nämlich so genau, dass der nicht-sonderlich interessierte Leser das Buch sicherlich weglegt. Man sollte sich aber drüberzwingen, denn diesen Teil nicht zu lesen kann später zu Problemen führen.

Das letzte Kapitel des dritten Teils des Buchs ist im Vergleich zum restlichen Buch sprunghaft und schneller bei den Beispielen. Zum Ende hin nimmt er besonders Fahrt auf. Es befriedigt mich hinsichtlich der Homogenität des bisherigen Buchs nicht ganz. Die Rückbindung zu den vorhergehenden Analysen der ersten beiden Kapitel ist gegeben. Dennoch befriedigt mich das letzte Kapitel inhaltlich und stilistisch am Meisten. Es gibt einem schnellere Schlüsse und keine zähen Analysen (die ich aber für wichtig erachte!!) wie zuvor. Für den schnellen Überblick reicht es auch durchaus aus dieses letzte Kapitel (ab S. 373)eingängiger zu lesen. Doch hierbei kommt man zu Problem, dass sich sehr wohl stellt: Das Buch bricht in seinen Rückbindungen an Brunelleschis und an die drei Tafeln auch ab. Hier wäre es spannender gewesen weiter zu gehen als nur bis Velázquez. Der Bruch mit der Perspektive bei Manet und Cezanne wäre jedoch bei diesem gemächlichem genauen Vorgang wahrscheinlich zu weit gegangen und hätte das Buch vom Unfang her gesprengt.
Fazit: Zuerst zu ausführlich - danach zu schnell.

Ich denke, dass es sich dennoch gut ab- und einrundet. Trotz des Preises ist es den Kauf wert und nicht nur weil es optisch toll und ebenso gut verarbeitet ist, sondern weil man anspruchsvollere Texte und Texte die mehr hergeben im Bereich Kunst-denken kaum gibt. Es führt uns unser neuzeitliches Denken in einer besonderen Weise vor Augen: nämlich durch seinen Urspung im Loch von Brunelleschis Tavoletta, wo Flucht- und Augpunkt zusammenfallen. Und mit Pascal frägt Damisch: "Die Perspektive bestimmt den richtigen Blickpunkt in der Malerei, was aber wird ihn für die Wahrheit oder die Moral bestimmen?"


Gotik: Architektur, Skulptur, Malerei
Gotik: Architektur, Skulptur, Malerei
von Rolf Toman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Einsteiger "Ja" - für Kenner eher "Nein", 31. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Band bietet auf 520 Seiten eine umfassende Darstellung der Kunst der Gotik. Die reiche Bebilderung ist zwar sehr gelungen, jedoch z.T. fehlerhaft beschriftet. Wer noch nie etwas anderes von der Kunstepoche der "Gotik" gehört bzw. gelesen hat und sich für dieses Buch zur Einführung entschieden hat wird erstmals begeistert sein: nicht teuer, schöne Abbildungen, informativ geschriebener einfacher Text... Jedoch stellt sich bei näherer Beschäftigung heraus, das das Buch wohl kaum die Ansprüche eines wissenschaftlich fundierten und belegbaren (u.a. keine Zitate) Werks in Anspruch nehmen darf. Auch ein Überblickstext darf nicht plauschalisieren und monokausal argumentieren. Auf über 500 Seiten wäre dies unweigerlich möglich gewesen. Die politische und religiöse Funktionalität der "Kunst" des Hoch- und Spätmittelalters hinsichtlich Geschichte wird kaum dargelegt. Einzelne Bauten werden in schönen Abbildungen gezeigt, jedoch nicht architekturhistorisch und architekturterminologisch beschrieben. Die Entwicklungen werden an den "traditionellen" Aufhängern bzw. Beispielen festgemacht, die nicht nur teilweise nur peripher betrachtet werden. Zwar ist die Auswahl an Beispielen riesig, jedoch wäre eine vertiefende Auswahl daraus und ein genauerer Blick auf einzelne Beispiele sinnvoller gewesen. Das Projekt einer Zusammenfassung auf das Wesentliche mag hier wohl gescheitert sein, da sich die Autoren nicht auf ein oder wenige Beispiele einigen konnten und die erwähnten zum großen Teil leer stehen lassen. So geschehen bei der prominenten "Cover"-Kirche von San Francesco in Assisi: erstmal ist das Cover nicht gut gewählt (vielleicht wäre Sainte Chapelle z.B. besser gewesen) - sowie wird der gesamten Kirche (nicht nur die Oberkirche) im Buch nur eine Seite gewidmet. Der Schwerpunkt des Buchs liegt klarerweise auf der Architektur und Skulptur, jedoch wird der gotischen Malerei nur ein sehr marginaler Platz eingeräumt - die Buchmalerei des Spätmittelalters wird dem Interessierten auch nahezu unterschlagen.
Ein wirklich an der Kunst und deren Funktonalität und Entwicklung interessierter Leser sollte dieses Buch zwar als Einführung schätzen, jedoch nicht so weit gehen dieses Buch als "ultimatives" Werk zu betrachten. Wieder ein Beispiel dafür, dass die optische Aufmachung den inhaltlichen Makel nicht bloß überschattet sondern scheinbar unsichtbar macht. Zu den Fehlern und Ungenauigkeiten will ich mich hier nicht auslassen, jedoch gebe ich zu bedenken, dass dies sicherlich nicht die bereits angeschlagene Qualität des Buches fördert. Trotzdem kann (aufgrund mangelnder und noch schlechter Alternativen) das Buch ins Regal eines jedermann aufgenommen werden (drängt es sich ja aufgrund des Preises förmlich auf). Jedoch sollte das kritsche Auge immer wachsam bleiben.


La Galeria: Italienisch-Deutsch
La Galeria: Italienisch-Deutsch
von Giambattista Marino
  Broschiert
Preis: EUR 24,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen tolle "La Galeria" Auswahl mit Übersetzung, 31. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: La Galeria: Italienisch-Deutsch (Broschiert)
Jede/r die/der sich mit Barockkunst befasst, sollte Marinos Gedichte kennen. Und zumindest eine Auswahl seiner Texte, wie dieses Büchlein, in seinem Bücherregal stehen haben.
Um es gleich beim Namen zu nennen ist es natürlich schade, dass hier nur eine Auswahl der Gedichte abgedruckt ist. Andererseits ist es für jemandem, der nicht allzu gut oder gar nicht italienisch lesen kann toll einen zweisprachigen Band der "La Galeria" zu besitzen. Zumal diese Auswahl auch einen Einblick in das Schaffen Marinos sowie in die zeitgenössische Auseinandersetzung mit Kunst bietet.

Die Aufmachung des Buches ist toll. Zwar kleinformatig, aber dafür handlich. In Leinen gebunden mit einem Lesebändchen (sprich Lesezeichen) und einem schlichten Schutzumschlag versehen, worauf Caravaggios Medusenhaupt abgedruckt ist. Auch im Inneren befinden sich zahlreiche schwarz-weiß Abbildungen der besungenen Bilder, die diese ein wenig illustrieren, jedoch aufgrund der fehlenden Farbigkeit das Heranziehen von Farbabbildungen in anderen Büchern (oder besser vor dem Original selbst) nicht ersetzen können. Vielmehr dazu verleiten sich Farbabbildungen anzusehen oder überhaupt nach Italien zu reisen. Wenn das Buch als reines Nachschlagewerk betrachtet wird, stören die Abbildungen vielleicht sogar, da sich Platz für weitere Gedichte wegnehmen. Jedoch würde ich für das wissenschaftliche Schreiben auf "Originalausgaben" in Italienisch zurückgreifen.

Der Wehmotstropfen ist also wie genannt die Auswahl. Es geht mir weniger darum welche Bilder ausgewählt wurden (obwohl sich hier auch streiten ließe, da bekannte Namen und wichtige Werke nicht immer identisch sein müssen - es finden sich aber auch "unbekanntere" Namen im Buch), sondern eher darum, dass ich es schade finde, dass das Büchlein nur ein Büchlein und nicht ein Wälzer mit allen Gedichten ist. Jedoch ließe sich dieser nicht im Handgepäck (nebst anderen wissenschaftlichen Büchern) transportieren, wenn man sich auf die Reise gen Süden begibt. Leider wird aber (wo möglich) der derzeitige Standort der Gemälde nicht angegeben, was weitere Recherchen oder Vorkenntnisse benötigt.

Als kunst- und kulturhistorisch Interessierte/r oder jemand die/der sich für Barockkunst und deren damalige Rezeption Zeit nehmen will und noch nicht allzu firm in Italienisch ist sollte man sich dieses Büchlein zulegen, als Gelegenheitstourist zahlt es sich eher nicht aus. Dafür ist es zu speziell und in die Tiefe gehend. Deshalb 4 Sterne.


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